Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 7 (1933)
- Issue
- Heft 300 (9.6.1933)
- Date
- 1933-06-09
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2711613-2711899-2711922--3758-2717164- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 10 DIE NEUE WELT Nr. 300 Entzückende Kleider und Kostüme* Leln«n«KombinafIOnt (Hausleinen- Schoß und Modemaschen-Bluse).....S 9.oV Hautlelnen-Jacken, inntaler oder Smokl g-Passon..........S 14.50, 11.50 Leinan-Smoking-Kosttime.in diveisen Modefassonen, alle Pastellfarben . . . S 12.00 HaUSlelnen-KOStÜme, neuartige orig. Fassons, weiß und Pasiellfarbcn . . S 22 —, 19.— K.-Seidon-lmprfm6-Kfeider mit Mongol-Masche u.Cape.reiz.Modedess. S14.-, 9 — Ouftigo K.-Seiden-Georgettelmprime*Kleider aus guem VonmMnn Etamlne neueste Feldblumenmuster. . . . S M.»U Relnseiden-Crfipe-de-Chine*Kleider mit Puffärmeln und aparter Imprim6-Garnitur _ n_ S 14.90, 7.90 Eleg. Reinaeiden-Blusen mit Puff- . K_ ärmeln in vielen schönen Pastellfarben . . S 4.50 Eleg. Madeira-Matchenbluse m hellen Sommerfarben «..........S 7.50 Vornehme tföpe Pleurct Kleider» das Neueste in Dessins und Passons............... . . . S 2v. Cr§pe-Mongol-Kleider, herrfiche Blumendessins, aparte Fassons ...... S 99. Bieg. Sommer-Completi (Seiden- MousseHne-Imprim6-Kletd und Seidenpaletot ganz gefüttert) ........... s4».- Wasdu und Seidenstoffe* Voilfe de Laine, gute Qualität, große Dessinauswahl S —.69 Crfipe-BoilCle für Kleider u. Blusen, In schönen Sommer- _ _ färben, 80 cm breit....................S — .98 Salzburger DimdlStolle, Schottenu. Pepitamuster. . OQ waschechi................... . . S Kleider-Waschseide, in mod. Streublumenmustern S 150 Hahnentritt» od. Pepita-Kretonne, üci.t- und waschecht, das Neueste.................S 1.5U Hausleinen für das moderne Sommerkos'üm, 70 breit S 1.90 Bemberg-Seiden-Imprime, viele schöne Muster s 1.98 Popeline* und Rips-Leinen, streifdessins, für mnn Kleider und Pyjamas, 70 Dls 80 cm breit.......S T98 QualitätS-WaSChseiden (Crepe-de-Chlne-Ersatz) die neu sten Dessins. Feld-und» Wiesenblumen, Würfel-oder Blitzstrellen, 70 cm breit.............. . . S 2.98 Für Bad und Strand* Mod. Schwimm-Anzüge in allen Modefatben . . S 1.25 2-larb. Milanese-Bade-AnxUge, bunter Oberteil. _ ... indanthrentarben, alle Gröben .............S 2.50 SchafwOll-Bade-AnZÜge, rückenfrei, bunt oder glattfarbig......................S 4.90, 3.90 CfOth-Bade-AnxUge (Rockerl mit separ. Hose), M tambouriert........................S 4.90 Schaiwoll-Bade-AnzUge, mit geflochtenen Rückenträgern und gestrickter Passe oder eingestricktem Gürtel, „. alle Farben ......................S 6.90 Rips-Leinen-BadeSChuhe mit Kreppsohle, alle Farben, OrÖBe 36-41.................. . S —.08 Frottier-Bade-Capes....... .....s 4.oo, 3.90 Frottier-Bademäntef, mod. dess., für Damen und _ Herren........................S 9.80, 8.50 Liegestühlei mit fester Indanthrenbespannung, mit Fußteil S 7.90, ohne...................S 4.90 2?iobc.«ctRCU.ÄÜSc neue Fass., m gestepot oder mit Band S 2.90, mit *m Metallknopfputz .........S ■ .90 m nt 28afcf)?eiden<@ftumpfe mit Kubanfei se, moderne Farbtöne, 2. Wahl..............S .50 SROÖe OpirtftCtt In weiß-rot oder weiß-schwarzS 5.b0, einfarbig. . . S .90 Sauer nletnert'S) amen fcf)ufie Ä mit Lack oder braun Boxcalf %m kombiniert, alle Größen ...... S ,50 Provinzversand per Nachnahme — Fahrfvergüiung — Katalog gratis und franko —■ DlGI%ff 99 starken Frauen — WirtSChaftäkieider, prakt. dunkle Dessins S 190 Voile-de-Laine-Kielder od. -Schlafröcke s 3.40 K.-Seiden-Mongol-Blusen, gute Qualität . s 6 50 K.-Seiden-Mongol-Klöider. lange Aermei . s 14.90 m Okkaslons-Tag r— rreiiag für das Kind: — Reizende Waschseidenkleidchen, Gr. 45 . s 3.90 Streifjoppen oder Stelrerbosen, rjr. m.s 2.30 Matroseii-Leinen-Anzüge Gr. Hl.....s 380 Boxealf-Schnürschuhe, 22- 24, S3.90,19-21S 2 90 ms*. AUS PALÄSTINA Eröffnung der „Industriezone" an der Bucht von Haifa Das Hauptbüro des Jüdischen Nationalfonds (Keren Kajemeth Lejisrael) in Jerusalem und die Bayside Land Corporation Ltd., eine Tochtergesellschaft der New Yorker Palestine Economic Corporation, die gemeinsam ein großes Gebiet an der Bucht von Haifa-Acco besitzen, kündigen die Freigabe eines großen Teils der in diesem Gebiet vorgeshenen Industriezone für sofortige Verwendung zu industriellen Zwecken an. Das den beiden Gesellschaften gehörende, über 30.000 Dunam umfassende Gebiet soll in drei ungefähr gleiche Teile geteilt werden: 1. eine unmittelbar an Haifa anschließende Industriezone (zur Errichtung von Betrieben der Leicht- und Schwerindustrie); 2. eine Wohn bau zone; 3. eine landwirt schaftliche Zone. Zwischen Industrie- und Wohnzone soll ein 250 Meter tiefer und 3 bis 4 Kilometer langer Parkgürtel eingeschaltet werden. Der rapide Aufschwung Haifas und seiner Umgebung hat den von den beiden Gesellschaften vor einigen Jahren erworbenen Boden in letzter Zeit wesentlich in seinem Wert erhöht. Das Gebiet ist als Bodenreserve für den Ausbau eines Groß-Haifa gedacht. Unter dem Druck von Industriellen aus Deutschland und anderen Ländern, die Grundstücke zur Errichtung oder Erweiterung von Fabriksbetrieben benötigen, hat sich die Verwaltung zur sofortigen Eröffnung eines Teiles der Leichtindustriezone entschlossen. Zahlreiche Gesuche um Zuteilung von Parzellen sind eingelaufen. Eine prachtvolle Chaussee führt jetzt durch das ganze Gebiet von Acco bis zur Hochstraße Haifa— Nazareth. Es ist geplant, durch eine Abkürzungsstraße die Verbindung zum Stadtzentrum und zum _Hotel Smetana Bad Luhacovice Mähren Gegründet 1872 Haus mit 50 gut eingerichteten Zimmern, fließendem Wasser, in zentraler Lage, Cafe und Restaurant im Hause, streng rituelle Verpflegung. Preise für die Vorsaison: Zimmer mit kompletter Verpflegung von KU 40.— aufwärts Hafen noch zu verbessern. In der Industriezone stehen bereits die Zentraleisenbahnwerkstätten in Betrieb, in der Wohnzone wurden 180 Arbeiterhäuser errichtet, weitere Wohnbaupläne werden geprüft. Am Nordende der Wohnzone wurden 80 Dunam zur Anlage eines Versuchsteiches für Karpfenzucht reserviert. Nach dem Ankauf des Gebietes an der Haifabucht, das von Sümpfen bedeckt war, wurden große Drainagearbeiten in Angriff genommen. Im südlichen Teil des Territoriums sind diese bereits erfolgreich abgeschlossen. Das Wasser wird in dem neuen Fuara- Kanal, der in den Kischonfluß mündet, gesammelt, Oesterreichs Ausfuhr nach Palästina Oesterreich exportierte 1931 nach Palästina Waren im Werte von 2,18 Mill. Schilling, 1932 etwas weniger, nämlich für 1,98 Mill. Schilling. Im ersten Vierteljahr 1933 dagegen zeigt sich eine starke Zunahme, denn die Ausfuhr erreichte in dieser Zeit einen Wert von 0,75 Mill. Schilling. Wie gemeldet wird, hält diese Steigerung an und erstreckt sich besonnders auf Pumpen und Bewässerungsapparate, Elektromaterial und Eisenwaren, aber auch Lederwaren und andere Industrieerzeugnisse. Der Palästina-Makkabl beschafft Arbeit für deutsche Makkabi-Angehörige Aus Jerusalem: Die Makkabi-Organisation in Palästina hat es sich zur Aufgabe gemacht, für aus Deutschland eintreffende Mitglieder des Makkabi Arbeit zu beschaffen. Hundert Makkabi-Mitglieder haben durch sie* bereits Arbeit in den Kolonien gefunden. Der palästinensische Makkabi hat sich mit der Oleh Germania in Palästina in Verbindung gesetzt, um mit ihr gemeinsam Verdienstmöglichkeiten für die Immigranten aus Deutschland zu beschaffen. Vom Af beiismarkl in Palästina* Die starke Bautätigkeit und die vermehrte Tätigkeit in den Plantagen sowie die Expansion der Industrie und der Fortschritt in, der landwirtschaftlichen Kolonisation, haben in den letzten Wochen zu einem Arbeitermangel geführt. Was die Plantagen betrifft, so erklärt sich der Arbeitermangel durch den zwanzigprozentigen Mengenzuwachs in der Pflückarbeit und der Vorbereitung des neuen Bodens für Pflanzungen. Die von Juden im Laufe der nächsten Saison zu bepflanzende Fläche ist auf 10.000 Dunam geschätzt, welche Rekordzahl alle bisherigen Saisonzahlen übertrifft. Auch bei den Arabern macht die Pflanzungsarbeit Fortschritte, wenn auch nicht im selben Tempo wie bei den Juden. Diese Arbeit verschafft zusätzliche Verdienstmöglichkeiten für die Fellachen und Arbeiter der benachbarten Dörfer. Alle diese Faktoren zusammen haben einen solchen Arbeitermangel in der Pflanzungszone hervorgerufen, daß man für einige Wochen zu einer Rekrutierung der Schüler über 16 Jahre zur Arbeit in den Kolonien greifen mußte. ■'•'••> InPetach-Tikwah stieg die Zahl der Arbeiter von 2000 auf 2500, bei einem weiteren Bedarf für weitere 7 0 0 A r b e i t e r. In H e d e r a h ist die 1500 Mann starke Arbeiterschaft bedeutend unter dem Bedarf. Aehnliche Bedingungen herrschen in den anderen Kolonien. Sogar arabische Arbeiter sind kaum erhältlich. In einer Anzahl von Kolonien verlangen arabische Arbeiter 200 Mil pro Tag, also fast das Doppelte des früheren Taglohnes. Man hört auch, daß arabische Pflanzer sich an die jüdischen Arbeitsvermittlungsbüros wandten, da sie keine arabischen Arbeiter finden konnten. Durch den Mangel an Facharbeitern mußten manche Arbeiten verschoben werden. Wenn auch der gegenwärtige starke Arbeitermangel auf Saisonarbeiten, zurückzuführen ist, die im Sommer etwas nachlassen werden, so erwartet man doch, daß auch dann der Arbeitsmarkt zufriedenstellend sein wird. Man muß jedoch bedauern, daß der gegenwärtige Wirtschaftsaufschwung in Palästina auch negative Folgen hat. Schon früher haben wir die Aufmerksamkeit auf die ersten Symptome einer Landspekulation und diekünstlicheSteigerung der Preise gelenkt. Diese unerfreulichen Tendenzen haben sich letzthin verstärkt. Mieten sind in den Städten auf eine unerreichteHöhe gestiegen und die Mieter in Tel-Awiw aaben sich gegen die Ausbeutung organisiert. "PaläsliBa*eiiile!nde",,,TSl-,lw,,y> Achad Haam Str. 92 im neueröffneten das europäisch geführte Haus mit allen Bequemlichkeiten. In ruhiger Lage im Zentrum der Stadt gelegen. Gut und modern eingerichtete Zimmer mit fließendem Wasser. Großer schattiger Garten mit Liegestühlen. Wiener Küche. Aurmerksame Bedienung. Leitung: Philipp Grünbaum (früher Berlin) & David Kirschbaum (Venedig, Villa „MargherJta"; Breslau, „Lessing-Loge").