Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 8 (1934)
- Issue
- Heft 363 (8.5.1934)
- Date
- 1934-05-08
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 363 DIE NEUE WELT Seite 3 Frontsoldaten (R. j. F.) untersagt; auch dl« Teilnahm« an Sportfesten, an denen R. j. F .«Vereine teil« nehmen, findet vorläufig nicht statt. Das Präsidium des Deutschen Makkabikreises erklärt, es habe sich zu dieser Maßnahme mit Rücksicht auf die Stimmung entschlossen, die in den Makkabi-Ver- €inen wegen der Methoden entstanden sei, deren sich der R. j. F. im i n n e r j ü d i s c h e n Kampf bedient habe. Durch die Maßnahme werde bezweckt, unerwünschten Zwischenfällen vorzubeugen. Im übrigen habe der Makkabi in dieser Sache bei der Reichsvertretung 4er deutschen Juden Klage gegen den R. j. F. erhöben. Wir werden hören, wie der Schiedsspruch der Reichavertretung ausfallen wird. . . . Eine Einigung Auf Anregung der Reichsvertretung der deutschen Juden kam inzwischen eine Einigung zustande, indem folgende Richtlinien festgelegt wurden: Beide Verbände werden künftighin jede Diffamierung des Gegners vermeiden, bei Verhandlungen mit den Behörden für sich' nicht die Vorhand verlangen, bei allen Aktionen paritätisch verfahren und bei der innerjüdischen Auseinandersetzung und im Auftreten nach außen sich der gesamtjüdischen Verantwortung bewußt sein. Das sind, wie gesagt, Richtlinien. Man muß abwarten, wie sie sich in der Praxis auswirken werden. 90 Üage Gefängnis für einen amerikanischen Antisemiten. Au« New York: Das Gericht in Jersey City verurteilte den zweiundsiebzigjährigen Charles B. LaCroix, der aus Deutschland eingeführte antisemitische Plakate auf Schaufenster klebte, zu neunzig Tagen Gefängnis. Lokale deutsche Naziführer und der Leiter der Ortsgruppe der „Freunde des neuen Deutschland" -wohnten der Verhandlung bei und riefen dem verurteilten Greis zu: „Machen Sie sich nichts draus; wir werden es diesen Jüden schon heimzahlen!" Die „liberalen" Juden fordern Reform der Sdiächffrage Aus Berlin: Seit mehr als einem Jahre wird im Deutschen Reich nicht mehr rituell geschächtet — auch Geflügel nicht —, weil die Regierung das Schächten ohne vorhergegangene elektrische Betäubung bei hohen Strafen verbietet und die orthodox-rabbinischen Autoritäten Fleisch von nach elektrischer Betäubung geschlachteten Tieren als „t r e f a h" (unter das Speiseverbot fallend) erklären. Zwei Führer des religiös-liberalen Judentums, der Vorsitzende des religiös-liberalen Judentums R. A. Heinrich Stern und Rabbiner Dr. Dienemann, Offenbach fordern nun in grundsätzlichen Aufsätzen in der „Jüdisch-liberalen Zeitung", daß die orthodoxen Rabbiner ihren Widerstand gegen das Schächten nach vorheriger elektrischer Betäubung aufgeben. In seinem „Zum Leben und nicht zum Tode" überschriebenen Artikel führt Heinrich Stern unter anderem aus: „ ... Schon einmal hat im letzten Menschenalter die Orthodoxie aufs furchtbarste versagt, als sie sich nicht dazu aufraffte, das alte Eherecht zu reformieren, und dadurch Tausende jüdischer Frauen für ihr Leben lang unglücklich machte. Heute steht noch mehr auf dem Spiel, nämlich die Gesundheit und die Arbeitskraft unserer Jugend. Es ist die letzte Stunde. Wenn die Rabbiner aus der Geschichte der letzten hundertfünfzig Jahre nichts gelernt haben, so sind sie selbst daran schuld, wenn sie aus Führern zu Uebergangenen werden; denn die Gemeinden dürfen und werdenessichnicht gefallen lassen, daß, weil das Tüpfelchen auf dem i fehlt, Zehntausende ehrlich-frommer deutscher Juden xwischen Hunger und Gewissenskonflikt zerrieben werden. Besinnt sieh das konservative Judentum hier nicht auf seine Pflicht, so wird das liberale Judentum eingreifen müssen, nicht um niederzureißen, sondern um zu erhalten „zum Leben und nicht zum Tode". Einschränkung der Einwanderung nach BrasiBfen Aus Rio de Janeiro: Der Nationalversammlung ist von der Regierung ein Gesetzentwurf vorgelegt worden, der die Einschränkung der Einwanderung nach Brasilien auf 5 Prozent der Bevölkerungszahl jeder in Brasilien ansässigen Nationalität nach dem Stande der Volkszählung von 1Ö20 vorsieht. *. Die Nachricht ist um so bedauerlicher, als Brasilien bisher als einziges Land galt, welches Juden, insbesondere deutsch-Jüdischen Flüchtlingen, die Einreise gestattete. Demgemäß spielte auch Brasilien in den Plänen der verschiedenen jüdischen Gesellschaften für Organisierung der jüdischen Wanderung eine bedeutende Rolle. Nun ist auch der letzte freie Weg versperrt. 16 §abbat»D>emonstranten im TelvAwiw verhaftet Aus Tel-Awiw: Sechzehn Mitglieder des Vereines „Sohomre Sohabbos" (Hüter des Sabbats) in Tel-Awiw wurden am letzten Samstag verhaftet, als sie jüdische Auto- und Motorradfahrer mit dem Hinweis auf die Sabbatheiligungspflicht am Weiterfahren hindern wollten, wobei es zu einer Schlägerei kam, in deren Verlauf mehrere Personen, unter ihnen der intervenierende Polizeiinspektor S p e c t ö r, leichte Verletzungen erhielten. Da die Verhafteten sich weigerten, die Pflicht auf sich zu nehmen, an den kommenden Sabbattagen derartige Kundgebungen nicht zu wiederholen, wurde ihnen das Recht, gegen Hinterlegung einer Kaution aus der Haft entlassen zu werden, entzogen. Sie bildeten im Gefängnis ein „MinJan" und verrichteten kollektive Gebete. Das 25jährige Jubiläum von Tel-Awiw Aua Tel-Awiw: Am 1. Mai wurde im großen Stadion der Levante-Messe die Reihe der Feiern aus Anlaß des 28jährigen Bestehens der jüdischen Stadt Tel-Awiw eröffnet. Neben den vielen taueenden Einwohnern von Tel- Awiw fanden sich im Stadion zahlreiche Abordnungen jüdischer Großgemeinden aus allen Ländern der Welt ein. Der Bürgermeister Mayer Dizengoff, von den Anwesenden mtl stürmischen Ovationen empfangen, gab in seiner Eröffnungsansprache einen Ueberbliök Uber •das Wachstum von Tel«Awiws Als aweiter Bedner charakterisierte Präsident Nahum Sokolow die Bedeutung Tel-Awiw« im Leben der Jüdischen Gesamtheit. Es folgten als Redner der palästinensische Landesrabbiner Köok und der Vorsitzende des Waad Leumi, Ben Zwi. Die Feiern sind auf fünf Tage berechnet und schließen ien: musikalische Darbietungen, Tanzvorführungen, Sportveranstaltungen, Theatervorstellungen, in denen mehr als 300 Künstler, Sänger und Tänzer und viele hunderte Sportleute mitwirken. Widersprechende Aussagen der Spurensucher Aus Jerusalem: Der stellvertretende Superintendent der Polizei und der. Gefängnisse, Inspektor Stafford, wurde am 30. April als Zeuge vernommen und berichtete Über die Konfrontierung der Frau Arlo-, sorof f mit fünfzehn Insassen des Jerusalemer Gefängnisses, von denen sie Stavsky als Täter bezeichnete. Der Verteidiger Horace Samuel richtete an den Zeugen einige Fragen im Sinne der von ihm vertretenen Theorie, daß nur ein Linkshänder Dr. Arlosoroff habe erschossen haben können. Inspektor Stafford erklärte, unter den fünfzehn Gefangenen, die Frau Arlosoroff vorgeführt wurden, habe sich ein Linkshänder, der ursprünglich des Mordes an Dr. Arlosoroff verdächtigte, später aber freigelassene Revisionist SchneiäVerman, befunden. Auf eine weitere Frage des Verteidigers antwortete der Zeuge, Stavsky habe ihm gegenüber geklagt, daß Frau Arlosoroff vermutlich deshalb auf ihn gewiesen habe, weil er der Größte gewesen sei. Doch erklärte der Zeuge mit Bestimmtheit, daß einige andere der vorgeführten Gefangenen ebenso groß waren wie Stavsky. Was Rosenblatt betreffe, so sei er weder der kleinste Mann bei der Identifizierungsvorführung, noch anders als. die übrigen gekleidet gewesen. Zum Schluß erklärte Inspektor Stafford, er habe nicht gesehen, daß Frau Arlosoroff, wie behauptet worden sei, mit Rosenblatt gesprochen habe, um ihn zü einem Schuldbekenntnis zu veranlassen. Bei ihrer vorwöchigen Vernehmung hat Frau Arlosoroff selbst zugegeben, daß sie mit Rosenblatt gesprochen hat, allerdings in Gegenwart des Chefinspektors Rice und nicht vor Inspektor Stafford. In der Nachmittagsverhandlung schilderte der arabische Polizoispurensucher Regaig, wie er zu der Feststellung gelangt sei, daß die F u ß s p u r e n an der Mordsteile von Stavsky und Rosenblatt herrühren. Er sei zwei Stunden nach dem Mord an dem Tatort eingetroffen, wo er die Fußspuren eines Mannes und einer Frau, die nebeneinander gegangen waren, und, diesen Spuren gegenüber diejenigen von zwei Männern, einem größeren und einem kleineren, feststellte. Die Schuhe des größeren Mannes seien halbbesohlt, die des kleineren ganz besohlt und mit Nägeln beschlagen gewesen. Wo die Fußspuren aufhörten, habe die Spur eines Autos begonnen. Später habe er die Schuhe Stavskys als diejenigen identifiziert, die den Fußabdrücken des größeren Mannes entsprachen. Auf eine Frage des Verteidigers erklärte der Zeuge, er habe auf dem Gipfel des Hügels auch noch die Spuren eines anderen Mannes, einer Frau und eines Hundes gesehen. Auf die Frage des Verteidigers Horace Samuel, ob er nicht einem Polizisten gesagt habe, dies seien die Spuren der Mörder gewesen, erwiderte Abu Regaig, er entsinne sich dessen nicht. Im Widerspruch nicht nur zur Aussage des Spurensuohers Abu Regaig, sondern auch zu seinen eigenen Angaben vor dem Untersuchungsrichter stand die am folgenden Tage von dem zweiten Spurensucher Abu R o u z gemachte Zeugenaussage. Dieser Zeuge erklärte, er habe die Spuren nach derselben Richtung wie Abu Regaig verfolgt. Er habe Jedoch festgestellt, daß die Schuhe des kleineren Mannes nicht genagelt, sondern mit Hufeisen versehen waren. Als dem Zeugen der Widerspruch zwischen dieser und seiner früheren Aussage vorgehalten wurde, erklärte er, er könnte seine jetzige Aussage beschwören, hätte man ihm nicht seine frühere vor einigen Tagen vorgelesen. Die Frage des Verteidigers, ob Stavsky nicht als einziger von den acht Gefangenen, mit denen am Strand eine Gehprobe vorgenommen wurde, Handschellen getragen und dem Zeugen deshalb besonders verdächtig erschienen sei, wurde von diesem verneint, Zeuge Polizei-Inspektor F a r a d a y gab zu, daß Stavsky beim Eintreffen an der Mordstelle Handschellen getragen habe, die ihm aber ipäter abgenommen worden esifift Zu Pfingstan billig nach POLIN uns Awkünite: Büro Dr. S. Tockor, BÄal! Aiistrobus *ln«dM ^VÄÄViS Einigermaßen sensationell wirkte die Aussage des Spurensuchers Abu Regaig bei seiner zweiten Vernehmung am 30. April nachmittags. Regaig gab zu, daß während der polizeilicherseits im Gefängnishof vorgenommenen Prüfung der Fußabdrücke zahlreicher Personen, unter ihnen Stavskys, er, Regaig, St.avskysFußabd rücke nicht wieder erkannt habe. Vom Verteidiger Horace Samuel ins Kreuzverhör genommen, erklärte- Regaig diesen Umstand damit, daß die Bodenbeschaffenheit des Gefängnishofes und die der Mordstelle vonein» ander verschieden seien. Horace Samuel fragte Abu Regaig, ob es wahr sei, daß bei einer zweiten Prüfung der Fußspuren an der Küste von Tel-Awiw in Gegenwart der Angeklagten Stavsky und Rosenblatt er vor Beginn der Prüfung Stavskys Fußgehoben und seine Schuhe untersucht habe. Abu Regaig gab dies zu, erklärte aber, er habe diese Prozedur nicht allein bei Stavsky, sondern auch bei allen anderen, zu der Prüfung vorgeführten Personen geübt. Eine zweite Ueberraschung bedeutete die Vernehmung des offiziellen' polizeilichen' Spurensachverständigen Schlojme Weisberg in der Gerichtssitzung am 1. Mai nachmittags. Weisberg machte zuerst seine Aussage über die Beschaffenheit der Schuhe und der Fußspuren der Angeklagten. Plötzlich aber unterbrach er sich und bat das Gericht um die Erlaubnis zur Abgabe einer Erklärung. Nachdem ihm eine dölche Erlaubnis erteilt wurde, erklärte Weisberg: Obwohl zwischen den Fußabdrücken an' der Mordstelle und denen Stavskys eine große Aehnlichkeit besteht, könne es sich dennoch um die von zwei verschiedenen Personen handeln. Es bestunden keine besonderen Anzeichen, die es zur Gewißheit machen, daß die Fußabdrücke Stavskys mit den an der Mordstelle vorgefundenen identisch seien. Vom Verteidiger Horace Samuel ins Kreuzverhör gezogen, machte Weisberg eine Enthüllung, die offenbar auch auf das Gericht seinen Eindruck nicht verfehlte. Er sagte aus, daß Hauptmann Rice, der Leiter der polizeilichen Nachrichtenstelle, ihn am Vortage, den 30. April, zu sich geladen and mit ihm dreieinhalb Stunden lang über seine Aussage vor Gerloht, betreffend die Fußspuren Rosenblatts, konferiert hatte. Unsichere Zeugenaussagen In der Nachmittagssitzung am 2. Mai wurde Moscha Weisberg weiter vernommen. Er wiederholte, daß die an der Mordstelle vorgefundenen Fußabdrücke von anderen Schuhen als denen Stavskys herrühren konnten. Diese Annahme Weisbergs wurde vom Stellvertretenden Distriktspolizeisuperintendenten Captain William Rigga unterstützt. Auch er erklärte vor Gericht, man könne nicht mit Bestimmtheit sagen", ob die Abdrücke von Stavskys Schuhen herrühren. Der Tel-Awlwer Bibliothekar Eliahu Keßler sagte aus, Stavsky, der aus seiner Leihbibliothek Bücher entlieh, sei am Tage vor dem Mord zu ihm gekommen, um die Rückgabe des Geldpfandes zu erbitten. Als Keßler ihm sagte, er habe kein Geld bei sich, Stavsky möchte am näohaten Tge wiederkommen, antwortete Stavsky, am nächsten Tage werde er in Jer u s al e nueein. Aber schon 14 Tage vorher habe Stavsky um die Rückgabe des Geldpfandes ersucht, da er am Mittwoch — das wäre neun Tage vor dem Morde gewesen — nach Europa reisen wollte. Am Mittwoch aber habe Stavsky ihm gesagt, er habe seine Europa-Reise verschoben. Es folgte die Einvernahme des Polizisten Mosche Keßler und des Polizeiinspektors Salomon Rosens t e i n, beide aus Petach Tikwah. Keßler sagte au* Stavsky habe sich im Mai 1833 in Petach Tikwah a3 reyisioaiatLgcJier Streikbrecher (!) betätigt Er fcab« gfc Interessanter Bericht vom Orangenmarkt Die Palä*ttna*örange hat den höchsten Preis er-reicht. — Die Erzeugung*- und Transportkosten mutMQ herabgesetzt werden. — Sie hat die spanische Orange ge-schlagen. ben nicht daran. Deshalb sollte nichts unterlassen werden. Eine der größten Londoner Firmen für Früchte- Import, Edward Jakobs u. Söhne, hat einen Bericht Uber die eben abgelaufene Verkaufssaison für Palästina-Orangen herausgegeben, dem wir folgendes entnehmen: Auch in der abgelaufenen Saison hat es sich erwiesen, daß die Jaffa-Orange (Palästina-Orange) und Jaffa-Grape-fruit sehr hoch in der Gunst des kaufenden Publikums stehen. Die Nachfrage war wieder sehr lebhaft. Vorausgesetzt, daß keine Verschlechterung der Qualität eintritt, kann gesagt werden, daß die Marktlage der Jaffa- Orange unerschütterlich Ist: Trotzdem der Schiffsverkehr dürch ungünstiges Wetter behindert war, wurden Höchstpreise erreicht und die Nachfrage war stärker als in früheren Jahren. Die Neuerung, wonach größere Früchte, in größere Kisten verpackt wurden, hat sich als günstig erwiesen. Große Früchte waren leichter anzubringen als in früheren Jahrer Aber wir halten Ersparungsmaßnahmen in der Erzeugung, Verpackung und Verschiffung für notwendig, wenn in Hinkunft rentable Preise erzielt werden sollen. Der Export aus Palästina nimmt rapid 2u und wir glauben nicht an die Möglichkeit eines weiteren Steigens der Preise. Im Gegenteil. Es wäre ein alle Erwartungen übertreffender Erfolg, wenn in der nächsteh Saison die heurigen Preise gehalten werden könnten. Aber wir glauum rechtzeitig für eine Verbilligung der Erzeugung und des Transports zu sorgen. Jetzt, da die Quantitäten noch nicht allzu groß und die Preise noch gut sind, muß das getan werden, weil sich sonst Schwierigkeiten ergeben könnten. Was die spanische Orange betrifft, we^ihe früher den englischen Markt beherrschte, hat sich ergeben, daß sie mit der Palästina-Orange nicht mehr könkurrieren kann. Die besten spanischen Früchte erweisen sich unanbringlich, wenn Palästina-Orangen auf dem Markt erscheinen. Wenn diese in der Qualität gleich bleiben und zu annehmbaren Preisen nach England gebracht werden, wird Spanien gezwungen sein, den englischen Markt zu räumen und anderswo Ersatz zu suchen. Die Palästina-Orange auf dem kanadischen Markt. In der heurigen Saison hat die palästlnensich* Orange die spanische auch auf dem Markte in Kanada geschlagen, trotz des viel weiteren Weges. In den Monaten Jänner und Februar hat Palästina 17.000 Kisten nach Kanada gebracht, Spanien nur 16.000. Das kaufende Publikum in Kanada ist heute überzeugt, daß die Qualität der Palästina-Orange unerreicht ist. Deshalb kann Ka-* nada, bei gehöriger Ausnützung und entsprechender Vorsorge für die Erhaltung der Frische der Frucht auf dem langen Wege, ein ganz aussichtsreicher Markt für Palästina werden. Der Mordprozeß Arlosoroff