Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 9 (1935)
- Issue
- Heft 445 (8.3.1935)
- Date
- 1935-03-08
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit© 4 DIB NEUE WELT Nr. 445 13 x BERGMANN. I »■■■■■■■■^■■■■■■■■■■■■^■■■■■■■MB^^^^^^^BM RABEÜSTEiea HIMWELPFOWTe. B 'KÖLLMERHOFU. I SÄMTLICHE AftTlKlL IN WÜSCHl UND WIRK WAREN SPOTTBI LLI Q I FOhrand In ET ER NA-Hemden (tan 6'flO mifw.) Das Reiht auf Jiddi'sdt Wir haben berichtet, daß kürzlich in New York eine Liga zum Schutz des Rechts auf Jiddisch in Palästina gegründet wurde. Die Bestrebungen dieser Liga gehen dahin, Jiddisch in Palästina als gleichberechtigt neben Hebräisch einzuführen, sind also identisch mit den Tendenzen, die das kürzlich eingegangene jiddische Organ der linken Poale-Zion Palästinas, „Naje Welt" vertreten hat. Den Mitgliedern der Liga gehören bekannte Schriftsteller New Yorks an, hauptsächlich Mitarbeiter linksgeij^teten, fast kommunistischer Zeitungen und ZeflÄiriften. Man wird sich erinnern, daß in Palästina von Zeit zu Zeit eine Diskussion um Jiddisch ausbricht, die bisweilen in Tätlichkeiten ausartet. Bei näherer Betrachtung der Sachlage erkennt man, daß es hier nicht allein um das sprachliche Element und Gefühlsgut geht, das immer noch in jiddischer Sprache lebt und vermittelt werden soll, sondern um die Propagierung politischer Parolen durch das Instrument der jiddischen Sprache. Das Sprachliche an sich kann gewiß nicht das Um und Auf dieser Bestrebungen sein. Denn — wie die Entwicklung sich nun einmal anläßt — die jiddische Sprache ist zwar heute noch das Verständigungsmittel vieler Millionen Juden in der Galuth, aber im Begriffe, dem Neuhebräischen, der Sprache der nationalen Jugend, zu weichen, die Palästina aufbauen will. Wir sprechen hier weder vom philologischen noch vom ästhetischen Wert oder Unwert des Jiddisch. Uns geht es um tiefere Dinge: Palästina hebräisiert sich. Es lehnt Galutherscheinungen mit all ihren Reizen und ihren Schwächen ab. Hebräisch ist in Palästina Verkehrs-, Bildungs-, Zeitungssprache, ist zum nationalen Einheitsfaktor geworden, etwas Selstverständliches, etwas, das keine Skepzis mehr verträgt. Hebräisch wurde in Palästina schon das äußere Zeichen national-kultureller Geschlossenheit, ein Zustand, der seine Existenz eben dem Lebenswillen des jüdischen Volkes verdankt. Es ist also widersinnig und im Widerspruch mit den zionistischen Aspirationen, die jiddische Galuthsprache in Palästina beheimaten zu wollen oder gar dieser Sprache wegen Spannungen heraufzubeschwören, dies umso mehr, als hier der Begriff Jiddisch sich leicht mit dem Begriff jiddischistisch, antizionistisch, kommunistisch identifizieren läßt, wie uns einzelne Erfahrungen lehren. Wesentlich zum Beispiel ist, daß die Vorkämpfer des Rechts auf Jiddisch einer Anschauung huldigen, die den Bruch mit der i Tradition als Voraussetzung für ihr Wirken ansieht. | Die Gefährlichkeit solcher Bestrebungen beginnt allmählich verstanden zu werden. So schreibt z. B. Doktor M. Helfman in der „Ostjüdischen Zeitung": „Der palästinensische Jischuw hat immer den großen Wert des Jiddisch als Faktor des jüdischen Lebens im Galuth geschätzt. In dieser Sprache hat der Zionismus das Judentum aufgerufen und ruft es noch heute zum neuen Leben in Versammlungen, die allenthalben in der Welt abgehalten werden und durch Zeitungen, die in der ganzen Welt erscheinen. Jede positive Arbeit zugunsten von Jiddisch in Amerika und Osteuropa kann bei jedem aufrichtigen Zlonisten nur Freude hervorrufen. Es kann keine Rede vom Haß der Zionisten gegen Jiddisch sein, mit Ausnahme vielleicht von vereinzelten Personen, denn dieser Haß gegen Jiddisch ist gewöhnlich ein Produkt der Assimilation. Aber eine Sache ist Jiddisch, eine ganz andere ist aggressive Gruppe von Jiddischisten, die wegen eigener Parteikaprizen um jeden Preis die Grundlagen des großen hebräischen Kulturwerkes, welches in Palästina mit so viel Liebe und Hingabe geschaffen wurde, untergraben wollen." Und im New-Yorker „Vorwärts", dem Blatt der jiddischen Sozialdemokraten, schreibt Dr. A. Ginzburg: „Die jiddischiste Literatur und Kultur ist nur solange ein Teil der großen alten jüdischen Literatur, als sie in nächster Berührung zu ihr steht, so lange sie sich nicht als etwas Selbständiges und Unabhängiges betrachtet. Wenn der Faden zwischen dieser und jener gerissen ist, wird die jiddischiste Literatur eine Art neues Gewächs, ein junges und schwaches Gewächs, das der Ganzheit des Volkes als eines einheitlichen Organismus nicht« anhaben kann. Die jiddischiste Kultur und Literatur, zumindest in Sowjetrußland, sucht sich von der alten jüdischen Kultur und Literatur loszulösen. Das Alte wird verspottet und in den Kot gezerrt, weil es als „R e 11 g i o n" angesehen wird .. Wenn also jiddische Schriftsteller Amerikas sich das Recht auf Jiddisch in Palästina erkämpfen wollen, so bedeutet das unter den gegebenen Umständen für das hebräische Palästina ein* Provokation, allerdings eine aussichtslose. Das heutige Palästina braucht um sein hebräisches Gut nicht besorgt zu sein. Es ist tief in den Herzen der überwiegenden Majorität verankert. Und die jiddiche Bewegung kompromittiert sich schon dadurch, daß sie zum Jiddischismus, also zum antinationalen, antizionistischen, antireligiösen Bolschewismus hinüberschielt. Eröffnung des Judenstaatshelmes in Leoben. Am 25. Februar fand in Gegenwart de« Leiters des Provirizsp.kretariatf» Dr. Felix Klug die Eröffnung dea neuen Heimen tier Judenataatspartei (Bezirksgruppe Leoben) statt. Das Heim befindet »ich im Gasthof ..Zur Stadt Graz". Durchreisende Geninnungspenossen sind eingeladen. Dem Ausschuß der Bezirks- ©rganisation gehören die Herren Kultusvorsteher Popper, Hugo Friedler, Reitmaan und Max aa. Aus aller Welt Für den jtidfcdien Weltkongreß Aus New York: Die Union rumänischer Juden in Amerika hat auf ihrer soeben in New York abgehaltenen Jahreskonferenz beschlossen, aus dem American Jewish Committee wegen dessen ablehnender Haltung gegenüber dem Gedanken des Jüdischen Weltkongresses auszutreten. m einer vom Präsidenten der Union, Leo W o 1 fs o n, verlesenen und mit Beifall aufgenommenen Erklärung wurden der Präsident des American Jewish Committee, Dr. Cyrus Adler, und die Vizepräsidenten James Marshall, Sohn von Louis Marshall, und Richter Joseph M. Proskauer wegen ihrer Haltung in der Frage des Jüdischen Weltkongresses und der jüdischen nationalen Idee scharf kritisiert. In einer zweiten Erklärung wird der Gedanke des Jüdischen Weltkongresses begrüßt. Andere Resoutionen sprachen Billigung der nationalen Aspirationen der Juden in Palästina und die Fortsetzung des Anti-Nazi-Boykotts in Amerika aus. Leo Wo 1 f s o n wurde zum Präsidenten, Bennett E. Siegelstein zum Vorsitzenden des Advisory Committee wiedergewählt. Oeffentlichkeitsrecht der Chedarim in Polen anerkannt Aus Warschau: Wie der Jüdischen Telegraphen- Agentur seitens der Bildungsorganisation „Höre b" der Agudas Jisroel mitgeteilt wird, sind die Verhandlungen, die der Abgeordnete Minzberg betreffend die öffentlich-rechtliche Anerkennung der Chedarim mit dem Kultusministerium geführt hat, erfolgreich zum Abschluß gekommen. Damit ist die Frage der Anerkennung des religiösen Schulwerks, die im letzten Jahr die religiöse Judenheit Polens dauernd in Spannung gehalten hat, endgültig in positivem Sinn entschieden worden. Die Chedarim gelten von nun an als Schulen, durch deren Besuch die allgemeine Schulpflicht erfüllt wird. Ihre Zeugnisse sind denjenigen der öffentlichen Schulen gleichwertig. Die amerikanisch-jüdischen Bauern Aus New York (J. T. A.): Auf der 55. Jahresversammlung der Gesellschaft jüdischer Bauern Amerikas erklärte Gabriel Davidson, der Direktor des Verbandes, trotz der Depression verbleiben die jüdischen Bauern auf ihrem Boden. Mehr als 17.000 jüdische junge Leute haben durch die Gesellschaft Farmarbeit zugeteilt bekommen. Neue Farmen wurden in den letzten 17 Jahren für 1350 jüdische Familien eingerichtet. Nur fürs Au«land! Aus Berlin: Der „Völkische Beobacht e r" und die übrige nationalsozialistische Presse bringen die für das Ausland bestimmte Leipziger Rede des Reichsbankpräsidenten und kommissarischen Reichswirtschaftsministers Dr. Schacht unter Auslassung jener Stelle, in der Schacht ausführte, daß der Nazismus nicht unterschiedlos jeden Juden vernichten will und daß Mißgriffe vergängliches Beiwerk seien. — Auch der Teil der — ebenfalls für das Ausland bestimmt gewesenen — Rede des Berliner Staatskommissärs L i pp e r t, wonach die Juden sich wirtschaflich frei betätigen dürfen, wurde von der N-azipresse weggelassen. Filme der Wodie (Nach den Herstellungsländern zusammengestellt) Oesterreich: Letzte Liebe — Ball im Savoy •— (Arierparagraph): Vorstadtvariete (mit Oskar Sima). Italien: Schwarzhemden. Amerika: Skandale 1935 — Kiss and Make up — Alkohol — Liliom — Whoope. — Tarzan und sein Kamerad (Kreuz-Kino). Rußland: Tscheljuskin. England: Ich war Spion (Conrad Veidt). Deutschland (Arierparagraph): Barcarole — Der Vielgeliebte — Sieg des Herzens — Charleys Tante — Winternachtstraum — Der Mann mit Tempo — Therese Krones. Polen: Kreuzweg einer Liebe. Alf werden und jung bleiben möchte jeder. So schwieriß es scheint, es ist dennoch leicht erreichbar durch ständige, aorgsame Körperpflege. Ein hervorragendes Mittel dazu ist DIANA- Franzbranntwein mit Menthol Massagen (Einreibungen) mit Diana-Franzbranntwein et füllen mit verjüngender Kraft. Ebenso wertvoll zur Mund« und Haarpflege. Und dabei sehr billig. Nehmen Sie nur Diana und weisen ^ie wertlose Nachahmunpeti energisch zurück. Ueberau e r hü 111 1 c hl HiodetetidU Neue Pariser Modelle In einem schönen, unter Denkmalschutz stehenden Palast befindet sich seit vielen Jahren in erstklassiger Hutsalon unter dem bestrenommierten Namen: Klein- Aufricht. Die Nachfolgerin, Prau Hausmann, ist Bildhauerin, was ihrem jetzigen Berufe sicherlich Zugute kommt. Soeben aus Paris zurückgekehrt, zeigt sie uns die neuesten Elitemodelle und die interessanten eigenen Schöpfungen, Ballbuntal, Lackpanama, Racello, Florentinerstroh und den Clou der Saison: Mit Lack getupften Taft. Ein noch nie gesehener Hut Ist der schwarze, mit schottischen Seidenroleaux gearbeitete Doppelkremper. Einladung £ JS? gFfirrtK Klein-Aufriebt Nachf. Maria Gisela Hausmann I, Graben-Dorotheergasse 2 Neueste Pariser und eigene Schöpfungen / Tel. R-26-2-S5 Krupiulcs Jifbi!äufm*IModeii§diau In ganz großem Stile wird am 11. März, y2& Uhr abends, im großen Konzerthaussaal wie alljährlich zur Zelt der Wiener Messe Krupniks allumfassende, von künstlerischen und choreographischen Darbietungen begleitete Modenschau abgehalten werden. Es ist erstaunlich, wie zahlreiche Vormerkungen von Messebesuchern aus aller Herren Ländern zu dieser maßgebenden Vorführung des renommierten Modehauses eingelaufen sind. Ein besonderer Anlaß, die Feier des dreißigjährigen Bestandes des Riesenunternehmens, verleiht der diesjährigen großartigen Modeschau den Nimbus des unbestreitbaren, weithin sichtbaren Erfolges. Montag, den 11. März, V,8 Uhr, im f-roßen KONZERrHAUSSAALE KRUPNIIP Jubiläums denrevue Mitwirkung hervorragender Kunstkräfte Spezlal-Entfettanss-rlieder für starke Herren und Damen BDPYA '• Göttweihergasse 1, Tel. R-2I-8-27 •rCAH Kostenlose Beratung mmtmmmmmmammmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmammmmmmmmmmmm Judenstaaäspartei Oesterreichs Samstag, den 9. Marz, halb 9 Uhr abends, Sektion Prater, II., Kl. Zufahrtsstraße 166. Große Versammlung: Die Lage im Zionismus und die Judenstaatspartei. Referent: Dr. R. Rab inowitz (Kaunas, Litauen). Sonntag, den 10. März, halb 8 Uhr abends, Bezirksgruppe Leopol dstadt, II., Taborstraße 21a. Akademie mit Tanz. — Hebriiischkurse unter Leitung des Herrn Prof. Wiesen. Beginn der Kurse: Montag, den 11. März, um 8 Uhr abends für Anfänger und um 9 Uhr für Vorgeschrittene. Englischkurse sind in Vorbereitung, Anmeldungen täglich ab 7 Uhr abends im Sekretariat. II., Taborstraße 21a; der Lesesaal, in welchem alle jüdischen Zeitungen aufliegen, ist täglich ab 7 Uhr abends geöffnet, Montag, den 11. März, 8 Uhr abends, Zentralheim, I., Werdertorgasse 14, Frauenversamrnlung. Beginn des Zyklus ,,B i nführung der Frau in den politischen Zionismus" Referent: Oberbaurat Robert Stricker. Montag, den 11. März, halb 9 Uhr abends, Gruppe Brigittenau, XX., Heinzelmanngasse 20. Vortrag Dr. Georg Kirnel: Hygiene des Sehens. Dienstag, den 12. d., Uhr abds., Judenstaalsj u g e n d, XX., Heinzelmanngasse 20. Referent: Ch. Siegmund Hillmann. Dienstag, den 12. März, Judenstaatsjugend, IL. KI. Zufahrtstraße 166, halb 9 Uhr abends, Seminar für jüdische Geschichte. Referent: Viktor R o s c n f e 1 d. Dienstag, den 12. März, halb 9 Uhr abends, Judenstaatsjugend, II., Taborstraße 21a. Seminar für zionistische Geschichte. Referent: Josef F r ä n k e 1. Dienstag, den 12. März, halb 9 Uhr abends, Gruppe X1V/XV. Schanzstraße 32, Vortrag Fritz Richter. Mittwoch, den 13. März, halb 9 Uhr abends, Zentralheim, L, Werdertorgasse 14, Vortrag. Donnerstag, den 14. März, 8 Uhr abends, CafÄ „Goldener Engel", XXI., Am Spitz 2-3. Frei zugängliche Versammlung. Thema: Was geschieht mit den Juden? Referenten: Oberbaurat Robert Stricker und Fritz Richter. Brith Hak an n im — Bnei Barak. Der Bnei Barak teilt mit, daß Hospitantenaufnahmen nur jeden Dienstag von 9 bis halb 10 Uhr abends beim Ben-Barak Richard Hauben erfolgen können. Klubheim, II., Prater. Kl. Zufahrtstraße 166. Frauenorganisation der Judenstaatspartei „Deborah". Montag, den 4. Februar, fand unter regster Anteilnahme die konstituierende Versammlung der Frauenorganisation „Deborah" statt. Die neugewählte Leitung setzt sich wie folgt zusammen: Frau Paula Stricker (Obrn.), Frau Fanny K a t z, Frau Hilde K o h n (Vlzeobm.), Frau Dr. Lucy Offner (Sokr.), Frl. Mlmeles (Knssierin). Aus dem großzügigen ArbeitSDrogramm sei folgendes hervorgehoben: Ein vierwöchiger Zyklus „Einführung der Frau in die Ideologie des Judenstaatszionismus". Der erste Vortrag findet bereits Montag, den 11. März, um 8 Uhr abends, im Zent.ralheim, I., Werdertorgasse 14, statt. Referent: Oberbaurat Ing. Robert Stricker. Demnächst werden auch Kurse für weibliche H a r. hs c h a r a h eröffnet werden, so Wirtschaft«-. Koch- und Nähkurse. Besonderer Raum wird einer großzügigen Tozereth-Hanrez- Aktion eingeräumt werden, ebenso wird in Kürze eine intensive Werbeaktion durchgeführt. Die judenstaatlerische Fmucnorganisation „Deborah" ruft alle verantwortungsbewußten jüdischen Frauen und Mädchen zur Mitarbeit auf. Anmeldungen jeden Mittwoch Im Sekretariat der „Deborah", I., Werdertorgasse 14, zwischen halb 8 und halb 9 Uhr abends. Provinz. Die auf der Landeskonferenz gewählte Parteileitung hat die Provinzarbeit bereits in vollem Umfang aufgenommen. Tm. Sinne unseres Programme* sehen wir darin nicht eine Arbeit für die Partei, sondern vielmehr eine Arbeit für die Juden in der Provinz — Stärkung des jüdischen Zusammenhaltcns, des jüdischen Geistes und des nationalen Gefühls der auf exponierton Posten lebenden Juden ist unser Ziel. Wir fordern unsere Gesinnungsgenossen in der Provinz nochmals auf, sich zwecks Intensivierung der Arbeit mit dem hieau geschaffenen Provinssekretarlat (Anschrift: Dr. Felix Klug, Graz, Murgasse 14) umgehend in Verbindung zu setzen. Nachstehend bringen wir Berichte aus unserer Tätigkeitsperiode: GrUndung der Bezirksgruppe Oberes Murtal. Sonntag, den 26. Februar, wurde in Judenburg die GrUndung der Bezlrksgmppe Oberen Murtal der Judenstaatspartei vollzogen. In einer überaus zahlreich besuchten Versammlung hielt der Leiter des Provinzsokretariats Dr. Felix Klug ein ausführliches Referat über Weg und Ziel der Judenstaatspartei, das begeisterte Aufnahme fand. In der hierauf stattgefundenen Konstituierung wurde Kommerzialrat Franz B e n e d e k zum Obmann gewählt; ferner: Norbert Bauernfreund, Obmannstellvertreter (Knlttelfeld); Arnold Kiesel, Schriftführer (Judenburg); Frl Erika Gottlieb, Schriftführerstellvertreterin (Judenburg): Karl Zucker, Kassler (Judenburg):, L. H. Lachtnger, Kassierstellver* treter (Judenburg); Beisitzer: Lachinger, Frau Gottlieb. FrlM Poeamentler und Adolf Gottlleb.