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Die neue Welt · 1933-09-29 · Heft 316 (29.9.1933) · page 2

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Journal
Die neue Welt
Volume
7 (1933)
Issue
Heft 316 (29.9.1933)
Date
1933-09-29
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seit« 2 DIE .NEUE WELT Nr. 316 I Cate-Pension ,Dalieim',3emmering Telephon 82, Inhaber Dir. E. Gurtet. Pension NicHsaison ab £ES S 9.- (3 Mahlzelten), Tätlich 5-Uhr-Tee. 9 Uhr abends Konzert S Gute jüdische Küche. Auskunft: Wien R-13-0-21 §=§ aus Deutschland dem Schutz der Nansen-Organisation des Völkerbundes unterstellt werden, die bisher nur für russische und armenische Flüchtlinge gearbeitet hat. In informierten Kreisen wird erwartet, daß der deutsche Reichsaußenminister v. Neurath gegen die Verschärfung des Minderheitenverfahrens eintreten wird. Auf der anderen Seite kann auf Grund der bisherigen Einstellung zahlreicher Staatenvertreto.r angenommen werden, daß man Deutschland das Argument der Gleichberechtigung entgegensetzen wird, auf das es sich in der Abrüstungsfrage beruft. Heute sieht man bereits die Wichtigkeit der Stimmung, die durch die in Genf stattgehabte jüdische Weltkonferenz erzeugt wurde, M. M>, lissisdikin in Wien Skizze seiner Persönlichkeit M. M. Ussischkin wurde am 14. August 1863 im russischen Städtchen Dobrowna geboren. Seine orthodoxen Eltern gaben ihm eine streng jüdische Erziehung, lind bis zum 13. Lebensjahr lernte er unter Aufsicht des bekannten Moskauer Rabbiners Ch: Berlin ausschließlich nur jüdische Gegenstände. Auch nachdem er schon Russisch gelernt hatte und in die Moskauer Realschule eingetreten war, setzte er seine Studien der hebräischen Sprache und Literatur fort, las eifrig die ' damals erscheinende hebräische Presse, besonders den „Hamelitz", welcher vieles über Palästina berichtete, und wurde bald ein eifriger Anhänger der Chibath-Zion-Bewegung. Kurz nach der Gründung der „Büu'"-Gesellschaft in Charkow gründete Ussischkin (noch als Student der Realschule) im Jahre 1882, zusammen mit J. Tschlenöw und Ch. Chisin, eine Filiale der „Büu" in Moskau. Zwei Jahre später, 1884, als Schüler der Moskauer Technischen Hochschule, gründete er in Moskau zusammen mit dem späteren Moskauer Oberrabbiner Dr. Jakob Mazeh, J. Libontin, J. Tschelenow u. a. den zionistischen Verein „B'ne Zion", der später mit seiner 35jährigen Tätigkeit eine große und sehr wichtIro Rolle in-cb-r zionistischen Bewegung gespielt hat. 1885 wurde Ussischkin zum Sekretär des Moskauer Chowewe-Zion-Vereins gewählt und bekleidete diesen Posten bis zu seinem Verlassen Moskaus. Zu dieser Zeit kristallisierte sich schon bei Ussischkin eine bestimmte und klare Anschauun-* i"b«r ,.Chibath; Zfion", die dann in einem vergrößerten Maßstab sein zionistisches A-B-C wurde. Nach dieser * Anschauung bezweckt die „Chibat-Zion-Bewegung" die Renaissance des jüdisch *• o' w' Rfin-i R»*^-- kehr zu sich selbst. Der Weg zur Renaissance des! jüdischen Volkes führt durch die Renaissance der hebräischen Kultur, und. seine Rückkehr zu sich selbst kann nur durch.« die Rückkehr zur Erde äenier^Ahi^h^erwfeMic'hi '^ertieri£l Der Zionismus hat also vor 'sich zwei * reale -und praktische Hauptaufgaben: die Belebung, der hebräischen Kultur und die Rückkehr des jüdischen Volkes zur väterlichen Scholle-.1 Ussischkin entfaltete seit - damals eine Intensive Propaganda in Rußland für eine jüdische Ko-. Ionisation in Palästina und entsandte zu diesem Zwecke Redner, Propagandisten in die größeren Provinzstädte. Damals begann er auch seine reiche publizistische Tätigkeit in hebräischen und russischen Zeitschriften, in welchen er sich hauptsächlich für die praktische zionistische Arbeit, und zwar für Kolonisation, für Erlösung des Bodens, für hebräische kulturelle Arbeit In Palästina einsetzte. 1890 kam Ussischkin in Wien und Berlin zum ersten Male in persönliche Berührung mit den Chowewe-Zion-Führern. im Westen, und zwar Nathan Birnbaum, Johann Kremenezky in Wien und Bambus. H. Lewi, H. Hüdesheimer in Berlin, mit denen er später in ständiger Korrespondenz stand. 1889 trat er in den Verein B'ne Moscheh ein, der von Achad-Häam gegründet, wurde. 1890' beteiligte er sich zusammen mit Mazeh als Moskauer Delegierter an der ersten Generalversammlung der Chowewe Zion in Odessa, die das bekannte „Odessaer Komitee" gegründet hat. Auf dieser, wie auch auf den folgenden Konferenzen verfocht Ussischkin die Meinung, daß die Chowewe Zion sich auf praktische Kolonisationsarbeit und Kultur- und Erziehungsarbeiten in Palästina einstellen müsse. 1891 machte Ussischkin zusammen mit , seiner Frau eine Reise nach Palästina. 1896 lernte er Herzl in Wien kennen und wurde sodann ein Anhänger des politischen Zionismus. Ussischkin war auch einer der ersten russischen zionistischen Führer, die zum ersten Kongreß nach Basel kamen. Seitdem beteiligte sich Ussischkin an allen zionistischen Kongressen — mit Ausnahme -des 6. Kongresses — und wurde immer ins Präsidium des Kongresses und ins Aktionskomitee gewählt. Auf den Sitzungen des Aktionskomitees ging Ussischkin nicht immer mit Herzl konform. Vielemal gab es tiefgehende Meinungsverschiedenheiten. Zu einem großen Konflikt zwischen Ussischkin und Herzl kam es besonders nach dem 6. Kongreß, der die Entsendung einer Expedition nach Uganda beschlossen hatte. Nach seiner ■ Rückkehr nach 'Rußland unterwarf sich Ussischkin,den Uganda- Beschlüssen des 6. Kongresses nicht und berief bald darauf eine' Konferenz nach Charkow, auf welcher die Organisation der „Zione Zion" gegründet wurde, mit deren Hilfe er auf dem folgenden 7. Kongreß die Revision des Uganda-Beschlusses des 6. Kongresses durchsetzte. 1906 wurde Ussischkin zum Vorsitzenden des Komitees der Chowewe Zion gewählt, an dessen Spitze er bis 1917 stand. Im Kriege reiste Ussischkin nach Kopenhagen und beteiligte sich dort an einer Konferenz der zionistischen Führer. Nach dem Krieg ging Ussischkin nach Paris, um sich an der Arbeit des Komitee,« der jüdischen Delegationen in Paris zu beteiligen, das die jüdischen Inter-. essen vor der Friedens-konferenz in Paris zu vertreten hatte. Ussischkin überbrachte der Konferenz die Forderungen des jüdischen Volkes in hebräischer Sprache. Nach der Balfour-Deklaration kam Ussischkin nach London und beteiligte sich an der Arbeit der zionistischen Weltleitung. 1919 wurde er als Präsident der zionistischen Exekutive nach Jerusalem delegiert Während seiner Präsidentschaft wurde der Emek gekauft (1921). 1923 trat Ussischkin aus der zionistischen Leitung aus und Übernahm die Leitung des Jüdischen Nationalfonds, an dessen Spitze er bis zum: heutigen Tag» steht. Ussischkin widmete sich stets der Belebung der hebräischen Sprache und Kultur und auf dem 11. Kongress trat er für den Vorschlag der Gründung einer hebräischen Universität in Jerusalem ein. Ussischkin betätigte sich schon voen seiner frühen Jugend an publizistisch und veröffentlichte in vielen hebräischen und russischen Zeitungen Aufsätze Über Kolonisation und hebräische Kulturarbeit. M. U. Der Vortrag vor den Juden Wiens Vor einem großen zionistischen und nichtzionistischen Forum sprach Ussischkin als Leiter des Jüdischen Nationalfonds im Wiener Großen Musikvereinssaal Uber die Lage der Juden der Galuth und über den Aufbau Palästinas. Man kennt Ussischkins Glauben an das jüdische AufbauwerX und man kennt seine erhabene Parole von der Erlösung des Bodens. Diese zwei Tendenzen waren es, denen sein Vortrag galt. Von stürmischem Jubel begrüßt, führte der 70jährige zionistische Führer unter anderem aus: Es schläft und schlummert nicht der Wächter Israels — heißt es in der Bibel. Heute .muß man sagen: Es schläft und schlummert nicht der Feind Isaeis. Was wäre die Lage Israels heute ohne Erez Israel? Die mystische Kraft hat das Heilmittel vor der Krankheit gebracht. Ja, ich bin ein Mystiker, wie es das IflrtOPRÖGRANME i% DSESER WOCHE U, TaborstraiJe 1 HlllU Tel.: A-49-0-60 In einem anderen Land" Am 3. Oktober Premiere: „Die schwimmende Stadt" Beginn Wochentags V45, % V*10 Vhr> Sonntags ab 3 Uhr ff jüdische Volk ist. Seit dem Bestand der zionistischen Bewegung — 52 Jahre — hatten wir immer gewaltige Hindernisse zu überwinden. Es gibt Leiden des Todes und Leiden der Geburt. Die letzten Leiden sind die unserigon, diese liebe ich. Das Judentum in Spanien, das gegenwärtige in Rußland und in unseren Tagen in Deutschland, ist zugrunde gegangen oder geht zugrunde. Aber wir werden die Herren des Landes bleiben. Alle Herren des Landes konnten sich dort nicht behaupten. Wir aber werden uns behaupten. Nur Moses konnte aus dem Stein Wasser schlagen. Nur das jüdische Volk vermag aus der Wüste Palästinas blühendes Land zu machen. Die Englän der haben vielgestaltige Interessen, Palästina bedeutet nicht viel für sie, für uns aber stellt es ein hundertprozentiges Interesse dar. Auch die Araber konzentrieren ihr Interesse auf gewaltige Länder, wir nur auf Erez Jisroel. Haben wir das Recht auf Palästina? Ja und abermals ja! Die Begriffe wandeln sich; was gestern gerecht war, ist heute unrecht. So hat zum Beispiel der Begriff des . privaten Eigentums viel von seiner Heiligkeit verloren. Auch Völker haben Rechte wie Einzelpersonen. Das Recht des jüdischen Volkes auf das kleine Erez Israel ist unbestreitbar. Für Geld kann man Boden erwerben, für Geld kann man Böden assanieren; aber Herr des Bodens, kann man nur durch Bearbeitung mit eigenen Händen werden. Daher wird Erez Israel ohne jüdische Arbeit niemals unser Land werden. Außerordentlich viel bleibt noch zu tun.- Wir haben sechs Prozent des Bodens, 94 warten noch auf Erlösung. 220.000 Juden wohnen in Erez Israel, 16 Millionen warfen draußen. In Erez Israel lebt Hebräisch — in der Galuth herrscht noch Sprachenwirrwarr. Wir müssen das Land aus den Händen der Araber und die hebräische Sprache für die Kinder des jüdischen Volkes erlösen. * Den Ausführungen. Ussischkins folgte begeisterte Zustimmung des Publikums. Auf der Straße hatte sich eine große Menschenmenge angesammelt, die den Jubilar mit mächtigen Schalom-Grüßen empfing. Profitfgeist siegt über den Radiegei§t ♦ ♦ ♦ Sofort nach dem Ausbruch' der Hltlerschen Judenverfolgung' in Deutschland setzte von selten des ausländischen Judentums der Boykott deutscher Produkte ein. Nicht yon ttgeiid einerE; Seite; planmäßig eingeleitet,. sondein-aJs-.;R^ , jüdischen; i&eMo^^1 a^-'^äh ii^m 8^g^j^e^riC^tba,re' Beleidigung, und 'auf eine,: Ihm drohende^ t:entsetzBc1ne :Gefahr. iEslwar. nun Aufgabe der jüdischen' Körperschaften und ihrer Führer, .' diese» natürliche. Bewegung in<: den. .jüdischen Massen in die richtige Bahn zu lenken, den Massenwillen zu,, or^öhisier^en. .C/Aber'£$; S%r%näuch ^^^«-fii dessen Seelenleben tausendjährige Heimatlosigkeit krank gemacht' hat;; Hier' uii'ternänmeri es Gruppen und; Führer, den gesunden'-''Witten' uzum-' gesellschaftlichen; und wirtschaftlichen Kampfe gegen Hitler-Deutschland zu lähmen. (Unvergessen, .bh^ben..wü^-(,d^,,sich., aucb.riauf; dem Zionistenkongreß eine. Mehrheit dazu hergegeben hat.) Sie taten und tun es mit. der. Begründung, daß die Absage an den Boykott , äp$ Los der deutschen Juden, bessern und die Wut der Hitler-Leute abdämpfen wird. Was jeder, der noch gerade denkt und normal fühlt, erwartet hat, ist eingetreten. Die Absage an den Boykott hat den Uebermut der Hitler-Leute ins Unendliche gesteigert und sie. förmlich ermuntert, die Juden noch ärger zu quälen. Der „Völkische Beobachter" und andere Hakenkreuz-Blätter haben für den Bericht Uber die Vorgänge im jüdischen Lager den bezeichnenden Titel gewählt: „Profitgeist siegt über den Rachegeist!" und schreiben: „Die wichtigste Entschließung gilt der Boykottfrage deutscher Waren. Aus der beabsichtigten offenen Boykottansage ist nichts geworden. Der Profitgeist hat noch einmal den Sieg Uber den Rachegeist Israels davongetragen." ' Als Erwiderung auf diese von Hohn triefende Antwort auf jüdische Schwäche und Mutlosigkeit schreibt die Berliner „Jüdische Rundschau": „Zu dieser Art der Darstellung sei eine Bemerkung gestattet: Wir ^grüßen es, wenn Vertreter des ausländischen Judentums erkennen, daß der Sache der deutsehen Juden mit Boykottresolutionen nicht ge- . dient ist. Die Ablehnung eines Boykotts seitens ausländischer Juden Ist in der Erkenntnis begründet, daß Boykott Uberhaupt keine zweckmäßige Waffe ist . und die Konsequenzen nicht abzusehen wären, wollte man gegenseitige Wirtschaftsbeziehungen gänzlich politischen Tendenzen unterordnen. Es ist unbillig, eine Feststellung solcher Art mit einer Schmähung zu verbinden, wie sie in dem Wort „Profitgeist" liegt. Sind die ausländischen Juden für den Boykott, so heißt es „freche Boykotthetze"; sind sie gegen den Boykott, dann werden sie als Träger des „Proflt- . geistes" verhöhn t." Was hätten die so schreibenden Zeitungen gesagt, wenn der „Rachegeist Israels" den Sieg davongetragen hätte? Diese wehmütige Antwort und diese schmerzliche Frage sind verwunderlich und ärgerliches Mitleid erregend, um so mehr,, als es sich um ein altes zionistisches Blatt handelt. Zionisten sollten doch wissen, daß Antisemiten auf jüdische Schwäche immer so geantwortet haben, wie jetzt der „Völkische Beobachter". Mit Hohn! Und wie sehr die wirtschaftliche Lage ''der deutschen Juden durch die Absage der ausländischen Juden an den Boykott „verbessert" wurde, zeigt die folgende Zusammenstellung der in den letzten acht Tagen bekanntgewordenen Verfügungen und Erklärungen: Judenboykott der Baiff eisenverbände . Aus Frankfurt: Die „Frankfurter Zeitung4' veröffentlicht ein Rundschreiben des Genossenschafts* Verbandes Raiffeisen, in dem es unter anderem heißt: Der Feind der genossenschaftlichen Gemeinschaftsarbeit ist nach jeder Richtung, der; Jude und der j ü d i s c h e H a n d e 1, der auch heute wieder versucht, . Imit allen -möglichen- Verlockungen . an die Landleute..heran,-., zukommen.-r.Jede. ^Yierb|iid^gA^^VH<ien Juden^ uu4 |<3em^ jüdischen Handel läuft nicht mir .der genossenschaJ^cben .• Auffassung zuwider, so ist auch ein Verstoß gegen die nationalsozialistischen Grundsätze, Wir verlangen aus diesem Grunde zur Lösung der uns gestellten Aufgabe, daß unsere Genossenschaft jede Verbindung mit dem jüdischen Handel ablehnt. Zuwiderhandlungen werden wir zu geeignete]; Zeit zü ahnden wissen. Ferner verlangen wir von unserer Genossenschaftsverwaltung, daß sie uns jene Landwirte meldet, die nach wie vor mit Juden handeln. Der Kampf gegen das jüdische Kapital und gegen jüdische Mißwirtschaft, die nur zerstörend in unserer deutschen Wirtschaft wirken muß lückenlos durchgeführt werden. Gegen den jüdischen Getreidehandel Aus München; Auf dem hier abgehaltenen deutschen Getreidehandels- und Müllertag sagte der Leiter der Hauptabteilung IV des. Reichsnährstandes, Vizepräsident Daßler, der Ehrenschild des deutschen Landhändlers und des . deutschen Müllers werde wieder kristallhell erglänzen, wenn die Schande des überkapitalistischen Judentums von diesem Schild weggewischt sei. Wenn erst einmal das Judentum aus der deutschen Kaufmannswelt ausgemerzt sei, dann werde wieder ein restloses Verstehen zwischen dem deutschen Verbraucher und dem deutschen Landhändler eintreten. Nach ihm erklärte der Geschäftsführer des Deutschen Landhändlerbundes Friedrich Eichinger: „Wir sehen die Judenfrage nicht von der Kapitalseite, sondern von der moralischen Seite an. Die ehrlichen Händler seien in Mißkredit gekommen, weil in ihren Reihen der jüdischeParasit war, der weder Idealismus noch Volksgemeinschaft kannte, sondern nur den Geldbeutel." Vizepräsident Daßler erklärte weiter, der Jude, der zu allen Zeiten ohne Idealismus gewesen und dem es nur um das Geld gegangen sei, werde im Deutschen Landhandelsbund zielbewußt ausgeschlossen. Kundgebung gegen die Beschäftigung eines jüdischen Landwirtschaftseleven ' Aus B e r 1 i n: In Erdpenhausen bei Rotenburg hatte ein Landwirt einen jüdischen jungen Mann aus Kassel als landwirtschaftlichen Eleven eingestellt. Die Bevölkerung geriet darüber derart in Empörung, daß beide in Polizeigewahrsam nach Rötenburg gebrächt wurden. Später wurden sie wieder aus der Haft entlassen und der jüdische Eleve zu seinen Eltern zurückgeschickt. Arierparagraph für Pressephotographen Aus Berlin: Der preußische Kultusminister hat an die ihm nachgeordneten Behörden einen ErlaA herausgegeben, demzufolge in Zukunft innerhalb des ihm

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