Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 6 (1932)
- Issue
- Heft 249 (24.6.1932)
- Date
- 1932-06-24
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 DIE NEUE WELT Nr.- 249 1 Bad Gasfei'n Kurhotel Bristol Th*m*tbtd»r, //ffgtwoVg Watfr, best* streng kos^tra Küche III Auskünfte bereitwilligst III Verbrüderung der Welt wollen, so sollten vor allem w i r selbst, durch Selbstauflösung, ein Beispiel' nationaler Selbstlosigkeit zeigen und den Völkern, den jüdischen Dorn aus dem Auge nehmen. Diese Theorie der nationalen Selbstaufopferungsmission ist ein echt jüdisches Patent, ein Symptom gewissen jüdischen Minderwertigkeitskomplexes, also einer Art psychologischer Entartung. Kein anderes Volk scheint damit belastet zu sein.. Weder die polnischen noch die tschechischen, litauischen, deutschen, bulgarischen oder ungarischen Sozialisten, Kommunisten oder Pazifisten hatten je davon gesprochen, ihr Volk im Interesse der Allgemeinheit aufopfern zu wollen; sogar dem Russen, der zu mystischer Extravaganz hinneigt, war ein ähnlicher Gedankengang immer fremd. Das Beispiel Sowjetrußlands zeigt, daß die Kommunisten der verschiedenen Rußland bewohnenden Nationalitäten nicht weniger um die Aufrechterhaltung ihrer nationalen Eigenart besorgt sind als ihre bürgerlichen Vorläufer. Nur dem Juden, dessen Nervensystem der Zersetzung des Ghettos nicht ganz standhalten konnte, ist es eingefallen, dem Volke, das auf Jahrtausende des Kampfes zurückblickt, nationalen Selbstmord als Lösung der Schwi*ri g k eiten zu be antra g.e n. *.S^'v4*^v..-l-"-.•-;■/ >■■•■■:■. vi i. 4 ' --V**:-.r4'*.": Die kommunistische Orientpolitik greift be- ^sj|e^ ifefefeul4 die Nichtjuden auf die angeblichen „kriminellen Taten'1 der jüdiachen Gemeinschaft aufmerksam machen. Dabei ist bemerkenswert; daß diese Agitation auf jegliche Klassenphraseologie fast gänzlich verzichtet hat, um sieh an deren Steile der viel wirkungsvolleren RafiBenargumente zu bedienen* AH das ist den jüdischen Kommunisten zu wenig: sie wollen sich keineswegs auf bloße Propaganda ver* lassen und nehmen an der Organisation arabischer Pogrombanden .teil. Die „Internationale Pressekorrespondenz" der kommunistischen Internationale h< es sogar für möglich, manche ihrer diesbezüglichen Erfahrungen der Oeffentiichkeit anzuvertrauen: „Die zionistische Provokation steigert ins Ungeheuere die Aufregung der arabischen Massen. Der Beginn der Orangensaison führte dazu, daß die Zionisten ihre Agitation für die Beseitigung der arabischen Arbeiter verstärkten... Das ist die Ursache dafür, weshalb die arabische Erbitterung solche Dimensionen annimmt. Da der arabische Aufstand des Jahres 1929 bekanntlich vom britischem Militär und von den Zionisten niedergerungen wurde, versuchen jetzt die verzweifelten Araber sich in Partisanengruppen zu organisieren... Im Laufe der letzten zwei Monate allein haben 24 organisierte Angriffe in Palästina stattgefunden" („Morgenfreiheit", Korrespondenz vom 28. Dezember 1931).. .Daß .der kommunistische . Pressedienst die ..einzige . Nachrichtenquelle ist, die über ähnliche Informationen verfügt/ ist sehr bedeutungsvoll Es unterliegt keinem Zweifel, daß es sieh hier um die Realisierung der Pogromideen der obenzitierten Proklamatldnen handelt, uftd «war bei der sehr freundliehen Kooperation der Verfasser der-. , selben. Es ist 2. B. dokumentarisch festgestellt worden, daß die jüdisch-kommunistischen Provokateure einen Judenpogrom zur Eröffnung der letzten Ausstellung vorbereitet" hatten, der nur im letzten Augenblick abgewendet werden konnte („Befreiung" vom Juni 1932). Die Vertrauensleute des Mufti haben bekanntlich von Monaten dem gewesenen Oberkommissar Chancellor gegenüber die Erklärung abgegeben, daß „solange das gegenwärtige Regime bestehen bleibt, keine Rede von der Wiederherstellung der Sicherheit im Lande , sein i könne". Die jüdischen Kommunisten^ die diese Mord- . gefühle vollkommen teilen, sind nun mit Leuten, deren Hände in Judenblut getaucht sind, eine enge Arbeitsgemeinschaft eingegangen. Das politische Interesse scheint ihnen, die Abschlachtung der Judenschaft erforderlich zu machen und diesem Ziel widmen sie nun ihre besten Kräfte. k „Jüdische Pogromisten!... Der Teufel selbst würde kaum eine ähnliche Situation ersinnen können!" — schreibt der New Yorker sozialistische „Vorwärts", Die geistigen Auswüchse des Ghettos sind eben, viel farbenreicher, als es sich die ärmliche Phantasie eines .. Teufels vorzustellen vermag. (Schlußartikel folgt.) . Ml* als SoJai^f &tw'Ü'(&2* der desT Jahres 1929 in Palästina, wurde von ihr s „revolutionäre .Tat" gepriesenes«nröttteiiiavtte dasfiJabVi 1929 wiederholt sehen und nicht nur „möchte" sie, soum dem sie tut alles in ihren Kräften liegende, um dies zu erreichen. Die Befreiung der Proletarier soll über' die' Heldentaten von Hebron geführt werden. Das Beachtenswerte hierbei ist nun, daß die kommunistische internationale diese erhabene Politik mit keinen arideren als mit jüdischen Händen macht. Seit zwei Jahren ' arbeitet der jüdische Kömmunismüs. Palästinas systematisch' auf einen neuen Judenpogrom hin. Hier ist .eine seiner Proklamationen an die arabischen Bauern, erschienen vor der Er-: Öffnung der Tel-Awiwer Ausstellung: „Fellachen! In dieser schweren Zeit feiern die zionistischen Verbrecher auf eure Kosten ihre nationalen Feste. In dieser Zeit führen sie ihre Agitation für die verbrecherische zionistische Älijah, die das Ziel hat, euch auszuplündern und zu berauben, euch vom Lande zu verjagen und den arabischen Arbeitern die Arbeit zu nehmen . . . Erhebet dagegen euren flammenden Protest! Der arabische Fellache wird nur dann Boden erhalten und vom Steuerdruck befreit werden, wenn er vor allen Dingen die zionistischen Kolonisatoren und Grundbesitzer, die ihn des Bodens beraubten, vernichten wird" '] („Foward" vom 23. Mai 1932). Und hier sind einige Stellen aus einer von der •P. K. P. (Palästinensisch-kommunistische Partei) unter dem Titel „Das Land — dem Fellachen!" kürzlich veröffentlichten Broschüre: „Wer sind eure Feinde? Die Zionisten, welche eure Arbeit, euer Land und eure Einkünfte wegrauben! Dieselben Zionisten, welche die besten Teile eures Bodens bereits beherrschen; die ihre blühenden Kolonien auf den Ruinen eurer Wirtschaften errichtet haben. Nicht nur, daß sie euren Boden rauben —• sie vertreiben euch selbst von den euch geraubten Feldern. Die Ereignisse in den Dörfern bezeugen das Anwachsen eures gerechten Zornes gegen die zionistischen Okkupanten... Eure Antwort dokumentiert sich täglich ■n euren blutigen Zusammenstößen mit den zionistischen Verbrechern.,. Tausende von zionistischen Einwanderern sind ins Land gekommen, die sich Zehntausende von Dunamen des Fellachenlandes aneigneten und euch arbeitslos machten. Jetzt bereiten sie gegen euch mit Hilfe der Regierung ihre Haganah-Vereine vor" („Arbeiterstimme" Nr. 301/25). Das sind Worte, welche die mehr oder weniger theoretischen Auslassungen des alten „Bundes" über „den Nutzen jüdischer Opfer im Prozeß des sozialistischen Kampfes" in den Schatten stellen. Ja, mehr; sie überflügeln die besten Muster der ukrainischen Raub- und . Mprdliteratur, denn hier sind es Juden selbst, die ' Soll die si'onistisdie Ofganistion zertrümmert werden! bei* Betrug um die Eünwanderung§»Zeriilikale — Appell an den Präsidenten SokolW Palästina und die zionistischen Fonds t-r Eine Warnung von neutraler Seite " Stimmen erlangten, von zehn Chaluz-Zertifikaten, sage und schreibe e i n e s, und das noch nicht definitiv, zugeteilt. Dieses schändliche Vorgehen dieses ' Amtes wird am besten durch folgendes Detail illustriert: Eines der Mittelstands-Zertifikate wurde einem MitgHede der Prüfungskommission, dem Vertreter der „Poale Zion", Ingenieur M a h r e r, zugeteilt.'Ein Kommentar ist da überflüssig. In Abwehr dieses Gewaltstreiches hat die Union der Revisionisten Oesterreichs an alle, zionistischen. •Stellen und an die Leitungen der zionistischen;;Fonds Protest und Warnung "gerichtet. An den Präsidenten u^f&ionistisch&oWM * .„ , ri. ■*/'..(.i y«r V.:»,>/- . '•■ t - *.'-'», **>-M low, erging die telfegrapnische Aufforderung, die un« 'gerechte Verteilungzu feistieren, und folgendes Schreiben: * : . <: - - '• .. Hochgeehrter Herr Präsident! « . Per JKongrejßbeschluß, betreffend die Zusammensetzung der Palästina-Aemter im Verhältnis der . , Starke der Kongreßgruppen, ist. bis heute nicht durchgeführt. Das hat zur Folge, daß die Verteilung, der Zertifikate durch Palästinaämter vorgenommen wird, in denen die Vertreter.der Linken, den über« wiegenden Einfluß haben. In skrupelloser Aus nütz.ung dieses Zustandes werden die Bewerber aus dem Mittelstande vergewaltigt, beson* ders aber die Bewerber revisionistischer Einstellung ihres Rechtes auf Einwanderung nach Palästina beraubt. In Wien, wo die Revision nisten bei der letzten Kongreßwahl 50 Prozent der Stimmen auf ihre Liste vereinigten,. hat man den revisionistischen Bewerbern von zehn .Zertifikaten sage ..und schreibe - eines zugebilligt, trotzdem die revisionistischen Anwärter gut ausgebildet« Chaluzim sind. Hochgeehrter Herr Präsident 1 Wir bitten Sie um sofortiges. Eingreifen und Anwendung Ihrer ganzen Autorität, damit ein Unrecht verhütet werde, welches. nicht nur. die zionistische WeilU Organisation aufs schwerste zu erschüttern geeignet ist, sondern auch in den .Reihen der, jüdischen, Jugend eine Verzweiflung erzeugen muß, welche unabsehbare Folgen zeitigen und gefährliche Formen annehmen kann, , Wie soll die zionistische Organisation,, wie sollen die zionistischen Fonds vor der Oeffentiichkeit bestehen, wenn alle ihre. moralischen und materiellen Mittel nur einer .Gruppe zur Verfügung gestellt, alle anderen wie Minderwertige behandelt werden? Herr Präsident! Verhüten Sie ein brutales Unrecht, verhüten Sie Ausbrüche gerechtfertigter Verzweiflung! , . Mjt; ergebenstem Zionsgruß > Union der Zionisten-Revisionisten .1 Oesterreichs« Robert Stricker. * . Das heiligste Recht der zionistischen Jugend ist es, n a d h P a 1 ä s t i n a z u gehen. Eine Gruppe im Zionismus, die "sozialdemokratische „Poale-Zioit'Y hat"es aber zuwege gebracht, alle. Einwanderungs-Zertifikate an sich zu reißen und allen, die ihr nicht Untertan sind, den Weg nach Palästina zu versperren. Sie hat, unter gewissenloser und beschämende r D ü 1 d u ng seitens der „Allgemeinen Zionisten" und Öriderer .kleinen Gruppen;1 aus*" P a 1 ä s t i n ä- und den■ zionistischen F-on-ds ein Monopol für sich,; ^'m^a'c5h;,t^U# d^^fsj^^^^l^i- U^^hfindfiöfee>i #«sta'rid*&n^En^ s te n k o n g-r eß beschlossen, , die Vorherrschaft der „Poale Zion" in den Palästina-Aemtern, denen die Verteilung' der Einwanderüngs-Zertifikate obliegt, zu beseitigen und die Besetzung dieser Aemter nach der IS t ä-r k e der K o n g r e ß g r u p p e n anzuordnen. Mit brutalem Zynismus ist man über diesen Korigreßbeschlüß hinweggegangen und die illegal" zusammengesetzten, unter überwiegend ' linkem Einfluß stehenden Palästina-Aemter rauben a IT e ri Bewerbern, die nicht sozialdemokratisch organisiert sind, die von . der Palästina-Regierung jetzt erteilten 2000 Zertifikate und verteilen sie an ihre Gefolgschaff. " " , Dieser* schändliche ße^alMreich Hat bereits in, \ einzelnen,Ländern zu ÄufsVb.y.üchen '-disr 'Verzweifle geführt, .yp^ allem, in Pole.n,,dem.; Häuptlahde des Zionismus; wo Zehntausende sehnsüchtig nach Palästina streben. Dort hat man den; Revisionisten, einer der stärksten Parteien im Lande, sage und schreibe vier PYozent der Zertifikate zugeteilt, der „Poale Zion" aber,'die dort nicht stärker ist, vierundachtzig Prozent. Ein gewaltiger Aufschrei war die Antwort. Die Revisionisten. Polens haben bereits den Boykott der zionistischen Fonds proklamiert: und kundgegeben, daß sie bis auf die Straße gehen werden, um den Raub ihres heiligsten Rechtes auszurufen. Dort ist der Zionismus in seinen Grundfesten erschüttert. In Oesterreich hat das illegal zusammengesetzte Wiener Palästina-Amt den Revisionisten, die bei der letzten Kongreßwahl 50 Prozent der i ■ .............. "i .i ■»■■»i«»» Alt werden und Jung bleiben möchte jeder, So schwierig es scheint, es ist dennoch leicht erreichbar durch ständige, sorgsame Körperpflege. Ein hervorragendes Mittel dazu Ist .E^iifly^j^ii ■ FRANZBRANNTWEIN mit Menthol Massagen Einreibungenmit Diana-Franzbranntwein erfüllen mit verjüngender Kraft Ibens« wertvoll jur Hund« und Hoarpllefl«. lind dabei «ehr billig. Nehmen Sie nur Diana und weisen Sie wertlose Nachahmungen energisch z urück. . Ue berell erhaltlich! Ueber die Vorgänge in Polen schreibt die neutrale Warschauer Tageszeitung „Moment" an leitender Stelle: „Es ist höchste Zeit, daß sich die Exekutive ernst mit dem schmerzlichen Konflikt beschäftigt, der bei uns wegen der Zeriifikatsverteilung ausgebrochen ist. Ein bedeutender Teil unserer - Organisation, d») Revisionisten, habe« die B«»kettlet«,*/"