Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 9 (1935)
- Issue
- Heft 509 (1.11.1935)
- Date
- 1935-11-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2711613-2712049-2712133--5410-2719023- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Kr. 509 Seif e 7 Wichtig! Wir bitten höflichst um pünktliche Ueberweisung der Abonne* ments,gebühr für die laufende Be« zugszeit, damit keine Unterbrechung in der Zusendung eintrete. Die wiederholte Uebersendung von Erlagscheinen verursacht Mühe und Kosten. Die Verwaltung „DIE NEUE WELT". Juden dürfen Mozart nicht aufführen Aus Berlin: Der Jüdische Kulturbund hatte eine Aufführung der Mozart-Oper „Cosi fan tutte" vorbereitet. Am Abend vor der Premiere wurde dem Kulturbund seitens der Reichskulturkammer mitgeteilt, daß die Aufführung nicht stattfinden dürfe, da Mozart Arier war und Werke von Ariern von Juden in Deutschland nicht gespielt werden dürfen. Schon früher waren Gerüchte verbreitet, daß Juden die Aufführung der Werke von Ariern verboten worden sei, ein offizielles Verbot erging aber erst jetzt. Filme der Wodie (Nach den Herstellungsländern zusammengestellt.) Oesterreich: Tagebuch der Geliebten — Episode. Amerika: Die Jungen der Paulstraße — Kleines Mädel — Sommemachtsträum — Der bunte Schleier — Footlight Parade. England: Verlaß mich nie — Bosambo. Filme unter Arierparagraph: Sylvia und ihr Chauffeur Einer zuviel an Bord — Alles wegen dem Hund — Die ganze Welt dreht sich um Liebe — Leichte Kavallerie — Variete -— Stradivari — Der junge. Herr aus Oxford — Ich war Jack Mortimer. Jüdische KuBlursleBle I., Franz-Josefs-Kai 3, Telephon R-28-2-36. November, Jüdisches Bronner. Treffpunkt das Photo-Preis- Photofür Führung: Sonntag, 3. Museum. Leitung Prof. Dr. J. 10.30 Uhr II., Malzgasse 16. Letzter Einsendetermin für ausschreiben: 15. November. Amateur-Studio,. Musiikkurse, k u r s; Anmeldungen bis 15. November. Unseren Mitglieder stehen ermäßigte Karten sämtliche Wiener Theater zur Verfügung. -Gastspiel Sevilla Tastor ~ Kfna Siegler. künatleräpiele, ll-w Prateratraße 31. Freitag, den 1. November: „Die Schickerte-'; Samstag, den 2.: ..Huljc Kapzen": Sonntag, den 3.: „Komödiantin" Und nachmittags bei ermäßigten Preisen: „Fyn Kasriliwke big...rie.w. York"; Montag, den „Masltow", Dienstag, den 5.: Bühnenjubiläum Markus Hersehkowitz: „Heuntige Kinder"; Mittwoeh.--den 6.: .-.Masltow"; Donnerstag, den 7.: „Fyn Kasriliwke bis; New York". Wiener jüdischer Gesungverein. „Der Turm zu Babel" von" A.' Rubinstein war die erste künstlerische Großtat des Vcreuiea. Auch in diesem Jahre werden alle Energien in den Dienst des. Werkes gestellt, welches im Monat Dezember im Groß-en Musikvereinssaal neuerlich aufgeführt wird. Damen und H e v r o n, die noch in i t s i n g e n wollen, mögen am Dienstag", halb 8 Uhi', in das Konzerthaus (Holländer-Saal) kommen. Deutsches Volkstheater. „Juristen" von Elemer L. Rice. Nach der medizinischen Fakultät („Menschen in Weiß") kommt jetzt die juridische auf die Bühne. Der bekannte New Yorker Rechtsanwalt hat nicht nur die großen Sorgen seiner Klienten auf dem Rücken, er erleidet auch in seiner eigenen Ehe Schiffbruch. Als Mann unterliegt er — als Rechtsanwalt trägt er den Sieg davon. Für die Hauptrolle des Juristen hat das Deutsche Volkstheater, dem mit diesem Stück der große Wurf gelungen ist, Max P a u 1 s e n, den ehemaligen Burgtheaterdirektor, gewonnen, der die Figur menschlich und unerhört ergreifend darstellt. Auch Vilma Degischer hat sich mit ihrer Darstellung der Sekretärin mit einem Male in den Vordergrund geschoben, Frieda Richard als Mutter, Lilia S k a 11 a als Frau des Rechtsanwalts und Jane Tilden als Telephonistih, Egon von Jordan und die übrigen Mitwirkenden konnten für stürmischen Beifall danken. e. kr. SchuchsckUou Hakouh. Die diesjährige Spielsaison wurde iurch ein Blitzturnier im neuen Heim, Caf6 T u s c h a k, eingeleitet. Der Schachklub Hakoah nimmt auch diesmal mit zwei \Tannschaften an der Wiener Meisterschaft teil. An ■illo Schachspieler ergeht die Aufforderung, dem jüdischen Verein .>eizutreten. Spielabc ndo sowie M i t g 1 i e d e r a u tu a h m o jeden Mittwoch ab S Uhr im Klubheim, Cafe Tusehak, f., Eßlinggasse 2. Die Meisterschaftskämpfe finden an den Sanistagabenden statt. In der zweiten Meisterschaftsrunde der zweiten Klasse siegte Hako a h gegen Polizei 8.,: 2. Der jüdische Sport- und Schützenvereiii lfagannli hält seine Uobungsabonde jeden Montag und Donnerstag von 8 bis 10 Übt» abends im Vereinsheim, IX., Hörigasse 14, ab. Alle aktiven Mitglieder haben regelmäßig teilzunehmen. Die Haganah ist in der Lage, ihre Räumlichkeiten noch an andere Vereine zu vermieten. Interessenten wollen sich gefl. Montag oder Donnerstag im Sekretariat melden. Um die Führung im österreichischen Boxsport. Bis zur riweitcn Makkabiah, welche im April d. J. in Tel-Aviv stattfand, zählte <iie Makkabi-Boxstaffel mit Meister S c tt 1 ä n- »? o r, Pfeffer, Lindenheim, Groß, Haas, Hofbauer, Blau, Kraus und Oormuß zu den kampfstärksten österreichischen Klubmannschaften. Bs gelang dieser Mannschaft im Vorjahr, ihre Wiener Gegner überlegen zu schlagen. Der Makkabi wurde zum führenden Wiener Boxklub. Zufolge Uebersiedlung der vier besten Mak k ab i-Boxer, Lindenheim, Hofbauer, Haas und Blau, und des Ausscheidens Schlängers, sah sich die Sektionsleitung gezwungen, die Kampfmannschaft vollständig neu aufzubauen. Nunmehr fühlt den der Verein stark genug, seine neue Mannschaft bei einer Veranstaltung zu erproben. Donnerstag, den 14. November, «rtirden sich im Festsaal des „Bayrischen Hof" die Makkabi- •Joxer gegen die besten Boxer der Vereine R a p i d und j c h w a r z - W e i ß stellen. Jüdische Jungr Alknclemsker! Die Zeit, in der wir leben, lest jüdischen Akademikern besondere Pflichten auf. Ziel und Zweck indischer akademischer Korporationen, getragen von höchsten Idealen, von der Diebe zum Volk und dem Gedanken, ihm eine glücklichere Zukunft ::u bereiten, müssen immer die gleichen bleiben, ihre äul.Senn Formen dem Geist der Zeit angepaßt werden. Der bisherige c o u J e u r s t u d e n t i s c h e C h a r a k t c r der schlagenden Verbindung mit den aus der Zeit Her Gründung vielleicht gerechtfertigt gewesenen Kitten und Gebräuchen seh "int uns heute mehr denn je überholt und der Geschichte angehörend. Wir wollen doshalb unsere Verbindung, die nunmehr in das 82. Semester tritt, in einen lebendigen j Ü d i s dien a k ad e m i s c h e n .1 u g e n d b u n d ,.L' n i t a s" umgestalten, um den aus den Jugendorganisationen in das akademische Lehm tretenden Studenten einen auf alter Uniten-Tradition und Bundesbrüderlkhkeit fest vernnkerten Freundschafisbund zu schaffen, der später dem Altcn-Hcrren-Verband als wertvoller, durch Auslese geschaffener Nachwuchs in seiner Arbeit Helfer und Erfüüer sein soll. Wir wollen, daß unsere jungen jüdischen Akademiker neben der Bildung ihres Geistes und Gh«i-akte»v<. neben der Pflege alles Jüdischen und vornehmlich der Kenntnis der Entwicklung der neuen Heimat, die wir aufbauen helfen, durch BeUitlgimg jeglichen Sports, durch Pflege von Geselligkeit, ein enges Frewndschaftsband umschließt, von jenor Uundesbrüderlichktii. gctivgr-n. die seit Dezennien bei uns Tradition ist. Wir laden deshalb die jüdischen Jung-Akademiker ein. bei uns ihr Hospitium anzumelden. Anmeldungen werden en jedem Donnerstag, abends 8 Uhr, im Cafe „Louvrc". I.. Wipplingerstraße, eutgegengenommee.. Für den A.-H.-Vorband der ..Unitas": Dir. Dr. Kurt E p 1 e r, Schrilttührer: Mr. Max Rosenzweig, Präses; Theodor Monteur, Vizepräses. Der Bund .jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs teilt mit: Auf Grund oes. allgemein bekannten Erlasses des deutschen Propagandaministeriums sollen die Namen der für Deutschland gefallenen 12.000 Juden aus der deutschen Geschichte des großen Krieges ausgemerzt werden. Sollte diese Verfügung Wirklichkeit werden, so würde der Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs die Pflöge des Andenkens der 12.000 für Deutschland gefallenen Juden in entsprechender Weise übernehmen und solange behalten, bis es wieder möglich sein wird, diese Helden in ihrem Vatcrlande entsprechend zu ehren. IliKtadruth Iwrith, II.. Kl. Mohrengasse 3. Samstag, den 2. November, 8 Uhr abends, im Heiin, II., Kl. Mohrengasse Ii, Generalversammlung der Histadruth: 1. Die hebräische Bewegung und unsere- Arbeit in der Zukunft (Präsident Dr. D. Rothblum): 2. Bericht. (M. Ungerfeld); 3. Diskussion und Neuwahlen. Besondere Einladungen v/erden nicht ausgesendet. — S e in i n a r e der Histadruth. Anmeldungen beim Sekretariat. Zeiro w'Hcehnluz Hainisrachi — ilnpoel Ilnduti, Wien, II., Praterstraße 60. Freitag, den 1. November. 8 Uhr abends: G r o ß e r ,,0 n e g - S c h a b b a l h". gemeinsam mit dem Landesverband „Mir.rachi". Referent: Rabb. Cand. Doktor P atron; Gesänge: Herr Oberkantor Emanuel F r ä n k e 1 mit seinen. Solisten. Gfiste willkommen! — Montcg, den 4. November. 8 Uhr abends: / ilgemeinc Aussprache der ,.Z c i r e t. h H a m 1 srachi". Refo.-ent: Herr Lehrer Rudolf Müller. Alle Chaweroth müsaen unbedingt erscheinen! — Dienstag, den 5. November. 9 Uhr abends: Erster hebräischer Koiiversaticm'ktirs. Leitung: Uri Kraus. -— Mittwoch, den 6. November, und Sann,- tag, den 0. November, halb!) Uhr abends: H e b r ä i s e h - A nf ii n g e r k u r s. Leitung: Lazar T e n n e n h a u s. — Donnerstag, den 7. November, 9 Uhr abends: ,,T'na c h" - K u r s. Leitung: Rabb. Cand. Naftali Frostig. Buch: „Jeremia". Wohltiitigkeitsvorstcllting. Verein ,.B r ü d e r I i e h U e i t", Wien, II., Untere Augartensiraßc 11, veranstaltet zugunsten seiner diesjährigen C h a n u k a - ß e k 1 e i d u n g s - A k t i o n am 14. November. 8 Uhr abends, in den „Jüdischem Künstlcrspielen". eine . Wohltätigkcitsverstellune;. Zur Aufführung gelangt mit der beliebten Künstlerin Sevilla Pastor das Stück „Fyn Kasriliwke bis New York". Karten im Vorverkauf im Sitz des Vereines (Cnfe Rembrandt.) erhältlich. Jüdischer Iloclisriiiilrusschuß — Akademischer Verein jüdischer Mediziner. Sonntag, den 3. November, 5 Uhr, im Heim, Wien,- IX., Algerstraße 26, Gesellige Zusam m e n k u n f t mit Tanz. Künstlerischer Teil: Gustav Wohl und Rudolf W e i ß. Besetzung von Ghorsängorstrllcn. Bei der israelitischen Kultusgemeinde Wien gelangen Chorsängersteilen für II. Bässe zur Besetzung. In Betracht kommen nur jüngere Kräfte mit entsprechender musikalischer Vorbildung und Kenntnissen der Lithurgie, welche die österreichische Bundesbürgerschaft besitzen. Nähere Auskünfte werden im Schulamt der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenst-tt.mg-cvs.se 2, I. Stock, erteilt. Israelitische Jugendgottesdienste. 1. Jugendgottesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler (Schülerinnen) Samstag, den 2. November 1935, um 3 Uhr nachr mittags in allen Gemeinde- und Vercinssynagogen. —■ 2. Besondere .Jugendgottesdienste für Mittelschüler und -Schülerinnen für Unterklassen im IL, IX. und XX. Bezirk. Samstag, dem 2. November 1935, um viertel 5 Uhr nachmittags im Leopold.städter Tempel, II., Tempelgasse 5, und in den Vereinssynagogen, IX., Müllnergassc 21, und und XX., Kluckygasse 11. Predigte« in den Gemeinde- und Bezirk'isynagogcn. Freitag, den 1. November 1935, werden bei den um 4 Uhr 35 Min. beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bczirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: I.. Ssitenstettengasse 4 (Oberrabbircr Dr. D. Feuchtwang); III., Untere Viaduktgasse 13 (Rabbiner Dr. K. Kupfer); V., Siebenbrunnengasse la (Rabbiner Dr. M. G. Mehrer); XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz); XIX., Dollinergasse 3 (Rabbiner Dr. A. Frankfurter); II., Pazmanitengasse G (Rabbiner Dr. Z. Taubes ); Samstag, den 2. November 1935. beim Vormittag.-gotteadienst Schrifterklärungen: XX.. Kluckygasse 11 (Rabbiner. Dr. B. Murmelstein); XXI., Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann). Die tägliche Koiiiinang des Mundesmit einem antiseptischen Mittel ist für die Mundhygiene und Gesundheit gleich wichtig. Das ODOL-M u n d w a s s e r wird in. der ganzen Welt, seiner antiseptischen Wirkung und seines starken, dabei aber angenehmen Geruches wegen, der auch unreinen Atem beseitigt, bevorzugt. Auch reinigt es zwischen den Zähnen sehr gründlich. Außerdem enthält das Odol-Mundwasser neben dem Odol-Antiseptikum den Myrrheextrakt, der gegen. Lockerung der Zähne und Blutung des Zahnfleisches wirksam verwendet wird. Lette- und ttedehalle jüdischer llochschüler, Wien. IX., TUrkenstraßo 9. Samstag, den 2. November 1935, 8 Uhr abends, indet ein Vortrag des Prof. Dr. Leo Henczer über das Theniu ..Der Palästina-Gedanke in der jüdischen Geschichte" statt. lilste willkommen! Unser Lesesaal verfügt Uber zirka 110 Zeitungen und ist gut gehoizt. Er ist von dreiviertel 4 bis 8 geöffnet i Äd jedem frei zugänglich* *