Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 8 (1934)
- Issue
- Heft 331 (12.1.1934)
- Date
- 1934-01-12
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 33t DIE NEUE WELT Seite 9 gemäß der in Erez Israel angenommenen Form: Ein weißes Tuch mit zwei blauen Längsstreifen in einer bestimmten Entfernung von beiden Ecken, mit einer brennenden Menorah in der Mitte und einer Aufschrift: Brak ... (Ortsname). 11. Die Begrüßung des Barkai ist „Chasak!" und die Antwort ist. „Weematz!". Die feierliche Parole ist „Schma!" und die Antwort ist „Echad!". Die Parole gilt als Gruß und Ruf bloß in Zusammenkunft von Gruppen. 12. Die Uniform der Barkanim ist: Dunkelblaue Bluse mit entsprechender Binde. Die Kopfbeklcidung der Darga Aleph — ein Barett von der gleichen Farbe wie die Bluse m;t einem Streifen und einem Abzeichen der brennenden Menorah. Für die Dargoth Beth und Gimel — eine Trumpeidor-Kappe von derselben Farbe wie die Bluse mit einem Menorahabzeichen. (In Erez Israel ist die Uniformfarbe: grau.) 13. Die Weltleitung (Mifkadah Eljonah) des Brak wird auf dem Weltkongreß der Brith Hakanaim gewählt und durch das Exekutivkommittee der Judenstaatspartei bestätigt. Die Mifkadah Eljonah ist ein Kollegium, das seinen Sitz dort hat, wo sich das Exekutivkommittee der Judenstaatspartei befindet, welche in der Mifkadah Eljonah durch ein Mitglied vertreten ist. 14. Der Brith Hakannaim steht unter der obersten geistign Führung des A w Brak, welche von der Weltkonferenz der Judenstaatspartei auf Grund des Vorschlages des Weltkongresses der Barkaim gewählt wird. Der erste Aw Brak ist Dr. Jakob Kahn. 15. Die Landesleitungen des Brak werden durch die entsprechenden Landesversammlungen der jedes Landes delegiert in einen Jugendreferenten mit Judenstaatspartei bestätigt. Die Judenstaatspartei die Landesleitung des Brak Sitz und Stimme. 16. In politischen Fragen untersteht der Brak der Landesversammlung der Judenstaatspartei des betreffenden Landes. 17. „K a n n a i" — ist ein Ehrenname, den jeder, der sich an den Brith anschließt, durch musterhafte Handlungen, pünktliche Erfüllung seiner Pflichten und durch seine ganze Lebensführung zu verdienen strebt. Im gewöhnlichen, täglichen Gebrauch wird jedes Mitglied Barkai genannt. (Die provisorischen Statuten sind von dem Exekutivkommittee der Judenstaatspartei auf der K o n f e r e n z in Prag bestätigt worden. Sie sind gültig bis zur ersten Weltkonferenz des Brith Hakannim.) Rezitation Herz Großbart Das Wiener jüdische Publikum hatte jüngst Gelegenheit, den hervorragenden nachschöpferischen Interpreten der modernen jüdischen Literatur, Herz Großhart, einen Wortgestalter von großer Originalität und Eindringlichkeit, als Wiedererwecker der eigenartigen Gestaltenwelt Schalom Alejchems zu bewundern. Einem Komitee jüdischer Kunstfreunde ist es gelungen, diesen bedeutenden, in den jüdischen Zentren berühmt gewordenen Rezitationskünstler für einen Abend zu gewinnen. Der Herz-Großbart-Abend, an dem der Künstler ein erlesenes Programm zum Vortrag bringen wird, wird Samstag, den 13. d. M., um 8 Uhr abends im Fes teaal des Hotel Continental, IL, Taborstraße 8, stattfinden. - Jüdische Kunststelle, II., Aspernbrückengasse 2, R-48-2-91; Büro 9 bis 18.30 Uhr. Den Mitgliedern stehen ermäßigte Karten für folgende Theater zur Verfügung: Oper, Burgtheater, Akademietheater, Scala, Kammerspiele, Theater a. d. Wien, Stadttheater, Moulin Rouge, Kasinotheater, Der liebe Augustin, usw. Konzerte: Artur Schnabel, 15. Jänner, großer Musikvereins-Saal. In Vorbereitung: Vortrag Chefredakteur Georg Wolf, „Der leidende Moses". JÜDISCHE BÜHNE, II., Praterstraße 60, Tel. R-43-4-59. Ab Freitag, den 12. d., täglich: „O j Amerika", Musikalische Komödie in 3 Akten von N. Stuczkow, Musik von Sch. Sekunda, mit dem amerikanischen Operettenpaar Mae Schoenfeld und Irving Jacobson. Beginn: 8.30 Uhr. — Die beiden Gäste genießen im amerikanischen Thcaterleben große Wertschätzung und Beliebtheit. Verein§nadhridhten Vorein für jüdische Geschichte und Literatur in Wien. Montag, den 15. Janner 1934, im Klubsaale der „Hakoah , I.. Wleslngerstraße 11 (Cafe Atlashof, eigener Eingang, Souterrain), Vortrag des Herrn Professor Dr. Samuel Krauß: „Low- Immanuel-Feie r". Beginn halb 8 Uhr abends. Eintritt frei. Gäste willkommen, Verein der Tluster. Sonntag, den 21. d., halb 8 Uhr abends, findet im Volkshelm, II., Blumauergasso 1, ein Vereinstreffen unter Mitwirkung bedeutender Kunstkrafte, u. a. Professor Ehrlich (Komponist). Tendier (Bariton); Julius Schwarz (Violine), S. Fiderer (Gesänge), S. Schwager, P. Haar (Klavior) statt. Eintritt frei. Zeiro wechaluz Hamisrachi. Wien, II.. Im Werd 13. Die Oneg-Schabath-Veranstaltungen haben riesigen Zuspruch und die Räume können die vielen Gaste kaum fassen. Letzten Freitag abend sprach im Rahmen der Veranstaltung Raw F i s c h m a n n, der auf der Durchreise zur Warschauer Konferenz in Wien weilte, und Kantor Josef Feuer versah mit besonderem Elan den kantoralen Teil der Veranstaltung. Alle Freunde und Gönner des Jungmisrachi sind für die niielis'ton Oneg-Schabath-Voranstnltungen, stets Freitag abends 8 Uhr, freundlichst eingeladen. Aus der Film weit „Gangsterterror in Texas" — heute Premiere Die Wiener Uraufführung des neuen Sensationsfilms der Paramount „Gangsterterror in Texas" findet Freitag, den 12. d. M., im Kreuz-Kino, I., statt. Die Hauptrollen in diesem Film, der zum ersten Male den Zusammenstoß zwischen modern organisierten Großstadtbanditen und den Bewohnern einer westlichen Präriestadt zeigt, spielen die populären Stars Richard Arien und Mary Brian. „Zwei junge Herzen" Annabella und Albert Prejean spielen die Hauptrollen der entzückenden Komödie „Zwei junge Herzen". Uraufführung heute in deutscher Sprache. Eddie Cantor in „Torero" Der berühmte amerikanische Revue- und Filmstar Eddie Cantor, präsentiert sich täglich dem Wiener Publikum in dem Großlustspiel „Torero" (The Kid from Spahl). Zwischen wilden Kampfstieren und sohönen Frauen spielen sich Eddie's röstige Erlebnisse im „Torero" ab. Läuft (in englischer Originalfassung mit deutschen Titeln und einer neuen „Silly Symphonie" im Beiprogramm) im Burg- und Rötenturm-Kino. Der Lausbub von Amerika So nennt man William Haines, der in der nächsten Urauführung der Metro „Frechheit siegt" die Hauptrolle spielt In dem fröhlichen Gesieht William Haines', in jeder Bewegung seines sportgestählten Körpers liegt soviel Lebensbejahung, daß man versteht, daß der Künstler gerade in der heutigen schweren Zeit überall populär werden mußte. „Simone kann nicht anders" : Pariser Lustspielschla^er Die erfolgreiche französische Komödie „Simone est comme ca", die von der Paramount in Paris mit den comme Qa", die von der Paramount in Paris mit den und Meg Lemonnier zum Tonfilm-Lustspiel umgestaltet wurde, wird mit dem Titel „Simone kann nicht anders" ^"mnächst die Wiener Uraufführung haben, AititKdhe Ifrael* Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien hat sich in seiner Plenarsitzung vom 8. Jänner 1934 wie folgt konstituiert: Präsidium: Präsident Dr. Desider Friedmann; Vizepräsidenten: Dr. Josef Löwenherz, Dr. Jakob Ornstein. Vertreterkollegium; Baurat Ing. Wilhelm K e m p 1 e r, Dr. Isidor Klaber, Dr. Josef L ö w y, Max Schiffmann, Ministerialrat Architekt Friedrich Schläfrig, Mendel Singer, Oberbaurat Ing. Robert Stricker, Dr. Josef Tic ho. Kommission I für Kultus- und rituelle Angelegenheiten: Obmann: Dr. Mendel Rosenberg; Obmannstellvertreter. Dr. Ernst Feldsberg. Kommission II für Schulangelegenheiten: Obmann: Moses Rath; Obmannstellvertreter: Geza Klinger. Kommission III für Friedhofs- und Beerdigungswesen: Obmann: Dr. Ernst Feldsberg; Obmannstellvertreter: I. H. Waltuch. Spitalskommission: Obmann: Dr. Leonhard Mayer; Obmannstellvertreter: Ing. Eugen Buchbinder. Kommission für die Versorgungsanstalt: Obmann: Dr. I. H. Körner; Obmannstellvertreter: Berthold Sinai. Kommission für Fürsorgeangelegenheiten: Obmann: Dr. Isidor Klaber; Obmannstellvertreter: Geza Klinger. Kommission für finanzielle und administrative Angelegenheiten: Obmann: Vizepräsident Dr. Josef Löwenherz; Obmannstellvertreter: Dr. Paul Raumann. Kommission für technische Angelegenheiten: Obmann: Min.-Rat Architekt Friedrich Schläfrig; Obmannstellvertreter: Ing. Eugen Buchbinder, Statutenkommission: Obmann: Dr. Rudolf Glanz; Obmannstellvertreter: Dr. Maximilian Stiglitz. Statistische Kommission: Obmann: Leo Rath; Obmannstellvertreter: Dr. Rudolf Glanz. Paritätische Kommission: Obmann; Dr. Josef Löwy. , JuliusffEnQelberg-Aussfaffungsstitfuft^ Gesamtverleih ungsbetrag: S 920.—, und zwar je 2 Stiftplätze für in Lezaysk (Polen) und in Wien geborene Bewerberinnen. Bewerbungsberechtigt sind: arme, wtlrdige, im Brautstand befindliche Mädchen, die in Wien oder Lezaysk geboren sind. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Brautstandsnachweis, Sittenzeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Februar 1934. Einreichungsstelle: Wien, I., Seitenstettengasse 2, I. Stock (Fürsorgezentrale). Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung des Stiftungsbetrages verehelichen, verlieren die Bewerbungsberechtigung. Zur Bewerbung sind Gesuchsbögen ku verwenden, welche in der Einreichstelle (FUrsorgezentrale, Wien, I., Seitenstettengasse 2, I. Stock) unentgeltlich ausgefolgt werden; die Gesuchsbögen enthalten auch nähere, für die Bewerberinnen wichtige Bestimmungen. Predigten und Schrifterklärungen in den Gemeindeuud Bezirkssynagogen. Freitag, den 12. Jänner 1934, werden bei den um 4 Uhr 10 Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: II., Tempelgasse 5 (Oberrabbiner Dr. I. Taglicht); III., Untere Viaduktgasse 13 (Rabbiner Dr. K. Kupfer); V., Siebenbrunnengasse la (Rabbiner Dr. M. G. Mehrer); VI., Schmalzhofgasse 3 (Rabbiner Dr. J. Drobinsky); VIII., Neudeggergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Bauer); X., Humboldtgasse 27 (Rabbiner Dr. A. Weiner); XIII., Eitelbergergasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin); XVI., Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. J. M. Bach); XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz); XIX., Dollinergasse 3 (Rabbiner Dr. A. Frankfurter); XX., Kluckygasse Nr. 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein); XXI., Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann). Samstag, den 13. Jänner 1934, beim Hauptgottesdienste Schrifterklärungen: II., Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes); XX., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein). Israelitischer Jugendgottesdienst. Samstag, den 13. Jänner 1934, findet in allen Gemeinde- und Vereinssynagogen der Jugendgottesdienst um 3 Uhr nachm. statt. Die Kleider-Stelle der Fürsorge-Zentrale bittet dringendst um Zuweisung von brauchbaren Bekleidungsgegenständen jeder Art, Wäsche, Schuhe usw., für Männer, Frauen und Kinder. Telephonische oder schriftliche Benachrichtigung erbeten an die Fürsorge-Zentrale der isr. Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 2, Tel. U-25-5-85, welche die Abholung veranlaßt. An die Freunde und Leser des Blattes! Wenn Sie der Ansicht sind, daß die „Neue Welt" ein empfehlenswertes Blatt ist, geben Sie uns freundlichst die Adressen von Freunden und Bekannten an. Wir werden denselben die „Neue Welt" durch mehrere Wochen zur Probe gratis zukommen lassen. Wenn wir uns bei der Werbung auf Sie berufen dürfen, bitte dies ausdrücklich zu bemerken. Aus der Zusendung erwachsen weder Ihnen noch den Empfängern irgend welche Verpflichtungen. Die Verwaltung der „Neuen Wei*",