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Die neue Welt · 1934-12-07 · Heft 420 (7.12.1934) · page 4

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Journal
Die neue Welt
Volume
8 (1934)
Issue
Heft 420 (7.12.1934)
Date
1934-12-07
Page
– (sequence 4)
Language
German
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S«ite 4 DIE NEUE WELT Nr. 420 1 13 x BERGMANN. I. RABE N„» rtIG 3 HIMMELPFORTO. 5 KÖLLNERHOFu. 1 SÄMTLICHE ARTIKEL IN WÜSCHE UNO WIRK WARIN SPOTTBILLIG! FUhrend In ETERN A> Hemden (von 6*80 aufw.) ■I 1 Kann Palästina Fruditkonserven erzeugen? Ueber die Möglichkeiten der Fruchtkonservierung in Palästina hat der Direktor der englischen Versuchsstation der Universität Bristol Mister P. H e a r s t eingehende Untersuchungen angestellt. Aus Jerusalem (Palnews) werden uns wesentliche Teile seines Berichtes übermittelt: Zitrusfrüchte (Orangen, Grapefruit, Zitronen usw.): Der Prozentsatz des Abfallobstes schwankt entsprechend den verschiedenartigen Bedingungen des Marktes, der jeweiligen Saison und der Qualifikation des Züchters. In Italien beträgt er 25 bis 30 Prozent, in Amerika 10 Prozent, in Palästina wird er bei Orangen auf 10 Prozent, bei Grapefruit auf 5 Prozent geschätzt. Für Konservierungszwecke ist Grapefruit geeigneter. Konservierte Grapefruit, die in Palästina von einer Fabrik hergestellt wurde, konnte infolge der billigen Floridakonkurrenz nur schwer exportiert werden. In Florida sind die Produktionskosten sehr niedrig. Orangen- und Grapefruitsaft: Es bestehen Exportmöglichkeiten, insbesondere für Grapefruitsaft, nach England. Auch in Palästina steigt der Verbrauch, vor allem auch von versüßtem Grapefruitsaft. Orangenöl wird nach einem patentierten Verfahren in Palästina gewonnen, nach der Oelgewinnung kann das Obst weiter zu Saft ausgepreßt werden. Eine Tonne Orangen ergibt 4 kg Oel. Marmelade hat in Palästina gute Absatzmöglichkeiten, bei guter Qualität und Reklame auch im Ausland. Außerdem kann aus Orangen Alkohol, Essig. Azeton und eine Art Cider (wie aus Aepfeln) gewonnen werden. Auf die Essiggewinnung ist besonders hinzuweisen. Weintrauben: In Palästina sind ungefähr 55.000 Dunam mit Wein bepflanzt. Konservierung kommt kaum in Frage, Rosinenherstellung ist in Palästina noch nicht verbreitet, Palästina, importiert Rosinen. Traubensaft und -ni a r m e 1 a d e n werden in Palästina ebenfalls nur in ganz geringen Mengen hergestellt. Seine Tafeltrauben sind hierfür nicht geeignet. Feigen werden im Gebirge von Arabern in starkem Maße angebaut. Bezüglich der Konservierungsmöglichkeiten müßte untersucht werden, inwieweit sich die palästinensischen Qualitäten hierfür eignen; für gute Qualitäten würden auch Exportmöglichkeiten bestehen. Feigenmarmelade findet keinen Markt. Trocknung: Für den inneren Markt findet eine Trocknung statt, auf dem Weltmarkt sind palästinensische getrocknete Feigen jedoch noch nicht mit Srayrnafeigen konkurrenzfähig, die Qualität müßte verbessert werden. Es findet noch ein erheblicher Import getrockneter Feigen statt. Oliven gehören zu den wichtigsten Früchten des Landes und werden vor allem in arabischen Bezirken in sehr großem Umfang angebaut. Die Konservierung in Palästina bedarf noch sehr starker Verbesserung. Für die palästinensischen Olivenarten muß eine besondere Konservierungsart erprobt werden. Für Konservierung in Blechbehältern, die in Kalifornien gebräuchlich ist, würde auch in Palästina bei Anwendung von geeigneten Methoden Absatzmöglichkeit bestehen. Olivenöle: Auch die Oüvenölgewinniaig muß zwecks Erhöhung der quantitativen und qualitativen Ergiebigkeit studiert werden. Palästina hat besonders in schlechten Erntejahren einen außerordentlich hohen Zuschußbedarf an Olivenöl, der zum größten Teil aus Syrien gedeckt wird. Aprikosen werden in fast allen Gebieten des Landes, insbesondere in den Bezirken Ramien, Jaffa, Tulkarem und Akko angebaut. Für Konservierungszwecke sind die derzeit in Palästina geernteten Arten wenig geeignet. Mit neuen Arten werden Versuche gemacht, ein Ueberschuß für Konservierungszwecke wäre aber erst in einigen Jahren zu erwarten. Für Aprikosenmarmelade bestünde in England guter Absatz. Aepfel: Es sind nur etwa 1000 Dunam bepflanzt, ein Produktionsüberschuß für Konservierungszwecke besteht nicht. Der Import ist sehr groß. Ebenso ist der Palästina Reisende finden in Tel-Aviv, Achad*Haam* Sir» 52, im mW2 Hotel /Falpiolh' das europäisch geführte Haus mit allen Bequemlichkeiten In ruhiger Lage im Zentrum der Stadt gelegen. Gut und modern eingerichtete Zimmer mit fließendem Wasser. Grober schattiger Garten mit Liegestühlen Wiener Küche. Aufmerksame Bedienung. Sitz der Austro-Palästinensischen Handelskammer und der Hitachduth Olei Austria. Anbau von Pflaumen und Pfirsichen unbedeutend, so daß kein Ueberschuß für Konservierungszwecke vor handen ist. Granatäpfel werden in einigen Gebieten mit guten Resultaten angebaut: es kommt die Erzeugung von Granatapfelsaft in Frage. Erdbeeren: Der Anbau wird stark ausgedehnt, das Angebot ist aber noch nicht sehr groß, für Konservierungszwecke genügen Quantität und Qualität nicht, auch sind die Preise zu hoch. Die für Konservierung geeignetsten Früchte sind Aprikosen, Pfirsiche, Birnen, Ananas, Grapefruit, Erd und Himbeeren, Kirschen und Oliven. Von all diesen wird nur die Grapefruit in Palästina in genügender Quantität gezüchtet, um einen Produktionsüberschuß für industrielle Verwertung abzuwerfen, daneben noch Oliven und eventuell Aprikosen. KREUZ-KINO Wollzeile 17 - Tel. R-21-2-16 Der "säSf-hs; Das Zeichen der Wer ää nach dem bekannten Krimina roman von Cona.i Doyle Söctö tft $0ßa(? Togal tft ein rafd) unb fidicr tötrfeubeG 3J(tttcl bei rljciimattfdjen, cjtcrjtifdoen unb neroöfen 2?efcf)tDcrben iouMe (Srfällung&franfhcitcn. (ötbt es ein 5tDeites ähnlidies Nüttel mic logal, öas roett über 6000 fdjrtftltdjc Ste'rategutadjten öufmei|t? Wein. Sjabert Sie alfo Ssertrauen! (Sin üOerfud) über; ^eugt! Xogal befommen Sic in jeber Wpothefe. PalästinaffWirtsdiaft Steuer auf palästinensisches Bier Aus Tel-Awiw (Palnews): Durch Order vom 13. November 1934 ist die Steuer auf Bier von nicht mehr als 35 Grad Alkoholgehalt, das im Inland hergestellt und für den inländischen Konsum bestimmt ist. von 5 auf 10 Müs (1 Mil ■- 3 Groschen) je Liter erhöht worden. Aufhebung des Malz- und Hopfenzolles Laut Verordnung vom 15. November sind Malz und Hopfen unter die zollbefreiten Waren aufgenommen worden. Die Aufhebung des Malz- und Gerstenzolles, die im Zu3amenmhang mit der Errichtung der Bierbrauerei in den Weinkellereien von Rischon-le-Zion durch die Dreyfus-Gruppe steht, befreit die Bierherstellung von diesen belastenden Rohstoff zollen. Die Regierung hat damit den Wünschen betreffs Ermöglichung des Brauereiprojektes entsprochen. Weiter sind auch Holzkohle, Ton, Federn, andere als Tierhaare, Diapositive, Stroh und Gras, Holznägel und Brennholz vom Zoll befreit' worden. Der bisherige G ewichtszoll für geschälte Erdnüsse ist durch den allgemeinen 12prozentigen Wertzoll ersetzt worden. Uebersiedlung der Zigarettenfabrik Moses Die Zigarettenfabrik Dr. W. Moses & N. Waskewifz, Tel-Awiw, wird nunmehr nach Bne Brak verlegt werden. Die Uebersiedlungsarbeiten sind bereits im Gange. Anläßlich der Fabriksverlegung wurden neue Maschinen angeschafft, auch soll die Qualität dsr Zigaretten verbessert werden. Eine neue Fabrik für elektrische Artikel Das in Aegypten bestehende Unternehmen für elektrische Artikel der Gebrüder Schapirmann, das mit einem Kapital von LP. 30.000 arheitet, errichtet im Jaffa eine Filialfabrik für elektrische Installationen. Die Fabrikation wird Mitte Dezember aufgenommen. Steigender ägyptischer Orangenexport Wie aus Aegypten berichtet wird, wird in der kommenden Saison mit einem Zitrusexport von mehr als Vj M i 11 i on Kisten gerechnet. Der ägyptische Zitrusexport, der von der Regierung durch Gewährung von E xportprämien an die Fellachen und Heranziehung ausländischer, insbesondere palästinensischer Zitrusspezialisten gefördert wird, hat sich in den letzten Jahren außerordentlich schnell entwickelt: er stieg von 12.000 Kisten vor 3 Jahren über 25.000 Kisten vor 2 Jahren auf 60.000 Kisten vor einem Jahr und soll sich, in der nächsten Saison, wia oben berichtet, ungefähr verzehnfachen. Palästina-Budget 1935: Fünf Millionen Pfund Aus Jerusalem: Die Palästina-Regierung hat das Budget für das Verwaltungsjahr 1935 mit Pfund 5,000.000 festgesetzt. 1934 betrug das Budget Pfund 3,500.000. _Blau-Weiß Palästinafahrten auf dem Landweg Billige Sonderfahrten Reisedauer: Wien — Holla nich* ganz 4 Tage Abf ah rt: Sonntag» denO.Janner 1935 von Wlen-Oatbahnhof Ankunft Donnerstag Rückfahrt: am 26. Jänner von Haifa. Bequeme Fahrt Schlaf- und Speisewagen Rituelle Küche. Es werden Platzkarten ausgegeben Anmeldungen für Purim-Pessach und Makkabiade-Fahrlen werden bereits entgegengenommen Auskünfte und Kartenverkauf: Oesterr. Ve'kehrsbüro, Wien (, Friedrichstraße 7. Telephon B-27-500 Informationen} „Palüstinafahtten". Wien 1, Franzjosef-Kai 7/9. Telephon R-98-H-65, Oesterr. Palästina- Amt, Wien I, Kärntnerstraße 28. Telephon F-37-4-86 Judenstaat§partei Oesterreichs VcrsarnmlungsUalender Kaiscrm Uhlen: Samstag, den 8. Dezember, halb 9 Uhr abends, im Jüdischen Kulturverein, 11., Schüttaustraße 45. Vortrag: Judennot. und Judenstaatspartei. Redner: Dr. Ernst Max. u nd Josef FränKe I. 20. Bezirk: Montag, den 10. Dezember, Caf6 Neptun, XX., Gaußplatz 7. Vortrag: Die Lösung der Judenfragc. Redner: Theodor Grubner und Dr. S. Wolf. Frauen gruppe: Montag, den 10. Dezember, halb 9 Uhr, Judenstaatsheim, I., Werdertorgasse. Wichtige Frauenversammlung. Jugend gruppe: Zionistisches Seminar. I. Zyklus: ,.Jüdische Geschichte." Vortragender: Viktor Rosenfeld. Allgemein frei zugänglich. 9. Bezirk: Dienstag, den 11. Dezember, halb 9 Uhr abends, Cafe Promenaden, IX., Roßaueiiände Nr. 27. Versammlung: Jüdische Zeitfragen. Redner: Hans Kolb, Gustav Sperling, Doktor SalomonWolf. Mittwoch, den 12. Dezember, Judenstaatsheim, I., Werdertorgasse 14, halb 9 Uhr. Dr. Hugo Zuckerm a n n - G e d e n k f e i e r. Dezember 1914 bis Dezember 1934. Redner: Dr. Leo Fischmann. Judenstaats parte i--Versammlung i n L e o b c n. Sonntag, den 9. Dezember, findet in L e o b e n eine Versammlung der Judenstaatspartei Oesterreichs statt, bei der Rabbiner Dr. I. Z. Kann er über das Thema: „Makkabäer einst und jetzt" sprechen Wird. * Der Studenten klub der Judenstaatspurtei veranstaltet vom 23. Dezember im in der Dauer von einer Woche einen Skikurs in T ü r a i 11, (Tiirnitzcr Tauern). Für Anfänger und Fortgeschrittene! Skilehrer steht gratis zur Verfügung. Skier werden gegen geringe Gebühr geliehen. Dauer: eine Woche (ab 33. Dezember). Kosten: S 41.— (sämtliche Spesen inbegriffen). A ii meld u n gen: Montag, Dienstag, Donnerstag von 8 bis 9 Uhr abends im Judenstuatsheim, I., Werdertorgasse 14. Landeskonferenz Am ö. und 6. Jänner findet in Wien die Landeskonferenz der Judenstaatspurtei Oesterreichs statt, an der voraussichtlieh außer dem Mitglied des Exekutivkomitees Ing. Robert Stricke r, die Mitglieder der Exekutive Meir Großmann und Richard L i c h t h e i m Referate halten werden. In den Kreisen der österreichischen Judenstaatspartei werden alle Vorbereitungen getroffen, diese Landeskonferenz, an der aus der österreichischen - Provinz und aus dem Ausland zahlreiche Vertreter teilnehmen werden, zu einer großen Kundgebung des Herzl-Zionismus zu gestalten. Nähere Mitteilungen werden noch verlautbart. JiKleiiKtuutspartei, Sektion Prutcr, II., Kleine Zufahrtsstraße 166 Sonntag, 2. Dezember, fand im überfüiin«» Saal der Sektion die 'Heim einweihung und M akkubiler-Feier statt. Der Vorsitzende, Herr Julius Kala, konnte neben Herrn Und Frau Oberbaurat Striekel-, KulUisvorsteher Max Schiffm a n n, den Vizepräsidenten der Judenstaatspartei Herrn Fritz Richter noch eine große Anzahl von führenden Mitgliedern der Judenstaatspartei und verschiedene Persönlichkeiten uns dein Bezirk begrüßen. Oberbaurat Stricker, .stürmisch begrüßt, dankte in seiner Rede den Mitgliedern der Sektion für ihre v o v b i 1 dliehe Arbelt und gab der Erwartung Ausdruck, daß es der Sektion gelingen möge, die jüdischen Massen des Praters dem Judenstaatszionisnius zuzuführen. Nachdem Kantor Josef Feuer das Liehterzünden in meisterhafter Weise besorgt hatte, ergriff Rabbiner Dr I. 7,. Kanner zu .seiner Makkabüerfestrede das Wort und verstand es, mit seiner zündenden Rede das Publikum zu packen. Ein erstklassiges Programm unter trefflicher Mitwirkung von Frau Anny G o 1 cl und der Herren Max Lieh tm a ii n, .Samuel f> eh wage r, Dr. O. Teller und Viktor S e Ii I c s i n g e r fand stürmischen Beifall. Konstituierung der Wiener Bezirksgruppe XIII-XV Dienstag, 1, Dezember, fand im Lokal des Vereines Esra die Konstitute r ii n g der Bezlrksgruppe XIII—XV der Judenstaatspartel statt, an welcher in Vertretung der Parteileitung Dr. Ernst Max teilnahm. Die Versammlung wühlte die Herren F 1 s c Ii tn a n n, F ö 1 d v a r y, F r eud, H a 1 p e r n, K ü m ni e 1, Ncul il n d er. Sc h a v f I) c v g, S c h ö n b e r g, S t r a u c Ii e r und Zaitschek zu Ausschußmitgliedern. In der nachfolgenden Ausscliußsitzung wurden die Herren Georg Freud zum Obmann, Karl S c Ii i) n b e r g zum Stellvertreter und Alfred Zaitschek zum Schriftführer gowählt. , Sonntag, 2. Dezember, fand im festlich geschmückten Saal des Heimes, XIII., Schanzstraße 32, die Makkabüerfeler des Hilfsvereines Esra statt, die einen Massenbesuch aufwies. Kultusvorsteher Ing. Buchbinder hielt namens der Judenstaatspartei die Festrede und wies in markigen, zu Herzen gehenden Worten auf die Bedeutung und den Sinn des Tages hin. Nach dem Lichterzünden durch Kantor Fische r sorgten im künstlerischen Teil die Damen Zaitschek. Halpern und L< a ub e r g und die Herren W a <■■ h s m a im, Schünborg und Schönauer durch die Darbietungen für das Gelingen des schönen Abends, der dem Verein viele neue Freunde gewann. A Das moderne praktische Lehrbuch zum Selbstunterricht Lerne Hebräisch von BEN-CHAVIV soeben erschienen! Das beste Lehrbuch aller Zeiten 1 Die eisten IÜÜ0 Worte fürs tägliche Leben, praktische Grammatik, kein Vokabelbüffeln, kein Kopfzerbrechen, mühelos, spielend 1 e i c h 11 Verlag Jos. Schlesinger, Wien l, Seilenstettengasse 5

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