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Die neue Welt · 1934-09-28 · Heft 401 (28.9.1934) · page 8

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Journal
Die neue Welt
Volume
8 (1934)
Issue
Heft 401 (28.9.1934)
Date
1934-09-28
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite S DIE JVEUE WEL1 Nr. 401 GRABSTEINE FRIEDLÄNDER & DEUTSCH Wien,l.Be2., Seilenstettengasse2, Telephon V-28-1-2S XL Zentraftriedhof neb. d. 7. Tot, Teteohon V- W-O-flS Unsere jüdischen Leser werden auf die jüdische Buchhandlung- Hermann Tuchner (siehe Inserat) besonders aufmerksam gemacht, wo für alle Lehranstalten sämtliche Schulbücher (auch antiquarisch) zu ermäßigten Preisen erhältlich sind. Leihbibliothek eröffnet. 10 Groschen täglich. Keine Nebengebühren. Für Anfragen Telephon R-41-4-20. E Begeistert sind n\lv von den vielen Vorzügen der seit Jahrzehnten bewährten und beliebten „Reich"-Dauerbrandörou. ..Rtich"-Dauerbrandöfen sind für Inland- und Steinkohle, Koks und Anthrazit geeignet und erzielen eine r» d& iMfnM^igVM ■raa*... JKLSjbS, BOXC ALF - SCHWARZ M CROUPONSOHLE enorme Ersparnis an Heizmaterial. Primat, die neue Ofentype für Holzheizung, genießt 30 Prozent Bundeszuschuß. ,,Reich"-Dauerbrandöfen sind in jeder Größe, Farbe und Ausführung zu haben: IV., Preßgasse 23, und I., Parkring 12. Worüber Palästina lacht... Politische Seitenblicke Der Faster In einer Kolonie mieteten die Linken einen „Faste)-", damit er am Versöhnungstage für die Einwohner der Kolonie faste. Nachmittag ging einer zum „Faster", um zu sehen, ob dieser einen leichten Fasttag habe. Er traf den „Faster" bei einem Stück Gansfleisch an: „Was? Wir mieten dich, damit du fastest und nun ißt du?" „Aber, lieber Genosse" — antwortet der „Faster" — „ich faste nur für einige deiner Leute; für die ganze Kolonie kann ich nicht fasten." * In der Schule der Poale-Zion „Lernt man bei euch Religion?" „Ja." „Wo hält ihr?" „Morgen werden teir mit Gott fertig." * Aktiengesellschaften In Palästina schießen Aktiengesellschaften wie Pilze aus dem BQden. Wer einen Kopf und eine Hand hat, gründet eine A.-G. Der Generaldirektor einer neugegründeten A.-G. verhandelt mit den Vertretern des Syndikats einer Ziegelfabrik über die Lieferung von 10 Waggon Ziegel zum Bau eines Bürohauses der neuen A.-G. Handelseins gexoorden, besprechen sie die Zahlimgsmodalitäten. „Ich rechne" — meint der Generaldirektor —, „daß Sie zur Deckung Aktien unserer A.-G. nehmen werden." „Bitte, sehr gerne", antioortete der Vorstand des Syndikats gemütlich. „Unter welchen Bedingungen?" — fragt der Generaldirektor der A.-G. „Nun, ich denke pari.. . Ich liefere Ihnen 10 Waggon Ziegel und Sie mir 10 Waggon Aktien." Wer ist mehr — ein Arzt oder ein Maurer? Ein Tel-Awiwer, der eine heiratsfähige Tochter hat, läßt eineri Fchadchen rufen. Nach kurzer Einleitung nimmt der Schadehen ein Büchel heraus und meint: „Einen jungen A r z t, der vor kurzem aus Deutschland gekommen ist. .." Zuckt der Vater mit den Acliseln. Nein. Er will keinen Arzt! „Einen tüchtigen Rechtsanwalt, der eine gute Kanzlei hat, .." Zuckt der Tel-Awiwer mit den Achseln. Nein, Er vÄll keinen Rechtsanwalt! „Wollen Sie einen Ingenieur?" „Nein, einen Ingenieur will ich nicht!" „Einen Professor an der Hebräischen Universität?" Zuckt der Tel-Awiwer mit den Achseln. Nein. Einen Professor will er nicht! Da gerät der Schadehen in Erregung: „V/as glauben Sie? Für ihre schäbigen paar tausend Pfund Mitgift soll ich Ihnen vielleicht gar einen Maurer liefern?" Wochen-Kalender Sept-Okt. j "HWn 1934 | rrmn Tischri 5695 28 Freitag 19 Sabbateingang 5.30 29 Samstag 20 Sabbatausgang 6.30 n?np mssn imen?in 30 Sonntag 21 nzi Njpoin 1 Montag 22 tsic mit» ve» 2 Dienstag 23 m:n nncü 3 Mittwoch 24 4 Donnerstag 25 Ein Arbeitsloser in Palästina „Wie geht es Ihnen?" „Ausgezeichnet. Ich habe drei Söhne, der eine ist Rcchtsanivalt in Wien, der zweite Arzt in Berlin und der dntte Chemiker in Lemberg" „Und wovon leben Sie?" „Ich habe noch einen Sohn, einen Arbeitslosen in Tel-Awiw, der uyxterstiitzt mich!" Kulturbilder und Meinungen Wolkenkratzer in Tel-Awiw Ein An\enkaner besuchte den Bürgermeister Disengoff. Dieser führte ihn durch Tel-Awiw und mit Begeisterung zeigte, er ihm die Sehenswürdigkeiten der Stadt. „Ach" — ruft der Amerikaner —, „was ist das schon im Vergleich mit New York! Haben Sie aucli Wolkenkratzer?" Dizengoff dachte einen Augenblick nach und erwiderte: „Ja, gewiß haben wir welche. Nur geht es in Tel-Awiw nicht zusammen. Wir haben die Wolken separat und die Kratzer separat." * Hausbesitzer in Tel-Awiw Ein Amerikaner kam nach Talästina und mietete eine Wohnung. „Warum bauen Sie kein Haus?" „Sie glauben tvohl, daß ich ein armer Schlucker bin, wie die anderen Emigranten? Sie bauen Häuser, weil sie kein Geld für Miete haben; aber ich, Gott sei Dank, kann Miete zahlen." * Braut und Pardeß Ein junger Emigrant aus besserem Hause will in Palästina heiraten. Er läßt einen SchadcJien kommen. Der Schadehen: „Das Mädchen ist zwar nicht jung, hat aber dafür einen jungen Pardeß." Der Emigrant: „Ich wünsche ein junges Mädchen mit einem alten Pardeß." * Die Klagemauer Ein Amerikaner besucht Jerusalem und kommt zur Klagemauer. Er wird tief ergriffen, weint und betet, „Was sagen Sie zur Klagemauer?", fragt ihn ein Einheimischer. Worauf er antwortet: „Wenn die Juden schon einmal etwas Feines haben, verlegen sie es in eine düstere Ecke der alten Stadt zwischen den schmutzigen Arabern und man muß sich die Füße wundlaufen, bis man dorthin gelangt. Wie wäre es, wenn die Juden die Klagemauer am Strande von Tel-Awiw aufgestellt hätten! Und wenn sie schon glauben, daß die Mauer unbedingt in Jerusalem sein muß, hätten sie diese doch wenigstens auf der Jaffastraße aufstellen sollen!" * Man hört ganz gut „Adoni, ivas hört man von den 10 Pfund, die ich Ihnen geliehen habe?" „Man hört ganz gut." „Was heißt das?" „Ganz einfach. Ich habe mir für dieses Geld ein Radio gekauft und man hört ganz gut" * Im Hadassah-Spital Ein Mann kommt mit seiner Frau ins Spital. Ihre Krankheit «— ein krummer Rücken. Wie der Arzt erscheint, wendet sich der Mann an seine Frau: „Mirjam, steh' gerade, damit der Arzt sieht, daß du krumm bist." (Gesammelt und übersetzt von Josef Frankel.) IDauerbrandöfen Kamineinsäfze für Holz-, Koks-, und Kohlenfeuerung, auch auf Teilzahlung (eig. Teilzahlurigssysteni) Verkaufsstelle IX, Aiserplatz 3 (Phönixhaus) - Tel. A-21-9-90 BOXCALF* SCHWAR2 M-EIDECHS- IM IT- KOP* B! (N«£ RX $i # •rr<*wm^ mmaarm II TABORSTRASSE 48 Empfehlenswerte Firmen Restaurants, Cafes etc. Hotel-Restaurant „Stephanie", II.. Taborstraße 12. Vorzügliche Wiener Küche. Speisen am Rost. Menü ab S 1.60. Täglich frische Fische. Itcstnurant Billct, vorzügliche streng orthodoxe Küche, II., Hammer-Purgstall-Gasse, bei Salztorbrücke. Caf6-Restaurant Edison (Inh. Fleischmann), VIII., Alseri Straße i), Tel. B-43-0-47, B-43-0-86. C'afc-Itestaurant Espresso, I., Rotenturmstraße 1. Internationale kalte und warme Küche. Menüs zu billigen Preisen. 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Taborstraße 69. Tel. A-48-6-50. Anfragen und Wünsche, welche diese Rubrik betreffen, sind an dio Verwaltung des Blattes, IX., TJniversItütsstraße 8, Telephon A-20-2-78, zu richten. Verlanget uberall »Die Neue Weh« Lebensversicherungs-Gesellschaft P H Ö N IX Aus dem Jahresberichte 1933: Veraicherungsbestand ' S S.IOT.OOO.OCQ*-- Prämien- und Zinsen- Einnahmen Garantiemittel Auszahlungen an die Versicherten 211,000.000'- eso.ooo.ooo'- 72,000.008.- Tätlgkeitsgeblet: Oesterreich-. Deutsches Reich, Saargebiet, Cechoslovakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Fürstentum Liechtenstein, Ungarn, Polen, Jugoslavien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Tunis, Marokko, Irak und Aegypten. Eigentümer, Verleger, Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Oberbaurat Robert Stricker. —• Druck: Druckerei* und Verlags-A.-G. Ignaz Steinmann, beide Wie% LXf Voiversitäts&traße ~ " X

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