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Die neue Welt · 1935-04-09 · Heft 454 (9.4.1935) · page 4

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Journal
Die neue Welt
Volume
9 (1935)
Issue
Heft 454 (9.4.1935)
Date
1935-04-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
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fcferte 4 DIE NEUE WELT Nr. -154 Tiegen- Mantel aus i-v4-Paletot- Complet pumm. Baiist, olle | E.OOHl'idelot- Modefarben . S 1U Einfarbiger Mantel so reino Wolle, tC.-lß. Seide rcE.» br. ReV. S 13 £ngl. gem. Sportmantel mit K.-Seklen-Salle!- füller...... . . sZI r» Schlager dieser Woche: Crepe Mojigol-Kleid moderne Moster. f. starke Frauen S Trotteur-Mantel rurstarke Frauen, b. Hllflweite 130 S Isthler-Wesle bunt gestickt . S K.-S.-Matt-Cr.-Flamiso! schöne Slreif-Dess. d. Neueste, p. in. S (Angorette-5oucl6-Mante in Modefarben, Ranz Oft.— K.S. Rennt.....S 63 'Double-Mantel ni.br.nn~ Herrenrev. eng/. pem,S IM iKammgam-Mantel nri.- Millepoints, Ranzger.S OS •Trotteur-Kostürnnrj._ ■Herranfass. ganzgcf.,S Shetland-Kostüm qq.oo Jacke ganz geluttcrtS «9 WsH-Steftg u. SehoU) aus Noppen* boucle s34~ Kammgam-KostOm ms jß_ Jlerrcnstoff., Schneiderarb. S 4«! Crepe-Mongol-Kleld (oder tn.no Wollstoff-Kleid.laugeAerm. XL Fesches Nachmittags-Kleid aus ßufera Wollstoff. I7.OO Flamisol-KraßOrl . .S II 6oucle-Compiet qc.- (Kleid und Cape) . S £<J Eleg. Complet(Kieidu. Jäckchen) reich mit Oft.— l'lissco......N ZU Was tri-«.Seidenstoffe: Wasch-Voite-Kretonne Kleideru. Schlaf- «Iß rock-Dess., Grosehen 30 Waschseid.-Imprime t.s f. Kleider, viele Dcss.,S 1 Streifen-Indanthren f. Dressinggown und \.Z Pyjamas......S 1 Pepitau. Schotten-Fresco slrapazfähigcr Kleider- und Blusenstoff . . . . . ö Crepe-MongoMmprime" K.-Seide......p. m S Crepe Cloque. exklusive Dessins . . . . S kSand*Crepe-K.-Seide raod. Kleider- JUX) gewebo . . S £ Lack Spangen od. Rinde, ür. 2G-30 (siehe Abbildung) Sömisch-Stnde-Pumpi crau oder braun, Wiener Handarbeit (siehe Abbildg.) Moc:- j ivecfcstf Crepe \ Vorailberg. Tupfbatht p>?r n . . Groschen i>>, M^-Voihang-Stoff i?;.) br., per nt. S 3ocqu.-Flanell.-Dscken zj» 120X190 cn».....8-tr in Nim!' Klivd' .•■ far!i:;i i:«» bveit. rein« Wolle. .S ^i^äyÄÄi^ Panama-Boucle r. Kleider. - ~ rait MoUv h,tls*u * * 1(X> breit, reine Woiio S Pepita die «roßc.Mode, reine. fJ.ijO "Volle, 10<) breit... ,'S Mantel-u. PflletctSiO'f c.oo inbeiecu gnv.i.MObr. Stl Fresco-Boucle. fllr Mäntel 11. Pnlctois. R 00! J 10 breit, r. W. . . S Für's Kind: dieser Woche: Tojif od. Kaueren* 4.231 Kmail. 1". Liter Kaffeemühle mit Kinslcllwcrk S?aschier-Masthine «9.901 Miirhe „narlinc" S< WirtschaftsgescMiT % MANTEL S^HÄZ1MPJB^|1^M»4« T*1 IE L ■' SCHI P FAAA In kurzem jährt sich zum 20. Male der Todestag des größten jüdischen Volksöichters Scholem Alechem. Die peripheren Leser wie die Kenner und Freunde seiner Werke werden mit gespanntem Interesse von dem Testament Kenntnis nehmen, das er am 11. Tischri 5676 - (1916) niedergeschrieben hat und worin sein großes Herz und sein gütiger Verstand zum Ausdruck kommen. Im nachstehenden veröffentlichen wir die wesentlichen Teile des jiddischen Originals in deutscher Uebersetzung. . . . Wo immer ich sterben sollte, möge man mich nicht unter Aristokraten, Notabein oder Reichen, sondern zwischen einfachen Juden, Menschen aus dem Volk, bestatten, so daß der Grabstein, den man auf mein Grab stellen wird, die einfachen Gräber um mich herum bescheinen soll und die einfachen Gräber den Schmuck für mein Grab bilden mögen, so wie das einfache ehrliche Volk mein ganzes Leben lang die Sonne ihres Volksdichters gewesen ist. Mein Grabstein enthalte keinerlei Titel und Lobeshymnen mit ,,More-Morenus". Nichts sei vermerkt als der Name ,,Scholem Alechern" auf der einen und die beigelegte jüdische Inschrift auf der anderen Seite des Grabsteines. Meine Kollegen mögen keinerlei Debatten und Diskussionen wegen der Verewigung meines Namens, Errichtung eines Gedenksteins in New York u. dgl. fuhren. Ich könnte nicht ruhig im Grabe liegen, wenn meine Kollegen sich närrisch benehmen würden. Das beste Denkmal für mich v/äre, wenn meine Werke gelesen würden und sich in den vermögenden Kreisen unseres Volkes Mäzene bereit fänden, meine Werke in jüdischer und in anderen Sprachen herauszugeben und damit dem Volk die Möglichkeit, zu bieten, meine Werke zu lesen und meiner Familie einen würdigen Lebensunterhalt zu schaffen. Hatte ich nicht schon das Glück oder habe ich es zu Lebzeiten nicht verdient, Mäzene zu finden, so wird mir dies Glück vielleicht nach meinem Tode beschieden sein. Ich scheide von der Welt mit dem vollen Glauben, daß das Volk meine Waiser. nicht .verlassen wird. Bei meiner Bestattung und hernach während des ganzen Jahres und später immer an meinem Jahrzeittag mögen mein mich überlebender Sohn sowie meine Schwiegersöhne, wenn sie gewillt sind, nach mir Kadisch sagen. Sollten sie jedoch keine Lust dazu haben oder die Zeit es ihnen nicht erlauben, oder sollte es ihrer religiösen Ueberzeugung widersprechen, so können sie sich ihrer Pflicht dadurch entledigen, daß sie sich alle mit meinen Töchtern und Enkelkindern und mit guten Freunden zusammenfinden, dieses mein Testament verlesen und eine meiner Erzählungen, die allerlustigste, aussuchen und sie in einer Sprache, die ihnen am verständlichsten ist, vorlesen. Sie sollen meines Namens lieber lachend als gar nicht gedenken. Religiöse Ueberzeugungen können meine Kinder haben, welche sie wollen, aber ihrer jüdischen Abstammung bitte ich sie treu zu sein. Diejenigen meiner Kinder, die sich etwa von ihrem Stamm absondern und zu einem anderen Glauben übertreten sollten, haben sich schon allein damit von ihrem Stamm und ihrer Familie losgelöst, sich selbst aus meinem Testament ausgelöscht und haben keinen Anteil und kein Erbe unter ihren Brüdern. Mein letzter Wunsch an meine Nachkommen und meine Bitte an meine Kinder: Die Mutter behüten, ihr ein sonniges Alter bereiten, ihr bitteres Leben versüßen, ihr gebrochenes Herz, heilen, mich nicht beiweinen, sondern im Gegenteil meiner in Freude gedenken und, was die Hauptsache ist, in Frieden miteinander leben, keinen Haß gegeneinander hegen, einander in schlechten Zeiten hilfreich zur Seite stehen, sich manchmal der Familie erinnern, Mitleid mit jedem armen Menschen haben und, wenn die Verhältnisse es gestatten, meine Schulden bezahlen, soferne solche vorhanden sein werden. Kinder! Traget meinen sorgfältig gehüteten guten Namen in Ehren, und der Gott, der im Himmel ist, möge Euch hilfreich sein. Amen. Scholem ben Menachem Nahum Rabinowitz, Scholem Alechem Vom Bwyüsoii Aus New York: Als Antwort auf die Erklärung des Berliner Nazichefs Dr. Julius L i p p e r (., daß der antideutsche Boykott in Amerika ein „jüdischer Boykott" sei, erklärte Samuel Untermyer, daß in Amerika nicht, weniger als 17 Mi 11 i o 11 e n Mitglieder von Arbeiterorganisationen und außerdem große katholische, protestantische und Frauenorganisationen mit vielen Millionen Mitgliedern der Boykottfront gegen Hitler - Deutschland angehören. Schätzungsweise bilden die Juden nur 10 Prozent derjenigen Amerikaner, die Deutschland boykottieren. l!!]IIIIIIIIIIIIIillllllil!lll9lllllllllllllll.lll!lll8l!IIIHIillliflIIIIIl | Palästina - Reisen \ •5 1. Einzelreisen jede Woche zu Original- E ~ preisen. — E 2. Gesellschaftsreisen zu Ostern. E Reiseleitung : N. M. Racker E E Nordisches Reisebüro,Wien I, Graben 10,Tßl.R-24-2 31 E fiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii^ Abscliiedsvortrag des Herrn Dr. Josef Kästeln. Donnerstag, den 11. April 1. J., um präzise 1 .0 Uhr abends spricht Herr Dr. Josef Kastein im Offenbach-Saal, Wien, IV., Trcitlstraßo 3. Porrhaus (hinter dem Verkehrsbüro), das ictztemal über das Thema ,,Der Geist der jüdischen Wirklichkeif. KartcnvorvcrkauL" im Zionistischen Landesverband (Telephon U-22-2-11). Ohne Zerftflftkag nadh PaBäsftma gelangt Mittwoch, den 10. April, in den „Jüdischen Künstlerspi el en", II., Praterstraßc 34, zur Aufführung. Export nach Palästina. Die Austro-Palästincnsischc; Handelskammer in Tel-Aviv ersucht diejenigen österreichischen Firmen, welche am Export nach. Palästina interessiert sind, Prospekte und Preislisten jn mehreren Exemplaren ihr zur Verfügung zu stellen. Derartiges Propagandamaterial wolle an die Oesterreichisch-palästincnsischc. Wirtschafts- und Handelskammer, Wien, IX., Alscrplatz U, adressiert werden. 1 Jüdisdiev §poftf Endlich ein Punktcgewinn der Ilakoali — Gegen F. A. C. 1 Vor 0000 Zuschauern teilten Hakoah und F. A. C. die Punkte. Durch diesen Punktegewinn ist die Situation der Ilakoali nicht mehr so trostlos. Sie kann in den nächsten Runden von», letzten Platz wegkommen. Erfreulich war, daß Jlalvesreihcj und Verteidigung zu ihrer vollen Form zurückgefunden haben und so ein fast unüberwindliches Bollwerk bildeten. Der beste» Mannschaftsteil war die Ha lves reihe: in der Verteidigung' findet Donnenfeld allmählich seine Tcainform wieder. Der neue Tormann aus Lettland, Külz, führte sich sehr gut ein und scheint ein vollwertiger Vertreter Liivvvs zu werdon. Der Angriff, in welchem die Außenstürmer R e i c Ii und K h r 1 i c h f. die Besten waren, spielte im Felde schön und flott, vor dem gegnerischen Tor versagte er. Ein Sieg der Ilakoali wäre nicht unverdient gewesen. Der einzige Treffer resultierte aus einem Elfer, den Reich glatt einschoß. Aufstellung: Katz; Donnenfeld, Weiß; ßreitfeld, St roß, Platschek; Ehrlich I, Mclesz, Ehrlich .IT, Mausner, Reich. in der Meistei.--chatL II a s m o n e a - M a k k a b i unterlag gegen S. C. Prater3tern 1:2. Wiedereröffnung des Hakouh-riiiUcs Am Dienstag, den 9. April, findet um I Uhr inchniittag;4 mit dem Cupspiel Hakoah—Liberias diefeierliche Eröffnung des n e u r e n o v i e r t e n Hakoah-.Spnrtplatzes in der Krieau 'statt. Die neue Tribüne hat 2000 Sitzplätze. Der Rasen wurde gänzlich neu angelegt. Einlaß zu allen l'hitzkategorien ausschließlich von der .Straßenbahnseite (Wehlislraße). Stehpläte S 1.—, Arbeitslosenkarten S —.fiü. Kinderkarten S ---.30, Tiibünensitzo S 2.—, Logensitze S;t.20. Nur noch drei Anmeldetago zur billigen Osterrciso der ,,Czernowitzer Allgemeinen Zeitung" nach Polen und Czernowitz (vom 14. bis 29. April mit Sammelpaß und Platzkarten). Rascheste Anmeldungen, beim Reisebüro „Marienbrücke", Rotenturmstraße 26, Tel. R-21-2-86 und R-24-2-87. E aus Baß FrU'da, geboren 23. März ISttö Wien, ledig, XX., Hannovergasse 29. —- FriedetiTeld Jc:iö (Eugen), geboren 26. Jänner 1898 Szcntpotertur, ledig, XX., Marchfeldstraße 23. —- F.äuuil geb. Zucker Kehna, geboren 10. Mära 1885 Strakonitz, verwitwet, III., Arenbergring IL —■ Kaiser geb. JakubowKki Karoliiu', geboren 24. Dezember 1896 Wien, gerichtlich getrennt, IL, Pillersdorfgasse 8. Pichler Emmn, geboren 5. September 1909 Wien, ledig, XXI., Leopoldauergasse 81. — Weiiitnttib k*i. iguaz, geboren 22. Mai 1880 Lemberg, verheiratet, 1., Jleinrichsgasse 3. Krbt'r Bernbard, geboren 27. Februar 1890 Klosterneuburg, ledig, XIX., Dittesgnsse 59. - - LiUvin Jeanot, geboren 19. Februar 1898 Petersburg, gerichtlich getrennt II., Czerningasse 8. ..... Met sink .Samuel, geboren 22. Dezember 1882 Wien, getrennt, XV., llüttcldorferstraße 4. —- Blöd Ilerniinc, geboren 11. Februar 1911 Wien, ledig, II., Wolfgang-Sehtnälzl-Gasse 14. — Ilellmami, Dr. Walter, geboren 13. Sept. 1885 Iglau, gerichtlich getrennt, IV., Hauptstraße 17. - - Möusi Frieda, geboren 31. Mai 1908 Wien, ledig, XIX., Kuhlenbergerstraße 3. i Eigentümer Verleger. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Oberbaurat Robert Stricker. — Druck: Druckerei- und Verlaga-A.-G. Ignaz Steinmann, beide Wien, ° ' IX., XJaiversitäUtstrsße €—S.

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