Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 9 (1935)
- Issue
- Heft 427
- Date
- 1935-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2711613-2712049-2712051--4811-2718342- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 6 DIE NEUE WEL1 Nr. 42? Tribüne Ein Ftvun<! unspros P'attos ürorsender uns nachstehende Einladung, die er a's Gewerbetreibender erhalten hat: Oesterreichischer Gewerbebund, Berufsorganisation der Vaterländischen Front. Ortsgruppe: Wien VIII, Tosefstadt Einladung ~u der am F-eitag. den 14. Dezember 1934, um S Uhr abends in Herrn Franz .1 a k e s z' Gastwirtschaft, Wien. VIII., Piaristengasse 50, stattfindenden V o 11 v e. r s a m m 1 u n g. Tagesordnung; 1. Begrüßung durch den Vorsitzenden. 2. Die „ständische Glieder.ing", Refer3nt: Dr. Anton W i d m a n n. Usw. leitung: Hans Morawer ni. p Schriftführer: Herrn. Schlich AchtungI Es wird dringe nachtscinkä. ufe nur bei bodenständigen, christlichen Geschäftsleuten zu besorgen! Für Ortsgruppen- Stadtgewerberat. Ost m. n. Kl ersucht, die W c i h- Der Gewerbebund hat mit dieser Einladung die Wege des „Arischen G?sehäft3\vei3ers" betreten. Sein Vorgehen steht im Gegensatz zu den wiederholt kundgegebenen Grundsätzen der Vaterländischen Front, welche die Vertretung aller österr?ichischen Bürger innehat. Weltkonferenz der Zionisten-Ilevisionisten in Krakau. Dienstag, den 8. .Tännei. wird in Krakau die sechste Wcltkonfcrcnz der Union der Zionisten-Revisionisten eröffnet. Mehrere hundert Delegierte aus all^n Teilen der Welt werden der Konferenz beiwohnen. Filme der Woche (Nach den Herstellungsländern zusammengestellt.) Oesterreich: Asew (Arierparagraph), Fahrt in die Jugend (Arierparagraph). Ein Stern fällt vom Himmel (Josef Schmidt», Ende schlecht — alles gut (Szöke Szakall). Ungarn: Peter (Franziska Gaal). Amerika: Abenteuer in Honolulu. L'ebe nach Koten, Mit dem Tod um die Wette (Kreuz-Kino). Eskimo, Prinzessin für 30 Tage. Deutschland (Aricrparagraph): Turandot, Der junge Baron Neuhaus, So endete eine Liebe, Hofball :.n St. Petersburg, Schimmelreiter, Per Gynt, Volldampf voraus. Realistische Sensationen im neuen Kieu/.-Kino-Fiim Der neue Kreuz-Kino-Film ..Mit dem Tod um die Wette", dessen Erstaufführung am 4. Jänner bevorsteht, zeigt den sympathischen Tim McCoy und die Schöne Sue Carol in einer atemraubenden Handlung, die eine Reihe von echten, ohne Tricks aufgenommenen Sensationen bringt, so einen furchtbaren Autozusammenstoß während eines grandiosen Rennens in Indianapolis, das mit eigens dafür konstruierten Wagen mit Tim McCoy und mehreren berühmten Rennfahrern am Volant unter Lebensgefahr gefahren wurde. Ein Wiener Szüku-Szakall-Gi'oßfilni In den Tobis-Sascha-Ateliers am Roöenhügel und in Sievering dreht jetzt die in Wien neugegründete Panta- Filmgesellschaft ihren ersten Film, ein Szöke-Szakall- Großlustspiel, das den Titel „Ich has.^' dich und lieb' dich" (Bretter, die die Welt bedeuten) führt. Die Hauptrollen des Films, den der bekannte Regisseur Kurt Gerron inszeniert, spielen Szöke Szakall, Mary Loseff, Hans Wengraf, Otto Wallburg, Iris Arlan, Pepi Glöckner. Annie Rosar, Elisabeth Markus. Hermann Blaß, Professor Arndt, Josef Danegger. Karl Ehmann, Hans Homrna, Leopold Kramer, A. E. Licho. J. Mylong-Münz, Anny Haitmann und Ernst Pröckl. Die Musik und Lieder .schreibt Paul Abraham. Manuskript: Karl Noti: Texte: Fritz Rotter; Kamera: Zoltan Vidor; Bauten: Artur Berger: Tonmeister: Birkhof er-Janeczka; Ton- und Bilclschnitt: Ladislaus Vidor; Aufnahmeleitung: Beyer-Gottlein. Jüdische Bühne, II., Praterstraße 60, Tel. R-43-4-59. Ab Freitag, den 4. Jänner 1935, halb 9 Uhr abends: „A Chassenc un Kle.sme r". Sonntag, den 6. Jänner 1935, halb 4 Uhr nachmittags: „A Chassene un K 1 e s m e r." Kantor Jnsef Feuer wurde von der Israelitischen Kultusgemeinde Wien zu einem Prohevortrag für Freitag, den 4. Jänner, und Samstag, den 5. Jänner, in den Turnertempel (Fünfhaus) eingeladen. Jüdische Kultursielle Zentrale: IT., Asnernbrückengasse 2, Telephon R-48-2-91; Zweigstellen: VI.,* Loquaiplatz 11, Telephon B-20-0-81; IX., Währinger.straße 48, Telephon A-14-400 Den Mitgliedern .stehen bedeutend ermäßigte Karten in allen Wiener Theatern zur Verfügung. Konzerte: 11. Jänner: Josef S z i g c t i; 14. Jänner: Desy Halban-Kurz: 22. Jänner: Richard Tauber, Jcsef Schmidt, Jarmila Xovotna, Emmerich Kaiman, Franz Lehär, Oskar Straus, Wiener Philharmoniker. (Alle an einem Abend!) Dem Andenken Dr. Hermann Kadiseh Zur Wiederkehr des ersten Todestages von D r. H c rm a n n K a d i s c h veranstalten seine Freunde und Verehrer am Montag, den 7. Jänner 1935, um 7.30 Uhv abends, eine Zusammenkunft zu einer Stunde v/eihevolien Gedenkens. Ort: Cafe Exzelsior, Rotcnturmstraßo 24. Jüdi§dte Witwe iliiilll'^Llll^iillll.llliiiiill.iPli!!!!^ sehr arbeitsam, mit zwei braven Kindern, bittet um Hausbesoruerposteu oder leeres Kabinett. Tüchtig in jeder Hausarbeit. Beste Referenzen voihanden. §♦ Höchberg/ XVf, Wurlitzergasse Nr. 11 >!!!i:.!lillWü!!!i!!!l!!!;!l!! Aus Polen Der „Jüdische Wirtschaftsausschuß" richtete einen ernsten Warnungsruf an die Regierung, im Hinblick auf das immer unerträglicher werdende Elend unter den jüdischen Massen schnelle Hilfe zu leisten. Der Regierung wurde ein detailliertes Memorandum hierüber mit Hilfsvorschlägen unterbreitet. Die Neuwahlen in den Städten der Provinz Wolhynien hatten zum Resultat, daß in allen den Städten, in denen bisher die jüdischen Minderheiten in der Verwaltung vertreten waren, die neuen Stadtverwaltungen jetzt j u d e n r e i n sind. Die Lodzer Handwerksk r m m e r hat ihre letzten zwei jüdischen Beamten entlassen und ist jetzt;udenrein. Gegen die Mühlen der jüdischen Firma L i pr c h i t z in der Stadt Ozarow, Kreis Lodz, wurden mehrere Bomben geschleudert, die die Gebäude der Mühlen und die Inneneinrichtung zu einem großen Teil zerstörten. Maschinen wurden unbrauchbar gemacht und Mehlsäcke explodierten. Am Tatorte und in der Umgebung entdeckte die Polizei Inschriften an Wänden und auf dem Pflaster, in denen eine polnische Jugendorganisation zu Boykott der Juden auffordert. Die ernste Lage der Juden in Polen hat die i ü d i-?chen Parlamentarier veranlaßt, nach Möglichkeit eine einheitliche parlamentarische Vertretung der polnischen Judenheit herbeizuführen. Es heißt, daß die der Regierungspartei angehörenden Abgeordneten der Agudas Jisroel grundsätzlich zu einem Zusammenschluß mit den im Jüdischen Klub vereinigten zionistischen Abgeordneten bereit sind. In dieser Angelegenheit sollen im Laufe der kommenden Woche Besprechungen zwischen dem Agudaführer Abgeordneten Rabbi Lewin und dem Vorsitzenden des Jüdischen Klubs. Abgeordneten Rabbiner Dr. Osias Thon, stattfinden. Ausweisung deutsch-jüdischer Flüchtlinge aus Frankreich Aus Paris: Das französische Auswärtige Amt erließ ein Zirkular an die Behörden, wonach die an Flüchtlinge aus Deutschland gewährten Durchreisevisen niefit weiter zu verlängern seien; dies bedeutet, daß eine große Zahl der Flüchtlinge, die mittels Durchreisevisen nach Frankreich gekommen waren, bald aus Frankreich ausgewiesen werden würden. Vorstellungen der jüdischen Organisationen bei der Regierung zugunsten der Flüchtlinge waren bisher ohne jeden Erfolg. Flüchtlinge, die Geschäftsunternehmungen begründeten, liquidieren Hals über Kopf. Vertrieben und zurückgeholt Aus Berlin (J. T. A.): Am 10. Jänner 1935 vollendet der Mathematiker und Ordinarius der B e rliner Universität, Prof. Isay S c h u r, sein 60. Lebensjahr. Isay Schur ist ein Algebraiker von Weltruf, der auf dem Gebiete der Zahlentheorien nicht nur Hervorragendes geleistet hat, sondern auch die allgemeine Anerkennung der mathematischen Wissenschaft genießt. Er wurde am 10. Jähner 1875 geboren, studierte in Berlin und promovierte an der Universität summa cum laude. Er habilitierte sich dann in Berlin als Privatdozent, ging 1913 als außerordentlicher Professor nach Bonn, wurde in eben dieser Eigenschaft 1917 nach Berlin berufen und 1919 zum ordentlichen Professor ernannt. Er ist ordentliches Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften, der Leipziger Akademie, sowie der Göttinger Gesellschaft der Wissenschaften. Nach dem Umschwung der politischen Verhältnisse wurde er zuerst beurlaubt, bald aber wieder geholt und doziert nach wie vor an der Berliner Universität. Von berufener Seite wird die Persönlichkeit des Jubilars folgendermaßen gewürdigt: Obgleich Schur das zurückhaltende Leben des Gelehrten nie aufgegeben hat, hat er doch stets das lebendigste Interesse für alle jüdischen Dinge bewahrt, das er als bestes Erbteil aus seinem frommen und hochangesehenen Elternhaus mitbekommen hat. Er ist seit Jahren Mitglied des Kuratoriums der Hochschule für Wissenschaft des Judentums und hat in diesem Amte ein segensreiches Wirken entfaltet. Hochgeehrt von seinen Schülern, war er stets ein Förderer nicht nur des mathematischen Nachwuchses, sondern auch der studentischen Jugend überhaupt. Die Organisation «1er jüdischen Angestellten in öffentlichen Diensten, die es während ihres nahezu 2Ujührigen Bestandes stets als ihre statutarische Pflicht erachtet hat, für die Wahrung und Hebung des Standesbewußtseins ihrer Mitglieder und deren sozialen und wirtschaftlichen Interessen einzutreten, erkennt auch angesichts der Erneuerung des staatlichen Lebens unseres österreichischen Vaterlandes den ihr damit neu gestellten Aufgabenkreis, In diesem Sinne richtet sie an die noch a I):;. e i t s stehenden Kollegen die Aufforderung, in ihre Reihen zu treten und das gedeihliche Wirken unserer Organisation zu fördern. Anfragen und Beitrittserklärungen sind an das Vorstandsmitglied Herrn P.-A.-Direktor Gustav K u I m I n, Wien, II.. Taborstraße 72, zu richten. Wiener Jüdisches Symphonieorchester des Bundes Jüdischer Frontsolduten Oesterreichs. Samstag, 12. Jänner, 8 Uhr abends, im Großen Konzerthaussaal I. S y m p h o n i e k o n z e r t. Dirigent: Dr. Kurt P a h 1 e n. Mitwirkend: Evi Wächter (Klavier). Programm: Karl Goldmark: Ouvertüre „Sakuntala"; Robert Schumann, Klavierkonzert a-moll; Peter I. Tschaikowsky: Symphonie Nr. 5. — Karten zum Preis von S 1.— bis 5.— an der Konzertkasse Dr. Hohenberg, I., Operngasse (Operngebäude), in der Bundeszentrale, I., Bräunerstraße 2, irn Probelokal des Orchesters, VI., Nelkengasse 6, jeden Mittwoch ab t> Uhr, bei allen B. O. G. und den Orchestermitgliedern. Hebräisch Sprechende mit schauspielerische in Talent werden gebeten, sich zwecks einer hebräischen Aufführung beim Hebrüischlehrerverband, II., Kleine Mohrengasse Ii. zu melden. Schriftlich an den Hebräischlehrervcrband, II., Kleine Mohrengaase 3. Zionistische Ortsgruppe Salzburg. ,,FUr jeden, der nach Palästina kommt, gibt es Brot!" war das Thema des Vortrages, den Herr Walter Schwarz, Obmann der Zionistischen Ortsgruppe Salzburg, am 29. Dezember v. J. im dichtgefüüten Saal des Hotels ..Habsburg'* hielt. Der Redner schilderte, ausgehend von der dominierenden Aufbauarbeit, die die nationalen Fonds, Keren-Kajemeth und Keren-Hajessod, leisten, die Möglichkeiten der Absiedlung und Einwanderung in Palästina. Die Fragen der Berufsschichtung, die ökonomischen Aussichten aller Berufsgattungen, Insbesondere die Möglichkeit der Ansiedlung als Landarbeiter, fanden klare und objektive Darstellung. Der Redner schloß mit dem Aufruf, den großen Sinn des Aufbauwerkes in Krez-Israel zu erkennen und die Anstrengungen des jüdischen Volkes für das jüdische Land zu fördern. Der Obmannstellvertreter der Ortsgruppe, Herr Rudolf O r n s t e i n, verband die Worte des Dankes mit den Glückwünschen anläßlich der fünfzigsten Wiederkehr des Geburtstages des Herrn Schwarz. Herr Daniel ßonyhadl überbrachte den Glückwunsch der jüdischen Gemeinde Salzburg und feierte Herrn Schwarz als den allzeit bereiten Fördere» des jüdischen Lebens unserer Stadt. Jüdischer Angestelltenverband Kmunuh, I., Biberstraße 17. Samstag, 5. Jänner, Vortrag des Herrn Rechtsanwalts Dr. Leopold G o 1 d h a m m e r: „Juden als Begründer moderner Industrie n." Beginn 8 Uhr abends. Giistc willkommen. Sonntag, 6. Jänner. Heimabend. Liedervorträge von Herrn Kantor Alexander Blank stein. Anschließend Tanz (Jazz). Beginn 8 Uhr abends. Gäste willkommen. Histadriith Iwrith, »II., Kleine Mohrengasse 3. Samstag, ii. .Jänner, 7 Uhr abends, im Heim, II., Kleine Mohrengasse 3, Vortrag des Herrn M. Ungerfeld. — Seminar der Hist ad t t Ja. Siuiiötag, 5. Jänner, Ü6 Uhr abends, Blalik Scmiirir SIEGM. KORNMEHL! GROSSFLEISCHHAUEREI I Zentrale: IX., Berggasso 19, Tel. A-17-5-99 u. A-16-9-54 | Lieferant für Heilanstalten f Abteilungen für v^-Fleisch! unter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats der Isr. Kultusgcmciiidc Wien ♦ Autozustellung kostenlos £ Ix. Berggasse 15 / XVIII., Währingersl?. 97 } »♦♦»♦♦♦♦»»♦♦♦»♦♦»♦♦♦»»♦♦♦♦♦»♦♦•♦M»MM»0»»»»*»»»»»»t (IX.. Währhmorstraßc <i;8). Leiter: Dr. Ch. Tartakowcr. K Uhr .nbends: Paralleles Biulik-Seminar in der Mohrengasse 3. 7 Uhr abends: Bibclseminar. Leiter: Professor Gelernter. Mittwoch. 9. Jänner. 8 Uhr abends: Rambam-Seminar. Leiter: Rabb. Zucker. Oueg Schabatli der Akiba. Freitag. 4. Jänner. '■_.>? Uhr r.honds. im Akiba-Heim. I.. Wiesingerstraße 3. Neupalästinensiscbr. Literatur, reichhaltiges Programm. Referat Uber Schimonowitz. Jüdische Jugendliche herzlich willkommen. — Es werden noch .Jugendliche in die Hobräischkurse der Akiba für Anfänger. Vorfr^schriitene und sehr Vorgeschrittene aufgenommen. Anmeldungen iäplich ab fi Uhr abends im Akiba-Heim: 1.. Wlesingerslraßc 3. Telephonische Auskünfte unter Nr. B-52-2-1U. Predigten in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 4. Jänner 1935, werden bei den um 4 Uhr 5 Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar": II., Tempelgasse 5, Oberrabbinor Dr. i. Taglicht; III., Untere Viaduktgasse 13, Rabbiner Dr. K. Kupfer; V., Siebenbrunnengasse 1 a, Rabbiner D;. M. G. Mehrer: VI., Schmalzhofgassc 3, Rabbiner Dr. J. Drobinsky; VIII., Neudeggergasse 12, Rabbiner Di. M. Bauer; IX., Müllnergasse 21, Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz; X., Humboldtgasse 27, Rabbiner Dr. A. Weiner; XIII., Eitelbergergasse 22, Rabbiner Dr. M. Lewin; XVI., Hubergasse 8, Rabbiner Dr. J. M. Bach; XIX., Dollinergassc 3, Rabbiner Dr. A. Frankfurter; XX., Kluckygassc Nr. 11, Rabbiner Dr. B. Murmelstein. — Samstag, den 5. Jänner 1935: Predigt beim Vormittagsgottesdienst: L, Seiten3tettengasse 4, Oberrabbiner Dr. D. Feuchtwang-. Schrifterklärungen: beim Vormittagsgottesdienst: XX., Kluckygafsc 11, Rabbiner Dr. B. Murmelstein; XXI., Holzmeistergasse 12, Rabbiner Dr. M. Rosenmann. Beim Abendgottesdienst: XLIL, Eitelbergergasse 22, Rabbiner Di. M. Lewin. israelitische rlugendgottesdienste. 1. Jugendgottesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler (-Schülerinnen). Samstag, den 5. Jänner 1935, um 3 Uhr nachmittags, in allen Gemeinde- und Vereinssynagogen. — 2. Besondere Jugendgett esdienste für Mittelschüler und -Schülerinnen für Unterklassen im II., IX. und XX. Bezirk. Samstag, den 5. Jänner 1935, um J/(5 Uhr nachmittags, im Leopoldstädter Tempel, II., Tempelgasse 5, und in den Vereinssynagogen, IX., Müllnergasse 21, und XX., Kluckygasse 11. Adolf und Julie Marcelline Mautner von Murkhufschc Stiftungen für Wiener Waisenkinder Verliehen werden: Je ein Stiftplatz fi S 5S0.~- an ein israelitisches Waisenmädchen und einen israelitischen Waisenknaben. Zur B c w e r b u n g s i n d berufen: Arme Waisenknaben im Alter von 12 bis 16 Jahren und arme Waisenmädchen im Alte!' von 10 bis 14 Jahren, die in Wien heiniatberechtigt sind. Dem vom gesetzlichen Vertreter einzubringenden Gesuch sind beizulegen: Mittellosigkeitszeugnis, Geburtsschein, Nachweis der Zuständigkeit und Verwaisung, letztes Schutzeugunis und Vormundschal'tsdekret. E i n r e i c h s t e 1 1 e: Magistratsabteilung 13. E i nr e i c h u n g s f r i s t: Bis 2u. Jänner 1035. Verleihungstag: 6. Februar 1935. Julius Friinkelsche Stipcndicnxtiftung Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeindc Wien bringt liiemit zur Kenntnis, daß im Studienjahr 1934/35 aus der Juli u s F r ii n k e 1 s c Ii c n Stipondienatift u n g für arme Studierende der Wiener Universität israelitischer Konfession eine Anzahl von Stipendien zur Verleihung gelangen. Höhere Semester werden vorzugsweise berücksichtigt. Bewerber und Bewerberinnen um diese Stipendien wollen ihre Gesuche bis längstens 3 1. Jänner 1 9 3 5 an dn? Kuratorium der Stiftung zuhanden des Stiftungskurators Herrn Dr. Eugen Boschan, Rechtsanwalt, Wien, I., Oppolzcrgassc '1. richten. Den Gesuchen, welche detaillierte Angaben über alle für die Beurteilung der personlichen Verhältnisse der Gesuehstcller maßgebenden Unistände, insbesondere auch Angaben darüber, ob Gesuchsteller im Genuß eines Stipendiums oder einer sonstigen regelmäßigen Unterstützung steht, zu enthalten haben, sind anzuschließen: der Geburt.s- und Heimatschein. ein Mittellosigkeitszeugnis unter ausschließlicher Verwendung d«r vollständig auszufüllenden Formulare der Universität, der Index sowie Ausweise über' die bisherigen Studienerfolge. Die Auszahlung der verliehenen Stipendien erfolgt in zwei gleichen Raten, und zwar am 1. März und 1. Juni 1935. Il-TABORSTR« 48