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Die neue Welt · 1933-06-30 · Heft 303 (30.6.1933) · page 2

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Journal
Die neue Welt
Volume
7 (1933)
Issue
Heft 303 (30.6.1933)
Date
1933-06-30
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seile 2 DÖ3 NEUE WEM Nr» 303 UAi ÖILL.I Körnte Wörme Seen Auskauft* and Prospekt« durch das Undesamt für Fremdenverkehr In Kärnten, KLAGEN FÜRT, BUR8ÖA88E Paftftfönsprgls*: TAliommerfrlsohen 1 Seebadeort», HShenorte S8.— bis 10.-. Grösse See bade orte S 10.- abwärts ■ Herrliche Berge ■ Schfinuetfer 6billige Tage Cy| in Klagenfurt / Verpflegung, Untarkunft, Schiff- und StraBenbahnfahrten, Seebad, BahnrfldtfahrtermaOtg'jng. Verlangen «• Sonderprospekt and be- . siebente dai Gutsdtelnheft (gültig vom U.V. bli 30.IX.] durch die Stallen des Oaiterrelchlschen VerkebribOfo Krumpendorf am Wörthersee ■ onne und Wasse r, Ruhe und Erholung! — Anfragen an die Fremdenverkehrskommission Krumpendorf inner Bf Min zeitgemäßen Preisen. Strandbad. Tennis, Boote, Fischerei* Jan, Btidge-Ceitle f- -Vorsaison ab S 9^ —Rodisalson ine / Wasser / Sport / Unterhaltung MARIA-WÖRTH / PENSION HAUPTMANN „Schöne,-staubfreie Lage am Wörthersee ■ ,' , Strandbad, Tennis, Golf« Garage, Pension ab S 10.—. 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ANTON BULFON / Telephon 14 und 40 Tel-Awiw wohnenden bekannten Kommunisten gleichen Namens zurückgeführt Die Revisionisten Palästinas haben eine Erklärung veröffentlicht, in der darüber Klage geführt wird, daß nach der Ermordung Dr. Arlosoroffs, die beim gesamten Jlschuw ohne, Unterschied der Partei, Bestürzung hervorgerufen habe, Gerüchte verbreitet wurden, die das öffentliche Leben vergiften. Wir warnen davor, heißt es in der i Erklärung, Verleumdungen gegen einen Teil der revisionistischen Bewegung zu verbreiten. ,. -. T, •« . \ ■. - i ■ Der wegen Widersetzlichkeit gegen die Polizei festgenommene -Revisionist. Achi Meir wurde dem Tel- Awiwer Richter Koriigrün vorgeführt, der zunächst eine mehrtägige Untersuchungshaft über ihn verhängte. Bei dem am folgenden Tag gegen,ihn durchgeführten Verfahren wurde er wegen Widerstands gegen die Polizei bei der Durchführung einer' Amtshandlung zu einer Geldstrafe von einem Pfund und Ersatz der. Kosten verurteilt. ": :. :, v •"■; ••■ .'•*;. ,. , ..... ,'<■. ■ .' Eine Anzahl von Personen in Jerusalem erklären, den im Zusammenhang mit der Ermordung Dr. Arlosoroffs festgenommenen» Abraham-^Stavsky«r*m - Freitagv abends um 7.30 Uhr und am Sonnabend vormittag 11 Uhr bk-Jßfy sa ke$i,,gesehen, qn, JäSbe,n. Etosichtliqh ^dlör Zwischenzeit ^-.Bs£ Ariosoroff,^wurde;bekanntlich am 16. Junift 11 Uhr abends, in Tel-Awiw ermordet — konnte ttifiM ^p^^tavslQr>kein? Alibi nachgewiesen^ werden, Es^ sind keinerlei Mitteüungen darüber zu erhalten, wo er die Nacht ^gejbracht hatv'Mehrere. Eeraoneri in Tel-Awiw erklären,' sie hätten Stavsky am Tag des ' Begräbnisses Dr. Arlosoroffs auf einem Balkon eines Hauses in der AHenby Street in Tel-Awiw gesehen, wie er photographische Aufnahmen machte. Frau Ariosoroff hat auf Veranlassung der Polizei ^n^^OT Ischentommer des Regierungshospitals zu Jerusalem die in der Nähe von Kirjath Anawim gefundene Leiche;! eines jungen Mannes in Augenschein genommen, von dem die Polizei annimmt, daß er mit der Mordtat irgendwie in Zusammenhang stand. Frau Ariosoroff konnte keine Aehiüichkelt der Leiche mit einem der beiden Männer, die den Ueberfall verübten, feststollen. Zur Agnoszierung des unbekannten Toten wurden auch Mitglieder der Agenoy-Exekutive und des Waad Leumi in das Spital gerufen, doch konnten diese die Identität des Toten nicht feststellen« Aus 'Kreisen der Tel-Awiwer Revisionisten wird der Jüdischen Telegraphen-Agentur mitgeteilt, tiaß Stavsky ein eifriges Mitglied der Revisionistischen Organisation war. Er war im Bauhandwerk tätig und sollte jetzt auf Einladung seines Vaters nach Polen fahren, da sein Vater beschlossen hatte, sein Geschäft in Brest- Lltöwsk zu liquidieren und sich mit seiner ganzen Familie In Palästina niederzulassen. Er hatte auch eine lebhafte Tätigkeit zur Verbreitung des revisionistischen Organs ,,Häzit Haam" entfaltet und wollte während seines Aufenthaltes in Polen 1000 neue Abonnenten für die Zeitung gewinnen. Zu •diesem Zweck hatte man Ihm auch einen Ausweis der Zeltung ausgestellt. , . Die Mütter Abraham Stavsky», Frau Ita Stavsky aus Brest-Litowsk, sprach im polnischen Außenminister rtum .vor» um dafür zu danken, daß.der polnische Konsul in Tel-Awiw einen Verteidiger für Ihren Sohn beistellte, als dieser vor den Richter gebracht wurde, und zu bitten, daß Ihm weiterhin Rechtshilfe geboten werde. Frau Stavsky erhielt die Zusage, daß dem polnischen Konsul entsprechende Instruktionen gegeben werden würden. Es wurde ihr der Rat erteilt, samtliche Dokumente und Informationen, die Irgendwie zur Aufklärung des Falles beitragen könnten, nach Palästina zu senden. » Unabhängig, von den Aufrufen der Histadruth und der palästinensischen Revisionisten, die zur Ruhe mahnen, werden die Beziehungen zwischen den beiden Gruppen immer gespannter. Die Revisionisten haben In einem Brief an den Vorstand der Histadruth mitgeteilt, daß in vielen Fällen die revisionistischen Arbeiter durch Mitglieder der Histadruth an 4er Arbeit gehindert werden.;. ...... * - . .... . - , ,• In New York fand eine von den zionistischen Arbeiterparteien veranstaltete große Trauerfeier für Dr. Ariosoroff statt. Ansprachen hielten das amerikanir sehe Mitglied 4er Exekutive der Jewlsb Agency Emanue^ Newman,' der Präsident der Faleatine Ruthenberg Electr|c Korporation, Pinchas Ruthenberg, und der zionistische Arbeiterführer Meremlnsky. Ti «s»:.4**^ n m^Mk a.H h%£ *•*.»• /»Mif19? Bisten haben eine Trauerfeier abgehalten und In einem 11111 CTÄTTFn (FF Autobusverbindung. Elliugitation IHlLLllfll lLll ili Splttsi-Millttltter Sss SL'Äl., OBERLAND I Hill I Nif7 HBnenluft-Kuiort HlHLLIllli 1200 Meter. Ruhe und Erholung MILLSTAT1 am SEE .T!ftÄrrtaÄ CCCJinnru am Millstltter See. Prächtig. StrandüLLflUULll bSdir. Pensionspreise: 7-12 8 Vi 11 ATfl Frsmusnisntrunf IlLLRlU du Kärntner Obefbndss filKEi SEE IH8El*HERRUCHE STRANDBÄDER WARMBAD «IIUOI rsSSfJTSS.... SEEBAD WEISSEHSEE lunSg^Aufobusveibindung lKf 1/irnPO f FF ANNENHEIM (Talstation dsrKanzei- UWlHintll 1LL bahn) 3 AT TENO ORF und 8T. AN DRÄ B00ENSD0RF ✓ OSSI ACH Auskunft« bsl den Fremdenverkelirskommlsslonen GBERDRflUBURQ SÄ, P.ÄT2 DÖBHIrlCi Strandbad. Pensionspreise: 7—12 S SEEBAD FELD 1 SEEHKSli nach Palästina gesandten Telegramm ihrem tiefen Mitgefühl mit der Jewish Agency und der Familie Dr. Ario-i soroffs Ausdruck gegeben, t ';■; * Im 1 Büro der Palästina-Executive der Jewish Agency. 7änd eine'Trauerfeier für Dr. Ariosoroff statt, bei der Mitglieder der Exekutive Ansprachen hielten. Eine Delegation tranSjorda riti.s c„h e r Scheichs/ unter ihnen Mltqual Pascha, der Führer der transjordanischen Bewegung, die den Ausbau der .transjordanischen Wirtschaft 1h Kooperation mit den Juden anstrebt, Isf ün :BÖrb der PjääStlnä-Executive der Jewish Agency. ej^hienen, um dieser ihr. B^eUeid. amzuspreclien. ' Die/transjordanischen .Scheichs 'brachten die Hoffnung zum Ausdruck, daß dtei von Dr. Ariosoroff aufgenom'- menen Bemühungen* eine jttd 1 scb-transjordanIsohe Annäherung herbeizuführen, keine Unterbrechung erleiden werden. Jerusalem, 25. Juni. Der unter dem Verdacht der Beteiligung an der Ermordung Dr. Arlosoroffs verhaftete Abraham Stavsky wurde von Tel-Awiw ins Hauptgefängnis von Jerusalem überführt und in einer Einzelzelle untergebracht. Durch Vermittlung seines Verteidigers erhält er rituelle Verpflegung aus einem Jerusalemer Restaurant. Von den drei Männern, die Stavsky als Zeugen dafür geführt hat, daß er in der Nacht vom 16. zum 17. Juni im Hotel Turgeman m Jerusalem zugebracht habe, wurden zwei einvernommen, der dritte konnte noch nicht stellig gemacht werden. Einer der beiden Zeugen bestätigt die Behauptung Stavskys, der andere widerspricht ihr. Das Rätsel des bei Kirjath Anawim gefundenen Toten ist noch nicht gelöst. Die Identität des Toten wurde noch nicht festgestellt, obwohl photographische Abbildungen der Leiche in sämtlichen Zeitungen veröffentlicht wurden. Es mehren sich die Verdachtsmomente hinsichtlich eines Zusammenhanges zwischen dem Toten und den Mördern Dr. Arlosoroffs. Die Polizei hat ein besonderes Büro zur Untersuchung des Mordfalles eingerichtet. Gegen die Mordhetze um Dr♦ Ariosoroff Die Leitung der Union der Zlonisten-Revisionisten und des revisionistischen Sonderverbandes in der zionistischen Weltorganisation hat nachstehende Erklärung erlasseh: „Die unselige Mordtat in Palästina hat im ganzen jüdischen Volke höchste Aufregung hervorgerufen. Der Umstand, daß die palästinensische Polizei den Verdacht der Täterschaft gegen den Zugehörigen einer bestimmten revisionistischen Gruppe richtet, hat leider Anlaß zu einer verantwortungslosen, < innerzionistischen Hetze gegeben. Wir sehen uns genötigt» unser tiefstes Bedauern über diese Vorgänge zum Ausdruck zu bringen und festzustellen: Wir verdammen die Tat, von welcher Seite her sie auch begangen wurde. Wir verurteilen es, daß vor Feststellung des Täters durch die zuständigen Behörden nur Gerüchte, eine Person oder eine Gruppe dieser Mordtat oder Beziehungen zu dieser Mordtat beschuldigt werden. Denn das ist niedrigste, verwerflichste Form des politischen Kampfes. Wenn es sich auch — woran zu glauben wir Jetzt Keinen Anlaß haben — bestätigen sollte, daß der Täter einer bestimmten zionistischen Gruppe angehört, hat unserer Ansicht nach niemand das Recht, ohne zwingende Grunds» diese Gruppe mit der Verantwortung für die Tat zu belasten. Pension Amthof, MIllstatl ä^Ä fließendes warmes u. kaltes Wasser / Ruhigste Lage am» Waldrande. Besitzer: .FML. d.R. Artnr Przyjborskl Pensloq 7 bis 12S Zu dieser. Erklärung fühlen wir,uns gedrängt, obzwar der. unter Mordverdacht Verhaftete einer kleinen. Gruppe im Revisionismus, angehört, jfür welche^ die gei fertigte Exekutive schon vor . langer Zelt, und vor . der ~ breitesten Oeffentlichkelt jede Verantwortung, angelehnt hat. . ..._f',. , ■ , Dieser Tatbestand kann. uns. aber nicht verai^ssen, 'die politisch und menscMlcjh. zu verur^ einen Protest gewähren zu lassen. Wir beschwören alle Zionisten, denen unsere Bewegung heilig Ist» mit uns, gegen das gefährliche Spiel mit Leldensphaften Stellung zu nehmen, um dem unheilvollen Bruderkampf Einhalt 1 zu gebieten. .... ,., Für die Exekutive;. , . 7 , '■■ Großman — Soskht,—, .Stricker — Machower.'' Max Nordaus Trauerspiel „Dr. Kohn" in Budapest verboten, Aus Budapest: Die Budapester Polizei hat die weiteren Aufführungen des Trauerspiels ,,Dr. Kohn" von Max Nprdau, das. am, 14. Juni am Bethlen-t6r-Theater mit großem Erfolg zum erstenmal in Szene ging, mit der Begründung verboten, daß Inhalt und. Regie des Stückes religiöse < und gesellschaftliche Probleme, toesonders die christliche und jüdische Weltanschauung übermäßig scharf, einander gegenüberstelle, was geeignet erscheine, Ruhe und Ordnung in der Hauptstadt zu stören. Die Direktion des Bethlen-ter- Theaters hat sich , an das, Ministerium des Innern mit der Bitte gewandt, das Verbot des Stückes aufzuheben, .da die Angestellten des Theaters brotlos, werden, würden, wenn das Theater, infolge Einstellung der weiteren Aufführungen geschlossen werden müßte.. Gleichzeitig erklärte sich die Bühnenleitung, bereit, etwa notwendige Veränderungen am. T«Het de,s Stückes vorzunehmen.' Das Innenministerium, ha^t, dann . eine,Kommission eingesetzt, für die eine geach^osse.n.e A.ufführung des, , Nordauschen Stückes veranstaltet wurde. Auf Grund des Berichtes dieser Kommission hat nun. das Ministerium das Gesuch der Theaterdirektion abgewiesen. Infolge, dieses endgültigen Verbotes der Aufführung des Stückes", muß das Theater 'bis Anfang Oktober geschlossen bleiben. Offizielle Kenntlichmachung arischer Geschäfte ......A«s Berlin: Demnächst , sollen offizielle Schilder zur Kenntlichmachung arischer Geschäfte ausgegeben werden. Hierzu teilt die Nationalsozialistische Korrespondenz mit: Auf Grund der Verfügung des Stellvertreters des Führers, Rudolf Heß, vom 10. Mal und 18. Mai d. J. gibt der N.-S.-Wirtschaftsbund bekannt: Die Schilder „Deutsches Geschäft" werden nur an arische Firmen nach den vom Nationalsozialistischen deutschen Wirtecbaftsbund und der Selbsthilfe-Arbeitsgemeinschaft der SA. gemeinsam aufgestellten Bedingungen gegen eine Jahresgebühr verliehen. Die Schilder sind unter Glas im Metallrahmen und stellen das Symbol des neuen Deutschland dar. Eine aufgehende strahlende Sonne mit Hakenkreuz, davor als Hüter ein sitzender schwarzer 'Adler, ' darunter ^Deutsöhef OteghiUiA

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