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Die neue Welt · 1932-09-30 · Heft 263 (30.9.1932) · page 4

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Journal
Die neue Welt
Volume
6 (1932)
Issue
Heft 263 (30.9.1932)
Date
1932-09-30
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Sette 4 DIE NEUE WBL1 Nr. 263 wmnwufimmm tiHfWHwimmmnmniminmwi SIEGM. KORNMEHL GROSSFLEISCHHAUERE) Zentrale: IX., Berggasse 19, Tel. A-17-3-99 u. A-16-9-34 ] Lieferant, für Heilanstalten ^bJQ»""flen fttr ny^Fteiich j «nter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats der lar. i Kultusgemeinde Wien { *Mtoaii0t«lliina ko»l«mo» | IX. Borggasse 15 ✓ XVIII., Währlngerstr. 97 foiotMfimmniiiimiMirtiri iiuimnitiimmirn Prof« Weizmann in Zürich Wie die J. T. A. vom 23. September meldet, sprach rrof. Weizmann in einer Züricher zionistischen Versammlung über das Thema „Zehn Jahre Palästina-Arbeit". Der gewesene Präsident der Jewish Agency sprach zunächst Uber das Mandat und die Balfour-Deklaration als die Vorbedingungen der jüdischen Aufbauarbeit in Palästina tind gab dann ein Bild der beiden Faktoren Land und Menschen. Prof. Weizmann zeichnete die Linien der Entwicklung der Agrikultur und Hortikultur und wandte sich sodann den industriellen und handelswirtschaftlichen Leistungen zu. ,Jm letzten Jahrzehnt", erklärte . er, „sind rund J30.000 Juden in Palästina eingewandert. Wären die Grenzen offen, es würden zwei Millionen Juden aus Polen, Rumänien usw. zur Einwanderung'bereitstehen." Prof. Weizmann) besprach hierauf die Bedingunigen, unter denen sich der Aufbau Palästinas bis jetzt vollzog: „Uns hat man in Palästina nicht mit offenen Armen empfangen. Auch kann man nicht behaupten, daß sich die englische Regierung unseretwegen ein Bein ausgerissen hat — um nicht mehr zu sagen. Nach dieser vorsichtigen Formulierung wendete sich Prof. Weizmann den Entwickhuigsmöglichkeiten zu, die im Ausbau des Haifa- Hafens und in der Installierung der Pipe Line Mossul-Haifa lägen. Nach einem Ueberblick über die kulturelle jüdische Entwicklung in Palästina kam Weizmann auf das Verhältnis zu den Arabern zu sprechen: Die bestehende Spannung müsse und könne verringert werden, hauptsächlich durch wirtschaftliche Arbeit, „zumal wenn sich die politische Situation verbessert und eine Regierung in London sitzt, die keinen Pafifield zum Kolonienminister hat und eine Administration in Palästina Vorhanden ist, der kein Chancellor als High Commissioner vorsteht". Weizmann rechnet bei NichtVerschlechterung der Lage mit einer jährlichen Einwanderung von — 10.000 Menschen und glaubt, daß nach Hereinbringung von zirka 50.000 Menschen und unter Berücksichtigung des natürlichen Zuwachses der jüdische Jischuv in Palästina vor Ueb e r f ä 1 le n g e s.i ch e r t sein werde.' Nach dieser höchst sonderbaren Prognose, die den arabischen Faktor überhaupt nicht berücksichtigt (als würden die Araber scheinbar zugunsten Weizmanns Rechnung auf ihr Wachstum verzichten!),-sprach Weizmann eingehend über die günstige _ finanzielle Situation Palästinas und über die Position der Juden in den verschiedenen Ländern. Zum Schluß gab er der Meinung Ausdruck, daß das Mandat.noch lange gelten werde, vielleicht noch zehn oder zwanzig Jahre, und daß die kommende jüdische Generation es leichter haben werde als die heutige. Von Zürich begab sich Prof. Weizmann nach Meran. _ Die Juden In Aden lordern Entscheidung von England In London weilt gegenwärtig der Vorsitzende des jüdischen Jugendverbandes in Aden, Ben-Tow Messa, um hei der englischen Regierung wegen Entschädigung der Juden, die bei dem letzten Pogrom in Aden viel Schaden erlitten haben, au intervenieren. Dem J. T. A.¬ Vertreter erzählte Messa, in Aden herrsche Furcht vorweiterenUnruhen und auch die Zehntausende Juden in den benachbarten Ländern fühlen sich ihres Lebens nicht sicher. Die letzten Unruhen trugen den Charakter einer systematisch vorbereiteten Revolte. Die aus Moslems bestehende Polizei schritt erst ein, als auch die nichtjüdische Bevölkerung bedroht war* Die Zensur in Aden hält Depeschen, deren Absendung ihr nicht genehm ist, zurück, so daß bei etwa neu ausbrechenden Unruhen die Juden wiederum von der übrigen Welt abgeschnitten sein würden. Die Untersuchung im Zusammenhang mit den Unruhen wird parteiisch geführt, jüdische Zeugen werden nicht gehört. Juden erhalten in Aden keine Staatsanstellungen, obwohl, sie am meisten zu den Steuern beitragen. Messa beendete das Gespräch mit einem Appell an die J u d e n i m A11 sland, ihren Brüdern in Aden, deren Lage beunruhigend ist, zu Hilfe zu kommen. Tsdhediodowakisdie Regierung unc" Keren Hajessod Der Keren Hajessod in der Tschechoslowakei hat soeben dem Hauptbüro des Keren Hajessod in Jerusalem einen Betrag von 16.000 Pfund Sterling zum Zwecke der Konsolidierung einiger landwirtschaftlicher Siedlungen im Emek überwiesen. Da Geldüberweisungen aus der Tschechoslowakei nach dem Ausland auf Grund der neuen Devisenordnung verboten sind — wie dies ja auch in mehreren anderen Ländern Mittel- und Osteuropas der Fall ist —, mußte für diese Uebcrsendting erst die Bewilligung der tschechoslowakischen Regierung eingeholt werden. Die Regierung in, Prag hat nicht gezögert, diese Bewilligung zu erteilen. Die Notlage der Juden in Galmeh Die wirtschaftliche Lage der Juden in Galizien -~ besonders im östlichen Teil — gestaltete »ich dadurch, daß die Behörden jüdische Beamte nicht einstellen, und durch den Boykott jüdischer Unternehmungen und Gesphäfte sehr kritisch. Durch den Ausbau der ruthenisphen Kooperativen und deren intensive Propaganda Wurde den Juden jfmu Dorfe ,ünd; in der Kleinstadt der Boden entzogen. y In Ostgalizien leibt die, größere .Zahl, etwa drei fünftel aller Juden, in kompakten Massen in ' den größeren Städten, in Kleinstädten und etwa je 5. bis 20 Familien in den größeren Dörfern. Jahrzehntelang waren Juden Besitzer von Tabak trafiiken, Schenken und Kolonialwarenhandlungen in den Dörfern. Der -ukrainische Bauer deckte seinen Bedarf in den jüdischen Ger Schäften, so daß Tausende jüdische Familien sich recht und schlecht ernähren konnten. Schon im letzten Jahrzehnt der österreichischen Aera begannen die Ukrainer (damals Ruthenen genannt), organisiert und geführt von der niederen Geistlichkeit und von den Volkssohullehrern, in den größeren Städten Kooperativen zu gründen, um den ukrainischen: Bauern mit angeblich billigen Lebens- und Genuß'-, mittein und Industrieartikeln zu Versorgen. Nebenbei entfalteten die Kooperativen auch eine a k t i v;e p o 1 i-- tische Tätigkeit; hier ibildeteri sich die Keimzellen der Organisation, die den Kampf für eine Autonome Ost-, gahziens mit äußerster Energie führten; Durch den Weltkrieg wurde der Ausbau des Kooperativwesens unterbrochen, tun nach desse;V;-!Beendigünsr-''m.it;iim so größerer Intensität fortgesetzt zu werden* Die Ukrainer, erhielten von ihren wohlhabende^ Landsleuten aus Kanada und den Vereinigten Staaten erhebliche Geld-.: summen und gründeten in den größeren Städten mehrere, in .den ^mittleren!,;URd^>M drei, " ' ' * ' * 1 ' n " ' v ^eneri Produktion, die( Stadt und Land mit billiger Butter-übersah wem.mt V 1 ' . >'";- ' Alimählich verschwanden die jüdischen Tabaktrafiken, die Schänkwirtschafteh^und die..K;bloiiialwarenhahdlungeh aus vjen'-Dörfern, ITiese wiirdenjfajs't..juden-:> rein. Denn unter dem Zwang der Vsrlitüluiääe -wanderten die Juden aus den Dörfern 'in die Kleinstädte, wo sie das jüdische Elend vermehrten. Die Juden* der Kleinstädte, die :früher Kleidungsstücke,. Galanteriewaren,. Gegenstände des täglichen Gebrauches an den Bauexi verkauften, ,6eht?n niir selten „den akväinisch'ön Kunden,' Nervenleidenden und Gemütskranken schafft das überaus milde, ' riatftrliehe „Franz-joseff^Bifterwasser regelmäßigen Stuhlgang, gute Verdauung, erhöhte Eßlust., erteilt kostenlos Auskünfte über alle Palästina betreffenden Wirtschaftsfragen, insbesondere über die Möglichkeiten von Industriegründungen, Häuserbau, Örangenpflanzungen u. dgl., ferner über die im Frühjahr 193? stattfindende Gesellschafts- und Studienreise n a c h P a 1 ä s t i n a. Sprechstunden jeden Montag und Donnerstag von halb 5 bis 6 Uhr nachmittags* IX., Berggasse 16 (Handels-- museum), Tel. A-17-5-40 Serie. da die*er jetzt seinen Bedarf in seiner Kooperative deckt. Ein jüdisches Geschäft nach dem anderen muß liquidieren Olnvohl die ukrainischen Kooperativen sich nicht auf wirtschaftliche Tätigkeit beschränken, sondern, wie bereits erwähnt, auch eine po-li tische Aktivität entfalten, wurden sie von der früheren nationaldemokratisohen antisemitischen Regierung gefördert, in dem Bestreben, die Juden aus den Dörfern zu verdrängen. Die Lage ist katastrophal. Bange blickt die Judenheit Ostgalizieus, besonders die Jugend, in die Zukunft. Sie sucht nach einem Weg, der sie aus physischem, seelischem und materiellem Elend hinausführen könnte. Grenzenlos ist ihre Verbitterung, und ohnmächtig, der Lage Herr zu werden, schließt sich die jüdische Jugend zum großen Teil, von einer Partei zur anderen schwankend, den extremsten Richtungen an. Jacob Josefsb erg (z.Z.Berlin). Taufeeudte in Galizien Allein in Przemysl 300 Getaufte Missionäre durchstreifen Galizien und wentttin in ihrer Fangtätigkeit von der großen Wirtschaftsnot der Juden begünstigt. Nach einer Mitteilung Dr. Rosenzweigs vom Przemysler Matrikelamt befinden sich daselbst gegen 300 Getaufte. Während bisnun die Kultusgemeinde von jeder Taufe amtlich verständigt wurde, sind in der letzten Zeit 300 Juden ohne jedwede Anzeige an die Kultusgjemeinde getnüft worden. i '. ' ' ' " ....... i Hifadiduth in Polen gegen Vereinigung : mit Poale Zion Am 25. d.' M. fand in Krakau eine Hitachduth- Koriferenz für Westgalizien und Schlesien statt, welö-he nach vielen' Sitzungen und erregten Debatten mit zwölf gegen. acht Stimmen die Beschlüsse der Danziger Vereinigungskonferenz zwischen Hitachduth und Poale Zlon annahm.; Hierauf gab Dr. Menasche im Namen der Minderheit eine Erklärung ab, daß er und seine Freunde auch weiterhin eine selbständige Hitachduth-Organisation führen werden. J_ Aehnliche Resultate zeigten die Konferenzen in Kongreßpolen und Ostgalizien auf. (Diese Vereinigung, welche in einigen Ländern, so auch in Oesterreich, zustande kam, bedeutet eine gänzliche Preisgabe des Ijlitächduth - Programms. nämlich Anerkennung des Klassenkampfes, Zugehörigkeit zur Internationale, Verzicht des Kampfes für Hebräisch usw.) Die Budgets von 6000 jüdischen Gemeinden in Polen \ Das polnische haüptstatistische Amt "veröffentlicht eine •votl. J. Bornstein-ausgearbeitete Statistik über, die Budgets;; voru; 60-00 .j ü^^Äscv.h.e.n ...$.e.ni e i n cle.nr:.des früheren Kongreßpolen und Gälfzieris' in "den Jahren 1926 bis 1929. '"Der Statistik'ist zu entnehmen, daß iri diesen Gemeinden 251.910 jüdische Kultussteuerzahler vorhanden, sind. Insgesamt machen die Budgets dieser Gemeinden jährlich eine Summe von 27 Millionen Zloty aus. Bei Hinzurechnung der Budgets der Gemeinden in den polnischen Ostseeprovinzen würde die Gesämtbudgetziffer die Ziffer 42 Millionen Zloty erreichen. Von 1926 bis 1929 haben sich die Budgets im Durchschnitt um 50 Prozent erhöht. Haupteinnahmequellen der Gemeinden sind die Schächtgebühren, die " allein 10 Millionen Zloty jährlich erbringen, während die Kultussteuern nur 7 Millionen Zloty jährlich -betragen. An Rabbinergehältern werden 4 Millionen Zloty, für Schächtinstitutionen 4,5 Millionen. Zloty, für TalmudrThora-Schulen 1,200.000 Zloty, für rituelle Bäder 1 Million Zloty, für P a 1 ä s t i n a- Zwecke 32.000 Zloty, für Verwaltung 3 Millionen Zloty jährlich ausgegeben. Konig Feisal in Jerusalem ' J e i u s ft i e in, 20. September. (J. T. A.) König Feisal vom Irak, der in Amman zum Besuch seines Bruders Abdullah geweilt hat, ist am 19. September in Jerusalem eingetroffen, wo ihm General Sir Arthur Wauchope einen Staatsempfang bereitete. Auch der Oberste moslemitische Rat gab zu Ehren Feisals einen Empfang. Man nimmt an, daß König Feisals Besuch in Transjordanien und Palästina mit der panarabischen Bewegung und dem geplanten panarabischen Kongreß, ebenso mit der Frage der Vereinigung des Irak mit Syrien-zu einein einzigen Königreich unter Feisal in Zusammenhang steht. Organisationen zu spannen. In Palästina, Lettland, Polen und in der Tschechoslowakei wurden ähnliche Schulen bereits eingerichtet; gekrönt wird dies durch die zentrale Iustruktorenschule in Paris, deren Schüler die wehrsportliche Hachschara in allen betarischen Senifira führen sollen. Hoffen wir, daß der weitblickende Plan Jabotinskys in Erfüllung gehen wird und daß dann das jüdische Volk erkennen wird, was es am Betar besitzt. L. P. Mafteadi ha«hespedim Zur Bibliographie der Gedächtnis- und Trauervorträge in der hebräischen Literatur. 4. Folge. Von Dr. Bernhard Wachstein. (VI. Band der Veröffentlichungen der Bibliothek der Israelitischen Kultusgemeinde Wien.) Wien. 1932. Selbstverlag der Bibliothek der Israelitischen Kultusgemeinde. (V -f 63 + 40 S.) Mit dem Erscheinen dieses vierten Heftes ist die große Bibliographie der Hespedim .von Wachstein, deren frühere Folgen vom Unterzeichneten an dieser Stelle angezeigt wurden, zum Abschluß gelangt. Dieses Heft bringt die Bearbeitung des restlichen Materials zu diesem Gegenstand in der gleichen meisterhaften Durchführung, wie wir aus den früheren Folgen kennen. Neben dem ergänzenden Verzeichnis der Gedächtnisvorträge über Gelehrte und Persönlichkeiten, die mit Namen genannt sind, enthält diese Arbeit eine Abteilung von Nekrologen über Personen, deren Namen nur In Abkürzung mit den Anfangsbuchstaben bezeichnet vorkommen* In der sicheren Auflösung solcher Abbreviaturen ist Wachstein seit je wie selten einer zu Hause und untersucht diese Abkürzungen kritisch auf ihre Zuverlässigkeit. In einer folgenden Rubrik' sind Hespedim verzeichnet, die Personen galten; die nur nach ihrem Wohn»-, sitz bezeichnet sind. Ihr schließt sich ein Verzeichnis der einschlägigen Literatur an, die durch allgemeine .Katastrophen ausgelöst wurde, wie Seuchen, Brände, Erdbeben, feindliche Invasion und nicht zuletzt spezifisch jüdische Martyrien, wie Austreibungen und Pogrome. Eim Verzeichnis solcher Elegien, bei welchen Verfasser und Beklagte in gleicher Weise anonym bleiben, schließt die Aufzählung und Bearbeitung der Trauervorträge. So' viel Zeilen, so viel Probleme, so viele Lösungen. Die hier und in den früheren Heften von Dr. Wach-:, stein geleistete, ebenso fleißige wie schwierige,, durch die in Anwendung gebrachte originelle Methode wissenschaftlich hochwertige und in ihren Ergebnissen nach vielen Hinsichten überaus nützliche Arbeit wird durch das 63 Seiten umfassende General regist er gekrönt. Dieses Register erstreckt sich auf alle vier Teile des Werkes und auf die Bibliographie hebräischer Trauertind Gedächtnisreden von Adolf J e 11 i n e k. Es vereinheitlicht die in den einzelnen Heften gebotenen Einzel- Sammlungen und stellt ein selbständiges Forschungsnrodukt dar, an dessen Entstehen historischtkritische Arbeit, besonders jüdische Familiengeschichte, den. gleichen Anteil hat wie die bekannte Meisterschaft des Verfassers auf bibliographischem Gebiet. Die verschiedenen Träger eines Familiennamens werden auf ihre Beziehungen hin untersucht, ihre Genealogie wird durch viele Generationen verfolgt. Man sieht dabei förmlich, wie der Historiker Wachstein sich nur unwillig dem strengen Diktat des Bibliographen' Wachstein fügt, indem er den Fanden genealogischer Beziehungen dort gewaltsam abreißt, wo er zu Personen führt, die'in diesem Werke nicht' erwähnt werden und so den Rahmen dieser Arbeit sprengen, würden. Ebenso besteht^der Bibliograph darauf, daß. die verschiedenen Schreibungen eines und desselben Familiennamens nicht vereinheitlicht werden, so sehr dies in genealogischer Hinsicht manches neue Resultat versprechen würde. Das Register kommt seiner Aufgabe, dem Leser ab aufschlußgebender Führer durchs Werk zu dienen, bis zum letzten nach. So, gibt es in Fällen gleicher Familiennamen auch die Ortsbezeichnungen an, unterscheidet durch graphische Merkmale allgemeine Vornamen und als Familiennamen gebrauchte Vornamen usw. Die Verwendung aller typographischen Zeichen, eckige und runde Klammern, Fragezeichen und affirma*. tive Partikeln weisen den Leser an, die hier dargebotenen Meinungen und Angaben des Verfassers nach dem Grad ihrer beanspruchten Geltung zu scheiden. Von gesicherten Feststellungen über Wahrscheinlichkelten bis zu Vermutungen. Das nunmehr abgeschlossen vorliegende Werk verwirklicht die Absicht Adolf Jellineks,. die ihm mit seinem Hamaspid vorschwebte, und hat si*. sowohl intensiv wie extensiv ausgestaltet. Intensiv durch eine geistvolle und scharfsinnige Methode, extensiv durch die Heranziehung eines unvergleichlich reicheren Materials. Die -Wiener jüdische Gemeindebibliothek darf diese bibliographische Publikation ihres verdienten Direktors mit Befriedigung und Stolz verzeichnen. Dr. M. Rosenfeld (Wien).

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