Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 9 (1935)
- Issue
- Heft 499 (20.9.1935)
- Date
- 1935-09-20
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit* £. DIE NEUE WELT Nr. 49S 1 Arbeitende Menschen wissen, daß zu erfolgreicher Arbeit bester Kräftezustand, ruhige Nerven, gute Stimmung notwendig sind. Zur Kräftigung des Körpers, zur Behebung von Mattigkoitsgefühl gibt es ein zuverlässiges Mittel: DIANA- Franzbranntwein mit Menthol Bestes Einreibemittel,, hervorragend zur Mund-, Zahn- und Rachenpflege und zu mannigfachen anderen Zwecken. In jedem besseren Geschäft erhältlieh. Verlangen Sie ausdrücklich „DIANA" und nehmen Sie nur „DIANA". Minderwertige Nachahmungen sind energisch zurückzuweisen. begegnen. Hitler-Deutschtum und Zionismus sind Gegensätze. Man darf sich nicht durch gelegentliche, für den Augenblick bestimmte nationalsozialistische Komplimente für den Zionismus beirren lassen. Das Hitler-Deutschtum will die Ausrottung des jüdischen Volkes, der Zionismus seine Wiederaufrichtung. Daher ist Hitler- Deutschland Feind des Zionismus. Nicht was die Tagesschreiber des deutschen Nationalsozialismus gelegentlich produzieren, ist maßgebend, sondern das. was seine geistigen Führer über den Zionismus sagen. - - ■ Ueher den' Zionismus hat der geistige Diktator Hitler-Deutschlands Alfred Rosenberg auf dem Nürnberger Parteitage eindeutig gesprochen. Er sagte: , „Wenn viele Fürsten der Vergaiigeaiieli aus persönlicher IViachtgier die Juden als Geldverleiher und Steuerpächter einsetzten, so geschah das aus der bereits erprobten Beobachtung ihrer A u s b e u t ü n g s f ä h i g k e i t. Diese Ausbeutungskraft haben die Juden nicht dadurch erworben, daß sie als Wucherer eingesetzt worden waren, sondern da man sie als Parasiten kannte, wurden sie als solche verwendet. . . . Diese charakteristische parasitäre Eigenart, die nie auf schöpferische Arbeit, sondern nur auf Auswertung fremder Kräfte bedacht ist, ist Blutbedingtheit des Juden, niec&ergelegt in seinem Religionsgesetz. . . . Auch das, was wir in diesen vergangenen Jahren und Jahrzehnten an kultureller Zersetzungsarbeit, wirtschaftlicher Korruption und politischer Verhetzung erlebten, findet überall seine „religiöse" Begründung im jüdischen Religionsgesetzbuch, auch dann, wenn Juden ihre „Assimilation" beteuern. Der Bolschewik mu s, im Großen und Weltpolitischen betrachtet, ist die letzte Kon- FAHRRAD- FABRIK KINDERWAGEN- FABRIK von S 35.— KinderwagenverkauF: VII, Neubaugasse 21 / I, Tuchlaubenhof 7 X, LaxenburgerstraBe 82 / XX, JägerstraBe 41 FahrradFabrlk: vil, Burggasse 110 Bequeme Teilzahlung! Kataloge gratis! sequenz, die sich aus dem Eindringen des Judentums in die Kultur und Politik der europäischen Staaten ergibt ... Und wenn auch im großen Kampf die zionistische Bewegung nicht immer in Rußland betätigt werden konnte, wenn auch theoretisch der Bolschewismus gegen den jüdisch-völkischen Zionismus auftrat, so war sich das Judentum der ganzen Welt doch dessen bewußt, daß die jüdische Diktatur in Rußland ein Druckmittel geworden war zur weiteren Stärkung des jüdischen Einflusses in allen anderen Staaten. Zionismus und W e 11 b o 1 s c h e w i sm u s, so verschieden sie von außen sein mögen, sind zwei Druckmittel in der Hand einer all -jüdisch geleiteten Weltpolitik, um die jüdischen Ziele durch kapitalistische Methoden im demokratischen Westen, durch bolschewistischen Terror im europäischen Osten, unter Aufhetzung der Soldaten und Arbeiter aller Völker zu verwirklichen und die Nationen einem Zustand entgegenzuführen, dem das Judentum im Laufe der letzten 16 Jahre sich schon so nahe wähnte, daß es manchmal aus Unvorsichtigkeit die letzte Hülle fallen ließ ..." Das klingt wohl anders als die „mit dem Zionismus sympathisierenden" Schreibereien um den Nürn- Ihr Heim sich mit wenig Gold elegant und gemütlich herzurichten, bietet Ihnen Weitzner, VI., Mariahilferstraßc 105, IV., Wiedner Hauptstraße 10. J. Boucl6-Teppich, 2x3 groß S 39.—, Velours- und Axminstor-Teppiche S 78.—, Netzstoffe S 1.68, Indanthrenstoffe ab S 1.95, Seidensteppdecke S 12.50, Stores, Handarbeit S 4.50 bis S 12.—, Doppelbettdecke S 12.— bis S 24.—, Laufteppiche, ind. Boucl6, per Meter S 3.90, Bettvorleger S 3.70 usw. Fehlerhafte Teppiche, Velours, 3X4 groß S 60. , echter Smyrna, 350 x450 S 160.--, echte Perser ab S 25.— und S 58.—, Banyai- STeppiche billigst, •». berge;- Parteitag und seine Judengesetze! ... Judentum ist blutbedingtes Verbrechen. Es muß daher ausgerottet werden, nicht nur in Deutschland, sondern überall. Der Zionismus ist ebenso ein Mittel der blutbedingten, verbrecherischen Machtgier des jüdischen Volkes, wie der Bolschewismus. Er muß daher vernichtet Werden, wie dieser ... So spricht der Schöpfer der ideellen Grundlagen und geistigen Diktatur Hitler-Deutschlands- Er verschmäht das beschwichtigende, für das Ausland bestimmte Gerede von nationalen Minderheitsrechten für die Juden und Anerkennung des zionistischen Strebens. Er spricht klar aus, daß der Nationalsozialismus das Judentum austilgen muß. wo und in welcher Form es sich auch zeigt, in Palästina oder in Deutschland, als assimilatorisches oder als zionistisches. Es gibt Judengegner, mit welchen eine Verständigung möglich ist. Theodor Herzl hat sie die „anständigen Antisemiten" genannt. Das sind Menschen, welche die menschlichen, bürgerlichen und nationalen Rechte des jüdischen Volkes voll anerkennen, im Juden den vollwertigen Menschen sehen, aber das heutige nationale und gesellschaftliche Verhältnis zwischen Judentum und Umwelt für ungesund ansehen und seine Aenderung wollen. Mit dieser Art von Judengegnerschaft hat der Nationalsozialismus deutscher Prägung in seiner heutigen Form nichts gemein, denn sein Ziel ist die völlige Diffamierung und schließliche Vernichtung alles Jüdischen. Es ist 2iotwendig, daß auf jüdischer Seite dieser Tatbestand erkannt und auf alle Illusionen, die ihn verschleiern könnten, verzichtet wird. Aber auch Hitler-Deutschland soll sich dessen klar sein, daß der wahre Charakter seines gegen das alte und lebenswillige Judenvolk geführten Vernichtungskrieges durch Redereien von einer „zionistischen Lösung" nicht verhüllt werden kann. Robert Stricker. Volks-, Haupt- und Nittelschulen neu und antiquarisch in den vorgeschriebenen Auflagen — in der Buchhandlung Ankauf Bücher >■ und Umtausch antiquarischer zu höchsten Pr eisen! Alltägliches aus HittlevDeutsdiland Aus Aachen: Die Milchverwertungsgenossenschaft im Kreise Aachen, der sämtliche milchproduzierende Landwirte angeschlossen sind, hatte im Mai dieses Jahres an die Genossen ein Rundschreiben gesandt, in dem es unter anderem heißt,, daß immer noch landwirtschaftliche Betriebsinhaber mit Nichtariern Geschäfte machen. Der Vorstand habe beschlossen, daß alle Genossen, die in Zukunft noch mit Juden geschäftlich verkehren, nur noch den Verarbeitungspreis für die gelieferte Milch ausbezahlt ernalten, der per Liter etwa 3 bis 4 Pfennige niedriger ist als der gewöhnlich ausgezahlte Preis. Jüdische Viehhändler beantragten beim Landgericht Aachen den Erlaß einer einstweiligen Verfügung, durch die der Milchverwertungsgenossenschaft verboten werden sollte, den noch mit Juden verkehrenden Landwirten anzudrohen, daß ihnen für die gelieferte Milch nur der Verarbeitungspreis ausgezahlt würde. Sie begründeten ihren Antrag damit, daß das Vorgehen der Genossenschaft eine Störung ihres Gewerbes darstelle und gegen von der Regierung aufgestellte Richtlinien und gegen die guten Sitten verstoße. Nun hat das Landgericht Aachen den Antrag z urückgewiesen. In der Begründung dieses Beschlusses heißt es: ,,Bei der allgemein bekannten Stellung des nationalsozialistischen Staates in der Rassen (Juden) frage kann das Verhalten der Antragsgegnerin weder als Verstoß gegen die guten Sitten noch als ein unerlaubter Eingriff in die vom Gesetz geschützte Rechtssphäre der Antragsteller angesehen werden. Im Gegenteil kann gesagt werden, daß das Vorgehen sich die Richtlinien des Staates und der Nationalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei zu eigen gemacht hat. Nicht der starre — tote — Buchstabe des Gesetzes, sondern der vom Geist des Nationalsozialismus erfüllte Sinn und Zweck des Gesetzes muß die Entscheidung tragen. Der Antrag ist kostenpflichtig für die Antragsteller zu verwerfen. Der Beschluß ist rechts kräfti g." Aus Oldenburg: In Leer (Oldenburg) haben die jüdischen Händler auf dem Viehhof einen besonderen Platz zugewiesen erhalten, der durch Schilder kenntlich gemacht worden ist. Aus Frankfurt a. M.: Der Stadtrat von Haßfurt hat den Beschluß gefaßt, daß in Zukunft alle Geschäftsleute, die noch mit Juden in geschäftlicher Verbindung stehen, von jeder städtischen Lieferung ausgeschlossen werden. Volksgenossen, die nicht Geschäftsleute sind und mit Juden verkehren oder beim Juden kaufen, werden vom Winterhilfswerk ausgeschlossen. Verboten sind den Juden alle öffentlichen Badeplätze. Den Judenkindern ist der Besuch der Kinderbewahranstalt versagt. Das Zusammenstehen der Juden auf den Märkten wird strengstens verboten. Juden sollen bei den Uebungen der Pflichtfeuerwehr gesondert antreten, da man z. B. keinem SA.-Manne zumuten könne, mit einem Juden in Reih und Glied zu stehen. Ferner sind an den Bänken in der Promenade Plakate anzuschlagen mit der Aufschrift; „Juden ist das Benützen der Bank verboten." Reisepropagandadienst der „Czernowitzer Allgemeine Zeitung" Billige und bequeme Sonderfahrt nach POLEN U. CZERNOWITZ im Sonder-D-Zug. Platzkarten mit Sammelpaß. Abfahrt Wien: 25. September 1935, Rückfahrt: 9. Oktober. Fahrpreis Wien—CzernowiU—Wien S100.-, Wienlembwfl—Wien S SO.— Technische Durchführung, Anmeldung und Auskünfte: Oesterr. Verkehrsbüro, Wien I, Friedrichatraße 7, Tetephon B-27-500 und I. Graben 20, Tel. U-2s»-0-3r>. Polnisches Reisebüro „Ürbi3", Wien I, Kärntnerstraße 41, Tel. R-21-5-78 und Reisebüro „Marienbtücke". Wien I. Rotenturmsttaße 2fc, Telephon R-24-2-86 und R-24-2-87 Vertretung von Juden vor Gericht verboten Aus Berlin: Der Reichsjurlatenf(Ihrer hat durch Verordnung allen Amtswaltern des Bundes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen und der Deutschen Rechtsfront sowie Mitgliedern der Reichsfachgruppe Rechtsanwälte, auch insoweit, als die der NSDAP, nicht angehören, bei Vermeidung ehrengerichtlicher Bestrafung verboten, vor Gericht oder vor anderen staatlichen oder privaten Stellen d*e Vertretung von Juden oder jüdischen Firmen gegen einen deutschen Volksgenossen oder eine deutsche Firma zu übernehmen. Als Juden im Sinne dieser Verordnung gelten Personen, die weniger als 75 Prozent arisches Blut haben. Ihnen stehen alle kaufmännischen Firmen, Kapitalgesellschaften und juristischen Personen gleich, deren Geschäftslcitung oder Kapital sich nicht Uberwiegend in arischen Händen befindet. Das Verbot erstreckt sich auch auf die Erteilung von Bescheinigungen aller Art zur Förderung der Belange von Juden oder jüdischen Firmen. Ausgenommen sind lediglich die von Richtern, Notaren usw. in Erfüllung einer Amts- oder Berufspflicht auszustellenden Urkunden, Beglaubigungen und Atteste. Eine Ausdehnung des für die Amtswalter geltenden Vertretungsverbotes auf alle übrigen Mitglieder des BNSDJ. und der Deutschen Rechtsfront sei zurzeit nicht möglich, da diese Maßnahme den zur Zeit in der deutschen Rechtspflege noch zugelassenen Juden eine überlegene Monopolstellung gegenüber allen deutschen Rechtswahrern verschaffen und bei vielen Gerichten dazu führen würde, daß alle, Rechtsstreitigkeiten, an denen Juden beteiligt sind, wegen des gesetzlich vorgeschriebenen Anwaltszwanges nicht durchgeführt werden können. Andererseits seien auch diese Bundesmitglieder bei Vermeidung ehrengerichtlicher Bestrafung verpichtet, in ihrem persönlichen und beruflichen Verhalten gegenüber Juden die größ te Zurückhaltung an den Tag zu legen und alles zu vermeiden, was zu Beanstandungen Anlaß geben könnte. Warum ein Rektor und ein Dekan gehen mußten Aus Bonn: Der Rektor der Bonner Universität, Prof. Kipp und der Dekan der Bonner juristischen Fakultät, Prof. D ö 11 e, haben ihre Aemter niederlegen müssen, nachdem der „Westdeutsche Beobachter" ihre Namen unter den Kunden eines jüdischen Schlächtermeisters publiziert hatte. Die Ausrede, daß ihre Dienstmädchen, ohne ihr Wissen, zum jüdischen Schlächter gingen, half ihnen nichts. Der Bonner Oberbürgermeister erklärte, daß Nationalsozialisten ihre Dienste mädchen nationalsozialistisch schulen müssen. UettsicH ttksieik - Smmmst^ Katholischer Episkopat gegen die Rassentrennung in den Schulen Aus Berlin: Der katholische Episkopat hat bei der Reichsregierung gegen den Erlaß über die Rassentrennung in öffentlichen Schulen Verwahrung eingelegt. Der Episkopat nimmt dagegen Stellung, daß die katholischen, aber nichtarischen Schüler durch den Erlaß des Reichserziehungsministeriums gezwungen werden sollen, rein jüdische Schulen zu besuchen. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, daß durch eine solche Regelung die einschlägigen Bestimmungen des Konkordats verletzt werden. Der Rassenparagraph in der neuen ungarischen] Advokatenordnung Aus Budapest: Der Kampf der. großen Mehrheit der ungarischen Advokatenschaft gegen den Rasseparagraphen der neuen Advokatenordnung dauert unvermindert an. In der letzten Sitzung der Budapester: Advokatenkammer wurde darauf hingewiesen, daß vort den 60 Kriegsgefallenen der Kammer 37 Juden waren. Justizminister a. D. Dr. Emil N a g y führte u. ä< aus: Der Entwurf widerspricht unserer ganzen historischen Tradition. Man will die Kammer zum Versuchst käninchen der Ideen eines fremden Volkes machen, die der ungarischen Nation niemals erwünscht sein werden. Wenn wir für Ungarn Gerechtigkeit verlangen, darf auch Ungarn keiner einzigen Rasse, Konfession oder Nationalität gegenüber ungerecht sein* Eine Verwirklichung des § 31 wird jenseits unserer Grenzen von verheerender Wirkung auf das Ungartum sein« Die billigste Sonderfahrt nach Polen und Czernowitz am 25. September, retour 9. Oktober Fahrpreis: Wien-Cernauti-Wien inkl. SammelpaO u. Visa S 100.— Wlon.LwÖw-Wien............$ 80.- Sofort Anmeldung Reitebüro »IRUT« 1) Karlsplatz-1, KärntneiStraße 63, Tel. U*44-3*79