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Die neue Welt · 1935-03-26 · Heft 450 (26.3.1935) · page 2

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Journal
Die neue Welt
Volume
9 (1935)
Issue
Heft 450 (26.3.1935)
Date
1935-03-26
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Scit§ * DIE NEUE SV ELI Nr. 450 Programm verlangt zwangsläufig Erwerbung neuen „Raumes" für Deutschlands angebliche vitale Expansionskraft. Dieser neue Raum liegt im Osten und in Mitteleuropa. Wenn Deutschland den Ost pakt (status quo im Osten) und den Donaupakt (Integrität Oesterreichs) unterzeichnet, dann hat es vertraglich auf diese ihm nach der Phraseologie des Dritten Reiches legitim zugehörigen Lebensräume verzichtet. Das kann Hitler-Deutschland nicht tun. Da es außer dem Judenpunkt von seinem größenwahnsinnigen Programm nichts erfüllt hat, weder die Brechung der Zinsknechtschaft, noch die Aufteilung des Großgrundbesitzes, noch die Beseitigung der Kaufhäuser, noch die Sozialisierung der großen Industrien usw., so muß das Regime, wenn es sich seinen Anhängern entsprechend präsentieren will, eines clor außenpolitischen Ziele anstreben. Eines dieser außenpolitischen Ziele ist die „Gewinnung des dem neuen Deutschland zukommenden Lebensraumes" oder nüchtern gesagt Eroberungen auf Kosten der östlichen und mitteleuropäischen Nachbarn. Und Eroberung ist ohne Waffen undenkbar. Die Spannungen im Zusammenhang mit diesem Sachverhalt sind schon so weit gediehen, daß sogar die akuten wirtschaftlichen Probleme ein wenig in den Hintergrund getreten sind. Allenthalben gibt es — außer für das Dritte Reich — nur eine Sorge: Beseitigung der Kriegsgefahr. Ob dies durch langwierige Verhandlungen geschehen kann oder durch Schaffung einer Kräftekonstellation, die dem beutegierigen Hitlerismus den Krieg als aussichtslos, bzw. unrentabel erscheinen läßt, darüber werden die kommenden Monate entscheiden. Man darf nicht annehmen, daß schon die nächsten Tage grundlegende Entscheidungen bringen werden. Davon kann keine Rede sein. Deutschland wird versuchen, mit scheinheiligem Augenaufschlag zu versichern, daß es nichts sehnlicher wünsche als ein Leben in Ehre und Frieden bei völliger Gleichberechtigung, die es sich durch die Aufrüstung bereits usurpiert hat; Deutschland wird nach außen hin auf jede Form eines Interessenausgleiches eingehen, die ihm weitere Rüstung und weitere Beunruhigung der Welt ermöglicht. Denn Deutschland hat nur ein Interesse: den Verteidigungswillen der europäischen Mächte so sehr zu lähmen, daß es im geeigneten Augenblick mit Aussicht auf Erfolg losschlagen kann. Es gibt für Deutschland keine moralischen und ethischen Hemmungen. Wir J u d en stehen den großen weltpolitischen Auseinandersetzungen, die sich zweifellos vorbereiten, mit um so größerer Besorgnis gegenüber, als wir über keinerlei Mittel verfügen, hier auch nur im Entferntesten einzugreifen. Unsere Machtmittel sind ausschließlich sittlicher Natur. Seit Jahrhunderten auf die Gastfreundschaft der Völker angewiesen, die uns da für unsere großen Leistungen durch Verständnis dankten, dort für unsere großen Leistungen brutal verfemten und entwürdigten, haben wir nur das eine Streben: zu verhüten, daß die Länder, in denen wir wohnen und wirken, aus dem moralischen Gleichgewicht kommen. Jede Kriegshandlung bedroht unsere geistige, moralische und physische Existenz; sie bedroht schließlich auch den Nahen Orient, also auch Palästina, wo wir im Begriffe sind, uns unsere Heimat wieder aufzubauen. Aus diesen Gründen ist es natürlich, daß wir mit angespanntesten Nerven alles beobachten, was eine Aenderung der staatlichen und rechtlichen Verhältnisse mit sich bringen könnte. Wir wollen auch nicht nur mehr Kanonenfutter sein. Wir wollen nicht jedesmal die Zeche von Kriegsgelagen bezahlen. Wir wollen Frieden. Darin sehen wir ein Stück des Glückes, das uns zuteil werden kann. Hitler hat die Deutschen glücklich gemacht; er hat ihnen den Waffenrock wiedergegeben. Wir glauben aber nicht, daß ein Volk nur durch Anlegen des Kriegsschmucks seine Ehre wiedergewinnen kann. o. r. Der „Cherem Sefarad" nicht mehr in Kraft Aus Warschau: Im Zusammenhang mit der vor kurzem aufgetauchten Frage, ob Juden im Hinblick auf den vor 400 Jahren ausgesprochenen „Cherem Sefared" (der Juden bei Bann verbietet, nach Spanien zu gehen) an den bevorstehenden Feierlichkeiten in Cordoba anläßlich des 800. Geburtstages des Rambam teilnehmen dürfen, haben die Warschauer Rabbiner entschieden., daß dieser Cherem nicht mehr in Kraft ist. Schon vor einigen Monaten wurde auf Grund einer Anfrage der Jüdischen Gemeinde in Madrid an das Warschauer Itabbinat diese Angelegenheit erörtert. Die Madrider Gemeinde hatte die Befürchtung ausgesprochen, daß jeder bei der Feier etwa sich ereignende Unglücksfall mit dem Cherem in Verbindung gebracht werden würde. Daraufhin stellte Rabbiner Salomo David Kahanc, an den .sich die Madrider Juden gewandt hatten, auf Grund von Rückfragen bei den bedeutendsten rabbinischen Autoritäten fest, daß der scinerzeitige Ohcrem nicht gegen das spanische. Volk, .sondern gegen das judenfein üliche Herrscherhaus gerichtet war und somit nach der Abdankung dieses Herrscherhauses und der Eintührung eines neuen Regimes in Spanien unwirksam geworden sei. Auch seien in keiner Entscheidungs-Sammton$ besondere Abgaben über diesen Cherem zu finden. Weltexekufwe der Judenstaatspartei An alle Judenstaatler! Freunde! Nur wenige Monate trennen uns von den Tagen, da dir zionistische Bewegung zu entscheiden haben wird, wem sie ihr Schicksal anvertrauen »oll. Die Wahlen zum id. Zionlstonkongroß erfordern Bereitstellung unserer Kräfte. Wieder worden sieh Parteien bemühen, ihre wahren Absichen zu verbergen und die Aufmerksamkeit der Massen von grundlegenden Problemen abzulenken. Demagogie und Oberflächlichkeit werden wiederum in der jüdischen Gaf*so herrschen. Der Aufbauprozeß Paljistinas wird sich weiterhin chaotisch vollziehen, ohne Plan, ohne System, ohne Begeisterung, ohne Schaffensfreude, diktiert bloß vom Zufall, unter äußerlichem Druck. Während von den Parteien ein unwürdiger Kampf fortgesetzt wird, werden die Felder Palästinas von Fremden bearbeitet, die scharenweise in unser Land kommen. Jüdische Arbeiter werden ■weiter leiden, wenn sie sieh nicht der Gewalt der polltischen Gewerkschaften fügen. Auch die wilde Bodenspekulation wird weiter wuchern, dank der Untätigkeit der Exekutive. Im Augenblick, wenn nationale Interessen gegen cngparteHsche und klasscnepolstische vertauscht werden; wenn die jüdische Einheitsfront ständig durch einen kurzsichtigen Separatismus durchlöchert wird; wenn der Apparat der Zionistischen Organisation zur Befestigung der Klassenkampf-Histadruth mit ihren Klasseninstitutionen und ihrem Klassenseparatismus verwendet wird; wenn der Allgemeine Zionismus keinen Halt hat, Irrwege geht und wie Staub zerfiattert — in solch schwerer Stunde mußdieGruppcd er jungen Judenslaatsbowegung den Wachtposten zum Schutz der wahren V o1k s i n t c r e s s e n beziehen. Judenstaatler! Klärt den jüdischen Handwerker, den kleinen Händler, den schwor arbeitenden Landwirt, den geplagten Arbeiter, den Juden ohne Erwerb und ohne Zukunft dahin auf, daß se i n e Lcbensinteresscn vernachlässigt werden. Wer sorgt für sie? Wer bereitet für sie wirtschaftliche Positionen im alt-neuen Lande vor? Was wartet ihrer, wenn sie alle Proben und Versuche durchgekämpft haben und hinkommen? Judenstaatler! Wecket das zionistische Gewissen! Weiset auf die Gefahren hin, welche das jüdische Volk und das jüdische Land bedrohen. Enthüllt die Unaufrichtigkeit und Demoralisation gewisser Parteien im Zionismus! Fragt: Wo sind die Zionisten, bei denen an erster Stelle die Interessen des Volkes und des Jude nstaates stehen? Wie lange noch werden engherzige Monopolisten, unverantwortliche Separatisten, Brecher der nationalen Front und Verderber unserer Jugend, die zionistische Bewegung zuschanden führen? Auf euch, Mitglieder der Juden staatspar tei, liegt die heilige historische Pflicht, den Zionismus zu seinem Ursprung, zu Herzl zurückzubringen. Machet der zionistischen Welt das Programm der Judenstaatspartei klar: Einheitliche zionistische Organisation, konstruktive.Aufbauarbeit im Land, starke nationale Fonds als notwendiges liegulatlv der privaten Initiative, sozialfortschrittliche Lebensformen, rein« jüdische Arbeit, großo Einwanderung, befreit von Schikanen der Regierung und der Willkür der P a rt c i e n. An euch, Judenstaatler, Barkaim, Mitglieder des „Brith Jischurun", „Jehuda"i „Gusch Awoda", „Massada" und „Debora" wendet sich die Weltexekutive mit dem Ruf: Stellt euch wie ein Mann in die Reihen der Kämpfer für den reinen Zionismus! Betrachtet euch als mobilisiert für den heiligen Krieg, den wir führen! Noch niemals hat die jüdische Welt nach einer reinen, mutigen, aufbauenden jungen Partei, nach einer chaluzischen Jugend, welche die besten alt-neuen Volksideale repräsentieren soll, so sehr gelechzt wie jetzt. Entfernt die zerstörenden Kräfte von der zionistischen Gasse. Die Judenstaatspartei ist die Bewegung zu einem geläuterten, in Leid und Prüfung geschmiedeten Volksideal. Wohin, wenn nicht in die Judenstaatspartei, soll heute ein ehrlicher Zionist gehen, der überdrüssig geworden ist, sowohl der „linken" Herrschaft als auch der „rechten" Phrase? Judenstaatler! Der nächste Kongreß muß die Sünden der früheren gutmachen, er muß endlich die Zusammenfassung und gemeinsame Arbeit aller Zionisten bringen, welche die nationale Einheit wollen, den Ausgleich der Interessen der Klassen und Gruppen und ihre Unterordnung unter das Ideal des J u d e n s t a a t e s. Um den Sieg der Judenstaatspartei und damit des judenstaatlerisehen Zionismus zu ermöglichen, müssen allsogleich dlo Vorbereitiuigon zu den Wahlen beginnen. Unermüdliche Arbeit, Opfcrwilligkeit, kompromißlose Entschlossenheit und tiefer Glaube an die Kraft des Herzlichen Judenstaats-Zionismus müssen zum Erfolg führen. Tel-Aviv, 15. März 1935. Exekutiv-Komitee der Judenstaatspartei: Großniann, Uchtheiro, Machower, Stricker. Uetzäat> ttkstefa - SetHtHeeittg, Cuzi&tcu und Juden Aus C z e r n o w i t z: In den letzten Tagen häufen sich, wie das, „Czernowitzcr Morgenblatt" mitteilt, Uc herfalle von Cuzistcn auf Juden in den Straßen der Bukowinaer Landeshauptstadt Czernowitz. In der Strada Univcrsitatii wie überhaupt in der Umgebung der Universität wird jeder Vorbeigehende, der jüdisch aussieht, attackiert und tätlich mißhandelt. Miß* handelt wurden u. a. der Sohn des Kultusbeamten Sommer, ein Student, der Journalist Majanski, ein junger Mann namens Kronenfeld. In der jüdischen Schule in der Strada Lascar Lutzia wurden von Cuzisten mehrere Scheiben eingeschlagen. Die Zeitung fordert die Staatsanwaltschaft und die Polizeiquästur auf, Maßnahmen für üic Sicbcfbeft de« ftussautca *u treffta. iudemtaatspawtei Oesterreichs Mit Rücksicht auf dio General Versammlung de» Volksbundes für Oesterreich entfällt der dies« wöchentliche Mittwoch-Vortrag im Helme, I„ Werdertorgasse. Die Mitglieder werden aufgefordert, sieh an der Generalversammlung des Jüdischen Volksbundrs Mittwoch, am 27. d. M., um VsO Uhr im Hakoah-Heim, I., Wiesingerstraße 11, zu beteiligen. Judenstaatspartei Oesterreichs Dienstag, den 26. Marz: Gruppe XIII/XV, Schanzstraße 32, halb 0 Uhr abends, Vortrag Kultusrat Ing. Buchbinder: Was ich in Palästina erlebte, — J u d c n s t a :i t s ,i u g e n d Leopoldstadt, II., Taborstraßn Nr. 21 a, halb 9 Uhr abends, Seminar für zionistische« Geschichte. Referent: Josef Frankel. — Judenstaats« jugend Pratcr, II., Kleine Zufahrststraßo 166, halb 9 Uhr abends. Thema: Griippcnproblcme. Referent: Ch. Mendel Hager. — Judenstaatsjugend Brigittenau, XX., Heinzelmanngasse 30, halb f) Uhr abends. Referent: Ch. Fritz: Kolb. Thema: Entstehung und Entwicklung der zionistischen Opposition. Mittwoch, den 27. Marx 1935, halb 9 Uhr abends, in den Lokalitäten der Hakoah, Wien, I., Wicsinger-. straße 11, Generalvcrsaramlung des „Jüdischen, Volks b und es für Ocsterrc ic h". Donnerstag, den 28. Mörz: Sektion Leopold« stadt, II., Taborstraßc 21a, halb 9 Uhr abends, wichtige} Mitgliederversammlung. Erscheinen Pflicht. — Sektion Pratcr, II., Klel.no Zufahrtstraße 166, halb 9 Uhr abends, Aiisschußsitzung. — Sektion VI/VIT, halb 9 Uhr abends, Cafe- Mariahilf, VI., Mariahilf erstraße 89 a, Vortrag Dr. Solomon Wolf. — Studentenklub, I., Werdertorgasse 14, halb 9 Uhr abends, Vortrag, anschließend wich« tige Besprechung. Erscheinen aller Kollegen Pflicht, Brith Hakan a i m Oesterreich. Voranzeige. Samstag, den 13. April 1935, im Festsaal des Hotel Continental Feier anläßlich des ersten Grüudungsjajhres de» Brith Hakanaim. Festrede: Oberbaurat Robert Stricker, Rabbiner Dr. I. Z. Kanner. Erstklassiges Minstlerlschcs Programm. Karten zu S 1.50 und 1.— in allen Bezirkssektionen der Judenstaatspartei. QesdkcUafoa&eHd Die Judenstaatspartei Oesterreichs veranstaltet Samstag, den 30. März, in den Fcstsälcn des Hotel Continental, II., Taborstraßc 4, einen Gesellschaft sabend mit Tanz. Aus dem Programm: Sevilla Pastor, Max Lichtcg^, Viktor Claudius, JÖsef Feuer, Julius Schwarz u. a. Erstklassige Jazr. Beginn 8 Uhr 30 abends. Entree S 2— (an der Abenditasso erhöht). Karten in allen Sektionen und bei Frau Paula Stricker, Tel. A-18-1-89. KREUZ-KINO I. WoHzeüe U., Tel. R-24-346 DER SCHRECKENSEXPRESS Vorstellungen: *t*M, ttto Der Tod des Dr* Gadi Ein Opfer akademischer Ha&enkrcuzler Wir haben über die jetzt mit besonderer Heftigkeit einsetzende antisemitische nationalsozialistische Agita^ tion an der deutschen Universität in Prag berichtetv Sic hat allzu rasch ein Opfer gefordert. Der an dier Uni*, versitätsklinik beschäftigte jüdischo Arzt Dp. Joscfi Gach hat sich vergiftet. Er wurde durch die anti-. semitischen Hakenkreuzler, wclcho die Prager Deutsche Universität, besonders die medizinische Fakultät und bei sonders die Klinik Prof. Schloff er s, beherrschen, ia den Tod getrieben. Wiederholt hat sich Dr. Gacfc über diese Hetze bitter beklagt. Zuletzt nahm sie die Fornt des offenen Boykotts an. Dieser Aktion fühlte sich Dr. Gach nicht gewachsen. Die letzten Worte, dio er mit rotem Bleistift auf ein Blatt Papier kurz vor Eintritt dea Todes schrieb, lauten: „Schloffcr und WenzeJ haben mich in den Tod gehetzt!" Dr. Gach, der im 32. Lebensjahr stand, war seit 7Va Jahren an der Klinik Schloffers tätig. Er war der; einzige an dieser Klinik tätigo Jude, der sich nur wegen seiner hohen klinischen Fähigkeiten dort halten konnte. An der Aktion gegen Dr. Gach beteiligte sich besonders der Assistent Dr, Wenzel, der bekannte? Führer der Hakenkreuzlcr. Wenzel berief eine Versamra- 1/ung der Acrzte gegen Gach ein, wo dio Versammelten eine Erklärung unterschrieben, des Inhalts, daß sie ca ablehnten, weiter mit Dr, Gach zusammenzuarbeiten. Daraufhin erklärte Prof. Schloffer Dr. Gach> er könne ihn nicht mehr in seiner Klinik beschäftigen, Gachs Selbstmord war die Folge. Der Fall hat großes Aufsehen erregt und wird ü> der Presse viel besprochen. Die zionistische „Selbstwehr" teilt mit, daß Dr. Gach Z i o n i a t und alter Herr der jüdischen Halle war. Das Blatt des Außenminister Benesch „Ccske Slovo" schreibt: „Das Schicksal des unglücklichen Arztes wird nicht ohne Echo, Untersuchung und Folgen bleiben. Man kann nicht zulassen, daß ein Staatsbürger nur deshalb terrorisiert und gehetzt wird, weil er jüdischer Abstammung ist" — „NärodnJ Osvobozcnl" schreibt: „Die Zustände auf der Prager Deutschen Universität, auf die der Selbstmord des Doktor Gach Licht geworfen hat, verdienen die Aufmerksamkeit der Aemter, der Regierung und der Allgemeinheit. Im Falle Dr. Gach handelt es sich um Delikte gegen das Schutzgesetz der Republik." Bezeichnend ist d<ie Haltung der „deutsch-liberalen" Presse. Sie ist bemüht, den Fall zu vertuschen, so das von Juden geschriebene und erhaltene „Prager TagblaU"» welches den antisemitischen Charakter des Falles offene •icbUitfft MBtorOrüeJitt

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