Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 7 (1933)
- Issue
- Heft 291 (7.4.1933)
- Date
- 1933-04-07
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 DIE NEUE WELT Nr. 291 Es kann nichts Besseres geben um zu „Pessach" den Fesftisch dam t zu schmücken und den Gaumen zu erquicken, als die auf höchster Stu e stehenden, in Hygiene der Erzeugung, Geschmack» Bekömmlichkeit und Kaschruth unübertrefflichen 40 Jahren sind „Sch m i dl-Ma zzo t h" als das beste und bezüglich Kaschruth durchaus einwandfreies Etzeugnis bekannt und beliebt! Ein Versuch wird Sie begeistern I Erzeugt unter streng orthodoxer Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Obetrabbiner ßabath — Die Mazzoth werden aus dem feinsten Menl erzeugt! Verlangen Sie die neue, besonders schmackhafte SPEZIAL- MARKE ff B. fl -MAZZOTHf GRIESS u. FARVEL i Zentrale: N.Brodetzkf, fi; Leopoidsgaste 43 Tel. A-46-1-90 A-SO-2-63 A-41-9-32 In allen besseren Geschäften erhältlich I kommen. Sie setzten nun zu ihrem ersten Streich an. Sie schrieben an den Betar einen Brief, der in der Aufforderung gipfelte, der Histadruth beizutreten und dann weiterzuarbeiten. 2 4 Stunden später (!) schon verbreiteten die Herren von der Histadruth mittels eines Flugzettels, auf dem ihr Brief abgedruckt war, die Nachricht, sie hätten auf ihre loyale Aufforderung keine Antwort erhalten. Aber in dem Flugzettelbrief war ein Wörtchen, ein kleines Wörtchen gefälscht. Statt des Wörtchens „Histadruth", das im Originalbrief stand, befand sich als Unterschrift das Wörtchen „Unpolitische Arbeiterorganisatlo n". Wißt ihr, Chaweroth und Chawerim,' was das betreutet? Für eine unpolitische Arbeiterorganisation kämpfen die Revisionisten seit Jahr und Tag, und nun sollte der Anschein erweckt werden, als ob die Revisionisten ihre Einstellung plötzlich geändert hätten. Dies Manöver wurde vor der Öffentlichkeit enthüllt und brachte der Histadruth beträchtlichen Schaden. Das war der Beginn des Kampfes. Ein Kampf im wahrsten Sinne des Wortes. Die revisionistischen Arbeiter wurden von einer Uebermacht überfallen. Vier wurden schwer verletzt, einem wurde die linke Hand zerquetscht, einem andern ein paar Rippen eingedrückt. H., ein gefürchteter Kerl, der es mit drei bis vier aufnimmt, wurde rücklings Uberfallen, erhielt mit einer Flasche einen Hieb über den Kopf — Helden!! Nachts muß der Bau von der Polizei bewacht werden, da einmal eine soeben errichtete Mauer wieder niedergerissen wurde. Während der Arbeit werden die revisionistischen Arbeiter mit Steinen beworfen . . . Eine traurige Angelegenheit! Für uns beginnt jetzt die große Arbeit der Schoko 1 Propaganda. Jeden Montagabend halten wir politische Diskussionen ab, zu denen wir auch Gäste einladen. Bis jetzt hatten wir vollen Erfolg. Den Impuls gab uns Großmanns Vortrag. Das ließ den Maximalisten kein Ruhe und so sprach drei Wochen später Achi-Meir in der Flugah des Betar — in der gewohnten Weise .. (Wird fortgesetzt.) * 25 jüdische Arbeiter in Jaffa bestraft Aus Jerusalem: Vor dem Jaffaer Gericht wurde gegen 25 jüdische Bauarbeiter verhandelt, die beschuldigt waren, während eines Streiks im Bauwesen von Petach Tickwah Gewaltakte gegen revisionistische Arbeiter begangen zu haben. Sämtliche Angeklagten wurden zu je zwei Monaten Gefängnis und zu je zehn Pfund Geldbuße verurteilt. (Siehe vorstehenden Aufsatz.) Tagesgespräch W ssen Sie schon das Neueste? Barsciiak ist soeben von Palästina gekommen. Es ist ihm gelungen, die besten Palästinaweine, wie auch ungarische Weine, Met. Slibowitz. Kognak bester Qualität nOD V$ zu staunenswert b Higsten Preisen zu-verschatfen. Empfehlenswert: seine streng koschere Küche. Beide Sederabende werden billigst abg hal en. A. BAUSCH AK Wien II, Große Schiffgasse 3 / Tel. A-46-4-39 Unier Aufsicht Sr. Ehrw. Herrn Rabb. Josef Babad K'ts^w 1X3X3 *)bi* "i 'jn ain Oesterreich und Palästina Wert und Umfang der Handelsbeziehungen Die Nachrichten über den wirtschaftlichen Aufschwung Palästinas durch die jüdische Aufbauarbeit finden ihr Echo in den Bestrebungen der europäischen Länder, mit diesem Wirtschaftsgebiet des Nahen Orients in Kontakt zu treten. Auch die österreichische Republik ist im Begriffe, ihre Handelsbeziehungen zum jüdischen Palästina auszubauen, und zwar in dem positiven Sinne der Steigerung der österreichischen Ausfuhr. Diesbezüglich liegt ein Referat aus der Wiener Handelskammer vor, das sich im ersten Teil mit der Wirtschaftslage Palästinas an sich und ihren Beziehungen zu der großen Industriestaaten beschäftigt, im zweiten Teil Ar 'egungen gibt, wie der österreichische Export nach Palästina zweckmäßig ausgebaut werden könnte. In rein fachmännischer Weise wird dargelegt, daß Oesterreich in der Lage wäre, seine bisher schon aktive Handelsbilanz Palästina gegenüber noch günstiger zu gestalten, Der Referent führte aus: Wohl ist die. österreichisch-palästinensische Handelsbilanz für Oesterreich stark aktiv, doch könnte diese Aktivität Unter normalen Umständen noch stark gesteigert werden« Wenn sich die österreichische Industrie und der österreichische Exporteur ein bißchen mehr diesem im Aufbau begriffenen Land zuwenden würden und hur im wichtigsten auf die im Lande verlangten S p 2 z i a 1 täten umstellen würden, dann könnte der Absatz bedeutend vergrößert, ja vervielfacht werden. Die Ausrede auf die Imperial Prefcrence, die Bevorzugung der englischen Ware, trifft nur teilweise zu, nämlich für Regierungslieferungen. Hier ist es tatsächlich richtig, daß die palästinensische Regierung, trotz gelegentlicher Mandatsbestimmungen, ihren Bedarf ohne Heranziehung jeglicher Konkurrenz durch den Crown Agent in London deckt. Nur ganz kleine dringende Aufträge werden lokal vergeben. Dies gilt jedoch, wie erwähnt, ausschließlich für Regierungsein kaufe. Denn Deutschland hat auch beute noch — trotz des Pfundsturzes, der es seine Vorrangstellung allerdings an England verlieren ließ — noch immer einen bedeutenden Absatzmarkt in Palästina, in dem Oesterreich leider nur schwach vertreten ist. Gewisse Massenartikel kommen noch heute fast ausschließlich aus Deutschland, wie z. B. Werkzeuge, sanitäre Gußartikel usw., während Oesterreich eigentlich nur auf wenigen Spezialgebieten, wie Papier und gewissen Maschinen, überhaupt noch wesentlich am Import beteiligt ist. Seine Vorrangstellung in der lederverarbeitenden Industrie hat es längst eingebüßt, hauptsächlich an das Inland selbst. Oesterreich blickt noch immer mit zu viel Mißtrauen auf dieses neue Palästina, das wohl Kredit in Anspruch nimmt, aber diesen — speziell in den letzten Jahren — wohl verdient hat. Wenn der österreichische Industrielle und Kaufmann am Export Interesse hat, dann stehen ihm ja außerdem noch ausgezeichnete Informationsquellen zur Verfügung, über die er ja jederzeit verfügen kann, sei es das Konsulat in Jerusalem, seien es die Vertretungen von Handelskammern und Handelsmuseum. Es sei hier als Beispiel der Bierimport zitiert. Palästina ist in diesem Artikel ausschließlich auf Import eingestellt, aber derselbe kommt, mit Ausnahme einer österreichischen Marke, ausschließlich aus Deutschland und England. Gerade in Bier müßte Oesterreich Konkurrenzmöglichkeiten haben, nicht nur qualitativ, sondern auch preislich. Was für diesen Artikel gilt, kann auch für viele andere angewendet werden, und wenn Oesterreich preislich nicht immer mitkann, hat es doch den Vorteil, der bei der Usance des palästinensischen Kaufmannes, im letzten Augenblick zu bestellen, als sehr wichtig in die Waagschale fällt. Es ist dies die schnelle Liefermöglichkeit via T r i e s t. Aus eigener Erfahrung kann der Referent bestätigen, daß er bei drahtlicher Bestellung in einem wichtigen Falle eine Pumpe von Stocker au innerhalb elf Tagen in Haifa hatte. Das läßt sich bei günstiger Verbindung bis auf neun Tage vermindern. Wenn dieses Referat dazu beitragen sollte, der österreichischen Industrie und dem österreichischen Kaufmann intensivere Bearbeitung Palästinas nahezulegen, dann wäre dies eines der Ziele, die der Vortragende vor Augen hatte, ein klares Bild Uber dieses aufblühende Land zu geben, und die Möglichkeiten, die auch Oesterreich hat, dort durch Export? seiner Ware einen würdigen Platz zu erobern. Austro * Palästinen$i§dier Wirtschaffsdienst /Ue Informationen über Palästina, Anbannung wirtschaftlicher Beziehungen, Vermittlung von branchekundigen und eingeführten Vertretern für Palästina sowie alle sonstigen wirtschaftlichen Aufklärungen erledigt kostenlos der „Austro-Palästinensische Wirt- , schaftsdienst", Wien, IX., Berggasse 16 (Handelsmuseum), Tel. A-17-5-40. Sprechstunden des Sekretariats: Montag und Donnerstag von halb 5 bis 6 Uhr nachmittags. Interessenten für Strickwarenerzeugung Zur Errichtung einer Strickwarenerzeugung in Palästina sucht erstklasiger Fachmann kapitalskräftigen Teilhaber. Auskünfte erteilt . der Austro-Palästinensische Wirtschaftsdienst, IX., Berggasse Nr. 16, Montag und Donnerstag von halb 5 bis 6 Uhr. Hebräisch-Kurs für Auswanderer Einem vielfach geäußerten Wunsche Rechnung tragend, veranstaltet der Austro-Palästinensische Wirtschaftsdienst Hebräischkurse für Auswanderer, die unter der Leitung des Herrn Dr. Nahum Samonsky stehen und jeden Dienstag und Donnerstag von 7 bis 9 Uhr abends, II., Untere Augartenstraße 38 (Hofgebäude), abgehalten werden. Die Kursgebühr beträgt S 5.— monatlich. Erfahrener Wiener Architekt, der die Absicht hat, sich in Palästina niederzulassen, sucht Teilhaber mit Kapital. Referenzen sowie alle Auskünfte beim „Austro- Palästinensischen Wirtschaftsdienst". Vermehrung der Sprechstunden Die große Inanspruchnahme des Austro-Palästinensischen Wirtschaftsdienstes veranlaßt diesen, die Sprechstunden des Sekretariats nicht mehr wie bisher bloß zweimal wöchentlich abzuhalten, sondern finden die Sprechstunden von nun ab Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von ^5 bis 6 Uhr statt. Alle Informationen und Auskünfte über Palästina sowie Ratschläge für geplante Niederlassung, Bodenkauf usw., werden im Sekretariat, Wien, IX., Berggasse 16 (Handelsmuseum, Telephon A-17-5-40) erteilt. Dritte Studien- und Gesellschaftsreise des Austro- Palästinensischen Wirtschaftsdienstes nach Palästina 16. Mai bis 6. Juni 1933 Der große Erfolg, welchen die beiden Studien- und Gesellschaftsreisen des Austro-Palästinensischen Wirtschaftsdienstes aufzuweisen hatten, veranlassen diese Institutionen, schon im Monat Mai die dritte Palästina-Reise zu veranstalten. Wie bei den beiden ersten Reisen, wird auch diesmal besonders dafür gesorgt sein, daß die Reiseteilnehmer das ganze Land und seine wirtschaftlichen Möglichkeiten kennenlernen. Das Arrangement dieser Reise wurde dem Reisebüro „Compass-Tours" übertragen, als Reiseleiterin wurde Frau Berta Taubes gewonnen, welche zum fünften Male Gesellschaftsreisen nach Palästina führen wird. Die Ueberfahrt erfolgt mit dem 33.000 Tonnen" großen Ozeandampfer „V u 1 c a n i a". Die luxuriöse II. Klasse dieses Dampfers wird als Touristenklasse geführt, wodurch es möglich wird, bei billigen Preisen komfortabel zu reisen. Im Anschluß an den Aufenthalt in Palästina kann Aegypten besucht werden. Die Rückreise erfolgt in diesem Falle mit dem Luxus-Expreßdampfer „Ansonia" in der II. Klasse. Der Preis für das ganze Arrangement von Wien bis Wien, alles inbegriffen, beträgt bei Benützung der II. Klasse S 1100.—, bzw. mit Aegypten S 1260.— (nach heutigen Kursen). Anmeldeschluß 4. Mai 1933. Ein ausführlicher Prospekt erscheint in den nächsten Tagen. Auskünfte werden erteilt durch: Austro-Palästinensischer Wirtschafts-Dienst, Wien, IX., Berggasse 16 (Handelsmuseum), Tel. A-17-5-40, von Montag bis Donnerstag von 4 bis 6 Uhr nachm., und durch Compass- Tours, IXi, Spitalgasse 3, Tel. B-42-5-38, täglich. Esther Judith Taubes Chaim Krämer Verlobte Wien, im Nissan 5693 Junges intelligentes äddien Jüdin, perfekt Englisch bittet dringendst um Stelle Eignet sich für alle Berufe. — Zuschriften unter „Verläßlich" an die Administration des Blattes illllllllllllllllllllllllllllllllUlllllllllllllllllllllllllllllilllllllllli I Klub junger Revisionisten/ Wien | | Wir veranstalten Samstag, 15. April 1933, | s in den Festsälen unseres Heimes, s s H, Untere Augartenstraße ,38, einen 5 3SEDER>ABEND I A MIT REICHHALTIGEM PROGRAMM _ UND ANSCHLIESSENDEM TANZ S | Beginn 20 Uhr Entree S 1.50 | | Gäste herzlichst willkommen! 5 niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuir