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Die neue Welt · 1935-04-09 · Heft 454 (9.4.1935) · page 3

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Journal
Die neue Welt
Volume
9 (1935)
Issue
Heft 454 (9.4.1935)
Date
1935-04-09
Page
– (sequence 3)
Language
German
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DIE NEUE WELT Seite 3 drohte er mit. dem Eh ehenaustritt seiner und anderer ,ueu( r;ehcr' F.imiiien. In eiier-cr v-üfden autiremitischen Verkrampfung ''eben jetzt gar manche und es ist. voidethand zwecklos, r.iil ihnen wcilrr.-uredrn. Sie haben hohes nacionalKCKiali:'-:« iKcbc-; Fieber und nicht jeder von ihnen wird dior'o brenne CJcmiits- und Vcndandev grippo gut üb:rsf -hen . . . leb habe mit .Mjskht dies I>:i;;picl erwähnt, v/cil ich nie hl in den Verdacht kommen will, im katholischen Lager alles iT..;:irot. sehen od-?r färben zu v/ollen. Nein, es gibt auch dort Menschliches:, sogar allzu Menschliches. Wir hatten in der Vergangenheit, einige -- lange nicht alle - schlechte Päpste und in der Gegenwart ziemlich viele laue und schlechte Christen. Schon darum darf und will ich. nicht in die jetzt ebenso bcii:bte wie verhängnisvolle Schwarz-Wciß-Manier verfalle:', die sich gerade bei Erörterung der Judenfrage zu einer direkten Manie ausvväcbst. Mit einer unglaublichen und imchristlicben Schcinhoiligkeil. wird von gewissen Leuten beim Juden von vornherein alles für schlecht befanden und beim Christen oder christliehen Arier alles Unedle und Unchristlichc geflissentlich übersehen und vergoldet. Mit einer soleben Methode, die jüdisc'herseils im Film ,Jud Süß' ein Gegenstück hat, ist die Frage ,Wie sieht der Katholik das jüdische Volk?' auch nicht annähernd richtig beantwortet. Wir dürfen uns nicht, an eine gewisse kleingeistige Schiebt von Katholiken halten, die von ihren Glaubenrdchrcn oft herzlich wenig weiß und darum blutwenig von ihnen beeinflußt wird. Diese Schicht, die wir mutatis mu'andis in allen Lagern und Bekenntnissen finden, die können und dürfen wir bei sachlicher Erörterung unserer Frage nicht als .die Katholiken' und Kronzeugen ins Treffen führen. Sie sind der nationalsozialistischen Schlagwortoffensive erlegen, taumeln und tanzen psychosenmäßig den .antisemitischen Schuhplattler' mit, bis sie nach einer gewissen Zeit des nationalsozialistischen Schocks überdrüssig und der ewig gleich hohlen Phrasen müde werden." „Der wirkliche, vollblütige Katholik kennt keinen Judenhaß. Für den Katholiken ist Christi Gebot von der allgemeinen Nächstenliebe streng verpflichtend, darum darf er auch den Juden nicht davon ausnehmen." * Wir haben es für gut befunden, soviel über den Vortrag zu berichten. Jedem ist jetzt, wie bereits gesagt, Gelegenheit gegeben, selbst zu prüfen. Wir vertreten auch weiterhin die Ansicht, daß man dem österreichischen Judentume und Oesterreich selbst keinen guten Dienst erweist, wenn man gutwilligen Versuchen der Aussprache Hindernisse in den Weg legt. Man soll sie fördern immeagMag ,mu>>^mwfäB%&8H^^ Aus Tel-Aviv wird jr<'!iH"l<lc< : .'»in 'l'aii!- (irr IXiflnunj; <lcr zwoiton Mukknhi»1i nur die Nliidt Tel-Aviv iv.it drin reichen i'lai^eüi-ichimu'k der öli'cntlicheii ilild privates) C« itaii^i;- und drn viel: :> (i:-ii|>l>: n von Sportslf'litcn, di<^ »Iis ailc.'i T<il-'n <!<■!• S(;hI! hör zur,! Si;;;ii'/n zof,'c«i, in lenolt- IoimIo l'ür'H-ii!;i'linic':t. Am iOi 11 :i t;- zu-n Stadion und in der Arena w;ir die. .M :i U k n I) i - V a Ii n c nol»fii dc-n Klaffen» iilior l.iiiidiT, die. Mannsc Siatleu zu der .llisl.i;al;i;;h ei;t: ::ndt lialti-ti, uui'St'/.o/iv'-'i'. t)i<-. I.;ii'.:loi*iiiannseIuiff<:n zojrt'u fai der nlplialiel isolion Or:Imuij; dfr iiehr;li!.;h'.')i ifezeicI'.mniRcn ihrer Ilorkuiil'tsliiuder in die Arena ein. An der Spitze inarsriiiorte die ö s t e. r r « i e h i s r, Ii e .Hunnsebnft. d:tnn lot!;ien NiWu'.lrU.ii. F.iuvlmul, die Yere.iin.'.vleii Stüntfii, iliiifturieu und die AIiinnseln!i't uns li-iitsclilr'.ml, dio unter allen (Iruppen die. yjil!!»•<-»,■ Jasf■>■ v.j-r u;i<l aüfrenjrin dnreli üire. I>esonders slraiiwiie und disziplinierte Mullim;; aiitliol. liiitor IMusikkliui^cu l'orr.uerten sich die Relegationen gegenüber der ifanptiribüae. ."\'ncl>. eiiileitrudcii AVurten de:; l'riisideuten . des M'i»H- 3Iah1<nl)i, Or. Merr.>;inn 1>p1«".vit, erküirte Kord .>! « I r h e t t die zweite Aiakl;ii!)i:]h liir oi'ödnoi. Diese Yei:;n!,l alUinj;-, sagte, er, seil» ein dee Kr;i1t, [)i<;yii>iiu. Moral und Kinigkeif des .jiiiUi-chcii Volkes bi»>t;:H. VAi\ 'rroin^r-tjii .ie.!.', — »nid an dem Turin des .Stadions gvng die J'iagge <1 -r :U:iK>::it>i;sh iiocls, wahrend It r i c f- Rauben l'rt: h::~.'iou wimVfi, m:i die l-jröi;iii!)igvdiotM'5:;iU in i'lln Länder jii(li';.-l!ei' Siedlung zu tragi-n. Die i\apel!e?i iütoiiierlen <lie I! a t i k w r Ii, Teilnehmer und triste fi°Ien mit Oesang ein, die 7itsiiMstbi»}'teii senkten srül.'n-nd die!'hImic:i. i-i>fd Jletcbett seliloC, mit dem Kute ,,IIc dsid I". der von den Makkahiuh- 'J'ei!i)e!:n:en; dreimal uiederiiolt wurde. I')s folgte die iiciilierung <ler übrigen iii:iider:i!aunse!iai'ten: Schwei''., ÜumSnir.n, Tsc!i; c.ho- .«.t^nvakr:, Krankreieh, l'o'.eu. Syrien, .Marokko, Kybien, Lettland, Lüiiuei., 8):i>!zig 11. a. m. (iioüe Kegeiuternng werkte der Vovbeiinurneli der t::user.d Hniiii starken \> a 1 ii s t i n e n s i s e h e n \l a ii n s <• Ii a f 1, ii: der die Städte und landwirtschaftlichen Siedlungen durch rnterabtrünngcii \ertreten waren, l^reuriitr begrüßt wurde, auch wie, ,v a k k a i> < - <J m g e n d. An der Spitze, der meisten Yt annset-.a( teil marschierte» die Fee h te r mit gc/.eger.em Kupier, in einzelnen l,i;.n«.lergrupp"ii, vor allem in der palästinensischen, sah man auch üt e i I <• r a ii ( e i I u n g e n. Wi;hrend der SCrünuiingsaivspi'.'ichen bewahi'te. die iingckeuro AleiiscIiiTint'itge im Sladioi? lai'ikjwe Stillo, so daK in den t'ausen zwischen den Sätzen das rhythmische. Aufschlagen der AVogen atu nahen Strand deutlich zu hören war. Die ersten Ergebnisse Die ersten Ergebnisse in den \ orkonkurren/.en haben im V e. c Ti t e n den Sieg Aeg,vp<ens über Palästina und dugoHlawiea gebracht; im It n x c n hat Südafrika die ersten drei Kunden gewonnen; die erste Hunde im E* i n g - V o n g gewann Lettland gegen Teilnehmer aus Deutschland, Kiimänien und Oesterreich; im Tennis schlug Südafrika Kuniätiien, Kngland, (iriochenlmid; i'olen gewann den (ill-.lleter-Laiii für I) a in e n und crzi'dte d!«n er.stet» l'latz. im VVcifsnrung, den zweiten i'latz belegte Amerika; im lOD-Aleter-Laur für I) a m «: n bliel-.eu die Teilnehmerinnen aus Teutschland siegreich, din säinlücke Plätze be.sctzten; im 11 a n tili :d I wurde Syrien von l'iilüf'fina geschlagen. Der zweite Tag erbraciiie zwei Veitrekorde für die s ü da I" r i k a n i s e h e n l< il u f e, r. Vor mehr als 5t>00 ihm zujubelnden /ufichaiieri; lief der Südafrikaner Dr. .lack H o v o w i t /. die lO.OOO-.Meter-St recke in ::;5.l( Minuten und sicherte .- o d"in 3!akka!»i einen neuen \Velti,eko»,d. Der Aaierikaner Speier wurde Zweiter, der h'xigliiude; Kayno Dritter. 1*. Smith, ebenfalls südafrikanischer >rakkabist, brach den Kekord für .Miinuer im 1 I 0 Jf c t e r- II i n «1 e r n i » r e n n e n, das er in Iii Sekunden absolvierte. Zweiter wurde der Palästinenser Caspi, Dritter der Amerikaner S.indler. Der Amerikaner Kaff und der Oeslerreicher K ii n i g kamen, im 2(>i)-.\Icter-Ls;uf gleichzeitig an. Frewaid (l'olnn) gewann im W e i i s p r w n g, wobei der Amerikaner Koff Zweiter und der Oesterreicher Göttlich Dritter wurde. Bei den T u r n v o r f ü Ii r n n g e n zeichneten sich besonders die IVIen Koscaberir, Graber und Kurzfeld ans. Im F u (.! b a I! - T o a m siegte Litauen geg^-u ICnglaml mit 1 : 0; Palästina sehlutr .Polen 2 : 0. Ferner besiegte Palästina llumänien im II a ii d h a I 1. Fines der sensationellsten Freignisse des Tages war der I 0 () - AI e t e. r - S t a f f e t t e n 1 a n f für M ä n n e r, den das österreichische Team gewann. Ks folgten U. S. A.f Jleutschiaud und Palästina.?ni offenen I (I II - M c t e r - S I, a f f e 11 « n 1 a u f gewann Südafrika, vor Deutschland, Oesterreich und dem Team des britischen .Heeres. Der Stand am 4. April war folgender: Die A in e. r i 7< a n e r verzeichneten 84, die S ii d a friknner 39, die 1' a 1 ii st i n e ns e r 33 Punkte. » Konflikt mit den Revisionisten beigelegt Der unj'niielbar vor der Früfhiung der :Makkabiah enlslandcme Konflikt mit den Kevisännisteii j(.,t l);;igcl<:gt worden. Der K e t a r wurde eingeladen, an den Wcttkämnfen teilzunehmen. BilEige Osferrcisc der Czcrnowiiser ASIgem. Ztg. mit Sommclpcfl und Plutikaitcn SapAmSs Polen €%ewm®wM% Anmeldung und Auskunft im Reisebüro Marientorücke, Wien I, Rotanaurnrastiraße 26, Telephon K-24-2-H« und R-L-4 2 8/ Auskünfte ei teilt auch das Stadibüro ,tD«f Wiener Tag", Wien I, Schulerstraße 1. Telephon R-21-G 7S Ein tragischer Vorfall Ta Tel-Aviv ist ein "Mitglied der f r a n z ö s i s c h e n a k k a b i - M a n n (; c Ii a f t, ^r. JakowUz, beim Kaden ertrunken. Kin Araber, der sich bemühte, den Krtrinkenden zu reifen, fand gleichfalls den Tod. Das aufopfernde Verhalten des Arabers hat überall im Lande in den jüdischen Kreisen tiefen Findruek gc;nacht. » T^vistungen der C. S. Tl.-Sportler Die tschechoslowakischen Teilnehmer konnten nni zweiten Tag weitere Siege erringen. Zwar könnt« der Sprinternleister lng. K n g e!, der sich eine Schiilterzerrwig znzog, im 200-M'etcr- Finalo nur Fünfter werden, dagegen wurde Weiß (Hagibor, l'rag) Jiritter im KugclütoUen mit 12,40 Meter und Y\r a s s e r (Hagibor, Prag) gewann den Weitsprung mit n',44 Meter. Der Präger Goldsckmidl wurde im 1")ü(V-Metev-Ijauf Fünfter, Wasser <!Ml(o mit den; Amerikaner Fried den dritten TMatz im LTochsprung. Den TennisliiiHlcr kämpf Tschechoslowakei—Frankreich gewann das tschechoslowakische Team 4 : 1. Die Jüdische, Tek^iaphcn-AseniKi' meidet aus I) a in a s h vi s (Syrien): Allein in den letzten Wochen haben 1 5 0 0 II a \i ran- A r a b c r ihre Dörfer verlassen, um in Palästina Arbeit zu suchen. Schon jetzt senden die in letzter Zeit nach Palästina eingewanderten llaurancr monaüich große Summen an ihre Angehörigen in Syrien. Ilauran ist der südliche, an Palästina angrenzende Teil der unt«r IVanziKsiKeheni Protektorat stehenden liepublik Syrien. Diese Nachricht kennzeichnet einen Zustand in Palästina, dessen Audauer den Aufbau des Jüdischen Nationalhcims in Frage stellt. Zufolge der von der Palästina-Regierung geübten Drosselung der jüdischen Ein w a n d e r u n g ent steht ein Mangel an jüdischen Arbeitern, der den arabischen Arbeitern das PJinströmen in die von jüdischer Unternehmungslust eröffneten neuen Wirtschaftsgebiete ermöglicht. Die Araber Palästinas haben bereits die Arbeitsposten im Lande, welche von den Juden geschaffen, aber nicht besetzt werden, bezogen, nun rückt die Reservearmee verelendeter arabischer Arbeiter aus den Nachbarlände r n vor. Hiezu kommt, daß die Leitung der Zionistische n Organisation, die Exekutive, nichts unternimmt, um den jüdischen Arbeiter an die Landwirtschaft zu binden, sondern untätig zusieht, wie ein Abströmen jüdischer Arbeiter zur besser bezahlten städtischen Arbeit stattfindet. So hat sich die jetzt in Jerusalem abgeschlossene Sitzung der obersten Instanz der Zionistischen Organisation sehr eingehend mit Fragen der ,,Parteidisziplin" und damit, ob die Schekel-Quittung die „Disziplinklausel" tragen soll oder nicht. Irgendein positiver Plan zur Lösung des jüdischen Arbeitsproblems ist aus den tagelangen Beratungen nicht hervorgegangen. Die Meldung ist aber auch bezeichnend für die Politik der englischen Palästina-Regierung. W i e k o m m e. n denn d i e Ha uran-Araber in das von der Regierung sonst so hermetisch abgesperrte Palästina? Was tut in diesem Falle die sonst mit Maschinengewehr, Motorbooten, Scheinwerfern und Flugzeugen arbeitende Grenzpolizei? Nichts! In letzter Zeit hat die Palästina-Regierung, entgegen ihrer früheren Tendenz, eine größere Zahl von Einwanderungszertifikaten für Juden ausgegeben. Die Zionistische Exekutive hat das als einen Erfolg ihrer Arbeit gebucht und die Zionisten haben sich gefreut. Aber zu früh. Die Palästina- Regierung hat es auf die Dauer doch unangenehm empfunden, daß man ihr in der Zeit entsetzlichster Judennot und Verfolgung den Vorwurf macht, daß sie in barbarischer Weise die Juden von Palästina fernhält. So hat sie den Druck auf die jüdische Einwanderung j etwas gemildert, dafür aber der a r a b i s c h e n E i nj Wanderung Tür und Tor geöffnet. Zwei Fliegen * «txrxmx*:- v ■■^r^rirj^Mtm^i^ führt übe;- djn pÄlMSflKM-ilillllii ilOYD TStlüSTIW© TRIEST -JAFFA -HAIFA Rur in .ler ati.--7,'cxeiVI:no{- ii T<aiH.--fe»>kla;ve iu zwei- ,,<h-v % ^HÜd r1 ict Ii;-r n An >'. <• r, f.üti i;n n mit. r-.-i' 'UiVlior n. srh:n:i< kliafior Ver|)(',f;.'vuiiK (vier M;i 1) I ■/. o i I o n ( ä;? I i <• h ■ m *n Die grofion .Schiffe ,GALILEA',GERUSALEMME' ,PALESTINA' (je IL.'.500 Tennen Dcj)l;i'.r-ni^!iLi ver!;.ohrnni-o.<-hsnT;>l iiioivil I'.'■!» noch Pul äst ina, außcnlom (lichter Verkehr via Aefryptcüi und via Athen—Istanbj Gelegenheit xu hen liclion Ruiuirahi ten im IMitlelnie Für iltä^*^§%fi!t<&M$t* C Iwt&jjjWitif' w.*i'i> i'W^^S^S xff imwim Wien I Kärntnerring 6 mmi i auf einen Schlag! Die Palästina-Regierung ist in den Geruch der Judenfreundlichkeit gekommen und die unerwünschte Majorisierung Palästinas durch die Juden in noch weitere Ferne gerückt. Vom. jüdischen Standpunkte besehen, ist diese Politik viel gefährlicher, als die auf Drosselung der jüdischen Einwandernug gerichtete. Ihre Folgen sind lüchtgutzumache n. Die Sperre der jüdischen Einwanderung läßt Arbeitsplätze leer. Darunter leidet das Land und leidet das jüdische Aufbauwerk. Aber leere Plätze können doch noch einmal besetzt werden. Mit landfremden Arabern besetzte Arbeitsplätze sind für immer verloren! Wenn die Zionistische Organisation hier nicht entscheidend eingreift, wird unausrottbares Uebel entstehen. Die jetzige zionistische Leitung hat sich als unfähig erwiesen, dieser gegen das jüdische Nationalheim gerichteten Politik zu begegen. Sie ist eine Exekutive der Arbeiterpartei und versteht es, Klassenpolitik und. Lohnpolitik zu betreiben. Staatspolitik nicht! Zionistische Staatspolitik erweist sich aber jetzt notwendiger als je. r. st. Osstesw- Aus Jerusalem wird uns berichtet: Zu den bestehenden Organisationen „Hitachdutn Olet Austria" (Oesterreichische Landsmannschaft) in Tel-Aviv und Haifa ist nunmehr eine solche in Jerusalem hinzugekommen. Ueber Einladung des Herrn L. A. Pw o b i t s c Ii e k aus Wien versammelte sich am 30. März d. J. eine stattliche Anzahl von Personen im Cafe Europe, welche dem Gründungsvorschlag und Arbeitsprogramm des Einberufers mit großem Interesse folgten. Der Sekretär der H. O. A., Tel-Aviv, Herr Dr. Walter Eckstein, referierte über die bisherigen umfangreichen Leistungen der Organisation. Bis zur Einsetzung eines Komitees haben die Herren L. A. Robitschek, Dr. Rud. Glücklich und lng. Siegfried Schapira die Leitung übernommen. Regelmäßige Zusammenkünfte finden jeden Mittwoch abends im Cafe Europe statt, wo sieh auch die Leitung und das Sekretariat (Amtsstunden täglich zwischen 11 und 12 Uhr mittags) befinden. Die Leitung würde es begrüßen, wenn ■alle nach Jerusalem kommenden Oesterreicher mit der Organisation in Verbindung treten würden. foS€SBSEsg$ me® Mmw Mies- Vor dem Verlassen Spaniens sandten die jüdischen Repräsentanten der Festlichkeiten Telegramme an den Präsidenten Za.mora, in denen sie ihrer dankbaren Genugtuung Ausdruck gaben, daß die spanische Republik und das spanische Volk den jüdischen Geistesheros in einer so schönen Weise ehrten. In Kairo, wo Maimonides viele Jahre lebte und eine ärztliche Tätigkeit ausübte, begannen die für drei Tage berechneten Maimonkles-Festlichkeiten im Königlichen Opernhaus mit einer Festveranstaltung der Regierung, die durch Rundfunk übertragen wurde. Am Donnerstag, den 4. April (1. Nhsan), begann in Palästina der vom Rumbam-Komüee proklamierte R a m b a m - M o n a t, in dessen Verlauf in allen von Juden bewohn Im Orten Palästinas Feiern und belehrende Vorträge, stattfinden sollen. Eine große Feier findet am 22. April vor dem mutmaßlichen Rambam-Grabe statt. Im Spanischen 1-1 aus von New York wurd^ die Maiinonides-Feier der Colu m b i a - U nivorsit ä t mit einer Ansprache des Präsidenten Nicholas Murray-Buttler eröffnet. Der Redner bezeichnete Maimonider, als ,,e inen de r g e w a 1 t i g s t e n Geiste r d e r W e 11geschieht e". Die Universität Tartu (Do; pat) in Estland, an der bekanntlich ein ordentlicher Lehrstuhl und ein Seminar für jüdische Wissenschaft besteht, veranstaltete eine Maimcnidos-Foier. der der Rektor, der Landes!)}schof, die ProiVs> .)»• en --ch a f t und ein zahlreiche,;-: Publikum beiwohnten.

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