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Die neue Welt · 1935-11-29 · Heft 517 (29.11.1935) · page 7

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Journal
Die neue Welt
Volume
9 (1935)
Issue
Heft 517 (29.11.1935)
Date
1935-11-29
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 5TT DIB NEUE WELT Vidi, fiaß sich die Preise im Gefolge einer ungünstigen. Ernte in Spanien, geringer italienischer Exporte und der begrenzten palästinensischen Verschiffungen günstig gestalten werden. Rückgang der palästinensischen Seifenausfuhr Jaffa. (Palnews.) Die palästinensische Seifen- «nisfuhr, die vor allem infolge der ägyptischen Prohibitivzölle gegen die palästinensische Waschseife auf einen geringen Bruchteil der Ausfuhr früherer Jahre zurückgegangen ist, entwickelt sich weiter rückläufig. Im Jahre 1934 ging sie von 2784 Tonnen im Vorjahr auf 2684 Tonnen zurück. Im ersten Halbjahr 1935 hat sie sich weiter auf 1330 Tonnen gegenüber 1484 Tonnen im ersten Halbjahr 1934 reduziert. — Die ägyptische Seifenindustrie, die größtenteils mit palästinensischen Werkmeistern arbeitet, hat die Produktion stark gesteigert. Ihr Produktionswert stellt sich auf etwa <nnc Million ägypt. Pfund jährlich, der Wert der palästinensischen Seifenausfuhr nach Aegypten hat sich demgegenüber im letzten Jahre auf nur 38.000 pal. Pfund vermindert. Steigender tschechoslowakischer Import Aus P r a g: Wie die Tschechoslowakisch-palästinensische Handelskammer mitteilt, erreichte die tschechoslowakischer Statistik 31,500.000 tsch. K im Werte. Die ersten Halbjahr 1935 laut palästinensischer Statistik 325.000 Pfund (zirka 40 Millionen Kronen), laut tschechoslowakischer Statstik 31,500.000 tsch. K im Werte. Die Tschechoslowakei steht an siebenter Stelle der nach Palästina Waren einführenden Länder und rangiert hinter Großbritannien, Deutschland, U. S. A., Rumänien, Syrien, Japan und vor Polen Belgien, Aegypten, Italieh, Oesterreich, Frankreich und anderen Ländern. In den ersten zehn Monaten des Jahres 1935 erreichte die tschechoslowakische Ausfuhr nach Palästina einen Wert von 57,500.000 tsch. K. Die Verhältnisziffer zwischen der Ausfuhr der Tschechoslowakei nach Palästina und der Einfuhr aus Palästina ist nach wir vor 8:1. * Aus Prag. (J. T. A.) Mit Inkrafttreten der Sanktionen gegen Italien am 18. November d. J. ist die Einfuhr italienischer Orangen in die Tschechoslowakei, wo sie die spanische Konkurrenz allmählich verdrängt hatten, unmöglich geworden, wodurch die spanische Ware wiederum stärker auf dem Markt vertreten ist. Indessen glauben Kenner der Marktverhältnisse, daß der Palästina-Oran ge der Vorzug gegeben werden wird, da Palästina den tschechoslowakischen Markt ziemlich gut gewonnen hat und seine Orangen zumindest den spanischen, an Qualität gleich sind. Auch Aegypten und Griechenland bemühen sich jetzt, ihre Orangen auf dem tschechoslowakischen Markt einzubürgern Kiii Jude Generalschatzmeister der Niederlande Aus Amsterdam (J. T. A.): Königin Wilhelmine von Holland ernannte den jüdischen Finanzbeamten Doktor L. A. Ries zum Generalschatzmeister der Niederlande. Dr. Ries, der erst 42 Jahre alt ist, hat in den letzten Jahren sämtliche internationalen Handelsverträge und wirtschaftlichen Abkommen zwischen Holland und den anderen Staaten fixiert und oft auch mit der deutschen Regierung über Handels- und Clearing- Abkommen verhandelt. Königin Wilhelmine ernannte den Rat am Obersten Gericht der Niederlande, Dr. M. P o 1 a k, einen über Holland hinaus bekannten hervorragenden internationalen Juristen, der sich anläßlich seines 70. Geburtstages von seinem Amte zurückzieht, zum Kommandeur des Ordens Orange-Nassau. Kumänische Regierung verbietet JCA-Hilfsaktiou Aus Cernauti (J. T. A,): Die rumänische Regierung hat vor einiger Zeit den Beschluß gefaßt, der Jewish Colonisation Association (JCA) in Paris zu e rlauben, den von Mißernten und Not stark bedrängten jüdischen Handwerkern und Bauern in Bessarabien zu Hilfe zu kommen. Gegen diesen Beschluß liefen, wie die IA\ ALTEM? Das sorgenlose Eink o m m e n : l die RENTE ALLG. RENTEN ANSTALT WltN I. OkABtN *0 ■ rEiejJHÜNU-JI-5 10 JTA. seinerzeit meldete, die antisemitischen Parteien Sturm. Die reaktionäre Presse bauschte die Sache ins Ungeheuerliche auf und erklärte, die JCA wolle den bessarabischen Boden aufkaufen, um mit jüdischen Neusiedlern das bodenständige Bauerntum zu verdrängen. Wie nun Dr. Mayer Ebner in der ,.0,-t jüdischen Zeitung" mitteilt, hat die Regierung vor den reaktionären Parteien den Rückzug angetreten und ihren Beschluß hinsichtlich der JCA-Hilfsaktion widerrufen 2300 jUdische Hausierer in Belgien in der Existenz: bedroht Aus Antwerpen. (J. T. A.) Durch ein Dekret, welches die Zahl ausländischer wandernder Kaufleute beschränkt, dabei vorschreibt, daß jeder um ein Handelspatent einzukommen hat, wobei dieses ohne Begründung verweigert werden kann, sind 2 3 0 0 jüdische Hausierer in Belgien in ihrer Existenz bedroht. Das Zentralkonsistorium belgischer Juden entsandte eine Delegation, bestehend aus Oberrabiner Doktor J. Wiener, Prof. Dr. Maurice Philippson und Dr. Max Gottschalk, zum Handelsministerium, um mit diesem über die Abwendung dieser drohenden Katastrophe zu verhandeln. Richtigstellung zum „Wochenspiegel". In unserem „Wochenspiegel" (Nr. 507) veröffentlichten wir eine Stelle aus dem Buch „Palästina heute — Licht und Schatten" von Dr. Hugo Herrmann, die lautete: „Mein unglücklicher Freund Arlosoroff, der gewesene Finanzsachverständige Palästinas, der bekanntlich vor zwei Jahren von politischen Gegnern ermordet wurde, pflegte zu sagen . . ." Herr Dr. Hugo Herrmann (Tiberias, Palästina) macht uns in einem Schreiben darauf aufmerksam, daß die Worte „der gewesene" bis „ermordet wurde" in seinem Buch nicht vorkommen, was wir gerne unseren Lesern zur Kenntnis bringen. Wir entnahmen die ganze zitierte Stelle einer jüdischen Zeitschrift. Schlagaderverkalkung. Wissenschaftliche Beobachtungen in den Kliniken für, Krankheiten der Blutgefäße habenergeben, daß das natürliche „Franz-Josef'-Bitterwasser namentlich älteren Leuten sehr ersprießliche Dienste leistet. E §CHIF im i f n U R B E t © t f^etenHäume ^r^feg Groschen Reinseideo^Schals RQ iür Damen, Tupimuster, kleine Fehler , v Wirtsdiafts^Strürnpfe KQ für Damen, schwatz.......... Gummi^Wirtschaftsschürzen ßQ gemustert ............... Unterziehhöschen gerippt, alle Öiößen.......... *-'~/ S(jiafwoll*Dreied/Tücher Qg Modemuster ........ w DameivBaskeivKäppen QQ Tetletfasson, atle Farben........ *,/v' Wintersport^Strümpfe QQ für Heiren, mit Gummizug....... Trikot^Handschuhe Qg iür Damen und Herren, innen gerauht. . •*v KindeivPelzhoserl Qg Baumwolle (bis 10 Jahre)....., -"^ DamewPelzhosen 1,5Ü stark gefüttert, Oröße 3 ........ S ' Mäntel und Kleider: Professor Broitner 50 fahre In der Vorwoche beging Prof. Dr. Jakob B r o n n <■> r, der bekannte Pädagoge und verdienstvolle Leiter des Jüdischen Museums in der Malzgasse, seinen r>n. Oftburt&Lag. Dieser Mann wirkt und schafft fast anonym, stellt sich niemals in das Licht der Öffentlichkeit, widmet sich seit Jahren einer Arbeit, der Arbeit am Jüdischen Museum, der nur ein unendlich geduldiger, gewiasenhpfter und mit künstlerischer Intuition ausgestatteter Mensch gerecht, werden kann. Mir wird der große Vorzug zuteil, Professor Bronner am Werk zu sehen und seine Liebe für die kleinen und großen Dinge des Lebens zu bewundern. Wertvolle Anregungen und unermüdliche Beihilfe verdanke ich diesem ausgezeichneten Menschen. Das jUdische Wien und darüberhinaus alle, denen die Konzentrierung jüdischer folkloristischer und künstlerischer Werte am Herzen liegt, werden Prof. Bronner, dem Sammler, Lehrer und Musealfachmann, zu seinem 50. Geburtstag den herzlichsten Dank entgegenbringen, o. r. Jüdische Kultur§telle I., Franz-Josefs-Kai 3, Telephon R-28-2-36. Das Jüdische K u 1 t vi r t h e a t c r, T.. Fnmy.-Jo.y^f.s- Kai 3, ■wird Samstag,. 30. November, 0 Uhr abendy, mit 0.«*ip Dymows „Schma J i s r ■: c 1" eröffnet. Autorenabende: 1. Donnerstag, 5. Dezember, halb 8 Uhr abends: Dr. Franz Kobler, einleitende Worte: Dr. Waltor Eckstein: 2. Donnerstag, 12. Dezember: Uriel Birnbaum, einleitende Worte: Dr. Oskar B e n d i e n e r. -• Führung: Sonntag, 1. Dezember: Kunsthistorisclies Museum. ..Die niederländischen Schulen". Leitung: Hugo Friedmann. Treffpunkt.:!) U Ii r v o r in. vor dem Kunsthisiorischen Museum. — Karten für samtliche. Privat- und Bundestheater. Konzerte, sowie für den Palästina-Film ,,Das Land der Verheißung" in der Jüdischen Kultursteile, I., Franz-Josefs-Ktti 3, erhältlich. Premiere am lüdasdien Kulfurtheafer Die Premiere am „Jüdischen Kulturtheater" (welches von der Jüdischen Kulturstelle gemeinsam mit der Jüdischen Volkshochschule ins Leben gerufen wurde) findet Samstag, don 30. d., um 21 Uhr statt. Zur Aufführung gelangt „Schma I r a e 1" von Ossip Dymow, deutsch von S. Wolf, in der Inszenierung von E. Jubal. Es wirken mit: Die Damen Berti Eisenberg, Alice Koch, die Herren Robert Guth. Frank Herrmann. Arthur Hoff, Joachim Laatz, Ferdinand Polland. Rudolf Weiß, Robert Wyss. Da3 Bühnenbild wurde von Martin Eisler geschaffen, die Chöre von Siegfried Hacker einstudiert. Den von Uriel Birnbaum verfaßten Prolog spricht Ina M a r e. Das altbawährte, beliebte österreichische Mineralv/asser P reblauer Sauerbrunn ist in allen Apotheken. Drogerien und Lebensmittelgeschäften erbältlich. E \\** & K^SeideivGeorgette^Kleid 80 mit BlümenauipnU, alte Tanzfarben Q' (uns«r Schläger). *.....S WoJlstofMCIeider : «mit Seid'etisamt-Aufputz....... 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