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Die neue Welt · 1932-10-07 · Heft 264 (7.10.1932) · page 6

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Journal
Die neue Welt
Volume
6 (1932)
Issue
Heft 264 (7.10.1932)
Date
1932-10-07
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 DIE NEUE WELT Nr. 26« Jahre im selben Monat eine Höhe von Pfd. 123.900. Diese erhebliche Erhöhung ist in der Hauptsache auif den vermehrten Export von Orangen, der im April 1931 nur Pfd. 1500 betrug, im 6elben Monat dieses Jahres hingegen Pfd. 85.900, zurückzuführen. Diese Ausfuhr verteilt sich auf die verschiedenen Länder folgendermaßen: England Pfd. 80.000 (hauptsächlich Orangen); andere Teile des britischen Weltreiches Pfd. 5000 (davon Britisch-Indien und Burma Pfd. 2000); Aegypten Pfd. 10.000; Syrien Pfd. 10.000; Deutschland Pfd. 5700; Holland Pfd. 4400 usw. Die Bautätigkeit in den Stödten Palästinas Im Monat Auguet wurde von der Statistischen Aibteilung der Arbeiter-Organisation unter Beihilfe des Arbeits-Departements der Jewdsh Agency in den Städten Tel-Awiw, Jerusalem und Haifa eine Enquete über die Bautätigkeit und die dabei beschäftigten Arbeiter angestellt, die folgende Ergebnisse brachte: Tel-Awiw: Zahl d. Bauten Fläche Zahl d. Arbelten "August 1931 . . 4-6 6.667 in» 540 1932 . . 91 20.026 „ 695*) Jerusalem: August 1931 . . 37 6,409 „ 653 1932 . . 60 9.890 „ 803*) Haifa: August 1931 . . 27 3.919 „ 240*) 1932 . . 46 18.270 „ In Jerusalem, der Stadt mit der gemischtesten Bevölkerung, wurde auch die Zahl der jüdischen Arbeiter bei arabischen Bauten, wie auch die Zahl der arabischen Arbeiter bei jüdischen Bauten und die Zahl der bei Regierunge- und städtischen Arbeiten beschäftigten Arbeiter festgestellt. Demnach arbeiteten im August 1932 bei jüdischen Bauten 611 jüdische und 121 arabische Arbeiter. Beim Bau von Straßen (ausschließlich in jüdischen Stadtvierteln) arbeiteten 51 jüdische Arbeiter. Bei arabischen Bauten waren 356.Araber und 5 2 Juden, bei Regierungs¬ und städtischen Bauten 69 Juden, und 465 Araber und bei Bauten internationaler Gesellschaften 2 0 Juden, und 48 Araber beschäftigt. Die Arbeit in der Delfuier-Fabrik wieder aufgenommen Am 15. September begann die vom Wiener Industriellen De Hin er eingerichtete Seidenfabrik wieder mit der Arbeit. Die Zahl der beschäftigten Arbeiter ist vorläufig, gering. Die Fabrik wird von Herrn Lauterbach geleitet. Gleicher Arbeitslohn für Juden und Araber Das Arbeitsamt der Palästina-Regierung hielt unter Vorsitz des Majors Campbell eine Konferenz aller Arbeitsämter ab. Dieser Konferenz waren die Vertreter " der arabischen und jüdischen Arbeitsämter beigezogen. Die Konferenz beschloß, die Regierung aufzufordern, den Arbeitslohn für Juden und Araber gleichzustellen. Der jüdische Nationalfonds gewinnt zwei Boden- Prozesse In den letzten Tagen fanden vor Gericht zwei Prozesse statt, die 6000 Dunam Boden auf Wadi Hawarith betrafen, deren Besitz dem Keren Kajemeth seitens anwohnender Araber strittig gemacht worden war. In beiden Prozessen obsiegte der Keren Kajemeth. Das Oberste Gericht Palästinas bestätigt Urteile gegen arabische Mörder Das Oberste Gericht Palästinas hat das auf 15 Jahr.« Gefängnis lautende Urteil gegen Rasched O s m a n, einen der Mörder der zwei jungen Juden Ernst Stahl und Fräulein Zohar-Goldstein, durch Abweisung, der Berufung seitens des Verurteilten, bestätigt. Ebenso bestätigte das Oberste Gericht das Todesurteil gegen Mustapha Jeebawi, der Frau Miller, Gattin eines hohen englischen Beamten, ermordet hat. Dr. Hissin, der jüngste Bilu-Mann, gestorben Dr. Hissin, das jüngste Mitglied der Gruppe der Bilu (Beth Jaakob lechu unelcha), die vor 50 Jahren als erste jüdische landwirtschaftliche Pioniere nach Palästina zogen, ist am 26. September im Alter von 67 Jahren in Tel Awiw gestorben. Vor wenigen Wochen erst starb ein anderes Mitglied der Bilu, Elijah S w e r d 1 o w, im Alter von 78 Jahren. Von der Bilu-Gruppe leben heute nur noch vier Mitglieder. An der Bestattung Dr. Hissins am 27. September nahmen Abordnungen des Jischuw aus ganz Palästina teil. Dr. Hissin wurde in der Nähe der Grabstätten von Achad Haam und Dr. Max Nordau beigesetzt. Der ObfcrkommiBsär Sir Arthur Wauchope fährt nach Genf Der Oberkommissär begibt sich am 5. Oktober d. J. nach Genf, wo er die Mandatarmacht vor der ständigen Mandatskommission des Völkerbundes bei der Behandlung der Palästina-Frage vertreten wird. Während seiner Abwesenheit wird Generalsekretär Mr. Young die Geschäfte führen. Chaluzim und Chaluzim Von Vladimir labotiniky *) Intal, deir 'bei öffentl. Arbeiten Beschäftigten. Ich ersehe aus den Zeitungen, dafl vor kurzem ein sehr prominenter Zionist in der Schweiz eine Rede hielt, in welcher er hauptsächlich zwei wichtige Gedanken ausdrückte: a) Das englische Mandat in Palästina kann keine ewige Dauer haben; wichtig für uns aber ist, daß es noch etwa zehn bis fünfzehn Jahre dauere. b) Eben diese Zeit müssen wir dazu benützen, um in Palästina so stark zu werden, dafl wir uns nachher im Lande ohne jede fremde Hilfe, nur durch unsere eigene Kraft behaupten können. Im Hinblick darauf, müssen wir ins Land das entsprechende Menschenmaterial hineinschicken. — Und wenn auch der Redner viel Respekt hat vor dem jüdischen Mittelstand, so glaubt er doch, dafl das passendste Element die Chaluzim seien. Der Redner war Dr. Weizmann. Seine Anschauung halte ich für zu optimistisch. Ich glaube nicht, dafl die Menschenanzahl, die wir im Verlauf von 10 bis 15 Jahren unter den gegenwärtigen politischen Bedingungen ins Land hoffen schicken zu können, genügend sei, um sich nachher allein ohne irgend eine europäische Protektion halten zu können. Und deswegen glaube ich, ebenso wie viele andere Beobachter, daß ein europäisches „Mandat" (sei es ein englisches oder ein anderes) in Palästina viel länger bleiben muß als etwa 15 Jahre. Und auch das ist nicht ausschlaggebend. Die Hauptsache hierbei wird das Regime sein, d. h. die Möglichkeit, ins Land jahraus jahrein einen großen Strom von Immigranten zu bringen, wobei die Frage vom „Sich nachher selbst behaupten" nicht Wofl eine Frage des „entsprechenden Menschenmaterials" ist, sondern auch — und das vor allem — eine Frage von Mehrheit und Minderheit. Eben diese einfache Arithmetik vergessen, heißt die Hauptsache versessen und eine Rechnung machen, die nichts mit dem Wesen der Sache zu tun hat; zu träumen einen lieben, süßen Traum, aber einen Traum. In einer Sache aiber sind wir alle einig: „Chaluzim", je jünger, desto besser, und natürlich werden die jungen Leute größtenteils Arbeiter sein — junge Kapitalisten! gar aus dem Mittelstand, haben wir nicht, und schließlich kann eine Masseneinwanderung nicht aus kapitalistischem Element bestehen. Der ganze zionistische Sinn der Mb'ttelstandskolonisation besteht doch darin, daß jeder Jude mit ein wenig Kapital die Möglichkeit gibt, daß sich um ihn herum, Arbeiter festsetzen oder gar Arbeiterfamilien. Und eben die Vereinigung der drei Begriffe: Einwanderung in Palästina, Jugend, Arbeiter — bedeutet für den gewöhnlichen .jüdischen Leser in seiner gewöhnlichen Alltagssprache „ein Chaluz". Der schmerzliche Fehler aber besteht darin, daß die gewöhnliche Aültagesprache nicht immer eine g enaue Sprache ist. Zweifellos, sie trifft nicht immer ins Schwarze, verwendet Wendungen des „Als ob", „Etwa" usw. Die drei von mir fcrwälrnten-<T5egriffe bezeichnen nicht vollends den wahren „Chaluz", das wahrhaft „entsprechende" Menschenmaterial. Mit anderen Worten: Es gibt Chaluzim und — Chaluzim* Zunächst muß man sich . zu Menschen einstellen mit Vertrauen in ihren Ernst; Wenn sie sagen und singen und schwören, daß sie an gewisse Ideale glauben und für sie kämpfen ' wollen, -darf man das' nicht mit einer Handbewegung abtun als kindisches Geplapper. Die Chaluzim sind jung, aber sie sind keine Kinder und ihre Führer und Lehrer schon gar nicht. Vor einiigen Monaten spielte sich folgender Vorfall in Palästina ab: Inmitten einer Sitzung einer wichtigen offiziellen jüdischen Körperschaft hat einer, der Arbeiterführer erklärt, es werde der Tag kommen, wo die jüdischen Arbeiter den dortigen jüdischen Kapitalisten ihre Häuser und Orangenpflanzungen wegnehmen würden. Der Vorfall verursachte große Erbitterung; im weiteren Verlauf versuchten viele Freunde des Redners die Affäre zu vertuschen: Klammert euch nicht an ein Wort, so reden wir doch alle, darin besteht doch der Sozialismus, aber eine wirkliche Gefahr ist nicht vorbanden, gehen wir zu praktischer Arbeit über, nur kein dummes Gerede.., Und wenn man schon zur Frage „Warum ausgerechnet dummes Gerede" Stellung genommen hat, so muß man sagen: Es sind doch ehrliehe, ernste und erwachsene Menschen, die doch nicht von einem Traum sprechen, sondern von ihren Idealen! Wie darf man wagen, nicht daran zu glauben, daß sie das in vollem Ernst meinen? Ich, dem die Orangenpflanzung nicht gehört, mache eine weitherzige Geste und sage „Verzeihung*. Aber der Begriff „Zion" ist doch unser aller Vermögen, und da müssen doch wohl solche Kapzunim wie ihr und ich auf der Wache stehen und die Frage stellen; Was sind die Absichten jenes Menschenmaterials, aus dem bisher' die Mehrheit der chaluzischen Einwanderung bestand, besonders in den letzten fünf oder sieben Jahren — was sind ihre Stimmungen und Absichten in bezug auf dieses unser Vermögen, und was sind die Stimmungen und Absichten ihrer Lehrer und Führer? Erinnern wir uns an eine Reihe von Tatsachen, wie sie aus unserer Erinnerung auftauchen. Einige davon sind wichtig, andere weniger. Ein Teil bezieht sich auf kollektive Erscheinungen, ein feil sind individuelle Aeußerungen; aber alle sind charakteristisch und symptomatisch — wenn man nur die leichtsinnige Gewohnheit ablegt, „mit der Hand abzutun" das, was ernste, ehrliche und meistenteils ganz erwachsene Menschen sagen, predigen und tun. 1. Schon seit langem entwickelt sich in der .fUdi- Neu in der pädagogischen Literatur! Bar.Miiwa // II Ein Unterrkhtsbudi für feden Jüdischen Knaben wir Erlernung des Tefllllnlesens und als passendes Geschenk überall erh&llIfdi! Und bei Isak Herzberg/ 11/ Karmeliters* 5/9 sehen Arbeiterschaft Palästinas eine Bestrebung zu „Irgun Meschituf", d. h. 2u einer gemeinsamen Histadruth jüdischer und arabischer Arbeiter. In einem Arbeitszweig besteht sie schon seit einer Reihe von Jahren: Die Eisenbahnarbeiter sind in einer Vereinigung organisiert Ein Teil der Führer der jüdischen Arbeiterpartei will dieses Prinzip ausnahmslos auf alle Arbeitsgebiete ausdehnen; die Zahl Ihrer Anhänger wächst beständig, Selbstverständlich hat man schon öfter t das biedere Argument ins Treffen geführt, daß es angesichts einer gemeinsamen Organisation schwer, ja fast unmöglich sein werde, auf dem Grundsatz der „j ü i isehen Arbeit in jüdischen Unternehmungen" zu bestehen. Das leugneten die Anhänger nicht ab, versuchten nicht einmal abzuleugnen; sie fanden aber, daß „Irgun Meschituf" für das jüdische Proletariat vorteilhafter sei und darum auch indirekt besser für den Zionismus. 2. Vor nicht langer Zeit lasen wir in den Zeitun- Sen: Die Kolonisten einer kleineren Kolonie neben ischon le Zion gaben Arbeit einer Gruppe jüdischer Arbeiter, die bisher dort nicht beschäftigt gewesen sind. Da ist aber eine andere Gruppe jüdischer Chaluzim gekommen und hat zu verhindern gesucht, daß die neuen Arbeiter antreten. So ist es zu der sonderbaren Entschuldigung gekommen: Sobald hier in der Umgebung arbeitslose Araber vorhanden seien, dürfe man keine jüdischen Arbeiter von draußen nehmen: man müsse Arabern die Arbeit übergeben. 3. Die Zeitungen melden: „Hapoel", die Sportvereinigung der linken jüdischen Arbeiterschaft Palästinas .ist aus dem jüdischen Sportverband des Lande« ausgetreten, hat sich aber an die arabischen Sportvereine mit dem Vorschlag gewendet, eine „palästinensische" Sportvereinigung zu gründen. 4. Bei einem Treffen jugendlicher „Linken", das von den offiziellen Arbeiterkreisen in Palästina veranstalt wurde, hat man einen Redner von der Arbeiterkolonie Nahalal gebracht und der Redner hat dort proklamiert, dafl bei einem etwaigen Pogrom Juden nicht gegen die Araber kämpfen dürfen — es ist besser, vernichtet zu werden, als militärische Schutzmittel anzuwenden. 5. Mir sind Fälle bekannt, wo Mitglieder vom „linken" Flügel des Haschomer Hazair Trumpeldors Jahrzeit boykottieren, weil das ein Andenken an Tel Chaj ist. Tel Chaj ist bei ihnen trefe: Selbstschutz, Schießen, Militarismus. Es ist mir nicht bekannt, ob es beim „linken" Haschomer Hazair im allgemeinen so ist oder nur eine lokale Erscheinung; es ist nicht wichtig — man spricht hier nur wegen „Symptomen", und symptomatisch ist das ohne Zweifel. 6. Die Führer und Lehrer der „linken" Chaluzim verhalten sich nicht nur ruhig zu diesen Symptomen, sondern auch mit sentimentaler Sympathie. Dr. Ruprjin hat auf der letzten Landeskonferenz der deutschen Zionisten in Frankfurt sein Bedauern darüber ausgedrückt, daß es noch nicht gelungen ist, eine Synthese von Zionismus und Kommunismus zu schaffen. (Im übrigen hofft er, daß es doch gelingen wird und wir noch mehr Freuden erleben werden.) Einer der angesehensten Arbeiterführer Palästinas war vor kurzem in DeutschaJnd zu Besuch und man fragte ihn, ob er nicht Angst davor habe, daß man so viele Zertifikate an Chaluzim mit kommunistischen Tendenzen gebe. Darauf antwortete er ganz fröhlich: „Was wollt ihr? Der Kommunismus zieht die jungen jüdischen Menschen an wie eine Lampe die Motten." 7. Wie weit man sich verirren kann, wenn man diesen Tendenzen folgt, sieht man am besten an der Literatur, die die Kommunisten dem Blutbad von 1929 in Palästina gewidmet haben. Robert Strickers „Neue Welt" hat hierüber Zitate gebracht: eine begeisterte Beschreibung vom „nationalen Aufstand" in Safed und Hebron. (Gerade diese zwei Orte sind besonders gelobt!) Trotzky gesteht, dafl an der Ausbreitung jenes Blutbad ee die kommunistischen Agenten (Juden) eine entscheidende Rolle gespielt haben; dasselbe hat in Paris Herr Agabekoff, der gewesene Agent der G. P. U. für den Nahen und Fernen Orient, erzählt. * Man kann noch eine Reihe von Symptomen anführen. Natürlich ist das nicht einmal der hundertste Teil dessen, wag wir in Erinnerung haben. Es wird aber schließlich die Zeit kommen, da der Jude lernen wirdi nicht nur dessen zu gedenken, sondern sich auch darüber Gedanken zu machen! Daß es im Osten zu großen Unruhen kommen kann, daran zweifelt niemand; und niemand zweifelt auch daran, daß gegebenenfalls der kommunistische Einfluß eine große Rolle spielen wird —- wie in China und auf der .malaischen Halbinsel. Dort macht sich der kommunistische Einfluß nicht bloß darin geltend, daß die Menschen revoltieren, sondern vor allem in den Losungen der Aufstände: da« sind kommunistische oder sozialistische Losungen, die neben der Vereinigung aller Arbeiter auch die Konfiskation aller Vermögen in sich schließen. Ob jene Chinesen und Malaien verstehen, was sie schreien oder nicht — jedenfalls schreien sie das, was in allen Programmen des Klassenkampfes steht. Und man braucht kein Prophet zu sein, um vorauszusehen, daß, wenn es dn Palästdna — nicht gedacht soll es werden — zu einer zweiten Auflage von 1929 kommt, die Agenten diesmal nicht vergessen werden, den Pogromhelden einzugeben: Bevor ihr darangeht, eine Kolonie zu überfallen, müßt ihr vorher proklamieren, daß das eine Attacke gegen das Privateigentum ist; denn damit werdet ihr die Chaluzim paralysieren, die dann nicht wissen werden, mit wem oder gegen wen sie gehen — mit ihrem Volk gegen ihre Klasse oder mit ihrer Klasse gegen ihr Volk. Und ich stelle ganz ernst die Frage: Mit wem werden sie gehen? Wahrlich, ich will niemand beleidigen mit dieser Frage: Sie ist nichts anders als die Folge davon, daß ich einem Menschen auf sein Wort glaube, wenn er sagt und schwört, er sei ein ehrlicher Anhänger des Klassenkampfes. Es ist keine Beleidigung, wenn ich zu mir sage: „Die linken Chaluzim und ihre Lehrer sind nicht weniger ehrlich als du selbst. Wenn du daran glaubst, daß die Klassensolidarität höher steht als die nationale Einheit, und es kämen einmal zu dir die arabischen Arbeiter und sagten: Machen wir zusammen einen Aufstand gegen die Bourgeoisie, hier gegen eure, dort gegen unsere! — müßtest du es für eine beilige

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