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Die neue Welt · 1932-07-22 · Heft 253 (22.7.1932) · page 7

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Journal
Die neue Welt
Volume
6 (1932)
Issue
Heft 253 (22.7.1932)
Date
1932-07-22
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 253 DIE NEUE WELT Seite I! ECKSTEIN'» IllWWHWMflWWlWflfflMlllffl^^ FAMILIEN-PENSION Restauration, Kaffeehaus / Täglich 3-Uhr*Ta« SEMHERING EtiftüttatSg?'43 Mäßige Preise, vorzügliche Küche, Zimmer mit Pension S 12.— aufwärts. Zentralheizung, fließendes Warm¬ und Kaltwasser in jedem Zimmer. / Auskunft unter Telephon U-27-6-24 Hunderl Jahre Sdielhammer Ä Sdratffera Das angesehene und populäre Bänkhaus Schelhammer & Schattera in Wien konnte in den letzten Tagen das Jubiläum seines 100jährigen Bestandes begehen. In de*, einfach, aber geschmackvoll dekorierten Buchhaltungsräumen der Firma waren Chef und Angestellte zu einer stillen, dem Ernste der Zeit entsprechenden, aber um so eindrucksvolleren Feier versammelt. Kommerzialrat Hans Wancura, der Chef und Alleininhaber des Bankhauses, schilderte in eine* großangelegten Ansprache an seine Beamten Gründung und Werdegang der Firma bis auf den heutigen Tag. Prokurist Franz Hoffmann drückte in wohlgesetzten Worten die Glückwünsche des Personals zu der wohl seltenen Jubelfeier aus und feierte Herrn Kommerzialrat Wancura, dem gerade in der letzten Zeit so bedeutende Auszeichnungen, u. a. das Ehrenbürgerrecht der Stadt Wien, zuteil wurden, als gütigen Chef und als Kaufmann, dessen Leitsatz strengste Reellität und Lauterkeit der Geschäftsführung sowie das Wohlwollen für seine Angestellten ist. Von dem Personal wurde als sichtbares Zeichen der Dankbarkeit dem Chef des Hauses eine von der Künstlerhand des Bildhauers Zerritsch ausgeführte Statuette mit einem Relief des Kommerzialrates Wancura überreicht, zur sichtlichen Freude des Oberhauptes der Firma. Zu einem Freudentage in doppeltem Sinne wurde das Jubiläum durch Verleihung eines Monatsgehaltes an das Personal, für alle Angestellten des Hauses. mmmmmamMmmmmmammmmmmmm des Herrn Ben Chorin in Deutschland soll in keiner Weise besagen, daß die so gesammelten Gelder etwa mißbräuchlich für, persönliche Zwecke verwendet würden, sondern feststellen, daß diese Sammlung durch keine uns gegenüber legitimierte Instanz autorisiert worden ist. — Zionistische Vereinigung für Deutschland." Der Leser wird nun fragen, worin der Unterschied dieser beiden , „Warnungen" besteht. Er wird sich auch, wenn er jetzt den Sachverhalt kennt, fragen, wo die Moral und die Ethik und die Anständigkeit der Z. V. F. D. und ihres Organs, der „Jüdischen Rundschau", geblieben sind. Die „Jüdische Rundschau'* unterschlägt einfach die Richtigstellung und, bestätigt nur gnädigst, daß Herr Ben Horin kein Dieb ist. — Und das predigt politischen Anstand und zionistische Moral! Berliner Nachrichten: Regelmäßige Zusammenkünfte. Auch in den Sommermonaten treffen sich die Revisionisten Berlins an jedem Dienstag ab 8 Uhr abends im Cafe Kornreich, Berlin-Charlottenburg, Fasanenstraße, direkt neben der Synagoge. Bei schönem Wetter Zusammenkunft im Garten! Auch die von auswärts in Berlin eintreffenden Gesinnungsgenossen werden auf diese Abende aufmerksam gemacht. Wahlen zur Revisionistischen Weltkonferenz. Die V. Revisionistische Weltkonferenz findet nun endgültig in Wien statt. Die Wahlen in Berlin finden am 2. August 1932, Va9 Uhr abends, statt. Vor dem Wahlakt spricht Herr Red. J. K1 i n o f f über seine Reiseeindrücke aus Palästina. Erscheinen aller Revisionisten Pflicht. (Der Ort wird durch Rundschreiben bekanntgegeben.) Gesellschaftsreise zur Weltkonferenz in Wien. Die revisionistische Ortsgruppe Berlin plant anläßlich der , Weltkonferenz in Wien eine Gesellschaftsreise zu organisieren, die es einer größeren Anzahl von Gesinnungsgenossen ermöglichen soll, an der, Weltkonferenz teilzunehmen. Auch auswärtige Gesinnungsgenossen haben die Möglichkeit, an dieser Gesellschaftsreise, teilzunehmen. Anfragen sind sofort zu richten an: Union der Zionisten-Revisionisten, Berlin - Charlottenburg, Joachimsthalerstraße 3/II. Telephon: J, 1. Bismarck 5590. Berliner Dinarblockinhaber 1 Der letzte Termin der Ablieferung der Dinarblocks ist der 23. Juli 1932. An diesem Tage muß zwischen 17 und 19 Uhr im Büro verrechnet werden! Später abgelieferte Dinarim haben für die Wahl zur Weltkonferenz keine Gültigkeit! Vom Tel*Haj*Fond§ Wir ersuchen hiemit alle Studenten, die die Ferialzeit in ihren Heimatorten verbringen, sich sofort mit ans in Verbindung zu setzen. 1 Oerade die Ferialmonate sind eine sehr geeignete Zeit für die Werbung und Tätigkeit für den Tel-Haj- Fonds. Im heurigen Jahr ist es insbesondere der 15. Gedenktag der Schaffung der jüdischen Religion, der im Mittelpunkt unserer Tätigkeit steht. Alle Informationen über die Idee des Tel-Haj- Foads, über seine Werbe- und Sammelmethoden sowie Anleitungen zur Schaffung von Tel-Haj-Komitees sind bei ans einzuholen. . Tei-Haj-Fonds, Kontinentalbüro, Berlin-Charl., Joachimsthalerstraße 3/11. Brith Trumpeldor, Berlin. Auf Grund der Erfolge, die der Berliner Bethar mit den beiden kürzlich abgehaltenen Haganah -Kursen zu verzeichnen hatte, hat die Neziwuth Deutschland beschlossen, einen weiteren Hagaaah-Kursus bei Groß-Besten in der Zeit vom 17. bis 29. JuK durchzuführen. — Während des Haganah-Kursus findet am Sonntag, den 24. Juli, in Groß-Besten die F(!th*«rsitzttng des Berliner Bethar statt, die der Erörterung und Aufteilung des Arbeitsprogrammes für das »weite Halbjahr 1932 dienen soll. — Zu der im Zusammenhang mit der Weltkonferen» der Rw&ionietieohen Union stattfindenden Bethar-Tagung in Wien veranstaltet der Berliner Bethar eine Gesellschaftsreise im Autobus. Anmeldungen bei den Rosche ha plugoth. — Anläßlich der 15. Wiederkehr des Gründungstages der Jüdischen Legion veranstaltet der Brith Trumpeldor Berlin am 27. August eine Nachtfeier, zu der die Berliner Revisionisten eingeladen werden. — Zum Kommissar für' die hebräische Arbeit wurde für den nach Erez Israel gehenden Chawer Sally Fortgang auf dessen Vorschlag Chawer Siegfried Jakobsohn (Plugah Arjeh) ernannt. Brith Trumpeldor (Vom Schilton-Büro in Paris) Tschechoslowakei: In der Tschechoslowakei bestehen zurzeit drei Sommerlager des Betar. Eines in Böhmen, eines für die Darga alef neben Berehovo und ein hauptsächlich der Ausbildung von Instruktoren in wehrsportlicher und kultureller Hachschara gewidmetes der' Orangenpflanzer) und Vorsitzend« der vor kurzem gegründeten Jaffa-Citrus-Exange, Herr Rokach, und die Herren Tolkoweky und Advokat Joseph, die sich als Abordnung der jüdischen Pflanzer Palästinas zur britischen Reicbskonferenz nach Ottawa bogeben, um dort die Forderung der palästinensischen Pflanzer zu vertreten, daß Palästina in die „Imperial Preference" eingeschlossen wird, damit Palästina-Produkte in Großbritannien und in die übrigen Länder des Imperiums zollfrei eingeführt werden können, weilten auf der Durchreise in London und wohnten einer Sitzung des Londoner „Economic Board for Palestine" bei. In dieser Sitzung führte Herr Rokach u; a. aus: Trotz fortwährender Anstrengungen des Economic Board for Palestine ist es bis jetzt nicht gelungen, durchzusetzen, daß Palästina in die „Imperial Preference" eingeschlossen wird. Aber auch wenn es nicht durchzusetzen sein sollte, daß Palästina in die Imperial Preference eingeschlossen wird, werden die Palästina- Pflanzer mit anderen Produktionsländern durch Senkung der Produktionskosten, besseren Transport, bessere Sortierung und Verpackung und durch die Arbeit der Citrus-Exehnnge, die die Verschiffung und den Verkauf im Interesse der Gesamtzüch ter überwacht, zu konkurrieren verstehen. Es gibt jetzt in Palästina 150.000 Dunam mit Orangen bepflanzten Bodens, von denen mindestens die Hälfte in jüdischen Händen sind. Palästina exportiert 3Vs Millionen Kisten Orangen jährlich und beschäftigt 10.000 Menschen für sechs Monate im Jahr. Bei wachsender Ernte wird sich die Zahl der Beschäftigten erhöhen. Die Nachfrage naoh Jaffa-Orangen übersteigt das Angebot, die Qualität dieser Orangen ist unübertrefflich, die klimatischen Bedingungen für ihre Züchtung sind in Palästina ideal. Hauptkonsument für Jaffa-Orange ist noch immer England. Es folgt Deutschland, das im vergangenen Jahre 650.000 Kisten bezog. Die Nebenprodukte der Jaffa-Orangen (Fruchtsäfte, Orangeade, Pektin, Parfümbestandteile usw.) lassen sich industriell enorm auswerten. A. Goldwater, Generaldirektor der Palestine Corporation, führte aus: In den letzten fünf Jahren halben sich die kleinen Industrien in Palästina außerordentlich entwickelt. Palästina bietet heute eine fundamentalere Sicherheit der Kapitalsanläge als viele andere Länder. Noch braucht Palästina heute Invesrierungskapital, aber dieses Kapital wird kommen. H. Viteies, Generaldirektor der Zentralbank der Genossenschaften Palästinas (Central Bank of cooperative Institutions of Palestine), gab einen Ueberblick über die landwirtschaftliche Entwicklung in Palästina seit den zehn Jahren des Bestehens der Bank. Das in jüdischen Händen befindliche Orangengebiet hat sich in diesen zehn Jahren versechsfacht. Die jüdische Milchproduktion, die vor zehn Jahren eine halbe Million Liter jährlich betrag, beträgt heute 5 Millionen Liter jährlich. Noch voij drei Jahren mußte Tel-Awiw 90 Prozent, heute nur noch 50 Prozent seines Gemtisebedarfs bei Arabern decken. Fast jede Gemüseart wird jetzt von Juden erfolgreich gezüchtet. In diesem Jahre wurde das Experiment gemacht, neue Kartoffeln und Tomaten von Palästina nach England und Frankreich zu verschicken. Vor drei Jahren importierte Palästina 20 Millionen, jetzt nur noch 7 Millionen Stück Eier jährlich. Infolge Anbaus von Klee und die Kosten der Milch- Lager in Dargov (Ostslowakei), an dem 55 Betarim teilnehmen. Im letzteren Lager führt den wehrsportlichen Kursus der Instruktor Josef Dukler, Tel-Awiw, den kulturellen Kursus K. h. Sh. Dr. B. Lubotzky. Der wehrsportliche Kursus wurde vom K. H. Sh. I. Halperin eingeleitet, der im Lager sechs Tage weilte. Nach Beendigung des kulturellen Instruktorenkurses begibt sich Dr. Lubotzky in die Podkarpatskä Rus auf eine Vortrags¬ und Inspektionstournee für den Betar und wird die Orte Kosice, Seßovce, UShorod, Mukaöevo, Kosino, Berehovo, SevluS, Chust usw. besuchen. Von den für die Tschechoslowakei bestimmten Zertifikaten wurden dem Betar fünf zugesprochen, während dem „Hechaluz", der Rahmenorganisation von Haschomer Hazair, Techelet Lavan, J. S. J., Makkabi Hazair 13 Zertifikate zugesprochen wurden. Am 13. Juli inspizierte der Generalsekretär des Betar, K. h. Sh. L. Di8sentschik, auch in seiner Eigenschaft als Keren- Kajemeth-Instruktor, die Neziwut in Bratislava. Hiebei wurde die musterhafte Tätigkeit des Betar für den K. K. L. festgestellt, der in der K. K. L.-Arbeit an der Spitze aller zionistischen Gruppen steht. einen ungeheuren Anteil an dieser Entwicklung. Die Central Bank verdankt ihren Aufschwung dem stetigen Interesse, welches die drei großen Kontrollinstitutionen — Palestine Corporation of New York, Jewish Colonisation Association in Paris und Economic Board for Palestine in London — sowie die Advisory Committees in Palästina bekunden. Die Palästina-Regierung wünscht, daß ein Drittel der öffentlichen Arbeiten in Palästina an Juden gegeben werde Jerusalem, 11. Juli. (J. T. A.) In einer der letzten Sitzungen des Stadtrates von Haiifa hat, wie schon mitgeteilt, der stellvertretende Distriktskomimissär H. M. F o o t camens der Regierung gefordert, daß die Stadt Hadfa bei Durchführung öffentlicher Arbeiten zu einem dritten Teil juden beschäftige, bzw. daß ein dritter Teil der Anbeiten au Juden vergeben werde. Auf eine Frage des VizehürgeTmeisters von Haifa, Ibrahim Effendi Sohyoun, warum die Regieroing nicht das gdeiche Verfahren bei Vergebung der staatlichen Arbeiten befolge, erwiderte H. M. Foot, die Instruktionen, die die Regierung der Stadtverwaltung von Haifa-, durch, ihn,, gibt, bringen die Politik der Regierung zum Ausdruck, die sie in ganz Palästina zur Geltung zu bringen wünscht. Als der Stadtrat von Haifa ungeachtet dieser Erklärung den Vorschlag des stellvertretenden Distriktskommissärs abgelehnt hatte, erklärte dieser, die Regierung, die schließlich die Verantwortung fiür das gesamte öffentliche Leben trage,, werde auf ihrem Standpunkt verharren. Er gebe dem Stadtrat den Rat, die Vorschläge der Ragieroing anzunehmen und durchzuführen. Es sei die unmißverständliche Absicht der Regierung, auch jüdischen Arbeitern Arbeit zu verschaff en und es nicht zuzulassen, daü unter verschiedenen . Gemeinschaften angehörenden Unternehmern ein System der Benachteiligung der in der Minderheit Befindlichen entstehe. Arabische Ansprüche auf jüdischen Boden abgewiesen Das Gericht in Jerusalem hat den von Arabern erhobenen Anspruch auf ein in jüdischen Händen befindliches Gebiet von 5000 Dunaan in der Kolonie Hef tziba dn der Nähe von Hedera als unberechtigt zurückgewiesen und auch die arabischen Ansprüche auf Weide- und Albholzungsreöhte auf diesem Boden nicht anerkannt. — Ann 15. Juli wird das Gerichtsurteil betreffend arabische Ansprüche auf den tnfäat-Boden ergehen. In beiden Fällen begründen die Araber ihren Anspruch damit, daß* ihre Väter und Vorväter ihr Vieh auf diesen Böden geweidet hatten. Zwischenfall mit tödlichem Ausgang in der Kwuza Mizra In der Kwuza Mizra im Emek versuchten zwei Wächter mehrere Beduinen, die ihr Vieh auf die Felder der Kwuza trieben, dazu zu bewegen, die Felder zu verlassen. Die Beduinen griffen die Wächter an, warfen Steine nach ihnen und versuchten, einem der Wächter das Gewehr zu entreißen. Bei diesem Ringen entlud sich das Gewehr von selbst und einer der Angreifer wurde getötet. Der Wächter, dem das Gewehr gehört, wurde verhaftet. Tagung des Wizo-Councils in Wien Ueber die in Wien abgehaltene Tagung der Weltorganisation zionistischer Frauen (Wizo) berichtet die J^ T. A.: Die Berichterstattung der Exekutive über die Arbeit des letzten Jahres wurde vom Council mit großem Interesse entgegengenommen, und da sich in ihr die trotz der herrschenden Krise überaus erfolgreiche Arbeit der Exekutive widerspiegelte, bereitete der Council der Galuth-Palästina-Exekutive lebhafte Ovationen, Durch eine überaus geschickte und weit- AUS PALÄSTINA Die palä§lmen§isdie Wirtsdiaft Muht auf Palästina auf der britischen Reichskonferenz Der Direktor der Pardess Company (Gesellschaft Produktion zurückgegangen. Heute denkt man in Palästina sogar an Käseexport. Bananen existierten vor sieben Jahren in Palästina fast noch nicht; im letzten Jahre schon wurden 300 Tonnen Bananen exportiert. Vier Monate jLra Jahr hat Palästina Erdibeeren. Die Central Bank, die den Farmern und Züchtern Darlehen gewährt, hat

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