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Die neue Welt · 1934-05-01 · Heft 361 (1.5.1934) · page 2

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Journal
Die neue Welt
Volume
8 (1934)
Issue
Heft 361 (1.5.1934)
Date
1934-05-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seit« 2 DOR NEÜB WKW Nr. 361 um t, mhi EroffnuDD des Caf & im Burggartan Wiens schönster Garten Karl Polin*!ingl war. begafifl ftdn in der Nachmittägssitzung mit d«f Vernehmung jener Zeugen, die mit dem tödlich Verwundeten Dr. Aflösoroff am Mordabend ein Gespräch g6* führt habe«. (Erst fläch Klärung der eigentlichen M6fU* umstände will mäü mit der Vernehmung d§f Att* geklagten selbst beginnen.) Als erster Zeuge wurde der Bürgermeister von Tel-Awiw, Meir Dizleagdff, vemöftirMeö, der Hü« nach dem Morde am Abend des 16. JUtti itt das 1?el* Awiwer Hospital, in das Arlosoroff eingeliefert WUfde\ eilte. Dizengoff' schilderte genau und 6indfiiiglich diese seine letzte Begegnung mit t>r. Aflösoroff. Die letatef* Worte, die Aflösoroff zu Dizengoff sprach, lauteten 2 „Sieh, was man mir angetan hat!" Ueber dio mutmaßlichen Täter sagte Arlosoroff nichts. Es wurde sodann die Krankenpflegerin Lola Blumenstein, die Arlosoroff in seiner letzten Stunde betreute, einvernommen. Sie sagte aus, sie habe den Transport des tödlich Verletzten von der Stelle des Attentats an der Küste bis zum Hospital begleitet. Während dieser Ueberführung habe Arlosoroff nicht gesprochen. Es folgte die Einvernahme des jüdischen Polizisten Selig Kampf, der an die Mordstelle gerufen wurde und die UeberfUhruhg AflösöföffS in das Hospital vers anlaßte. Er sagte aus» Arlosoroff habe sich geweigert, seine« Kampfs, Frage nach dem tfäter oder den Eätern zu beantWorten, er habe nur gesägt: „Ich kaan wegen der Schmerzen nicht sprechen." Dann habe Aflösoroff ihm Seine Brieftasche, in der Sich Geld und Visitenkarten befanden, Überreicht« Hier griff der Verteidiger HoräCe Samuel zum erstenmal ins Zeugenverhör ein. Er richtete an den Fölizisten Kampf die Frage, ob sich in der Brieftasche auch die Photographie einer Fraü befand. Kampf erwiderte, er erinnere sich nicht daran. Ein änderer jüdischer Polizist, Selig Ostrowsky, sagte aus, in dem Polizeibericht war gar keine Rede davon, daß sich in der Brieftasche Arlosoroffs die Photographie einer Frau befunden hätte. Shitreet in der Enge Die Vormittagsverhandlung am 24. April, dem «weiten Tag im Arlosoroff-Möfdürozeß, wurde mit der Vernehmung des Polizeistäat3ähWältes S h i t r e e t eingeleitet, der im Vorverfahren des Prozesses die öffentliche Anklage vertreten hatte. Shitreet verlas in hebräischer Sprache die von Stavsky und Rosenblatt unmittelbar nach ihrer Verhaftung vor ihm gemachten Aussagen. Danach erklärten sich beide als nicht schuldig und schilderten als Alibibeweis unter Anführung von Einzelheiten, wie sie die Zeit, zü der Dr. Arlosoroff in Tel-Awiw ermordet wurde, in Jerusalem verbracht hätten. Verteidiger Samuel stellte sodann ein Kreuzverhör mit dem Zeugen an. Er wollte wissen, ob die von den beiden Beschuldigten gemachten Aussagen freiwillig gemacht worden oder durch Drohung zustande gekommen seien. Kommissar Shitreet erklärte, einzelne Teile der Aussagen seien Antworten auf Fragen der mit der Untersuchung beauftragten Beamten gewesen, die einzelne Punkte aufklären wollten. Auf eine nach der Vernehmung Shitreets an StavSky und Rosenblatt gestellte Frage antyworteten diese, sie hätten den Bekundungen des Kommissars nichts hinzuzufügen. Die Einvernahme des Polizisten Ostrowsky wurde am 24. April fortgesetzt. Ostrowsky würde gefragt, gegen wen sich der erste Verdacht gerichtet habe. Ostrowsky erklärte, zuerst sei ein Araber verhaftet worden und später eine Gruppe aktiver arabischer und jüdischer Kommunisten. Alle diese seien später wieder freigelassen worden, da man ihnen nichts habe nachweisen können. Der Verteidiger Horace Samuel zog nun den Polizeistaatsanwalt Shitreet in ein Kreuzverhöf, das sich besonders auf die an der Mordstelle vorgenommene Reproduktion der Fußabdrücke bezog. Samuel erinnerte daran, daß die Spurensachverständigen ausgesagt hatten, die Fußabdrücke zeigten das Bild von Sahühen, deren Sohlen mit Eisennägeln beschlagen waren. ES sei aber festgestellt worden, däß Rosenblatts Schuhe nicht mit Eisennägeln beschlagen waren. Shitreet er» widerte, Rosenblatt habe bis zu seiner Verhaftung Zeit gehabt, die Schuhe zu wechseln. Zwischen Shitreet und Samuel entspann sich nun ein ziemlich erregter Wortwechsel. fräai Arlosoroff als Zeugin Die Sitzungen am Vor- und Nachmittag des 25. April waren der Vernehmung der Frau des ermordeten Dr. Arlosoroff gewidmet, die als Tatzeugin aussagte. Frau Arlosoroff wiederholte nur die während der ersten polizeilichen Untersuchung und im Verlauf des polizeilichen Gerichtsverfahrens von ihr gemachten Aussagen und hatte dem nur Wenig Neues hinzuzufügen. Sie behauptete, Abraham Stavsky und Zwi Rosenblatt als die Täter wiederzuerkennen, und erzählte, Rosenblatt habe den Schuß auf Dr. Arlosoroff abgegeben, während Stavsky Arlosoroff ins Gesicht geleuchtet habe. Als man ihr nochmals die Rosehblätt ge* hörende Jacke zeigte, erklärte sie mit Bestimmtheit, Rosenblatt habe diese Jacke am Mordabend getragen. Der Verteidiger Horace Samuel zog Frau Arlosoroff in ein eingehendes Kreuzverhör. Er befragte sie Uber die Stellung, die Dr. Arlosoroff in dem Augenblick, da der Schuß auf ihn abgegeben würde, eingenommen hat, und versuchte darzulegen, daß der Mör* der linkshändig gewesen sein muß, was Rosenblatt aber nicht ist. Frau Arlosoroff zeigte sich außerstande, die genaue Stellung Dr. Arlosoroffs in der Sekunde, In der der Schuß abgegeben worden Ist, zu beschreiben. Während der Einvernahme des Kommiaaars Shitreet am Tag vorher, richtete der Verteidiger Horace Samuel an diesen die Frage, warum die Töchter des Hoteliers Turgeman, in dessen Haus Stavsky die Mordnacht verbracht haben soll, während ihrer Ver-' nehmung durch Kommissar Shitreet Schreie ausgestoßen habe; ob nicht Methoden des „dritten Grades" bei dieser Vernehmung angewandt Worden seien. Kommissar Shitreet erklärte, das Mädchen habe sich durch die frage, 6b sie lesen d&f schreiben kdfiüg, beeidigt gefühlt. Irgend etwa» m4$f«it wte zu einer« Protest des Mädchens hätte Anlaß geben können, Sei nicht vorgefallen. Der „Falifldailgsdiettat" def Hi4t*dfttth Im weitefeil Verlauf de* Vernehmung def Fräü Sima Arlosoroff, stellte die Zeugin die Behauptung, sie hätte jemals Araber Ais die Mörder ihres Gatten bezeichnet, entseMede« hi Abrede. (0er Tel-Awiwer Städtische Beamte Scftämai Kupefstein und der mit ihm bef f eundete jüdische Polizist Scharmeist er hatten im Jänner bei Ihrer" Vernehmung im Vorverfahren ausgesagt, Frau Arlosoroff habe auf ihre Frage, wer die Mörder gewesen seien, geantwortet* „Araber!") Frau Aflosdroff erklärte im Gegenteil, sie habe gleich, als sie um Hilfe rief, auch gerufen: „Juden haben auf ihn geschöäSen!" Auch erklärte es Frau Arlosoroff als unwahr, daß Sie gesagt habe, sie habe nicht auf die Mörder geschossen, weil ihre Hand gezittert häbe. Weder Dt. Arlosoröff noch sie hätten in der Mordnaoht einen Revolver bei sich getragen. Im Verlauf des Kreuzverhörs stellte es sich heraus, daß der palästinensische Arbeiterverband Hifltadruth einen eigenen Fahndungsdienst organisiert hatte, der in Zusammenarbeit mit der Polizei die Spuren der Mörder verfolgen sollte. Während d6f Vernehmung von Frau Arlosoroff wurde gegen diese vor dem Geriehtsgebäude eine feindselige Kundgebung veranstaltet, was vom Vorsitzenden des Gerichtes scharf gerügt wurde. Rechtsanwalt Horace Samuel schloß sich der durch den Vorsitzenden ausgesprochenen Verurteilung dieses Zwischenfalles» an. Die Vernehmung der Frau Arlosoroff, für die man allgemein mit einer mehrtägigen Dauer gerechnet hatte, wurde bereits in der Nachmittagsverhandlung des 25. April abgeaehtossen. Außer den versuchen des Verteidigers, nachzuweisen, daß Ffäti Aflosörofi mit der Polizei in engem Kontakt gestanden habe, daß Sie auf der Mftuptpölizeistation sieh bemüht habe, Rosenblatt *u einem Schuldbekenntnis zu bewegen, indem sie ihm versprach, im Falle seiner Verurteilung den High comffliäsloner um Strafmilderung zu bitten, brachte die Nachmittagsverhandlung nichts Wesentliches mehr. Frau Arlosoroff stellte in ihrer Aussage ausdrücklich fest, daß sie nicht Mitglied des Arbeiterverbandes Histadruth ist. Die Beridaterstatfung Die Auslandsberichterstattung über den Mordprözeft wird sowohl für die jüdische wie für die allgemeine Press« ausschließlich durch die Palestine Telegraphid Agency, die palästinensische Abteilung der Jev/ish Telegraphic Agency (J. T. A.), besorgt. Mit Rücksicht auf den Raummangel im Verhandlurigssaäl Wurde die Zähl der Prössesitze auf zehn beschränkt. Ein Antrag des Verteidigers Horace Samuel, die Zahl der Presaesitze zu vermehren, wurde V6m Gerichtsvorsitzenden abgelehnt. Ebenso verfiel ein zweiter Antrag des Verteidigers, wenigstens der Tageszeitung „Moment" in Warschau einen Pressesitz zuzuweisen, der Ablehnung. Lokalaugensahein am rYfleeressfrand Das Kreisgericht hat beschlossen, einen Lokalaugenschein am Tatort (am Meeresstrand von Tel- Awiw) durchzuführen. An diesem Lokalaugenschein wird sich auch Frau Arlosoroff als Hauptzeugin der Beschuldigung beteiligen. Nachher wird sich das Gericht nach Jaffa begeben, um das dortige Gefängnis zu besichtigen. Der Lokalaugenschein soll Sonntag, den 29. April, durchgeführt wefdert. (Ueber das Resultat dieses Aktes liegt noch kein Bericht vor.) Zum Kampfe gegen die jüdischen Aevxle Die Monatsschrift der „Vereinigung jüdi- ScherAerzteinWien" schreibt mit Bezug auf die in Oesterreich jetzt geschaffene Neuordnung: „Es gibt keine Reorganisation und keine Reform, keinen Umbau und keinen Aufbau, den gewisse antisemitische Kreise nicht dazu, oft nur dazu benützen würden, um jüdische Aerzte von lfiren Positionen zu verdrängen, um jüdische Kollegen von ihrer oft einzigen Stellung zu verjagen, um einem Juden sein Recht zu rauben. Trotz allen beruhigenden Erklärungen der verantwortlichen . Steilen, an deren ehrlichem Willen wir nicht zweifeln, sind in der letzten Zeit in bezug auf jüdische Aerzte nicht nur Worte geschrieben und gesprochen worden, sondern .auch Taten gesetzt worden, die eine eindeutige Sprache sprechen. Seit fast einem Jahr werden jüdische Jungä r z t e ah staatlichen Spitälern weder angestellt noch befördert. Eine solche Zurücksetzung Staatstreuer jüdischer Aerzte, ausschließlich wegen ihrer Zugehörigkeit zum Judentum hat es in Oesterreich seit vielen Dezennien nicht mehr gegeben. Erst kürzlich ging durch die Presse die Nachricht Von der Entlassung jüdischer Städt- und Schulärzte. Das Los der Letztgenannten berührt um so peinlicher, als sie erst vor kurzer Zeit in der getarnten Presse auf das gemeinste verleumdet wurden." Ueber den Mißbrauch, welcher gegen die jüdischen Aerzte mit Hilfe der „Statistik" getrieben wird, schreibt das Blatt nach einem Hinweis darauf, daß sich unter den 200.000 öffentlichen Beamten So gut wie gar keine Juden befinden, zum Kapital „Jüdische Kassenärzte": „Der Kuriosität halber soll nicht unerwähnt bleiben, daß ein sehr hoher staatlicher Funktionär allen Ernstes unter den 4900 Wiener Aerzten nur d 0 0 arische annahm, weil der führende arische Aerzteverein über $00 Mitglieder verfügt!" Zum Anteil der Juden unter den Kassenärzten; „Die Juden, denen öffentliche und Beamtenstellen versperrt sind, müssen sich mit den schlecht dotierten Kassenstellen begnügen. Kürzlich haben sich zum Beispiel um 45 ausgesch r i e b e n e Z ah n ar z-tstellen bezeichnenderweise nur Juden und nicht ein einziger Arier beworben! Ganz besonders kraß aber sind diese Verhältnisse bei den von den früheren Machthabern in Wien geschaffenen städtischen Stellen: Abgesehen von schlechter Bezahlung und sofortiger Kündbarkeit lag die Sache bei den Schulärzten zum Beispiel so, daß man die Kollegen damals aufgefordert hat, die Schularztstellen aus Idealismus gegen ein ganz kleines Entgelt anzunehmen, um diese neue Institution budgetmäßig zu ermöglichen. Daß unter den so schlecht bezahlten Schulärzten und Schulzahnärzten sich infolgedessen auch zahlreiche Juden befinden, wird jetzt als Protektionswirtschaft und Stellen jägerei, wohl auch als Benachteiligung der arischen Aerzte ausgelegt, während die gutdotierten pensionsberechtigten Stellen der Primarärzte, Physikats- und Bezirksärzte in arischen Händen liegen." A$§inn!an*enffGrole§ke Der Verband slowakischer Juden in Bratislava (Preßburg) hat, wie ähnliche Verbände von Juden in anderen Ländern, die Aufgabe, die Juden — national, d. h. in diesem Fall slowakisch zu machen. Vor kurzem dachte er sich, es müsse in dieser Richtung etwas geschehen, man müsse doch zeigen, daß man allslawischen Geblütes sei, und beschloß daher, eine Auslandssektion zu errichten. Diese Sektion soll nach authentischen Berichten „eine enge Zusammenarbeit mit den Assimilationskreisen des Judentums in den heute zugänglichen slawischen Staaten" (d. h. ausschließlich Rußlands) suchen, also in Polen, Jugoslawien und Bulgarien. Wie weit der slowakische Verband Glück haben wird, darüber wollen wir in diesem Zusammenhang nicht sprechen. Aber etwas ist schon geschehen: 1. Ein Dr. Roth wurde mit den Arbeiten beträüt; 2. Ein Arpad Seb6sty6n Wurde aus dem Verband slowakischer Juden ausgeschlossen, -ein waschechter „slowakischer" Jude, weil — Wie es in d6r Ausschlußmötivierung heißt — dessen Wahl als Mitglied der Ungarischen Akademie füf Wissenschaft und Literatur in der ö. S. R. im Sinne der Verbändsstatuten nicht vereinbar ist mit der Mitgliedschaft im Verband, da ein Mitglied nicht gleichzeitig einem anderen Minderheitenverband angehören kann. Das ist aber noch nicht alles, was der Verband slowakischer Juden zu bieten hat. Der genannte Dr. Roth erklärte, daß er auf seine Mitgliedschaft im Ausschuß der jüdischen Kultusgemeinde in Bratislava verzichtet habe, da er sich in seinem Kampf für die — slowakische Leitung dieser Religionsgemeinde freie Hand lassen wolle. Resümieren wir: Ein Jude wird aus dem slowakischen Judenverband ausgeschlossen, well 6r Mitglied einer ungarischen Akademie ist; und ein Jude tritt aus der Leitung einer jüdischen Gemeinde, um unbeeinflußt von jüdischen Rücksichten seine slawischen Aufgaben zu erfüllen. Wüßte rnaü vom AaMmÜahtöatum ttichtfl ajfi da*, was jetzt in Bratislava geschehen ist, es würde genügen, um es in einem Panoptikum zur Schau zu stellen. Voronoff will kein Jude sein Der bekannte Publizist Schelomo Jizchaki traf in Saloniki mit dem Ing. Voronoff und dessen Bruder Professor Voronoff, dem Verjüngungsdoktor, zusammen. Bs kam ein Gespräch in Gang, im Verlauf dessen Jizchaki etwas vön der Stellung Voronoffs zum Judentum erfahren wollte. Voronoff — man erfährt erst heute, daß er getauft ist und es bisher verschwiegen hat gab unwillige Antworten. Die Konversation spielte sich ungefähr folgendermaßen ab: „Ich verstehe nicht, was Sie von mir wollen. Ich habe mit dem Judentum nichts zü tun, mit dem Zionismus gewiß nichts, ich will davon nichts hören . . . ich, Professor Voronoff, kann mich nicht als Juden deklarieren, weil ich kein Nationalist, kein ExkluslviSt bin . . . Warum soll ich ein nationaler Jude sein? Ich habe ift meiner Familie sogar Getaufte ..." „Hat Ihnen das neue Palästina gefallen?" „Nun ja, Palästina hat auf mich einen guten Eindruck gemacht. Das Land Wächst, man arbeitet. Anstrengung und Mühe sind vorhanden, aber derlei Länder sieht man heutzutage Uberall ringsum . . ." „Wissen Sie nichts von der jüdischen Tragödie in der Welt?" „Das interessiert mich nicht. Ich bin nicht Jude, sondern Weltmensch, Gelehrter." „Und Einstein?" Für mich ist Einstein jetzt nur ein Nationalist. Das reimt sich auf keinen Fall mit der Wissenschaft. Sia wollen vielleicht auf Deutschland kommen? Darüber haba Ich nichts zu sagen . . . Genug Jüdisches heute genossen . . . Auf Wiedersehen." Prof. Voronoff, der scheinbar sehr stolz darauf ist, volklich ungebunden zu sein, wird vielleicht noch manche Ueberraschung erleben. Er soll sich auf sein absolutes Gelehrten-Daseln nicht allzu viel einbilden. Seine Kollegen in Deutschland, ebenfalls im Wahn, im Deutsohtuni oder in der Intematlonalitat untergetaucht zu »ein, Wisse* ein Lied dftvnn zu «to£e*

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