Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 8 (1934)
- Issue
- Heft 347 (9.3.1934)
- Date
- 1934-03-09
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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. Seite 4 DIE NEUE WELT Voraus muß man denken, sich sichern — versichern Phönix AMf «mein« V«riicherungi-Gei. Wien IX. B«s„ Altarplatt Nr. 3 Todesopfern. Anm. d. Red.) noch vorher während der großen Krisis rings um die IV. Alijah (in den Jahren 1924 bis 1926 trat ein sich für die Arbeiterschaft Palästinas katastrophal auswirkender Rückschlag nach starker Einwanderung ein. Anm. d. Red.), und man hat auch wenig davon gehört, daß die österreichische Sozialdemokratie etwas für die deutsch-jüdischen Flüchtlinge getan hat. Wenn jetzt tausende jüdische Existenzen in Oesterreich vernichtet werden, wird das hier gesammelte Geld auch ihnen zugute kommen? Und die Hauptsache: Ob der letzten Geschehnisse in Oesterreich haben die Juden noch nicht gelitten. Mag das Dollfuß-Regime was immer sein — aber es ist Tatsache, daß Dollfuß zugesagt hat, die jüdischen Rechte nicht anzurühren, und daß während der blutigen Unruhen die Juden geschützt wurden. Wegen dieser und ähnlicher Umstände dürfen wir von draußen uns nicht in den Kampf zwischen Dollfuß und den Sozialisten einmischen. Es wäre gefährlich, wenn wir uns in die inneren Angelegenheiten dieses fremden Staates einmischen wollten." Von der Juden§taaf§par*ei Die Entwicklung in Kongreßpolen Das Organisationsdepartement (Wien) berichtet: Der große Erfolg der Judenataatspartei in Kongreßpolen läßt befriedigende Schlüsse auf die Entwicklung der Partei in anderen Ländern ziehen. Mit ungeheurer Energie und unerschöpflichem Arbeitswillen haben unsere Freunde in Polen die Arbeit begonnen. Fast unüberwindliche Schwierigkeiten waren zu beseitigen, bevor e3 gelang, den Weg in die jüdische Gasse zu finden. Die Mühe war nicht vergebens. Die Judenstaatspartei findet heute volle Beachtung, unsere Vorträge sind überfüllt. Man liest unsere Presse mit Aufmerksamkeit. Ständig kommen neue Menschen in unsere Reihen. „Brith Hakanalm" ist bereits eine starke Jugendorganisation. ..Hechaluz H a mdinati" kennt man überall als eine ausgezeichnet funktionierende Einrichtung für alle Hachscharah-Obliegenheiten. Und vielleicht der sinnfälligste Beweis unseres Wachstums ist die bittere Anfeindung, gerade von revisionistischer Seite her, die beschämend wirkt, allerdings nicht für uns. Geführt wird die Judenstaatspartei Kongreßpolens von einer Leitung, der als Generalsekretär Herr A. Lipmann und die Herren M. Gelblum und J. Galewsky angehören. Das Zentralkomitee, bestehend aus den Herren Dr. Cynemann, Dr. J. Draücz, Dr. R. Feldschuh, Dr. B. Joz, Dr. Jakob und Frau Mirjam Kahan, Adv. A. Labensky und Redakteur M. Leizerowitsch, unterstützt die Leitung in ihrer Arbeit. Die Judenstaatspartei hat in den fünf Monaten ihres Bestehens großzügige Propaganda für den Herzl-Zionismus geleistet. Ihr ist zu danken, daß die jüdischen Massen, die sich nach dem XVIII. Kongreß enttäuscht und angewidert zurückgezogen haben, mit der Idee des Zionismus innig verknüpft blieben. Um die mit Ernst und Sachlichkeit betriebene Propaganda machen sich die Herren A. Lipmann und Kohlberg verdient, die ständig Propagandareisen absolvieren. Die regelmäßige Herausgabe einer eigenen Judenstaatszeftung „Unzer Front" hat sich als ein bedeutender Erfolg erwiesen. Diese Zeitung, deren Niveau allseits anerkannt wird, leiten als Chefredakteur M. Leizerowitsch und die Herren Dr. Feldschuh und A. Lipmann. Wichtig ist die ständige Mitarbeit de3 Mitgliedes des Exekutivkomitees, Herrn Meir Großmann, an der Warschauer Tageszeitung „Hajnt". Seine ausgezeichneten Aufsätze dienen unserer Idee vorzüglich. Unsere Jugendorganisation „Brith Hakanai m" hat in kürzester Zeit ganz besondere Erfolge zu verzeichnen. Bisnun wurden 95 Kennim mit 3000 aktiven Mitgliedern geschaffen. Die Art unserer Jugenderziehung lößt größte Befriedigung aus. Der Mefaked Arzi, Dr. R. Feldschuh, und der Masgir Arzl, Mosche G e 1 b 1 u m, sind unermüdlich tätig und werden von Mag. J. Rosenbusch, J. Galewsky, Mag. R. Krasnos e 1 s k y, Adv. H. D u 1 c i n und Ing. K a d i n s k y wirksam unterstützt. Dr. Jakob Kahan nimmt als Aw Barak an der Arbeit lebhaften Anteil. Neben dem Brith Hakanaim wirken als judenstaatlerische Jugendgruppen vor allem die ,,M assadah" (Leiter: Schlepachowsky und Agrest), die sich mit der Organisierung der nicht barkaischen Schuljugend befaßt und ganz besonders die religiöse Judenstaatlergruppe „Hasmonäa" (Leitung: A. Rigal und Dr. Katan), die bereits über 800 Mitglieder zählt, und in den Kreisen der orthodoxen Judenschaft im ganzen Lande immer mehr Anhänger findet. Besonders ersprießlich wirkt die Frauenorganisation „Deborah", unter Leitung von Frau Mirjam Kahan. Auch in der Provinz hat Frau Kahan bereits zahlreiche neue Ortsgruppen gegründet. Die Resultate der Hebräischkurse, der Fachkurse für Gärntnerei, Schneiderei usw. weisen großen Zulauf auf. Alle Angelegenheiten der Alijah und Hachscharah erledigt der „Hechaluz Hamdinati", der unt^r der Leitung Ä. Galewskys steht, der auch der Vertreter der Judenataatspartei im Palästina-Amt ist. Bisnun wurden 27 Hachseharah-Punkte mit 500 Chaluzim eingerichtet. Außerdem traten vor kurzem vier HachRcharah-Gruppen des „Brith Trumpeldor" zur Judenstaatspartei Uber. Der Zustrom ist ungernein stark, trotzdem der Beitritt an die dreimonatige Zugehörigkeit zur Judenstaatspartei gebunden ist. Es wurde bereits eine Anzahl von Zertifikaten an erstklassig qualifizierte Mitglieder verteilt. Die Judenstaatspartei Kongreßpolens geht nun daran, für den Monat Mai die große Landeskonferenz vorzubereiten. Sie wird eine große Kundgebung des reinen Herzlsclien Judenstaatsgedankens sein. Brith Hakanaim Das Kuratorium des Brith Hakanaim hat bereits seine Arbeit aufgenommen und besteht auB folgenden Mitgliedern: Frau Margit Buchbinder, Ing. Ackermann, Bermann, Oberbaurat Stricker, Max Schiffmann. A rbeitsprogramm der Plugah „Judah" des Brith Hakanaim. (Führer: Karl Fränkel). — Neben dem allwöchentlich gehaltenen Seminar über die Geschichte des Zionismus (Chawer Fränkel) und dem Zeitungsreferat f Oha wer Horn) finden von den Mitgliedern der Flugah folgende Vorträge statt: 10. März 193 4: Ludwig Horn: „Die Vertreibung der Juden aus Spanien." — 2 4. März 1 93 4: Kurt Stanger: „Die jüdischen Parteien Palästinas." -~ 17. März 1 93 4: Artur Fried: „Jüdische Könige". — 3 1. März 1934: Gustl Teller: „Soziale Gesetzgebung in der Thora." - 7. April 1934: Siegfried Pohorilla: ,,D,..s Prophetentum in Israel." — Die Sichoth finden jeden Samstag um halb 7 Uhr abends statt. Jugendliche willkommen! Krise im B* J« f ♦ Im „Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs" (B. J. F.) haben sich bedauerliche Unstimmigkeiten entwickelt. Der in der Generalversammlung am 2. Februar dieses Jahres wiedergewählte Bundesführer, Herr Generalmajor Sommer, und die in die Exekutive gewählten Herren Dr. Oskar Grünbaum und Dr. Richard Koch haben die auf sie gefallene Wahl abgelehnt und sind aus der Leitung ausgetreten. Gerade im jetzigen Zeitpunkt ist das Aufkommen anscheinend schwerer Differenzen in dieser großen jüdischen Organisation sehr zu beklagen. Wir behalten uns vor, gegebenenfalls auf diese Angelegenheit zurückzukommen. Jüdischer Hochschulausschuß Kolleginnen und Kollegen! Kommt während der Ferien in unser Arbeitslager! Ihr habt Gelegenheit, euch handwerkliche und landwirtschaftliche Kenntnisse anzueignen, und helft dabei, eine große Idee zu verwirklichen : wir bauen das erste Umschulungslager Oesterreichs. Aufenthalt kostenlos. Erste und wichtigste Besprechung Dienstag, den 13. März, 7 Uhr, Alserstraße 26. Es werden Lichtbilder von Siedlungen in Palästina gezeigt. Wer zur Besprechung nicht kommen kann, muß sich bis spätestens 13. März im Sekretariat, IX., Alserstraße 26, täglich von 12 bis 2 Uhr anmelden. Schülernachmiftage Schulnachhilfe für Volks-, Haupt- und Mittelschüler, Sprachkurse, Spiel und Sport im Freien. Mäßige Preise. Zuschriften an die Administration unter „Von 6 bis 14 Jahren". Ol, Wollzeile 17 Tel. R-24-2-16 KREUZ- Vom 9. bis 15 März 1934: „Der Teufel des Ostens" mit Boris Karioff, Karen Morley Myrna Loy, Lewis Stone Sonn- und wochentags: 4, 5.45, 7.30, 9.15 Uhr Während der Budgetdebatte im polnischen Sejm leistete sich der nationaldemokratische Führer und ehemalige Minister Glombinsky einen unerhörten Redeexzeß gegen die Juden. Er wiederholte alle je über die Juden erzählten Legenden und schrie, die Juden kauften beim Bauern das Getreide zu billig auf rund ruinierten das Bauerntum, die Juden hätten bei der Friedenskonferenz Polen geschadet, einzig um ihretwillen mußte Polen den Minderheitenvertrag unterschreiben. Während der bolschewistischen Invasion hätten die Juden Polen verraten. Die Regierung müsse alles tun, daß sich die Juden in Polen nicht vermehren. * In der Sitzung des polnischen Senats kam es wieder zu einer Judendebatte. Der Referent für das sanitäre Budget Senator Soboliewski kritisierte die jüdisch-nationalen Parlamentarier, die sich bei der Abstimmung über das Budget der Stimme enthielten, obwohl sie anerkennen müssen, daß die polnischen Konsulate in Deutschland sich der verfolgten polnischen Juden annehmen. Die polnische Regierung, sagte er weiter, mische sich nicht in die inneren jüdischen Streitigkeiten ein, unterstütze die Palästina-Bestrebungen des jüdischen Volkes, auch bekämpfe sie Terrorakte gegen Juden. An diese Worte des Referenten knüpfte der nationaldemokratische Senator Koszycki an, der erklärte, die polnische Intelligenz lebe in tiefer Armut, und es gelte zwischen Polen und Juden zu wählen. Das jüdische Volk ist um 3000 Jahre älter als das polnische, hat mehr Kulturerfahrung und stärkere Nerven. Die Juden blicken auf uns Polen, wie wir auf Afrika-Neger blicken. Wollen wir, daß die Zukunft dem polnischen Volke gehören solle, so müssen wir die jüdischen Rechte beschränken und immer mehr Juden von der polnischen Erde entfernen. Warum fürchten wir die Juden? Wir haben es erlebt, daß parallel mit dem N i edergang des internationalen Handels auch die Bedeutung des internationalen Judentums und der Freimaurer gesunken ist. Die polnische Regierung hätte die von den Juden kontrollierte internationale Presse nicht zu fürchten. Die unaufhörliche Judenhetze der Nationaldemokraten bleibt nicht ohne Folgen. Während der Aufführungen von Shakespeares „Kaufmann von Venedig" im Warschauer Dramatischen Theater veranstalten die Nationaldemokraten allabendlich antijüdische Demonstrationen. Bei entsprechenden Stellen im Dialog rufen die Nationaldemokraten immer wieder: „Schlagt die Juden! Nieder mit den Juden!" In der Warschauer Vorstadt Praga stürmte eine mit Stöcken und Revolvern bewaffnete große Gruppe nationaldemokratischer Huligans eine von den Zionisten veranstaltete Purim- Festlichkeit. Die Festgäste wurden schwer mißhandelt und ausgeplündert. An der Warschauer Universität verbreiteten die Nationaldemokraten einen Aufruf, in dem zum „Kampf auf Leben und Tod" gegen die jüdischen Studierenden aufgefordert wird. Der Aufruf schließt: „Wir werden nicht ruhen, bis alle Juden aus allen Hochschulen entfernt sind." In Pachianiz bei Lodz Uberfiel eine Gruppe Nationaldemokraten den Basar des Jüdischen Nationalfonds, demolierte den Pavillon, zerstörte die ausgestellten Objekte und verletzte zwei Beamte des Basars. * Das Warschauer Appellationsgericht hat die vom Erstgericht über drei nationaldemokratiache Studenten verhängten Strafen wegen Zertrümmerung der Schaufenster jüdischer Geschäftsläden verschärft. Die Angeklagten, Uber die bisher nur Geldstrafen verhängt worden waren, wurden nunmehr außerdem zu je drei Monaten Gefängnis verurteilt. * Dem auf der Keren Hajessod-Konferenz für Kongreßpolen erstatteten Bericht ist zu entnehmen, daß die Einnahmen dos Fonds in Knngreßpok'ii rAch im Jahre 1933 gegenüber dem Vorjahre um ein Drittel vermindert haben. Während 1932 in KongreUpolon für den Keren Hajcssod 1,194.463 Zloty gesammelt worden waren, betrug das Sammolergobnis im Jahre 193» nur 797.947 Zloty. Dabei hat sich dir Zahl der Beitragleistenden keineswegs verringert. Der Rückgang der Einnahmen ist ausschließlich auf die fortschreitende Verarmung der jüdischen Bevölkerung Polens zurückzuführen. * Auf der sechsten Konferenz der Zionisten- Revisionisten Kongreßpolens verlas Doktor J. Schechtman ein ihm aus Paris zugegangenes Telegramm, wonach die zionistische Exekutive beschlossen hat, dem Brith Trumpeldor keine Zertifikate für Palästina zu geben. Doktor Schechtman erklärte, dies sei das größte Unrecht in der Geschichte des Zionismus, man wolle die revisionistische Organisation brechen, dies werde aber nicht gelingen. Die Exekutive der revisionistischen Union hat darauf die entsprechende Antwort erteilt: sie ruft die Revisionisten der ganzen Welt zum Boykott der zionistischen Fonds auf! Jahrmarktsprogrom in Jaroczin Aus Warschau: Der Zentralverbaud jüdischer Kleinhändler teilt mit: In Jaroczin, Distrikt Posen, hat während des Jahrmarkts eine Bande mit Eisenstäben und Stöcken bewaffneter junger Leute die Stände der jüdischen Händler umzingelt, auf die Inhaber der Stände eingeschlagen und die Waren durcheinandergeworfen und zum Teil vernichtet. Sehr schwer verletzt wurden Josef Schachtel und sein jugendlicher Sohn, Jizchak Dembinski, Bines Kohn und Frau Lea Gottlieb; viele andere jüdische Händler trugen blutige Verletzungen, wenn auch nicht so schwerer Natur, davon. Der Pogrom dauerte von 1 bis 3 Uhr nachmittags, erst dann traf Polizei ein und vertrieb die Exzedenten. Der Verein jüdischer Kleinhändler hat eine genaue Liste der verletzten und geschädigten Juden zusammengestellt und sie den zuständigen Behörden übergeben. Der Emigrantenzustrom versiegt. Aus Prag: Nach Mitteilungen der verschiedenen Flüchtlingskomitees ebbt der Zustrom aus Deutschland ab. In Prag selbst gibt es nicht mehr als 300 bis 350 F1 U c h t- 1 i n g e, eine Zahl, die wesentlich geringer ist als im Sommer 1933. Viele Emigranten sind nach Deutschland zurückgekehrt, viele sind nach anderen Ländern, besonders nach Palästina und Frankreich, weitergereist. Der „Prager Mittag" bringt Beschwerden Uber Ausweisungen von Emigranten und ungleiche behördliche Praxis vor und fordert Abhilfe. Lettland fördert die landwirtschaftliche Ausbildung von Juden Aus Riga: Der lettländische Landwirtschaftsminister Gulbis setzte sich in einer vor der Budgetkommission des Sejm gehaltenen Rede für einen vom agudistischen Abgeordneten Dubin eingebrachten Antrag, den jüdisch - landwirtschaftlichen Ausbildungskursen eine Regierungsbeihilfe zu gewähren, ein. Wir müssen anerkennen, erklärte der Minister, daß die jüdisch-landwirtschaftlichen Kurse gut besucht sind. Gegenüber der von mancher Seite aufgeworfenen Frage, ob den Juden überhaupt die Möglichkeit zu landwirtschaftlicher Ausbildung gegeben werden sollt'-1, ist darauf hinzuweisen, daß zahlreiche Juden in Lettland sich mit Landwirtschaft befassen und daß die Regierung gewillt ist, solche Bestrebungen zu fördern. Die Budgetkommission beschloß mit 9 gegen 2 Stimmen, in den Haushaltsplan eine Beihilfe von 6000 Lat für die jüdischen landwirtschaftlichen Ausbildungskurso einzustellen. Einbau des Minderheitenrechts in die lettländische Verfassung Aus Riga: Im Zusammenhang mit den Vorarbeiten für eine Aenderung der lettländischen Verfassung wurde, in der zuständigen Sejmkommission ein Antrag auf Einbau des Minderheitenrechtes in die Verfassung gestellt. In einem besonderen Punkt der Verfassung soll die Sicherung nationalkultureller Autonomie für die deutsche, russische und jüdische Minderheit Lettlands gewährleistet werden. Bisher enthielt die lettländische Verfassung eine derartige Bestimmung nicht. Die den Minderheiten gewährte Autonomie auf dem Gebiete des Schulwesens hielt sich im Rahmen der Bestimmungen des geltenden Gesetzes über Volksbildung und Unterricht. Die lettländischen Antisemiten haben dem Kabinett ein Memorandum unterbreitet, in dem sie die Ausschaltung aller nach 1919 ins Land gekommenen Juden aus Handel, Industrie und Handwerk fordern. Ihre sdiönsfe Fahrt nach Palästina mit unserer Gesellschaftsreise! 1. Zu Ostern am 19. März mit dem grandiosen Luxusmotorschiff „Vulcania" (24.000 Tonnen), zurück entweder mit der „Roma" (33.000 Tonnen), „Vulcania", „Gerusalemme" (Jerusalem) (12.000 Tonnen) oder „Tel Aviv". 2. Zur Levantemesse, Pfingsten und das entzückende Erstlingsfest In Haifa am 30. April mit der „Vulcania" und zurück entweder mit der , Roma", „Vulcania" „Gerusalemme" oder „Tel Aviv". Preise je nach der Kombination ab: ö. S 494.— ö. S 760.- ni. Klasse II. Klasse Für Einzelreisende Schiff meidungen und Auskünfte: NORDISCHES REISEBÜRO (Palästina-Abteilung: Reiseleitung) N. M. Racker Wien, I., Seilergasse 3 (Ecke Graben« Stephansplatz), Telephon R-25-0-92. Prospekte und Offerte zur gefälligen Verfügung» Jederzeit genaue InformaUooMU ö. S 1235.— I. Klasse und Bahnkarten. An-