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Die neue Welt · 1934-09-28 · Heft 401 (28.9.1934) · page 6

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Journal
Die neue Welt
Volume
8 (1934)
Issue
Heft 401 (28.9.1934)
Date
1934-09-28
Page
– (sequence 6)
Language
German
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ffefte 6 Wr. 401 ÜBERSIEDLUNGEN EINLAGERUNGEN billigst durch Möbeltransporteur A L T B A C H VI, Kasernengasse 15 Tel. B-24-1-35 besteht, es gibt aber keine statistischen Daten, da die Beduinen die Grenze nicht durch die Regierungsstationen passieren. Wie ich aus meinen Informationen ersehe, sind vor allem zwei Tatsachen für die Lage Transjordaniens entscheidend : Wassermangel und Kapitalmangel. Was müßte, wenn Kapital zur Verfügung stehen würde, unternommen werden? Es wäre vieles zu tun: Bewässerungsanlagen, Beschaffung neuer landwirtschaftlicher Maschinen, neue landwirtschaftliche Bebauungsmethoden, Erweiterung der Pflanzungen, Gründung von Industrieunternehmen usw. In Akaba gibt es z. B. Fischereimöglichkeiten, die uns aber nichts nützen, da die Entfernung von Akaba nach Rabat-Amman, das den wichtigsten Markt des Landes darstellt, 250 Kilometer beträgt. Der Weg ist schlecht, die Fische würden unterwegs verderben. Wenn Kapital zur Verfügung stände, wäre es möglich, die Verbindungswege zu vervollkommnen und Kühlautos anzuschaffen. Auch eine Fischkonservenindustrie wäre aussichtsreich. Welches ist, rein wirtschaftlich gesehen, der Grund des Widerstandes gegen eine jüdische Einwanderung nach Transjordanien, die Kapital und Initiative ins Land bringen würde? Ihr Vertreter betonte ausdrücklich, daß die Frage unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und nicht unter politischen betrachtet werden solle. Eine Antwort auf diese Frage wurde nicht gegeben. Die befragte Persönlichkeit führte verschiedene politische und psychologische Gründe an..Ein wirtschaftlicher Grund für den Widerstand gegen die Einwanderung, durch die das immer mehr verarmende Land und seine Bevölkerung entwickelt und zur Blüte gebracht würde, konnte nicht angeführt werden. Erhöhte Ausbeule aus dem Toten Meer Aus J erusalem: Eine Ladung von 10.000 Säcken Pottasche (Kali), ein Teil der Ausbeute der Tote-Meer- Schätze, ist soeben nach England abgegangen. Es ist dies einer der groß ten Transporte, die je aus Palästina nach dem Ausland gegangen sind. Der Vorsitzende des Direktoriums der Palestine Pptash Company, Israel B r o d y, erklärte, daß die Ausbeute der Naturreichtümer des Toten Meeres im Steigen begriffen ist. Ebenso steigt stetig die Zahl der dort beschäftigten Arbeiter. Teleponverbindung Syrien—Palästina Aus Beirut (Palnews): Von Norrlsyrien aus wurde mit der Legung eines Telephonkabels über Mossui nach Bagdad begonnen. Der Telephonverkehr soll zu Anfang des» Jahres 1935 aufgenommen werden. Das palästinensische Netz wird an diese Leitung angescnicsser; werden. Eine 350.000-Pfund-Anleihe für Tel-Awiw Aus Paris: Wie die J. T. A. erfährt, ist'es Bürgermeister Dizengoff, der am 16. September von Marseille aus die Rückreise nach Palästina angetreten hat, vor seiner Abreise aus London gelungen, eine 350.000- Pfund-Anleihe für die Stadt Tel-Awiw zu günstigem Zinsfuß (weniger als 5 Prozent) zu sichern. Richtigstellung Wir erhielten folgende Zuschrift: „In Ihrer Nr. 400 vom 21. September wurde in der Notiz „Heldengedenkfeier" irrtümlicherweise angegeben, daß das von Herrn Arch. Ponzen, dem derzeitigen Leiter des Technischen Amtes der isr. Kultusgemeinde, entworfene Mausoleum unter meiner Leitung errichtet wurde. Ich ersuche, richtigzustellen, daß ich wohl derzeit Obmann der Baukommission der isr. Kultusgemeinde bin, aber das Mausoleum seinerzeit vom Technischen Amte unter der Leitung des Herrn Arch. Ernst Lindner nach dem Entwurf des Herrn Arch. Ponzen ausgeführt wurde. Hochachtend Stadtbaum.eister Ing. Eugen Buchbinder." Neuerscheinung Anfangs Oktober 1934 beginnt in Wien eine neue Zeitschrift „TEL-HAY" Monatsschrift des Berit Trumpeldor zu. erscheinen. Die Monatsschrift ist 24 Seiten stark (Oktavformat), mit farbigem Kartonumschlag versehen und mit Bildern aus der Betarbewegung ausgestattet. Die „Tel-Hay"-Monatsschrift ist das deutsche Organ des Shilton Betar (Abteilung: Mitteleuropäisches BetarkommisBariat), zählt die besten Köpfe des Revisionismus und des Betar zu seinen Ständigen Mitarbeitern und ist darum das repräsentative Organ des Revisionismus und der Berit-Trumpeldor-Bewegung» Aus dem Inhalt des ersten Heftes: VI. Jabotinsky: Das BoiUle Programm 'les Revisionismus; Dr. Koppel: Führertum und Organisation; Jevin: Die Gestalt des Gi.lus; .:. Revisionismus gegen Kommunismus; A. B. C. des Betari; M. Hausmann: Warum bin' ich beim Betar?; Der Betar in Jugoslawien; Sommerlager de» österreichischen Betar; Das Instruktorenlager in Humene; Bilder; Keren-Tel-Hay-Ausweis; Nachrichten usw. Jeder Betari und jeder Itevisionist abonniert TEL-HAY ii ff Monatsschrift des B.erit Trumpeldor Redaktion und Administration: Wien, I., Adlerg. 4, Tel. Xt-23-0-04. Abbnnementspreis für Oesterreich: Ganzjährig 8 6.—, halbjährig B 3.—; C. S. R.: tsch. K 30. bzw. tsch. K 15; Polen: ZI. 6, bzw. 21. 3; Jugoslawien: Dinar 80, bzw. Dinar 40; Schweiz und das Übrige Ausland: Schw. Fr. 5. bzw. Schw. Fr- 3.50. Wieviel trinkt Palä§tina? Eine äußerst geringe Kopfquote. Aus Tel-Awiw: Die Alkoholproduktions- und Verbrauchsziffern für das Jahr 1933, die von der Regierung veröffentlicht wurden, ergeben eine sehr beträchtliche Zunahme des inneren Alkoholverbrauches im Jahre 193 3, und zwar hat sich der Weinkonsum um nicht weniger als 34 Prozent, von 795.772 Liter im Jahre 1932 auf 1,066.416 Liter im Jahre 1933, gesteigert, der Spirituosenkonsum stieg um 16 Prozent von 359.957 Liter im Jahre 1932 auf 415.820 Liter im Jahre 1933. Die mit dem Jahre 1933 einsetzende starke jüdische Einwanderung und konjunkturelle Aufwärtsentwicklung haben also eine sehr beträchtliche Steigerung des Alkoholkonsums im Gefolge gehabt. Der Regierungsbericht kommt für das Jahr 1931 zu einer Verbrauchs-Kopfquote alkoholischer Getränke von nur 0,5 Liter für die Gesamtbevölkerung beziehungsweise 2 Liter, auf die nichtmoslemitische Bevölkerung bezogen), während der Kopfverbrauch in den europäischen Länder 10- bis 20mal so hoch ist, in Frankreich sogar 22,5 Liter erreicht. Angesichts dieses außerordentlich niedrigen Kopfverbrauches alkoholischer Getränke in Palästina, auf den der Regierungsbericht mit aller Deutlichkeit hinweist, ist der Vorschlag des Jerusalemer Handelskammerpräsidenten, den Konsum leichter Weine, durch uneingeschränkten, lizenzfreien Konsum zu fördern, besonders beachtlich. Durch die neue Regierungsverordnung vom 18. August 1934 wird aber beispielsweise die Kleinhandelslizenz für Getränkeverkauf außer Haus von 1 Pfund auf 9 Pfund erhöht. Eine derart hohe Lizenz ist für zahlreiche Detailhändler untragbar und muß den Weinabsatz einengen. Im Gegensatz dazu müßte es Aufgabe der Regierung sein, in Anbetracht des extrem mäßigen Alkoholkonsums der palästinensischen Bevölkerung dem notleidenden Weinbau auf fiskalischem Wege zu helfen,' stütt den durch die Einwanderung neuerdings ansteigenden Konsum abzudrosseln. - . * Die diesjährige Traubenernte ergab gegenüber dem Vorjahr einen Mehrertrag von etwa 10 Prozent, die Qualität der Trauben ist ausgezeichnet. Die steigende Tendenz des inneren Verbrauches seit dem letzten Jahre wie die Hoffnungen auf das Amerikageschäft haben zu einer Ausdehnung des Weinanbaues Veranlassung gegeben. Vor allem wurden in Sichron Jakob und Chedera neue Weingärten angelegt, in Rischon-le-Zion ist man davon abgekommen, Weingärten durch Orangenpflanzungen zu ersetzen, BrolpreisSteigerung in Palästina Aus Tel-Awiw wird uns berichtet: Die zu Beginn dieses Monats erfolgte 40prozentige Steigerung des Brotpreises stellt eine ernsthafte Belastung der an sich bereits außerordentlich hohen Lebenshaltungskosten in Palästina dar. Der Preis für ein kleines Brot wurde von 10 auf 14 Müs (1 Mil zirka 3 öst. Groschen), der Preis für ein großes von 20 auf 28 Müs erhöht. Inzwischen sind die Bäcker dazu übergegangen, die alten Brotpreise wiederherzustellen und das Gewicht des Brotes entsprechend zu reduzieren. Die Brotpreissteigerung übersteigt jedes gerechtfertigte Maß. Die Mehlpreise sind im Laufe der letzten Zeit um rund 30 Prozent von zirka 90 Pia3ter per 100 Kilogramm auf 120 Piaster (1 Piaster zirka 30 Groschen) gestiegen. Alle anderen Unkostenfaktoren sind aber kon? stant geblieben. Die Mehlpreissteigerung hätte eine höchstens lOprozentige Brotpreissteigerung gerechtfertigt. Vizebürgermeister Rockach (Tel-Awiw) hat mit den Bäckern wegen der Brotpreissteigerung Fühlung genommen, die Angelegenheit soll einer Prüfung unterzogen werden. Tatsache ist, daß die Bäcker den Brotpreis in der Zeit des Rückganges der Mehlpreise nicht gesenkt haben. Jedenfalls stellt der von den Bäckern eingeschlagene Weg eine unertägliche Belastung der Lebenshaltungskosten, die durch die außerordentlich hohen Mieten schon genug vorbelastet' sind, dar. Wenn dieses Beispiel Schule macht, dürfte es um die Kaufkraft der palästinensischen Bevölkerung und die Konjunktur bald geschehen sein. Die zweite Makkabia Vom 3. bis 7. April 1935 In Tel-Awiw Das Londoner Büro des Weltverbandes „Makkabia" teilt uns mit: Das Datum der zweiten Makkabia wurde nunmehr endgültig auf den 2. bis 7. April 1935 festgesetzt. Das Turn- und Sportprogramm ist veröffentlicht worden und umfaßt folgende Kämpfe: 1. Leichtathletik, 2. Turnen, 3. Schwimmen, 4. Rudern, 5. Boxen, 6. Ringen, 7. Gewichtheben, 8. Fechten, 9. Ju-Jutsu, 10. Fußball, 11. Hockey, 12. Handball, 13. Basketball, 14. Tennis, 15. Radfahren, 16. Motorradrennen, 17. Reiten, 18. Moderner Fünfkampf. .iliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii. An unsere gesdi« Bezieher in Polen Ab 1. Okober 1934 wird die Bezugsgebühr unseres Blattes für Polen auf ermäßigt. ZI. 1.50 monatlich Die Verwaltung der „Neuen Welt" IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII! ae&sjwi JCHIFFMANH ganz besonders billig! Vorhänge - Linoleum - Teppiche: Tupf-Bastiste, weiß und farbig, per Meter . . . . S — .59, S —.48 Indanthren-Vorhangstoffe, gestreift, 150 cm......S 1.50 K.-Seiden-Broche für Steppdecken und Vorhänge, 140 cm . S 3.90 Künstler-Vorhänge, 3teilig, farbig gestickt k S 3.90 K.-Sciden-Noppenrips, lichtecht, 130 cm . * < * * K . 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