Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 7 (1933)
- Issue
- Heft 284 (17.2.1933)
- Date
- 1933-02-17
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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leite 6 DIE NEUE WELT Nr. 284 AUS DEUTSCHLAND Jabotinsky in Berlin Der Präsident der Union der Zionlsten-Revislonlsten, Herr Vladimir Jabotinsky (Pari»), wird am Montag, den 2 0. Februar 198 3, abends 8»/« Uhr, im Bach-Saal, Berlin W 35, Ltitzowstraße 76, einen öffentlichen Vortrag halten. Das Thema lautet: Kampf um den Judenstaat! und wird die neueste Entwicklung Palästinas und die Vorschläge der Revisionisten für die Errichtung unseres Nationalheims zum Gegenstand haben. Bekanntlich haben die Revisionisten für die Zukunft die Durchführung eigener politischer Aktionen angekündigt. Es darf daher der Vortrag des Herrn Jabotinsky, der seit mehr als zwei Jahren nicht mehr < in Berlin gesprochen hat, auf ein großes Interesse in der jüdischen Oeffentlichkeit rechnen. Karten sind zum Preise von RM 0.75 bis 2.50 im Büro der Revisionisten, Berlin-Charlottenburg, Joachimsthalerstraße S/II, Telephon J 1, Bismarck 5590 (von 10 bis 1 Uhr vormittags und 4 bis 8 Uhr abends), Kurt Rosenbaum, Buchhandlung, Berlin W 15, Meineltestraße 10, sowie bei Hermann Tietz, Kadewe und Bote & Book erhältlich. Judenfrage im deutschen Theaterleben Unter den vielen trostlosen Erscheinungen mußten wir auch noch die eine konstatieren, die den jüdischen Schauspieler trifft: die Unmöglichkeit eines Wiederengagements. Mit dieser Sachlage beschäftigen sich in Deutschland außer den hakenkreuzlerischen Hetzblättern, die den genannten Zustand anstreben, Zeitungen liberaler, sozialistischer, jüdischer Richtung. Die liberalen Blätter verlangen von den engagementlosen jüdischen Schauspielern Optimismus und Hoffnung auf bessere Zeiten; die jüdischen Blätter, soweit sie national, d. h. zionistisch eingestellt sind, finden die zionistische Ideologie bestätigt; und die sozialistischen, die sogenannte Linkspresse? Auch sie... Die lange Reihe sogenannter sozialistischer Zeitschriften, in denen sich das revolutionäre Kaffeehausliteratentum tummelt, versucht, den zahllosen jüdischen Schauspielern, die jetzt auf dem Pflaster liegen, Ratschläge zu erteilen. Es ist dieselbe Linkspresse, die länger als ein Jahrzehnt dem Halbbolschewismus Komplimente gemacht und die Weltrevolution — die kommunistische natürlich — wachsen gehört hat Jüdische Warnungen wurden in den Wind geschlagen. Jüdische Parolen wurden verlacht. Der Judenpunkt als längst überwunden in den Papierkorb geworfen. Und heute, nachdem unbeschadet der sozialdemokratischen Zwangsorganisationen für Schauspieler, der jüdische Schauspieler aus seinem Beruf hinausgestoßen wurde, heute, wo es in Deutschland mit der sozialen Revolution Essig ist, heute also muß die zum Teil von entjudeten Elementen belieferte Linkspresse gestehen, daß der arische Engagementlose in der Theorie die Chance eines Wiedereintritts in den Beruf habe, der Jude und Halbjude unter den Schauspielern aber nicht einmal diese Illusion. Die in Berlin, erscheinende „Weltbühne", das Organ des literarischen Kaffeehauskommunismus, das für alle Lebenslagen des heutigen Weltbürgers „Geist" übrig hat und den Hitlerismus als ungefährlich, weil niemals zur Macht kommend, hinstellte, diese linksgerichtete „Weltbühne", Ableger für das mit „Chochme" bis an den Rand gefüllte AUerweltsbeglückertum, setzt sich nun in ihrer Nummer vom 31. Jänner unter dem Titel „Judenreines Theater" mit dem Schicksal des engagementlosen jüdischen Schauspielers auseinander. Die Situation wird folgendermaßen gekennzeichnet: „Wenn die nationalsozialistischen Stadtväter in der Provinz ihre Subventionen von der Judenreinheit des Theaters abhängig machen, so wagen es eine Reihe von Intendanten und Theaterleitern nicht mehr, jüdische Schauspieler zu beschäftigen. Wo nicht genug Antisemiten im Stadtparlament sitzen, genügt unter Umständen ein kleiner Theaterskandal, den das Publikum bestreitet." Diese Tatsachen sind bekannt. Mehr als 700 jüdische Schauspieler in Deutschland und Oesterdeich sind engagementlos und ohne Hoffnung, je wieder eingebaut zu werden; Schauspieler, denen man ein Jahrzehnt hindurch erklärte, daß die Mitgliedschaft zur sozialdemokratischen Partei, zur sozialdemokratischen Schauspielerorganisation ihre einzige Möglichkeit sei. Jetzt aber muß die „Weltbühne" gestehen; „Es gibt keine Möglichkeit, den zum wirtschaftlichen Tode Verurteilten auf organisatorischem Wege zu helfen. Selbst die Bühnengenossenschaft ist nicht die geeignete Stelle, um einzugreifen, weil sie ebensowenig wie der Bühnennachweis vorschreiben kann, wer engagiert werden soll und wer nicht" Gibt es also gegen die Ausschaltung des jüdischen Schauspielers aus dem Theaterleben keinerlei Abhilfe? Gibt es für den jüdischen Schauspieler keine Möglichkeit einer Abwehr? Die radikalsozialistische „Weltbühne" kann hier mit einem Rezept aufwarten. Sie, die nicht genug gegen das korrupte Kapital, gegen das nichtjüdische und jüdische, wetteifern konnte, sie, die jedem jüdischen Organisationswillen die Macht und Verheißung der sozialistischen Heilslehre entgegenstellte, muß sich angesichts des „geräuschlosen Pogroms" gegen den jüdischen Schauspieler umstellen; Sie muß erkennen, daß es gegen den hakenkreuzlerischen Terror nur die B i 1 d u n g e i n e r geschlossenen jüdischen, nationaljüdischen Abwehrfront geben kann, und darum schreibt sie: „Fast in jeder Stadt gibt es noch jüdisches Publikum, das als zahlende Theaterbesucher geschätzt ist. Es gibt jüdische Organisationen, die sich mit der Abwehr von Boykottbewegungen beschäftigen. Sie könnten auch dafür sorgen, daß die entsprechenden Theater boykottiert werden, weil ja schließlich nur auf dem Weg über den Kassenmißerfolg etwas zu machen sein dürfte." Wir begreifen zwar auch dies, aber wir konstatiren mit Befriedigung, daß die deutsch-israelitischen Salonkommunisten Deutschlands unter dem Zwang der Tatsachen anerkennen: Es gibt eine — Judenfrage. An ruhigen Tagen haben die liberalen, sozialistischen und kommunistischen Herrschaften nur Hohn und Spott für alle jüdischnationalen Organisationsbestrebungen, welche sie als „überholt", ja „reaktionär" bezeichnen. In Zeiten der Not müssen sie ihre Unfähigkeit, den bei ihnen organisierten Juden auch nur die geringste Hilfe leisten zu können, einbekennen und verweisen die Getäuschten auf die Hilfe jener geschmähten jüdischen Organisationen... Gegen die Sperrung jüdischer Schulen Die letzten Wahlen in die Leitung der Berliner Judengemeinde haben die bisher führende Jüd 1sche Volkspartei (Zionisten) aus der Leitung verdrängt. Sofort ging die assimilatorische neue Gemeihdeleitung daran, alle von den Jüdischnationalen ausgebauten Erziehungsinstitute abzubauen. Sie stößt hiebe! jedoch nicht nur auf den Widerstand der Volkspartei, sondern auf den Protest der jüdischen Elternschaft aller Parteirichtungen. Aus Berlin wird hiezu gemeldet: Die vom Vorstand der Berliner Jüdischen Gemeinde anläßlich der Etatberatung gefaßten Beschlüsse, die auf eine Beschränkung des Schulwerks der Berliner Gemeinde hinzielen, haben die Elternbeiräte der vier Gemeinde-Schulen veranlaßt, in einer gemeinsamen Sitzung zu der. Zukunft des Berliner jüdischen Schulwerks Stellung zu; nehmen. In dieser Sitzung wurde als einmütige Auffassung der Elternschaft folgende Resolution angenommen: „Die Elternbeiräte der Schuten JKaiserstraße, Große Hamburgerstraße, Auguststraße;Und Rykestraße haben mit Besorgnis von, den .seitens des ..Gemeindevorstandes geplanten Abbaumaßnahmen im jüdischen Schulwerk, insbesondere der drohenden allmählichen Auflösung der Schule Rykestraße durch , Nichteröffnung der Aufnahmeklasse zu Ostern 1933, Kenntnis genommen. Sie erblicken In der Erhaltung des jüdischen Schulwerks, das unter großen Schwierigkeiten und oft gebrachten schweren Opfern aufgebaut wurde, die dringlichste Aufgabe der Gemeinde und die Gewähr für ihren Portbestand. Die Elternschaft könnte es nicht begreifen, daß gerade in der heutigen Zeit Maßnahmen getroffen werden sollen, welche die so dringend erforderliche seelische Stärkung unserer Jugend und ihre gesunde geistige Entwicklung beeinträchtigen. Die versammelten Elternbeiräte bitten daher dringend im Interesse der jüdischen Allgemeinheit, von den geplanten Abbaumaßnahmen Abstand zu nehmen." Das Attentat auf Esriel Carlebach Ueber das von jüdisch-kommunistischer Seite auf den Redakteur und Schriftsteller Carlebach in Hamburg wegen seiner rautigen, vom nationaljüdischen Geiste durchdrungenen Schreibweise verübt» Revolverattentat hat die „Neue Welt" eingehend berichtet. Jetzt wird aus Hamburg berichtet: Verlag und Redaktion des „Israelitischen Familienblattes" haben einen Preis von 2000 Mark für Ermittlung der Urheber des Anschlags auf ihren Mitredakteur Esriel Carlebach in Hamburg ausgesetzt. Beinahe ein Monat ist seit dem Anschlag vergangen, der Ueberfallene konnte inzwischen soweit wie-, derhergestellt werden, daß er demnächst seine Tätigkeit teilweise wieder aufnehmen wird. Wie das „Israelitische Familienblatt" meldet, hilft die wesentliche Besserung in Carlebaohs Befinden auch die polizeiliche Suche nach dem Attentäter erleichtern. Der Ueberfallene konnte zu ausführlichen Vernehmungen herangezogen werden, es ließ sich ermitteln, daß kommunlstischerseits Attacken gegen ihn auch schon vor Erscheinen seiner Rußland-Artikel aus Anlaß von öffentlichen Vorträgen geplant wurden, und die Untersuchung verschiedener Drohbriefe sowie eines großzügig organisierten Verleumdungsfeldzuges ergab wichtige Anhaltspunkte dafür, wo der Täter zu suchen ist. Nach wie vor ist die Erregung über das Attentat groß. Ueberau, wo Carlebachs Rußland- Briefe erschienen (in Polen, Litauen, Lettland, Amerika, Palästina, Tschechoslowakei, Jugoslawien, Schweden), verurteilen die Zeitungen die terroristischen Methoden der jüdischen Kommunisten, Gedenkfeier für einen ermordeten jüdischen Studenten verboten Aus Berlin wird gemeldet: Der Deutsche Studentenverband, die Spitzenorganisation der republikanischen Studentenschaft, hat zum Freitag, 11 Uhr, zu einer Gedenkfeier für den in Breslau von Nationalsozialisten ermordeten jüdischen Studenten Walter Steinfeld aufgerufen. Im letzten Augenblick wurde die Trauerfeier von der Polizei verboten. Ein Teil der Versammelten, etwa 1000 Studenten, begab sich daraufhin in das Universitätsgebäude, um in einer stillen Feier Steinfelds zu gedenken. Ein Student sprach einige Gedenkworte und forderte die Anwesenden auf, den ermordeten Steinfeld durch eine Minute Schweigen zu ehren. Nach dieser Feier wurden republikanische Studenten auf dem Hegelplatz und in der Dorotheen- und Georgenstraße von nationalsozialistischen Studenten angegriffen und in eine Schlägerei verwickelt. Es gab auf beiden Seiten eine Anzahl Leichtverletzte, fünf nationalsozialistische und zwei republikanische Studenten wurden verhaftet. Der ermordete Walter Steinfeld, ein Sohn des Breslauer Bankiers Steinfeld vom Bankhau« E. Haimann, war wegen seines ruhigen Wesens wohlgelitten. Nach dem Ueberfall, bei dem ihm die tödlichen Messerstiche in Brust und Bauch versetzt wurden, konnte er sich bis vor die Tür seiner elterlichen Wohnung schleppen. Dort brach er zusammen und starb nach einigen qualvollen Stunden. Berliner Nachrichten Am 6. d. fand im Gemeindehaus Rosenstraße ein außerordentlich gut besuchter Vortragsabend statt. Diese erste Veranstaltung der neugegründeten Gruppe „Z e n t r u m" war ein ganz großer Erfolg. 20 neue Revisionisten reihten wir an diesem Abend In unsere Listen ein. Der Vorsitzende, Herr Dr. Kurt F. Friedländer, erzeugte die notwendige Stimmung unter den Anwesenden, indem er unter Verlesung einiger antisemitischer Hetzartikel aus dem „Angriff* darauf hinwies, daß längst Gefürchtetes nun vollendete Tatsache sei: der „Angriff" Regierungsblatt! Nun, jüdisches Volk, du stehst wieder einmal am Scheidewege, doch es gibt ja nur ein Ziel für alle: Palästina! Der Hauptreferent war Herr Rechtsanwalt Lachmann, früher Breslau. Wir freuen uns, diesen warmherzigen Redner, diesen energievöllen Revisionisten jetzt In unserer Mitte zu haben, und hoffen, daß er sein reiches jüdisch-literarisches Wissen und seine Arbeitsicraft recht oft in den Dienst unserer Bewegung stellen wird. Herr Dr. Lachmann gab seinem Vortrag den Titel „Sturmzeichen im Galuth". Er begann mit einer scharfen Anklage gegen alle Juden, die mit absoluter Gleichgültigkeit auf jahrhundertealten Massenantisemitismus reagieren. In einer Zeit, in der die Juden pekuniär so stark waren, daß sie aus ihrer Westentasche die ganze Bewegung hätten finanzleren können, überließ man den Zionismus Studenten, jungen Kaufleuten und einigen wenigen „Wohltätern". Man nannte diese Menschen Schwärmer, die das Ghetto neu erstehen lassen wollten, bespöttelte sie und erledigte die Angelegenheit mit albernen Witzen. Man merkte nicht, wie „einseitig" die ganze Assimilation war, und so war man wieder einmal das Volk der versäumten Gelegenheiten. Heute nun, wo man entrechtet über die Erde schweift, wie nur noch Zigeuner, heute nun, wo ein jüdisches Kapital so gut wie nicht mehr vorhanden, heute macht sich ein starker Selbsterhaltungswille bemerkbar. Aber wo bleibt die Begeisterung, mit der wir uns unser Recht auf Palästina erkämpfen? Wie schlecht orientiert shid die Juden über ihre eigene Sache, das „Berliner Tageblatt" liest jeder, die „Neue Welt" ist nur in wenig Häusern zu finden. Wir dürfen uns unser Recht auf Palästina nicht schmälern lassen, daher Front gegen die englische Einwanderungspolitik! Wenn man von der Verteidigung unseres Landes spricht, so sei daran erinnert, daß der Löwe das Wappen Judas ist. Dessen eingedenk, wollen wir mit Stolz aur unsere Betharlm ™*}*en' die jederzeit mit ihrer ganzen Kraft unsere Rechte verteidigen werden. Arabische Frauen überreichten dem Völkerbund eine Petition zwecks Selbstverwaltung ihres Landes. Wo bl ei b e n unsere Fra>uen? Rings um uns hetzerischer Antisemitismus, blutigstes Pogromgeschrei! Juden aller Welt, wollt Ihr im Galuth eurem Ende entgegendämmern? Wenn nicht, so beendet .die schmachvolle Scham des Judentums! Und wenn die dröhnenden Tritte eurer Feinde durch die Nacht eures Daseins hallen und der Schrei „Juda verrecke!", so gebt ihnen Antwort, zeigt ihnen, daß Juda lebt! Anschließend eine kurze Diskussion. Zum Schluß wirbt der Redner mit warmen Worten um Beitritt in die Union. Frankfurt a. M. Zusammenschloß auf genossenschaftlicher Grundlage von Interessenten für Uebersiedlung nach Palästina. Es besteht die Absicht, in Frankfurt am Main Kooperative für mittlere Wirtschaftsschichten zu gründen, die die Seßhaftmachung in Palästina aus eigenen Mitteln ermöglichen soll. Weite Schichten der jüdischen Bevölkerung sollen hievon ergriffen werden. Auch die Gründung von J uge n do d e r Massenkooperativen ist beabsichtigt. Diese stellt an Ihre Mitglieder bescheidenere Forderungen und ist mehr eine Art von U e b e r s i e d 1 u n g s 1 o 11 e r 1 e. Sie ist hauptsächlich für solche Personen bestimmt, deren Einkünfte so unbedeutend sind, daß es für sie unmöglich ist, an regulär größere Ersparnisse, dib /.u einer für die Uebersiedlung erforderlichen Summe führen, au denken. Interessenten werden gebeten, sich an Rechtsanwalt Max Bachrach, Frankfurt a. M., Kaiserstraße 2, zu wenden. München Die Revisionisten Münchens faßten auf einer P ro t estkundgebung folgende Resolution: „Die am 30. Jänner 1933 im Lessingsaal zu München auf der Protestkundgebung der MUnchener Ortsgruppe der Zionisten-Revisionisten Anwesenden bekunden in der Frage des Berliner Ehrengerichtes ihre Solidarität mit der Leitung des suspendierten Sonderverbandes. — Im Laufe des Februar wird eine Nordau-Feier veranstaltet. Bericht über den Verlauf folgt. Beuthen Am 4. Februar fand eine Nordau-Feier, verbunden mit einer Protestversammlung gegen das Ehrengerichtaurteil vom 5. Jänner, statt. Königsberg i. Fr. In Königsberg i. Pr. wurden in letzter Zeit regelmäßig Versammlungen abgehalten. Die Themen der Dezember- und Jänner-Versammlungen waren folgende: „Was ist Revisionismus?". Referent J. Rubinstein; „Aktuelle palästinensische Fragen", Referent L. Schlapobersky: „Der sozialistische Zionismus und wir", Referent J. Rubinstein. Die Versammlungen waren sehr gut besucht und die Königsberger Revisionisten haben außerordentlich gute Erfolge zu verzeichnen, so daß die Veraammlungen auch im Februar fortgeführt werden. Die Themen sind folgende: „Die Bodenfrage in Palästina , Referent Roman Siegel: „Zur Araberfrag e", Referent noch unbestimmt; „Der jüdische Student in der Galuth — in der hebräischen Universitä t", Referent L. Schlapobersky. ■ Leipzig Die Revisionisten Leipzigs veranstalten regelmäßig an jedem ersten und dritten Montag eines jeden Monats, abends V>9 Uhr, eine Zusammenkunft im Restaurant Gott lieb in Leipzig C 1, Plauenschestraße 3, zu der Gäste herzlichst willkommen sind. An jedem zweiten und vierten Samstag des Monats findet außerdem regelmäßig in Privatwohnungen unserer Mitglieder ein Oneg-Schabbath statt, zu dem nur Mitglieder Zutrift haben. Sammlung durch Frau Frieda Eifzces, Arztenswitwe, im Altersheim des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft für den Chaluzfonds der Zionistisch-Revisionistischen Jugend S 13.—, Der Spenderin herzlichen Dank,