Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 8 (1934)
- Issue
- Heft 375 (22.6.1934)
- Date
- 1934-06-22
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 375 DIE NEUES WELT gelte jkg Balk an*§pei§en am Ro§t und feinste Wiener Küche im Spritzer * Resstaaarant ■BBHi (ehemals Zöllner) HMHMH ie,zt 'IBaiBmtr^Bstall-fiassß/vJDÄad, Bürgerliche Preise nur Dalmatiner Weine eine verdiente Sozialfürsorgerin, die im ersten Horst- Wessel-Prozeß Uber das „Milieu" Horst Wessels und seiner Genossen aussagte und vor der Verfolgung seitens der Nazi aus Berlin zu ihren Eltern nach Breslau flüchtete, wurde hier bestialisch ermordet. Der Aufbruch der Hitler-Deutschen ist ohne verspritztes Judenblut nicht denkbar. Judenhetze m Deisfsdtland immer gefährlicher Aus Prag: Während das Hamburger „Israelitieche Familienblatt", welches wissenschaftliche Nachweise gegen die Existenz des „jüdischen Ritualmordes" gebracht hat, wegen „Beunruhigung der Bevölkerung" verboten wurde, dürfen der „Stürmer" und die große Reihe ihm verwandter Blätter in Deutschland die blutrünstigste Ritualmordhetze fprtsezen. Dieser Hetze werden seti einiger Zeit auch die Spalten jener Presse geöffnet, die als Lektüre für die große Masse der Arbeiterschaft bestimmt ist. Für die deutschen Textilarbeiter wird in 1,300.000 Exemplaren „Der Deutsche T e x t i 1 - A r b e i t e r" herausgegeben, die stets mehrere Spalten der Judenhetze nach Streichers Art widmet. Die Zeitung veröffentlicht jetzt einen Bilderbericht „Der Zionistenkongreß in Prag" und schreibt dazu u. a.: „In den geheimen Sitzungen wurde beschlossen, die Arbeitslosigkeit in der ganzen Welt durch Geldschiebungen (Dollar- und Pfundbaisse usw.) weiter rü verschärfen, um die Unzufriedenheit zu erhöhen und durch den Bolschewismus Juda zu retten." Die Zeitung bringt auch in Fortsetzungen einen Bericht über neuerliche Geheimberatungen „Auf dem Judenfriedhof in Prag", der im Stil der „Protokolle der Weisen von Zion" abgefaßt ist. In einem „Wenn Juden herrschen" überschriebenen Aufsatz teilt A. Agricola mit: „Ein englischer Journalist fand kurz nach der scheußlichen Niedermetzelung der Zarenfamilie eine geheimnisvolle Keilschrift an der einen Wand, die nach dem althebräischen Buch K a b a 11 a h entziffert wurde . . ." Es folgen Artikel „Die Juden in der Geschichte", „Der größte Sieg Judas". In dem letzteren Artikel heißt es: „Der Krieg 1'914 fand die Juden am Zenith der Macht, die sie durch das famose Rathenausche System der Rationierung der Lebensmittel ausnützten, um den Deutschen die Kampfkraft zu nehmen . . . Juda griff nach der Kaiserkrone ... In der Stille aber entstand uns der Retter . . . Wohl strafte Juda das deutsche Volk für den Tod Rathenaus mit der Inflation, die alle Deutschen ihrer Ersparnisse beraubte, aber blind, erkannten sie nicht, daß der Deutsche seine Kräfte erst dann ganz entfaltet, wenn er arm geworden ist! ... Heil Hitler!" In einem Bildbericht „Juda, der ewige Kriegshetzer" wird „endgültig nachgewiese n", daß die Juden den 30jährigen Krieg, die französische Revolution und den Weltkrieg beschlossen haben und daß sie jetzt wieder dabei sind, Krieg zu stiften. Die Saarbrückener Zeitung >,W e s 11 a n d", die einen Ueberblick über diese Art Literatur gibt, zieht hieraus die Schlußfolgerung: „Es wäre erstaunlich, wenn dabei nicht eines Tages Blut fließen würde ... Es wird notwendig sein, die Emigration der Juden mit allen Mitteln zu fördern und nicht nur das freundliche Lächeln des Hohen Kommissars MacDonald für diese Bemühung einzusetzen." „Angriff" heizt gegen die Wiener Juden Aus Prag: (J. T. A.) Das Berliner Goebbels- Organ „Der Angriff" bringt eine Meldung aus Wien, wonach das im 10. Wiener Gemeindebezirk, Hasengasso Jfr. 17» bis zum Verbot der österreichischen Hitler-Partei bestandene „H orst-Wessel-Hei ra" auf Wunsch 4er Regierung (!) der zionistischen Bezirks- Organisation Favoriten überlassen wurde. „Das Horst- Wessel-Heim", schließt „Angriff", „mußte es nun über eich ergehen lassen, vom jüdischen Oberrabbiner ßUfcotf; Morl" fHOfNlX'?^W225 Ferien - Sonderfahrt nach POLEN - BEBHgwrB am 8. Juli. Aulanth. 4 und 8 Wochen Paßbegünstigung auch für poln. Staatsangehörige Auskunftei Relaedlenat „Czwnowitxer AUgtm- Zeitung", Wien L * Feuchtwang für seinen neuen Zweck eingeweiht zu werden". Diele Meldung versieht „Angriff" mit einer unglaublich hetzerisch wirkenden Zeichnung; man sieht auf derselben eine scheusällge Karikatur des Oberrabbiners, der auf eine Hakenkreuzfahne tritt, man sieht femer Judengestalten, die Hakenkreuzfahnen von den Wänden herunterreißen, ein Jude stößt mit dem Fuß dasBIldHorst Wessels von der Wand herunter. * Anm. der Red.: Durch die Auflösung der NSDAP, in Oesterreich sind viele Lokale in Privathäusern freigeworden, welche natürlich von jedem Privaten gemietet werden können. Unsere Nachforschung hat ergeben, daß es sich um einen solchen Fall handelt und von einer Zuweisung durch die Regierung natürlich keine Rede sein kann. Tag de§BrifhHakanna£im Die am Dienstag, den 29. Mai d. J., tagende Führerschaft des B. H. für Oesterreich hat beschlossen, den 23. Juni d. J. als den „Tag der Barkai m" zu erklären. Anläßlich dieses Tages findet am 30. Juni d. J. im Heime der Judenstaatspartei, Wien, I., Werdertorgasse 14, eine Weihefeier statt mit folgendem Programm : 1. Feierliche Einweihung. 2. Fest- und Programmrede: Mefaked Arzi, Rabbiner Dr. I. Z. Kanner. 3. Fahnenübergabe und Fahneneid. 4. Hymne der Barkaim. I E S AI AS PRESS NEUES PALÄSTINA-HANDBUCH Der vollkommenste Reiseführer, mit 31 Karten und Stadtplänen .... Preis S 27.30 GENERALKARTE von PALÄSTINA Aufgenommen nach dem Stand vom 1. Jänner 1934, Maßstab 1 :500.000 „ , Preis S b.25 HUGO HERRMANN PALÄSTINA, WIE ES WIRKLICH IST Das beste Informationsbuch, mit 64 Bildern ......Preis S 9.45 und Tafeln PALfiSTIH AKUNDE In vier Lieferungen: Geographie. 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Nach Marx 13t „das grund- und bodenlose G«setz der Juden nur die religiöse Karikatur der grund- und bodenlosen Moralität und des Rechtes Überhaupt, der nur formellen Riten, mit welchen sich die Welt des Eigennutzes umgibt". Zionismus bedeutet die Emanzipation der Juden von ihrer Hoffnung auf Liberalismus und Sozialismus, die Emanzipation zum Judentume. Für Marx und seine Jünger ist „die Judenemanzipation in ihrer letzten Bedeutung die Emanzipation der Menschheit vom Judentume". Der Zionismus verpflichtet seine Bekenner, den Lügen und Verleumdungen, durch welche Dummheit und Die sanfte Kliinje die den sprödesten Bart wie im Drübergleiten wegwischt, ist nur böser Wille das Judentum beschmutzen, mit Mut und Würde entgegenzutreten. Nach zionistischen Ehrbegriffen ist ehrlos, im höchsten Grade, der Jude, der sich aus Feigheit, Würdelosigkeit oder was immer für Beweggründen dem Chor der Lügner und Verleumder anschließt. Der Jude Karl Marx, Enkel des Rabbiners Marx Levi in Trier, übertrifft in seinen Auslassungen zur Judenfrage vieles, was in der antijüdischen Schmutz- und Schundliteratur vorher und nachher geleistet wurde. Während sich sonst ganz gewissenlose Feinde der jüdischen Nation scheuen, den ethischen Kern des Judentums, seine religiösen Grundsätze, in ihr Lügengewebe einzuspinnen, kennt der jüdische Stifter der sozialistischen Lehre auch diese Scheu nicht. Er „findet das Geheimnis der Religion im wirklichen Juden", und verrät der Welt dieses Geheimnis also: „Welches ist der weltlich© Kultus des Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld. Der Wechsel iät der wirkliche Gott der Juden. Sein Gott ist nur der illusorische Wechsel. Nun wohl, die Emanzipation vom Schacher und vom Geld, also vom praktischen, realen Judentume, das wäre die Selbstemanzipation unserer Zeit. Eine Organisation der Gesellschaft, welche die Voraussetzungen des Schachers, also seine Möglichkeit, aufhöbe, hätte den Juden unmöglich gemacht. Sein religiöses Bewußtsein würde sich wie ein fader Dunst in der wirklichen Lebensluft der Gesellschaft auflösen." Das heißt also, in der „gereinigten", nach marxistischen Grundsätzen konstruierten Gesellschaft müßte nebst anderem Schmutze auch das Judentum verschwinden. Und weiters erfahren wir im IV. Kapitel des „Kapitel"; „Krieg ist Raub, Handel ist Prellerei. Das Baad«Wtopital erscheint nur ableitbar aus der doppelwltlgen Uebervorteilung der kaufenden und verkaufenden Warenproduzenten durch den sich parasitisch zwischen sie schiebenden Kaufmann. Was vom Handelskapital, gilt noch mehr vom Wucherkapital", d. i. das zinsentragende Kapital. Der feurigste und begabteste Jünger Marx', der Gründer der deutschen Sozialdemokratie und Sohn eines wohlhabenden jüdischen Seidenhändlers in Breslau, Ferdinand L a s s a 11 e, ursprünglich Lassal, schreibt in einem Werbebrief an eine seiner aristokratischen Herzensdamen: „ . . . Aber werden Sie auch den zweiten Schlag, den ich Ihnen zu erteilen habe, überwinden? Sofie, ich bin — einJude. ... Ich liebe die Juden durchaus nicht, ja im allgemeinen verabscheue ich sie. Ich habe auch gar keine Verbindung mit ihnen. Unter meinen Freunden und in der Gesellschaft, die mich hier umgibt, ist fast nicht ein einziger Jude. . . . Ich lebe, wie Sie es hier sehen werden, ziemlich behaglich und sogar mit einem gewissen Luxus. Ich habe 4000 Taler Rente als ganz unabhängiges Vermögen. Nach dem Tode meiner Eltern werde ich allerdings zwei- bis dreitausend Taler mehr haben. Da ich aber Vater und Mutter aufs zärtlichste liebe, so hoffe ich, daß dies so spät als möglich eintreten werde." Der geniale Jüngling Ferdinand Lassalle wirkte beispielgebend für nunmehr vier Generationen, innerhalb welcher die jüdische Bourgeoisie dem internationalen Proletariat seine Ober- und Unterführer, Sekretäre, Redakteure, Literaten und Dichter lieferte. Die Internationale lockte, insbesondere nach dem Zusammenbruch des Liberalismus, das degenerierte assimilationsgierige jüdische Bürgertum. In dieser Gier beschimpften sie, die Titular- oder Weltanschauungsproletarier, das Volk, dem sie entsprossen, verhöhnten den Bürgerstand, dem sie angehörten, und verachteten das Kapital, vom dem sie „ziemlich behaglich und sogar mit einem gewissen Luxus" lebten. Und dieser ganze Spuk müßte eigentlich wie ein fader Dunst in der durch den Zionismus gereinigten Atmosphäre der Gesellschaft sich auflösen. Noch sind wir nicht so weit. Der Maskenrummel geht weiter. Neben den Juden als Germ a n e n, als Magyaren, neben dem jüdischen Kapitalisten als internationalen Proletarier gibt es auch — marxistische Zionisten. Hinter der Demokratie lauert — wie der Wurm auf die Frucht — die Demagogie. Theodor Herzl hat die Zionistische Organisation auf breitester demokratischer Grundlage geschaffen. Die Demagogie fragt nicht nach Gründen der Vernunft. Sie appelliert nicht an das Erkenntnisvermögen der Menschen, sondern an deren primitivste Leidenschaften, an die Eitelkeit und den Neid. Theodor Herzl hat seinem Volke den Weg gewiesen, der zur Erneuerung führt, den Weg, auf dem allein wir die Achtung der anderen Völker wieder gewinnen können. Der marxistische Zionist stellt ohne Bedenken neben das Bild Herzls das Bild des Juden Marx, der eine neue, vom Judentum gereinigte Gesellschaft schaffen wollte, der sein eigenes Volk der Verachtung aller anderen preisgegeben, und dazu das Bild des Juden Lassalle, der die Juden verabscheut und sich rühmt, daß sich unter seinen Freunden kein Jude befindet. Der jüdische Bourgeois führt in seiner Eigenschaft als marxistischer Zionist einen Klassenkampf gegen den bürgerlichen Zionismus. Genossen in diesem Kampfe sind ihm der arabische Fellache in seiner Hütte aus getrocknetem Mist und der wütendste Gegner des Zionismus, d«f jüdische assimilatorische Marxist, Arm in Ar»