Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 8 (1934)
- Issue
- Heft 337 (2.2.1934)
- Date
- 1934-02-02
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 DIE NEUE VVEL1 PÜr. 337 INOPROGRAMME __DIESER WOCHE _ EU Z-SCI NO "«iL»-« Vom 2. bis 9. Februar 1934: „DIE NACHT DES 13. JUNI" mit Clive Brook und Lila Lee Sonn- und wochentags: 4, 5.45, 7.30, 9.15 Uhr SCHWEDEN - KINO " •Tab~1 Tel.: A-49-0-60 Vom 2. bis 9. Februar 1934: ..I II mit Fedor Schaljapin Beginn wochentags: 3/<5, 7, 7410 Uhr, Sonntags ab 3 Uhr Von der Judensf aat spart ei Das Organisationsdepartement der Judenstaatspartei (Wien, IX., Universitätsstraße 8) teilt mit: Die Judenstaatspartei und die Petition der Union der Zionisten-Rcvisionisten Im Einvernehmen mit dem Exekutivkomitee der Judenstaatspartei teilt das Organisationsdepartement auf verschiedene Anfragen mit, daß die Judenstaatspartei nicht eingeladen wurde, an der von der Union der Zionisten-Revisionisten eingeleiteten Petitionsbewegung teilzunehmen, ebensowenig wurde die Jundenstaatspartei vom Inhalt und der Adresse der Petition in Kenntnis gesetzt. Die Judenstaatspartei hat mit dieser Aktion keinen wie immer gearteten Zusammenhang und muß jede Verantwortung für sie ablehnen. Die Judenstaatspartei als solche wird daher die Petitionsbewegung weder propagieren noch behindern. Das Organisationsdepartement teilt allen Organisationen und lokalen Gruppen der Judenstaatspartei mit, daß eine Beteiligung unter diesen Umständen u n s ta 11h a f t ist. Die einzelnen Mitglieder der Judenstaatspartei können für ihre Person entscheiden, ob sie ihre Unterschrift unter die Petition setzen. Landeskonferenz der Judenstaatspartei in Ostgalizien Am 28. Jänner fand im großen Festsaal der Lemberger Kultusgemeinde die feierliche Eröffnung der ersten Landeskonferenz der Judenstaatspartei in Ostgalizien statt. Es nahmen 150 Delegierte aus 50 verschiedenen Städten teil. Prof. Rothman begrüßte in seiner Eröffnungsrede vor allem das Mitglied des Exekutivkomitees Herrn Meir Großmann, der von den Anwesenden stürmisch bejubelt wurde. Ein vom Mitglied des Exekutivkomitees, Herrn Ing. Robert Stricker, sowie vom Organisationsdepartement der Judenstaatspartei eingelangtes Begrüßungsschreiben fand größten Beifall. Nach den Begrüßungsworten Professor Rothmans wurde die Konferenz vom Vizepräsidenten der Kultusgemeinde Lemberg, Herrn Wittels, vom Vertreter der allgemeinen Zionisten, Herrn Dr. Stupp, Herr Podhorcer namens des Misrachi, Herrn Tuch namens der Revisionisten, Herrn Osias Potischer als Delegierten der Judenstaatspartei Westgaliziens, Herrn Mosche Reich für den K. K. L. und Dr. Scharz für den Tarbuth begrüßt. Darauf folgte das großangelegte Referat Meir Großmanns, der sich einleitend mit den Gründen, die zur Entstehung der Judenstaatspartei führten, befaßte. Meir Großmann entwickelte sodann das Programm der Judenstaatspartei und behandelte alle Fragen zionistischer Außen- und Innenpolitik sowie die sozialen und ökonomischen Probleme Palästinas. Abschließend beleuchtete Großmann unsere Stellungnahme zur Frage der Jugenderziehung und wies auf das erfreuliche Wachstum der Judenstaatspartei und des Brith Hakanaim hin. Die Rede Großmanns wurde oft durch lebhaften Beifall unterbrochen und hinterließ einen mächtigen Eindruck. Es folgten eine Reihe wichtiger und interessanter Referate, auf die wir noch zurückkommen werden. Mit besonderer Befriedigung sei festgestellt, daß die Judenstaatspartei in den letzten zwei Wochen durch die litauische und ostgalizische Landeskonferenz einen deutlichen Beweis ihres Aufstiegs in der kurzen Zeit ihres Bestandes gegeben hat. Diese beiden mächtigen Kundgebungen haben in der Oeffentlichkeit größte Beachtung gefunden. Palästina-Reisen der tschechoslowakischen Judenstaatspartei Die Judenstaatspartei der Tschechoslowakei, die in den letzten Wochen auf organisatorischem Gebiete beste Erfolge verzeichnen konnte, organisiert eine Reihe von Palästina-Reisen, für welche sich zahlreiche Teilnehmer aus allen Teilen des Landes gemeldet haben. Das reichhaltige Programm der Reise, die ausgezeichnete Vorsorge für tadellosen Transport und Führung der Reiseteilnehmer und die billigen Preise haben der Judenstaatspartei in der C. S. R. viele neue Freunde zugeführt. Auskünfte erteilt: Judenstaatspartei für C. S. R., Mor. Ostrava, Tfida Republikanska 67. Eine Zeitung der Judenstaatspartei in Polen Die erste Nummer der Judenstaatszeitung „Unzer Front" (Warschau) ist in jiddischer Sprache erschienen. Die 16 Seiten starke Nummer enthält eine Reihe ausgezeichnete Artikel, u. a. von Meir Großmann, Ing. Robert Stricker, Dr. H. Rosenblum, A. Lipman und vieler anderer. Durch eine Werbeaktion wurde das regelmäßige Erscheinen sichergestellt. Es wird allseits wärmstens begrüßt, daß die Judenstaatspartei Polens, die in den letzten Wochen eine rege und überaus erfolgreiche Tätigkeit entfaltete, durch ein eigenes Organ zu den weitesten Kreisen der polnischen Judenheit sprechen kann. Drei interessante Palästina-Reisen. Siehe Inserat! Judenstaatsjugend, Wien, II., Untere Augartenstraße 38. Samstag, 7 Uhr: Sicha der Kwuzah Kolb. Sonntag, 9 Uhr vorm.: Aufstellung von K.-K.-Büchsen, Treffpunkt im Heim. 6 Uhr abends: Heiraabend, Montag, 8 Uhr: Hebräisch für Anfänger (Leiter Dr. Taub). Dienstag, 8 Uhr: Sichah Klalith. Erscheinen der Mitglieder Pflicht. Mittwoch, halb 8 Uhr: Führersicha, 8 Uhr Sicha der Mädchenkwuzah. 9 Uhr: Vortrag in der JudenBtaatspartel. Donnerstag, 8 Uhr: Hebräisch für .Vorge^JWt.tene;(Leiter Drs Taub), Kfar ll§§i§dikin Das Zentralbüro des Jüdischen Nationnlfonds für Oesterreich teilt mit: In der ganzen Welt rüstet man zum großen Werke auf den Namen Ussischkin, als Volksdank für seine historische Lebensleistung. In Oesterreich werden alle erfolgreichen Teilnehmer an der Aktion in ein Gedenkblich (Sefer Sikaron) eingetragen werden, das nach Abschluß des Mifal Ussischkin überreicht und dann im Kfar Ussischkin oder beim Hauptbüro aufbewahrt werden wird. Voraussetzung für die Eintragung wird sein: Für Gruppen: Die Aufbringung ihres Kontingents für Kfar Ussischkin: zumindest jedoch Erlös von mindestens 4 Dunam Boden ( 1200 S). Für Mitarbeiter: Der Erlös von mindestens i/:t Dunam (- 100 S). Für Spender: Der Erlös von mindestens 80 Quadratmeter (~ 10 S). (Die Spender werden nach der Höhe der Leistungen angeführt.) Für Jugendgruppen: Der Erlös von mindestens 1 Dunam - 300 S. An erster Stelle werden bei den Gruppen die erfolgreichen Mitarbeiter eingetragen werden. Jede Föderation und innerhalb derselben jede Gruppe wird ein bestimmtes Kontingent aufzubringen haben. 412 jüdische Aerzte haben Deutschland verlassen Aus Berlin : Laut „Aerzteblatt für Berlin" haben im Jahre 1933 412 jüdische Aerzte Deutschland verlassen, von denen 284 auf Berlin entfallen. Nach Palästina gingen 117, nach Frankreich 25, nach England 22, nach der Schweiz 13, nach Italien und Spanien 13, nach Oesterreich, Tschechoslowakei und Polen 11, nach Nordeuropa 9. 15 der Emigrierten sind Frauen. Die Angaben des Aerzteblattes stehen tief unter der Wirklichkeit; dem Blatt selbst ist es nicht gelungen, in Berlin die Adressen von 40 jüdischen Aerzten festzustellen, von denen angenommen wird, daß sie ebenfalls Deutschland verlasseu haben. Jüdische Kun§istelie n., Aspernbrückengasse 2. R-48-2-91. Büro: 9 bis j/318. Den Mitgliedern stehen ermäßigte Karten für folgende Theater zur Verfügung: Staatsoper, Burgtheater, Akademietheater, Deutsches Volkstheater, Scala, Kammerspiele, Theater a. d. Wien, Stadttheater, Ronacher, Casinotheater, Moulin Rouge. Raimund-Theater: unsere Vorstellung am 9. Februar? •— Konzerte: In Vorbereitung Alfred Piccaver. — Bällei „Kongreß der Landstreicher" (Bühnenkünstlerball), 3. Februar, in allen Konzerthaussälen; Ball der Hakoah. Jüdische Buhne n., Praterstraße 60 Gastspiel Mae Schönfeld —■ Irving Jacobson in „Der Warschauer Landsmann" von N. Negro, Musik von R. Osowski und H. Jacobson. Auch das zweite Auftreten der amerikanischen Künstler, die rasch Lieblinge des Publikums geworden sind, gestaltete sich zu einem vollen Erfolg. Das Stück, eine musikalische Komödie, bietet den Gästen reiche Gelegenheit, ihr vielttVä M SÄM1SCH, ,BOXCALF .__ KOMBINIERT. GRÖSSE 37*/^ EIEG.AUSFÜHRUNG ZU S.9aoaS.790 . .UND VIEU; ANDERE OKKASIONEN IN SCHUHEN UND SCHNEESCHUHEN JEDER AAT. wwlfäiffl Suche für meine Verwandte aus guter Wiener Familie Eh e b ew erb er9 35 bis 40 Jahre alt, mit bester Nachfrage, Eingeridüete Zweizimmerwohnung, Ausstattung und Barmitgifl vorhanden. Ausführlidie Schreiben berufstätiger Herren unter „Zehntausend'' an die Exped. erbeten Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis Wien, II., Taborstraße 59, Tel. A-42-3-J6 Der Verein bittet die P. T. Arbeitgeber angesichts der Notlage der jüdischen Arbeitslosen um Anmeldung ihres dauernden oder vorübergehenden Bedarfes an qualifizierten kaufmännischen Angestellten, Arbeitern, Handwerkern und Hauspersonal aller Art bei dem angeführten; Verein. Mitgeteilte Wünsche werden sorgfältig berücksichtigt. seitiges Können zu entfalten. Besonders Irving Jacobson, der selbst die Regie führt, erweist sich nicht nur als ausgezeichneter Schauspieler, sondern auch als hervorragender Tänzer und Sänger. Das Ensemble der Jüdischen Bühne, bestehend aus den Damen A. Gl a 11 s t e i n, Cille Bell, K. Zucker und den Herren Hausknecht, Kamaj, Zucker, Sigall und A. Weismann trägt viel zum Erfolg des Stückes, das voll Humor und Tempo ist, bei. Die Musik besorgt mit Temperament die Kapelle Leibovici-Lubetzki. Stück und Darstellung sind geeignet, weite Kreise des jüdischen Publikums für das Jüdische Theater zu gewinnen. f. k. Am Freitag, den 2. Februar, und am 3., 4., 6. und 7. Februar: „Masel Tow Mam e", musikalische. Komödie mit Tanz in drei Akten von I. Lilien. Beginn halb 9 Uhr. — Sonntag, den 4., nachmittags, Montag, den 5., abends, Donnerstag, den 8., abends: „Oj Amerika", mit dem amerikanischen Gästepaar. Neue jüdische Künstlerspiele, Hotel Stephanie, IL, Taborstraße 12. Ab Freitag, den 2. Februar, die Komödie „Dem Rebens Chasene" mit dem Gästepaar L e r n e r und Seidemann. Beginn!/29 Uhr. — Sonntag nachmittags zu niedrigen Preisen „Dem Rebens Chasene". Für jedes Kind ein reizendes Geschenk, Jüdischer Sport S5 Jahre Wiener Hakoah Im Februar begeht der Wiener Sportklub Hakoah das Jubiläum seines 25jährigen Bestandes. Den Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten wird die große Blau-Weiß-Redoute in sämtlichen Konzerthaussälen, die am 17. Februar unter dem Ehrenprotektorat von Lord Melchett stattfindet, bilden. Wir werden den Werdegang der „Hakoah", welche als Bahnbrecher des jüdischen Weltsports anzusehen ist, eingehend schildern. Cupspiel Hakoah. Sonntag um 14,30 Uhr auf der Hohen Warte findet die vierte Runde des Wiener Cup statt. Das Schlagerspiel dieser Runde bestreiten Hakoah und der vorjährige Meister Vienna. Es ist ein interessanter und spannender Kampf mit ungewissem Ausgang zu erwarten. Hakoah dürfte in folgender Aufstellung; antreten: Löwy; Feldmann, Donnenfeld; Breitfeld, Stroß, Placzek; Reich, Mausner, Ehrlich 2, Zwiebel, Ehrlich 1. Beteiligung Palästinas an der Olympiade. Wie die Leitung des Deutschen Makkabi-Kreises mitteilt, entspricht die in einem Teil der jüdischen Presse verbreitete Notiz, daß das in Palästina gegründete Olympische Komitee vom Olympischen Ausschuß nicht anerkannt worden ist und daß daher Palästina auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1936 verzichten muß, nicht den Tatsachen. Die Gründung eines olympischen Komitees für Palästina ist eingeleitet und die Verhandlungen mit den olympischen Behörden sind im Gange. Bisher sind zur Olympiade 1936 nur die Länder eingeladen, die an der letzten Olympiade in Los Angeles teilgenommen haben. Man rechnet mit Bestimmtheit damit, daß Palästina in kurzer Zeit die Formalitäten erledigen wird, die es zur Teilnahme an der Olympiade berechtigen. Der Wiener Jüdische Turnverein „Makkabi", IX., Liechtensteinatraße 20 (gegründet 1898), veranstaltet am Sonntag, den 11. Februar, im Turnsaal, IX., Liechtensteinstraße 20, ein Wetturnen (Einzel- und Vereinsmeisterschaften!). Beginn 9 Uhr vormittags. Mitglieder, Freunde und Gäste des „Makkabi" sind herzlichst willkommen. — Samstag, den 10. März, findet im großen Festsaal des Militärkasinos, I., Schwarzenbergplatz, ein modernes BUhnenschauturnen des „Makkabi IX" (mit anschließendem Tanz) statt. Das Sportamt der „Judäa" veranstaltet während der Faschingsferien in der Zeit vom 11. bis 17. Februar einen Skikurs in Steinhaus am Semmering (840 m). Geboten wird: Bahnfahrt hin und zurück, Unterkunft in zwei- und dreibettigen Zimmern in einem Hotel, Heizung, drei ausreichende Mahlzeiten (zweimal täglich Fleisch), Skilehrer, Gepäcktransport. Ausführliche Auskünfte und Anmeldungen im Zentralheim der Judäa, IX., Alserstraße 26, Hp., Tel. A-25-2-28, Montag bis Donnerstag von 18 blB 20 Uhr, Donnerstag von 12 bis 13 Uhr. Touristik- und Skiklub Hakoah. Wienerwald. Jeden Sonntag Skikurse für Anfänger und Vorgeschrittene unter Leitung des Herrn Erwin Kellner. Skikurs im Gebiete des Zirbitzkogels in der Zeit vom 3. bis 10. März. Aufenthalt in der Seethalerhütte, volle Pension, Fahrt, Gepäckzustellung von Judenburg bis zur Hütte und zurück, Trinkgelder usw. S 70 und 78.—. — Skiurlaub am Arlberg in der Zeit vom 17. bis 24. März, Aufenthalt in St. Anton, volle Pension, Fahrt, Trinkgelder S 140.—. — Skirennen in TUrnitz am Sonntag, den 11. Februar, in Türnitz. Slalom- und Abfahrtslauf für Damen und Herren. Nenngeld S 1.—, Jugend S —.50. Nennungsschluß! 8. Februar. Anmeldungen zu den Kursen sowie zum RenufB jeden Dienstag und Freitag im Klubheim, I., Wiesinge*» Straße 11, Tel. R-25-0-10, in der Zeit von 8 bis 10 Uhr abends. Unsere geselligen Abende finden jeden Freitag statt, Gäste, vollkommen, .... / /