Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 6 (1932)
- Issue
- Heft 238 (8.4.1932)
- Date
- 1932-04-08
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 DIE NEUE WELT Nr. 238 Aus Deutschland Heftige der »Neuen Welt« lür Deutfchland # ftlfalredaktioii und Admfniftratfoitt Berlin, Charlofteaburg % Ioa<him§taU*$tr*Be 3/M Zustände! Djue Judengemeinde unier liberalem Regime Selbst wenn in Berlin nicht nahezu ein Drittel der in Deutschland wohnenden Juden lebte, wären die Vorgänge in der Berliner Judengemeinde beachtlich genug, um das rege Interesse der zionistischen Oeffent lichkeit zu verdienen. Denn was sich jetzt dort abspielt, berührt die Lebensinteressen der ganzen deutschen Judenheit. Die Liberalen machen — wie schon in einem früheren Aufsatz erwähnt — von ihrer im letzten Wahlkampf wiedererlangten Majorität rücksichtslos Gebrauch. Ihr Ziel ist, den während der vergangenen Wahlperiode unter volksparteilicher Führung begonnenen Umbau der Kultusgemeinde in eine Volksgemeinde nicht nur zu hemmen, sondern für alle Zukunft unmöglich zu machen. Sie gehen dabei mit einer taktisch gar nicht ungeschickten, aber letzten Endes doch dummen Brutalität vor. Aus den Erfahrungen der Aera K a r e s k i haben sie gelernt, daß es zur Sicherung ihrer Position not wendig ist, den Verwaltungsapparat fest in der Hand zu haben. Infolgedessen setzen sie, unter dem erweislich unwahren Vorwand von Ersparungen, den vor Monaten begonnenen Abbau zionistischer An gestellter systematisch fort. Ob einer etwas leistet, ob er in den ungünstigsten sozialen Verhältnissen lebt, ob seine Gesundheit gefährdet ist, das spielt keine Rolle. Die Zugehörigkeit zur Volkspartei genügt, um ihn hinauszuwerfen. Stellen, deren Besetzung nach sachkundiger Meinung zur Erledigung der laufenden Geschäfte unerläßlich ist, werden kurzerhand eingezogen. Offenbar in der Absicht, sie im nächsten Jahr mit liberalen Parteigängern zu besetzen. Die Folgen, die dieses Vorgehen schon gezeitigt hat, sind wahrhaftig tragisch: Innerhalb der letzten Wochen sind zwei herz leid ende zionistische Angestellte infolge der durch die Kündigung hervorgerufene Aufregung in verhältnismäßig jungen Jahren an Herzschlag verstorben. Es wird in beiden Fällen schwierig sein, den Kausalzusammen hang zwischen Kündigung und Ableben so eindeutig zu beweisen, daß eine juristische Verantwortlichkeit festgestellt werden kann. Und das mag dem robusten Gewissen mancher liberalen Führer genügen. Nach unserer Kenntnis der bei den Liberalen maßgebenden Menschen wird die Personalpolitik in Zukunft um keinen Deut humaner sein. Sie wird weiterhin, um der Gesinnung willen, Existenzen vernichten, die Not vermehren, die staatsb ärgerliche Position der deutschen Juden schwer gefährden. In der Tat, die Liberalen dürfen sich auch in dieser Richtung eines „Erfolges" rühmen. Haben sie es doch fertigbekommen, Herrn Dr. Freund, den Sachbearbeiter der Berliner Gemeinde und des Preußischen Landesverbands Jüdischer Gemeinden für die staatsrechtlichen Angelegenheiten, just in dem Augenblick seines Amtes zu entheben, als die zwischen dem Landesverband und der preußischen Regierung geführten Verhandlungen über das neue preuß.ische Judenrecht in ihr entscheidendes Stadium traten. Ergebnis: Der von Dr. Freund in jahrelangen schwierigsten Verhandlungen vorbereitete Gesetzentwurf verschwand im Schubfach irgend eines'Geheimrates, und die Regierung legte dem Landtag einen Entwurf vor, der — wird er Gesetz -~ die Auflösung der preußischen Judenheit von Staats wegen sanktioniert. Denn er beseitigt die den ganzen preußischen Staat umfassende Einheit des Synagogenverbandes und zerschlägt die preußische Judenheit in einzelne Kültusgemeinden mit weitgehender Autonomie. Der Preußische Landesverband Jüdischer Gemeinden hat gegen diesen Gesetzenwurf zwar protestiert Aber ob der Protest etwas nützen wird, bleibt zu* bezweifeln. Kommt das Gesetz in der von der Regierung vorgeschlagenen Form durch, so trifft die volle Verantwortung für seine unausbleiblichen verhängnisvollen Folgen jene liberal-assimilantischen Politiker, die einen Mann — der noch nicht einmal Zionist, sondern eine jüdisch-politische Wetterfahne ist — blindwütig im entscheidenden Augenblick davonjagten, nur weil er ihnen nicht genehm war. Wahnwitz und doch Methode. Niemand wird behaupten können, daß die Liberalen ihr Programm der Bekämpfung alles Jüdischen nicht konsequent durchführen. Ein Stein besonderen Anstoßes ist ihnen natürlich die jüdische Schule. Bekanntlich hat die Berliner Gemeinde in volksparteilichen Zeiten drei Volksschulen errichtet, die sich eines von Jahr zu Jahr wachsenden Zulaufs erfreuen. Und das in einer Zeit, , in der die Stadt Berlin alljährlich einige Volksschulen aus Mangel an Schülern zusperren muß. Um dem Andrang einigermaßen gerecht za werden, richtete die Gemeinde bisher jedesmal zwei parallele Aufnahmeklassen ein. Was aber tun heuer die Liberalen? Obgleich die Zahl der Anmeldungen noch größer ist als %^&im> vtei^af.genes Jahr, eröffnen sie an jeder der drei Schulen nur eine neue Klasse. Angeblich, weil die Finanzen der Gemeinde eine größere Belastung nicht vertragen. Dagegen hindert die „schlechte" Finanzlage der Gemeinde die liberalen Machthaber nicht,, aus Gemeinde mittein Tausende für Veranstaltungen hinauzuwerfen, die — bei Licht betrachtet — nichts anderes sind als liberale Propagandaversammlungen. Kareski hat als Gemeindevorsitzender seinerzeit die Institution der Gemeindeabende geschaffen, Vera^-'altungen nichtreligiösen Charakters, welche dazu dienen sollen, breite Schichten der Berliner Juden über die Arbeit der Gemeinde zu informieren und sie am Leben der Gemeinde zu interessieren. Als Verwalter der Gemeindefinanzen aber hat er gleichzeitig dafür gesorgt, daß diese Abende ihr Ziel mit den bescheidensten Mitteln erreichten. Und mit vorbildlicher Objektivität, welche auch die Gegner anerkannten, hat er darüber gewacht, selbst im heftigsten Wahlkampf noch darüber gewacht, daß diese Abende von keiner Partei — am allerwenigsten von seiner eigenen — zu parteipolitischer Propaganda mißbraucht wurden. Heute ist das ganz anders. Die Gemeindeabende jagen einander. Und einer ist immer teurer als der andere, weil sich die Liberalen in richtiger Selbsteinschätzung nicht darauf verlassen, daß der gute Klang ihrer Namen die Säle fülle, sondern zu diesem Zweck jüdische Künstler von Rang zur Mitwirkung heranziehen. Auf diese Art hat wenigstens der künstlerische Teil der Gemeindeabende in der Regel ein anständiges Niveau. Was sonst geboten wird, ist übelste liberale Selbstbeweihräucherung. ' Und was sagt die Jüdische Volkspartei zu alledem? Gegen die liberale Personalpolitik unternimmt sie überhaupt nichts. Gegen die liberale Schulpolitik hat sie in einer überfüllten Massenversammlung starke Worte einer Protestresolution gefunden. An dem Skandal der Gemeindeabende aber ist sie direkt mitschuldig. Denn ihre Vertreter haben es zwar bisnun nicht über sich gewonnen, aus dem Gemeindevorstand und der Repräsentantenversammlung auszuscheiden, Gremien, in denen sie dank der absoluten Mehrheit der anderen zwar keinerlei Einfluß, aber alle Mitverantwortung haben. Dagegen lehnen sie es beharrlich ab, an den Gemeindeabenden, diesen einzigartigen Gelegenheiten zur Vertretung zionistischer Gedanken vor liberalen Hörern« mitzuwirken. Die grandiose Unklugheit ist ein erschreckendes Symptom völliger politischer Geistesverwirrung im volksparteilichen Lager. Deren Anlaß ist die unerwartete und schwere Niederlage bei den letzten Gemeindewahlen. Ihre Ursache aber wird man darin sehen müssen, daß die Volkspartei ein vielköpfiges Vorstandskollegium heterogener Elemente hat und keine Führung. Der Parteivorsitzende, Herr Dr. Klee, verfügt zwar in höchstem Maße über jene taktischen und rhetorischen Qualitäten, mit denen man Massen in Bewegung bringt. Aber zur Sammlung- und Führung einer geschlagenen Partei bedarf es anderer Gaben. Bedarf es vor allem jener konstruktiven Phantasie und nimmermüden Kampfesfreude, die sich in Kareski verkörpern. Es. ist das Unglück der Volkspartei, daß die Mitarbeit dieses Mannes im Parteivorstand mehr und mehr nachläßt, indes der Einfluß der Meinekestraße wächst. Diese hat schon vor den letzten Gemeindewahlen ihren traditionellen Dünkel gegenüber dem „schlechteren" Zionismus der Volkspartei aufgegeben und zwei ihrer prominentesten Mitglieder in die Repräsentantenversammlung entsandt. Damit ist ihr Uebergewicht innerhalb der Volkspartei gesichert. Hat doch auch Dr. Klee schon längst seinen Frieden mit der Meinekestraße gemacht. Und schließlich hat vor knapp fünf Wochen ein anderer führender Volksparteiler, der Präsident des Makkabi-Weltverbandes, Dr. Lelewer, wie wir erfahren, auf dem Kartelltag des K. J. V„ ein feierliches Bekenntnis zum offiziellen Verzicht- Zionismus abgelegt. Den Schaden hat die Volkspartei und mit ihr die Berliner, ja die deutsche Judenheit. Denn die unmittelbare Folge dieser Konstellation ist die absolute Direktionslosigkeit der Volkspartei, die zu dem oben* gekennzeichneten Zustand heilloser politischer Aktionfunfähigkeit geführt hat. So können die Dinge nicht weitertreiben. Da« Lebensinteresse der Juden in Deutschland verlangt, daß die liberale Willkürherrschaft gebrochen wird. Dazu ist aber nur eine Volkspartei imstande, durchorganisiert und fest in der Hand einer politisch ernstzunehmenden Parteileitung ist. Der deutsche Revisionismus steht hier vor einer lohnenden Aufgabe. Jizchak ben Meir. Berliner Nachrichten Regelmäßige Zusammenkünfte. Die Revisionisten Berlin* treffen steh ieden Dienstag ab 8 Uhr abends in der Konditoret Teschendorff, SchlüterstraBe 61 (Charlottenburg), direkt am Bahnhof Sävignyplatz (Ausgang SchlüterstraBe). Jeder Abend ist einem speziellen Thema der Diskussion gewidmet. Die Zusammenkünfte finden im separierten Raum statt. — Auch die von auswärts iu Berlin eintreffenden Gesinungsgenossen werden auf diese allwöchentlichen Zusammenkünfte aufmerksam gemacht. „Pawag". Auf Initiative des Sekretärs des revisionistischen Landesverbandes für Deutschland. Herrn Hans Sternberg, wurde Im Kreise des Berliner Berar die „Pawag" geschaffen. Diese Palästina- Waren-Agentsr hat sich zur Aufgabe gestellt. Palästina-Produkte zunächst in Berlin abzusetzen. Die „Pawag" steht In enger Fühlungnahme mit der Tozeret-Haarcz-Zentralc In Paris und hofft in den nächsten Wochen bereits vor die breite Öffentlichkeit treten zu können. Informationen: „Pawag". Bejlin-Charlottcnburg 2. Joachlmsthalerstr. 3/II. Telephon: J.l Bismarck 55-90. „Neged". Die Pluga „Herzl" des Betar Berlin gibt ein Internes Mitteilungsblatt heraus, dessen erste Nummer vorliegt. Sie enthält: „Offenslvel"i „Fahrt nach Leipzig"; „Der Niedergang des Zionismus und die indische Jugend". — ..Ncged' ist käuflich nicht zu erwerben. Volkspartei-Ball. Große jüdische Sensation der heurigen Ballsaison am 9. April 1932. An diesem Abend kommen alle Juden in die Säle K r o 11 s. Mäßige Preise. Reichhaltiges Programm. Beginn 8'Uhr abends. Erscheinet in Massen! Revisionistische Mädchengruppe. Auf Initiative von Frai F c i w e i wird in Berlin in den nächsten Tagen eine Mädchengruppe geschaffen werden. Auskünfte über Programm und Termine der Zusammenkünfte bfii Frau Feiwel. Berlin C. 2. Neue Königsstraße 38, Telephon E.l Berolina 34-70. Predigten in den Gemeliidesynagogen. Freitag, den 8. April, beginnt der Gottesdienst In allen Synagogen um 19 Uhr (in der Prlnzregentenstraße um 19.15 Uhr). Es predigen in der Oronlenburgerstraße Doktor Weyl. Lindenstraße Dr. Waschaner. Lützowstraße Dr. Salomonsky. Fasanenstraße Dr. Weisse. Levetzowstraße Dr. Prinz. Markgr. Albrochtstraße Dr. Bergmann. PrinzregentenstraOe Dr. Galliner. Sonnabend, den 9. Aoril 1932. 9 Uhr. predigen in der Münchnerstraße Dr. A. Levy. Grunewald Dr. E. Cohn. — In den Synagogen mit altem Ritus beginnt der Gottesdienst um 9 Uhr vormittags, in denen mit neuem Ritus um 10 Uhr vormittags. Breslau. Vorträge von Dr. Rabinowicz. Dr. Rabinowicz verbrachte eine Woche in Breslau. Am 1 D. März sprach er in einer öffentlichen Kundgebung über: „Revisionismus. dieEntscheidung der Jude n". In seinem eineinhalbstündigen Referat hat der Redner hauptsächlich die Frage der politischen Neuorientierung England gegenüber hehandelt und die Frage der innerjüdischen Auseinandersetzung (Zionismus — Assimitation). Der Vortrag fand stürmischen Beifall und Beachtung; so schrieben u, a. die „Neuen Breslauer Nachrichten": „Doktor Rabinowitsch ist ein ausgezeichneter Redner, der seine glühende Begeisterung auf seine Zuhörer tiberträgt." — Am lt. März soraah Dr. Rabinowicz im Kreise der Breslauer revisionistischen Ortsgruppe im Hause des Herrn R.-A. Lachmann. Es wurden hauptsächlich die. praktischen Arbelten besprochen und die bevorstehenden Aktionen eingehend erörtert. — Am 12. März sprach Dr. Rabinowicz in einer Jugendversammlung über „Liberales Judentum, Kommunismus und Zionismus". In einem einstündigen, äußerst sachlichen, mit Tatsachenmaterial belegten Vortrag verstand es der Redner, nachzuweisen, daß der Zionismus im Vollsinne dieses Begriffes den einzigen Weg. für die jüdische Jugend darstelle. Nach dem Vortrag fand eine Diskussion statt. Der Abend verlief sehr anregend und ohne Störung. — Am 13. März fand eine Besprechung Dr. Rabinowicz' mit der revisionistischen Mädchengruppe „Rabe 1" statt, die hauptsächlich der praktischen Mädchenarbelt gewidmet war. — Am 14. März besprach Dr. Rabinowicz mit dem Vorstande der revisionistischen Ortsgruppe die laufenden Agenden, insbesondere dfc Fragen: Tel Chaj-Fonds, „Die Neue Welt". Dinar-Aktion, Beiträge an den Landesverband usw. — Am 14. Mär» sprach Dr. Rabinowicz in der revisionistischen Franenorganisatlon Ober die Aufgaben derselben zunächst in der Oalutb und gab praktische Ratschläge für die sofort In Angriff zu nehmenden Aktionen. — Die Anwesenheit von Dr. Rabinowicz bedeutet einen sichtlichen Ansporn für die revisionistische Arbeit In Breslau, U. a. wurden Kommissäre für folgende Arhelten bestimmt: Tel Chaij-Fonds: Frau R.-A. Lachmann; Dinar: Dr. Kohn; Organisationsbeiträge: Dr. Becker; »Die Neue Welt": Herr M. Rosenbaum. Magdeburg Purlm-Aktloii ~ Vortrag Dr. Rabinowicz: Dienstag, den 22. März.' fand in Magdeburg im großen Saale bei Fritz Alter eine Purhn-Akademie statt, die von der Ortsgruppe der Zlonisten-Revlsionlsteo veranstaltet wurde. Die Feier wurde durch den revisionistischen Chor eröffnet, der die „Techesakna" sang. Hierauf begrüßte der Vorsitzende der revisionistischen Ortsgruppe Herr Heinemann die Anwesenden; Das Wort ergriff nnnmehr Herr Dr. Oskar Rabinowicz (Berlin) zu seinem Vortrag . Uber: „Gibt es eine Rettung für das jüdische Volk?" Der Redner behandelte die Lage, in der sich das Judentum befindet, untersuchte die Ursachen des Antisemitismus und verstand es durch Uberzeugende Ljjjk. den einzigen Ausweg aus diesem Chaos im Zionismus zu beweisen. Aber euch der Zionismus ist von einer großen Erschütterung erfaßt. Und deshalb sei eine Revision des Nachkrleg»- zionismus erforderlich, die wieder anknüpfen müsse an der ursprünglichen zionistischen Konzeption Herzls. Mit einem tief ergreifenden Schlußwort über, Josef Trumpeldor schloß Dr. Rabinowicz seine elnstündigea Ausführungen, denen der überfüllte Saal, eine für Magdeburg seltene. Erscheinung, zujubelte. Nachher sang Frau K r e 11 b a u m ein jiddisches und ein deutsches Lied and erntete lebhaften Beifall. Es folgten Musik* einlasen der jüdischen Kapelle QebrUdcr Seelig. Leipzig. Hierauf wurde ein Theaterstück aus dem Loben der Chassidim aufgeführt, dtfs Kroßen, lang andauernden Beifall (and. Es wirkten hiebet mit die Herren Hirse n, Goldberg, Smerchow. Warenberg. Leff. Händler. Fischbein. Kraut Um den musikalischen Teil kümmerte sich in vorbildlicher Weise Herr Julius Händler, den Briefträger des Saales stellte Herr Warenberg. Um das Gelingen der Veranstaltung waren besonders folgende Damen bemüht: Frau Panzer. Frau Hirsch. Frl. Rack, Frau Krellbaum und Frau Ehr reich. Ihnen allen sei an dieser Stelle nochmals der herzlichste Dank aus» gesprochen. Trumpeldors Jahrzelt, Am verflosseneu Sonnabend begaben sieb, alle Revisionisten in die Synagoge. Belm Vorlesen aus der Thora wurden sie aufgerufen und ließen das Qedenkgebet für Josef Trumpeldor sagen. Jeder Aufgerufene spendete einen Betrag für den Tel Cbaj-Fonda. Frauklurt a. M. Vortrag Dr. Arnsberg. In dem neutralen Jugendverein „Montefipre" sprach am/ 30. März Dr. Arnsberg über das Thema: ..Warum Kampf gegen den jüdischen Kommunismus?" Die Diskussion ergab eine scharfe Auseinandersetzung mit kommunistischen und halbkommunistischen Elementen. , Arabischer Gruß an Hitler Zu den Verehrern. des, früheren Oberkommissärs von Pafllbtina, Sir Herbert Samuel, zählten vor ^Uem die offiziellen deutschen ZionAsien, denen dieser Mann offeuibar aus der Seele handelte, als er eioie Politik schuf, die auf die B e v o v zugimug der Araber und Z u r ü c k d r ä ai <g u n g der j ü d i e c Ii e n Ansprüche auf Palästina liinzielte, leider sehr winksjain hinzielte. Im Sinne des offiziellen deutschen Zionismus von der Meineckest ruße und im Sinne des ihm so eng-