Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 8 (1934)
- Issue
- Heft 401 (28.9.1934)
- Date
- 1934-09-28
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 401 DIE NEUE WELT Seite T JÜPISCHE ELTEBM Kauft Schulbücher für Eure Kinder in der BudihamNung M. Rath, Wien 11/ Taborstr. SO 4 Telephon R-A5-305 Lehrbücher für Volks», Haupt* und Mittelschulen in den vorgefchriebenen Auflagen auf Lager. Verzeichniffe koftenfos HillervPropaganda im Vordem Orient GrUnhemden Aus Kairo meldet die P. T. A. (Polnische Telegrafenagentur) : Im Vorderen Orient ist in der letzten Zeit eine intensive Propaganda hakenkreuzlerischen Charakters zu bemerken. In Kairo wurde eine Organisation unter dem Namen „Jung-Aegypten" oder, wie man sie populär nennt, „Orünhemden" gegründet. Auch entstand hier eine Partei, welche Parolen betreffs Rassenreinheit ausgibt und einen Kampf gegen alles, was nicht bodenständig ist, führt. Palästina-Mandat für Hitler-Deutschland Aus Palästina wird gemeldet, daß dort eine arabische Jugendorganisation gegründet wurdej die ein dem Hitlerismus nahestehendes Programm aufgestellt hat. Die Führung dieser Organisation hat der arabische Führer Issa Bandak, der Herausgeber der Zeitung „Sad-Asch-Djab" in Bethlehem, übernommen. Dieser Issa Badag führt in seinem Blatt eine Propaganda, die darauf hinzielt, für die Uebernahme des Mandats über Palästina durch Hitler -Deutschland Stimmung zu machen. Jörn KippurirAnctachf unter antireligiösem Terror Aus Moskau (J. T. A.): Am Jörn Kippur waren sowohl die Synagogen als auch die von kommunistischer Seite veranstalteten anti-religiösen Versammlungen stark besucht. Während in den Synagogen das ältere Element vorherrschte, war die Jugend zum größten Teil durch ihre Organisationen zu den anti-religiösen Kundgebungen abkommandiert worden. In einem Falle haben sogar Gottesdienst und anti-religiöse Versammlung unter demselben Dach stattgefunden; hier war ein Teil der Synagoge vor längerer Zeit konfisziert und in einen kommunistischen Jugendklub umgewandelt worden. Tagsüber wurden demonstrativ lärmende Konzerte, Spiele und Tänze veranstaltet. Charakteristisch für den auf die. Jüdischen Arbeiter und Angestellten ausgeübten Druck ist die Tatsache, daß sehr viele Menschen zum Frühgottesdienst in die Synagoge kamen, um dann zur üblichen Zeit an ihren Beschäftigungsort zu eilen. Von den luden in Kanada Aus Quebeck: Dieser Tage feierte die'Stadt Quebeck das 300jährige Jubiläum ihres Bestehens und zu diesem Anlaß bringt die Presse Erinnerungen an den Anteil der Juden an der Entwicklung der Stadt. Beziehungen von Juden zur Stadt Quebeck und zu Kanada sind seit dem Jahre 1759/60 nachweisbar; als nämlich die Franzosen Montreal den Engländern übergeben mußten, ritt als erster englischer Offizier A a r o n Hart durch die Tore der Stadt, der später Generalkommissär der britischen WeürmaeM in Kanada wurde und seinen Sitz (1763) in Quebeck hatte. Aaron Hart war der erste Jude, der sich in Kanada niederließ, denn unter der Herrschaft der Franzosen war damals keinem Juden die Niederlassung in Kanada erlaubt. Für seine großen, dem Lande geleisteten Dienste erhielt er von der Regierung beträchtliche Ländereien geschenkt und wurde Beigneur of Becancour. Im Jahre 1807 wurde Ezekiel Hart, der zweite Sohn von Aaron Hart, als Vertreter der Three Rivers '(wo sich auch Quebeck befindet) in die Legislative gewählt,, auf sein ausdrückliches Verlangen wurde seine Vereidigung auf das Alte Testament vorgenommen, was lebhafte Parteikämpfe zur Folge hatte, weil die Opposition ein Gesetz für den Ausschluß der Juden aus dem Parlament verlangte. Schließlich kam es dazu, daß der Sitz Harts als vakant erklärt wurde, auch nachdem er in einer zweiten Wahl glänzend wiedergewählt wurde. Samuel Becancour Hart, Sohn von Ezekiel, nahm die Kampagne für die Gleichberechtigung der Juden (1831) in Kanada auf, die im folgenden Jahre bereits verwirklicht werden konnte, ein Vierteljahrhundert, bevor dies in England der Fall war. (Jüd. Preß-Zentrale.) Staatlich geprüfte Klavier-Pädagogin unterrichtet zu sehr billigen Preisen Erwachsene und Kinder mit viel Liebe und Geduld Wien VIII, Buchfeldg. 19/5, Tel. B.47-8-43 M eeoeimnis Der eleganten ine tmb bes eleganten £erm, tnelcfje trotj ö*öB*er Sparfamfett in beit Slusßabeii ftets rjornehm, mobern unb bet Saijresaeit gemäß pefleibet finb, ift feijr'leidjt ju föfen. 3)ie faft unglntiMid) btttiflen greife, ,311 melden Stfjiff« manns populäres „9Barenf)ctu5 ber Sparsamen" attueUe Äleibung, Scfjulje, fjüte 11 [u>. für Samen unb Serien I e t oertauft, matfjen es aflen leidet, für wenig ©clb mirflid) nett unb elegant ausaujeljeu. 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Oktober 1934 in eigener Regie die Jüdische Bühne eröffnet, hat den bekannten Schauspieler und Regisseur der Wilnaer Truppe, Herrn Alex Stein, zu einem längeren Gastspiel verpflichtet. Mit ihm sind eine Reihe prominentester Künstler engagiert. Die Saison beginnt mit dem bekannten historischen Drama „Der G o i 1 e m" von Lewik. Lustiger jüdischer Abend. Dienstag, den 2. Oktober 1934, findet im Hotel Continental, II., Taborstraße 2, ein lustiger Simchath-Thora-Abend unter Mitwirkung der beliebten Künstlerin Hilda Dulitzkaja, Cilly Bell, Adolf Bell und anderer prominenter Kräfte statt. Beginn 8 Uhr abends. PaläBtinaktmde. Von Hugo Hermanns Palästinakunde ist soeben die III. Lieferung (Fiba-Verlag, Wien) erschienen. Franz-J«aefs-Kai . 7-9 . (Eingaiig . Biberstraße). Einschreibungen in die demnächst beginnenden Abendkurse (H e b r ä i s c h, Eng Iis ch. Französisch, Esperanto. Gymnastik usw.) werden von Montag bis Donnerstag von. 7 bis 10 T.Thr abends in der Verbandskanzlei entgegengenommen. Dienstag, den 2. Oktober, 8 Uhr abends, gemütlicher Heimabend (Simchath-Thora-Aben d). OesterffeidiiscIi.palästmcnsischeWi'rischaris» und Handelskammer Ueber Intervention der österreichisch-palästinensischen Wirtschafts- und Handelskammer hat das Bundcsministeriuni für. Handel und Verkehr, Generaldirektion für die Ppst- und Telegraphenverwaltung folgende Erleichterung für den Postpaketverkehr nach Palästina mit Erlaß, Zahl 9064 vom 11. September 1934, bekanntgegeben: Mit Beziehung auf Ihr Schreiben vom 6 März d. J. teilen wir Ihnen mit, daß die Postverwaltung von Palästina gewisse Erleichterungen für die Verpackung der Sendungen augestanden hat. Es wird daher je nach der Natur des Inhaltes auch starke Pappe oder Wellpappe usw. zur Vernackung zugelassen sein. Hinsichtlich der Ausdehnung des Verkehres auf Pakete bis zu 20 Kilogramm hat die Postverwaltung von Palästina jedoch erklärt, nach allen Orten nur Pakete bis zum Gewichte von 10 Kilogramm zulassen zu können. Wir fugen hei daß nach und aus Palästina nicht nur im Verkehre mit Oesterreich, sondern im Verkehre mit allen anderen Ländern (auch mit Großbritannien) Postpakete nur bis zum Höchstgewichte von 10 Kilogramm zugelassen sind. HakoahsRingkampfe im Bayrischen Hof Die Hakoah nimmt am Donnerstag, den 27. d.. wieder das große Wagnis auf sich, mit einer Mannschaft an eine m Abend gegen zwei erstklassige Mannschaften im Rahmen der Wiener Mannschaftsmeisterschaft zu ringen. Die beiden Gegner der Hakoah. „Gaswerke" und „Wr. Sportklub", sind weitaus hoher einzuschätzen als ihre beiden letzten Gegner. Besonders der Sportklub „Gaswerke" sollte, wenn er komplett antritt, einen eventuellen Sieg Uber die Hakoah erringen. Die Ringer Bück, Schiorf, Feldstein und B o i k waren im früheren Arbeiterbund immer an der Spitze und konnten fast immer die Meisterschaften gewinnen. Doch auch die Wiener Sportklub-Leute Poppinger, Ulasch und Niemetz sind erster Klasse und dürften den Hakoah-Ringern manches aufzulösen geben. Dio Hakoah tritt vollständig mit ihrer bewährten Mannschaft an und da sich die Ringer in höchster Form befinden, wird man wirklich auserlesene und spannende Kämpfe zu sehen bekommen. Die Mannschaften treten in folgenden Aufstellungen an: „Gaswerke": Kubin, Boik, Bauer, Barbe, Schlerf I, Feldstein. Schlerf II. Hakoah: Bugcesta. Fjncsus. Schlanger, E. Gottlieb, Pelzmann, Müller, Bergmann. Wr. Sportklub: Doleschal, Kampik, Poppinger, Rtisizka, Uhrlatz, Niemetz, Rabl. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Eintrittspreise von S 1.— bis S 2.—. _. tOin Kurs für Bühnenbildner im Rahmen der Urania-Volkshochschulkurse soll theoretisch und praktisch zum Bühnenbildner ausbilden; er vermittelt die Grundlagen zum sicheren Gestalten in diesem Berufe. Der Besuch dieses Kurses kann Architekten und Malern, aber auch zeichnerisch begabten jungen Menschen die MÖglichket geben, sich einem schönen Beruf zuzuwenden. Namhafte Persönlichkeiten aus allen Gebieten des modernen Theaterbetriebes werden den Kurs durch wertvolle Gastvorlesungen bereichern. Anfragen an die Urania, Fernruf R-47-5-25. In diesem Hau§e wohnt««* die Billigkeit ... das: kann man mit Recht von dem populären „Warenhaus der Sparsamen'-, vom Schiffmann auf der Taborstraße" sagen. Immer wieder beweist Schiff mann seine besondere Leistungsfähigkeit und bilj't durch zeitgemäß billige Warenangebote allen, die mit jedem Groschen rechnen wollen' oder müssen. "Jetzt ist es Zeit, die Wohnung instand zu bringen und Fehlendes in Küche und Heim zu ergänzen .,. Schiffmann-Preise für alle Wirtschaftsartikel machen es leicht. Die Damenkonfektionsabteilung bringt 2 Preiswunder: Mooscrepe- Kleider, reine Wolle, Mongol-Plissee-Garnitur, in Modefarben, zu S 12.90 und Woll-Boucle-Damen-Mäntel mit großem, echtem Pelz-Schal-Kragen, K.-Seide gefüttert und watteliert, zu S 49.—. Moderne Schuhe, Hüte, alle Herbstneuheiten in Wasch-, Woll- und Seidenstoffen, Strickwaren usw. in großer Auswahl zu verblüffend billigen Preisen. Darum folgen auch diesmal alle Sparsamen dem Rufe: Auf zu Schiffmann, kauf , bei Schiffmann, II., Taborstraße 48. //Die Rothschilds" Selten hat sich ein Film mit einer solchen Wärme und Ueberzeugung des jüdischen -Problems angenommen, wie der ab Montag im Burg- und Rotenturm-Kino laufende Film „Die Rothschilds". Die Geschichte dieser berühmten Familie ist ein willkommener Anlaß, um das jüdische Problem aufzurollen und in einem Sinne zu zeigen, wie es gerade im Film überhaupt nie der Fall ist. Man kennt die Traditionstreue der Rothschilds im Religiösen, dieser Film zeigt, daß sie auch für die Juden als Volk gekämpft und alles dafür eingesetzt haben, was sie einzusetzen hatten. Wunderbare schauspielerische Leistungen, eine unerreichbare Einfühlung ins Detail machen den Film außerdem zu einem künstlerischen Erlebnis. Es wird wohl keinen Juden geben, der diesen Film nicht gesehen haben wird. " L Bezirk, Werdertorgasse für Veranstaltungen, Vorträge, Festlichkeiten, Hochzeiten etc. zu vermieten. Auskünfte nur telephonisch von 9 bis 3 Uhr Telephon A-4Q-1-89 und A-20-2-78 Jüdischer' Angestelltenverband „Emurtah". Ab 1. Oktober befindet aich der Sitz des Verbandes im Industriepalast, I.,