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Die neue Welt · 1932-07-01 · Heft 250 (1.7.1932) · page 5

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Journal
Die neue Welt
Volume
6 (1932)
Issue
Heft 250 (1.7.1932)
Date
1932-07-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 250 DIE NEUE WELT Max Nordaus lelyfe Jahre Von Prof» Dr. A* §♦ E. Ifahuda II. Der nun folgende Teil des Vortrages Prof. Yahudas beschäftigt sich mit der innerzionistischen Situation zur Zeit der Erlassung der Balfour-Deklaration. Nun eine Episode, die in ihren Einzelheiten sehr bezeichnend ist und manches Streiflicht nuf die Haltung des Führers des Zionismus zu Nordau wirft. Es War im Juni 191?, einige Monate vor der Balfour- Deklaration. Da kam Weizmann nach Madrid auf seinem Wege nach Gibraltar in einer sehr wichtigen politischen Mission für die englische Regierung. Es ging darum, den amerikanischen Botschafter Mergenthau, der in Gibraltar auf seinem Wege nach der Schweiz war, einen Separatfrieden mit den Türken zu Schließen, von seinem Plan abzubringen. Weizmann traf mich zufällig am Eingang zur englischen Botschaft, wo er eine Unteredung mit dem Botschafter hatte, und sagte mir, er habe soeben den Botschafter nach meiner Adresse gefragt, er wolle mich in einer sehr wichtigen Angelegenheit sprechen. Ich suchte ihn am Nachmittag in seinem Hotel nuf. Er sagte mir: „Ich habe mich gefreut, Sie heute so unerwartet getroffen zu haben. Denn eines der wichtigsten Dinge, die ich mir hier vorgenommen habe, war, Sie zu besuchen, um Ihnen eine große Bitte vorzutragen. Sie wissen, daß die Beziehungen zwischen mir und Nordau schon seit langem etwas gespannt sind. Wir haben uns eigentlich niemals recht verstanden und ich glaube, daß er mich immer mißverstanden und auch meine Haltung ihm gegenüber etwas zu persönlich genommen hat. Kurzum, ich habe das Gefühl, daß Nordau eine falsche Vorstellung ,von mir hat, und ich möchte gerne, daß Sie mir den Weg zu einem Besuche bei ihm ebnen, um alle Mißverständnisse aus dem Wege zu schaffen. Denn wir stehen jetzt, und das sage ich Ihnen im Vertrauen, vor einer sehr großen, bedeutsamen Entscheidung in der jüdischen Geschichte." Er erzählte mir die allgemein bekannte Geschichte seiner Erfindung von Schießpulver, die, wie er mir versicherte, für die englische Armee so wichtig war, daß ohne ihn der Krieg nicht mehr hätte weitergeführt werden können. Nun erzählte er mir, die englische Regierung habe ihm die größte Belohnung angeboten, er aber hätte allen Ministern und Generälen gesagt: Wenn ihr mich belohnen wollt, so gebt mir Palästina für die Juden. Als er mir dies sagte, war ich von Freude und Bewunderung für ihn dermaßen erregt, daß ich seine beiden Hände ergriff nnd sagte: „Sie sind ein großer Jude, und haben das getan, was nur ein großer Jude tun kann." Ich ging sofort zu Nordau, und Weizmann brachte den ganzen Abend bei Nordau zu. Als ich am Morgen zu Nordau kam, traf ich. ihn in außerordentlich gehobener Stimmung. Eine'Stimmung, wie ich sie bei ihm niemals zuvor in Madrid gesehen habe. Er wiederholte mir, was Weizmann mir schon selbst erzählt hatte, und fügte hinzu: „Als ich von Weizmann erfuhr,, daß er als seinen Lohn Palästina für die Juden verlangt habe, konnte ich mich kaum beherrschen. Ich hätte ihn beinahe umarmt und habe ihm in diesem Augenblick alles verziehen, denn 4ch war ihm wirklich sehr böse und hatte auch nie Vertrauen zu ihm. Ich weiß,' 'daß überall, wo er mir nur schaden konnte, er es nicht unterlassen hat. Aber in dem Augenblick wurde alles ausgelöscht und ich habe mich mit ihm vollkommen versöhnt. Ein Mann, der das für sein Volk tun kann, verdient, als der größte Sohn seines Volkes bewundert zu werden." Hiebei war Nordau so erregt, daß er kaum seine letzten Worte aussprechen konnte. Es war eine freudige Erregung. Ich habe selten die Hoffnung so hell in seinen Augen leuchten gesehen. iWie eine heilige Flamme brannte es auf seinem Gesicht. Es war ein erhabener Anblick. Mit diesem Besuch war der Weg zu einer Zusammenarbeit mit Weizmann geebnet und das freute mich sehr, denn die Wiederherstellung des Vertrauens zwischen Nordau und Weizmann war ein gutes Vorzeichen für die Zukunft des Zionismus. Da ichi nach Vichy zur Kur fahren mußte, beschleunigte ich die Reise, um Weizmann auf seinem Weg nach Paris ein großes Stück des Weges zu begleiten. Wir waren glücklicherweise allein im Coupe, haben aber die ganze Nacht nicht ein Auge geschlossen. Wir sprachen über alle möglichen Pläne. Ich betonte besonders die Notwendigkeit, die arabische Frage unverzüglich in die Hände zu nehmen, und Weizmann schien so stark interessiert, daß er mir versprach, auf einige Tage nach Vichy zu kommen, um ein Programm für Nordaus und meine Mitarbeit> festzulegen. Voller Begeisterung und Hoffnung wartete ich in Vichy. Weizmann kam aber nicht und ich hörte nichts von ihm. Ich habe ihm nach London geschrieben, aber erst nach vielen Wochen bekam ich eine Antwort, in der er mir nur über eine persönliche Angelegenheit Nordaus schrieb; über unseren Plan aber kein Wort. Auch kein Wort über eine weitere Mitarbeit Nordaus. Dann kam die große Ueberraschung der Balfour-Deklaration. Ich brauche wohl kaum ein Wort über die Wirkung dieser Manifestation auf Nordau zu sagen, ebensowenig über die Hoffnungen, die sie in ihm wie in den Herzen der Juden der ganzen Welt erweckte.- Je größer aber die Erfolge in London waren, desto seltsamer wurden die Nachrichten, die von der Zentrale an Nordau gelangten. Der große Sokolow, wie ihn Weizmann nannte, bombardierte Nordau mit langen Telegrammen. Kurz darauf kam die Nachricht, daß die englische Regierung eine zionistische Kommission mit offiziellen Vollmachten nach Jerusalem entsenden wolle, um den Boden für die Ausführung der Balfour- Deklaration vorzubereiten. Nordau sagte mir: „Sie müssen unbedingt mitfahren." Ich erklärte mich sofort bereit. Da ich mich aber nicht selbst aufdrängen wollte, erbot er sich, sofort in dieser Sache nach London zu schreiben. Obwohl er durch die vielen Enttäuschungen verärgert und mißtrauisch geworden war, unterdrückte er seine Verbitterung und setzte sich mit allen Kräften dafür ein, daß ich aufgefordert werde, mich an der Fahrt der Kommission zu beteiligen. Er hob mit allem Nachdruck hervor, daß meine Beteiligung unerläßlich sei, schon wegen der Araberfrage. Er bekam keine Antwort. Erst nachdem die Kommission abgereist war, erfuhren wir, daß ein anderer früherer Palästinenser mitgenommen wurde, der kaum etwas von der Araberfage verstand« der nie mit einem intelligenten Araber gesprochen hatte, aber vor seiner Abreise von Palästina vor 30 Jahren das arabische Alphabet bei mir gelernt hat und nicht viel weiter darüber hinauskam. Nordau war außerordentlich empört und ich tief verstimmt, schon weil ich mich in den Augen der spanischen Regierung dadurch lächerlich gemacht hatte, daß ich sie mit größter Eindringlichkeit gebeten habe, mir den Urlaub so schnell wie möglich zu erleilen. Da* fiel zun! erstenmal seit Wcizmanns Besuch in Madrid ein Wort ans Nordaiis Munde, das geradezu niederschmetternd auf mich wirkte: „Ich glaube nicht mehr an Weizmann. Er fängt wieder sein altes Spiel der Intrigen an. Ich habe mich ehrlich mit ihm ausgesöhnt. Jetzt beginne ich aber zu fürchten, daß er alles tun wird, um die ganze Herrschaft für sich allein zu behalten. Er will mich nicht haben, will auch Sic nicht haben, weil Sie mit mir sind." wenn Sie den Rat befolgen, Ihren Körper widerstandsfähig und widerstandskrfiftig zu machen. Im Kampf ums Dasein spielt es eine große Rolle, daß Sie keinen Tag verlieren, daß Sie durch keine Erkaltung gezwungen werden, tagelang Ihrem Berufe. Ihrer B.-rcIiüftigung fernzubleiben. Gebrauchen Sie ständig jeden Tag FRANZBRANNTWEIN mit Menthol und Sie schätzen sich am besten gegen alle Unbill des Wetters und des Alters. In Jedem besseren Geschälte erhältlich* Verlangen Sie ausdrücklich „DIANA" und nehmen Sie nur „DIANA" Minderwertige Nachahmungen sind energisch zurückzuweisen. Ich habe es nicht geglaubt, aber er blieb dabei nnd fügte sogar hinzu: „Ich rate Ihnen, von mir abzurücken. Ihre Rolle kann viel bedeutender werden als meine." Wie Messerstiche wirkten seine Worte auf mich. Seilt Verdacht schien mir ungerechtfertigt zu sein. Aber die Zukunft hat ihm leider recht gegeben. Trotzdem habe ich stets darauf hingearbeitet, daß Nordau in Verbindung mit den Führern in London bleibe, und da seine Briefe selten beantwortet wurden, teilte er Mr. Green berg und M. Cowcn seine Ansichten mit, damit diese Heren sie weitergeben. Als nun Weizmann und die anderen Mitglieder der Kommission nach London zurückgekommen waren, setzte sich Nordau wieder, wenn auch widerwillig, mit Weizmann in Verbindung, um ihn seine Ansicht über die nllerwichtigten Maßnahmen und Vorbereitungen bekanntzugeben. Da der Plan einer Konferenz, und zwar diesmal einer weiteren Konferenz, an der sich auch die deutschen Mitglieder des Zionismus beteiligen sollten, aufgenommen wurde,. setzte er sich in ganz eindringlicher Weise bei Weizmann dafür ein, daß zu dieser Konferenz nicht Notabcln eingeladen werden, sondern wrkliche Volksvertreter mit einem offiziellen Mandat von allen jüdischen Gemeinden und allen zionistischen Verbindungen, auf daß diese Konferenz eine rechtmäßige Vertretung des ganzen jüdischen Volkes sei und nicht eine Versammlung von Notabein. Es vergingen Wochen, aber kein Wort kam von London. Inzwischen wurde sehr hohe Politik in London und Paris getrieben. Als mir immer klarer wurde, daß man in den zionistischen Kreisen Palästinas alles getan habe, um das Mißtrauen der arabischen Bevölkerung zu erregen, und daß man, anstatt sich mit den maßgebenden Kreisen der Araber in Palästina selbst in Verbindung zu setzen, eine abenteuerliche Politik machte, veranlaßte ich Nordau, einen sehr scharfen Brief nach London zu schreiben. Er weigerte sich zuerst sehr entschieden, an diese Herren etwas zu schreiben; ich zwang ihn aber dazu, und dachte mir, vielleicht werden doch am Ende die Augen der Herren ifi London geöffnet werden. Es war ein sehr aufgeregter Nachmittag. Jeder Satz kostete einen Kampf. „Es wird nichts nützen", schrie Nordau mich jeden Augenblick an. „Sie verlieren meine und Ihre Zeit, Sie könnten ebensogut an die Wand, die mir gegenübersteht, schreiben." Ich war [roh, endlich den Brief zur Post tragen zu können, von dem ich mir doch Resultate versprach. Nach vielen Wochen vergeblichen Wartens kam endlich die Antwort von Sokolow, daß man in London genau au fait sei und schon alles richtig mache, (Fortsetzung folgt.) „Der Jud ist sdiüM.. .1" Uriel Birnbaums Schrift „Volk zwischen Nationen" Uriel Birnbaum hat sich als Lyriker („In Gottes Krieg"), als Maler und Graphiker („Der Kaiser und der Architekt", . „Moses" u. a.) und als Essayst einen Namen gemacht. Seine eigenartige Stellung in der jüdischen Kunst und Literatur ist auf seiner fanatischgläubigen, den Modeströmungen der Zeit fernen Weltanschauung gegründet. Die vor- Jie&e.nde rlSqhrifti^.Volk^ zwischen' Nationen" ' ist " im'Selbstverlag Uriel Birnbaum,' Wien, XIII. (Auslieferung Zöller & Co., Wien, I., Herrengasse'5)'erschienen. Preis der 36 Seiten umfassenden Broschüre RM. 1.— (S 1.74). Wer Uriel Birnbaumsv/eltanschaulich-politische Haltung kennt, aus seinen Schriften, Bildern und zyklischen Zeichnungen, der wird über seine Stellungnahme zum Begriff Volk, zur Definition Nation, zum Problem Judentum nicht überrascht sein. Hatten die Publikationen „Gläubige Kunst" und „Mose s" seinen Grundgedanken den metaphysischen Rahmen gegeben, so begründet er in seiner soeben erschienenen Schrift „Volk zwischen Nationen" die Substanz Jüdisches Volk mit Fundamenten, die abseits aller materialistischen Thesen stehen. Er führt die sozialistischen und nationalen Strebungen und Strömungen, ihren gegenseitigen Kampf und die .Atmosphäre, die sie immer wieder schaffen, auf den Mangel an ewig gültigen Fundamenten zurück. Und er kommt bei der Betrachtung des unveränderlichen, unsterblichen Judenhasses zu dem Schluß, daß er, der Judenhaß, nicht nur gefühlsmäßige, sondern — im Sinne einer gläubig betonten, sittlich vorherbestimmten Weltordnung — „schicksalhafte, providentielle, metaphysische Ursachen haben muß." So eingestellt, betrachtet Birnbaum alle Erscheinungen des Weltgeschehens als positive oder negative Reflexe, die sich aus der Haltung zu den ewig gültigen, von Gott a priori gegebenen sittlichen Gesetzen ergeben; so eingestellt, erklärt Birnbaum den Judenhaß in allen seinen Formen aus der Andersartigkeit eines Volkes, „das, durch einen Glaubensakt entstanden, kein Selbstzweck ist, sondern nur Mittel zu einem Zweck", nämlich: „Wir (das jüdische Volk) aber wollen gehen im Namen des Ewigen unseres Gottes ewig und immerdar..." Der Ernst und die gläubige Glut Birnbaums ist so stark und echt, daß wir im Zusammenhang mit unseren Bemerkungen zu seiner Schrift die Schicksalsfrage des jüdischen Volkes nicht in die Tiefebene einer aktuellen Polemik hinabgleiten lassen wollen. Die seitens eines in großem Schwung denkenden gläubigen Menschen ausgesprochene Erkenntnis von der Ewigkeit des Judenhasses, von der Sonderstellung des jüdischen Volkes innerhalb der Nationen (in diesem Sinne ist der Titel der Schrift „Volk zwischen Nationen" gedacht) deckt zugleich die Versuche gewisser Richtungen auf, den Judenhaß zu begründen und zu entschuldigen. Birnbaum, sonst ein fanatischer Ablehner nationaljüdischer, zionistischer Gedankengänge und Trennungslinien, legt hier die Sachlage folgendermaßen dar: „Daß die Juden an dem gegen sie gerichteten Hasse allein Schuld trügen, konnte freilich am besten bekräftigt werden durch Steigerung dieser Schuld ins Mystische. Nicht mit der Naivität mittelalterlichen Abscheus vor dem Juden als Gottesmörder, sondern mit scheinwissenschaftlichem Getue wurden die Juden jetzt angeklagt, seinerzeit ihre eigene Mission mißverstanden zu haben; so führte christozentrische Einseitigkeit gerade die Antisemiten zu dem, was sie den Juden immer, und oft genug mit Recht vorwarfen -rzur Einmischung Fremder in Angelegenheiten des jüdischen Volkes, zu einem Besser- wissen, was die .Juden vor 1900 Jahren hätten tun sollen. ' „Sie haben*, ■ isa'gf Blüher, „Christus gehören; und haben den Menschen, um dessentwillen sie ■ antraten, getötet. iDiesfr Schuld .;läßt,rsie . nich^-mehr los. Christus ist der ■ geschichtliche Zwangsgedanke des Judentums... Darum ist kein Jude glücklich, sondern alle, ohne Ausnahme, sind gebrochen." Diese merkwürdige, fast jeden Nicht- , juden innewohnende Psychologie, dieses für zwecklos, ja . für tot Erklären eines nach Nichterfüllung seiner angeb- , liehen Mission noch so lange weiterlebenden Volkes, greift neuerdings auch auf manche jüdische Kreise über . — auf Literaten, deren verschwommenem Fühlen, da sie die, jüdische Idee vom Judentum nicht mehr kennen, eine solche mystagogische Umrätselung ihres Volkes gefallen mag." Nun geht Birnbaum zur Charakterisierung der. Assimilationserscheinungen über: „Die Verkleidungen der Assimilation sind so mannig- ■ faltig wie komisch. Das ungeheure Ausmaß geistiger Ent- : judung, die weit über die körperliche durch Mischehe und Taufe hinausgeht, bleibt meist unbeachtet — wie ja ge-; rade bis zum Auftrumpfen bewußt-jüdische Kreise in ' ihrem Ideenleben ganz und gar auf nichtjüdischem Wesen aufgebaut sein können. Jede Geistesströmung im Europa der letzten hundert Jahre wurde alsbald von den Juden aufgegriffen. Keine europäische ernste Lehre, aber auch keine europäische Verstiegenheit und Verschrobenheit, die nicht Juden angelockt hätte — es gibt jüdische Rassenfanatiker, jüdische Bibelkritiker, jüdische Christen, jüdische Pazifisten, jüdische Demokraten, jüdische Atheisten, jüdische Antisemiten. Nur der Eigenwert des Judeseins ist unter dem Wust von Auch-Judentümern fast schon verloren gegangen. Hieraus ergibt sich die tröstliche Tatsache, daß gerade die ärgsten Eigenheiten des heute so verhaßt gewordenen „jüdischen Geistes" ihm gar nicht ursprünglich eigen sind — daß nicht so sehr die Juden die Welt verdorben haben, als vielmehr von ihr verdorben worden sind. So gewiß das Judentum berechtigt war, die eine große Wahrheit vom ewigen Gott und vom ewigen Sittengesetz den Völkern darzubringen, eben weil es die eine, mit keiner anderen vergleichbare Wahrheit war — ebenso gewiß haben die Juden seither nicht das mindeste Recht, den Völkern in deren Auffassung des Sittengesetzes und in ihr Leben mit oder ohne dasselbe etwas dareinzureden...." Zu einer tieferen Schicht des Uebels vordringend: „Dieses Ansichreißen der fremden Kulturen, diese Assimiliertheit oft gerade der nationalsten Assimilationsfeinde schafft unzählige neue zwecklose Reibungsflächen und droht eine Katastrophe herbeizuführen. Denn dem Nicht* juden werden begreiflicherweise weit weniger <!!e fontt»

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