Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 8 (1934)
- Issue
- Heft 382 (17.7.1934)
- Date
- 1934-07-17
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 DIE NEUE WELT Nr. 382 Akadem. Klub „BRIUTH" Sommerauf enthalt i n Podgora^Makar§ka (SttddalmatleiO 3 Wochen..........S 138.— 4 ..........S 159.- Im Preise sind inbegriffen: Hin- und Rückfahrt, Log1«, Verpflegung und Strandbad sowie Trinkgeld und sämtliche Abgaben. Auskünfte und Anmeldungen: ISAK HOROWiTZ, cand. med. Wien "ä, Stern eckplatt 3/9 - Täglich von 14 bU 18 Uhr mandatfc ausgenützt und wie sie beim Kongreß in eben diesem Prag vor aller Welt die revisionistische Partei, mit ihren zehntausenden Wählern, diffamiert und um dieses Zieles willen die lebenswichtigen Beratungen unsere« Voiksparlaments schwer geschädigt hat? Und dieser Diffamierungsfeldzug wurde auch nach dem Kongreß unentwegt, auf der Gasse, in der Presse, im Voruntersuchungs- und Prozeßverfahren fortgesetzt. Weit Uber die Pflicht von Bürgern hinaus, welche zur Aufdeckung einer Freveltat mitzuwirken berufen sind, schuf man hierzulande eine Atmosphäre, wonach es geradezu Fraktionssache der Liniken wurde, die von der Polizei verdächtigten drei Revisionisten zur Strecke zu bringen. Das durch Wochen in breiter Oeffentlichfceit abrollende Prozeßverfahren hat diese giftgeschwängerte Atmosphäre weithin aufgezeigt. Es war ein höchst unerquickliches Schauspiel, gerade jene Fraktion, die sich stets als Vorkämpferin der Freiheit rühmt, Hand in Hand mit einer Polizei zu sehen, deren anrüchige Methoden sie neuerdings aLs Organ der britischen Politik verraten hat. Dieser Hin\vei3 genüge! Bitte, bloß ein einziges Blitzlicht auf diesen Prozeß: Die belastende Zeugenaussage des Ehepaares Chasan, wonach Stawsky und Achimeir ein paar Stunden vor dem Mord in Tel-Awiw weilten, wurde durch eine ganze Reihe zuverlässiger Alibizeugen als Meineid entlarvt. Dabei kam durch Aussagen der Arbeitsgenossen Chasans hervor, er habe sich ihnen gegenüber seines Meineids noch gerühmt, da es gelte, diese Feinde der Hista'druth, diese „Streikbrecher" zu vertilgen ... Obgleich das Gericht der Frage des Motivs ausgewichen ist, findet Frau Luft (Gerda Luft-Arlosoroff) es „voll bestätigt, daß der Mord von einer revisionistischterroristischen Gruppe geplant und durchgeführt worden ist". Frau Luft gleitet darüber hinweg, daß der einzige jüdische Richter des Senats für vollen Freispruch auch Stawskys plädiert hat, da nach seiner Ueberzeugung ein Mord nicht aus politischen Motiven, sondern gelegentlich eines Sittlichkeitsattentates vorliegt! Frau Luf höhnt, daß sich „die revisionistische Presse sofort hinter die Hoffnung auf Appellation geflüchtet hat" (die doch nach hiesigem Gesetz automatisch Platz greift) und daß man auch nach Bestätigung des ersten Urteiles von einem Justizirrtum sprechen wird, wie sich ja schon heute Oberrabbiner Kuk für Stawskys Unschuld verbürge ... Kuk und wir alle im Land, welche nicht einem strengen Fraktionsdiktat unterliegen, wollten dein Ersturteil nicht vorgreifen, weil ja ein Senat von berufsmäßigen und vereidigten Richtern noch immer die beste Gewähr eines verläßlichen Urteils verhieß.' Aber gab es noch nie ein Fehlurteil? Kuk, Dizengoff, Smilansky, Prof. Klausner und hundert andere prominente Personen des Jischuw, welche nun mit Aufrufen an die jüdische und nichtjüdische Welt hervortreten, glauben auf Grund des Beweisverfahrens, das sich ja nicht nur vor dem Gerichtshof abgespielt hat, an die Unschuld Stawskys, zuanindeet aber an die Unerweisbarkeit seiner Schuld und wollen nicht müßig zusehen, daß ein Mensch, ein Jude, der höchstwahrscheinlich schuldlos ist, zum Gaudium unserer Volksfeinde mit Mordschuld gebrandmarkt und gehenkt wird." Keine Repräsentanz der polnischen Judenheft Widerstand der Agudah Baal 'k*Eh?ungen In Jerusalem Eine eindrucksvolle Biallk-Gedenkfeler durch Aufführung des Mozartschen Requiems „Lacrimosa" durch die palästinensische Oratorienvereinigung fand in Gegenwart des High Commissioner Sir Arthur Wauch op e im Amphitheater der Hebräischen Universität auf dem Skopusberg statt. Der Aufführung des Reqjiems ging diejenige des Haydnschen Oratoriums „Di e Schöpfung" voraus. Der Aufführung wohnten auch der anglikanische Bischof, der Kommandant der britischen Luftstreitkräfte, hohe Beamte der Palästina- Regierung und die höheren Offiziere der Luftflotte, der Armee, der Polizei und des vor. kurzem zu einem Besuch «ingetroffenen englischen Mittelmeergeschwaders bei. In Trieet Aus Anlaß des Eintreffens des Sarges mit den sterblichem Resten Bialiks in T r i e s t fanden sich die Mitglieder des Präsidiums der Triester jüdischen Gemeinde und Vertreterschaften der Triester jüdischen Vereine, sowie M. M. Ussischkin und mehrere andere aus Palästina eingetroffene Herren auf dem Bahnhof ein, um dem toten Dichter die Ehrenbezeigung zu leisten. Am Mittwoch, den 11. Juli, wurde der Sarg auf den Dampfer „Italia" gebracht, der am gleichen Tage nach Palästina in See stach. Institution der Hebraisten zur Ehrung Bialiks Dr. Zwi S o h a r, Mitglied der Exekutive des Weltverbandes der Hebraisten (Brith Iwrith Olamit), teilte die Pläne mit, die der Verband zur Ehrung Bialiks ververwirklichen will. Geplant werden vor allem eine Volksausgabe sämtlicher Werke Ch. N. Bialiks, sowie Ausgaben von Bialik-Werken in fremden Sprachen. Dies wird unter Mitwirkung des palästinensischen Schriftstellerverbandes, des Waad Leumi, der Jewish Agency Und der Stadtverwaltung von Tel-Awlw geschehen. Der Verband bereitet die Herstellung eines Metall-Trauerabzeichens, einer Bialik-Trauermarke, einer Postkarten- Serie, von Bialik-Ausgaben für Jugendliche und elneB Bialik-Wandbildnisses vor. All dies wird dem „S c h n a t haewe 1", dem vom Brith Iwrith Olamit proklamierten Bialik-Trauerjahr. einen Volkscharakter geben. Schließlich wird ein Keren Tarbut (hebräischer Kulturfonds) auf den Namen Ch. N. Bialiks geschaffen. Die finanzielle Schwierigkeit des hebräischen Kulturwerkes lag Bialik stets sehr am Herzen. Deshalb hat Bich der Verband sofort nach Eintreffen der Nachricht vom Ableben Bialiks an die Exekutive der Zionistischen Organisation mit der Forderung gewandt, sofort Schritte zur Gründung des K^ren Tarbut auf den Namen Bialiks zu unternehmen. Der Fonds soll eine Basis für die j hebräische Erziehung der jungen Generation j und für die Entwicklung der hebräischen Literatur und Kultur schaffen. Im Haine der Warschauer Jüdischen Gemeinde hat in den letzten Tagen eine Beratung polnisch-jüdischer Führer stattgefunden, deren Ziel es war, eine autoritative Repräsentanz der gesamten polnischen Judenheit zur Vertretung der jüdischen Interessen in Polen in dieser Zeit jüdischer Not zu schaffen. In der Beratung haben die Sprecher aller jüdischen Gruppen in Polen in Erklärungen die Notwendigkeit der Schaffung einer gesamtjüdischen Repräsentanz im Hinblick auf die ungewisse und bedrohliche Lage der polnischen Juden betont. Ein Teil der Redner wies darauf hin, daß nicht allein die wirtschaftlichen Positionen, sondern auch die elementarsten Bürgerrechte der polnischen Juden bedroht seien. Die Vertreter der Agudas Jisroel, des Misr a c h i, der Volkspartei, der Revisionisten, der Judenstaatspartei und der wirtschaftlichen Verbände erklärten ihr bedingsloses Eintreten in die Repräsentant Der Sprecher des Zionistischen Zentralkomitees betonte die dringende Notwendigkeit der Schaffung einer gesamtjüdischen Repräsentanz und erinnerte daran, daß Außerordentlich billige POL -FAHRT nach Wien-Krakow und retour.......S 40 &0 Wien—Lwow und refour........» 51'— Wien—Warszawa und reiour ....... 46*50 Vom 31. Juli bis 15. August Keine Visa- und keine Paßgebühren Ausk. und Anmeld. EOllllf ABfll ' Wien III, RennweR 1 Poln. Verk. -rKHn%VrVli (üeb.d.poln.Kons.) Telephon U-16-4-90 Telephon U-lß-4-90 Gewalttat m einer Versammlung der Judenstaatspartei m Polen Abs Warschau: Wie die Judenstaatspartei berichtet, ist es in einer Versammlung des Brith Hakanaim, des Wehrverbandes der Judenstaatspartei, im Städtchen Nowy Karczyn zu einem blutigen Zwischenfall gekommen. Ein Mitglied des revisionistischen Brith Trumpeidor stach den Angehörigen des Brith Hakanaim Josef Ghaimowicz nieder. Dieser wurde in schwerverletztem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert. Eine Meldung, daß Chaimowicz seinen Verletzungen erlegen sei, hat sich nicht bewahrheitet. Der Messerstecher wurde verhaftet. Die antisemitischen RadikalvNatiionalen in ganz Polen verboten Nachdem die radikal antisemitische Partei der Radikalnationalen in den Wojwodschaften Warschau und Posen kürzlich verboten wurde, Ist sie nun auch in der Wojwodschaft Wüna aufgelöst worden. Demnächst sollen Auflösungen In den übrigen Wojwodschaften erfolgen. Die Auflösung kann nur deshalb nach Distrikten erfolgen, weil die Partei dezentralisiert aufgebaut worden ist; sie hat sich in jedem Distrikt besonders legalisierenl aasen. Türlrisdhsthrazflsdie Juden» tragödie Bei der Jüdischen Gemeinde in Saloniki sind weitere entsetzen erregende Nachrichten über die tage der jüdischen Flüchtlinge aus der europäischen Türkei eingetroffen. Augenzeugen berichten, daß in mehrexen Städten der Türkei von organisierten Banden richtige Judenpogrome gemacht wurden. Es seien Fälle von Folterungen vorgekommen, Frauen und Mädchen seien geschändet, viele Personen in abgelegene Gebirgsgegenden verschleppt worden. Man wisse nicht, was aus ihnen geworden ist. Aus Türkisch-Thrazien sollen fast alle Juden vertrieben worden sein, ohne daß ihnen Gelegenheit geboten wurde, das Notwendigste für ihren weiteren Lebensunterhalt mit sieh zu nehmen. Der Rabbiner von Kirkilisse sei nackt ausgezogen und schwer mißhandelt worden. Man habe ihm auch den Bart abgeschnitten. Mehrere Bataillone Militär seien in Thrazien eingetroffen und hätten unter den Pogromhelden Massenverhaftungen vorgenommen. Gerüchtweise verlautet, daß der Unterrichtsminister H.kraet Bey zurückgetreten ist, weil er sich von Anfang an der Massenevakuierung von Juden ohne vorhergehende Ankündigung widersetzt hatte. Vertretungen ausländischer Mächte haben in der Angelegenheit der thrazischen Juden Schritte in Ankara unternommen. Nach einer Mitteilung der Jüdischen Gemeinde in Konstantinopel soll die Ruhe jetzt wiederhergestellt sein. Aus Konstantinopel wird uns geschrieben: Die türkische Regierung hatte alle Schritte unternommen, um die Juden wieder in ihre ursprünglichen Wohnsitze zurückzubringen, von denen sie durch eine falsche Anwendung einer Verordnung vertrieben worden waren. Auch sollen sie nach Tunllchkeit entschädigt werden. Es hat sich herausgestellt, daß die lokalen türkischen Behörden von einer „fremden Macht" gegen die Juden aufgehetzt wurden. Zweifellos ist unter der fremden Macht Hitler-Deutschland zu verstehen. Im Parlament hat der türkische Premler Ismet Pascha erklärt, daß die Beamten, welche für die Austreibung verantwortlich sind, schwer bestraft werden. Der Innenminister Tschurky Kaja hat sich persönlich in den Dardanellen-Bezirk begeben, j um an der Ausforschung der schuldigen Beamten teil- [ zunehmen. i vor 15 Jahren anläßlich der Entstehung des selbständigen polnischen Staates die Zionisten die Initiative zur Schaffung eines Jüdischen Nationalrates ergriffen haben.'in welchem alle jüdischen Parteien und Richtuaigett vertreten sein sollten. Heute aber, erklärte der zionistische Sprecher, müssen die Zionisten als Voraussetzung für ihr Eintreten in die geplante jüdische Repräsentanz die Bedingung stellen, daß dieser Repräsentanz nur diejenigen Parteien angehören sollen, die nicht an außerjüdische Faktoren gebunden sind. Der Redner machte es klar, daß er eine Mitbetelllgung der Agudas Jisroel ablehnen würde, da die auf das Programm der Agudah gewählten Sejm-Deputierten sich der Regierungsfront angeschlossen haben. Er, Redner, zweifle nicht daran, daß die Agudah subjektiv eine rein jüdische Politik führen wolle, da die Agudah jedoch an den Regierungsblock gebunden und schon aus diesem Grunde in ihrer Handlungsfreiheit beschränkt sei, werde sie lähmend auf die Aktionen der gesamtjlldischen Repräsentanz wirken, die zweifellos im gesamtjüdischen Interesse oft gezwungen sein werde, einen Kampf gegen den Regierungsblook zu führen. Der Redner appellierte an die anwesenden Agudah-Vertreter, sich von der Vormundschaft des Regierungsblocks zu befreien, um den Weg für die Schaffungr einer gesamtjüdischem Repräsentanz zu ebnen. Der Sprecher der Agudah erwiderte in einer friedlichen Erklärung, die Agudas Jisroel wäre nie und sei auch jetzt nicht fremden Einflüssen unterworfen. Die Agudah sei nicht gewillt, ihre Abgeordneten aus dem regierungstreuen Klub zurückzuziehen. Die Bemühungen zur Schaffung einer Repräsentana der polnischen Juden wurden vorläufig aufgegeben. Zur Aktion der polnischen Antisemiten Sine Reihe von Mitgliedern der natlonaldemokratlschen Jugendorganisation wurde wegen Teilnahme an den Ausschreitungen gegen Juden in Czenstochau zu Gefängnis verurteilt. In der Urteilsbegründung heißt es, die Jugendorganisation wolle durch Zerstörung jüdischen Eigentums und Ueberfälle auf Juden einen gewaltsamen Umsturz herbeiführen. Die Tätigkeit des nationaldemokratischen Jugendverbandes sei als eine Verschwörung gegen den Staat anzusehen. Vom italienischen Judentum Unter dem Vorsitz des Oberrabblners von Rom, Prof. Angelo Sacerdoti, wurde in Mailand eine Beratung der Rabbiner der wichtigsten Städte Italiens abgehalten. Nach längerer Aussprache wurden die religiösen Führer des italienischen Judentums in einer Resolution verpflichtet, die religiöse und traditionelle jüdische Erziehung der Jugend mit allen Mitteln zu fördern. In einer zweiten Resolution wurde betont, daß die Zugehörigkeit zum Judentum nicht bedeuten könne, daß man darum weniger Italiener sei als der Nlchtjude, ferner daß das zweitausendjährige Streben nach Z i o n einen fundamentalen Teil der jüdischen Lehre bildet. In dieser Resolution wurde auch ausgesprochen, daß eine jüdische politische Presse in Italien keine Existenzberechtigung hat. In einer dritten Resolution wurde der Rat des Verbandes der jüdischen Gemeinden Italiens aufgefordert, die erforderlichen Mittel für die Stärkung des jüdischen Glauufcns und der jüdischen Kultur im italienischen Judentum in Zusammenarbeit mit den Rabbinern bereitzustellen. Erklärung Der Landesverband der Zionisten-Reviaionlstea Oesterreichs übersendet uns folgende Erklärung: In Jerusalem ist der junge Jude Abraham Stawsky trotz Beteuerung seiner Unschuld des Morde» an dem Zionlstenführer Arlosoroff schuldig erkannt und zum Tode verurteilt worden. Der Mltbeschuldigte Zwi Rosenblatt, der der eigentlichen Täterschaft angeklagt war, wurde freigesprochen. Es liegt ein Minderheitsvotum des Mitgliedes des Gerichtshofes De Valero vor, in dem es heißt: „Die Indizien sind nicht schlüssig, der Alibibeweis des Angeklagten ist al3 vollkommen gelungen anzusehen ..." Dieser Richter hat auch den Freispruch, Stawskys beantragt. Die Oberrabbiner Palästinas, mit Abraham Kook und Jakob Meir an der Spitze, und mit ihnen die angesehensten palästinensischen Rabbiner und Bürger, haben einen Aufruf erlassen, in dem sie ihrer heiligen Ueberzeugung Ausdruck geben, daß Abraham Stawsky an dem Mord gänzlich unbeteiligt ist. Sie fordern das ganze jüdische Volk auf, für die Freisprechung Abraham Stawskys einzutreten. Die Unterzeichneten sind von der Unschuld Stawskys tief durchdrungen. Sie hoffen, daß das Appellationsgericht, das in den nächsten Tagen in Jerusalem zusammentritt, Recht und Gerechtigkeit wiederherstellen und einem unschuldigen Menschen Ehre und Freiheit wiedergeben'wird! Max Adler (Linz), Dr. Hugo Benedikt, Oberfinanzrat, Ing. Buchbinde r, Dr. Jakob Ehrlich, Rat der Stadt Wien, Isak Engelberg, Präsident der jüdischen Studentenschaft, Dr. Heinrich G 1 ü c k e r, Michael Gourary (Baden), Siegfried Graubart, Dr. Oskar Grünbaum, Präsident des zionistischen Landeskomitees, Dr. Norbert Hoffmann, Dr. Ignaz Körner, DnIsidor Klaber, Dr. Josef Löwen herz, Vizepräsident der Kultusgemeinde, Dr. Karl Po Hak, Dr. Mendel Rosenberg, Dr. Rothblum, Dr. Dagobert Ribaczewoky. Max Schiffmann, Leopold S i t z m a n n, Dr. Otto Spiegel (Graz), Oberbaurat Robert Stricker, Präsident der Judenstaatspartei, Josef Waltuch, Dr. Wolfgang von Weisl, Rudolf Wozaaek (Amstetten), Dr. David Bukspan n, Vorsitzender des revisionistischen Zentralkomitees, Tulo Nussenblatt, Hauptmann Edl<jr von Friedmann, Diplomkaufmann Stiaßny, Rabbiner Friedmann.