Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 8 (1934)
- Issue
- Heft 386 (31.7.1934)
- Date
- 1934-07-31
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 DIE NEUE WELT Nr. 386 etwaigen Versuchen gewisser sich „vaterländisch" nennender Kreise, legitime jüdische Positionen zu unterminieren, mit aller Offenheit entgegengetreten werde. Befürchtungen jüdischerseits, daß dies vielleicht nicht geschehen werde, erhalten durch verschiedene Nachrichten Nahrung. Wie der J. T. A. aus London telegraphiert wird, hat der Vizekanzler Fürst Starhemberg auf Fragen des Wiener Vertreters des Londoner „Daily Expreß" hinsichtlich der jüdischen Situation unter dem nunmehr zu erwartenden Regime die folgende Antwort erteilt: „Die österreichischen Juden besetzen eine solche Zahl von öffentlichen Posten, von Stellen in den verschiedenen Berufen und Diensten, von Positionen im Kunstleben, daß diese Zahl weit über ihre Proportion und ihr zahlenmäßiges Verhältnis Innerhalb der allgemeinen Bevölkerung hinausgeht. Wir haben im Kriege und nach dem Kriege einen solchen Zufluß von jüdischen Flüchtlingen aus verschiedenen Teilen der früheren Monarchie aufgenommen, daß wir nicht alle absorbieren können. Der so tragisch ums Leben gekommene Bundeskanzler Dollfuß trug den Spitznamen „Pontius Pilatus derösterreichischenJude n". Unsere künftigen Maßnahmen gegen die Juden werden nicht aggresiv, sondern rein defensiver Natur sein. Eine Unterdrückung der Juden oder gar ein Pogrom wird in Oesterreich nicht stattfinden." Mit wieviel Objektivität auch immer man diese Erklärung liest — man hat das Gefühl, daß zwischen ihr und der Deklaration, Oesterreich werde dem Hitlerismus keinerlei Konzession machen, ein Widerspruch besteht. Es gilt darum, diese Diskrepanz so rasch als möglich aus der Welt zu schaffen. Zum Tode des o§terfe.drisdien Bunde§kanzlers Der Jüdische Volksbund Oesterreichs (Jüdische Volkspartei) hat an die hohe Bundesregierung nachstehendes Kondolenzachreiben gerichtet: Wien, am 27. Juli 1934. An die Hohe Bundesregierung zu W i e n. Der gefertigte Jüdische Volksbund Oesterreichs (Jüdische Volkspartei) ist durch die erschütternde Kunde vom Ableben des Herrn Bundeskanzlers Dr. Engelbert Dollfuß in tiefste Trauer vsrsßtzti Wie alle vaterlandstreuen Schichten der österreichisch^ Bevölkerung empfindet auch die jUdischnatinnale, daß ein unermeßlicher Verlust nicht nur Oesterreich, sondern die ganze zivilisierte, am Frieden unter den Nationen interessierte Welt betroffen hat. WoTte reichen nicht aus, urn der Abscheu vor dem Verbrechen, dem ein Staatsmann und Mensch höchster Qualität zum Opfer fiel, Ausdruck zu verleihen. . Der Jüdische Volksbund Oesterreichs (Jüdische Volkspartei), der das ernste und würdevolle, nur dem Wohle unseres geliebten Oesterreich geweihte Streben des Verblichenen immer und allerorts zu unterstützen bestrebt war, spricht der Hohen Bundesregierung die innigste Anteilnahme aus. Der Jüdische Volksbund Oesterreichs versichert, daß es weiterhin seine ganze Kraft einsetzen wird, um alle Bemühungen zum Wohle Oesterreichs im Sinne des Dahingegangenen tatkräftigst zu fördern. Mit ergebenster Hochachtung zeichnet für den Jüdischen Volksbund: Robert Stricker, als Obmann. Ein tiefempfundenes Beileidschreiben sandten ferner die Judenstaatspartei Oesterreichs und die Weltorganisation der Juden Staat apartei. •_ Die 1200 zusätzlichen Zertifikate Aus Jerusalem meldet die J. T. A.: Die Palästina-Regierung bewilligte am 23. Juli weitere 1200 Einwanderungszertifikate an die Jewish Agency über die Anfang Mai für das laufende Halbjahr festgesetzte Einwänderungsquote von 5600 hinaus. Die Hälfte der Zertifikate soll deutschen Juden zugeteilt werden. Die J. T. A. bemerkt hiezu u. a.: Durch diese Erhöhung der Einwanderungsquote für das laufende Halbjahr wird den dringenden Wünschen der Jewish Agency und der palästinensischen Judenheit, wenn auch in ziemlich beschränktem Umfang, Rechnung getragen. Die Palästina-Exekutive der Jewish Agency hatte nach einer unter Mitwirkung von Beamten der PalästinaderPaiästina-Wirtschaft und eine fundamentale genauen Erhebung des Arbeiterbedarfes für dieses Halbjahr 20.100 Zertifikate angefordert. In der Beschränkung der Arbeitereinwanderung auf nur ein Viertel des objektiv festgestellten Bedarfs erblickte die Agency ebenso wie alle am Aufbau und Fortschritt Palästinas interessierten Kreise eine schwere Gefährdung der Palästin a w irtschaft und eine fundamentale Verletzung der Verpflichtungen, die England als Mandatar des Völkerbundes in bezug auf die Errichtung des Jüdischen Nationalheims in Palästina übernommen hat. Denn die weitere Verschärfung des bestehenden Arbeitermangels mußte insbesondere auch dazu führen, daß in immer steigendem Maße arabische Arbeitskräfte eingesetzt und die unter unendlichen Opfern erreichten Positionen der Juden in der palästinensischen Landwirtschaft erschüttert wurden. Gegen die radikale Kürzung der verlangten Einwanderungsquote setzte eine Protestbewegung ein, die sich noch verschärfte, als bald darauf die Palästina- Regierung die bekannte Verfügung gegen das Postenstehen zum Schutze jüdischer Arbeit traf. Am 23. Mai wurde in allen jüdischen Siedlungen Palästinas ein von der Assefath Haniwcharim proklamierter halbtägiger Proteststreik gegen Einschränkung der jüdischen Einwanderung und Behinderung des Schutzes jüdischer Arbeit durchgeführt, in dessen Verlauf es in Tel-Awiw im Anschluß an eine Massenversammlung zu Straßenzusammenstößen kam, bei denen 45 Personen Verletzt wurden» Die iudisdie Kolonisation Palästinas Seit einiger Zelt wird von englischer Seit« die Parole ausgegeben, die Juden mögen snr Entspannung der jüdisch-arabischen Begehungen mehr Araber beschäftigen. Dieser Anregung dient auch der nachstehende Aufsatz des londoner Regierungsblattes „Times", der kürzlich erschienen Ist: Die englische Regierung und da« englische Volk müssen in Betracht ziehen, daß der Begriff „Jüdisches Nationalhelm" sich geändert hat und sich heute nicht so präsentiert, wie man es früher betrachtet hat nnd wie es die ersten Zionlsten erhofft haben. Wir sind Jetzt weit entfernt von der Epoche Jener Jüdischen Kolonisation, die sich mit dem Austrocknen von Sümpfen und mit der Urbarmachung Öder Felder beschäftigt hat. Während man früher mit Zehntausenden neuer Emigranten rechnen konnte, muß man jetzt mit Hundertausenden operieren. . . . Die ziontstl sehe Bewegung hat an der Hochkonjunktur Palastinas großen Anteil. Welchen Preis auch immer der Jude in Palästina bezahlt, immer fühlt er, daß er sein nationales Helm aufbaut. Man hat gewisse Einschränkungen der Einwanderung eingeführt. Im April 1933 hat die Jewish Agency 12.750 Zertifikate verlangt, aber von der Palästina-Regierung bloß 5500 zugewiesen erhalten. Im April 1934 ist die Anforderimg der Jewish Agency auf 20.100 gestiegen, während die Regierung nur 5800 Zertifikate bewilligt hat. Diese Beschränkungen rufen beim Jischuw Unzufriedenheit hervor. Die Jewish Agency begründet ihre Forderungen mit dem Mangel an jüdischen Arbeitshänden in Tel-Awiw und in anderen Punkten Palästinas. Die Palästina-Regierung nimmt diese Beschwerde nicht zur Kenntnis, weil sie der Ansicht ist, daß die neugebauten Häuser die neuen Emigranten nicht mit Lebensmitteln und nicht mit Lebensunterhalt werden versorgen können. Die Regierung glaubt auch, daß gewisse Investitionen spekulativen Charakter tragen und verschiedene neue Unternehmungen nur vom Kredit leben. Was wird geschehen, wenn plötzlich 20.000 Emigranten arbeitslos werden? Die Regierung ist auch davon überzeugt, daß die Zahl der illegalen Emigranten die Differenz der gegebenen und der angeforderten Zertifikate fast ausgleicht. Die Juden antworten auf die Maßnahmen der Regierung voller Ungeduld: „Seid nicht so pedantisch! Ihr berücksichtigt nicht, daß auf der Welt hunderttausende Juden vorhanden sind, die auf den Augenblick warten, wo sie nach Palästina kommen können, und jeder von ihnen wird ein Kapital mitführen und seinem Nachbarn in Palä- I Restaurant ROTH" ttlM j i empfiehlt seine reichhaltigen Menüs? g fj Supp«, Braten, Qimif, MahlcpcUa............S 1.30 || fj Suppe, traten od« V, Huhn, C«mQia, Kompctt, Mehli paii S 1.A0 g Ü Kalbs* and ftindfbratan & la earit.........tO Grotdttn § §§ 10 dkg. gabratfln«! Oanif..............£0 Groidicn §j stlna Nutzen bringen. Wir sind Imstande, eine „Selbstverscrgungsgesellschaft" zu schaffen. Wir haben bereits Menschen und Kapitalien hlefUr bereit. Wir können von jedem Millimeter Erde zehnmal soviel herausbekommen, Wie man bisher auf ihm produziert hat. Weshalb hindert Ihr uns daran? Ihr habt uns das Wort gegeben, uns bei der Errichtung unserer Heimstätte zu helfen. Wollt ihr euer Wort brechen?" Phantasten, Agitatoren, Politiker und sogar Männer der Wirtschaft lieben es, ihre Phantasie frei spielen zu lassen. Regierungen aber sind ausnahmslos gezwungen, mit nüchternen Tatsachen zu rechnen, und selbst, wenn sie sich zu Experimenten entschließen, müssen sie sich eine Begrenzung auferlegen, auf daß jene ihnen nicht zu teuer zu stehen kommen. Die Regierung kann Hoffnungen nicht als reale Fakten in Ihr Kalkül ziehen. Sie kann auch nicht fest sein auf die Entwicklung einer Industrie, welche sich auf so teuren Bauplätzen und bei einem so hohen Arbeitslohn (bis 1 Pfund pro Tag) etabliert. Die Revisionisten verlangen, daß die Regierung die Durchführung der Kolonisation in Palästina übernehme; aber in diesem Fall müßte die Regierung eine Kalkulation anstellen über den Lebensstandard der jüdischen Kolonisten und ihn dem Standard der arabischen Fellachen annähern, eine Rechnung, die sich die jüdischen Kolonisten selbst gemacht haben. Die Regierung kann für die Juden nur das tun, was sie für die Araber tut. Sie muß sich im gleichen Maß um die Juden wie um die Araber kümmern. Würde die jüdische Einwanderung Palästina überschwemmen» dann würde sie die Araber beiseite schieben, und die englische Regierung hat kein Recht, dies zuzulassen. Die Zionisten spielen sehr gerne mit dem Argument, daß die Araber viel von der jüdischen Einwanderung profitieren und daß je größer die Einwanderung würde, desto höher der Wohlstand der arabischen Bevölkerung anstiege. Sie weisen darauf hin, daß die Araber ihrerseits in ganz kurzer Zeit zur Intensivierung der Landwirtschaft gelangen könnten, wie dies bei den Juden auf Grund einer wissenschaftlich organisierten Oekonomie der Fall Ist. Diese Meinung ist falsch, da dem Araber sowohl die landwirtschaftliche Vorbildung als auch die nötigen Kapitalien fehlen. Im Orangenbau versucht der Araber mit dem Juden zu konkurrieren, aber in den anderen Produktionszweigen kann er ihm nicht folgen. Daher verlangt der Araber Schutz. Würden die Juden es mit der Zusammenarbeit mit den Arabern und der Errichtung eines „nationalen Helms" ernst meinen, dann würden sie eine größere Zahl von Arabern beschäftigen, tun den jüdischen Lebensstandard an den arabischen anzugleichen. Dies könnte schnell die gegenwärtigen Schwierigkeiten beseitigen, auf welche man jetzt in Palästina stößt. Aber die Zionisten wollen dem nicht zustimmen. * Wie man sieht, liegt der Betrachtung der „Times" eine Mentalität zugrunde, die den Bestand der Balfour- Dcklaration und der Mandatsbestimrmingen ignoriert. Die Schwäche der Jewish Agency, die immer mehr vom legitimen Weg des Judenstaates abwich, hat diese Einstellung des einflußreichen britischen Organs mltverschuldct. Die Uebersdhwemmungskataslrophe in Galaxien Warschau, 27. Juli. (J.T. A.) Der durch die Ueberschwemmungskatastrophe in Galizien entstandene Schaden wird auf eine Milliarde Zloty geschätzt, davon entfällt mindestens ein Fünftel, also Über- 200 Millionen Zloty, auf vernichteten jüdischen Besitz. In dem Uberschwemmten Städtchen R a b k a ist der 39jährige jüdische Reserveoffizier Josef Neugass er, nachdem er mehrere Einwohner aus den Fluten gerettet hatte, bei einem neuerlichen Rettungsversuch ertrunken. Er wurde in einem von der jüdischen Gemeinde gestifteten Ehrengrab beigesetzt. Allein in Sandomierz und Umgebung sind mehr als .100 jüdische Familien durch die Katastrophe obdach- und mittellos geworden. Etwa dreißig jüdische Fruchthändler, Pächter von Obstgärten, die nun durch die Fluten zerstört sind, haben ihr ganzes Vermögen verloren. Jüdische Städtchen, die von der Katastrophe teilweise verschont worden sind, sind ohne jedes Einkommen, da die ruinierte Dorfbevölkerung ohne jede Kaufkraft ist. * Krakau, 26. Juli. (J.T.A.) Die jüdischen Gemeinden in diesen Gebieten befinden sich in einer schweren Notlage. Viele Hunderte jüdische Familien blieben ohne Dach über dem Haupt und aller Mittel entblößt, nachdem ihre Häuser samt Einrichtung, sowie Läden samt Warenbestand von den Fluten weggeschwemmt worden sind. Die vielen jüdischen Familien, die Fischteiche besaßen, haben ihre Existenz verloren, da die Fluten die Teiche zerstört haben und der gesamte Fischbestand weggeschwemmt wurde. In vielen Städten und Dörfern leidet die jüdische Bevölkerung Hunger. Bis heute hat sich noch kein Rettungskomitee zur Versorgung der Unglücklichen mit der notwendigsten Nahrung gebildet. Aus sehr vielen Orten treffen verbürgte Nachrichten ein, daß Juden in den Fluten den Tod gefunden haben. Man geht nicht fehl, wenn man die jüdischen Todesopfer der Katastrophe auf ungefähr 50 Seelen schätzt. Am schwersten betroffen wurde die jüdische Gemeinde in Nowy Soncz. In dem von Juden bewohnten Städtchen Szczuczin bei Tarnow wurde die Mehrzahl der Häuser von den Fluten der Weichsel weggeschwemmt. Viele jüdische Städtchen sind wie ausgestorben. Unter den amtlichen Verzeichnissen von Personen, die sich bei den Rettungsarbeiten hervorgetan und dabei den Tod gefunden haben, befinden sich mehrere Juden, unter Ihnen der Jüdische Soldat Israel P a 11 e r. Aus New York wird der J.T.A. telegraphiert, daß der Verband der polnischen Juden in Amerika eine Rettungsaktion für die Opfer der Ueberschwemmung eingeleitet hat. Der ungarische Minister des Innern hat mit sofortiger Wirkung die drei auf militärischer Grundlage gebildeten Kampforganisationen der ungarländschen nationalsozialistischen Bewegung: die „Spitzengarde", „Ordnungsgarde" und „Jugendgarde", mit der Begründung verboten, daß nur der Staat das Recht zur Unterhaltung von militärischen Formationen habe. Die jüdischen Zeitungen geben ihrer lebhaften Genugtuung über die Verordnung des Innenministers Ausdruck, lenken aber zugleich die Aufmerksamkeit des Ministers auf den Umstand, daß die Aufhetzung der Maßen auch auf geistigem Wege erfolge; die Presseerzeugnisse der nationalsozialistischen Partei ergehen sich namentlich in der Provinz in den wüstesten Ausfällen gegen die ungarische Judenheit. * „Pariser Tageblatt" veröffentlicht ctfie Schilderung der geradezu entsetzlichen Not, in der sich ein erheblicher Teil der deutschen Flüchtlinge in Paris befindet. Im Augenblick neu in Not geratene Emigranten finden so gut wie gar keine Unterstützung, da Neueintragungen nicht mehr vorgenommen werden. Seitens des „Comitö National" werden dem deutschen Komitee noch jetzt täglich 500 bis 600 Francs zur Verfügung gestellt. Aber was bedeutet diese Summe gegenüber den täglich hundert Bittstellern, die ihre ernsteste Notlage begründen können. Die ersten zwanzig bis fünfundzwanzig Antragsteiler erhalten kleine Beträge zwischen 15 und 50 Francs mit dem Bemerken, sie sollten nun aber nicht mehr wiederkommen. Die andere, weit größere Zahl wird einfach abgewiesen. Die persönliche Behandlung, die zu einem Teil die Flüchtlinge m Büro des „Comite" National" erfahren, bildet ein besonders dunkles Kapitel der Pariser Flüchtlingsfürsorge. Es sind letzthin von selten einiger Flüchtlinge Ausschreitungen auf dem Büro vorgekommen. Unzählig sind die Beschwerden, die den großen jüdischen Organisationen über die Behandlung der Flüchtlinge zugegangen sind. Die Erste Kammer der holländischen Generalstaaten (Parlament) hat ein Gesetz zum Schutz der öffentlichen Ordnung angenommen, das unter anderem auch schwere Strafen für die Verbreitung antisemitischer Schriften und für aufreizende Reden gegen den jüdischen 'eil der Bevölkerung vorsieht. Das Gesetz wurde mit 24 gegen 10 Stimmen beschlossen. Die Gegenstimmen wurden von den sozialdemokratischen Mitgliedern der Kammer abgegeben, ,die jedoch erklärten, daß sie mit dem gegen die antisemitische Propaganda gerichteten Passus einverstanden seien. Das Gesetz wird von allen maßgebenden holländischen Zeitungen begrüßt.