Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 6 (1932)
- Issue
- Heft 255 (5.8.1932)
- Date
- 1932-08-05
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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9* 255 DIE NEUE WELT m** V» Wellkonferenz der ZiomstemRevisiomsten Sekretariat, Wien II, Untere AugaHenstraRe 18 Zirkular Nr. 2. A. Paß und V is u mf o r m a 1 i t ä t e n zur Einreise nach Oesterreich Im Nachtrage zu Zirkular Nr. 1 teilt das Sekretariat mit, daß eine E i n r e i se nach Oesterreich n >r mit einem gültigen Reisepaß m ög- 1 ich ist. Zur Erlassung der V i s a g e b ü h r ist es notwendig, daß die Teilnehmer der Konferenz sofort diesbezügliche Ansuchen an die revisionistischen Landesorganisationen, Ortsgruppen und andere revisionistische Körperschaften (Studentengruppen. Brith Trumpeldor usw.) richten. Diu revisionistischen Institutionen sind verpflichtet, diese Ansuchen s o f o r * an das Sekretariat weiterzugeben, worauf die Legitimationskarten zur Erlangung des freien Visunis sofort aboefertigt werden. Für Länder ohoe Visum-Verpflichtung nach Oesterreich genügt der gültige Reisepaß. Inhaber von Nansen- Pässen müssen sofort durch die revisionistischen Stellen Ansuchen au da6 Sekretariat leiten, worin sämtliche Daten: (Geburtsort, Alter, Personenbeschreiibung, Ausstellungsort, Ausstellungsdatum, Gültigkeitsdauer des Passes, ständiger Wohnsitz usw.) enthalten sein müssen. Das Sekretariat erinnert, daß Einzelansuchen, die nicht von revisionistischen Körperschaften einlangen, nicht erledigt werden können. B. Fahrpreisermäßigung auf den Oesterr e i c h i s c h e n Bundesbahnen. Die Oesterreichischen Bundesibahnen gewähren den Teilnehmern der 5. Welt-konferenz auf allen österreichischen Linien, von und bis zur Grenzstation, österreichischen Teilnehmern auf Strecken über 30 Kilometer für alle Züge, mit Ausnahme der Luxu&züge, eine Ermäßigung von 25 Prozent. Zur Erreichung der Fahrpreisermäßigung werden die Teilnehmer mit einer Legitimationskairte versehen, zu deren Erlangung dieselben Bestimmungen, wie in Punkt A angeführt, Geltung haben. Die Hinfahrt nach Wien darf frühestens um 0 Uihr des 26. August angetreten .werden und muß spätestens um 12 Uhr des 1. September (beendet sein. Die Rückfahrt von Wien darf frühestens um 12 Uhr des 28. August angetreten werden und muß spätestens um 24 Uhr des 3. September beendet sein. Die näheren Bestimmungen, betreffend die Lösung der ermäßigten Fahrkairen sowie alifällige Fahrtunterbrechungen, ferner TJeibertritt in höhere Wagenklassen und Zugsgattungen, werden auf den Legitimationskarten enthalten sein. Für Gesellschaftsreisen in fahrplanmäßigen Zügen gelten die von den Oesterreichischen Bundesbahnen herausgegebenen Bestimmungen, wonach bei einer Teilnahme von acht bis fünfzig Personen 25 Prozent, von 50 Personen aufwärts 35 Prozent Ermäßigung gewährt wird. Sollten derartige geschlossene Gesellschaftsreisen zustande kommen, bitten wir, das Sekretariat sofort zu verständigen, worauf die diesbezüglichen Bestimmungen an die Teilnehmer ahgehen. Bezüglich Fahrpreisermäßigung auf nichtösterreichischen Strecken hat das Sekretariat keinen Einfluß und müssen die Landesorganisationen selbst für eine solche besorgt sein. C. Anmeldung der Teilnahme. Das Sekretariat bittet nochmals, die Anmeldung rechtzeitig vornehmen zu wollen, was mit Hinblick auf die Zimmeffzuteilung sowie die Reservierung von günstigen Plätzen bei den Konferenzen (besonders ' wichtig für teilnehmende Gäste) unbedingt empfehlenswert ist. QiMemefüst&tetti erfüllt von allen „Kleinen" die Funktionen der „Großen" am besten! Dfe billigste Kleln*Schrelbmatchine Ittr Büro und Reit* S 300.- Ka«»a Auch auf Teilzahlungen lieferbar 1 Größe Auswahl in Gelegenheitskäufen! Büromöbel / sämtlicher Bürobedarf \ Verlangen Sie Angebote KONTOR.EINRIOHTUNGS. Q£SELL90HArT Wien I, Eschenbacngasse 9-11 Telephon; ß»36-0-61, B»26-(M1_ Union der Zioimten* Revisionisten 0§ferreieh$ Sekretariat Wien, II., Untere Augartenstraße 38. Telephon A-45-6-34 An die Revisionisten Oesterreichs! A) Die Parteileitung gibt bekannt, daß die Dinar-Aktion biß längstens Sonntag* den 7. August, beendet sein muß und bis zu diesem Termin sämtliche Dinarini beim Sekretariat albgerechnet sein müssen. Sämtliche bis 7. August nicht abgerechnete Dinarini verliere n i Ii r e G ü 11 i g k e i t. Die Inhaber dieser Dinarim haben kein Wa h 1 r e c h t. B) E i n r e i c h u n g der Kandidat u r e n Wahlvorschläge kann jeder wahlberechtigte Dinarzahler beim Sekretariat einreichen. Jeder Wahlvorschlag muß von zehn wahlberechtigten Dinarzahlern (mit Angabe der Dinarnuniimer) unterzeichnet sein. Die Vorschlüge müssen außer der nötigen Unterschriftenanzahl die Namen und Adressen der Kandidaten sowie auch die Unterschriften derselben zur Annahme der Kandidatur enthalten. Der Termin zur Einreichuug der Kandidaturen endet Sonntag, den 14. August 1 932. C) Wahlrecht Aktives Wahlrecht hat jeder Dinarzahler, welcher im Besitze eines Dinars ist und das 18. Lebensjahr erreicht hat. Passives Wahlrecht ist an dieselben .Bedingungen gebunden, doch ist zur Erlangung des passiven Wahlrechtes das 21. Lebensjahr nötig. D) Wahltag Zum Wahltag wurde Mittwoch, Her 17. August, bestimmt. Im Falle des Stattfundens der Wahl, wovon die Mitglieder zeitgerecht verstandigt werden, findet diese um K9 Uhr im Heim, TT., Untere Augartenstraße 38, statt. . . , -. K) Wahl entfall Tm Falle der Einreichuug einer einzigen Liste findet kein Wahlgang statt. F) W a h I p r o t e s t Je zehn wahlberechtigte Mitglieder haben das Recht, gegen die Durchführung der Wahl oder gegen, sonstige Anordnungen der Wahlkouimission Protest zu erhelben. Ein solcher Protest ist schriftlich an das Sekretariat in zwei Exemplaren zu leiten. G) W a h 1 k o m in issioiien Der Präsident der Landesorganisation, bezw. desseu Stellvertreter ist der Wohlkommissär. Nach Einreichung der Kandidaturen wird die Wahlikormmission gebildet die aus dem Wahlkoniniissär, je einem von den Kandidaten bei Einreichung der Liste zu nominierenden Bevollmächtigten und zwei aus der Mitte der Dinarzahler gewählten Mitgliedern besteht. H) W a h 1 p r i n zip Gewählt wird nach dem Prinzip einfacher Majorität. F. d. Union der Zionisten-Revisionisten Oesterreichs Fritz Richter, ni. p. Oberbaurat Ing. R. Stricker, m. p. Weltkonferenz revisionistischer Studenten Gleichzeitig mit der V. Weltkonferenz der Zion.- Revisioniisten findet in Wien eine Weltkonferenz revisionistischer Studenten statt, .deren Tagesordnung in der nächsten Nummer der „Neuen Welt" bekanntgegeben wird. Alle Korporationen (Venbindungen, Vereine, Klubs usw.) wie auch revisionistische Hochschule r, die nicht in Studentenkorporationen organisiert sind, werden aufgefordert, sich in Angelegenheit der Studenienkonferenz an den Revisionistischen Studentenklub, Wien1, II., Untere Augartenstraße 38, zu wenden. Aus der revi'§iom§li§dten Well Deutschland. In Berlin fand eine Sitzung des Landesvorstandes statt, bei der die Probleme der 5. Weltkonferenz besprochen wurden. — In Königsberg in Pr. sprach im Rahmen der revisionistischen Ortsgruppe Dr. Kareski über das Thema „Juden und Weltwirtschaftskrise". Der Redner schilderte die politische und wirtschaftliche Not der Juden in der Welt, hauptsächlich in Deutschland, griff sehr scharf die Kolonisationsmethoden Sowjetrußlands in Biro-Bidschan an und kam zum Resultat, daß wir Juden nur durch o r g anisierten Selbstschutz uns wirksam verteidigen können, welcher Gedankengang im Tel-Chaj-Fonds seinen Ausdruck gefunden hat. — Am 2. Juli fand in Magdeburg' eine - außerordentliche Generalversammlung der Zionisten-Revisionisten statt, die sehr gut besucht war. JÜDISCHE ELTERN! 1 Kauft Sdtulbffdter I für eure Kinder nur in §f der jüdischen Buchhandlung m Hermann TUCHNER, 1 Wien II, ECKE Tabor- | sfraße 52 | Lehrbücher für alle Lehranstalten in den richtigen Auf- 1 lagen — anch antiquarisch — zu sehr mäßigen Preisen! j| Verzeichnisse kostenlos 1 Für Auskünfte: Tel. R-41-4-20 § Die rumäni§cli* palä§fmen§i§chen Handel§bezi'ehungen Erklärungen des UnieTstaaissekretärs V. Tilea Bukarest, 27. Juli. (J. T. A.) In einem Gespräch mit dem T3ukarester J. T. A.-Vertreter erklärte der Leiter des rumänischen Presseamtes, Unterstaatssekretär im Ministerpräsidium V. Tilea, die Regierung werde nach ihrer für Anfang August zu erwartenden Umbildung ein Programm zur 1.ntensivierurag der ruraänischpalästinensischen Handelsbeziehungen aufstellen und durchführen. Mit diesen Arbeiten werden sich vor allem der Minister für Handel und Industrie Lugeieanu und der Unterstaatssekretär Tilea selbst, der sich bereits im Jahre t95ü, als er für Rumänien den englisch-rumänischen Handelsvertrag unterzeichnete, von den zionistischen Instanzen Rumäniens Material über die Beziehungen zwischen Rumänien und Palästina geben ließ, befassen. Es sollen bessere Schiffsverbindungen zwischen Konstanza und Haifa hergestellt werden; der direkte Verkehr zwischen diesen beiden Häfen werde mindestens ein- oder zweimal monatlich durch rumänische Schiffe ermöglicht werden. Die rumänische Regierung wird sich ferner bemühen, palästinensischen Waren große Transiterleichterungen auf rumänischem Gebiet zu sichern, und den durch Rumänien nach Palästina reisenden Emigranten aus Polen und anderen Ländern auf der Durchreise alle möglichen Erleichterungen gewähren. Die Frage einer besseren Vertretung Rumäniens in Palästina zur Wahrung seiner wirtschaftlichen Interessen und zur Ausgestaltung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern soll eingehend studiert und einer baldigen Lösung zugeführt werden. Spanien und die Repatriierung der sephardisehen Juden Madrid, 26. Juli. (J. T. A.) Der spanische Ministerpräsident Don Manuel. Azana äußerte sich in einem Interview mit der J. T. A. über das in letzter Zeit in der jüdischen und spanischen Presse vielfach erörterte Problem einer Rückkehr der sephardisehen Juden nach Spanien: Von einer Repatriierung der sephardisehen Juden nach Spanien, wie sie von manchen romantisch denkenden Spaniern erträumt wurde, kann nicht die Rede sein. Die I'rage ist kein einziges Mal in einem Ministerrat behandelt und niemals irgendwo ernshaft erörtert worden. Der Ministerpräsident wurde darauf aufmerksam gemacht, daß in der ausländischen Presse und in oppositionellen spanischen Zeitungen Berichte erschienen sind, denenzufolgc sephardisehe Juden in größerer Zahl in verschiedenen Häfen Spaniens gelandet und von Vertretern der Regierung begrüßt worden seien. Die oppositionellen spanischen Blätter hätten in diesem Zusammenhang die Behauptung aufgestellt, die Revolution sei mit jüdischer II i 1 f e und jüdischem Geld durchgeführt worden und die Rückkehr nach Spanien sei der Preis, den man dem Welt Judentum für' diesen Beistand habe zahlen müssen. Dies alles sind Lügen, erwiderte der Ministerpräsident. Sie gehören in die gleiche Kategorie wie die Meldungen über angebliche Verfolgung und Unterdrückung der katholischen Religion durch die republikanische Regierung. Alles, was die Republik getan hat, ist, daß sie die völlige Freiheit des religiösen Bekenntnisses eingeführt hat. Dies war ein Teil des republikanischen Programms und wurde von uns vollständig durchgeführt. Rückwanderung amerikanischer Juden aus Biro- Bidschan Moskau, 31. Juli. (J. T. A.) Wie die jiddisch-kommunistische Zeitung „Emess" mitteilt, hat der größte Teil der im Juni dieses Jahres aus Los Angeles nach Biro- Bidschan ausgewanderten Juden, nach den dort •gemachten Erfahrungen enttäuscht, die Rückreise nach Amerika angetreten. Einige von ihnen wollen noch versuchen, in Moskau eine Existenzmöglichkeit zu finden. „Emess" greift den amerikanischen Icor, der „ehemalige Händler und Spekulanten, die nicht nur ungeeignet für das Leben in Biro-Bidschan sind, sondern dort auch konterrevolutionäre Gesinnung züchten, nach Sowjetrußland entsende", heftig an. Einer der amerikansichen Rückwanderer hat, als er Biro-Bidschan verließ, offen erklärt, es sei ihm lieber, „um Hoovers Bettelsuppe angestellt zu stehen, als im sogenannten Sowjetglück zu leben".. ECKSTEINS illlllllllllllllHlilllllllllllllllllllllWHIiHUIIillll^ FAMILIEN-PENSION Restauration, Kaifeehaut / Täglich 5-Uhr-Tee SEMHERING l&SnilttStSff*'43 Mäßige Preise, vorzügliche Küche, Zimmer mit Pension. S 12.— aufwärts. Zentralheizung, fließendes Warm- und Kaltwasser in jedem Zimmer. / Auskunft unter Telephon U-27-6-24