Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 8 (1934)
- Issue
- Heft 414 (16.11.1934)
- Date
- 1934-11-16
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2711613-2711952-2712037--4715-2718234- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Minsk 1× ep/1000754
- Odesa 1× ep/1000834
OCR text
Seite 4 DIE NEUE WEXT Nr. AU 3 x BERGMANN, I. RABEHSTEiO 3 HIMMELPFORTQ. S KÖLLN ERHOFF. 1 SÄMTLICHE ARTIKEL IN WASCHE UNO WIRKWAREN SPOTTBILLIG! Fahrend In ETERNA-Hemden (von fi'80 aufw.) Der marxistische Proletarier Von Ing. Emil Fried (Mähr.-Ostrau) 1 Die Phantasie des liberalen Assimilationsjuden schuf einen neuen Mensehentyp. den Kosmopoliten orter VT e 11 b ü r g o r. Sie schuf ihn nach seinem Ebenbilde, frei von religiösen und nationalen Vorurteilen. Laut Programm der liberalen Assimilation sollten alle menschlichen Erdenbewohner im Wege fortgesetzter Aufklärung von ihren Vorurteilen befreit und zu Wesen höherer Art, zu allgemeinen Mensehen, umgeformt werden. Ueberflüssig wäre es. zu erwähnen, daß auf einer solcher Art veredelten Krde keine Judenfrage mehr bestehen kann. Der Assir»ilationsjude Karl Marx findet den höheren, den besseren, von Vorurteilen freien Menschen bereits fertig vor im — Arbeiter, im Proletarier. Es ist nur nötig, die Klasse der Proletarier von ihrer eigenen Würde und gleichzeitig von der Nichtswürdigkeit der Bourgcoisklasse zu überzeugen, um den Klassenkampf, das ist den Kampf des Guten gegen das Böse, zu entfachon. Der Sieg des Proletariats ist gleichbedeutend mit der Erlösung der Welt von allem Uebel. Mit dem Falle der bürgerlichen Gesellschaft müssen auch Judentum und Christentum wesenlos werden. ..Das Judentum erreicht seinen Höhepunkt mit der Vollendung der bürgerlichen Gesellschaft, aber die bürgerliche Gesellschaft vollendet sich erst in der christlichen Welt. Das Christentum ist d?r sublime Gedanke des Judentunis, das Judentum i3t die gemeine Nutrrnwondung des Chri.-slentums." (.Aus Karl Marx: Zur J u d e n f r a g e.) Ucberrlüssig zu betonen, daß es dann auch keine Judenfrage, die. doch nur innerhalb der bürgerlichen Gesellschaftsordnung bestehen kann, mehr geben wird. Beiden Spielarten der Assimilation, der liberalen wie der roten oder marxistischen, ist der Glaube an einen Erlöser gemeinsam. Dort ist es der Weltbürger, hier der Proletarier. Je inbrünstiger der Glaube, desto reicher wird der Erlöser mit allen Gaben, mit allen Tugenden ausgestattet. Sogar die Wissenschaften und die Künste warten auf die Erv/eckung zu wahrem Leben durch den — Proletarier. „Zwei Dinge sind groß geblieben in dem allgemeinen Verfall: Die Wissenschaft und die Arbeiter. Dies-: Vereinigung allein kann den Schoß europäischer Zustände mit neuem Leben befruchten. Die Allianz der Wissenschaft und der Arbeiter, dieser beiden entgegengesetzten Pole der Gesellschaft, die, wenn sie sich umarmen, alle Kulturhindcrnisse in ihren ehernen Armen erdrücken werden — das ist das Ziel, dem ich, solange ich atmen werde, mein Leben zu weihen beschlossen habe." (Aus Ferd. Lassalle: Die Wissenschaft und die Arbeiter.) Die Wiener „Arbeiter-Zeitung" schrieb unter ihrem damaligen jüdischen Chefredakteur, Austerlitz, in ihrem Berichte über das erste Arbeiter - Symphoniekonzert: „Das erste Mal war der herrliche Saal von einem wahrhaft kunstverständigen Publikum gefüllt. Dem stumpfen Sinn des Bourgeois ist die Musik nur Sinnenkitzel, Ihre Erhabenheit vermag allein der — Arbeiter zu empfinden." Der strahlenden Gestalt des Proletariers gewissermaßen als dunkler Hintergrund dienen folgende Ausführungen Lacsalles: „Und diese geistige Versimpeluug des Bürgertums. Welcher Fluch hat das Bürgertum enterbt, daß es von all den gewaltigen Kulturarbeiten, die in seiner Mitte geschaffen wurden, daß aus dieser ganzen Atmosphäre von Bildung kein Tropfen befruchtenden Taues in sein immer mehr vertrocknendes Gehirn gefallen." Je mehr die Hoffnung auf die erlösende Funktion des Weltbürgers erblaßte, desto leuchtender wurde die Gestalt des Proletariers in der kranken Phantasie des As-similanten. Aus seinen Träumen von der ihn schützenden Macht des Liberalismus jäh und brutal geriaßcn, suchte er nach einem neuen Mittel, seine Furcht zu betäuben, glaubte, ein solches im Marxismus gefunden zu haben, und mimte, nun wieder kühn geworden, den Helden im Kampfe für das Proletariat. Die Söhne und Töchter der judischen Bourgeoisie verließen scharenweise das liberale Panier der Väter und sangen begeistert das Lied von der Arbeit. Sie wurden Proletarier, ohne Berufsstörung, denn nicht der Beruf, nicht, was der Mensch tut, ist maßgebend für seine Klasseneinteilung, die Zuteilung unter die Guten oder Bösen, sondern seine geistige und gefühlsmäßige Einstellung zur marxistischen Lehre. Der Unternehmer ist kein Ausbeuter, der Kaufmann kein Betrüger, der Rentner kein Wucherer, sofern nur seine Weltanschauung marxistisch ist. Wer, wie die Zionisten zu Herzls Zeiten, dieser Gesellschaft entgegenzutreten wagte, wurde zum Feinde des Proletariats, zum Arbeiterfeinde gestempelt. ■ Der Zionismus fand in dieser Sorte Proletarier erbitterte und tückische Gegner, die nicht müde wurden, die zionistische Bewegung als klerikal, als r e a kt i o n ä r, als jüdische Spielart kapitalistischer Täuschungsmanöver darzustellen. Peinlich, sehr peinlich war es diesen Herren, als im Jahre 1D03, trotr, alledem, ehrliche, wirkliche jüdische Arbeiter in Rußland die erste zionistische Arbeiterpartei gründeten. Aber ein echter Titularproletarier kennt keine Verlegenheit, ist revolutionär in Wort und Schrift, aber evolutionär in der Tat. Die jüdische Nationalität, seit Karl Marx chimärisch, wurde im Wege der Evolution marxistischer Dogmen zur Realität. Auf dem gleichen Wege wurde aus dem Zionismus, „der müßigen Erfindung eines stumpfen Bourgeoisgehirne a", eine von der Leitung der II. Internationale approbierte Angelegenheit. Maßgebend für die endliche Approbation dürfte auch die dringende Notwendigkeit gewesen sein, den Strom abzulenken, der sich ständig aus den Kreisen der jüdischen Bourgeoisie, ohne daß dabei eine Berufsstörung erfolgte, in die Internationale ergoß. Der Weizmannsche Toleranz-Zionismus leistete dem Eindringen der Abgelenkten keinen Widerstand. Er kennt in seiner alijüdischen Großherzigkeit keine Gegner KREUZ-KÜNO »• Wollzeile 17 . Tel. R-21-2-16 Eon Unbekannter mordet! SÄ?nr und schätzt im schärfsten Feinde den möglichen Geldspender. So konnte sich die von Herzl mühsam geschaffene Organisation zu einer Kolonie des Imperiums der II. Internationale entwickeln. So konnte die große geistige Tat, die Synthese Zionismus -Marxiam u s, vollzogen werden. Die Kundgebungen der jüdisch-assimilatorischen Jugend, der jüdischen Hitler-Jugend, in Deutschland lassen unwillkürlich das Bild des Hundes erstehen, der den Fuß leckt, der ihn soeben getreten. Und doch wäre es ein Unrecht, diese in der Synthese: Deutsche Nation Jüdische Konfession erzogene Jugend verantwortlich zu machen für den Abscheu, den sie erregt. Von ihren Vätern zur Lüge und Selbstverleugnung erzogen, von Protest- und Reformrabbinern in ihrem Wahne bestärkt, handeln diese Bedauernswerten nur konsequent und sind sich ihrer Selbsterniedrigung gar nicht bewußt. Vier Jahrzehnte Zionismus sind an der Mehrheit der deutschen Juden vorübergerauscht, ohne Spuren zu hinterlassen. Der Weizmannsche, der „erweiterte" Zionismus ist tolerant gegen Nichtzionisten und verbürgt ihnen die moralische Gleichberechtigung in der jüdischen Gesellschaft. Zionistische Ideen dürfen nur insoweit propagiert werden, als es die Sammelaktion unter den Nichtzionisten nicht stört. Dank dieser Taktik konnte in Deutschland sich eine jüdische Hitler-Jugend ungestört entwickeln. Damit ist aber die Toleranz und Großzügigkeit der Weizmann-Zionisten noch lange nicht erschöpft. Unter ihrer wohlwollenden Neutralität wächst eine jüdische Jugend heran, erzogen in der noch weit groteskeren Synthese: Zionismus Marxlsmus, Die klaren Ziele des Zionismus werden vernebelt durch verworrene Begriffe von Sozialisierung, Klassenkampf, Diktatur des Proletariats und das ganze Arsenal politisch-demagogischer, anderwärts längst nicht mehr wirksamer Lockmittel. waren keine Seltenheit. Die Umgangssprache der Sachaliner Juden untereinander war ein litauisches Jiddisch, während sie sich für den Verkehr nach außen ein besonderes Russisch zurechtlegten. Sie waren überaus gastfreundlich und gegenseitig hilfreich. Die größte Anlage für F i s h f a n g und Konservenerzeugung befand sich hei der Mündung des Amur, dort, wo der größte See im Fernen O.sten sich in die tatarische Meermündung und in das Karaische Meer ergießt, in den Händen der Juden, außerdem spielten die Kinder und Enkelkinder dieser Saehaliner Juden eine große Rolle im Export von Folien. Auch als Goldgräber betätigten sich uio Juden in jenem Amurwinkel. Die ausgedehnte Waldindu.strio, die Schiffahrt und ähnliche Unternehmungen, welche mit dem natürlichen Reichtum jener Gegenden zusammenhängen, waren im teilweisen Besitz der Juden. Während de« Bürgerkrieges zwischen den Rotu n d VV t. i ß g a r d i :s f. e n, als die Söldnertruppen aus dieser rügend" anziehen mußten, kam es zu einer fürchterlichen pogrom artigen Verfolgung der Juden, wobei mehr als die Hälfte der jüdischen Bevölkerung umkam. Die Sowjetregierung nahm den Führer der weißgardisüschrn Pogromtruppe Triapiain mit seinem ganzen Stab gefangen, brachte .sie nach Chabaroisk und ließ sie auf (»rund ein«« Kriegaurteils öffentlich er- .'•chicüen. Die Tragödie von Nikolajewsk am Amur i.st in der jüdischen Welt wenig bekannt. Das Massaker trug keinen ausgesprochen antijüdischen Charakter wie im r,roskurow, in Elisawetgrad, Titiew usw. Aber die Tatsache, daß mehr als die Hälfte der jüdischen Bevölkerung hingeschlachtet und die ganze jüdische Gemeinde zerstört, wurde, brachte es mit sich, daß sich die jüdische Siedlung nach so viel Blutopfern nicht mehr er* holen konnte. Die Verwandten der Nikolajewsker Märtyrer wanderten n.K.-li Sachalin aus und. leben ^vA.zl in Ale sandrowsk und in den übrigen Städtchen der Insel. Bis In die letzte Zeit hinein war Sachalin während vier Wintermonaten von der Außenwelt abgeschnitten. Nur hie und da überflogen mutige Piloten die Gegend und warfen Postsäcke ab. Da solche Flüge zu den Ausnahmsfällen gehörten, wurde ein normaler Schiffsverkehr zwischen Wladiwostok und Sachalin eingeführt. Im heurigen Jahr begann die Sommerschiffahrt bereits am 15. März, an welchem Tag bereits das erste Schiff auf Sachalin ankam, das den langen Weg von Odessa Uber die Dardanellen, den Suez, Indien und Japan zurückzulegen hatte. Das Schiff führte Mehl, Fleisch, Fett, Zucker und allerlei Produkte mit sich, die bei Wintersende auf Sachalin bereits fehlen, sowie Zeitungen, Bücher und Zeitschriften. Mit dem Schiff kamen auch neue Menschen an, Spezialisten in verschiedenen Fächern. Unter diesen befanden sich auch einige Dutzend junge jüdische Menschen aus der Ukraine. Nirgends macht sich die Not an Fachleuten so fühlbar wie auf Sachalin. Es fehlen Ingenieure, Techniker, Bürokräfte, Aerzte, Artisten, Kinomechaniker, Zahntechniker, Photographen, Schuster, Schneider, Friseure, Uhrmacher, Bäcker und Arbeiter für die Grubenindustrie. Unter den paar hundert Juden, welche heute in Alexandrowsk leben, besteht die Mehrzahl aus jungen neuangekommenen gutgeachulten Mechanikern, Handwerkern und Matrosen usw., die zum Teil aus Moskau, Kiew, Charkow, Minsk und anderen sowjetrussischen Städten kommen und einen weiteren Zustrom junger Juden nach sich ziehen. Die Hauptstadt der Insel, Alexandrowsk, war ein traurig-berühmtes Verbannungszentrum. Jetzt pulsiert, hier ein Leben des Schaffens und Bauens. Alte Sachaliner Juden sagen, daß keine Spuren mehr von jener schrecklichen Alexandrowsker Zeit übriggeblieben »Ind, „da man Menschen um 30 Kopeken töten konnte und da die Luft mit Blut und Mord erfüllt war" Zionismus ist aktives, kämpfendes Judentum. Ohne Zionismus waren wir Sklaven in Aegypten, Gefangene in Babylon, armselige Ghettogeschöpfc im Golus. Der Zionismus gleicht dem Adler, dessen Flug gegen den Himmel gerichtet ist, die Assimilation in ihrer letzten Konsequenz — wie sich eben erwiesen — dem Hunde, der sich demütig duckt vor der Peitsche seines Herrn, aber wütendes Geknurre erhebt gegen den, der es wagt, dem Herrn in den Arm zu fallen. Zionismus ist die Bejahung, Marxismus die Verneinung des Judentums. Objekt des Judentums ist der Mensch, wie er wirklich ist, mit all seinen Schwächen und Leidenschaften. Die Erkenntnis dieser Mängel, die Bescheidenheit der Jugend sind Vorbedingungen des Veredlungsprozcsses, den das Judentum erstrebt. Objekt des Marxismus ist ein Wesen, das nie gelebt, ein Phantasiegeschöpf, ein Kollektiv mensch, ein in der Retorte gebrauter Homunkulus, der marxistische Proletarier, zum Unterschiede von allen anderen Menschenklassen ohne Egoismus, von Geburt an mit allen Tugenden ausgestattet, daher keiner religiösen Ethik, weder der christlichen noch der jüdischen bedürftig. „Der christliche Seligkeitsegoismus schlägt in 3einer vollendeten Praxis notwendig um in den Leibesegoismus des Juden, das himmlische Bedürfnis in das irdische, der Subjektivismus in den Eigennutz." (Aus Karl Marx: Zur Judenfrage.) Aber dieses Prachtgeschöpf, der von Marx zum Träger seiner Ideen geschaffene Proletarier, darf sich nicht bedingungslos seiner Herrlichkeit erfreuen. Der Zauber verschwindet in dem Augenblicke, in welchem der Proletarier aus der roten Organisation aus- und etwa in eine gelbe einspringt. Vor dem Farben Wechsel weiß wie Schnee, nach demselben schwarz wie Schmutz. Die Fundamente der marxistischen Lehre schwanken ständig in den wenigen Jahrzehnten ihres Bestandes. Die Grundsätze des Judentums offenbaren sich seit Jahrtausenden unverändert dem forschenden Geiste als ewige Wahrheit. Um die Jugend zionistisch zu erziehen, ist es nur nötig, sie zu den Quellen des Judentums, zu Moses und den Propheten zurückzuführen. Die marxistische Literatur ist voll frechen Hohnes gegen alles, was uns heilig. Der Marxismus lehrt statt Bescheidenheit — das sogenannte Klassenbewußtsein, statt Achtung vor dem Mitmenschen — Verachtung des sogenannten Klassenfeindes, statt Brüderlichkeit — Klassenfeindschaft, statt Wissenschaft —' schallende Deklamation. Eine Synthese der Begriffe Zionismus — Marxismus ist unmöglich. Möglich ist nur eine Kombination der Worte und dies nur dort, wo die Begriffe fehlen, wo völlige Unkenntnis des Judentums besteht. Wo wahres Judentum gelehrt und begriffen wird, ist der Marxismus ebensowenig möglich wie der agudistische Wunderrabbi. Noch ist die modrige Dämmerung des Ghettos von uns nicht ganz gewichen. Im Lichte der Sonne wird auch der von einer Assimilantenphantasie gezeugte Homunkulus, der marxistische Proletarier, mit den anderen Nachtgespenstern verschwinden. Der „Verband radikaler Zionisten" in der Tschechoslowakei hat sich aufgelöst Die Prager „Selb3twehr" veröffentlicht ein Schreiben des Führers der „Radikalen Zionisten", Dr. Emil M a r g u 1 i e s, an den Zion. Landesverband in der Tschechoslowakei, in welchem die Auflösung des Verbandes angezeigt wird. In dem Schreiben heißt es: 1. Die Fraktion der Radikalen Zionisten im tschechoslowakischen Landesverband wird aufgelöst. 2. In Konsequenz dessen legen die Mitglieder dieser Fraktion sämtliche A e m t e r im Landesverband, die sie aus dem Rechtsgrund ihrer Angehörigkeit zur Radikalen Fraktion bekleiden, nieder. 3. TDie Vertrauensmänner der ehemaligen Radikalen Fraktion, bzw. der Kandidatenliste Dr. Margulies haben sich um „das Programm Dr. Margulies" als „Gemeinschaft Politischer Zionisten" konstituiert. Diese Gemeinschaft erhebt derzeit nicht den Anspruch, eine Fraktion im Landesverband zu sein, und sie wird sich daher auch an Wahlen innerhalb des Landesverbandes als Gruppe nicht beteiligen. Schon auf dem letzten Zionistenkongreß in Prag machten 3ich Zeichen der Spaltung und Auflösung bei den „Radikalen" bemerkbar. Die tschechoslowakischen und ein Teil der rumänischen Radikalen wollten die regierungsfreundliche und stark links orientierte Politik des Führers Izchak Grünbaum, der dann auch von den Linken in die zionistische Exekutive gewählt wurde, nicht mehr mitmachen und sonderten sich bereits auf dem Kongresse ab. Jüdische Arbeitgeber, erfaßt den Ernst der Zeit, fördert die Arbeitsbeschaffungsaktion zugunsten der jüdi» sehen Arbeitslosen und fordert den Bedarf an Angestellten und Arbeitern beim Jüdischen Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, Wien, I., Kohlmessergasse 4, Telephon U-27-0-65, an. Palästina * Reisende finden m Tel-Avav, Ad»a<I#Haaim §■>♦ 58/ int Hotel Jalpi'oth' das europäisch geführte Maus mit allen Bequemlichkeiten In ruhiger Lage im Zentrum der Stadt gelegen. Gut und modern eingerichtete Zimmer mit fließendem Wasser. Qrolier schattiger Garten mit Liegestühlen. Wiener Küche. Aufmerksame Bedienung. Sitz der Austro-Palästinensischen Handelskammer und der Hltachduth Olei Austria.