Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 6 (1932)
- Issue
- Heft 226 (15.1.1932)
- Date
- 1932-01-15
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 226 DIE NEUE WELT .Seftls J mcindesynagogen, Freitag, am 8. Jänner 1932. 16.50 Uhr, Neue Synagoge (Oranienbtirgertstraßc), Dr. BJumenthal; 18 Uhr, Fasanenstraße, Doktor Weiße; 16.30 Uhr, Friedenstempel (Markgraf Albreohtstrafie), Dr. Prinz; 16.30 Uhr, Lindenstraße, Dr. Weyl; 19.13 Uhr, PrinzregentenstraRe, Dr. Salomonsky; 16.30 Uhr. Lewetzowßtraße, Dr. Bergmann. * Jabotlnsky und GroBtnatm In Berlin. Auf ihrer Durchreis« von der Landeskonferenz der polnischen Revisionisten weilten der Präsident und der Vizepräsident der revisionistischen Weltunion in Berlin. Während Herr Jabotinskv bloß einiM Stunden hier verbringen konnte, verweilte Herr Grolimann einen vollen Ta* in Berlin. Die wichtigsten und aktuellen Fragen wurden mit den revisionistischen Führern eingehend erörtert. Unter anderem verbrachte Herr Croßmann den Dienstagabend im Kreise der Berliner Revisionisten am Stammtisch im Caf6 Telschow. Neue Adresse des revlslonstlschen Büros. Der Landesverband der Zionisten-Revisionisten ist von seinem bisherigen Büro (BurgstraBe 29) übersiedelt. Das neue Büro des Landesverbandes, sowie der rlvisionistischen Ortsgruppe Berlin befindet sich Berlln-Charlottenburg, Joachimsfalerstra3e 3/11. Verband ostlQdlscher Organisationen. Am Sonntag, den 17. d.. tiiidet die VII. Reichskonferenz des Verbandes ostindischer Oeganisationen in Deutschland mit nachstehender Tagesordnung statt: 1.. Eröffnung und Begrüßung. 2. Wahl des Konferenzpräsidiums und des Permanenzausschusses. 3 Rechenschaftsbericht (Haarpuder). 4. Die Lage des Reichsverbandes (Fett). 5. Die Lage der Ostjuden in Deutschland (Dr. Koretz). 6. Generaldebatte. 7. Bericht des Permanenzausschusses. 8. Neuwahl. 9. Evcntualla. Die Konferenz beginnt pünktlich um 10 Uhr vormittags in den Sälen des Eierimoortvcreines. Neue Promenade 3 (Bahnhof Börse) Zutritt haben nur Delegierte. Bcrl Locker In Berlin. Das Mitglied der Zionistischen Exekutive. Berl Locker ist in Beriin eingetroffen, um an einer Stadtkonferenz der Berliner Zionisten teilzunehmen. Ausseli Tauwaus E. V. Der Wohltätgkaitsvercin A. T. feiert am 16. d. M . nm A Uhr abends, im Logenhaus. KleislstraQe. das 25. Stiftungsfest. Göste willkommen! Beth Am. Im Speisesaal des Beth Am Ivrl. Kurfürstendamm 61. sind jetzt, billigere Mahlzeiten zu haben. Vier Gänge Mark 1. Streng koscher. WohltäflKkeltskonzert des ..Verbandes der Chorangestellten der Jüdischen Gemeinde Berlin e. V." finlet Sonntag, den 17. d. M.. 8 Uhr abends, in der Synagoge. Fasanenstraße, statt Der große Chor bringt unter Leitung von Theodor Schönberger Chöre von Sulzer. NaJel, Schubert und Händel An der Orgel Richard Altmann. Else Markendorf hat den Harfenpart übernommen. Weitere Mitwirkende: Lotte Leonard. Andreas V/elilgerber. Oberkantor Magnus Davidsohn. Eintritt Mark —.50 bis 3.-. Agudas Achim. Samstag, den 16. d.. in Vogels Festsälen. Brlickenstra'Je 2. Wiener Maskenball. Karten Mark 1.2S in der Druckerei Kunz.. Kaiser-Wilheim-Straße 3,4. Kinderfest und Internationale Der „zionistische" Brith-Haolim Der paole-zionistische Brith-Haolim, der sich besonderer Unterstützung der Z. V. f. D. erfreut, veranstaltete im Dezember 1931 ein Kinderfest im Westen Berlins. Das Niveau der Darbietungen war haarsträubend. Zunächst führten ein paar Kinder ein altkluges Gespräch im Mauschelton, dann erzählte der Bundesleiter ein Märchen „von den armen unterdrückten und hungrigen Menschen" und schließlich wurde gezeigt, wie zwei Kinder, die die Nazis verdroschen hatten, für den Brith-Haolim geworben würden. Kurzum, wie sich der kleine Moritz ein Kinderfest vorstellt! ... Im übrigen: Kein Wort vom Zionismus, dafür aber ein hebräisches Lied: „Wir gelin nicht mit den Bürgerlichen". Der Schluß der Veranstaltung setzt aber allem die Krone auf. Der Bundesleiter erhebt sich und sagt: „Wir schließen die Feier mit . . ." —- Ein Betar.i, der das Kommende ahnte, ruft;.;,. . . mit der Eatikwa!" — „Nein," sagt der Bundesleiter, „mit der International e! Das war denn dVjch "zu Viel. Die Betarim erheben sich, stimmen die HatikWa an..und übertönen die .„Klassenkämpfer", die jftittendr.in verstummen.; So sorgte wenigstens der Brith Trumpeldor für ein würdiges. Ende der unwürdigen Veranstaltung. ' m; Bei diesem Liederstreit fühlt man sich unwillkürlich an den Sozialdemokraten Friedrich Ebert erinnert, der unbekümmert um Doktrinen das „Deutschland, Deutschland über alles" zum Liede aller Deutschen erklärt hat. Wie anders unsere „Sozialisten"! In ihrer Ghettofurcht verabscheuen sie es, die jüdische Nationalhymne zu singen und streben danach, sich bei jeder Gelegenheit als hundertprozentige Klassenkampf er in Empfehlung zu bringen. Auch ein Kinderfest muß dazu herhalten!____ H. E. Revisionistische Ortsgruppe Breslau. Die Klubabende der Revisionisten finden regelmäßig statt. Es wird, eifrig Hebräisch gelernt und der zweite Teil des Abends war mit Vorträgen über Palästina ausgefüllt. Letzthin sprachen Dr. Oelsner und Herr Edgar Freund. An die Vorträge schloß sich eine lebhafte Diskussion. Es fanden ferner Werbeabende in kleinen Zirkeln statt, bei denen lebhaftes Interesse für den Revisionismus geweckt wurde. Mitte Dezember war Dr. Wolfgang Weisl unser Gast. In einer öffentlichen Versammlung hielt Dr. Weisl einen Vortrag über zionistische Gegenwartsfragen. Seine äußerst interessanten Ausführungen, die sich hauptsächlich mit der Weltlage der Juden und dem Judenstaatsgedanken befaßten, fanden sehr großen Beifall. In der Diskussion hatte er Gelegenheit, sich mit praktischen Palästinafragen zu befassen. Am nächsten Tage sprach Dr. Weisl in einem internen Kreise und verstand es, seine Zuhörer sehr zu begeistern. Cianuka veranstalteten die drei revisionistischen Verbände, revisionistischer Klub, revisionistische Frauen^ruppe, revisionistische Mädchenvereinigung „RaheT, ein sehr gut gelungenes Makkabäerfest zugunsten des Tel-Chaj-Fonds. Ein Ueberschuß von 70 Mark war zu verzeichnen. Es zeigt sich immer mehr, daß bisher dem Zionismus ganz fernstehende Kreise unsere revisionistischen Veranstaltungen besuchen, so daß bei intensiver Arbeit mit einer baldigen Erweiterung des revisionistischen Kreise« in Breslau zu rechnen ist. Leipzig. Die revisionistische Ortsgruppe Leipzig veranstaltete am 21. Dezember v. J. eine Makkabäerfeier, bei welcher Herr Dr. Oskar Rabinowicz die Festrede hielt Den Abend eröffnete Herr Richard Pelz, welcher auf die Bedeutung des Festes hinwies und die Epoche der Makkabaeer geschichtlich darstellte. Herr Dr. Rahinowicz behandelte die Chanukkatage als Wegweiser für die jüdische Gegenwart und vermochte auf Grund dieser Parallelieierung .die brennendsten Zeitprobleme unter dem Gesichtewinkel des echten jüdischen Nationalismus zu betrachten. Seine Kenntnisse gestatteten es ihm, Vergleiche aus dem jüdischen Schrifttum heranzuziehen, die dem Vortrage besondere Prägung verliehen Der Tenor seines Vortrages: Das Ghetto hat die jüdische Psychologie gewandelt Die Folge davon war der Verlust nationaler Attribute. Dieser Mangel hat auch die ge. schichtliche Bedeutung des Kampfes Juda Makkabis in die Legende vom Oelkrüglein verwandelt. Die Gesundung des jüdischen Volkes kann nur erfolgen, SIEGM. KORNMEHL aROiSFLIlSCHHAUlRU Zftntralr: IX.. Bergga«ac 19. TV. u, A-16-V-34 L «eteran tt t H e a nstalten mmnm!£S£2^ unter Autsicht des Ehrwürdigen Kabbinat« der lsr Kai* tagjremeiride Wien Atttosustallurtft koetanto« IX. Berggag*« IS , XVIII., Wlhrlnoerstr. •? wenn wir wieder national sein werden im Sinne der Makkabäer. Deshalb müsse unsere Parole lauten: „Zurück zu Judu Makkabi." Und dieser Ruf bedeutet nichts andere«, als das Verlangen nach Rückkehr zu Herzl, dessen Erbe in. Gefahr ist. Nach einigen Schlußworten des Herrn Pete,'- welcher dem Gaste den Dank aussprach, endete die für Leipzig neuartige Makkabäerfeier (ohne Tanz!) Das zahlreich erschienene Puiblikum zollte Dr. Rahinowicz stürmischen Applaus. Frankfurt am-sM^iri. Die Aufgabe einer aktiven revisionistischen Jugendgruppe in einer Großgemednde ist e9 auch, in den kleinen jüdischen Gemeinden der Umgebung Propaganda für den Revisionismus zu machen und kleinere Tugend Zentren zu gründen. In Erkenntnis dieser Tatsache will die revisionistische Jugendgruppe „Herzliah", Frankfurt a. Main, im Laufe des Winters in1 den benachbarten Städten und Städtchen eine großangelegte Propaganda für unsere Bewegung entfalten. Der erste Versuch ist vielversprechend verlaufen. Während der Weihnachtsferien weilten 13 Mitglieder der „Herzliah" in Mannheim und Heidelberg. Es gelang ihnen, in diesen beiden Städten mehrere junge -Menschen für den Revisionismus zu interessieren. In vier Wochen werden zehn Herzlianer nach den beiden Orten fahren, um die endgültige Gründung von revisionistischen Jugendgruppen vorzunehmen. In ddr Zwischenzeit erhalten diese Jugendlichen revisionistische Literatur Es sind ferner Propagandafahrten, nach Mainz, Worms und Schlüchten vorgesehen — Freitag, den 15. Jänner, spricht abends um halb 9 Uhr im Heim, Zeile 47-1, Herr David Abramovitz über: „Juden in Ketten". Ani schließend gemütliches Beisammensein. J. K. , ■ ■•; : -„—*-.- . ■ "•!. "* < Emih IfcumpeMor (S h i 11 q n - Bfesta r-B ür o, Paris) Am 31. Dezember besuchten Rosh Betar V. Jabotinsky und der -Vizepräsident der Union der Zionisten- Revisionisten, Meir C,p.o;$ m a n n, die Betar-Instruktoren-Schule in Wa rs c h,a u. Die Vertreter der Presse und viele geladene Gäste*' w'öhnten einer Lehrstunde bei, und dann wurde Vöh der Schule zu Ehren der Gäste ein Bankett . gegebe,n,!,;iriit..,^Anspiaehcn .der^. Herren Ja b o t i n s k y, G c, q j^m a n n, .Redaikteur H e f t m a n n und der Chaverim' P r öpes und Ha Ipe r i.n. — Die Landeskonferenz -'des- ' 'tfs cii e c'h' os:l'o wa k i s c h e n Betar, die in den Weihnächtstag'eu in Ko^ice abgehalten wurde, nahm einertv gelungenen. Verlauf. Es -beteiligten sich Delegierte., au6,;28 Ortsgruppen ,und viele Gäste. Als Gast beteiligte sich auch der Vizepräsident der österreichischen'>' Revisionismen, Dr. 'Buckspan, der über die politisebetJLagq; referierte. Es wiirden die Programme der Ar^eit^auf allen Gebieten der Bctai- Tätigkeit festgesetzt, ejn .Budget aufgestellt usw. .— tDie Betar-Aktion' des tschecnoslbwakisöhen Betar hat einen Reinertrag von tsch. K 7000 aufzuweisen. — In O es te rreich fand in ,den Weihnachtstagen ein Treffen des dortigen Betar statt.,. Esjtbeteiligten sich Vertreter des ungarischen Betar. DasTreffen.'.z'eitisrte eine, festere Verbindung der Zentrale in Wien mit den Ortsgruppen und setzte die 'Richtlinien für die Weiterarbeit fest. — Die Arbeitstage, der Betar-Gruppe-der Olim in Rosh- Pina hat sich wesentlich verbessert; Fast alle Betarirn haben Arbeit bekommen und man hofft, daß auch die Chaverim, die zurzeit im Gefängnis in A k k o in Zusammenhang mit der" Aktion gegen die Volkszählung interniert sind, nach ihrer Freilassung mit Arbeit dortselbst werden versorgt werden können. — Es ist gelungen, eine wichtige Arbeitsposition in Chedera zu erobern und dort fürs erste eine Gruppe von Betarirn in Arbeit unterzubringen. — Aul eine Bitte des altrumänischen Betar hin hat das Londoner Exekutivkomitee den Betrag des Dinars für die Betarirn dieses Gebietes auf 5 Schilling ermäßigt. — Aus Palästina wird berichtet, daß einem Betari, der wegen Sabotage der Volkszählung im Gefängnis sitzt, befohlen wurde, das W. C. zu reinigen; dabei wurde ihm die Ausfolgung von Bürsten verweigert. Er mußte die „saubere" Arbeit mit den Händen vollbringen. Schöne Sitten! Brith Trumpeldor, Berlin. Kundgebung des Beta r. Am Sonntag, den 24. Jänner 1932, spricht'Dr. O. Rahinowicz im Großen Saale des Gemeindehauses, Rosenstraße 2-4, über das Thema: „Der Betar auf dem Marsch". Beginn 6 Uhr nachmittags. — Das sportliche Training des Betar Berlin findet für die Plugot Tel Chaj, Schachar, Arje, Menora am Donnerstag um 18 Uhr in der städt. Turnhalle, Gartenstraße 10 7, für die Plugot Herzl und Achdut am Donnerstag um 20 Uhr ebendört statt. — Skilauf. An jedem Schneesonntag treffen sich die Skiläufer des Betar Berlin, um 10 Uhr am Bahnhof Grunewald. — Die Skifahiften in den Weihnachtsferien sind bei einer Beteiligung« von 40 Betarirn ausgezeichnet verlaufen. . vi GESUCHT Ein möbliertes in H III 3 N 2 IM € R kontfortabel eingerichtet, für Ehepaar, eventuell mit Halbpension. Bedingung: Gesellschaftlicher Anschluß für die hräu, da Ehemann zuizeit auf Reisen. Mietshöhe nicht ausschlageebend. A usführllche Angebote mit Angabe des Stockwerks unter „Ostjttdlsch vierzig", an 4te Verwaltung - Brith Trumperdor, Frankfurt a. M. Arbeitsprogramm Plugah H e r z 1 r Samstag, 5.30 bis 7 Uhr, Arbeitsgemeinschaft; Montag, 8.30 bis 10 Uhr, Sportkurs (14tägig); Mittwoch, 8.3Ö bis 9.30 Uhr, Arbeitsgemeinschaft; 9.30 bis 10.30 Ohr, Heimabend, hebräische Lieder. — Pl'Ugah Ä r j : Samsfag, 4 bis 5.30 Ubr, Heimnachmittag; Mittwoch, 4 bis 5.30 Uhr, Arbeitsgemeinschaft. — Plugah Necher: Samstag, 4 bis 5.30 .Uhr, Heimnachmittag; Mittwoch, 5.30 bis 7 Uhr, Arbeitsfemeinschaft. — Plugah S n a i t: Samstag, 4 bis $ 3b Uhr, feimnachmittag; Mittwoch, 4 bis 5.30 Uhr, Werknachmittag. — Plngah L e w i a h : Samstag, 4 bis 5.30 Uhr, Heimnaöhmittag; Mittwoch, 4 bis 5.30 Uhr, Werknacbmittag. — Regelmäßige Fahrten für alle Plugoths- Führerkurse. Anschrift: Karl H Grebenau, Frankfurt a. Main, Sandweg 3. Tel. Car. 44783. Die Veranstaltungen sind im Heim, Eschershcimerlandstraße 65. Brith Trumpeldor. „Mitteilungen der Neziwut Oesterreixh." Am 20. d., 8 Uhr abends, beginnt ein neuer Führerkurs unter der Leitung de» Naziw Dr. Koppel. Die Neziwut Oesterreich gibt die deutsche Uebersetzung des ersten Teiles der Targile ha Mischtar heraus, sowie Skripten über den vergangenen Führerkurs unter dem Titel „Die politischen Bewegungen und der Sinn des Brith Trumpeldor". Vorbestellungen sind zu richten an Brith Trumpeldor, Wien, II., Untere Augartenstraße 38. Großer Trinmph der Berliner Makkabi-Boxer In keinem Lande der Welt steht der jüdische Amateu rboxspor t in solcher Hochblüte wie in Deutschland. Der Berliner Makkabi-Boxklub zählt zu den besten Klubs Deutschlands und konnte erst vor einigen Tagen in der Vorschlußrunde des Berliner Boxpokals die starke Borussia-Tennis-Marinschaft 6:4 überlegen abfertigen. Im Fliegengewicht fertigte Ball (M.) seinen Gegner Walter mühelos ab. Eine Sensation war der Sieg Stadtländers (M.) im Leichtgewicht über Werner. Im Weltergewicht siegte Kronfeld (M.) über Markus durch k. o., und auch im Mittelgewicht feierte Batist (M.) einen k. o.-Sieg über Junker. Durch diesen Erfolg hat sich Makkabi für die Endrunde qualifiziert und wird gegen den Sieger aus dem Kluibkampf Astoria-Polizei antreten. : Zur 5. Landeskonferenz der polnischen Revisionisten Die 5. Landeskonferenz der Zionisten-Revisionißten Polens, deren Beschlüsse von einschneidender Bedeutung für die weitere Entwicklung des Revisionismus' umL, sein Verhältnis zur zionistischen Organisation Polei sind, haben schon allein durch die Anwesenheit und die1 programmatischen Reden der beiden Führer Vladimir^ Jäbotis ky und Meir Grollmann mächtigen Widert hall gefunden. Es war vorauszusehen, ' daß die Tagung; selbst das größte Interesse der Oefifentlichkerl finden, werde und im Zusammenhang damit der leider in der? zionistischen Gasse heute spürbare Hang. zuyv.Ente Stellungen und Mißdeutungen hier nicht haltmachen werde. Die polnischen Revisionisten sähen sich daher zu eineaaufklärenden-Enu»ziation veranlaßt, in dbr res ü. a. heißt: 1 v *: - „Unsere Gegner bemühen sich, den klaren' Sinn unserer Beschlüsse zu fälschen. Ohrte uns in irgendwelche ' Polemik' einzulassen, erklären wir der ganzen' zionistischen Öffentlichkeit noch einmal feierlföb« daß die revisionistischen Sch ek e 1 zah I ei? weiter untrennbarer Bestandteil der zionistischen Weltbewegung bleibeb und im Aktionskomitee von der revisionistischen Fraktion vertreten werden, die ein Viertel des Kongreßzionismus repräsentiert. Wir betonen abermals, daß wir auch künftighin mit verstärkter Energie unsere Arbeit zugunsten der zionistischen Fonds (K. K; L„: K. H.) wie auch zugunsten des Keren Tel Chä'f fortsetzen und an der Arbeit in den Palästina-Äemtern, Schekelkommissionen und Tarbutorganisationen teilnehmen werden." Im weiteren lautet die Erklärung: „Wir werden und wollen nicht die eroberten Positionen in der zionistischen Bewegung aufgeben, im Gegenteil uns bemühen, unseren Einfluß in allen zionistischen Institutionen zu verstärken, paraus ergibt sich unser Verhältnis zur allgemein-zionistischen Organisation Polens, die jetzt eine kleine Minderheit in der zionistischen Bewegung des Landes darstellt und keinerlei moralisches oder juridisches Recht auf die Vertretung der zionistischen Öffentlichkeit hat." Aus Bulgarien Sofia, 8. Jänner. In der letzten Zeit sind in Sofia mehrere Ueberfälle auf Juden vorgekommen, die deutlich erkennen lassen, daß es sich um. eine gut organisierte Aktion gegen die Juden handelt. Unter den Juden Sofias herrscht deswegen Besorgnis. Dies Organisation „Rod na Zastita" betreibt eine syste-. matische antisemitische Propaganda, deren Wirkungen sich nicht allein in rein antisemitischen, sondern auch in räuberischen Ueberfällen auf Juden äußern. Vor kurzem wurde ein jüdischer Geldwechsler von einem Bulgaren in ein entlegenes Sofioter Stadtviertel gelockt, dort überfallen und seines Geldes beraubt. Nur durch besonders glückliche Umstände kam der Jude mit dem nackten Leben davon. Am 25. Dezember wurde ein j ü d i s c h e r Hausierer von einem Bulgaren in eine entlegene Wohnung geführt, wo ihm angeblich alte Kleider zum Kauf angeboten werden sollten. Der Bulgare stieß ihn in einen Keller, bedrohte ihn mit einem Revolver und fesselte ihn an Händen und Füßen, beraubte ihn der Brieftasche