Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 9 (1935)
- Issue
- Heft 495 (6.9.1935)
- Date
- 1935-09-06
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 DIE NEUE WELT Nr. 495 >MMMMM»MM«M»»»MM»»MMMMM>MM»M»MMMMr, SIEGM. KORNMEHL GROSSFLEISCHHAUEREI Zentrale: IX., Berggasse 19, Tel. A-17-5-99 u. A-16-9-34 Lieferant für Heilanstalten Abteilungen für -^-Fleisch unter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinatß der Isr. Kultusgemeiude Wien Autozusteilung kostenlos IX. Berggasse 15 / XVIII., Währingerstr. 97 billiger verkauft. Dieser Preisrückgang ist zu einem Hindernis für die Errichtung des geplanten Röhrenwerkes in Haifa geworden. (Palnews.) Tonne Eisenrohre, die vorher in Palästina pal. Pf. 16.— kostete, jetzt für pal. Pf. 11.— und, wie es heißt, noch Was Palästina verzehrt Kiesige Lebensmittelimporte Die außerordentlich stark anwachsende Tendenz der Buttereinfuhr setzt sich auch im Jahre 1935 fort. Im ersten Quartal 1985 ist die Buttereinfuhr auf 539 Tonnen gestiegen gegenüber 377 Tonnen im entsprechenden Vorjahrsquartal. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr beläuft sich also auf 43 Prozent. Wertmäßig beträgt die Steigerung sogar fast 50 Prozent (von pal. Pf. 29.348.— auf 43.633.—). Ebenso hat sich der Import von Schlachtrindern sehr stark erhöht, die Anzahl der importierten Schlachtrinder stieg gegenüber dem ersten Vorjahrsquarta] von 4142 auf 6113, also um fast 50 Prozent. Wertmäßig erhöhte sich die Schlachtrindereinfuhr sogar von pal. Pf. 40.700.— auf 71.062.—. Die Schlachtziegeneinfuhr ist mit 28.000 bis 29.000 Stück im Werte von rund pal. Pf. 14.000.— gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben, die Schaf einfuhr hat sich von annähernd 50.000 Stück (pal. Pf, 36.000.—; im Vorjahr auf rund 60.000 Stück (pal. Pf. 49.000.—) erhöht. Dagegen ist der Import von Schlachthühnern von 101.000 Stück im ersten Vorjahrsquartal auf 323.000 Stück im ersten Quartal 1935 gestiegen, wertmäßig ist er von pal. Pf. 5235.— auf 23.297.— angewachsen. Die Eiereinfuhr ist gegenüber dem ersten Quartal 1934 nahezu unverändert geblieben, sie beläuft sich auf 18,3 Millionen Stück, gegenüber 17,4 Millionen Stück im Vorjahr. (Palnews.) Automobilerzeugung im Werden Die „Palestine Motors Ltd." wurde zu Beginn des Jahres 1934 in England durch eine Gruppe von Zionisten ins Leben gerufen. Sie wurde in England und später auch in Palästina als ausländische Gesellschaft registriert. Im März 1935 wurde in Haifa eine Fabrik eröffnet und eine Anzahl von Fachleuten aus England herangezogen. Das Unternehmen importiert Automobilteile für Personen- und Lastwagen der englischen Automobilfabriken Standard, Albion und Scammel, um hier die Montage vorzunehmen. In der palästinensischen Montagewerkstätte werden die Chassis zusammengesetzt und lackiert. Die Fabrikate werden mit ihrem englischen Fabriksnamen unter Zusatz der Bezeichnung „Carmel" — der Markenbezeichnung der Palestine Motors Ltd. — auf den Markt gebracht. Im Verlauf der wenigen Monate ihres Bestehens hat die Palestine Motors Ltd. bereits eine Anzahl von Automobilen auf den Markt gebracht — Personenwagen, Lastwagen, Sprengwagen für Straßenbewässerung —, die bei den palästinensischen Abnehmern eine gute Abnahme gefunden haben. Die Gesellschaft beabsichtigt nunmehr, ihr gegenwärtiges Kapital von pal. Pf. 12.000.— beträchtlich zu erhöhen und die Fabrik zu erweitern. Sie hofft, von der Regierung Zollerleichterungen zu erhalten, durch die die Produktionserweiterung sehr begünstigt würde. Zwischen der Leitung des Unternehmens und dem Treasury sind Verhandlungen in dieser Angelegenheit im Gange. (Palnews.) 6000 Akkumulatoren zu fabrizieren. Wenn man berücksichtigt, daß Palästina jährlich 8000 bis 10.000 Akkumulatoren importiert, Syrien ungefähr 12.000, so ergibt sich, daß die Fabrik nur einen Teil des Bedarfes decken kann. Die Fabrik wird in T e 1 - A v i v errichtet. Palästinas Semmen'ng — der Libanon Nach der Fremdenverkehrsstatistik beläuft sich die Zahl der über die verschiedenen Eingangsstationen nach dem Libanon gehenden Sommergäste bis zum 31. Juli auf insgesamt 5530. Die bei Ras en Naqura über die palästinensische Grenze kommenden Besucher machen fast zwei Drittel der Gesamtzahl aus. Errichtung der Regierungsdruckerei in Jerusalem Die zur Eröffnung der Regierungsdrucker e i getroffenen Vorbereitungen riefen unter den Druckereibesitzern und Druckarbeitern Besorgnis hervor, da die Regierung zu den wichtigsten Kunden der nalästinensischen Druckereien gehörte. Die Regierungsdruckerei in Jerusalem wire' die größte und am vollkommensten ausgestattete!■ r.erci Palästinas sein. Aus England bestellte Setzv Druckmaschinen usw. in den drei offiziellen Landes- Sj.-uchen werden in einigen Wochen in Palästina eintreffen. Man nimmt an, daß die Druckerei etwa achtzig Arbeiter beschäftigen wird. (Palnews.) Das Aufforstungswerk des Keren Kajemeth Während der beiden letzten Jahre hat der K. K. L. 295.172 Bäume auf einem Gelände von 1140 Dunam angepflanzt. Insgesamt wurden durch den K. K. L. bisher 1,637.000 Bäume auf einer Fläche von 7513 Dunam zur Anpflanzung gebracht. (Palnews.) Fabrik für elektrische Akkumulatoren Palnews meldet aus Tel-Aviv: Die Gesellschaft, welche bereits unter dem Namen „Sol Ltd." registriert ist, wird pal. Pf. 6000,-— investieren, um jährlich Mißhandlung jüdischer „Illegaler" Aus Jerusalem: Die Tageszeitung „Dawar" meldet, daß von der Palästina-Polizei in den Gefängnissen gegenüber jüdischen „Illegalen Einwanderern" Methoden des „dritten Grades" angewendet werden, um sie zur Angabe ihrer Staatsangehörigkeit zu zwingen. Da» Blatt erklärt, daß ihm ein Bericht eines Augenzeugen zur Verfügung stehe, und appelliert an die Regierung und an die Jewfsh Agency, Maßnahmen zu treffen, um dem unmenschlichen Vorgehen der Polizei ein Ende zu machen. (J. T. A.) Der Arbeitermangel in Palästina Aus Jerusalem: Mit Rücksicht auf die andauernde Verschärfung des Arbeitermangels in den Pflanzungen der Scharonebene haben die Arbeitsbüros der jüdischen Kolonien eine Abordnung nach Haifa entsandt, um eintreffende Arbeiter sofort mit sich zu nehmen. (J. T. A.) Gaststätte für Jedermann I, KSrntnerstraBeBl_ WIENER RATHAUSKELLER I. Neues Rathaua „WIEN VOR 400 JAHREN11 allabendl. Wiener Musik Gesang1 Hans Blasohek Vermischte Nachrichten Das Gericht in Haifa verhandelte gegen mehrere Mitglieder der „Histadruth", die am Angriff gegen Mitglieder des vom Hapoel Hamisrachi beschäftigten Kooperativs „Hamachschir" beteiligt waren. Vier der Angeklagten wurden zu je einem Monat Gefängnis — die Gefängnisstrafe kann in Geldstrafe umgewandelt werden — verurteilt, die Verhandlung gegen die weiteren Angeklagten wurde vertagt. (Der Konflikt selbst wurde, wie seinerzeit gemeldet, durch Arbitrage liquidiert. D. Red.) Seitens der palästinensischen Eisenbahnverwaltung und der Haifaer Hafendirektion werden schon jetzt die notwendigen Vorbereitungen getroffen, um eine Behinderung des Zitrusexports in der kommenden Saison, die sich durch Mangel an Transportmitteln ergeben könnte, zu vermeiden. Die Eisenbahndirektion hat hundert neue Lastwaggons und sechs Lokomotiven bestellt. Die Hafendirektion läßt auf einem größeren Gelände neue Lagerhäuser errichten. Die Zahl der bei den Eisenbahnen Erez Israels beschäftigten Juden geht ständig zurück. Neue jüdische Angestellte werden kaum noch aufgenommen. Dieser Tage wurden von der Bahndirektion des Kreises Lydda 40 Arbeiter und Beamte aufgenommen, darunter 37 Araber und 3 Juden. Die Zahl der jüdischen Schaffner ist von acht auf einen zurückgegangen. Sogar bei der Station Tel-Aviv wird es infolge der äußerst niedrigen Löhne bald keine jüdischen Bahnbediensteten mehr geben. Der hebräische Penklub Erez Israels befaßte sich in seiner letzten Sitzung mit dem Schicksal der in Sowjetrußland von den dortigen Behörden verhafteten hebräischen Schriftsteller H. J. Lonski und A. Freimann. Ihre Verhaftung erfolgte wegen der Veröffentlichung ihrer hebräischen Schriften in Palästina. Der Penklub beschloß, sich an die Exekutive der Jewish Agency mit dem Ersuchen zu wenden, sie möge auf politischem Wege die Freilassung der Verhafteten bewirken. Gleichzeitig möge die Exekutive Schritte zur Erlangung der Gleichberechtigung der hebräischen Sprache in Rußland unternehmen. Die gleichen Forderungen hat der hebräische Penklub an die Londoner Penklub-Zentrale, gerichtet. Soeben ist die erste Nummer der palästinensischen Zeitschrift für botanische und Gartenbauwirtschaft unter der Redaktion von Dr. H. R. Oppenheimer (Rechobot) erschienen. Von der Zeitschrift, die sich mit der wissenschaftlichen Forschungsarbeit der in Palästina lebenden Botaniker befaßt, werden jährlich drei Nummern herausgegeben. Die erste Nummer ist dem kürzlich gestorbenen berühmten holländischen Biologen Hugo de Vries gewidmet. Das palästinensische Oberrabbinat hat sich an die Regierung mit dem Ersuchen gewandt, daß den jüdischen Eisenbahnern am Sabbat ein Ruhetag gewährt werde. Die betreffende Denkschrift wurde durch den Cfcefsekretär der Palästina-Regierung wie folgt beantwortet: „Der eingebürgerte Brauch, den jüdischen Arbeitern wöchentlich einen Ruhetag, nach Tunlichkeit den Sabbat, zu gewähren, wird durch die zeitweilige Verordnung der Bahndirektion, den Verkehr am Sonntag einzuschränken, nicht berührt. Sie können versichert sein, daß die Direktion sich auch weiterhin an die uisherige Uebung halten wird, soweit die Erfordernisse des Verkehrs dies zulassen," Filme der Woche Palästina: „Das ist das Land." Oesterreich: „Eva." — „Die ewige Maske.** Amerika: „Das leuchtende Ziel." — „Mississipi." — „Angst." — „Lachende Augen." — „Das Privatleben Oliver VIII." — „Roberta." — „Das graue Haus." — „Die Millionenerbschaft." — „Schwarzrote Kirschen." Frankreich: „Moskauer Nächte." Deutschland (Arierparagraph): „Pygmalion.'« — „Tanzmusik." — „Englische Hochzeit." — „Bezauberndes Fräulein." — „Damenwahl." — „Mach mich glücklich." — „Viel Lärm um nichts." — „April, April.44 Von „Maskerade" zu „Episode". Jedes Jahr hat „seinen" Film. Die Saison 1934/35 wurde unbestritten von, dem österreichischen Spitzenfilm „Maskerade" beherrscht. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß die Gipfelleistung der neuen Saison neuerdings ein Paula-Wessely-Walter-t Reisch-Film sein wird, der österreichische Spitzenfilm; „Episode", dessen mit größter Spannung erwartete Uraufführung demnächst im Apollo stattfindet. Bei der noch! nicht beendeten Biennale in Venedig hat „Episode" bisheu die meiste Anwartschaft auf den ersten Preis. Palästina-Film mit Konzerteinlage. Kürzlich sang der Konzert- und Radiosänger J. Segal-Rosenbach] als Einlage für den Palästina-Film „Avodah" palästinensische Lieder, darunter alte yemenitische und neue» horraartige Weisen mit viel Geschmack und Gesangkultur, begleitet von der Konzertpianistin Uli R i e g 1 e r« KINQgPROGRAMME KREEU2-KINO B'S 12' September ~ prolongiert i, woiizeiie 17 Das graue Hau§ Telephon R-24-2-16 mit dem berühmten Vorstellungen: *,%6,ttio Wallace Beery SCHWEDEN II, Taborstraße 1 Vtk, Vi6, %8, %10 S H I R LEY TEMPLE LAGHEHDE A06EH SCHXFFER Voranxe,3e:!0'b-12. September VT^a?hiRerÄe 37 Moskauer Nächte I elephon B-^u-iUo Beginn: Vi*. %b, ttio mit Harry Baur und Annabella fj 1» jß^f H y || Vom 6. bis 12. September MariahilferstraQe 120 DAS GRAUE HAUS Telephon B-33-0-68 Wochentags: I, 7, 9 Uhr mit Wallace Beery Sonn- und Feiertage: ViU, %6, VkB, 9 Uhr VOTIVPARK T.a9'"h " de' 9'one Erfolg IX, WährinBer?traß?.12 StnWMZrOlß Klf SCheil mit Kay Francis und Nils Asther Telephon A-18-3-96 Beginn: 4, %e, V«10 H E I N A T Ur> und AIBein>»IIUhrung ist dos Auto* Telephon A-18-0-76 Wochentags: S, 7, 9, Sonn- und Feiertatr ab 3 Uhr (50 Jahre Palästina) Die „lüdisdien Künstlerspiele' wieder» eröffnet Die „Jüdischen Künstlerspiele" beginnen ihre neud Spielzeit Samstag, den 7. September, mit der populären zionistischen Revue „Ohne Zertifikat nach, Palästina" von A. Meiseis und Henoch Kon* welche täglich bis einschließlich Donnerstag, den 12. d.„ zur Aufführung gelangt. Sonntag, den 8. September, um halb 4 Uhr nachmittags bei ermäßigten Preisen „Ohne Zertifikat nach Palästina". Der bereits angekündigte jüdisch-amerikanische Star J a c R e.c h t z e i t, der Partner der Frau Mall Picon, beginnt anschließend sein Gastspiel in seinem für Wien durchaus neuen Repertoire, das hauptsächlich aus Stücken besteht, welche das neue chassidische Leben schildern. Jac Rechtzeit ist ein vielseitiger Künstler, der ebenso zu charakterisieren wie zu singen versteht. Verlegung des Vormittagsgottesdienstes im Leopold* Städter Gemeindetempel am Samstag, den 7. Septem« ber, von 8 Uhr auf 9 Uhr vormittags. Am Samstag, den 7. September, 1935 beginnt dec Vormittagsgottesdienst im Leopoldstädter Gemeindetempel, II., Tempelgasse 5, anläßlich der Teil» nähme der Delegierten des Gründungskongresses des „N euen Zionistischen Organisation" an demselben, statt um 8 Uhr erst um 9 Uhr früh. Ueberdies wird an diesem Tage ein Gottesdienst um 8 Uhr früh im Zeremoniensaal des Leopold« städter Tempels abgehalten werden. Warfen Sie nicht ♦ ♦ ♦ bis Sie sich bei einem Spaziergang in leichter Sommer-Kleidung infolge der kühlen Morgen- oder Abendluft eine Erkältung holen. Besorgen Sie sich jetzt schon einen Uebergangsmantel oder eines der reizenden Kostüme, wie sie Schiffmann aus modernen Stoffen, m neuer Fasson so überraschend billig auf Lager hat. Versäumen Sie nicht die billige „Wirtschafts-Woche", welche nur bis 7. September gestattet ist. Alle sparsamen Hausfrauen ergänzen in dieser Woche alles Fehlende an Haus-, Tisch- und Bettwäsche, Geschirr, Glas, Porzellan, Haus- und Küchengeräte usw. bei Schiffmann. Unsere p. t. Kunden aus der Provinz, welche zum Besuche der Messe nach Wien kommen, laden wir höflichst zur Besichtigung unserer Herbst-Neuheiten in Stoffen, Kleidern, Mänteln usw, ein. Für jeden lohnt sich der Weg... zu Schiff mann, IL, Taborstraße 48. 14 Tage voraus bedeuten — in der Modo — ungeheuer viel. Dank meiner neuen Pariser Mode-Directrice, und meiner steten Korrespondenz mit den Zentren der Mode, bin ich heute schon — 14 Tage voraus - in der Lage, die schönsten Modelle der kommenden Hutmode zu bringen. Ich zeige Ihnen handgearbeitete Modelle, vor dem Spiegel gepaßte Hüte aus den edelsten Materialien — bis zum allerfeinsten Genre. Schönere Hüte bekommen sie selbst in den Salons der Rue do la Paix nicht.., Kommen Sie zu Korf f, Gnädigste, und Sie sind 14 Tage in der Mode voraui. t