Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 9 (1935)
- Issue
- Heft 441 (22.2.1935)
- Date
- 1935-02-22
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 DIE NEUE WELT Nr. 441 13 x BERGMANN, I. RABEHSTEiaa HIMWELPFORTa. 8 KÖLLN CRN Oft). I SÄMTLICHE ARTIKEL IN WÄSCflE UND wirk WÄREN SPOTTBI LLI Q! Fahrend In ETERMA-Hemden (von 6*80 aufw.) 1 Judensfaatsparfei Oesterreichs Versammlungen: Montag, den 25. Februar, halb 9 Uhr abends, Cafe ..Goldener Engel", XXI., Am Spitz 2. Große Versammlung; „Was geschieht mit den Juden?" Referenten: Oberbaurat Ing. Robert Stricker und Fritz Richter. Montag, den 25, Februar, halb 9 Uhr abends, Bezirksgruppe Leopoldstsdt, II., Taborstraße 21a, Vortrag Dr. Norbert Hoffmann: ..Zionismus und internationale Bewegungen." M o ijt i a g, den 25, Februar, halb 9 Uhr abends, Gruppe Brigittenau, XX.. Heinzelmanngasse 20, Vortrag David Nebenzahl: Völkerbund und Minoritätenrecht. D i e n s t a g. den 26. Februar, halb 9 Uhr abends. Gruppe XIV-XV. XV., Schanzstraße 32. Vortrag Doktor Georg Kimel: Hygiene des Sehens. Dienstag, den 26 Februar, halb 9 Uhr abends, Judenstaatsjugend, II., Kleine Zufahrtstraße 166, Seminar für jüdische Geschichte. Vortragender Viktor R o s e n f e 1 d. Dienstag, den 26. Februar, halb 9 Uhr abends, Judenstaatsjugend. II., Taborstraße 21a, Seminar für zionistische Geschichte. Vortragender Josef Frankel. Dienstag, den 26. Februar, halb 9 Uhr abends, Judenstaatsjugend, XX., Heinzelnianngasse 20, Vortrag 5fng. Zoltän: Berufsumschichtung der Juden. Mittwoch, den 27. Februar, halb 9 Uhr abends. Zentralheim. I., W^rdetorgasse 14, Vortrag. Mittwoch, den 27. Februar, 8 Uhr abends, Sektion X. Mitgliederversammlung im Heim, X., Humboldtgasse 25. Veranstaltungen: Samstag, den 23. Februar, halb 9 Uhr abends, II., Kleine Zufahrtstraße 166. Helmabend mit Tanz. Sonntag, den 24. Februar, 6 Uhr nachmittags, XV., Schanzstraße 32, Heimabend. Mitwirkend Frau Dr. Pia Klein. Sonntag, den 24. Februar, halb 9 Uhr abends, Bezirksgruppe Leopoldstadt, II., Taborstraße 21a, Heimabend mit Tanz. Kleiner Regiebeitrag. Gruppe P rater, II., Kl. Zufahrtstraße 166, veranstaltet einen Turnkurs für Damen und Kinder, und zwar jeden Mittwoch von 5 bis halb 7 Uhr für Kinder und von halb 8 bis halb 9 Uhr abends für Damen. Anmeldungen dortselbst. Hebräisch-Kurse Die Bezirksgruppe Leopoldstadt, II., Taborstraße 21a, hat den bekannten Hebraisten Prof essor Wiesen für ihre Hebräischkurse gewonnen. Die Kurse für Anfänger und Vorgeschrittene beginnen nächste Woche. Anmeldungen ehestens im Sekretariat. Geringer Kursbeitrag.— Bezirksgruppe Prater, II., Kl. Zufahrtsstraße 166. Der Hebräischkurs steht unter Leitung des Herrn Rabbiner Dr. I. Z. Kanner. Anmeldungen im Sekretariat. — Bezirksgruppe XIII-XV, XV., Schanzstraße 32. Ein neuer Hebräischkurs begann vor kurzem. Anmeldungen bei den Kursstunden, Donnerstag halb 8 Uhr abends, beim Leiter Rabbiner Dr. I. Z. Kanner. — Bezirksgruppe Brigittenau, XX., Heinzelmanngasse 20. Der Hebräischkurs findet wöchentlich Donnerstag von halb 8 Uhr bis halb 9 Uhr im Sektionsheim statt. Anmeldungen beim Leiter, Herrn Lehrer Schneider. — Zen'tralheira, I., Werdertorgasse 14. Kursstunden Montag halb 8 bis halb 9 Uhr, für Anfänger, halb 9 bis halb 10 Uhr für Vorgeschrittene. Leiter Dr. I. Z. Kanner. An die Gesinnungsgenossen in der österreichischen Provinz! Die zionistische Bewegung ist auf Abwege geraten. Klasse n kam pierische Ideologie auf der einen Seite, unwürdiges Spielen mit dem Gedanken der Zertrümmerung der von Herzl geschaffenen Weltorganisation auf der anderen Seite, Untätigkeit und Zerfahrenheit in der Mitte verhindern eine gedeihliche Arbeit und die unbedingt notwendige Zusammenfassung aller nationalen Kräfte. Den Weg des reinen, von keinem Kompromiß getrübten Herzischen Zionismus geht nur die Judenstaatspartei, um deren Programm sich die bewährtesten Zionisten scharen. Nach den überaus großen Erfolgen, die die Arbeit der Judenstaatsbewegung in Wien aufzuweisen hat, gehen wir nunmehr daran, unsere Organisation auch in der österreichischen Provinz auszubauen. Wir halten es für unsere zionistische Pflicht, den von uns vertretenen Gedanken des Herzischen Judenstaatszionismus in alle Judensiedlungen zu tragen und Uberall Stützpunkte der Judenstaatspartei und des Brith Hakanalm, unserer Jugendbewegung, zu schaffen. Für die organisatorische Erfassung der Juden in der österreichischen Provinz haben wir ein eigenes Provi nzsekretari at mit dem Sitze In Graz eingerichtet. Wir richten an alle Gesinnungsgenossen in der Provinz den dringenden Appell, sich umgehend mit dem Provinzsekretariat zwecks Intensivierung der weiteren Arbelt ins Einvernehmen zu setzen. Es ist Pflicht Jedes Gesinnungsgenossen, sich für die Arbeit der Judenstaatspartei zur Verfügung zu stellen. Oesterreichisches Provinzsekretariat der Juden- Rtaat«*pf,rtei. - Adm.se: Dr. Felix Klug, Verteidiger In Strafsachen, Graz, Murgasse 14. * Judenburg. Sonntag, den 24. Februar, Vortrag des Herrn Dr. Felix Klug (Graz). Seit 15 Jahren bin ich auf Gasthauaküche angewiesen. Da ich gleich vielen anderen Feinschmeckern die Erfahrung gemacht hatte, daß die Küche des Restaurateurs W. Spritzer bei zeitgemäßen Preisen besonders schmackhaft und verläßlich ist, bin ich Herrn W. Spritzer als Gast im .,National" und dann bei seiner Uebersiedlung ins „Stefanie" treu geblieben. Jetzt bin ich Herrn Spritzer in die Hammer-Purgstall-Gasse 7 gefolgt, wo er das ehemalige Restaurant Zollner führt, und bin nach wie vor mit derguten und abwechslungsreichen Küche außerordentlich, zufrieden, S, R. Zum Hungerstreik m Akko Gegen Kaution freigelassen Aus Jerusalem: 17. Februar. Der Chefsekretär der Palästina-Regierung, John Hathorn Hall, hat dem Waad Leumi (Jüdischer Nationalrat) mitgeteilt, daß die wegen illegaler Einwanderung im Gefängnis von Akko festgehaltenen etwa 10 0 jungen Juden, die vor einigen Tagen zum Protest gegen die Fortsetzung der Haft In den Hungerstreik getreten sind, auf freien Fuß gesetzt werden sollen, falls zwei Bürgen mit einem Betrag von je 100 Pfund für jeden Gefangenen dafür Garantie leisten, daß die Beschuldigten sich zwei Monate lang zur Verfügung der Polizei halten und sich jederzeit, wenn die« verlangt wird, bei der Pohcei melden. Zu dieser Regelung habe der High Commlssioner Sir Arthur Wauchope seine Zustimmung erteilt. Der Waad Leumi hat eine Haifaer Delegation beauftragt, sich nach Akko zu begeben, um die im Hungerstreik befindlichen jüdischen Gefangenen von der Entscheidung der Regierung in Kenntnis zu setzen und sie aufzufordern, den Streik aufzugeben und sich bis zur Regelung der Kautionsangelegenheit zu gedulden. Der Gesundheitszustand der Gefangenen, die seit mehreren Tagen hungern, ist bedenklich. Fünf Häftlinge sind ernstlich erkrankt. Andere halten sich dadurch aufrecht, daß sie Mundspüiungon vornehmen — der Hungerstreik wurde bekanntlich durch Verweigerung der Wasseraufnahme verschärft —; alle ihnen gereichten Speisen werden jedoch von den Gefangenen zum Fenster hinausgeworfen. Aus Jerusalem, 18. Februar: Die etwa hundert im Gefängnis von Akko in den Hungerstreik getretenen jungen Juden haben sich anfangs trotz Aufforderung seitens des Waad Leumi geweigert, den Hungerstreik abzubrechen; sie erklärten, sie hegen Mißtrauen gegen die Arrangements der Regierung. Erst nachdem der Vorsitzende des Waad Leumi, Ben Z w i, ihnen mehrere Stunden zugeredet hatte, entschlossen sie sich, mit dem Streik aufzuhören und ein, Mahl zu sich zu nehmen. Der Gesundheitszustand der Gefangenen ist im allgemeinen ein guter, die früher erkrankten haben sich inzwischen erholt. Der Waad Leumi führt die Aktion zur Herbeischaffung der Kautionssummen mit vollem Nachdruck und hofft, schon am Montag, den 18. Februar, die Summen für die ersten zwanzig Häftlinge, die Restsumme in den nächsten Tagen aufzubringen. üaiästika zu PURIM zur M AKKABIADE zu PESSACH und . ~ iMentliuie Abfahrten durch C&nfuZ&S J/ttitS IX, Spitalgasse 3, Tel. B-42-5-38 Der Hungerstreik vor dem englischen Parlament Aus London: Oberst Josiah Wedgwood richtete im Unterhaus an den Kolonienminister die Frage, ob er Mitteilungen über den Hungerstreik jüdischer Einwanderer Im Gefängnis zu Akko In Palästina zu machen habe. Kolonienminister Sir Cunliffe-Llster erwiderte: Ein mir vom High Commissioner aus Jerusalem gesandter Bericht stellt fest: 68 Juden, die wegen i 1legaler Einwanderung im Gefängnis zu Akko untergebracht wurden, haben nach der Abendmahlzelt am 12. Februar erldärt, daß sie als Protest gegen ihre Gefangenhaltung auch nach Erlöschen der ihnen vom Gericht auferlegten Strafen in den Hungerstreik treten. Der Generalinspektor der Polizei hatte in Ausübung seines Amtes eine Ausweisungsorder gegen jeden der Häftlinge erlassen, woraufhin der High Commlssioner Haftbefehle erließ, die für die Zelt nach Abbüßung der Gerichtsverfahren gelten, damit alle Formalitäten in Zusammenhang mit der Ausweisung erledigt werden können. Das ist eino normale Amtshandlung in allen Fällen illegaler Einwanderung. Uebrlgens waren bei Ausbruch des Hungerstreiks die Gerichtsstrafen in zwölf Fällen noch nicht ganz verbüßt, in den Übrigen sechsundfünfzig Fällen waren Verhandlungen Uber die Landesverweisung im Gange. Obwohl Grund zu der Annahme Ist, daß die meisten, wenn nicht gar alle 88, verhafteten Juden nicht russischer Staatsangehörigkeit sind, behauptete jeder bei seiner Verhaftung, russischer Bürger zu sein, und gab einen falschen Namen und andere unrichtige Einzelholten bezüglich der Identität an, um, als Russe, nicht ausgewiesen zu werden. Pässe und andere Dokumente hatten die Verhafteten nicht. Die Polizei war genötigt, durch Agenten in Syrien, Griechenland und anderswo komplizierte Identität s n a c h f o r s c h u u g e n anzustellen. Bisher wurde die Nationalität in 40 Fällen ermittelt: Es handelt sich zumeist um Polen, doch sind auch einige Ungarn und Tschechoslowaken dabei. Die Konsuln dieser Länder in Palästina wurden ersucht, IlticUreiseerleich- SpBzial-miedersaion BETTY PEXAÄ Wien I, qttttwlhargo»«« 1 (Ecke SpiegelKaase). Tel. R-21-8-27 Neuer Miedersdiniti Die allerletzte Linie der Fregoll-OKomblnation (mit neuem Magenansatz) verbirgt — ohne Zuhilfenahme von Fischbein und Planehetten — eine zu starke Büste, beziehungsweise formt und verkleinert Ble; der Bußen achwacher Damen dagegen wird zu schöner Form gebracht. Die Form ihres Körpers kann sich übrigens jede Dame durch Schnüren selbst gestalten. Auch die BJntfettungamlecjer haben ihre eigene Note durch Frau Pexa erhalten. Eine Spezialität ihres Salon« sind SportgUrtel und, nach, Maß gearbeitete wasche. terungen in beschleunigtem Verfahren zu gewähren. Di© Nachforschungen zur Feststellung der Nationalität In den restlichen Fällen dauern an. Der High Commissioner hat Anweisung gegeben, daß jede der 68 Personen, deren Gerlchtsstrafe verbüßt ist, gegen eine Bürgschaft von je 100 Pfund freizulassen sei; vorausgesetzt, daß zwei unbescholtene BUrgen sich verpflichten, Ihn, falls die Polizei es fordert, gestellig zu machen oder zu beweisen, daß er bereits das Land verlassen hat. Nach Kenntnisnahme dieser Anweisung haben die Gefangenen am Nachmittag des 14. Februar den Hungerstreik abgebrochen. Die Streikenden wurden vom Gefängnisarzb untersucht und alle für gesund befunden, mit Ausnahmo von zweien, die In die Krankenabteilung Überführt wurden, aber bereits wieder entlassen sinö. Auf die Frago Wedgtvoods, wlo lange der Kolonienminister diese unglücklichen Juden In Palästina? Im Gefängnis zu halten gedenkt, erwiderte Sir Cunliffe- Llster, illegale Einwanderung verstoße gegen das palästinensische Gesetz; es Hege Im Interesse der Sicherung der Einwanderung für die dazu Berechtigten, daß da» Gesetz respektiert werde. Wedgwood fragte, ob der Minister wisse, daß diosö Praxis der Einkerkerung von Flüchtlingen, die den europäischen Höllen entflohen sind, dem Ansehen Englands nicht nützen könne. Der Speaker ließ dio Frage nicht zu und es wurde keine Antwort erteilt. Aus Bulgarien Deklaration des Ministerpräsidenten Der bulgarische Ministerpräsident General Z 1 a t e f t empfing eine Abordnung des Zentralkonsistoriums der Juden Bulgariens, bestehend aus dem Präsidenten des Konsistoriums, Haim F a r c h i, dem Vizepräsidenten Dr. Nissim L e w y und dem Mitglied des Konsistoriums, Jac Pardof f. Dio Abordnung überbrachte dem neuen Regierungschef die besten Glückwünsche der bulgarischen Juden und sprach dabei die Hoffnung aus, daß die neue Regierung Bulgariens die stetige und traditionelle Politik Bulgariens gegenüber den Juden, namentlich hinsichtlich ihrer Gleichberechtigung, fortsetzen werde. Ministerpräsident General ZIateff gab daraufhin in* Namen der Regierung die folgende Erklärung ab: „Die jetzige Regierung Bulgariens hält unbedingt an der Politik der Gleichberechtigung gegenüber den Juden und gegenüber allen anderen Minderheiten fest; sie will gerne diese seit Bestehen Bulgariens befolgte Politik weiterhin in Geltung lassen. Die Regierung sieht in den Juden durchaus loyale und gleichwertige Bürger. Er, der Ministerpräsident selbst, hab die Juden während seines mehrjährigen Dienstes kennen und schätzen gelernt, er weiß, daß die Juden alle Pflichten und Lasten im Frieden wie im Kriege genau wie alle anderen bulgarischen Bürger tragen. Besonders hervorzuheben sind die ehrliche Pflichterfüllung und die Opfer der Juden in den letzten Kriegen, die Bulgarie» hat führen müssen. Es bestehen absolut keine Gründe für eine unterschiedliche Behandlung der Juden Bulgariens. Wir leben hier, sagte der Minister, wie Brüder, wena wir auch verschiedenen Religionen angehören." Ministerpräsident General ZIateff gab seiner vollen Zufriedenheit darüber Ausdruck, daß die nach P a 1 ästinaübersiedeltenbulgarischenJuden ihre gut loyalen Gefühle gegenüber Bulgarien bewahrt haben. Es war für ihn eine besondere Freude, zu erfahren, wie warm bulgarische Palästina-Reisende seitens der bulgarischen Juden in Palästina empfangen wurden. Mit Freude vernehme er von den Leistungen der Juden in Palästina und insbesondere von dem guten Ruf, den die bulgarischen Juden dort als bescheidene und tüchtige* Arbeiter genießen. Den Präsidenten des Konsistoriums, Haim Farchi, der sich in diesen Tagen nach Palästina begibt, um die Bedingungen für die Gründung einer neuen Kolonie bulgarischer Juden zu untersuchen, bat der Ministerpräsident, dem Judentum in Palästina und speziell den bulgarischen Juden dort seine besten Grüße zu Übermitteln. Der Ministerpräsident sprach die Hoffnung aus, daß die bulgarischen Juden im jüdischen Vaterland die alte bulgarische Heimat nicht vergessen und auch in Zukunft für die Entwicklung der kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Bulgarien und Palästina tätig sein werden. Koscher-Küche für jüdische Arbeitslose Der Garnisonschef der bulgarischen Provinzstadt Haskowo hat für die Arbeitslosen unentgeltliche Küchen eingerichtet. Für die jüdischen Arbeitslosen, deren Zahl in Haskowo über 150 beträgt, hat er eine spezielle Küche, in der rituell gekocht wird, einrichten lassen. Die Odol Vertriebs-Gesellschaft m. b. H. schreibt uns: In Ihrer Nummer vom 11. Dezember 1934 hatten Sie eine Mitteilung der Jüdischen Telegraphen-Agentur übernommen, wonach die Odoi Vertriebs-Gesellschaft m. b. H., die auch den Vertrieb von Eg-Gü innehat, sämtliche jüdischen Angestellten entlassen haben soll. Auf Grund der Ihnen übermittelten Liste der Angestellten können Sie sich überzeugen, daß wir eine größere Anzahl jüdischer Angestellter — zirka 16 Prozent unseres gesamten Beamtenstandes — beschäftigen, — Wir übermitteln Ihnen auch den Widerruf der Jüdischen Telegraphen-Agentur in London, die sich auf Grund der eingeholten Informationen zu diesem entschlossen hat. Unsere Firma hat mit antisemitischen Tendenzen nichts gemein. Wir beschäftigen Angestellte, die anständig und tüchtig sind; hierbei kommen nationale oder konfessionelle Moment© nicht Uk Betracht.