Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 7 (1933)
- Issue
- Heft 321 (3.11.1933)
- Date
- 1933-11-03
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 321 DIE NEUE WELT Seite 5 I Gemeinsame Vertretung der Zionismen Oesterreichs Am 28. Oktober fand eine Besprechung von Delegierten aller zionistischen Gruppen Oesterreichs statt, in der einstimmig beschlossen wurde, eine gemeinsame Vertretung zu konstituieren zum Zwecke der Ermöglichung eines gemeinsamen Vorgehens in zionistischen und jüdischen Fragen. Zum Vorsitzenden dieser Vertretung wurde Adolf Böhm gewählt. Empfehlen§werfe Firmen Immer schwerer wird der Druck, dem das jüdische Wirtschaftsleben ausgesetzt ist, immer fühlbarer werden die Folgen der judenfeindlichen Agitation Im gewerblichen und geschäftlichen Leben. In solcher Zeit ist wirtschaftliche Zusammenarbeit aller Juden ein Gebot der Stunde. Vor allem ist es notwendig, die jüdische Kaufmannschaft und das jüdische Gewerbe, die jetzt so hart um ihre Existenz ringen müssen, nach Möglichkeit zu berücksichtigen. Daran soll der jüdische Mann, daran soll die jüdische Hausfrau immer denken. Jüdische Selbsthilfe auch auf wirtschaftlichem Gebiete — das erfordert die harte Zeit, in der wir leben. S. Abrahamovicz, Schuhhaus, II., Taborstraße 33, 5Pel. A-48-1-62. Pelze jeder Art, M. B e r m a n n, Wien, I., Hoher Markt 9. Tel. U-24-1-68. Birnbaum Leo, Schuhreparaturwerkstätte, II., Franzensbrückenstraße 9; XX., Karl-Meißl-Straße 3; XX., Pappenheimgasse 66. Restaurant Billet, vorzügliche streng orthodoxe Küche, II., Hammer-Purgstall-Gasse, bei Salztorbrücke. Caf6 Schottentor, I., Ring des 12. November 10, Tel. U-26-5-90, vis-ä-vis der Universität. , Restaurant Max Lazar, vorzügliche, streng orthodoxe Küche und Selchwaren, II., Untere Augartenstraße Nr. 19, Tel. A-41-8-12. E. Blaser, Schuhhandlung, II., Taborstraße 56. Pelzhaus H. Breitfcld, I., Franz-Josefs-Kai 21. Tel. R.-25-406. L. Brodbad, Bäckerei, II., Schiffamtsgasse 17. JN. Brodetzky, Spezereiwaren, II., Leopoldsgasse 43, Tel. A-46-1-90. . Buchbinder Eugen, Ingenieur, Baumeister, II., Taborstraße IIb. Tel. A-46-5-38. Caf6 - Konditorei Neumann, II., Gredlerstraße 2 (Tel. A-42t3-81), III.,.Löwengasse 47. (Tel. U-10-5-78). B. David, Weißwaren, IE., Negerlegasse 5. Ii. Drimmer, Elektro-Installateur, II., Obere Donaustraße 1, Tel. A-41-8-82. G. Eisher, Textilwaren, I., Zelinkagasse 11, Telephon U-29-3-70. - Falikmann Heinrich, Juwelenfasser, IL, Taborstraße 1-3/66. Tel. A-48-4-45. . ...Fein. & Landsmann,Xederheklejdung, XX.,. Gauß- Platz 6,. Tel. A-42-0-10. M. Fisch, Schneider, II., Praterstraße 53, Telephon R-44-5-25. S. Fried, Delikatessengeschäft, II., Wittelsbachg. 3. Glanzmann, Epstein & Co., Damen-Konfektion, IL, Obere Donaustraße 35, Tel. A-49-0-86. I. Greismann, Strumpfhandel, IL, Schüttelstraße 29, Tel. R-43-9-72. Halpern S., Palästina-Produkte, IL, Förstergasse 6. J. Hirschler, Fleischhauergeschäft, IL, Wolfgang- Schmälzl-Gasse 4, Tel. R-41-7-69. S. Halpern, Gemischtwaren,. .IL, Förstergasse 6, Tel. A-45-8-40. Internationale Spedition (Palästina-Transporte) P.'Ringelblum. IL, Große Mohrengasse 3a. Tel. R-41-9-75. . , J. Karniol, Textilwaren und Wäsche, L, Gonzagagasse 7', .Tel. U-22-9-51. Kalb Josef, Juwelengeschäft u. Präzisionsuhrmacher, IL, Taborstraße 56. - Knoll & Co., Motoren und Apparate, n., Taborstraße 8b,. Tel. R-45-5-90. . A. Kurz & Co., Optische Anstalt, II., Gradlerstraße 4, TeL A-43-2-86. i. W. Kurz, Gemischtwaren, IL, Volkert-Platz 5, Tel. R-44-102. i Mi Leder, Butter- und Eierhandel, IL, Tandelmarktgasse 11, Tel. A-48-0-43. O. Lustig, Seifen, Putzmittel, Parfümerien, Kerzen, II.; Holiandstraße 12, Tel. A-45-6-89. " Restaurant Neugröschl, renommierte jüdische Küche, IL, Lilienbrunngasse 12. Tel. A-48-5-86. •' ' Sigm. Piaschices Fleischhauerei, IL, Hollandstraße 6. B. Posaher, Schreibmaschinen, IL, Obere Donaustraße 105, Tel. A-41-3-77. A. S. Rabiner, Spenglermeister, II., Untere Augartenstraße 31, Tel. A-45-0-29. G. Schlesinger, Spezerei und Delikatessen, II., Hollahdstraße 11, Tel. A-48-3-58. : Brüder Schwarz, Bettwarenerzeugung, L, Marc- Aurel-Straße 2. Tel. U-24-1-91. ' Schwedenapotheke (Besitzer: J. Bauer), L, Schwedenplatz. ' Di Steigmann, Butter- und Eierhandel, IL, Zirkusgasse 41, Tel. R-44-0-73. Straßberg Eugenie, Holz, Kohle, Koks, IL, Praterstraße 50. Tel. R-49-2-17. A. Strich, Stahlwaren, L, Eßlingg. 7, Tel. U-20-9-58. S. Turtil/ Gemischtwaren, IL, Engerthstraße 194, Tel. 48-6-64. ... . Brüder. Weinreb, Beheizung, Beleuchtung, Haus- «nd Küchengeräte, IL, Taborstraße 62, Tel. R-49-8-16. J. Weintraub, Textil und Wäsche, IL, Krummbaumgasse 2, Tel. A-44-0-45. S. Wildmann, Sprechmasqhinenteile, IL, Vorgartenstraße 207, Tel. R-44-6-15. S. Zuckermann, Haus- und Küchengeräte, IL, Im Werd 1, Tel. A-49-205. Vegetarische und Diätküche R. Schall, IL, Praterstraße 15. (Polnische Spezialitäten.) „Vegetaria", Restaurant, Diätküche, Milchspeisen, IL, Obere Donaustraße 89 a; IX., Währingerstraße 21. Warenhaus Weinstock, Mode- und Parfüraeriewaren, IL, Untere Augartenstraße 13. Anfragen und Wünsche, welche diese Rubrik betreffen, sind an Hie Verwaltung des Blattes, II., Untere Augartenstraße 38, Tel. A-45-6-34 (10 bis 2 Uhr), zu richten, Sowohl die Prämie von S 500*000*— als auch der Haupttreffer von §300*000*—bei der Geschäftsstelle Leonhard Lewin gewonnen! Bei der soeben beendeten Ziehung der 29. österr. Klassenlotterie fielen die Prämie von S 500.000.— und der Haupttreffer von S 300.000.— auf Lose, die bei der Geschäftsstelle Leonhard Lewin, Wien, I., Wollzeile 27, verkauft wurden. Beziehen auch Sie Ihre Klassenlose bei der „Glücksecke in der Wollzeile"! Gassenladen von 8 bis 6 Uhr geöffnet. Tel. R.-29-3-82. Schriftliche Bestellungen mit Korrespondenzkarte* Vs S 6.— V* S 12.— */a S 24.— Vi S 48.— Dr* Leopold Sofer gestorben In blühendem Mannesalter ist am 31. Oktober einer der bewährtesten und treuesten Zionisten Oesterreichs, Dr. Leopold Sofer, nach kurzem schweren Leiden gestorben. Als Hochschüler leistete Dr. Sofer bereits wertvolle zionistische Arbeit. Später nahm er an der Organisierung der absolvierten Akademiker Wiens lebhaften Anteil. Nach dem Kriege, den er als Regimentsarzt mitmachte, widmete sich Dr. Sofer der Arbeit für die nach Erez Israel wandernde Jugend. Zuletzt wirkte er im Herzl-Klub. Dr. Sofer, der ergebene Zionist, war ein Mann voll Herzensgüte, dessen Hilfsbereitschaft niemals vergebens angerufen wurde. Die Beerdigung fand unter großer Beteiligung der Freunde und Gesinnungsgenossen statt. Die zionistische Organisation wird diesem ausgezeichneten Helfer an ihrem großen Werke treues Andenken bewahren. KINOPROGRAMME DIESER WOCHE KREUZ-KINO ' wtÄ!724.2.iS Vom 3. bis 10. November 1933: ,D8e Höllengarage« mit Edmund Lowe u.WynneGlbson Sonn- und wochentags: 4, 5.45, 7.30, 9.15 Uhr SCHWEDEN - KINO ¥ÄÄJ Vom 3. bis 10. November 1933: tJennie Gerhardt1 mitsnviasydney Beginn wochentags: 8/45, 7, 7410 Uhr, Sonntags ab 3 Uht Von der Juden§taat§partei Meier Großmahn in Krakau Der Obmann der Judenstaatspartei, Meier Großmann, hat auf seiner Pr^agi^ndareise durch ^Westgajizien in Jaroslaw, Rzeszöw, Ta%öw* un$,Wieliczkä' in .Massen« Versammlungen gesprochen^ und dort lokale Organisationen der Judenstaatspartei und Arbeitsstellen für die Volkssiedlungsbank geschaffen. Am 23. Oktober sprach Großmann in Krakau. Im Kinosaal „Adria", einem der größten Säle der Stadt, versammelten sich etwa 600 Personen, unter ihnen alle zionistischen Führer und die ganze zionistische Intelligenz. Großmann referierte über die Aufgaben und Ziele der aus der revisionistischen Bewegung hervorgegangenen Judenstaatspartei, über ihre Rolle auf dem tragischen XVIII. Zionistenkongreß, und charakterisierte in meisterhafter Weise das Verhalten aller Parteien auf dem Kongresse. Er verstand es, durch seine klugen, sachlichen und klaren Ausführungen die Anwesenden mehr als zwei Stunden zu fesseln. Bis zur Mitternachtsstunde lauschte das Publikum, welches hier sehr verwöhnt ist, mit gespannter Aufmerksamkeit den überzeugenden Worten des Obmannes der Judenstaatspartei. Großmann hob den Gegensatz zwischen der Stimmung der zionistischen Masse in Polen in ihrem elementarem Drange nach Palästina und der geschwächten zionistischen Organisation hervor. Der Kongreß enttäuschte, nicht nur die Masse, sondern auch alte, erfahrene zionistische Führer. Auf dem Kongresse herrschte keine Stimmung für Sammlung, sondern für Zerfall. Die Linke hat sie, berauscht von ihrem Siege bei den Wahlen, herbeigeführt. Die Linke nützte ihren Sieg nicht zu produktiver und positiver Arbeit aus, sondern dazu, mit ihren Gegnern in kleinlicher Art abzurechnen. Die Bildung der Untersuchungskommission in der Arlosoroff-Angelegenheit, welche die Linke erzwang, ist eine ungerechte, unmenschliche und unwürdige Sache. Der Linken ging es nicht um „Untersuchung", sondern darum, die Revisionisten, eine bedeutende Fraktion, zu diffamieren. Ein würdiger Protest gegen Hitler- Deutschland, auf dem die Judenheit in der ganzen Welt wartete, wurde von der Linken verhindert. Beim Transferabkommen spielte die Linke eine, zweideutige Rolle. Von der H. Internationale forderte sie durch Herrn Jahrblum Boykott gegen Deutschland, auf dem Kongreß in Prag hat sie durch Billigung des Transfers abermals den Boykott durchbrochen. Die zionistische Linke ist heute weniger sozialistisch, - weniger revolutionär, dafür „realpolitisch", d. h. kleinbürgerlich und bürokratisch. Mit ihr ging durch dick und dünn Herr J. Grünbaum, der Führer der Radikalen. Die Gruppe der Allgemeinen Zionisten, die einst eine schöpferische Rolle in der Bewegung spielte, jahrelang ihre Führerin war und große Verdienste aufzuweisen hat, versagte auf diesem Kongreß vollständig, planlos, hilflos, haltlos, widerspruchsvoll, ohne klare Linie, ohne Programm. Diese Partei prominenter Persönlichkeiten spielte die traurigste Rolle auf dem Kongresse, ein Teil von ihr ging in die Exekutive, der andere in die Opposition. Der „Misrachi", der die Linke brutal vor den Kopf stieß, verhielt, sich konsequent und würdig. Die Revisionisten erlebten vom 17. zum 18. Kongreß einen Niedergang. Sie haben an Offensiv- und Ueberzeugungskraft verloren. Ein Mann, der den Kongreß nicht achtet, mußte seine Fraktion zum Kongreß führen, d. h. jeder Sieg dieser Fraktion hätte eine Niederlage des Führers bedeutet. Eine tragische Situation für die Fraktion und für den Führer. Unsere Judenstaatspartei war die kleinste Fraktion auf dem Kongresse, aber sie wies als einzige einen geraden Weg, eine klare Linie auf. Wir gingen vom Kongreß nicht verbittert weg, sondern auf die Zukunft hoffend. Ein guter Kongreß oder ein schlechter Kongreß« wir stehen zum Kongreß und achten ihn als die erste Tribüne des jüdischen Volkes. Die Judenstaatspartei wurde auf diesem Kongresse gegründet, weil diese Gründung zur Rettung des Zionismus notwendig ist. Den Judenstaat, das Endziel verbergen, wäre der größte psychologische Fehler. Offen müssen wir für das Endziel kämpfen. Die Judenstaatspartei ist die Partei des politisch-zionistischen Aktivismus. Jacob Josefsberg. Brief aus der Tschechoslowakei Von unserem Korrespondenten Die richtige Antwort In einer ärztlichen Zeitung Hitler-Deutschlands wirbt der Vorstand der Berliner chirurgischen Klinik, Frof. Sauerbruch, im Auftrage seiner Regierung um Verständnis für Deutschland. Die Revolution wolle nichts als die freie Entfaltung des deutschen Volkes. Vorübergehende Anfangserscheinungen hätten ihn zwar ernstlich besorgt gemacht und vielleicht verhüllten noch' scharfe Eingriffe und harte Verfügungen den Ausblick auf die wirkliche Arbeit. Deutschland hätte eine glühende Friedensliebe usw. usw. In einer tschechischen Tageszeitung erteilt ihm Universitätsdozent Pelc eine Antwort, in der es u. ,a. heißt: „Wir glauben nicht, daß es sich in Deutschland um vorübergehende Erscheinungen handelt. In der Weltgeschichte gibt es kein Beispiel, daß jemals mit so grober Hand in den Bereich der Wissenschaft, namentlich der ärztlichen, eingegriffen worden wäre. Bisher haben wir nur von den grausamen Leiden gehört, die viele von denen erleiden mußten, mit denen wir vor kurzem noch wissenschaftliche und freundschaftliche Beziehungen hatten. Bewährte Namen sind aus der Fachliteratur verschwunden und haben Unbekannten Platz gemacht, die wegen politischer Verdienste in den Vordergrund gerückt wurden. Wir zweifeln an der Friedensarbeit Deutschlands, wenn wir sehen, daß es in seinen Nachbarländern stets Unruhe entfacht und wenn wir gegen ausländische Umtriebe innerhalb der eigenen Grenzen einen kostspieligen Kampf führen müssen. Was für eine Wissenschaft ist es, wo das Gefühl alles und die Vernunft nichts ist! Die Kundgebung eines einzelnen verschwindet in der Flut ungebändigter Stimmt e n, die aus dem Dritten Reiche zu uns hinüberschallen." Die maßgebenden Politiker Deutschlands wollen der Welt einreden, daß das furchtbare Unrecht, welches an Hunderttausenden verübt wird, eine Begleiterscheinung ist, wie sie jede Revolution aufweist* Der tschechische Dozent Pelc, einem Lande entstammend, wo echte Demokratie noch zu Hause ist, hat in mutiger Weise seinem ärztlichen Kollegen in Deutschland begreiflich gemacht, daß ein denkender Mensch auf diesen Betrug nicht einzugehen vermag. Die Juden in der; Tschechoslowakei sind dem Dozenten Pelc für seine Handlungsweise zu ehrlichem Danke verpflichtet. Drittes Reich — Filiale Karlsbad Unter diesem Titel veröffentlicht ein Prager Mittagsblatt aufsehenerregende Mitteilungen über den Kampf gegen das Hakenkreuz in den an Deutschland grenzenden Gebieten der Tschechoslowakei. Es heißt dort: Karlsbad von 1933, das ist: Heil-Hitler-Gruß, Hitler-Reden, durch Lautsprecher auf der Straße verbreitet, Kuchen in Hakenkreuzform, Boykott jüdischer Geschäfte, Drohungen gegen Nichthakenkreuzler und Juden, Klebezettel mit „Hütet Euch!" (Unterschrift: NSDAP), aufgemalte Hakenkreuze an allen irgendwie zugänglichen Stellen. Dieses Kaisbad von 1933, das ist: Ueberschwemmung mit gleichgeschalteten Presseprodukten, meist illustrierten Zeitschriften, die aus undurchsichtigen Gründen nicht verboten sind, hämische Bemerkungen Uber jüdische Kurgäste, haßerfüllte Reden gegen die Emigranten, Gutheißung des Mordes an Lessing, offene und versteckte Drohungen gegen alles und alle, die im Dritten Reich nicht ihr Heil sehen. Der Kurgast, insbesondere der aus Prag kommende Kurgast, greift sich an den Kopf. Man hört in Prag von den Zuständen, im Egerland, man schreckte bei den Schüssen von Marienbad zusammen. Aber von den Zuständen, wie sie in Wirklichkeit sind, macht man sich keine Vorstellung. Verordnungen und Gesetze zum Schutze des Staates scheinen bei diesen „Staatsbürgern*' keine Geltung und — leider auch keine Wirksamkeit zu haben. Sie werden nicht respektiert, sie werden offen verlacht und verhöhnt. Es gibt autonome Behörden und Körperschaften, die gerade so tun, als hätten sie ihre Vorschriften von Berlin und nicht von Prag zu empfangen. Einem reichsdeutschen Schriftsteller, der bereits seit mehreren Jahren regelmäßig nach Karlsbad zur Kur kommt und der in den vergangenen Jahren als Mitglied des Schutzverbandes der deutschen Schriftsteller die diesem Verbände zugestandenen Vergünstigungen in Anspruch nahm, wurden in diesem Jahre die Vergünstigungen nicht zuerkannt. Grund: »Wir fcabtfc