Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 7 (1933)
- Issue
- Heft 297 (19.5.1933)
- Date
- 1933-05-19
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Nr. 2S7 DIE NEUE WELS Seite 0 VoileedesLainesKleider mit Rips Leinen - Garnitur, neue Muster, alle Größen S 3.90, Große Verkaufsschau in allen Abteilangen 2 .90 Rips*Leinen*Sport« Kleider mit buntem Mödeputz, kleidsame Fasson, schöne Pastell« J.90 .....S '5.00, f| Dachauer Leinen*Dirndl Bluse glatt, Schoß mit Bordürenstreifen, Indanthrenecht ......S 5.90, 3 .90 Dienstag der Tag der starken Frauen! (Beachten Sie das Inserat v. 12. ds.) -Freitag Okkasionstag für das Kind! Crepesde*Chlne«Blusen, reine Seide, mit Bitidemasche J.50 und Puffärmel . . . S *| K.sSeidensImprime«Kleid, neueste Dessins, Aermel lang oder kurz . . . '. S 9.80, SportsKombination Naturleinen-Schoß u. Mode- Kretonne-Bluse m. Masche) S SeidensBoucle^Kleider, porös, mit apartem Knopfputz und schönen Modefarben . ........S Sommerkostüm aus Ripsleinen, Smoking- Fasson, alle Pastellfarben S Cr€pesde*Chine^Complet, K.-Seide, mit aparter Streif- 4n.80 bluse u. Krawattenmasche S 13 II .80 .50 .90 SeidensImprim6sComplet etwas apartes, ganz neuartig kombiniert . . . . S PoröseBoucl&sMäntel m. schickem Kreuzverschluß, alle Modefarben . . . . S Gummi=Schwimmhauben, glatt und gemustert Groschen GummisBadeschuhe, alle Farben und Größen, für Damen 98 Groschen, f. Kinder . ......Groschen Mako^B ade* Anzüge, rückenfrei, alle Farben . S Mode SchafwollsBade* Trikot, rückenfrei, ein- oder zweifarbig S DamenaBadesMantel aus gemusterten Frottierstoffen S 11.90, Liegestühle mit festem indanthrenfarbi-. gern Stoff bespannt, mit Fußteil S 7.90, ohne . . S Klapptisch, in 2 Höhenlagen verstellbar S 11.90, . Klappsessel . .... . > s HärtplattensBadekassette > rahmengenäht, 36 cm breit S 2250 29" -38 -50 J.98 4.90 .90 4-»» V 3-90 Kretonne u. Frenche für Kleider u. Wäsche, echt- - .JJ farbig, per m Groschen Poröser Crßpe od. Rips, 70—80 br., schöne Pastellfarben . . ." . . Groschen Cr6pe«Marocaines Imprim£, schöne Muster 70 br. . . S DirndlsZephir, mod. 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Im Schuljahr 1931/32 zählte man in den öffentlichen und privaten Anstalten des Reiches 43.214 Abiturienten und Abiturientinnen, von denen 1474 jüdischer Konfession waren. Die jüdischen Abiturienten machten somit nicht ganz 4 Prozent der allgemeinen Abiturientenzahl aus. Unter den Abiturienten waren die Juden mit 2,9, unter den A b i t u r i e n t i n n e n die jüdischen Schülerinnen mit 5 Prozent vertreten. Mehr als 10 Prozent Schüler jüdischer Konfession gab es in Berlin in 25, in Breslau in 3, in Frankfurt a. M. in 3 Anstalten, ni Fulda in 1 Anstalt. Mädchenanstalten mit mehr als 10 Prozent jüdischer Schülerinnen gab es in Berlin 20, in Breslau 2, in Frankfurt a. M. 2, in Köln 1. In dieser Aufstellung sind die rein jüdischen Stiftsanstalten nicht mit eingerechnet. Mehr als 20 Prozent jüdische Schüler wiesen auf in Berlin 8 Knabenanstalten mit folgenden Prozentsätzen: 31, 27, 46, 28, 26, 23, 54, 30; 8 Mädchenanstalten mit folgenden Prozentsätzen: 24, 43, 41, 32, 22, 28, 21; in Breslau 1 Knabenanstalt mit 50 Prozent, 1 Mädchenanstalt mit 34 Prozent; in Frankfurt a. M. 1 Knabenanstalt mit 37 Prozent, 2 Mädchenanstalten mit 23 und 30 Prozent. Mehr als 20 Prozent Abiturienten jüdischer Konfession hatten in Berlin 10 Knabenanstalten mit folgenden Prozentsätzen: 21, 44, 23, 28, 84, 32, 26, 56, 35, 26; 10 Mädchenanstalten mit 28, 30, 23, 60, 26, 43, 43, 37,28 und 29 Prozent; In Breslau 1 Knabenanstalt mit 40, 1 Mädchenanstalt mit 34 Prozent; in Frankfurt a. M. 2 Knabenanstalten mit 42 und 28 Prozent, 3 Mädchenanatalteh mit 28, 47 und 42 Prozent; in Mannheim 1 Mädchahanstalt mit 22 Prozent.. An den Universitäten betrug die Zahl der Angehörigen der jüdischen Religion durchschnittlich 4,71 Prozent. Unter 19.889 männlichen Studenten der allgemeinen Medizin befinden sich 1302 Angehörige der jüdischen Konfession, von 4.919 weiblichen Studierenden der allgemeinen Medizin sind 591 der jüdischen Religion angehörig. In der Rechts-" und Staatswissenschaft, sind die entsprechenden Zahlen 17.227 zu 892, 1137 zu 181. An den preußischen Universitäten beträgt der Prozentsatz der Angehörigen der jüdischen Konfession 5,76, an den badischen Hochschulen 8,17 Prozent. Von 1294 männlichen Studenten der Rechts- und Staatswissenschaften in Baden gehören 131 der jüdischen Konfession ah» von 127 weiblichen 31. Von 1867 männlichen Studenten der allgemeinen Medizin sind 175, von 689 weiblichen 114 jüdisch. Jüdische Hörer an den Prager Hochschalen Aus Prag: Unter den '34.112 Hörern, die irn Jahre 1931/32 an den Prager Hochschulen inskribierten, waren 5239 Juden, von denen sich 3273 zur jüdischen Nationalität bekannten. An Universitäten studierten 3928, an technischen, Hochschulen 1258 Juden. Unter der jüdischen Hörerschaft befanden sich 2449 Aus: länder (46 Prozent der insgesamt 5242 Ausländer). Besonders hoch ist der Prozentsatz jüdischer Ausländer an den Universitäten, wo von 2652 Ausländern 1729 (der Nationalität nach) Juden sind (66,2 Prozent). An den technischen Hochschulen stellen die Juden nur 29,3 Prozent der Ausländer. Einige Ergebnisse der palästinensischen Volkszählung Die Ergebnisse der im Jahre 1931 durchgeführten Volkszählung in Palästina liegen in einem soeben veröffentlichten, annähernd 950 Seiten in zwei Bänden umfassenden statistischen Werke yor. Das Werk gibt vielseitigen Aufschluß Uber Entwicklung und gegenwärtige Zusammensetzung der palästinensischen Bevölkerung. Die Gesamtbevölkerung Palästinas im Jahre 1931 wird mit 1,035.821 Seelen gegenüber 757.182, die bei der vorangegangenen Volkszählung des Jahres 1922 gezählt wurden, angegeben. Die Zahl der Mohammedaner beträgt 759.712, die der Juden 174.610, die der Christen 91.398; ferner gab es 182 Samaritaner. Der Rest verteilt sich auf Drusen und verschiedene Sekten. Von der Gesamtbevölkerung waren 526.680 Männer und 509.141 Frauen. Die jüdische Bevölkerung ist von 83.794 Seelen im Jahre 1922 auf 174.610 Seelen im Jahre 1931 gestiegen, was einer Zunahme von über 108 Prozent entspricht. In Tel-Awiw betrug die Zunahme 203 Prozent, in Haifa 104 Prozent,' in Jerusalem 45 Prozent. Die prozentuelle Zunahme der arabischen Bevölkerung beträgt 28 Prozent. Der auf je 10.000 Personen entfallende Bevölkerungszuwachs wird bei den Juden mit 850, bei den Mohammedanern mit 354 und bei den Christen mit 251 pro Jahr angegeben. In Tel-Awiw entfallen auf je 1000 Einwohner 709 Personen, die im Ausland geboren sind. Die überwiegende Zahl der Juden hat Hebräisch als Muttersprache angegeben. Außerdem bekannten sich 2216 Juden zur arabischen, 4694 zur jiddischen Muttersprache. 5305 Personen haben Englisch, 2492 Deutsch als. Muttersprache angegeben. Interessant ist, daß auch 21 Araber Hebräisch als Muttersprache angegeben, haben. Neue jüdische Arbeitersiedlungen bei den bestehenden Palästina-Kolonien Aus Jerusalem: Die Leitung des Jüdischen Nationalfonds (Keren Kajemeth Jisrael) hat eine neue großzügige Kolonisatiörisarbeit in Angriff genommen, durch die einerseits die bestehenden jüdischen Siedlungen in Palästina erweitert, andererseits Arbeitsmöglichkeiten für neu einwandernde jüdische Arbeiter geschaffen werden sollen. Es handelt sich darum, einen Kranz jüdischer Arbeitersiedlungen um die bestehenden jüdischen Kolonien in Palästina zu legen. Der Keren Kajemeth kauft zu diesem Zwecke an der Peripherie der jüdischen Kolonien gelegene Grundstücke, auf denen die in der betreffenden Kolonie beschäftigten jüdischen Arbeiter zunächst als Häusler angesiedelt werden sollen. Nach entsprechendem Ausbau der Wirtschaft und genügender Steigerung des Ertrags sollen diese Arbeitersiedler in Vollkolonisten umgewandelt werden und die Lohnarbeit im Dorfe aufgeben. Dadurch werden neue Arbeitsplätze geschaffen, die durch Einwanderer aus den Gcluth-Ländern besetzt werden sollen. Auf diese Weise will der Keren Kajemeth die Vergrößerung seines Bodenbesitzes mit einer neuen großen Einwanderungen und Siedlungsaktion verbinde, 4