Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 8 (1934)
- Issue
- Heft 410 (2.11.1934)
- Date
- 1934-11-02
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 410 DOS NEUE WEXT 13 x BERGMANN. I. Babeufftio a HlWIWELPrOWTO. B KÖLLWERHOFU. J SÄMTLICHE ARTIKEL IN WASCHE UND WIRKWAREN SPOTTBILLiOl FUhrend In ETERNA.Hemden (von fi'80 *»ufw ) Adtfoing! Jüdische Eiiern! Eine landwirtschaftliche Mittelschule in Palästina Der Vorband jüdischer Pflanzer in ■Palästina (Jcwish Farmers Federation) ersucht uns rni Veröffentlichung: folgender Bekanntmachung: Die ..Jewish Furniers' Föderation of FaU'stine" eröffneto in Chavat Megcd, auf dem Kreuzwog«' zwi- «chon Chcdera, Pardess Chana, Beiijnmina, Knrkur und Sichron JaJkob i ine 1 a u d w irts e h a f 111 c h e M i 11 c 1schule mit dem Ziele, ihren Absolventen die Grundsätze der I a u d w 1 r t s c ha f 111 c h e n IV Ihsciis c Ii a f t e n beizubringen und ihnen die Vervollkommnung in den allgemeinen Fächern, laut dorn Programm eine« Gymnasium», zu ermöglichen. Die Schule wird vom Herrn Dr. Blram geleitet, Gründer und Direktor der Realschule in Haifa, dem e«i gelungen ht, erfahrene Lehrer in den l a l) (1 \v i r t a e h a ft1 i c h o n und u 11 g e m e i u e n Fächern für die Schule zu gewinnen. Die Schüler werden die Möglichkeit haben, die Landwirtschaft durch Arbeit in den Pflanzungen zu erlernen, in einer Umgebung, die reich an Pflunzenwlrtschafton und gemischten Wirtihchaften (Ackerbau, Milchwirtschaft, Geflügelzucht usw.) ist. Somit vereinigt da» Programm der Schule theoretischen und praktischen Unterricht. Die. Schule wird in der Lage nein, den Schülern eine Ausbildung zu geb?n, dank welcher sie befähigt werden, eine Wirtschoft aufzubauen und zu leiten, oder ihre. Studien an Universitäten und höheren Fachschulen im Aunlar.de weiter zu betreiben. Da» Programm der Schuh; umfaßt fünf Juhre. In diesem .Jahre werden vorläufig nur die ersten zwei Paiallel-Klassrn eröffnet. Im Programm sind einge- Kchlowen: Hebräisch, Bibel, Jüdische und allgemeine Geschichte, Geographie, Englisch. Besondere Aufmerksamkeit vtircl den naturwissenschaftlichen Fiicher n, insbesondere den mit der Landwirtschaft in Verbindung stehenden zugewendet. In die erste Klasse werden Schüler von 14 bis 1*? »fuhren aufgenommen, die eine achtklassfgc Völksschule absolviert haben, oder eine vierklasslgo Mittelschulbildung bt.sltzen. Bei der Schule wurde ein Internat eröffnet, vorläufig nur für Jung e n, unt^r der Leitung eines erfahrenen Lehrers. Die Direktion der Schule übernimmt es, K i n r e i s c- Zertifikate für Schüler aus dem A u s 1 a u d c zu beschaffen. * Wir können die. neue Schule nur bestens empfehlen. Die Gründung^ entspricht, einem dringenden Bedürfnis vieler jüdischer Eltern in der Galuth, welche ihren Kindern eine Zukunft in Palästina schaffen wollen. Die Leitung der Schule gibt auch Gewähr dafür, daß die Kinder nicht, wie dies leider bei ähnlichen Instituten der Fall ist, tendenziös erzogen werden. Das Sekretariat der Judenstaatspartei Oesterreichs Wien. I.. Werdertorgasse 14, Amtsstunden täglich von 7 bis 9 Uhr abends, Freitag ausgenommen, Sonntag von 10 bis 12 Uhr) hat es Übernommen, Auskünfte an Eltern zu erteilen. Auch schriftlich! SACHSEPHERBSTHÜTE D«r med. ftelfhut i't MJS . ii m 7C _ 1(1 - schnittig u. dauerhaft J11. 10. Li. JU. ^uem'whiterrae" * S 9.80 11.50 13.50 nTahrferfifr 3>Q XIV, S«<hih«user*traße 39 9 1 HUOrbir. Oy xvii, Kaivarienbergga*sc 34 GmfUe Eisen* und Metallgießerei i'n Palästina Die Kranener-Werke In Haifa Der Vertreter der Palnews berichtet aus Haifa über eine Besichtigung der neuerrichteten großen Eisen- und Metallgießerei in Haifa: Die Werkanlagen in der Haifa-Bai neben der EisenbahmverkstäUe umfassen ein Area), von 50 Dunam (50.000 Quadratmeter) und stehen unmittelbar vor der Vollendung. Der Betriebsbeginn erfolgt im Laufe des Monats November. Direktor des Werkes ist Herr Alexander K r emener, nach dessen Entwurf die Werksanlagen gebaut werden; die Bauleitung Hegt in den Händen von Ingenieur W c 1 s c h, der die Levante-Messe gebaut hat. Herr Alexander Kremener ist ein bekannter Fachmann der Eisengießereibranche und hat früher in Berlin die Härtung A. G., eine Fabrik mit einer Belegschaft von 2000 Mann, geleitet. Das Werk wird folgende Betriebsanlagen umfassen: 1. Eisengießerei, 2480 Quadratmeter verbaute Fläche. 2. Bmaillierwerk, 800 Quadratmeter verbaute Fläche. 8. Maschinenfabrik, 2000 Quadratnieter verbaute Fläche. i. Eisenwulzwerk, 2500 Quadratmeter verbaute. Fläche. Weiter wird ein Verwaltungsgebäude gebaut, dann ein Arbeiterheim, Kantine usw. Zur Zeit si.Kl die Eisengießerei und das E m a 1111 o r w e r k im Bau, die im November in Betrieb genommen werden. Die Maschinenfabrik und das Eisenwalzwerk werden im kommenden Jahre fertiggestellt werden. Das Werk hat ein 650 Meter langes eigenes Anschlußgeleise an die Palestine Railwäya. Im Fabrikskomplex sind 450 Meter eigene Zementstraßen. Das Werk ist nach den modernste* Erfahrungen der Technik gebaut. Es werden im wesentlichen amerikanische, englische und tschechoslowakische Maschinen, für Gießeroizwecke Kupolöfen mit Oelfouorung verwendet. Die Rohmaterialien, soweit sie nicht im Lande bezogen werden konnten, wurden in England gekauft. Die Krcmenerwerke-Geaollschaft wurde am 28. Dezember 1933 gegründet; die Eintragung am 28. Jänner 1934 vollzogen. Das Kapital der Firma beträgt pal. Pf. 30.000 (voll eingezahlt) und wird in der General- An unsere geschätzten Wir bitten höflichst um pünktliche Ueberweisung der Abonne* mentsgebühr für die laufende Be» zugszeit, damit keine Unterbrechung in der Zusendung eintrete. Die wiederholte Uebersendung von Erlagscheinen verursacht Mühe und Kosten. v _ Die Verwaltung „DIE NEUE WELT". Versammlung am 5. November 1934 auf pal. Pf. 45.000 erhöht werden. Die Mehrheit der Aktien ist in den Händen der Kremener-Grüppe (pal. Pf. 16.750), während sich das restliche Aktienkapital in den Händen einer palästinensischen Gruppe befindet, welche aus der Palestine Electric Corporation (Ruthenberg), Nesher (Pollak), Julius Simon, New York (Brandeis-Gruppe), und Shahmoon besteht. Die Geschäftsführung wird Herr Alexander K r em c n e r übernehmen. Der Aufsichtsrat besteht aus den Herren: Aleinikoff, Haifa, Dr. Aron Barth, Haifa. Dr. Soloweitschik (APC), Haifa, J. S. Schapiro (Ruthenberg), Tel-Awiw. Das Fabrikationsprogramm umfaßt zu Anfang die Produktion aller sanitären Gußartikol, Badewannen, Gußeisen, emailliert, Abflußrohre« Flttings, Spülkästen, Waschbecken. Außerdem wird allgemeiner Maschinenguß (Kundenguß) und Guß für die eigenen Maschinen fabriziert. Nach Inbetriebnahme der M aschinenfabrik und des Walzwerkes im kommenden Jahre werden hergestellt: Antriebsmaschinen, Absperrschieber, außerdem können große Reparaturen, welche In Palästina nicht vorgenommen werden konnten, durchgeführt werden. Im Walzwerk soll Stabeisen, Flachelsen, Moniereigen hergestellt werden. Die Regierung hat das Werk unterstützt. Die Produktion ist durch den Zoll von 12 Prozent geschützt. In S j^rien genießen die Fabrikate einen Zollschutz von 25 Prozent. Die inländischen Gußverbraucher begrüßen die Inbetriebnahme des Werkes, da bisher der Gesamtbedarf im Ausland bezogen werden mußte. Die Kapazität der Eisengießerei beträgt zu Anfang 2000 Tonnen per Schicht. Die Arbeitorzahl wird am Anfang 100 Mann betragen, dann aber wesentlich steigen. Am Anfang werden vier bis fünf ausländische Facharbeiter zum Anlernen der inländischen Arbeitskräfte tätig sein. Man hofft, bei der Intelligenz der jüdischen Arbeiter, in einigen Monaten Über ein völlig angelerntes Facharbelterporsonal au verfügen. Die Fabrik plant als erst« in Palästina die Angliederung einer Lchrllugsse-hule für Facharbeiter, um mit der Zeit eiuen Stab von Facharbeitern heran* ziehen zu können. Die Inbetriebnahme der Fabrik wird dem Wirtschaftsleben Palästinas einen außerordentlichen Aufschwung geben, da sie nicht nur den Import vieler Artikel überflüssig machen wird, sondern auch für Palästina neue Export miirktc in beachtlichem Ausmaß erschließen wird. Die Krcmener- Werko sind das einzige Eisenwerk des Nahen Ostens. Palästina wird um einen wirklichen Großbetrieb der Industrie bereichert. Die Gesamtkosten des Werkes betragen pal. Pf. 85.000 bis 40.000. jniiiimiiuimmimiiiiiiimiiiiiimiiiiiiiiiiminiiiiiiimim. Unverlangt* Manuskripte werden nur vetourniert, wenn Rückporto beiliegt. «IlllllllllllllllllllllllltllllllllllllllllllllllllllllllUlltlllllllllll!» Eine bedeutsame Gründung Dr. So§lcuts Ha i i a. (Painews.) In den nächsten Tagen wird die Nana r iah 3 mall Holdings Ltd. (Gesellschaft für intensive Kleinsiedlung) mit einem Kapital von pal. P f. 5 0.0 0 0 gegründet. Gründer sind die Herren: Dr. S. Soskin, Josef Lowy in Haifa und Heinrich Cohn. Tel-Awiw. Leitender D i r e k t o r der Gesellschaft wird Dr. Soskin s?in. Die Gesellschaft hat nördlich von Akko an der Straße Haifa— Akko—Beyrouth einen Komplex von 3000 Dunam ' 1 Dunam ist gleich 1000 Quadratmeter) erworben (bei Kabri). Der Bode:; befindet sich zwischen der Chaussee und dem Meer und ist durch f 1 i e ß ende s W a s s e r und Brunnen hewäeserbar. Vorläufig werden 2000 Dunam aufgeschlossen werden. Es sollen Intensivfarmen (3 Siedlungstypen von 5, 7 und 9 Dunam) zur Produktion von Geflügel. Gemüse und Obst angelegt werden. In Kürze werden die ersten 30 Siedler) zur Ansiedlung kommen. Rasche industrielle Entwicklung im Haien von Haifa Haifa (Palnews). In Kürze werden die Pläne der Gebrüder Möller (die bei N a c h o d in Böhmen eine große Baumwollspinnerei betreiben) zur Ausführung gebracht. Die Gebrüder M o 11 e r beabsichtigen eine Baumwollspinnerei und -weberei zu errichten, die bei K f a r A 11 a in der Haifa-Bai auf einem 60 Dunam großen Gelände erbaut werden soll. Die Maschinen, die von den Skodawerken in Pilsen geliefert werden, kommen in nächster Zeit zur Verladung. Man rechnet im Anfang mit einer Beschäftigung von 300 Arbeitern. In der Haifa-Bai wird ein umfangreicher Lagerplatz für Baumaterialien angelegt, der für die dortigen Unternehmungen der Bauwirtschaft eine groß« Erleichterung bedeutet. Ueber den Geschäftsgang der Mineralwasserfabrik Carna hören wir, daß Verträge für den Export der Carna-Fabrikate nach Aegypten und Syrien abgeschlossen worden sind. Baldige Fertigstellung des lO.ÜOO-Tonnen-Palästina- Dampl'ers Haifa. (Palnews.) Zum Schiffahrtsprojekt der Hamburger Reederei Arnhold Bernstein, über das wir bereits berichtet haben, hören wir, daß der 10.0 00-t-Dampfer bald im Bau fertiggestellt sein dürfte. Die Gründung einer neuen palästinensischen Schiffahrtsgesellschaft ist in Aussicht genommen. Der Dampfer dürfte auf der Linie Haifa-Triest verkehren. Die erste Dampferankunft in Palästina? wird für den 22. Februar 1935 geplant. ' Das Land ohne Flagge Haifa. (Palnews.) Der „Palestine Maritim« Lloyd, Ltd.", über dessen Errichtung und Tätigkeit wir auf Grund eines Interviews mit dem Generaldirektor der Gesellschaft, Herrn Berc ovici, ausführlich berichtet haben, begegnet in der Frage der Schiffsflagge großen Schwierigkeiten. Der Lloyd wurde als palästinensische Ge- Seilschaft registriert. Die beiden von ihm angekauften und in Dienst gestellten Schiffe „Risveglio'J und „Progresso'\ die die Namen „Har Hakarmel" und „Har Zion" tragen sollen, verkehren bereits fahrplanmäßig auf der Linie Haifa-Istanbul-Kon- «tantzr. Da Palästina keine eigene Flagge besitzt, bestehen hinsichtlich der Flaggenfrage große Schwierigkeiten. Bekanntlich kam es kürzlich im Haifaer Hafen zu einem Flaggonkonflikt, als ein japanisches Schiff mit der Begründung, daß Palästina kein englisches Land sei, sich weigerte, die e n g Ii sehe Flagge zu hissen. Die Schiffe cies Palestine Maritime Lloyd, einer palästinensischen Gesellschaft, müssen selbstverständlich die palästinensische Flagge hissen — eine solche gibt es aber nicht. Alle Bemühungen der Direktoren der Gesellschaft bei der Palästina-Regierung in dieser Hinsicht sind bisher ergebnislos verlaufen. Man muß der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Regierung der Angelegenheit ihre Aufmerksamkeit zuwenden wird. Telephonverkehr Palästina—Tschechoslowakei Aus Prag: Amtlich wird mitgeteilt: Der Telephon- Verkehr zwischen der Tschechoslowakei und Palästina Über London wird mit sofortiger Wirksamkeit auf alle Orte in Palästina ausgedehnt, die Telaphonyerblndungen besitzen. Die Gebühren bleiben unver* ä ii d e r t. 3 Paläsfinareisen ita den 3 günstigsten Bedingungen 1 Abfahrten allwöchentlich 35 5 § Auskünfte und Anmeldungen: ~3 3 hi'ern. Reise» und Verkehrsbüro llntiinypffl" 22 S§ l.,Käimnerrm«3(u-W,3-6Uhr) f»UNlVcijUI =£ iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii