Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 9 (1935)
- Issue
- Heft 429 (11.1.1935)
- Date
- 1935-01-11
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. m . DIE NEUE WÄLT Seite T Eine jüdische Volkskunstschule Alexander tyatins „Werk, Seit einiger Zeit hält sich in Wien ein Mann auf, der schon vor Jahren die Notwendigkeit erkannte, auch: dem arbeitenden Menschen, dem Tagesarbeiter, die Möglichkeit künstlerischer Betätigung und Entfaltung zu geben. Dieser Mann, ein aus Rußland stammender jüdischer Maier namens Alesander Watin, führte seine Idee l> v a k t i s c h durch, indem er unter großen persönlichen Opfern vor zehn Jahren .eine Zeichen-., und Malschule für Werktätige in Dresden gründete. Das nationalsozialistische Regime machte sein Weiterbleiben in Deutschland unmöglich und so erschien Watin nach längerem Schweizer Aufenthalt in Wien, wo er eine 'Wiederaufnahme seiner kulturellen Tätigkeit erhofft. Die Grundlage der Watinschen Schule für den Arbeiter, bzw. für das Volk, besteht in folgender Einsicht: Der Arbeiter bedarf nach Verlassen seiner Arbeitsstätte der Ablenkung und Erholung vom harten Arbcitsleben. Di*s findet er am besten in einer Schule, die ihm das höhere Gefühl des Schaffens, Schauens und Denkens gibt, in einer Schule also, wo er unter Anleitung die in ihm schlummernden künstlerischen Kräfte anwenden und zur Gestaltung steigern kar.n. Diese „Kunstschule" soll den Arbeiter nicht zum Künstler erziehen. Sie soll ihm nicht nach einer gewissen Lehrzeit den Ehrgeiz, ein Künstler zu sein, einpflanzen. Im Gegenteil: es geht nicht um Ku n s t, sondern um Erziehung. Die Schule soll den Arbeiter dazu erziehen, daß er das Sinnvolle und Wesentliche im Leben erkenne. Es gibt keine bessere und würdigere Ablenkung, keine edlere und gediegenere Zerstreuung als die Beschäftigung mit künstlerischen Dingen. Wieviele haben sich von den Klängen der Musik, von der Vorführung eines Schauspieles, vom Lesen eines Dichterwerkes gefangennahmen, lassen, waren ergriffen von der ausstrahlenden Machjc der Kunst! Um wieviel höher wird dieses Gefühl des Ergriffenseins, wenn der Mensch selbst seine Erlebnisse, sein Berufsleben gestaltet — nicht um Ruhm oder materielle Vorteile zu. ernten, sondern um sieh selbst die freien Stunden zu verschönern! * ■ " Di6.' Völkskunstschule, dir- Alexander "Watin; 'der große Idealist, der kunstgläubigo Mensch, wieciererrichten will, soll den arbeitenden Mensehen aufnehmen. Sie soll ihn erziehen, nicht ein neues Kunstprolctariat schaffen. Sie soll ihn lehren, schöpferisch fähig machen. Sie soll,ihn lehren, das Lebendige vorn t7n lebendigen, das Gesunde <v.ohi Krankhaften, das'Echte vom Unechten, zu unterscheiden. Es ist ein Dienst am Volk, wie er wertvoller Und tiefgehender nicht gedacht werden kann. Alexander Watin, der in Dresden die. größten EJrfplgc aufzuweisen, hatte, schwebt vor, die Volkskunst-' schule,im jüdischen Palästina zu errichten! Dort,, wo eine junge Generation mit den Noten des Tages kämpft und' sich in den freien Stunden extrem-politischen Spannungen hingibt, Wäre .solch eine Schule ein sittliche Angelegenheit .höchsten Ernstes. Eine kulturelle Volkserziehung würde all die schlimmen Erscheinungen des politische«»' und sozialen Lebens in den Hintergrund drängen und den besten und reinsten Instinkten Platz machen. Sie würde das oft enge, Gesichtsfeld erweitern und zu genauerer Kenntnis der Dinge, zu höherem Verantwortungsgefühl verhelfen.. Sie würde "schließlich --' und das tut im heutigen Palästina, not — das Handwerk zu Ehren bringen und die Einsicht für dessen Unentbehrlichkeit für ein gesundes, nationales Leben wecken. Es ist,ein reiches Programm, das Alexander Watin in seiner W,erkschule für Volkskunst und. Völkskultür zusammenfaßt. Der erste Schritt zu dessen Verwirklichung Wäre eine,. „Gesellschaft für die Förderung der \VoLjj:akun8;ts.ch.ule Watin". Das . jüdische Wien wird . .auf, diese Anregung zu antworten tiaben. Ebenso .Auch, das jüdische t Palästina.. . . . o. r. ' Lese- und Rcdclialle jüdischer Hochschüler. Samstag, den 12. .Tänner, um 8 Uhr abends, spricht Herr Dr. Leo Goldhammer über „Eindrücke von meiner .Palästina-Reise" in unserem Lokal. IX,, Türkensiraße 9, III. Stiege. Gaste herzlich ■willkommen! Dienstag, den 15.: Jahner, spricht um 8 Uhr abends in tinsarem Lokal Herr Dr. Osk. Grünbaum über „Lösung der Fartcienfrage im Zionismus". Gäste herzlich -willkommen! . Richard Bcer-IIoffmann liest aus eigenen gedruckten und ungedruckten Werken am Samstag, den 19. Jänner 1935( um 8 Uhr abends, im Festsaal der Industrie, I., Rehwarzenbergplatz <J.: Das Relrrerträgnisdieser- Veranstaltung fliefjt' den Wizo-Instituten in Palaalina zu. Karten'im Sekretariat der- Wizo. L, Schottenrfng 25, täglich, außer Sarestag. von 11 bix 1 und 3 bis 8 Uhr abends. . . Sonderfahrten Wien—Malta Uber, den Landweg. Das Oesterreichische Verkehrsbüro teilt mit: Die fahrplanteehniseheh und die übrigen Vorarbeiten für die Sonderfahrten .mit Bahn nach' Palästina. über den Landweg sind zur Gänze in befriedigendem fünrie abgeschlossen. Die noch zum Teil bestehenden Paß*, ausr lamliachen Devisen- und Einreiseschwierigkeiteh machten neuerliche Verhandlungen mit den zustandigen Stellen notwendig, so daß sich das Oesterreichische Verkehrsbüro, welches, mit der roi.HOtecbnischen Durchführung der Sonderfahrten betraut . ist,, veranlaßt glichen hat, die nächsten Sonderzüge in Zusammenarbeit mit. dem Komitee für „Palästina-Fahrten" erst im Monat Marz zu. rühren, bis zu welchem Termine auch die letaten .Hindernisse beseitigt sein werden. Für jene Teilnehmer, welche die Sonderfahrten als Touristen mitmachen, stehen verbilligte Aufenthaltsprogramme für Palästina zur Verfügung. Demnächst gelangen ausführliche Mitteilungsblätter mit Fahrplan für tour-retour und näheren Bestimmungen zur Ausgabe, die bei der Zentrale und den Zweigstellen des Oe3terreichischen Verkehrsbüros im In- und A.us-; land .erhältlich sind. Histadruth Iwrith, II.. Kl. Mohrengasse 3. Samstag, den- 12. d. M., 8 Uhr abends, Vortrag des Herrn Dr. J. Schächter Uber: Chidusche Filosofiu. — S e m i n a r e d e r H istad r u t h: Bi'>.lik-Seminar, Samstag, den 12. d. M., halb' 6 Uhr abends fWHhringerstraße 6-8). Leiter: Dr. Tartakower. Paralleles Bialik- Sornhiar, 6 Uhr abends, II., Kl. Mohrengasse 3. Bibel-Seminar, 7 Uhr abends. Leiter: Prof. Gelernter. Rambam-Seminar, Mittwoch, den 15. d. M„ 8 Uhr abends. Leiter: Rabb.' Zucker/ — Kinus hamorim Haivrlm der Histadruth findet Sonntag, den Vi. d. M., 8 Uhr abends, II., Kl. Mohrengasse 3, statt. Vortragender: Prof. Gelernter. Erscheinen Pflicht! Jüdischer AngcstclHenverband „Emunah" (I., Biberstraße Nr. 17). Samstag, den, 12. d. M.. 8 Uhr abends, Vortrag des Herrn Dr. Emil Pfeffer: „Ursachen und Zweck der jüdischen Kolonisation." Güste willkommen. Sonntag, den 13. d. M., 7 Uhr abends: Geselligkeitsabend mit Tanz. Montag und Donnerst o.g. von-8 bis 9 Uhr abends: Hebräischkurs für Vorgeschrittene. Mittwoch, von halb 9 bis 10 Uhr: Franzbsjschkurs für Vorgeschrittene. Dienstag, von 7. bis halb 9 Uhr: EngHschkurs für Anfänger, und von halb 9 bis 10 Uhr abends: Englischkur3 für Vorgeschrittene. Donnerstag, 8 Uhr abends. Vortrag: Verkaufstechnik und Reklame. Montag, den M. d. M., 3'Uhr nachmittags: Eröffung unserer Tngesheimatütte.. Auszeichnung. Der Stadtachulrat für Wien hat der in - weiten Kreisen bekannten städtischen Religionslehrerin Johanna F e I s n e r anläßlich ihrer Versetzung in den dauernden Ruhestand, für ihren .besonderen' Fleiß und für ihr erfolgreiches W i r k e n, die A nerkenuung ausgesprochen. Frau Lehrerin Felsner hat insbesondere auf dem Gebiete des Hilfsschulwesens hervorragend gewirkt. Die Hakoah mit allen ihren Zwei a; vereinen und Sektionen veranstaltet am 25. März 1935 eine gemeinsame Fahrt Ihrer Mitglieder zu den Makkabi-Kampfspiclen in Palilsl t i ri a.' Ihre "Mitglieder genießen den Vorzug, das zu' diesem'" Zweck nötige-Touristen-Visum ohne Erlag der sonst .vorgeschriebenen "Kaution und sonstigen Schwierigkeiten zu. erhalten. .Die Abwicklung; des Reisep'rögramms' hät 'die Wiener Vertretung der , MakkablrAbteUung des .Palestine und . Orient Lloyd in Paris das Reisebüro City. Wien, 1.." Kohlmarkt 8, übernommen. Dbrtselbst - und im Klubheim der Hakoah, Wien"; i..-Wiedingerstraße U. .wer-., den jeden Vormittag die nötigen Auskünfte erteilt. ' | .....Ehr .jüdischer Kühstier. 'Sei't'"kur"z6m -hält. "sich:. I der bekannte Landschaftsmaler und. Porträtist Josef j ScJ£i*?.a£t% tjlr seine- Studienzeit;' in ParisYverb£aihle£ j in Wien auf. fjrbßzügig. 'in der' 'Komposition'/" kräftig in I der Farbe, weiß: er das Charakteristische der' Landschaft und - desmenschlichen,- Antlitzes herauszuarbeiten.. JJnte'r seinen., Gemäldenfallen, insbesondere - ein. M o s e 's Und;' Landschaften von Jaffa und vont "Gardasee .auf. - '-...:' Jüdische Kuliurstelle IL, Aspernbrückengasse 3 (R-')8^2-9i); :Zwei'gsfeilen: VL, Loquaiplatz 11 (B->20^0-81), IX.. Wahringerstraße 48 (ft.-14-400). Bürozeit: 9 bis 17 Uhr (Samstag 0 bis 13 Uhr).-' Den Mitgliedern stehen ermäßigte- Karten in. alle Theater.Vv^ieps zur Verfügung. Koneertöv Sz}getti.,14. Jänr nerV'M. K~ SV'Meister der Operette (Richard Tauber,'- Josef" Schmidt, Növotna, Lehar, Kaiman, Öskär'Straüs) 22. Jänner G. M. S. ^~ Unsereim Vorjahr so erfolgreich aufgenommenen sonntäglichen-Führungen, die durch die Feiertage unterbrochen waren, werden Sonntag, den 20. "Jänner, wieder aufgenommen. " Jüdische Kümtlerspaele II, Praterstraße 34 .'„•--■ '. ';^'y\S.BviUa,Pa8tor---rTr.Erna Siegler.. "•"■uäg, den 11. d. M., Lustspielpremiere „i> u «.* i z-- w a h'v'iiUf Frau Sevilla: P a s t 6 r in der Rolle des Bar-Mizwah-. Buched. Sametäg, den 12. d. M-. ..Bai'-Mizwah",. Sonntag, den 13. d: -M.,' nachmittag«',« bei ermäßigten Preisen, ';,Bar-MJ?wah'V Sonntag, den 13« d. M., abends,- „Bar-Mizwah", Montag, den 14. d. M., , .Neger In" (Sondervorstellung), Dienstag, -den. 15. d.. M.. „Hulje. Kapzen", Mittwoch, den 16. d. M.vBar- Mizwah", Donnerstag den 17.. d. M.fj ..Bajazzoliebe". r Das Gastspiel Sevilla.P a s t o r gehört zu den erfreulichen1 Erscheinuhgert der Wiöner jüdischen Bühne, die in dieser Künst- I lerin eine erstklassige Darstellerin der jungen jüdischen Figuren ' gefunden hat,"Delikat im Spiel, zart in der Charakterisi-eTdng,• .,- versteht sie-4as amerikanische Vaudeville zu veredeln. Nach.einer lange« Reihe von. Operetten wird. Frau Pastor, gemeinsam .mit Erna Siegler Und den Herren 'Nachbar, Munjo Pastor -und/. Kossowsky demnächst in öiner nationalen P a 1 äs tina-Revufe zu sehen" sein. " . . . . Fußballklub Hakoah veranstaltet Montag, den 14;; d. M,. halb 9 Uhr, in den Jüdischen KUnstlerspielen eine Sondervorstellung der Operette „Die Negerin" mit Sevilla Pastor in der Hauptrolle. Karten von 1.20 bis 3 Schilling im Sekretariat des Fußballklubs „Hakoah", I.. Franz-Josefs-Kai 7-9, Tel. R^25-4-97, erhältlich. : Im Wiener Reinhold-Veriag erschien soeben eine Broschüre „Oestcrreleh}sche Politik im XIX. und X^X. Jahrhundert'', die den Minister a. D. Dr. Heinrich. Ma ta j a zum Verfasser hat. Mataja ist von seiner langjährigen politischen Tätigkeit her, die ihn aus der FUhrer- . ^amitür der chrisUirhsozialen Partei in die höchsten Staatsstellungen brachte, als ausgezeichneter Ktnner der ,alt- und neuösterreichischen Innen- und Außenpolitik, als brillanter Redner und Schriftsteller bek mnt< Seihe intime Kenntnis der politischen Ereignisse vor und- Hinter Jen Kulissen befähigen ihn in hohem Maße zu der -Aufgabe, mit dtr er sich hier in die erste Reihe jener Historiker stellt, die zurn praktischen Zweck einer österreichischen Politik eine grundsätzliche Revision der österreichischen Geschichtsauffassung anstrefc.n. Die Schrift dos Eundpsministers "M ist geoiguet, in v;eitesten Kroi^ -n Aufsehen zu erre;m. Ihre Formnli-ringen werden in der politischen Drr;f« der nächsten Monate wahrschpaihch in aller Munde 6.in und kein politisch in♦srer-gierte- L-c&er 'wird, es verabsäumen, «ich von Matajaüber die österreichische Politik im XIX und XX. Jahrhundert, unterrichten zu lassen. — Das Buch kostet " 1.80. Antwort an Frofff.sor Severin OriJI. In einer Studie ,.D 3 r Tal tri u d u n d Schulchan Artich" hat Prof. Grill heftige Angriffe gegen das Judentum und sein Schrifttum gerichtet. Er hat.damit der antijüdischen Bewegung vergiftete Waffen in die Hand gedrückt. Unter dem Titel „Einige Fragen" hat nun Rabbiner Dr. Benjamin Murmelstein eine Schrift, verfaßt, welche in tiefgründiger, wissenschaftlicher und doch allgemeinverständlicher Form die Haltlosigkeit der Angriiie Prof. Grills Punkt für Punkt aufdeckt. Die Schrift, welche jedem Juden das Mittel in die Hand gibt, Verleumdungen seines Volkes und Glaubens zu entkräften, verdient das Interesse aller, die an der Judenfrage interessiert sind. Predig*/-"? i<? den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den .Jänner, werden bei den um 4.15 Uhr beginnenden / dgottesdiensten in nachbenannten Gemeindeurd B-cirkssynagogen Predngten abgehalten, und zv:zr: XVIII, Schcperhaurrrtraf.se 3f) (Rabbiner Dr. A Z. Schwarz); XIX., Dollinergasse 3 (Rabbiner. Dr. A.. Frankfurter); XXI., Holzmeistcrgasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann). — Samstag, den 12. Jänner, Schriiterklärungen: beim Vormittagsgottesdienst: I..' Seitenstettengassc 4 COberrabbiner Dr. D. Feuchtwang); XX., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr.. B. Murmelstein); beim Abendgottesdienst: XIII... Eitelbergergasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin). Israelitische Jugebdgottesdienste. 1. Jugendgottesdienst fü rVolks-, Haupt- und Mittelschüler (-Schülerinnen). Samstag, den 12. Jänner 1935, um 3 Uhr nachmittags, in allen Gemeinde- und Vereins-Synagogen. 2. Besondere Jugendgqttesdiens-te für Mittelschüler und -Schülerinnen für Unte.r.klassen im II-, IX". und XX'. Be- ■ zirke. Samstag, den'12. Jänner 1935, um-JfS-Uhr nachmittags, im Leopoldstädter Tempel, IL, Tempelgasse 5, und in den Vereins-Synagogen, IX., Müllnergasse 21, und . XX., Kluckgasse -11. 3. Gottesdienst für die t»eif ere - Mi.t.t e 1 sc'h u 1 ju g en d (I V. bi s V-TII. ' K1 ä s s e). Freitag, den 11". Jänner 1935, um: 6 Uhr abends, im Stadttempel, I.. Seitenstettengassc 4,.. Ansprache Prof. Dr. Manfred Papo über, das Thema: „Von Aegypten bis zur Gegenwart", Bannizwah-Kurs. Der Vorstand der Israelitischen ' Kultusgemeinde.Wien bringt zur. Kenntnis, daß die Einschreibungen für den zweiten Barmizwah-Kurs für Kinder mittelloser Eltern im Schuljähre 1934/35 Freitag, den. 11., und Freitag, den 18. Jänner 193 5, jedesmal von 2 bis? 3. Uhr nachmittags, im Lehrzimmer der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, L, Sqitenstettengasse 4, IV. Stock,, stattfinden. Der Unterricht findet jeden Freitag von'2 bis 4 Ühr nachmittägs in genannten Schullokal statt. Markus Engels Paulinen-Stiftung. Aus den Erträgnissen der obgenannten Stiftung gelangt der Betrag von S 5000.— an hilfsbedürfti ge Nachkommen der nachberiannten Geschwister des Herrn Markus Etigel zur Verteilung: Samuel Engel, Charlotte, geborene Engel, verehelichte (Adolf) Hirschfeld. Rosa, geborene Engel, verehelichte (Philipp) Blas. Bewerber und Bewerberinnen, welche den vorstehend angeführten Bestimmungen entsprechen, wollen ihre Gesuche bia spätestens 31. Jänner 1 9 3 5 an das Kuratorium der Markus Engels Paulinen-Stiftung, Wien. I.. Seitenstettengasse 2, übersenden. Den Gesuchen, welche detaillierte Angaben Uber alle für die Beurteilung der personlichen Verhältnisse der Gesuchsteller maßgebenden Umstände zu enthalten haben, sind anzuschließen: Das Geburtszeugnis, eine Lebensbestätigung, ein Mittellosigkeitszeugnis, ferner amtliche Dokumente, durch welche die Abstammung des Bewerbers oder der Bewerberin von dem obgenannten Bruder oder einer der obgenannten Schwestern des Herrn Markus Engel' nachgewiesen wird. - Julius-Engelberg-Ausstattungsstiftung. G e s a m t v e r 1 e i b u n g s b e t r a g: S «100.—. und zwar je ein Stiftplatz für eine in Lezajsk (Polen) und eine in Wien-geborene Bewerberin. Bewerbung s b e r e c h t i |t fiod: Anne, würdige, im Brautstand befindliche Mädchen, die in Wien oder Lezajsk geboren sind. GosuchabeiUg e n: Geburts-. schein, Armutszeugnis, Brautstandnachweis, riittenzeugnis. L e t zt e r Tag der Einreichungsfrist-. 15. Februar- 1935. Ein reich stelle: Wien, I., Seitenstettengasse 2. 1. Stock (Fürsorge-Zentrale). Bewerberinnen, w e r.cB'e sich vor , der Verleihung des S t i f t un g s b e t r a.g e s .verehelichen, verlieren die Bewerbung s be rech, tignng. — Zur Bewerbung sind Gesuchsbögen zu verwenden, welche in der. Einreichstelle (Fürsorge-Zentrale. Wien, I.. Seitenstettengasse 2, I. Stock) unentgeltlich ausgefolgt werden. Die Gesuchsbögen enthalten auch nähere, für.die Bewerberinnen wichtige Bestimmungen. ' ■ ■ . Damen-Stoff * SchnM?ctUih* Damen-Gummi- Schneeschuhe Gummi -Ueberstiefel