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Die neue Welt · 1935-07-26 · Heft 483 (26.7.1935) · page 2

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Journal
Die neue Welt
Volume
9 (1935)
Issue
Heft 483 (26.7.1935)
Date
1935-07-26
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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«3«t« DIE NEUE WELT Nr. 483 F«rtg|fDhrt Jr vCzwnowItzer Allgemeinen Zeitung" POLEN und CERNAÖTI am k. August. Rückfahrten: 1. und 15. September Technisch« Durchführung, Anmeldung und Auskunft: „Oejtarr. Verkehrtbüro", •l?" Lfrt*£l$!}r- 7' Te,> B-«"90«; Wien >. a«K«n 80, Tel. U-29-0-M; Polnische* «tisebBro^RBlS», Wien I, Kärntnerttr.41, Tel.R-21-8-78; Reisebüro „MarienbrOcke"' Wien I, RotentarmstraQe 26, Tel. R-24-2-86, R-24-2-87 gebracht hat, über den eich die offiziellen Stellen so beklagen. Keiner, der die Hetzartikel der Nazipresse gelesen hat, kann daran zweifeln, daß es die Absicht dieser Artikel war, zu Angriffen auf Juden aufzureizen. Die Sturmtrupps, die die schutzlosen Juden in den Straßen beschimpften und niederschlugen, haben wohl schwerlich erwartet, daß man ihnen deswegen Vorwürfe machen wird; wissen sie doch, daß die Potempa-Mörder als nationale Helden gefeiert werden. Die Angreifer haben wohl richtig die Worte GÖrings verstanden, daß die Polizei nicht dazu da ist, jüdische Geschäftsläden zu schützen ..." Maßgebende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in England waren in der letzten Zeit dafür eingetreten, daß man die Meinung über Nazideutschland revidiert und dem Dritten Reich Toleranz und Entgegenkommen zeigt. Mir wurde wiederholt versichert, daß Proteste im Auslande die Gefühle noch mehr verbittern. Sollen wir aber warten, bis noch schrecklichere Ereignisse eintreten, um vollkommen überzeugt zu sein, daß falsche Zurückhaltung uns nicht helfen wird? Diese Ereignisse ignorieren oder sie entschuldigen, hieße weitere Katastrophen begünstigen. Es sprachen dann noch das Unterhausmitglied Barnett Janner und der Redakteur der „Jewish Times" Morris M y e r. Myer erklärte, die freundschaftlichen Beziehungen, die England zu Deutschland suche, ermuntern die Führer des heutigen Deutschland, sich über die Meinung der Welt hinwegzusetzen und Grausamkeiten zu begünstigen. Möge nun die englische Regierung sich der Verantwortung, die sie auf sich nimmt, bewußt werden und der Welt erklären, daß sie selche Grausamkeiten verurteilt. Wir sollten die Führer der britischen Regierung aufsuchen und ihnen die Worte Lord B a 1 f o u r s unmittelbar nach dem Kriege in Erinnerung rufen. Baldwin würde ebenso handeln wie Lord Balfour; ebenso würde Sir John Simon nach den neuerlichen Ereignissen in Deutschland gehandelt haben. Der Profest der polnischen Judenheit Aus Warschau: Etwa hundert Führer der polnischen Judenheit aller Richtungen, unter ihnen die früheren Abgeordneten und Senatoren und die Präsidenten der Großgemeinden, ferner mehrere Gelehrte, Schriftsteller und Journalisten, veröffentlichen im Zusammenhang mit den neuen schweren Judenverfolgungen in Deutschland einen Aufruf an die jüdische Bevölkerung Polens, in dem darauf hingewiesen wird, daß nun auch die physische Existenz der deutschen Juden bedroht ist. Die polnische Judenheit und die Weltjudenheib werden zur Solidarität im Kampf gegen Unfrei- .heit und Rassenwahnsinn aufgerufen, damit der Kampf für Gerechtigkeit zum endlichen Siege geführt werden kann. In der letzten Sitzung der Warschauer JUdittfihen: Gemeinde hielt der Gemeindepräsident Mazur. eine Ansprache, in der er der Trauer und der Empörung über die neuen Judenverfolgungen in Deutschland'Ausdruck gab und erklärte: Wir müssen uns an alle maßgebenden Faktoren in der Welt wenden und sie darauf hinweisen, daß die Pogrompest in Deutschland das Leben der deutschen Juden direkt bedroht. Es wurde beschlossen, ein Telegramm an den Hochkommissar für die deutschen Flüchtlinge, James Mac Donald, zu senden, in dem dieser ersucht wird, eine energische Aktion gegen die deutsche Pogromwelle, die wieder' einen Strom von Flüchtlingen ins Ausland treibt, zu unternehmen. (J. T. A.) Das Gesicht des Naziterrors Aus den zahllosen Nachrichten Uber die jüngsten Pogrom-Attacken des organisierten Hakenkreuz-Mobs und über behördliche Maßnahmen gegen die jüdischen Bürger geben wir einzelne wieder. Es gibt deren solch eine Fülle, daß sich nur einige, besonders bemerkenswerte, registrieren lassen: Das „Präger Tagblatt" (22. Juli) meldet: Gruppen von Halbwüchsigen zogen unter dem Kampfruf „J u d a, verrecke!" von Lokal zu Lokal und vertrieben die jüdisch aussehenden Besucher, die vielfach auch tätlich belästigt wurden. Verschiedene Kaffeehäuser, darunter „Dobrin", „Bristol", „Reimann" und „Wien", wurden gezwungen, zu schließen. Die Ausschreitungen nahmen diesmal keinen so wilden Verlauf wie zu Beginn der Woche, was aber zum Teil auch darauf zurückzuführen ist. daß das jüdische Publikum den Kurfürstendamm am Abend meidet. Die Demonstranten trafen daher in den einzelnen Lokalen nur wenige nichtarische Gäste an. Der Inhaber des Cafe" „Dobrin" hatte die Absicht, das Cafe" wegen wiederholten Demonstrationen für einige Zeit zu sperren. Seitens der Arbeitsfront wurde ihm aber eröffnet, daß eine Schließung des Betriebes im Interesse der Angesteilten vermieden werden müsse. * „Israelitisches Wochenblatt für die Schweiz" bringt folgenden Sonderbericht aus Berlin: Am Samstag, den 20. Juli, wurde eine Sonderaktion gegen das Kaufhaus N. Israel durchgeführt, u. zw. durch eine jener Streicherschen Bubenbanden, die systematisch die Berliner Juden einschüchtern und drangsalieren sollen. In der Nacht vom Sonntag zum Montag wurden an allen Schaufenstern des Kaufhauses Plakate mit gemeinsten antisemitischen Inschriften angebracht, dazu widerliche Karikaturen von der Art des „Stürme r". Besonders groß und neben den Eingangstüren war zu lesen: „Wer dieses Haus betritt, tut es auf eigenes Risik o". Auf Intervention der Inhaber (die Firma ist im Familienbesitz) konnten zwar die Inschriften entfernt werden, aber als Posten stoadCfl 4> Hitler-Jungen (ohne Uniform) noch den ganzen Tag über, um alle, die kaufen wollten, anzupöbeln. Zu den erneuerten antisemitischen Ausschreitungen auf dem Berliner Kurfürstendamm in der Samstagnacht melden die Pariser Blätter: Passanten, die für Juden gehalten wurden, wurden von ganzen Randen angehalten und mißhandelt. Die Polizei griff, wie gewöhnlich, zu spät ein. Der „Angriff" selbst meldete, daß der antisemitische Schwedenfilm zuerst von den Kinobesitzern abgeleimt, worden war; er wurde ihnen aber von der Regierung aufgezwungen. Die Ernennung des Grafen Helldorf zum Polizeipräsidenten von Berlin wird von der französischen Presse allgemein als Zeichen dafür angesehen, daß sich der schärfste und unversöhnlichste Antisemitismus durchzusetzen beginnt. „Intransigeant." ist der Ansicht, daß es sich bei den antisemitischen Unruhen um viel ernstere Gründe handle als um den Protest einiger Juden in den Kinos, an den niemand glaubt. Das Blatt weist auf den Ernst der Wirtschafts- und Finanzlage Deutschlands hin. * Der Reichsstatthalter für Bade n, Robert. Wagner, der gleichzeitig Gauleiter der NSDAP, ist. veröffentlicht einen Aufruf, in dem er unter Hinweis auf „spontane Abwehraktionen" gegen „ein auffällig herausforderndes Benehmen der Angehörigen d e r j ü d i s c h e n Rasse" erklärt, daß kommunistische und andere staatsfeindliche Kreise lebhaftes Interesse an solchen Ausschreitungen äußern, um auf diese Weise das Ansehen des nationalsozialistischen Staates zu schädigen. Er fordert deshalb alle Parteigliederungen und seine Parteigenossen auf, ausgenommen im Falle berechtigter Notwehr, „jüdische Provokationen" (!) grundsätzlich unbeantwortet zu lassen, in solchen Fällen aber stets sofort die Polizei zu verständigen und ihr alles weitere zu überlassen. Helldorfs »AuS<$abe« Das offizielle DNB. teilt mit: Der neue Polizeipräsident der Reichshauptstadt, v. Helldorf, gab einem Mitarbeiter des „Völkischen Beobachter" ein Interview. Ueher die Judenbekilmpfung in Berlin befragt, erklärte v. Helldorf: Es ist klar zu erkennen, daß gewisse jüdische Kreise wieder durch herausforderndes Auftreten und anmaßendes Benehmen auffallen und in vieler Beziehung das ihnen gewährte Gastrecht mißbrauchten. Meine Berufung zum Polizeipräsidenten der Rcichshauptstadt stellt mir die Aufgabe der Bekämpfung gewisser jüdisch-intellektueller Kreise unter Zusammenarbeit mit der Gauleitung und der Stadtverwaltung. Jüdische „Provokationen" Das offizielle „Deutsche Nachrichtenbüro" meldet aus Augsburg: Die Stadtverwaltung Augsburg hatte bisher von einem Badeverbot für Juden in den städtischen Bädern abgesehen. Da die Juden aber die notwendige Zurückhaltung vermissen ließen, andererseits täglich bei der Stadtverwaltung Beschwerden über das Auftreten der Juden in den Badeanstalten einlaufen, sieht sich die Stadtverwaltung veranlaßt, mit sofortiger Wirkung den Juden das Baden in den städtischen Familienbädern, Familienfreibädern und im Sportbad zu verbieten. Auch in Stettin ist den Juden der Besuch der städtischen Schwimmbäder verboten worden, u. zw. mit der Begrüdung, daß die badenden Volksgenossen durch das „provokative" Auftreten der Juden gestört worden waren. Wie die „Frankfurter Zeitung" meldet, hat der Gemeinderat von Osann, einem Winzerdorf in einem Seitental der Mosel, den Beschluß gefaßt, daß kein Jude und keine Jüdin in Osann zuziehen darf, kein Jude ein Haus oder ein Grundstück erwerben darf, kein Handwerker, Geschäftsmann oder sonstiger Volksgenosse eine Gemeindearbeit oder Gemeindelieferung erhält, der noch mit Juden Verkehr pflegt oder diese in ihrem Handeln unterstützt. Das Kaufen bei Juden wird als Verrat am Volke und an der Nation bezeichnet. Ausbürgerung Das Deutsche Statistische Reichsamt teilt mit, daß im Zeitraum vom 30. Juni 1933 bis zum 1. Juli 1934 in Deutschland 13.121 Personen, in der Hauptsache N ichtarier, ausgebürgert wurden. Da bekanntlich die Ausbürgerungen erst in der zweiten Hälfte .1934 und in der ersten Hälfte 1935 in Massen vorgenommen wurden, ist anzunehmen, daß die Gesamtzahl der Ausbürgerungen von Juden in die Zehntausende geht. Nichtarier als Mäzene Wie aus Berlin gemeldet wird, wurde dem Vorsitzenden des „Vereins Berliner Künstler", Prof. Karl Langhammer, sein Amt entzogen, an seine Stelle wurde ein Staatskommissär eingesetzt. Die Reichskulturkammer begründet diese Maßnahme mit. „staatsgefährlichem" Verhalten Prof. Langhammers; er hat sich nämlich geweigert, eine Gedenktafel der Gönner des Vereins in dem Klubhaus zu entfernen, auf der auch die Namen von Nichtariern, so z. B. vom verstorbenen Präsidenten der Berliner Handelskammer Franz v. Mendelssohn, des Bankiers Bleichröder und W a r b u r g, die sehr viel für den Verein Berliner Künstler getan haben, verzeichnet waren. Stimmen der Kulturweif Die Londoner Presse widmet den Ereignissen in Berlin viel Aufmerksamkeit. „Daily Express" schreibt: „Die zivilisierten Nationen beobachten mit Betrübnis die neuen Brutalitäten der Nazis, die mitten in der Hauptstadt des Reiches einen Pogrom veranstaltet haben." * Die Pariser Ooffentlichkeit und .sämtliche Zeitunjjflfl ycrfolgcn mit großem Interesse die neue JudcnfeinUliche Bewegung in Deutschland und kritisieren scharf die Vorgänge in der Berliner Pogromnacht. Es wird darauf hingewiesen, daß jeder Fremde in Deutschland! sich bedroht fühlen muß. Die Behauptung der Nazi-Presse, daß die Juden die nationalsozialistische! Öffentlichkeit herausgefordert haben und daß es deshalb zu den Ausschreitungen gekommen sei, wird durchwegs als unglaubhaft, bezeichnet. Sogar der Berliner Korrespondent der „Agence Havas" meldet: „Der Polizeibericht erklärt, daß die Organisationen der Partei und des Staates zur Aufrechterhaltung der Ordnung zusammenarbeiten. Demgegenüber ist jedocH festzustellen, daß die Ausschreitungen von Anfang an von Mitgliedern der nationalsozialistischen Partei geleitet wurden, die einen Zivilrock über das braune Hemd angezogen hatten." „Information F i n a n c i c r c" schreibt, Deutschland sei zwar eigener Herr im Hause, aber wir im Auslande haben zwei Gründe, uns für die Vorgänge in Deutschland zu interessieren. Der erste Grund ist; der, da£ Deutschland und seine Führer uns zur Mitarbeit an dem Zivilisationswerk einladen. Wir möchten wissen, ob die antireligiösen und Rassenpogrome Kundgebungen der Zivilisation sind. Ein weiterer Grund ist der, daß das internationale Recht Knüppelschläge nicht anerkennt. Es ist unser Recht, den zu beurteilen, mit dem wir verhandeln, oder, direkt gesagt, mit dem wir ein aufrichtiges Einvernehmen herbeiführen wollen. „Journal des D 6 b a t s" nennt die judenfeindlichen Pogrome „eine neue Barbarei". Andere Bläter weisen darauf hin, welches Risiko ein dunkelhaariger Ausländer eingeht, wenn er sich nach Deutschland begibt. Der Korrespondent des „Paris Soir" berichtet u. a. über die Belästigung eines Griechen, der Ina Oaf<* Kranzler überfallen wurde. Die Blätter verzeichnen die Gleichzeitigkeit des Besuches der fünf Vertreter der englischen Kriegsteilnehmer (BritishLegion )| mit den Berliner Pogromen. Diese Engländer, schreiben die Pariser Zeitungen, werden nunmehr ihren Landsleuten, einen eigenartigen Begriff von den Zuständen im Hitler- Reich vermitteln können. Stfimmungsumsdiflag gegenüber Deutsch* land „Oeuvre" meidet aus London, daß die Judenpogrome und die Ernennung Helldorfs zum Berliner Polizeipräsidenten in den maßgebenden Londoner Kreisen einen sehr schlechten Eindruck gemacht haben. Andere Blätter sprechen von einem Stimmung s Umschlag in London gegenüber Deutschland. Man nimmt an, daß die deutschen Anieihevcrhandlungen in London, die sich nach dem Abschluß des Flottenabkommens günstig entwickelten, nun endgültig scheitern dürften. In internationalen Finanzkreisen wird mit aller Bestimmtheit betont, daß das nationalsozialistische Regime auf eine finanzielle Unterstützung aus England nicht zu rechnen habe und daß es auf ein kategorisches „N e i n" stoßen werde, wenn es seine Anleiheersuchen wiederhole. Dasselbe werde in Amsterdam der Fall sein, wo Schacht eben erst durch einen Delegierten über eine Anleihe verhandelte. Das gleiche gilt erst recht für Paris, wohin Herr von Ribbentrop in den nächsten Tagen reisen sollte, um über eine französisch-englische Anleihe für Deutschland zu verhandeln. Vor neuen antijüdischen Ausschreitungen Aus Prag (28. Juli). Wie aus Berlin telegraphiert wird, werden in den Berliner Straßen massenhaft Flugblätter folgenden Inhalts verteilt: „Die Juden schänden die Kinder, Frauen und Bräute der Deutschen, sie ermorden deren Eltern, stehlen den Deutschen Eigentum, Boden und Ehre, machen sich über die deutschen Sitten lustig und schmähen die deutsche Kultur. Jüdische Aerzte morden euch nach und nach nieder. Jüdische Rechtsanwälte verhelfen euch nie zum Recht. Jüdische Lebensmittelhändler verkaufen verdorbene Nahrungsmittel, jüdische Schlächterläden sind schmutziger als Schweineställe." Weiters wird in den Flugzetteln schwere Zuchthausstrafe für den Geschlechtsverkehr zwischen Arier und Nichtarier verlangt und die Todesstrafe und Vermögensbeschlagnahme bei wiederholtem Begehen dieses Verbrechens sowie Stcrilisierung der aus solchem Geschlechtsverkehr entspringenden Kinder und schließlich die Ausbürgerung der deutschen Frauen und Mädchen, die freiwillig intime Beziehungen zu Juden unterhalten, angekündigt. (J. T. A.) DoüfußsGedenktfescrn Im Seitenstettentempel fand Mittwoch, den 24. Juli« ein feierlicher Trauergottesdienst zum Andenken an den verewigten Bundeskanzler Dr. D o 11 f u ß statt. Die Trauerrede hielt Oberrabbiner Dr. Feuchtwang. Am gleichen Abend veranstaltete der Bund jüdischer Frontsoldaten im Tempel (IL, Tempelgasse) einen Trauergottesdienst, bei welchem Rabb. Dr. Bauer die Trauer der österreichischen Judenheit um den verewigten Kanzler zum Ausdruck brachte. An beiden Trauerfeiern nahmen außer dem Präsidium der Jüdischen Gemeinde Vertreter der Regierung, der Wehrverbände, der Vaterländischen Front und zahlreiche Vereinsvoi'stände teil. Es wurden nach Schluß der Trauerreden ein Choral und die Bundeshymne gesungen. Gedenkfeiern für Hersl und Bialik in Palästina Aus Jerusalem- (23. Juli.) Das jüdische Palästina beging am 20. Juli den ersten Todestag Chaim Nachman B i a I i k s und den einunddreißigsten Todestag Theodor H c r z 1 s durch eindrucksvolle Gedenkfeiern. Das Haus der Jewish Agency in Jerusalem und andere öffentliche jüdische Gebäude im ganzen Lande waren beflaggt, in den Synagogen wurde der beiden Führer gedacht. Der Grabstein für Bialik, eine eindrucksvolle künstlerische Arbeit, wird am Jahrestag dca Begräbnisses Bialiks gesetzt werden» J. T. iL

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