Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 9 (1935)
- Issue
- Heft 471 (13.6.1935)
- Date
- 1935-06-13
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 47> D0J B^TO; WELlr Seite 7' J Die goldene Epodie der hebräischen Literatur Von S. Schneur Kürzlich tagte in Barcelona (Spanien) der internationale Penklub, die Vereinigung der Schriftsteller aller Kulturländer. Als Vertreter clor hebräischen Literatur sollte S. Schneur das Referat halten. Da er plötzlich erkrankte, wurde sein Referat in französischer Sprache verlesen. Wir geben im nachstehenden einzelne Partien wieder. D. Red. „Jetzt, da das Rad der Geschichte sich in einer Reihe von Ländern sehr stark gedreht hat und man sich anstatt des mit Blut und Feuer erkämpften Humanismus zum engstirnigen, brutalen, unechten Nationaltsmus wendet, zu bombastischen Schlagworten, welche wichtiger gemacht werden als die menschliche Persönlichkeit, zu demagogischen Programmen, welche wichtiger gemacht werde» als die Freiheit und das Leben selbst — jetzt müssen wir Mitglieder des Penklubs einer den anderen an die Pflicht gemahnen! Es bereitet sich ein neues Mittelalter vor, aber nicht ein solches, das für einige Gottesleugner, Denker und Zauberer Autodafes veranstaltet. Dieses neue Mittelalter steht bereits hinter der Tür — mit Stickgas und Explosionsmatcrial und mit Bombenwürfen vom Himmel und von der Erde, welche alle Güter des menschlichen Geistes in einigen Tagen zu vernichten vermögen. An diesem drohenden Mittelalter nehmen die größten Erfinder und Forscher unserer Zeit Anteil . . . In solch gefahrvoller Zeit, wo alles an einem Faden hängt, muß der Penklub in einen Ruf an das Weltgewissen verwandelt werden; in einen Ruf an alle Nationen, dies entsetzlich grausame Mittelalter nicht Wirklichkeit werden zu lassen. Ich habe absichtlich die Idealen Ziele eines Welt-Penklubs für die nächste Zukunft gestreift. Hoffen wir das Beste . . . Mit besonderer Ehrfurcht habe ich das von der Tribüne des sonnendurchfluteten Spanien aus getan. Die „neuhebräischc Literatur", welche mich hierher delegiert hat, verdankt fast zur Gänze ihren heftigen Aufschwung den Größen des Gedankens und der Poesie, welche einst hier, auf dem Boden Spaniens, geschaffen haben. Erst vor kurzem ist hier im herrlichen Spanien der 800. Geburtstag einer ihrer und unserer größten Gestalten gefeiert worden — Maimonides. Als Vorstand des hebräischen Penklubs würde ich einen Fehler begehen, wenn ich hier nicht auch die großen Figuren Salomo ben Gabiro), Jehunda Halevy und Abraham ibn Esa erwähnen würde, deren Schaffensperiode in der hebräischen Literatur als „goldenes Zeitalter in Spanien" bezeichnet wird." Nach einer Darstellung der sprachlichen, philosopphischen und dichterischen Werte dieser „hebräischen" Männer für die Kulturwelt fährt Schneur fort: „Es würde uns zu weit führen, wollten wir alle Wirkungen nachweisen, welche das erwähnte goldene Zeitalter des hebräischen Gedankens und Dichtens für Frankreich und Italien, für den Balkan und Nordafrika und in weiterer Folge für Deutschland, Polen und Rußland gehabt hat. Meine Aufgabe ist begrenzt. Sie konzentriert sich auf den Aufschwung der neuhebräischen Literatur, der zu zwei Drittel der goldenen Epoche in Spanien zu verdanken ist. Die Epoche der Maimonides, Ben Gabirol, Jehuda Halevy u. a. und die kraftvolle Gestalt des kürzlich verstorbenen Ch. N. B i a- I i k ist. in der ganzen Welt bekannt. Dieser wurde von der spanischen Akademie als meisterlicher Uebersetzer des Don Quichot ins Hebräische ausgezeichnet. Keinen geringeren Platz nimmt jetzt Schaul Tschernichowsky ein, dem erst kürzlich die finnische Akademie für seine hebräische Uebersetzung der Kalevala (finnisches Sagenwerk nationalen Charakters) eine Auszeichnung verliehen hat. Auf dem Nährboden der goldenen spanischen Epoche erblühten in den letzten fünfzig Jahren in Palästina und in der Diaspora unzählige große Talente, Dichter, Denker, Romanschriftsteller, Publizisten; die herrlichen Theater „Habimah" und „Ohel", wo die klassischen Werke der Weltliteratur aufgeführt werden, darunter Calderons „Absalons Haar" (Die Krone Davids). Ich habe einen Querschnitt durch die altncue hebräische Literatur gezogen, aus deren Quelle alle direkt und indirekt getrunken haben — Ich meine die Bibel. Es ist dies eine Literatur und Sprache, die niemals untergeht — so wie das Volk, das sie geschaffen hat. Und die Tribüne verlassend, verbeuge ich mich vor der spanischen Erde, auf welcher eine der herrlichsten Etappen dieser Sprache Und Literatur abgerollt ist." Gegen den Numerus clausus in Ungarn Aus Budapest: Im Abgeordnetenhause richtete der katholische Abgeordnete Rudolf Rupert eine Interpellation an den Unterrichtsminister» in welcher er die Abschaffung des Numerus clausus für Juden verlangte. Er erklärte, daß heutzutage infolge der verschärften Devisenbestimmungen für die von den Universitäten ausgeschlossenen Studenten ein Stu- 'iOjährlgcr, intelligenter, mos. Herren-u. Damenfriseurgehilfe sucht Stelle. MAX KAPP / Wien II, Glockengasse Nr. 14/XO dium Im Auslände geradezu unmöglich sei. Es widerspreche übrigens dem Geiste der nationalen Einheit, den Ministerpräsident Gömbos und auch Kultusminister Homan wiederholt betonten, daß begabte junge Menschen aus konfessionellen Gesichtspunkten der Lernfreiheit beraubt werden. Der Präsident des Abgeordnetenhauses erklärte, er werde die Interpellation an den Kultusminister weiterleiten. — HcrxItGrabgang 1935 Der heurige Herzl-Grabgang findet Sonntag, den 1 6. ,T u n 1, statt. Das Polizeipräsidium hat den Grabgang jedoch nur in dem Umfange bewilligt, wie er im Vorjahre stattgefunden hat. Es ist daher das Tragen von Uniformen unbedingt verboten. Ebenso ist mit Rücksicht auf das bestehende Aufmarschverbot der geschlossene Marsch z um Friedhof nicht gestattet. Die Teilnehmer begeben sich in losen Gruppen zum Friedhof, durch die Hartäckeratraße, zum Vorbeimarsch am Grabe Herzls. Die Teilnehmer sammeln sich im Räume Hartilckerstraße laut dem unten angegebenen Zeitplan. Der Zug setzt sich um präzise 10 Uhr vormittags beim Friedhofstor in Bewegung. Nach dem Verlassen des Friedhofes müssen die Teilnehmer in losen Gruppen auseinandergehen. Zeitplan: Es sammeln sich in losen Gruppen: Halb9bis9Uhr: Zionistisch-akademische Verbindungen und Vereine, Gesamtverband jüdischer Hochschüler Oesterreichs „Judtta". Zionistisches Landeskomitee, Präsidium der Israel. Kultusgemeinde, Kultusvorsteher, auswärtige Delegierte, Mitglieder der Delegiertenversammlung, Keren Hajessod und Keren Kajemeth. 9 bis halb 10 Uhr: Mitglieder der dem Zionistischen Landesverband für Oesterreich angegliederten Vereinigungen, Körperschaften und Sonderverbände (Bezirkssektionen, Wizo, Ortsgruppen, Jugendverbände. Hechaluz Haklal Zionl). Halb 10 bis 10 Uhr: Verband Radikaler Zionisten, Binjan Haarez, Hechaluz. 10 bis halb 11 Uhr: Misrachi, Judenstaatspartei > Brith Hakanaim, Revisionisten und Betar sowie sonstige Gruppen. Josef KamemAbend Sonntag, den 16. Juni, um halb 9 Uhr abends findet im Festsaal des Misrachi, Wien, II., Praterstraße 60, ein großer Vortragsabend statt, bei welchem der Schauspieler und Rezitator der „WiLnaer Truppe" Josef Kamen Ernstes und Heiteres aus der jüdischen Literatur vortragen wird. Regiebeitrag. — Josef Kamen, der ausgezeichnete Künstler, war aus gesundheitlichen Gründen längere Zeit seiner Arbeit entzogen. Der erwähnte Vortragsabend bedeutet den vorläufigen Abschied von Wien. Kamen begibt sich demnächst nach Warschau, wo er als Schauspieler, Rezitator und Regisseur wirken wird. Jüdische Künstlerspiele, Wien, II., Praterstraße 34. In den Jüdischen KUnstlerspielen (II., Praterstraße 34) gelangt SAmstag, den 16. Juni, die dreiaktige Komödie von Kahnanowicz ,.Marne — Schwieger" zur Erstaufführung. Sonntag, halb 4 Uhr nachmittags (bei ermäßigten Preisen), „Marne — Schwieger". Von Sonntag, den 16., bis Donnerstag, den 20. ds., ,,M A m e — Schwiege r". — In Vorbereitung die große nationale Chaluz- . revue „OhneZertifikat nach Palästina" von A. Meiseis in völlig neuer Besetzung. Jüdische Kulturstelle, IL, Aspernbrückengasse Nr. 2 (R-48-2-91). Zweigstellen: VI., Loquaiplatz 11 (B-20-0-81). IX., Wähiingerstraße 48 (A-14-400). Ermäßigte Karten in alle Theater, ebenso auch zu allen Konzerten und sonstigen Veranstaltungen. Karten für Palästina-Film „A w o d a h'' (Segen der Arbeit). Gordin-Abend. In den ,,Jüdischen KUnstlerspielen" gab es Dienstag, den 11. Juni, als Gordin-Abend eine Aufführung des Schicksalsdramas „Der Fremd e". Markus Herschkovicz in der Titelrolle sowie Simon Fostel und Max Perlmann zeigten beachtenswerte Leistungen und führten das bekannte realistische Stück zum Siege. Vortrag Alice Schalek. Vielfach geäußerten Wünschen aus dem Publikum folgend, wird Alice Schalek am Freitag, den 14. Juni, abends 19.30 Uhr, in der Urania ihren Lichtbildervortrag „Frühlingsfahrt durch den Balkan", Über Bulgarien, Türkei und Griechenland wiederholen. An der Hand von 150 eigenen Originalaufnahmen wird Alice Schalek die jetzt so populäre Reiseroute donauabwärts bis Varna zeigen, die Klöster Bulgariens, das neue Ankara und die griechische Küste, da eben die Reisesaison in diese Gegenden eingesetzt hat. Die Welturaufführung des neuen Palästina-Films „Awodah, Segen der Arbeit", der achon bei der Pressevorführung größten Beifall fand, gestaltet sich zu einem sensationellen Erfolg. Die ersten Aufführungen des Films waren ausverkauft. Der Film, der jedem zu einem unvergeßlichen und tiefen künstlerischen Erlebnis wird, vom Kampf und Sieg des jüdischen Völlens in seiner neuen Heimat berichtend, läuft wegen des großen Erfolges auch weiterhin täglich im Kruger-Kino um ><4, 5, %1, 8, X>10 Uhr. Stoffwechselkrankheiten. Forscher auf dem Gebiete der Stoffwechselheilkunde versichern, mit dem natürlichen „Franz-Josef'-Bitterwasser glänzende Ergebnisse erzielt zu haben. Sommerlager dei Barak Der B r i t ha K a n a I m in 0. S. R. veranstaltet in Bechynf bei Tabor ein zentrales Sommerlager, zwischen Wäldern und Wiesen. Wunderschön am Fluß gelegen, bietet es für den jungen nationalen »luden eine ideale Gelegenheit in sportlicher und kultureller Beziehung. Vier Wochen Aufenthalt und gute Verpflegung1 belaufen sich auf öst. S 7».—, bzw. Ke 360.— Da von Wien aus ßruppen das Träger besuchen, meldet euch sofort zwecks Bahnermäßigung. Anmeldungen an Herrn Fritfc Richter, Wien, I., Rotentiirmstraße 29/12, oder direkt Chaver Must. Josef Stern, Praha, XI., Riegrova 56. kegitJmlstlsche Jüdische Frontkämpfcr-Frauengruppe: Donnerstag, den 13. Juni, 8 Uhr abends. Caf6 Excelsior, L, Rotenturmstraße 24, Monatsversammlung. Programm: Dr. Oskar Bendiener: „Aus eigenen Schriften"; Lisi Weinberg er (Schule Willi Fränzl): „Tänze", am Klavier Dr. Oskar Bendiener. Gäste willkommen. _ Bund jüdischer Frontsoldaten Anläßlich de3 bevorstehenden Weltkongresses der jüdischen Fronlkämpfcrorganisationon in Paris haben unter Führung des Bundesführers Hptm. a. D. Siegmuml Edler v. F r i c d m a n n die österreichischen Delegierten. BundesfUhrerstellvertretcr Oblt. i. d. Res. Ernst S 11 a ß n y, und Generalsekretär. ObU. i. d. Res. Dr. Arthur W e 1 z m a n n, in Vertretung des „Bundes jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs" (österreichische- Delegation) am 7. Juni beim Euhdcskommlssiir für Heimatdienst, Generalsekretär der Vaterländischen Front, Oberst a. D. Walter A cl am, vorgesprochen. In einer längeren Unterredung wurden verschiedene Fragen, die mit der Abhaltung des Weltkongresses, mit der Organisation der jüdischen Frontsoldaten überhaupt und mit der Stellung des „Bundes jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs" im Zusammenhange stehen, besprochen. Der Weltkongreß der jüdischen Frontkfimpferorganisationen findet in der ersten Hillfte Juni in Paris statt. An' diesem Kongreß nehmen die entsprechenden Organisationen der ganzen Welt teil. Der Kongreß, auf welchem außer den speziellen Fragen, der jüdischen Frontkämpfer, auch Fragen allgemeiner jüdischer Natur behandelt werden, verspricht dank der hervorragenden Organisation einen glänzenden Verlauf zu nehmen. Wir werden Uber diesen interessanten und sicherlich aufschlußreichen Kongreß, an welchem als Vertreter der österreichischen jüdischen Frontkämpfer der „Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs" durch seine Delegierten teilnimmt, belichten. Der Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, I.. Kohlmessergassc 4, Tel. U-27-0-65, sucht dringend Stellen für: a) Kontoristen, Buchhalter, Handelshilfsarbeiter, Geschäftsdiener, Packer, Inkassanten, Verkäufer, Auslagenarrangeure, Kellner, Innenarchitekten, Krankenpflegerinnen, Nachhilfelehrer und riehrerinnen für Mittelschulfächer; b) Arbeit für gewerbliche Hilfskräfte aller Art — darunter auch Chemiker, Elektrotechniker, Installateure, Bauingenieure, Chauffeure — sowie ungelernte Arbeiter; c) handwerkliche und kaufmännische Lehrstellen für Knaben und Mädchen. — In demselben Verein sind derzeit offene Stellen für: Geschultes Hauspersonal jeder Art, Kinderfräulein mit Sprachkenntnissen, gut. eingearbeitete Konfelctionsnäherinnen (auch Heimarbeit), Herren- und Damenfriseur. Auszeichnung. Der Bundespräsident hat der Fürsorgerin der israelitischen Kultusgemeinde in Wien und Schriftführerin des Schwerhürigenverbandes „Vox". Frl. Cilla Schön, den Titel eines Bundesstaatlichen FUrsorgerates verliehen. J. A. V. Theologia. Dr. Is. O 1 e s k e r predigt am Samstag, den 15. ds., beim Morgengottesdienst im kleinen Tempel. Hlstadruth Iwrith, II., Kl. Mohrengasse 3. Samstag, den 13. Juni, halb 9 Uhr abends, im Heim. IL, Kl.' Mohrengasse-3, Vortrag des Herrn Oberkantor J. L. Müller, über; „Haumanuth beklthne hakodesch". Jung-Wlzo-Mirjan». Sonntag, 16. Juni: Herz!-Grabgang. Treffpunkt aller Jung-Wizo-Mitglieder punkt 8 Uhr früh Blaasstraße 15. — Montag, 17. Juni: Ch. Etkin: Ueber Palästina. ->- Donnerstag, 20. Juni: Dr. Rechnitzer: Erste Hilfe. — Dienstag; Mittwoch; Interne Sichoth. Achtung! Keine Sorge wegen Versetzungsr oder Wiederholungsprüfungen. Bewährte Nachhilfe in allen Gegenständen (Mathem., Franz.. Latein, Engl, usw.) vermittelt Ihnen kostenlos die „Judäa" (Gesamtverband jüd. Hochschüler). Auskünfte tilg!.» von 2 bis 5 Uhr nachmittags Im Sekretariat, IX,, Alserstraße 26, Tel. A-25'2-28. 'Samstag1 imd Sonntag keine Auskunft. Der jüdische Wehrsport- und Schiltzenvereln „IfaRanah"- eröffnet demnächst sein neues, modernst ausgestattetes Koim im IX. Bezirk, Hörlgasse 14. Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben. Für den Sonntag, den 16. Juni, stattfindenden Herzl- Grabgang hat die Haganah den Ordnerdienst Ubevnomfflun. Die Mitglieder haben sich an diesem Tage um 8 Uhr früh Vor dem Friedhofseingang einzufinden. — Bei dem vom Brith Trumpeldor anläßlich der Anwesenheit Wlad. Jabotinskys am -Crickotcr-Platx veranstalteten Meeting siegte die Staffel der Haganah gegen drei Mannschaften des Betar. Angenehme Fahrt ist Bedingung angenehmer Ferien. Wer einmal nach Polen mit „Frankopol" fährt, benützt immer wieder nur diese Fahrten. Im Juli und August finden mehrere Ferienfahrten nach Polen statt. Aufenthalt dortselbst nach Belieben. Rasche Anmeldungen ratsam. Reisebüro „Frankopol", Wien. III., Rennweg 1 (im Gebäude des polnischen Konsulats), U-16-1-90. Kundmadiun» Der Kultusvorstand hat mit Rücksicht auf die durch Sommerurlaube bedingten Schwierigkeiten bei der Heranziehung von Gemeinderabbinern zu Funktionen für die Zeit vom 15. Juni 1935 bis 15. September 1935 Herrn Professor Rabbiner Dr. Moria Lewin, XIII., Penzingerstraße 97, damit betraut, im Bedarfsfalle in Stellvertretung von Gemeinderabbinern, bzw. Vereins-Gemeinderabbinern staatlich rechtswirksamo Funktionen zu vollziehen. Diese Verfügung wurde vom Wiener Magistrat im staatlichen Wirkungskreis mit Erlaß vom 31. Mai 1935, Zahl. M. Abt. 2; 1950735. genehmigt. 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