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Die neue Welt · 1934-09-07 · Heft 397 (7.9.1934) · page 4

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Journal
Die neue Welt
Volume
8 (1934)
Issue
Heft 397 (7.9.1934)
Date
1934-09-07
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 4 DTE NEUE WELT Nr. 397 Das erste und führende Rumänische Restaurant SPRITZER Oiülier: Hotel National) jetzt, II. Hammer. Purgstall^. 7 (Nähe Dianabad) Alle ORIENTALISCHEN SPEZIALITÄTEN am Rost und Spieß Von der Juden§tfaai§partei Parteikonferenz in Westgalizien Referat und Vortragsreihe Robert Strickers Aus Krakau wird uns berichtet: Am 2. d. M. fand in Tarnow die erste Kreiskonferenz der Judenstaatspartei in Westgalizien statt. Die Konferenz der jungen Partei — vor zirka sechs Monaten wurde mit der Organisation begonnen — war ungemein stark besucht, aus zwanzig Orten und Jugendsiedlungen waren siebzig Delegierte erschienen. Der Besuch und der Verlauf der Konferenz bewies die große Werbekraft, welche das Herzl-Programm der auf dem letzten Zionisten- Kongresse unter dem Eindruck der trostlosen Zerfahrenheit der zionistischen Weltorganisation gegründeten Jüdenstaatspartei ausübt. Die Konferenz bedeutet aber auch einen großen, verdi2nten Erfolg des unermüdlichen und opferfreudigen Organisators und Vorsitzenden der Judenstaatspartei Westgaliziens, des Herrn Osias Potaschcr, welcher gegen große Widerstände förmlich aus dem Nichts eine starke Organisation geschaffen hat. Auffallend groß war der Anteil der Jugend, welche ihre besten Vertreter entsandt hatte. Den Vorsitz führte Herr Dr. Abraham Salz. Dieser alte Herzl-Zionist, Welcher die galizische Judenschaft auf dem ersten Zionistenkongreß Mi« am 13S ladet Sie höflichst ein 5 Prölsrstern in Basel vertreten hatte und viele Jahre himlurch Führer des Zionismus in Galizien war, ist dem Rufe der Judenstaatspartei gefolgt und hat sich voll und ganz in ihren Dienst gestellt. Im Anschlüsse an die Konferenz, auf welcher er das Referat über die Ideologie der Judenstaatspartei erstattete, unternahm Oberbaurat Robert Stricker, einer der Gründer der Judenstaatspartei und Verfasser ihres Programmos, eine Vortragsreise durch die großen Städte Westgaliziens, welche sich zu einem Siegeszuge des Judenstaatsgedankens und seiner jungen Partei gestaltete. In Krakau, Tarnow, Rzeszow und Jaroslau sprach Robert Stricker in dicht gefüllten Sälen vor einem gespannt lauschenden Publikum. In einem Lande, dessen Veranstaltungen in letzter Zeit leider allzu oft das Schauspiel wüster innerzionistischer Kämpfe geworden sind, wirkten diese Versammlungen, welchen Angehörige aller zionistischer Parteilager beiwohnten, durch ihren würdigen und begeisterten Verlauf erhebend Und befreiend. Der Verlauf der Kreiskonferenz und der anschließenden Versammlungen haben bewiesen, daß die Judenstaatspartei berufen ist, die in arge Verwirrung geratene zionistische Weltorganisation zu läutern und zu stärken, und vor allem die Jugend von fremden Ideologien jpi befreien und zu restloser Hingabe an die Befreiungsbewegung des jüdischen Volkes zu erziehen. Die Revisionisten und das Palästina-Parlament Das Exekutivkomitee der Union der Zionisten- Revisionisten ersucht die J. T. A. um die Verbreitung der Mitteilung, daß die von einer Londoner Zeitung gebrachte Nachricht, Jabotinsky sei bereit, in ein Palästina-Parlament einzutreten, die Revisionisten verhandeln mit der englischen Regierung über eine Basis ihres Eintritts in das Parlament und erhalten eine Anzahl Einreisezertifikate außerhalb der Kompetenz der Palästina-Aernter als Entgelt für eine Zurückhaltung in der Kritik an dem Parlamentsplan, von Anfang bis zu Ende erfunden ist und einen böswilligen Versuch darstellt, die jüdische öffentliche Meinung irrezuführen. Die Revisionisten halten an ihrer kompromißlosen Ablehnung aller Parlamentsprojekte betreffend Palästina kategorisch fest, das Exekutivkomitee ist gerade im Begriff, einen umfangreichen und entscheidenden F e 1 d z u g gegen den antizionistischen und dem Mandat widersprewenn Sie den Rat befolgen, Ihren Körper widerstandsfähig und widerstandskräftig zu machen. Im Kampf ums Dasein spielt es eine große Rolle, daß Sie keinen Tag verlieren, daß Sie durch keine Erkältung gezwungen werden, tagelang Ihrem Beruf, Ihrer Beschäftigung fernzubleiben. Gebrauchen Sie ständig jeden Tag DIANA- Franzbranntwein mit Menthol und Sie schützen sich am besten gegen alle Unbill des Winters und des Alters. In jedem besseren Geschäft erhältlicb. chenden Parlamentsplan durchzuführen und ist Uberzeugt, hierin die Unterstützung aller wahren zionistischen Patrioten zu finden. Rabbiner und Oberlandesprediger Doktor Zemach Rabbiner und fein neues Werk* „Die Trauer* und Trostreden in Bibel/ Talmud und Midrasch" Eine ausführliche Sammlung und nach den Traktaten geordnete Zusammenstellung der in Bibel, Talmud und Midrasch vorhandenen Trauer- und Trostreden über hervorragende Männer Israels aus der biblischen und talmudischen Epoche mit den dazugehörigen berühmten Kommentaren über Bibel, Talmud und Midrasch versehen, wie auch mit einem neuen Kommentar unter dem Namen Or-Chadesch des Verfassers. Sofia, Buchdruckerei Hamischpat 1934-35. Dr. Zemach Rabbiner hat sich bei den jüdischen Gemeinden Bulgariens und der Türkei durch zweierlei populär gemacht: durch seine Predigten und durch seine Schriften. Bereits im Jahre 1912 erschien als erstes Werk: „Die jüdischen Mütter in der biblischen Epoche nach Talmud und Midrasch", das in den gelehrten Kreisen des Orients und des Okzidents Aufsehen hervorrief. Weitere Schriften Rabbiners sind „Die Charaktergröße des Propheten Eli a", „Die Chanukakerzen als Symbol für die erhabenen Ideen des Judentums", „Die Bedingungen der Eheschließung bei den Juden von einst und jetz t", das, in bulgarischer Sprache geschrieben, auch von den Sofioter Universitätsprofessoren mit viel Anerkennung aufgenommen wurde. Wie der Leser aus dem Titel des besprochenen Buches ersieht, hat Dr. Rabbiner alle Trauer- und Trostreden, die sich in der Bibel, den beiden Talmuden und in den verschiedenen Midraschim befinden, systematisch gesammelt und geordnet, jede dieser Reden mit den dazugehörigen Kommentaren versehen und selbst seinen eigenen Komentar hinzugefügt. Von besonderem Wert ist das Vorwort, das allein schon ein Werk in kleinem Ausmaße darstellt. Auf KREUZa"KINO 'leTR-'il^-lö . Urauffflhrung: OER SCHATTEN DES Mr. STANFBELD (In der Gewalt des Maschinenmenschen). Votstellungen: k, %«, ViO, VnlO jeder Seite werden wir Von neuen Gedanken überrascht. Wir wollen den Leser auf die drei psychologischen Ursachen aufmerksam machen, die der Verfasser in seinem Vorworte angibt: Die Neigung Israels, Trauerhäuser zu betreten, Tote zu beklagen, die Leidtragenden zu trösten. Von gleich wertvollem Inhalt sind die. Erklärungen in der Einleitung über die Trauerreden, welche im jerusalemischen Talmud und in den verschiedenen Midraschim vorkommen. Das Werk umfaßt. insgesamt 300 Seiten, enthält 150 Trauer- und Trostreden, die der Verfasser aus allen Traktaten des Talmuds und Midrasch-Gebietes gesammelt hat. Dr. Zemach Rabbiner des Midrasch-Gebietes gesammelt hat. Dr. Zemach Rabbiner hat sich ein großes Verdienst bei den erworben, das ein unentbehrliches Handbuch für jeden Gelehrten, für jeden Talmudisten und für jeden Prediger geworden ist. Das Werk ist auch deshalb zu loben, weil es in einem schönen, leicht faßlichen, fesselnden hebräischen Stil geschrieben ist. Oberrabbiner Dr. A. Hananel (Sofia). Wien, I, Werdertorgasse 12 «IWlfi Tel. U-28-1-97 Volksschule mit Oeffentlichkeitsrecht (9-Uhr-Beginn), Hauptschule, Vorbereitungsklasse für Mittelschule, Sprachen- und Fortbildungsschule, Musik, Kunstgewerbe, Sport Tagesheim Internat Die zionistische Bewegung in Sowjetrußland In den letzten Tagen kamen in Palästina einige der führenden zionistischen Persönlichkeiten aus Sowjetrußland an, denen es gelungen war, nach großen Schwierigkeiten aus den Gegenden zu entkommen, wohin sie wegen zionistischer Betätigung verschickt worden waren. Ein Vertreter der palästinensischen Zeitungskorrespondenz „Pal kor" erhielt seitens eines dieser geflüchteten Zionisten eine Schilderung des gegenwärtigen. Zustandes der zionistischen Bewegung in Sowjetrußland und der Stimmungen, welche dort unter den jüdischen Massen herrschen. >■-*'; Unbeschadet der schweren Verfolgungen seitens der Sowjetregierung, welche Immer noch im Zionismus eine konterrevolutlonäre Bewegung sieht, wird; die ganze Zeit über durch die zionistisch-sozialistischen Organisationen eine mehr oder weniger lebhafte Tätigkeit entfaltet. Selbstverständlich trägt diese unterirdischen Charakter. Die Arbeit wird unter außerordentlich schweren Umständen geführt. Beim mindesten Verdacht der Zugehörigkeit zu einer zionistischen Gruppe droht Gefängnis oder Deportation. Zur Zeit befinden sich ungefähr tausend gulon N*udegger-Äu*o~, Moforrad-ScUler, billigen . ' Villi N«ucfcg«»i»rgM» 18, Telephon 8.46.5- 72 unr! Ir./e- " . '.„. dort bei Wien, Nif'J«ro«teireich E!< kfi.iclio* I i"! -v > Zionisten in der Verbannung, in den Konzentrationslagern und in den sogenannten „Pölit-Isolatoren". Die Lage der eingesperrten und verschickten Zionisten ist außerordentlich schwer. Selten gelingt es jemandem, aus den Verbannungsorten zurückzukehren. Selbst wenn man seine Strafe schon verbüßt hat, ist es schwer, den Verbannungsort wegen der neueingeführten „Passportisazic" (die Verpflichtung, einen neuen. Paß zu nehmen); zu verlassen, da dieser neue Paß es unmöglich macht, sich im Lande frei zu bewegen. Man muß noch nach der Befreiung am Ort bleiben, wo man ständig Schikanen, Revisionen usw. ausgesetzt ist. Wenn jemand seine Strafe erledigt hat, wird sie in vielen Fällen prolongiert, so daß oft die Verschickungsdauer gar nicht aufhört. Die wenigen, denen es dennoch gelingt, formal befreit zu werden, können sich ihre Lage nicht verbessern; manchmal trifft sie die Freiheit noch schwerer, weil sie ohne Anrecht auf Lebensmittelkarten sind, die sie zur Zeit der Verschickung hatten. Die Arbeit für den Zionismus in Sowjetrußland ist, unabhängig von den gc- ~~ ÜBERSIEDLUNGEN EINLAGERUNGEN billigst durch Möbelfransporteur A L T B A C H VI, Kasernengasse 15 Tel. B-24-1-35 nannten Schwierigkeiten, keinen Tag unterbrochen worden. Es gibt ein Zentralkomitee, der zionistischsozialistischen Bewegung, das im geheimen ein periodisches Bulletin herausgibt, welche sich hauptsächlich mit der Information der Leser über die Vorgänge in der zionistischen Welt und in Palästina beschäftigt. Noch niemals, erklärt der Sowjetrußland entkommene russische Zionist, hat es im russischen Judentum so starke zionistische Stimmungen gegeben wie jetzt. Noch niemals, auch nicht zur Zeit der höchsten Blüte des russischen Zionismus unmittelbar nach der Kerenski-Revolution, sind die russisch-jüdischen Massen somächtig von der zionistischen Idee angezogen worden wie heute unter dem Joch der bolschewistischen Diktatur. Es unterliegt keinem Zweifel, daß, wenn man jetzt den russischen Juden irgend eine Möglichkeit der Auswanderung geben sollte, der Drang nach Palästina so groß wäre, wie er nirgends und in keinem jüdischen Flepk der Welt zu verzeichnen, ist. JÜDISCHE ELTERN! Kauft Schulbücher für Eure Kinder in der Buchhandlung ML Rath, Wien 11/ Taborslr. 20 A Telephon R-45-305 Lehrbücher für Volks», Haupt* und Mittelschulen in den vorgefchriebenen _Auflagen auf Lager. Verzeichniffe koltenlos Die deutsche Antisemitische Propaganda in der Welt Die Weltpresse veröffentlicht Mitteilungen über die Organisation der Hitler-Propaganda.in Nbrdafrika und in Palästina. Das Zentrum dieser Propaganda befinde sich in Berlin im außenpolitischen Amt der Nationalsozialistischen Partei, das Rosenberg unterstehe. Zweimal monatlich nehme Goebbels an den Sitzungen in diesem Amt teil. Rosenberg verfüge für die Propaganda in Französisch-Nordafrika, Aegypten, Syrien und Palästina Uber 8,360.000 Reichsmark monatlich. Das außenpolitische Amt habe 60 Schriften in arabischer Sprache und in anderen orientalischen Sprachen herausgeben lassen, zu dem ausschließlichen Zweck der nationalsozialistischen Propaganda. Das Ziel dieser Propaganda sei, die Welt des Islam gegen die Juden, Frankreich und E n g- 1 a n d aufzuhetzen und gleichzeitig in Französlsch-Nordafrlka für den Kriegsfall einen Aufstand vorzubereiten. Brüder Schiffmann IL Tdborsträße 48 gratulieren allen Kunden, Verwandten u. Bekannten zum Neuen Jahr üx und Frieda Schiffmann II, Taborstraße 44 wünschen allen Verwandten, Freunden und Bekannten anläßlich des Jahreswechsels mitt nawn ra*«

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