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Die neue Welt · 1935-02-01 · Heft 435 (1.2.1935) · page 5

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Journal
Die neue Welt
Volume
9 (1935)
Issue
Heft 435 (1.2.1935)
Date
1935-02-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 435 DIE NEUE WET/T Seite 5 , warnt*. * # im Haushalt von Zehntau senden Wiener Juden zu FESSACH immer wieder mt „StimiM-HUumtk" und Schmidls Mazzoth-Gricß sowie Mazzoth-Farvel verwendet werden? weil JeimM-HumotU" die unter streng orthodoxer Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbiner Babad erzeugt werden, den verwöhntesten Ansprüchen genügen und den nebenstehenden ZEHN OEBOl'EN entsprechen. Vcztatitycn SU. die neue, betmdecs scfanacüUafte SpecUahnacke ,H. 5/ U% allen Qesck&ß&H! ZENTRALE: N. BRODETZKY Iii Leopoldagasse 43, Tel. A-40-0-90, A-60-2.63, A-48-4-48 Die 10 Gebole: »Sshmidl - Maroth" 1. Sind seit mehr als 10 Jahren beliebt. 2. Haben einen besonders feinen Geschmack! 3. Sind sehr leicht verdaulich und bekömmlich. 4. Werden nur aus den feinsten Mehlen erzeugt. ij. Sind hygienisch und in Kaschruth einwandfrei! 6. Werden nach einem besonderen Verfahren hergestellt. 7. Werden in peinlichst reinen Räumen erzeugt! 8. Von Facharbeitern, deren Sauberkeit überwacht: 9. Der erstklassige Fachmann und Fabrikant N. Brodetzky. 10. Schmidl-Mazzoth sind garantiert frisch (Erzeugung 1935). Achten Sie im eigenen Interesse bei Einkauf von Mazzoth-Grieß besonders auf die Marke „Schmidt"! Plan der Ein§diränkiiiKt des Palästina?Importes Oeserreich, Tschechoslowakei usw. würden ihren Absatz in Palästina verlieren Von Dr. J. Adler (Tel-Awiw) Wir haben wiederholt darauf hingewiesen, daß der große, immer wachsende Export Oesterreichs nach Palästina bedroht ist, weil Oesterreich fast gar keine Waren aus Palästina bezieht. Der nachstehende Artikel unseres palästinensischen Mitarbeiters hebt die Gefahr für die österreichische Wirtschaft besonders hervor. Der Jaffaer Beschluß des „Cpmmittee on Agricultural Economics and Marketing" vom 10. Dezember 1934, der Regierung einschneidende Einschränkungen unseres Imports zu empfehlen, hat in allen Bevölkerungskreisen Palästinas ein starkes Echo gefunden, ohne daß man sich bereits überall der vollen Tragweite der empfohlenen Maßnahme bewußt geworden wäre. Es ist von aktuellem Interesse, die zu erwartende Auswirkung einer derartigen Importbegrenz'ung nach statistischer Methode zu untersuchen. Wie bekannt, wird von dem Komitee, das zu den permanenten „Advisery bodies" der Palästina-Regierung zählt, also ein. offizieller Sachverständigen- Beirat aus Kreisen der jüdischen wie arabischen Bevölkerung ist, in der erwähnten. Resolution empfohlen, die Einfuhr Palästinas aus jedem Lande auf das Dreifache der Summe zu limitieren, die der Export Palästinas nach dem betreffenden Lande erreicht. Diese Regelung — von der man glaubt, daß sie dem Artikel 18 des Palästina-Mandats nicht widerspricht — soll im Laufe von 1935 in Kraft treten, wobei die Import-Quoten nach dem Maßstab der palästinensischen Exportwerte von 1934 berechnet werden sollen. Da Palästinas Export für das volle Jahr 1934 noch nicht zu übersehen ist und da die bereits bekannten Resultate Land Großbritannien Deutschland . . . Syrien-Libanon . . Aegypten .... Britische Kolonien Holland ... . Rumänien . . . Dänemark . . . Schweden . . . Frankreich . . . U. S. A. . . . . Norwegen . , . Polen ..... Italien . » , . . Belgien .... für das erste Halbjahr 1934 infolge des Saisoncharakters unserer Ausfuhr keine geeignete Vergleichsbasis abgeben, so müssen wir uns auf die Zahlen für das Jahr 1933 stützen, um die Auswirkungen der beabsichtigten Importrestriktion auf unseren Außenhandel abzuschätzen. Die nachstehende Tabelle nennt die wichtigsten Absatzländer unserer Warenausfuhr („General Merchan- Szöke Szskall mit Mary Losseff, Otto Wallburg, Hans Wengraf Regie: Kurt Gerrpn Imperiai-Kino, I. Kammet lichtsp eie Schwarzenbergplatz, I. Löwen-Kino, III. Musitc: Paul Abraham Wienzeile-Kino, VI. Maria-Theresien-Kino, VII. Flieger-Kino, IX. Theater-Kmo, XVII. Monopol: Huschak & Co. dise Exports") mit der dazugehörigen Exportsumme, weiterhin unseren Import aus dem betreffenden Lande, erstens welche Höhe er tatsächlich 1933 erreichte und zweitens welche Importquoten bewilligt worden wären, wenn Palästina die Restriktion bereits für das Jahr 1934, also auf Grund unseres Exports von 1933, in Kraft gesetzt hätte. Schließlich werden die Abweichungen zwischen dem tatsächlichen Import von 1933 und der in angegebener Weise konstruierten Importquote mitgeteilt. Sämtliqhe Zahlen lauten auf Pfund. Palästinas Palästinas Importquote Abweichung zwisc) Export 1933 Import 1933 auf Basis Import 1933 und dorthin von dorther 1933 Importquote 1,559.496 1,949.936 4,678.488 +2,728.552 373.749 1,193.303 1,121.247 — 72.056 212.982 942.663 638.946 — 303.717 71.962 1,208.227 215.886 — 992.341 60.613 452.087 181.839 — 270.248 53.853 117.900 161.559 + 43.659 40.620 581.635 121.860 — 459.775 37.485 74.191 112.455 + 38.264 25.265 122.213 75.795 — 46.418 21.922 459.575 65.766 — 393.609 21.415 838.774 64.245 — 774.529 16.284 17.626 48.852 + 31.226 15.122 289.718 45.366 — 244.352 14.312 357.022 42.936 — 314.086 9.801 346.740 29.403 — 317.337 Eine namhafte Ausdehnüng ihres Palästina-Geschäfts würden also die Exporteure Großbritanniens, Hollands, Dänemarks und Norwegens erfahren; der deutsche Export nach Palästina würde relativ keine wesentliche Veränderung erleiden; alle anderen obengenannten Länder würden auf einen erheblichen ON KOCH TTTOT^W x HAIfA 7$ ifV^t.^Jä fjty*IVÄMS!'Ü-^äWtejilÄ^vl Hermon Street ^^^m^mm^: haus ERSTEN RANGES MODERNE ZIMMER MIT FLIESSENDEM WASSER GEPFLE GTE KOSCHERE KÜCHE MÄSSIGE PREISE TELEPHON 1067 Teil ihres Warenabsatzes nach Palästina verzichten müssen — es sei denn, daß sie sich freiwillig entschließen, ihren eigenen Bezug palästinensischer Erzeugnisse, in erster Linie also unserer Orangen, entsprechend zu erhöhen. Das ist nämlich an dem Vorschlag besonders bemerkenswert, daß er nicht etwa unabänderliche, feste Kontingente vorsieht, sondern nur eine relative Quotierung, | wodurch jedes Land in die Lage kommt, selber zu be- | stimmen, wieviel es nach Palästina absetzen will, vor- I ausgesetzt, daß es seinen Einkauf an Palästina-Produkten | demgemäß einrichtet. Da bekannt ist, daß im Jahre 1934 der Import Palästinas noch bedeutend gestiegen ist (von 11,1 auf mindestens rund 15 Millionen LP.) und auf der anderen Seite zahlreiche Länder ihren Import von Palästina-Waren neuen empfindlichen Einschränkungen unterworfen haben, so würde eine Tabelle obiger Art, nach den Außenhandels-Resultaten von 1934 aufgestellt, noch drastischere Folgen einer palästinensischen Restriktionspolitik erkennen lassen. Wie unsere Zusammenstellung zeigt, würden verschiedene Länder, die heute zu den wichtigsten Lieferanten Palästinas zählen, selber aber bisher leider nur sehr wenig von Palästina kauften, aus der Liste unserer Bezugsländer nahezu verschwinden, wie z. B. Oesterreich, die Tschechoslowakei, die Sowjetunion, Bulgarien, die Türkei und Japan. Was Japan betrifft, so .sei bemerkt, daß am 24. März 1935 Japans Mitgliedschaft im Völkerbund und damit sein Moistbegiinstigungsanspruch in Palästina nach Ablauf der zweijährigen Kündigungsfrist endgültig erlischt, so daß seino Waren beliebigen palästinensischen Import-Restriktionon unterworfen worden können bis zum hundertprozentigen Einfuhrverbot. Ob und inwieweit die Palästina-Regierung und das Colonial Office sich den Vorschlag der palästinensischen Sachverständigen zu eigen machen werden, entzieht sich natürlich heute noch unserer Kenntnis. Doch erscheint uns bereits die „moralische" Auswirkung wichtig, daß Länder, die gern möglichst viel nach Palästina exportieren, jedoch nur möglichst wenig aus Palästina importieren möchten, durch die Nachricht von dem palästinensischen Komitee-Beschluß darüber belehrt werden, daß unser Land handelspolitisch keineswegs so wehrlos ist, wie „draußen" anscheinend manche glauben. Die Beite Israel in Indien Aus Bombay (J.-T.-A.-Brifdienst): Die im Oktober 1934 eingeweihte Synagoge der Bene Israel in Achmedabad wurde von dem Gouverneur von Bombay, Lord Brabourne, besucht, dem bei dieser Gelegenheit eine prächtig ausgestattete Denkschrift mit der Geschichte der 14.000 Seelen umfassenden Gemeinde der Bene Israel im Regierungsbezirk Bombay überreicht wurde. In der Denkschrift wird auf die Ueberlieferung hingewiesen, wonach die Bene Israel als letzte Ueberlebende der Bevölkerung des Reiches Israel vor 2000 Jahren bei N o w g a n, 18 Kilometer südlich von Bombay, gelandet seien. In ihrem Adoptivvaterland hätten sie sich besonders dem Heeresdienst gewidmet und viele hätten hohe Stellungen in der englischen Armee erlangt. Viele hervorragende Offiziere aus den Reihen der Bene Israel hätten an dem Feldzug gegen Sultan Tipu teilgenommen. Besondere Dienste hätten sie im indischen Aufstand geleistet. Durch die Einwirkung von Offizieren der Bene Israel seien mehrere Regimenter davon abgehalten worden, sich den Meuterern anzuschließen. An allen militärischen Expeditionen außerhalb Indiens hätten die Bene Israel ebenfalls teilgenommen. Nunmehr aber werde ihre militärische Laufbahn durch die neue Bestimmung eingeschränkt, daß bei jeder Konfession nur 2 Offiziere auf je 100 Mann entfallen dürfen. Damit werde den Bene Israel, die sich zum Handel ganz und gar nicht eignen, der wichtigste Beruf verschlossen. Zum Schluß wird in der Denkschrift an den Gouverneur die Bitte gerichtet, bis zur gesetzlichen Regelung der Vertretung in öffentlichen Körperschaften den Bene Israel je einen Sitz im Gesetzgebenden Rat von Bombay und im Stadtrat voa Achmedabad zuzuteilen. Der Gouverneur dankte für die ihm in Anwesenheit zahlreicher jüdischer und nichtjüdischer Pestgäste zuteil gewordene feierliche Begrüßung, erklärte sich jedoch außerstande, den Wunsch nach einer eigenen Vertretung der Bene Israel in den öffentlichen Körperschaften zu erfüllen. Es gebe in Achmedabad zahlreiche Minderheitsgemeinden, die weder im Stadtrat noch im Gesetzgebenden Rat eine besondere Vertretung besäßen. Jüdisch-kultureller Elternbund. Vortrag am Dienstag, den 5. Februar, 8 Uhr abends, Wien. XVIII., Weimarerstraße 7. Vortragende: Professor Moses Rath über „Probleme der jüdischen Erziehung" und Professor Dr. K. Kupfer über „Das jüdische Kind in der Schule". JAFFA Orangen und Grape fruit Saftig — Ohne Kerne — Ideales Aroma —- Bei Handel und Pu» blikumgleicherv weise beliebt

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