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Die neue Welt · 1933-04-28 · Heft 294 (28.4.1933) · page 9

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Journal
Die neue Welt
Volume
7 (1933)
Issue
Heft 294 (28.4.1933)
Date
1933-04-28
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 294 DIE NEUE WELT Seite 9 Besonders preiswerte Angebote Kleider und Complets: Mäntel: Wetterfester Hubertusmantel aus gutem Kärntner-Loden . *•. * ■< i . . . ... . S H"y Sport-Mantel in schönen engt Dessins . . . . S 15~ Mode-Mantel, Kamelhaarfarbe, mit breiten _ Mode-Stepprevers .... ........ S 18' Trotleifr-Mantel auä guten Sport-Stoffen, ganz Seide gefüttert...............S 24-— Kamelhaarartiger Mantel, fesche, breite Moderevers, ganz Seide gefüttert......sZ8* Fescher engl. Mantel mit apartem Kreuz- : Verschluß, ganz Seide gefüttert. .......s29- M0de-B0UCl6-Mantel m. neuestem Krawatten- ' _ Verschluß, alle Modefarben, ganz Seide gefüttert, S 34- 7-90 Blauer od. schwarzer Mantel aus Reinwoii- Modestoffen, neueste Fasson, ganz Seide gel,. S 39 Provinzversand per K.-S.-MongOl-Kleid, aparte Puffärmel, alle Pasieilfarben . . . . . ..........S Bembergseidcn-tmprim6-Kleid mit fescher Kragen-Garnitur...............S 0,yu K.-Cr§pe-de-Chlne-Comp!et in allen Modefarben (Kleid und Jacke) ..... ... .6 i4yu Elecr. Baumrinden-Complet (Reinwolle) mit Imprim6-Blüse, schicke piiffige Äerme und aparter nn _ Knopfputz ., i . . . , . . .. . .... Sfc«' Hute und Schuhe: Stroh-Hüte Und Baretts mit Bandgarnitur alle Modefarben............S l,yü Mode-Flbrlnä Sfroh-HUte mit Schottenband geputzt,, alle Farben.............S 2 yu Binde-Spangen-Schuhe braun, schwarz s 590 Binde-Pumps od.-Spannen 2-farbig komb, n ganz Komtesse, Marke „Union" ....... S lU*oU Nachnahme - für die Dame: Mäntel — Kostüme: Der gute Eskln-Allwetter-Mantel bester Ledeiersatz, alle Farben und Größen .... s44* Reinwoll-Mille-Points-Mantel, neuartige _ Fasson, ganz Seide gefüttert......... S4S' Vornehmer Noppen-Mantel, reizende Tiotteur-Fasson, orig. 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Und die Anerkennung Sowjetrußlands durch Amerika würde das Sowjetregime stützen, * Das sind Meinungen und Stimmungen sowjetrussischer Juden, die seitens des Publizisten Benjamin Katz kritiklos wiedergegeben werden. Zum 12. Todestage Brenners (1. Mai) Von Dr. Israel Zwi Kann er (Wien) jüdische Schriftsteller sehen die jüdische Welt verschieden. Während Tschernikowski seine Hoffnung auf die Judenheit, Bialik auf das Judentum setzt, findet Brenner in beiden nichts Erfreuliches. Seine Werke sind durch und durch von Skepsis getränkt. Er ist der Zweifler, der Elischa ben Abuja in der neuhebräischen Literatur. Seine Typen lassen seine eigene zerklüftete Seele durchschimmern. In der Erzählung „Bachoref" schildert, er seine in der Ukraine freudlos verlebte Jugendzeit. Während seines Aufenthalts in London schildert er in „M'ewer l'gebulim" das Dasein der Ausgestoßenen von Whitechapel. Das Schreckgespenst' der Galuth, das auch den nach Palästina - ausgewanderten Juden verfolgt, schildert, er in der Novelle „Azabim" (Nerven) beim Anblicke der Stadt Tel-Awiw. In allen Schichten und Klassen, sah er die Fäulnis. Trotzdem wurde er Anhänger einer Klassenpartei, die nicht gerade geeignet ist, die ganze Judenheit, ohne Unterschied deß Standes, als Priestervolk zusammenzufassen.. Er wurde Marxist, Gönner und Verteidiger der palästinensischen Arbeiterpartei. Das war ein Irrgarten, in. den er geriet. Per Pessimist der neuhebräischen Literatur glaubte ein Feld gefunden zu haben, auf dem Juden und Araber eine Ver-! ständigung finden könnten. Nur zu rasch sollte er die Früchte der „Verständigung" mit den Arabern genießen.. Am 1. Mai 1921, am Weltfeiertag,.des Proletariats, fiel er in Jaffa, unter , arabischen Ai'beiterhänden als Opfer des Pogroms, kaum vierzig Jahre alt. Kein Literarhistoriker wird sich wundern, daß Brenner, ohne Zweifel ein begabter Belletrist, auf dem Boden des Marxismus landete. Denn ein Mann, der in seinem Volke keinen seelischen und körperlichen Boden .zu finden glaubt, muß sein zersetztes Ich einer zersetzenden Idee verschreiben. Wenn man den eigenen Stamm für verseucht hält, dann vergreift man sich an ihm in' selbstmörderischer' '^Wöfse.' Man-' kann'' wohl' in bezüg auf entartete ',TeüV ^''Sfixdeiitiim Pessimist sein. Aber das Ganze verneinen,' heißt sich selbst verneinen. Der Dichter hat, auch nationale Aufgaben zu erfüllen. Er darf nicht nu r düstere" Stimmung betonen, sondern muß auch einen Ausweg äüs dem Elend suchen helfen. Pessimismus führt zur Absage an die Judenstaatside e.' Aufbauender'Optimismus kräftigt die Reihen des jüdischen Volkes, macht sta'rk; schenkt Selbstvertrauen. Es gibt auch optimistische Pöeteri, welche weinen. Aber ihre Tränen sind ein Trost für die Seele.' Sie enden nicht in Skepsis, sondern verwandeln sich in Sonnenstrahlen. So'hat" uns Bialik, trotz seiner Klagen, Lieder geschenkt, die Wiedergeburt, Auferstehung verheißen. Der neuhebräische ' Dichter, Denker und Führer trägt größte Verantwortung, weil er das Tischten und Donken vieler junger LesW ,'uhd Hörer bestimmt, die bereit sind, der Aufgabe, die er ihnen stellt, ihr Leben zu widmen. Palästinensischer Liederabend! Von einer erfolgreichen Konzerttournee Palastina—Rumänien zurückgekehrt, singt der in Wien bestens - bekannte Sänger J. Segall -.Rosenbach (Tenor) Samstag, den 13. Mai d. J., Uhr abends, im Konzertsaal „Post", I., Fleischmarkt 24, Palästina-Lieder und Volkslieder (Erez-Iarael-Lieder, welche die gegenwärtige Stimmung unseres Landes widerspiegeln). Programm: Jemenitischarabische Gesänge, hebräische Lieder von Bialik, Tschernichowsky u. a. Anschließend ostjiddiache Lieder und Volkslieder (hebräisch und jiddisch). Nettes Programm. Eintrittspreise von S —.80 bis 2.50 bei Rath, IL, Taborstraße. Ein Teil des Reinertrügnlsses für K. K. L._____ Der Verein zur Förderung Jüdischer Musik und der Wiener Jüdische Gesangsverein treten am Mittwoch, den 10. Mai 1933, im Kleinen Musikvereinssaal mit einem gemeinsamen Konzert vor die Oeffentlichkeit. Es gelangen moderne Synagogenchöre von Achron, Jacobi und Ssaminsky .(für dqn Emanueltempel in New York komponiert), Violin und Klavierwerke und Lieder der repräsentativsten modernen jüdischen Komponisten, darunter zahlreiche Ur- und Erstaufführungen zum Vortrag. -— Karten zum Preise von S 1 bis S 4 sind an der •Musikvereinskasse erhältlich. Telephonische Kartenbestellungen werden im Sekretariat (U-21-0-56) entgegengenommen. S>as Paradies der Damen die für elegante, moderne Qualitätskleidung, aber auch fürs Sparen schwärmen, ist und bleibt Schiffmanns „Warenhaus der Sparsamen". Weit über 100.000 Frauen aus allen Kreisen der Bevölkerung haben sich immer wieder" davon überzeugt, daß man bei Schiffmann besonders vorteilhaft kauft, immer besser, immer billiger. Einen neuen Beweis der Meisterleietung in „systematischer, zeitgemäßer Warenverbilligung" bringt die nur von Montag, den 24. d. M., bis Samstag, den 29. d. laufende „MantelWoche". Moderne, elegante Qualitäts-Damenmäntel, jedem Wunsch und Geschmack entsprechend, verkauft jetzt1 Schiffmann zu beispiellos billigen Preisen. Nützen Sie. diese hervorragend günstige Kaufgelegenheit aus! Provirizbestellüngen werden prompt per Nachnahme ausgeführt. Dienstag der Tag für s t ä r k e Frauen, Freitag der Tag des Kindes. Vorlangen Sie den neuen Frühjahrskatalog! Versand gratis und franko., Auf zu Schiff mann, kauf bei Schiff mann!. E üdifdie Sports und liiiiiilliiiii Turn beweg wn«t Siege im Ausland — Niederlage in Wien - ' Nach der erfolgreichen Wettspielreise durch Frankreich wurde Hakoah im Cuji von B. A. C. empfindlich 5:1 geschlagen. Die jüdische Mannschaft; die zwei Tage, vor dem Spiel aus Afrika in Wien eintraf, war von der langen Reise übermüdet. Außerdem hatten' sie das Pech, daß. Weißkopf gleich zu Beginn verletzt wurde und nicht mehr mit voller Kraft arbeiten konnte. SdhmerzVöli berührt es, wenn Hakoah von einem Klub aus*dem Cup verdrängt wurde, dem es bisher noch nie gelang, Hakoah zu schlagen. Selten noch hatte Hakoah so gute Aussichten, ins Finale zu kommen, wie diesmal. Die Brigittenauer waren nicht besser als ihre Gegner, sie traten aber ausgeruht zum Kampf an und konnten das Nachspiel von zweimal 15 Minuten besser durchstehen. Bei Ablauf der regulären Spielzeit stand das Treffen 1:1, wobei Ströß den einzigen Treffer erzielte. Bis .zu diesem Zeitpunkt hätte Hakoah bei größerer Anstrengung den Sieg davontragen können. Im Nachspiel ließen sich die Blau-Weißen Überrumpeln und als, der B. A. C. innerhalb 3 Minuten mit zwei Toren in Vorteil kam, erlahmte der Widerstand Hakoahs völlig. Von der Mannschaft sind besonders Ströß, Donnenfeld und Reich zu erwähnen. Feldmann hat nach seiner Verletzung zur früheren Form poch nicht' zurückgefunden und mußte Amster die schwere Arbeit Überlassen. Der Angriff. spielte zerfahren, besonders Heß schien mehr als Zuschauer denn als Spieler zu'wirken. ' Hakoah spielte in folgender Aufstellung: Löwy; Amster, Feldmann; Donnenfeld, Stroß, Platschek; Weißkopf, Ehrlich 1, Ehrlich 2, Heß, Reich. Fortsetzung der Fußballmeisterschaft Nach einer langen Pause wird am 7, Mai die Meisterschaft fortgesetzt. Hakoah spielt an .diesem Tag im Rahmen einer Doppelveranstaltung auf dem W. A. C.-PIatz gegen Sportklub. Für die Krieauer ist dieses Spiel für den Verbleib in der ersten Liga von großer Bedeutung. Handball Glanzsieg der Hakoah In einem wahren Prachtspiel konnte die Hakoah ihren gefürchteten Gegner Rapid mit einein Rekordskore bezwingen und damit ihre Chancen auf den Gewinn der .Erstklassigst gewaltig verbessern, da der Erste Siemens gegen Austrla 6 : 6 spielte und der Dritte Vienna gegen Neubau beide Punkte abgab. Feri; Rosenfeld. Monis; Stein, Blau I, Wieaner; K. Weiniger, Krauß, Klein, F. Weiniger, Lyidau. ' In der erstea Hälfte gegen den Wind, lieferte die Hakouh ein hübsches Kombinationsspiel und sicherte sich' durch K. Weiniger und F. Weiniger (2) einen Vorsprung, während Rapid durch den Internationalen Bohonnek einen Freiwurf verwandeln konnte. Nach der Pause beherrschten die Blau-Weißen ' das Feld und erzielten durch Landau in prachtvollem Solo, ferner durch F. Weiniger, Klein (2) und Krauß die restlichen Treffer. Feri war vor keine all»u schwere Aufgabe gestellt, hielt aber einen schwereu .Drehwurf i'amos. Die Backs sinfl ia Höchstform. Die Halvesreih* war der Rückhalt- <Uv Muuk» /s*SWs.jp,\ rv-m. <y\

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