Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 7 (1933)
- Issue
- Heft 281 (27.1.1933)
- Date
- 1933-01-27
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit« 6 DIE NEUE WELT Nr. 281 Aus Deutschian tftflag« de» »Neuen Welt« für Deutschland FÜiaSredaklion und Administration t Berlin, Charlottenburg % JoachfmstalersfraRe 3'M iiiniiiiiiiiiiiiiiiüiiiiiii Ein wirkungsvoller Protest Richard Lichtheim über das Ehrengerichtsurteil o. r.f Berlin Die Berliner Zionisten-Revisionisten hatten gegen das Urteil des zionistischen Ehrengerichtes, das bekanntlich mit der Suspendierung des revisionistischen Sonder verband es und dem Antrag an die zionistische Exekutive auf Auflösung des Sonderverbandes 'endete, eine Protestversammlung einberufen. Vor einer überaus zahlreichen Zuhörerschaft sprach ah Erster der Vorsitzende des deutschen revisionistischen. Landesverbandes, Dr. H. Bloch, der die Vorgeschichte dieses Prozesses beleuchtete und die Ergebnisse der Gerichtsverhandlung behandelte. Nach ihm Dr. J. Schloß, der in dem Urteil den Ausdruck des „deutschen" Zionismus erblickt, der seit Jahren an der inneren Zersetzung des Zionismus arbeitet. R. Lichtheim führte u. a. etwa aus: Jeden Juden beschleicht bei diesem Urteil ein peinliches Gefühl. Man muß sich fragen, ob die zionistische Exekutive im gegenwärtigen Zeitpunkt nichts Wichtigeres zu tun hat, als revisionistische Verstöße zu überprüfen. Die Exekutive hat mit diesem Ehrengericht der ganzen Oeffentlichkeit ein erbärmliches und unwürdiges Schauspiel geboten. Gerade unsere Zeit, mit ihren diversen Gerichtsurteilen, sollte zur Vorsicht mahnen; aber jüdische Richter sollten besonders vorsichtig sein, wie es die jüdische Tradition von ihnen Verlängt. Politisch gesehen, ist der ganze Prozeß eine Torheit... Die Zionistische Weltorganisation ist jetzt viel zu schwach, um sich einen solchen Vorstoß gegen die zweitstärkste Kongreßpartei zü erlauben. Statt sich um ihre Mitarbeit zu bemühen, wurde sie immer vor den Kopf gestoßen, von der Mitarbeit ferngehalten. Die letzte Sitzung des A. C. hat uns als Sonderverband anerkannt. Das hatte mehr moralische als politische Bedeutung. Deshalb wird das Urteil für uns keinen praktischen Wert haben, denn an Kongreßwahlen kann jede Gruppe von Schekelzahlern teilnehmen^ Wir bleiben auch nach dem Urteil Mitglieder der verschiedenen zionistischen Institutionen, wie bisher. Das Urteil hat uns nicht geschwächt. Es bedeutet für uns eine wirkungsvolle Propaganda. Denn die jüdischen Massen haben kein Verständnis für „Untersuchungen", zumal ihr ganzes Interesse auf den Aufbau von Palästina gerichtet ,ist. Das Urteil ist nicht nur politischer Unsinn, sondern auch juristisch höchst anfechtbar-. Schon die Vorbereitung des Prozesses gibt zu Bedenken Anlaß. Die Funktion des Ehrengerichtes war die einer Schlichtungsbehörde bei Streitigkeiten zwischen Zionisten. Aber niemals sollte ihm eine Entscheidung über 6 5.0 0 0 Sehe kel zahler zustehen. Seine Funktionen haben , dies nie vorhergesehen. Aber der kurze Termin, der angesetzt wurde, obwohl alle leitenden Mitglieder der revisionistischen Exekutive seit Monaten auf Reisen sind, ist bedenklich. Es ist ein Skandal, daß dem Antrag eines Sonderverbandes auf Vertagung einer Gerichtsverhandlung von Jänner auf März nicht stattgegeben wird. Diese Art, gleichgültig, ob formell richtig oder nicht, ist kennzeichnend. Es lagen auch berechtigte Einwände gegen die Richter vor, deren parteiische Einstellung zu uns bekannt ist. Aber auch diese gerechtfertigten Einwände wurden nicht beachtet. Aehnlich ist auch das Urteil fundiert, das wegen des angeblichen Disziplinbruchs ausgesprochen wurde. Ein Disziplinbruch muß bewiesen werden. Welche Taten des Sonderverbandes lagen denn dem Ehrengerichte vor? In Wien wurde aus dem Plenum der Weltkonferenz eine Anfrage an das Präsidium gerichtet, die die Disziplin betraf. Ein Mitglied der Exekutive wiederholte als Antwort die Erklärung, die im A. C. abgegeben wurde. Kann aus der Tatsache einer solchen Antwort auf eine Anfrage Disziplinbruch nachgewiesen werden? Die Revisionisten unterliegen der Diszi plin der Union, genau so wie der Misrachi der misrachistischen und die Poale Zion der poale-zionistischen Disziplin, bezw. der zweiten Internationale, unterliegen. Man kann theoretisch überall Gegensätze konstruieren. Aber. ein Bruch muß nachgewiesen werden. Weiter wird für die Verurteilung die in Wien beschlossene zionistische Massenpetition als Begründung genommen. Man kann gegen die Petition sein, aber warum ein VeYband bestraft werden soll, wenn er eine Petition der jüdischen Massen einleiten will, ist unverständlich. Juristisch gesehen: Was ist geschehen? Der Text der Petition Hegt nicht vor; die Vorbereitungen sind noch nicht getroffen; der Adressat, steht noch nicht fest. Vielleicht wird die Petition sogar von der zionistischen Exekutive untesrtützt werden; vielleicht werden wir hier zusammenarbeiten! Man weiß noch nichts dariiber und deshalb ist es reinste Böswilligkeit, einen Disziplinbruch zu konstatieren. Für Richter ist es höchst merkwürdig, über eine Aktion zu urteilen, die man überhaupt nicht kennt. Das alles erinnert an eine Art von Urteilen, wie man fit letztens in Deutschland vornimmt, und die von der Presse, die Herrn Dr. Cohn, einem der Richter des zionistischen Ehrengerichtes, sehr nahesteht, schärfstens verurteilt wird. Auch bei dem „intellektuellen Hochverrat" werden Zeitungsartikel, Resolutionen etc. als Fakta angenommen und wird danach verurteilt. Diese Methoden des „vorbereitenden Handelns" und des „intellektuellen Hochverrats" wollen die Herren gegen uns anwenden. Was Staaten können, kann die Z. O. noch lange nicht. Staatsgewalt kann sich Gesetze konstruieren. Wenn sich aber in der Z. O. so etwas abspielt, werden die Grundlagen der Organisation unterwühlt. Wir sind Mitglieder der Z. O., weil wir es sein wollen, nicht, weil wir es sein müssen. Der erste Betroffene dieses Urteils ist die Z. O. Dieser Schlag, der uns treffen seilte, ist zu einem Schlag gegen die Z. O. geworden. Wir protestieren gegen dieses hastige, unsachliche und ungerechte Urteil. Wir protestieren gegen die schikanöse Behandlung von 65.000 Schekelzahlern. Wir protestieren dagegen, daß gewählte Instanzen, die die Hüter der Organisation sein sollen, diese unterwühlen. Unsere Antwort auf dieses Vorgehen ist: Schekel kaufen und zum Kongreß revisionistisch wählen! Folgende Resolution gelangte zur Annahme: „Die im Lehrervereinshaus in Berlin abgehaltene Massenversammlung protestiert gegen das Fehlurteil des Ehrengerichtes der Z. O., dessen Verfahren und Spruch eine rechtliche Ungeheuerlichkeit und ein zionistisches Unglück darstellt. Das Urteil hat keinen anderen Zweck, als den Judenstaats Zionismus im Interesse der zionistischen Machthaber und ihrer Hintermänner zu vernichten*. Der Revisionismus wird sich in seinem Kampf für den Judenstaat zu beiden Seiten des Jordan durch solche Machenschaften nicht verwirren und behindern lassen; er wird auch seinen Kampf um die Erneuerung der Z. O. fortsetzen in der Gewißheit, daß die jüdischen Massen hinter dem Judenstaatszionismus und nicht hinter dem Spruche dieses Ehrengerichtes stehen." "_ Berliner Nachrichten Feste der Menorah. Am 7. und 8. Jänner fanden die Feste der ,,M enorah" statt. An beiden Abenden waren die großen Säle überfüllt. -Die Veranstaltungen waren sehr gut vorbereitet und brachten dem ersten Auftreten der „Menorah" einen aehr großen Erfolg. Das Gelingen, aber auch die Schaffung der „Menorah" ist der unermüdlichen und selbstlosen Arbeit des Herrn Paul D r i e s e n zudanken, der ' wochenlang allein die Vorbereitungen dieser Festetraf. ..? « . Der Betar-Knäbenchor eröffnete die Veranstaltung - duroh. das Absingen' der . „Techeaalcna'.'. und der Mädchenchor d.es Betar durch das Lied ,,B' Tel Chaj". pie Festrede hielt Herr Direktor --Georg" Kares k i, der ■• Chanukaals das Symbol der jüdischen Geschichte kennzeichnete* Dfca Oialkrüglein sei eine "Verfälschung von -Bliänukä, das identisch ist mit der Großtat der .Renai'ss o. n c e - B e w e g u n g, die einen siegreichen Freiheitskampf führte, nicht das Qelkrüglein. Das Judentum-kann nicht äuf Wunder warten'. Wir ■ müsseii Chanuka von der anderen Seite betrachten: Das Volk auf den siegreichen Kampf für die Zukunft' vorbereiten. Die Politik des als ob, ist das Sinnbild, der . zweitausentljährigen Gallith." Wir müssen ■ körperlich und geistig den jüdischen Menschen neu foi-men. Das ist der Sinn des Judenatantazlonismus. Das Urteil des Ehrengerichtes gegen die Revisionisten bedeutet daher seit dem Tode Theodor Herzls das größte Unglück für den Zionismus. Wir müssen für diö Reinhaltung der Zions- Idee kämpfen, daß dieser Kampf der siegreiche Freiheitskampf des jüdischen Volkes werde. (Großer Beifall.) Herr Leo Kopf, der .feekannte jüdische Komponist, dirigierte das jüdische Orchester in Berlin, waches Griegs „Kleine Suite", Mozarts „Kleine Nöchthiusik" und -<ie Eigenkomposition „Variation über ein altes jüdisches Volkslied" in vollendeter Weise brachte. — Betarim führten die Stücke „Palästina-Amt", in welchem die Unzulänglichkeiten der heutigen Zertifikatenverteilung zum Auadruck kommt, sowie „Hanna und ihre sieben. Söhne" in hebräischer Sprache unter Leitung des Herrn Mark'owitsch auf. Ferner gelangte die „Ballade v o m L e u tn-ant Trumpeldor" zur Aufführung, die vom Prager Betar, Walter K o h n, vertont ist, sowie eine Arbeiterszene aus Palästina, die den Klassenkampf und seine verheerende Wirkung darstellt. — Hermann Rosenblüth sang jiddische Volkslieder und erntete stürmischen Beifall. Ebenso die darauffolgenden Darbietungen der Schüler des Cheder-Betar. — In liebenswürdiger Weise hat sich der bekannte Meisterringer Herr P a ß m a n n aus Riga zur Vprführung. einiger Kraftproben zur . Verfügung gestellt. Großer Beifall belohnte seine wahrhaft staunenswerten Darbietungen. Herr Paßmann hat sich für die Dauer seiner Anwesenheit in Berlin dem Betar für Unterweisung in Jiu-Jitsu kostenlos bereit erklärt. Hierauf sangen die jüngsten Betarim das Antiochos- Spiel. Mit großer Spannung verfolgte die Zuhörerschaft das von Paul S c h i f t a n verfaßte Makkabäer-Stüok, das alle Probleme der Juden unserer Zeit geschickt und ungezwungen in den Rahmen der Makkabäer-Epoche einfügt und großartige szenische und zionistische Wirkungen erzielt. Besonders das Schlußbekenntnis „Wir wollen den Judenstaat" ist erstklassig gelungen und rief großen Jubel und ebensolche Begeisterung hervor. Die Abende, waren ein Beweis für den. Fortschritt des Judenstaatszionlsmus. Jede Programmnummer wurde lebhaft akklamiert. Besondere bemüht um den gemütlichen Teil des Abends war der Conferencier Herr P. Schif tan. Man darf auf das weitere Auftreten der' „Menorah" gespannt sein. München Die Generalversammlung der Zionistisch-revisionistischen Ortsgruppe München fand Samstag, den 21. Jänner, im Cafö Fürstenhof statt. Nach Rücktritt des früheren Vorsitzenden, Herrn Michael Siman, dem besonderer Dank für seine selbstlosen Bemühungen um die Ortsgruppe zuteil wurde, wurde Herr Fritz Rosenthal, der schon seit einigen Wochen die Geschäfte übernommen hatte, mit großer Majorität zum Vorsitzenden gewählt. Die erste Aktion der neuen Leitung wird eine Protestversammlung gegen das Fehlurteil des Ehrengerichtes sein, auf der die Herren Dr. B e r g e r und Fritz Rosenthal sprechen werden. Magdeburg In unserem Bericht Uber die Chanukka-Feier der revisionistischen Ortsgruppe ist bedauerlicherweise zu erwähnen vergessen worden, daß die Damen Frau Krakowski, Fräulein Händler und Fräulein R a c k sich bei den Vorbereitungen, und bei der Durchführung der Feier besonders hervortaten. Danzig . Vortrag Dr. Rabinowicz. Im überfüllten Saale der „Menorah" sprach am 14, Jänner Herr Dr. Oskar Rabinowicz (Berlin) über das Thema: „Revisionismus und zionistische Organisation". In eineinhalbstündiger Rede erklärte der Redner das Programm des Revisionismus, wies auf die Gefahren hin, die hinter der heutigen günstigen ökonomischen Lage in Palästina, besonders auf dem politischen Gebiet, liegen und behandelte eingehend die Frage der Schaffung eines Parlaments, "der Einführung der neuen Steuern und die Dringlichkeit der Schaffung des jüdischen bewaffneten Schutzes im Lande. Äuf die innerzionistischen Verhältnisse Ubergehend, berichtete - Redner ausführlich über das Urteil des. Ehrengerichts gegen die Revisionisten, an dessen Verhandlung er karten: mittwoch, 1. feber, um »/48 uhr abends österreichische erstaufführung der „einzigen lösung" zionistisches propagandastück von salin l«win, musik daniel samburslty Im marsaretsnar volkfbildungsttaus, 5, ttöbersassa 15 (sir.iUenoann ü. 15, 61, 63; Stadtbahn: pilgramgasse) vorher tanzt gertrud kraus! keren kajemeth, kärn'nerstr. 28, tel. r-27-3-20 teilnahm, und zerpflückte dasselbe vom politischen und rechtlichen Standpunkt. Mit einem zündenden Appell schloß er seine mit jubelndem Beifall aufgenommenen Ausführungen. In der anschließenden Diskussion sprachen Rabbiner Segalowitsch, der die Frage beantwortet wissen wollte,, wie die Revisionisten zur Religion stehen, und Herr Dr. Landau, der den Standpunkt der Allgemeinen Zionisten (Gruppe B) vertrat. In einem einstündigen Schlußwort halte Herr Dr. Rabinowicz Gelegenheft, alle. Unklarheiten und Mißverständnisse zu beseitigen. Lang andauernder Beifall dankte dem Redner für den überaus genußreichen Abend, den Herr M. Rosen zwei p, der Vorsitzende der revisionistischen Ortsgruppe, leitete. Den Ordnerdienst versah in vorbildlicher Weise Brith Trumpeldor. Die Jungrevisionistische Konferenz in Berlin Am Sonntag, den 22. Jänner, fand die erste jungrevisionistische Konferenz unter Beteiligung von mehr als 60 Delegierten statt. Es waren Angehörige folgender Bünde, bzw. Verbindungen der Einladung gefolgt: Brith Trumpeldor, Verein jüdischer Studenten Berlin, Verein jüdischer Studenten Kadlmah Berlin, Makkabi hazair, Zlst, Zeire-Misrachi- Revisionisten, Spieltruppe Menorah. Herr Dr. Hans Bloch hielt ein politisches Referat über die Siuation der Juden in Palästina und die Verhältnisse im Vorderen Orient. , ,A1 . Die Aussprache über die Gestaltung der künftigen revisionistischen Arbeit in Berlin wurde von Ref. Hans Bger eröffnet, der auf die nunmehr vollzogene Umformung des Revisionismus von einer Partei zu einer Bewegung hinwies und die besondere Verantwortung der jüngeren Kräfte für die kommende Arbeit hervorhob. Es sprach sodann der Leiter der Berliner Ortsgruppe, Herr Dr. K. Friedländer, der die Gründung eines jungrevisionistischen Klubs vorschlug und eine energische Mitarbeit aller für die Zukunft forderte. Von Betarim sprachen Naziw Feiwel, Markowitz und Paul Riebenfeld, weiterhin Hecht und Rosenberg (Verein jüdischer Studenten Kadimah), Driesen (Verein jüdischer Studenten Berlin), Exiner, med. Max Riebenfeld (Makkabi hazair). Alle betonten ihr Einverständnis mit gemeinsamer revisionistischer Tätigkeit. Es wurde die Gründung des jungrevisionistischen Klubs, einstimmig beschlossen und ein Arbeitsausschuß, bestehend aus den Herren Brenner, Exiner, Driesen, David, Mannheim, Markowita, Rehse, Zirkln und Fräulein Kahan, gewählt. (Vom Büro des Shilton in Paris.) Palästina. Das Organ der Leitung der Pelugot- Avoda (Arbeitsabteilungen), „Iggeret", erscheint nunmehr in gedruckter Form. Die erste Nummer in dieser Form enthält interessante Beiträge von Merhavia, Zefoni, Zur und eine inhaltsreiche Chronik. Es wird allen Betar-Gruppen dringend empfohlen, die „Iggeret" zu bestellen, (Adresse: Hanhalat Pelugot ha-Avoda le-Befar, Rehov Ferdinand Lassalle 36, .Tel-Awiw.); — Die? Leitung,', der Pelugot-Avoda erwägt die Frage der offiziellen Registrierung der Pelugot als Kooper a t i v e n, da mit der Führung der Hilfswirtschaften Fragen gesetzlicher Natur verbunden sind. In Kürze wird eine Zusammenkunft der a i1 tschaftlichen Lei:':r und der K••»••::innen der Pelugot stattfinden, um alle Fragen der internen Wirtschaftsführung der betaristischen PJuga zu beraten. Die Leitung der Pelugot-Avoda organisiert zur Zeit eine Wanderbibliothek für die Pelugot. Polen. An den Instruktorenkursen der Mifkadot Geliliyot nahmen bisher Vertreter von 200 Kenanim teil. Gemäß dem Plan der Netzivut sollen bis zum Frühling dieses Jahres Vertreter von 400 Kenanim die Kurse absolvieren. Auf Vorschlag des Leiters des wehrsportlichen Departements beim Shilton, Katzin Halpern, drückte der Shilton der polnischen Netzivut seine Zufriedenheit über die Leistungen auf wehrsportlichem Gebiete aus. — Die Pelugat Timronim im Ken Sosnowiec zeichnet sich durch besonders ernste Arbeit aus. Mehrere Tage hindurch wurden unter fachmännischer Leitung regelrechte Timronim auf dem Felde abgehalten. Bei der Netzivut wurde ein spezielles Sanitätsressort unter Leitung von Dr. Wortmann gebildet. Das Ressort befaßt sich mit Körperkultur, Organisierung von Sommerkolonien, sanitärer Ausbildung (ein elementarer und ein höherer Kurs),. Propaganda und Herausgabe von Druckschriften. Vereinigte Staaten. Da der frühere Natzty, Prof. Smertenko, New York für unbestimmte Zeit verließ, trat sein Stellvertreter, William Katz, automatisch sein Amt an. — Eine Reihe von Mitgliedern des New Yorker „H aschomer Haleumi" schloß sich dem Betar an. — In New York bestehen drei Kenanim, in Manhattan, Brooklyn und Bronx. — Der Netzivut New York sind auch die kanadischen Kenanim Toronto und Montreal unterstellt. — Die vom Betar begründete „Liga für den nationalen Arbeiter in Palästina" entfaltet eine überaus rege Tätigkeit in Versammlungen und in der Presse. Italien. Kenanim bestehen in Milan o, Fiume und T r i p o 1 i. Am Instruktorenkurs, der vom Natziv Leone Carpi geleitet wurde, nahmen fast alle erwachsenen Betarim Milanos sowie Vertreter der anderen Kenanim teil. Der Kurs umfaßte Alpinistik, Fortifikation, Topographie und Geschichte. Belgien und Holland. Madame Chanania, Vorsitzende des Tel-Hai-Fonds-Komitees in Antwerpen, fuhr in Angelegenheiten der maritimen Hachschara nach Holland. Im Auftrage der Netzivut Antwerpen inspizierte sie den Ken in Amsterdam. Landwirtschaftliche Hachschara. .Die „Vereinigung für chaluzische Hachschara" in Deventer (Holland), durch die bereits seit einigen Jahren mehrere Betarim als landwirtschaftliche Arbeiter in Holland untergebracht worden sind, hat die Absicht, die Zahl solcher Betarim zu Vergrößern. Dem Shilton wurden seitens der „Vereinigung" für das Frühjahr 1933 fürs erste sechs Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt. Der Shilton verteilte bereits diese Plätze unter Applikanten aus Polen, Litauen, Deutschland^ Ungarn und Belgien. — Die ersten vier Betarim, die in diesem Frühjahr nach zweijähriger Hachschara ihre holländische Hachschara abschließen (und zwar aus Charbin, Panzigv Wien und Wilna), treten im April die Alija an.