Mannheim
Compact Memory

Die neue Welt · 1931-07-31 · Heft 202 (31.7.1931) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die neue Welt
Volume
5 (1931)
Issue
Heft 202 (31.7.1931)
Date
1931-07-31
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2711613-2711790-2711821--2645-2715954
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Üfcffv $ M3 NEWEWELT .V*f|j»..»t.Ht«e. ,.. | i | „ .;««VM»1 •. iJjSRi Äft 20) Einrichtungen modernster Ausführung / Zahtungserlelchterung Kostenüberschläge unentgeltlich ELPHORA, I. Domlnlkanerbastel22(Ecke Kai 7/9)R-24-4-16 BADEZIMMERgromen m Palästina. Damals haben Sie gegen England überstürzt eine Politik eingeschlagen, ganz im Gegensatz zu Ihrer heutigen, welche sowohl VOfl den „extremisti* sehen" Juden als auch den arabischen Feinden freudig begrüßt -wurde." „Wir waren in Basel vor die W«hl gestellt: Sollen wir den Misrachi und die allgemeinen Zionisten, Gruppe B (Wcizmann*Gegner), zu einer Allianz mit den Zionisten* Revisionisten zwingen. OdeY sollen wir sie zu einer Koali* tion mit der Linken und den allgemeinen Zionisten» Gruppe A (Weizmann«Anhättger unter Führung Dr. Eders, welcher bereits weggefahren war) bringen? Ersteres (das heißt die Verbindung mit den ZionistenHevisionisten) hätte den sofortigen politischen Zusammeft' bruch und finanziellen Bankerott bedeutet. Letzteres war nur; möglich, wenn ich selbst in die Exeku*. tive eintrat." „Eine Konferenz, welcher Dr. . Wcizmann, die bri* tisclien Delegierten und die amerikanischen und englischen Nichtzionisten beiwohnte^ hat entschieden, daß die zweite Alternative gewählt werden soll. Wenn allerdings Sie, Dr. Eder, und die englischen Zionisten in def jetzigen Stellung gegenüber der neuen Exekutive be*. harren werden, dann wird meine Teilnahme an dieser Exekutive, Wenig nützlich sein." » Diese öffentlich geführte Diskussion zwischen den politischen Freunden und Schülern Weizmanhs wirft helles Licht auf ihre „staatsmännische" Vorbildung. Der eine geht her und schwärzt die zionistische Leitung bei den Engländern und Arabern an und spricht' ihr jede Ehren* haftigkeit ab. Der andere plauscht aus, dafJ Nichtzionisten darüber zu entscheiden hatten, wie die zionistische Lei« tung zusammengesetzt sein soll. Beide suchen die eigene Unzulänglichkeit hinter einem Geschimpfe auf die Zio* nistenoRevisionisten zu verbergen. Sie brüsten sich als Retter vor,der revisionistischen „Gefahr". Staatsmänner... ' * Zur gleichen Zeit, als diese erfreuliche Auseinander« setzüng in London stattfand, debütierten zwei andere Mitglieder der Zionistischen Exekutive als „Staatsmänner" in Wien. Dort waren die frischgewählten Herren Locker und Arlösöroff •« als« Teilnehmet* am^Ktongreß der Internationale erschienen. Im Rahmen der Kongreßveranstal* tungen wurde auch ein Meeting angehalten,, dessen-Refe* renten die beiden genannten Hefren und der französische- Sozialist Longuet waren..Herr Locker erfreute das jü« dische und. nicht jüdische- Publikum, ,mjtv einer/, wüstehi Hetze gegen .die ,<Zionisten#R.9y|sjtonistjenfV4i<e.'l.er.^..alS' Ea# schisten, Reaktionäre, Säbelhelden. us\v*. laumdete. Herr Arlosoroff . vergnügte das Auditorium, duirch Verhöhnung des Judenstaatsgedankens.,Er riß faule Mauschelwitze über den Judenstaat, So ^entledigten sie sich der Aufgabe, der nicht jüdischen und jüdischen Welt das .Wesen. der Zio* nistischen Weltorganisation und des Zionistenkpngresses zu erläutern. Mitglieder der obersten zionistischen Leitung sind sie! Staatsmänner... * In der Ansprache, mit welcher Präsident Sokolow sein Amt antrat, erklärte er, daß angesichts der verzwei* feiten Lage die Zusammenfassung aller zionistischen "Kraffer höchstes Gebot der Stunde sei. v Et"fegte beson*" deres Gewicht auf die Mitarbeit, der Revisionisten, Seine engeren Kollegen Brodetzky, Locker und ,Axiosoroff, aber ergehen sieh, bevor noch die neue Leitung konstituiert ist und ihre Arbeit aufgenommen hat, In Besudelung der stärksten Kongreßgruppe, eben dieser Zionisten*Revisio< nisten. Die neugebackenen Führer stehen vor dem politi« sehen und finanziellen Bankerott.- Aber ihre Hauptsorge ist und bleibt: Rettung vor der revisionistischen Gefahr! Dicke Stirn und wenig Gehirn., .Herr Sokolow wird an "diesen Kollegen und Mitarbeitern, große.. Freuden erleben. Der Zionismus auch, .ftas sind unsere Staats* mannen . . , > 1 ' ,., , , ..Ii, , , Es wird abgeleugnet EriridWung Prof. Bnlthazards auf einen Protest der Liga «ur Bekämpfung des Antisemitismus; Der Dekan der medizinischen Fakultät an der Pa« riser Universität, Professor Balthazard, hat eine Erklärung veröffentlicht, in der er es in Abrede j stellt,, daß die .Aufhebung der ..bisherigen, Privilegien für ,Studierende der Medizin aus Rumänien anejen französi*; sehen Universtäten auf a n t i s e m i t.i.s c h e M o t i v e [zurückzuführen ist. Prof. Balthazard sah sich zu dieser iErktäfün'g infolge •» eines' Protests1 'geger! die: Benachteuia gung jüdischer Studenten an dar /gariser medizinischen1 .Fakultät* Veranlaßt, den die Liga zur Bekämpfung des^ Antisemitismus dem- UnterrtehtshSinister Mario Roustan ■ überreicht .'-hat, - ' >.. ' Der Ünterrichtsminister hat nurtmehr-der Liga die ■ ^t^läjCung^^ofA,, Balthazards übermittelt,, in der dieser feststellt, daß für die getroffene Neuordnung die Frage, ob Juden in Rumänien verfolgt werden oder nicht, nicht maßgebend gewesen sei. Sie sei vielmehr nur auf Grund der-Erwägung erfolgt, daß die französischen Aerzte. nicht die; PraxiscEr.öffnung hunderter netier rumänischer Aerzte in jedem Jahre in Frankreich zulassen können; Aus die« sern .Grunde habe es die medizinische- Fakultät für not* wendig befunden, die rumänischen Studenten,' die vorher ein& bevorzugte Behandlung ' genossen, -•• denselben Be« ischränku'ngeh zuunterwerfen?'Wie -sie-'-gegehübet' allen-- "übrigen ausländischen Aerzten •'• bestehen:-* Rumänische, Aerzte,. werden künftighin, um zur Praxis in Frankreich zugelassen zu werden, dieselben «Prüfungen Wie andere i Ausländer abzulegen und die,; - französische' jStaatsange* hörigkeifeanzunehmen• haben. ■ «•' •' ..... j;♦• Dagegen unterliege die Zulassung ausländischer vHörer.; zum 'Studium' in Frankreich k ei n e r 1 e i B e#. ' s c;h r .ä n k u h g e n. Jeder Student, rumänischer oder son*;•. stiger fremder Nätion'a I i t, wird' an der Uöi> . versität aufgenommen werden Und an ihr seine Studien; vollenden -können: Eine Befreiung ^'öri^ fl-en '"Vorschriften übehfidie,iZulassung';zur. ärztliohen "Pü'axis^ 'Wird jährlich-. 15 rumänischen Studenten (nach Abschlußihres Studiums 'i gewährt werden. Diese werden, ohne besondere Prü* jfangent^biegen- 'oder die französische Staatsangehörigkeit erwerben; -zu, müssen, zur Ausübung der ärztlichen Praxis; zugelassen , werden. Die Aus wa h 1 d i e s e r . 1 5 r u? m ä n i s c h.e n S t u d e n t e n w e r d e e i n e f r a n z ö s U sehe .U.n iver sitätkommissi.Q.n treffen. .-Ich glaube, schreibt Professor - Balthazard am , Schluß.,seiner Erklärung, daß Sie nunmehr einsehen wer* den, . daß kein Unterschied hinsichtlich des ' Glaubens* bekenntnisses dieser, Hörer gemacht werden söjl. , Gegenüber dieser Erklärung .muß auf : ,den a u ft gehen erregenden Artikel hingewiesen werden, den Professor Balthazard am 1. Juni in der Zeitschrift „Echos de la M öd6 eine" veröffentlicht hat. In diesem Artikel hatte Professor Balthazard festgestellt, daß fiber 85 Prozent der an der Pariser Universität in* skribierten Studenten aus Rumänien Juden sind, Und daran die Bemerkung geknüpft, Frankreich habe das Privileg für rumänische Studenten nicht zugunsten dieser «Legion von Jnde-n" erteilt. Di6 intime Freundschaft zwischen dem mmönisehen Ministerpräsidenten Jorga und dem Antisemitenlührer Cuzd Czernowitz, 26. Juli. Die Ü.beraü6 freundlichen Beziehungeri des Ministerpräsidenten Jorg-a zu dem Antisemitenfüihre* Cuza, der wäsUiend der Debatte iifeer die Thronrede in der Kammer 6ich wiederum in unflätigen Beschimpfungeh dös Judentums Und der jüdischen Religion erging und die Entrechtung der Juden sowie Beschlagnahme ihres Eigentums forderte, werden in der rumänischen , Öffentlichkeit viel bemerkt, sogar die nicht .judenfreundliche liberale Presse weißt auf dae Auffallende dieser Tatsache hin. Die vom Führer der jüdischen Reichspartei Dr. Mayer Ebner herausgegebene „Ost-; jüdische Zeitung" schreibt dazu: „Uns Juden berührt.die .neuerWachte Liebe Jorgas zu Cuza sehr peinlich. Insolange diese Liebe nur platonisch ist, kann man von einer Verletzung der politischen Keuschheit Jorgas* [nicht sprechen. Solange die Juden wegen ihres Judentums nicht leiden, ist es uns gleichgültig, 6b der 'Ministerpräsident in seinem P r i v a 11 e b e n Antisemit •ist oder niclit. Aiber es steht zu befürchten, daß aus der . \ platonischen Liebe eine solche wird, die auch Folgen' hat. 'Es kann eine antisemitische Miflgabürt' z'ustandetkommen, die sich für uns •und1 mittelbar auch füirden- Staat sehr unangenehm auswirken wird. Jetzt -haben5 j,wir Parlamentsferien, und was sich bis zum Wieder- •izusammentrit.t des Parlaments ereignen kann, das wissen ..die Götter. Vielleicht wird Herr Jorga darüber nach- •denicen, ob ihn die Freundschaft eines Cuza und eines;'Roibu denn doch nicht kompromittiert." \ Verstärkter Terror der jCuaisten jbi der Bukowina; '• •; : , Czennowitz, 24. .Juli. . Im,.Bezirk S.t.ar o zy n^-t z; werden besonders die kleineren jüdischen Gemeinden, i den Anhängern des Antisemitqnfühi;ers PrQf} Q u,z a.terror^ isierti Der' jüdische Landwirt Feiwel Greif; und seine. i Gattin in. •iUnter#Petrautz wurden von dem Cuzisten . Ilie ^Kowalski auf gefordert,. auf ihren Landbesitz zu seinen. | Gunsten .zu verzichten, und,, als sie dieser Aufforderung. > nicht? rmchkamen, s:o;. s,«h.iw.eir.i mAß h a-n d.e l ^daßü ] zuärztlicher'* Beliandlung iii die. Stadt gebracht •,.:^n.de%' i mußten. : Die "angerufene Gendarmerie von Linters jPetrautz weigerte sich, einzuschreiten., In, j einer in Unter»Petrautz abgehaltenen Cuzisten?Versamm«. -;lung wurden schwere Drohungen gegen die Judenschaft ides Ortes ausgestoßen. In der Nacht, nach dieser.; Ver^ ' Sammlung wurde bei dem--, jüdischen -.l<andwirt' Uxhd-jxj'Pli. Rostocker eingebrochen und alles mobile.Hab iund Gut mitgenommen. In der gleichen Nachfr brachen unerkannt gebliebene Banditen. in das jüdische •Bethaus von Unter*Petrautz ein, zerstörten die innere. 'Einrichtung und zerrissen die Gebetbücher .der im Bet« hause untergebrachten hebräischen Schule. . war nichts. et$s provokatorische Demagoigie 'niedrigster. Sorte auifireizend, kledinliah, im billagan Gassenton, Die r0v*isa<Miistisohe Fraktion .fiel auf die Porovokatioai n-ioht recht Jiei-ein: sie ging über die gewöihmlichen Zwischenrufe niöht hinaus. Danin spielte Looker seine letzte Karte aus: er verglich die Rerdsionisten mit lli-tlerianean. Diese ProTotkatdon e-rredclKt'e iliren Zweck: ein Storrai.der Entriü»tuaig ging durah dem Kongrefisaal. Zusamimen mit den Revisionisten gaiben auch der Mis-' raoha ujnd-die Mehriheit der. Allgeaneiaien ihrer Entrüstung Ausdiiuidk. Oel ins Feuer goß moeih da« inahr als taktlose Beneihinein eines Jonrnailisten, -namens Julius liecker; dieser Herr, ein igesaWoröner Revisionistenfresser, der täglidh tnaoh edgenean Gesohmaak garmierte. Berichte an die „Züricher Zeitu«ng" sohrieb, brüllte die revisionistischen Deteigierteoi, uaid' insbesondere seinen Faohkollegan Dir. We-isil, an und „rief sie zur Ondnung". Die Taktlosigkeit des sich eianH&üheinden. Pressevertreters wurde gebührend zua-ücikgewiesen. Der .^wiscüienifajLl" erlangte ernste Ausmaße, als das Kon-, greßpräsidium die Sitzung 'umterlbiraoh utnd sich au einer liingeren Beratung zuirü<skzog, nach. der B. Look er gezwungen war, eine sauer-ßiüße Erklärung albzugeben, daß er mit seinem Vergleich „niemanden beleidigem wollte" ... Damit war auöh dieser Zwischenfall erledigt. Dooli in den jüdischen Zeiiunigein las ich lange Telegramme über ein Handgemenge unter den Delegierten, und daß 17 Delegierte verwuindet worden seien, daß ein Anat geholt-werden mußte .. . > Bin duanaues, ihüßliches . u-nd srclh^iicilieä Gesdhjvfäitz, dos in gleicher .Weise Kongreß und jüdische Presse komproanittieKi <; ■ 4.0m Beratung des Ko^reßpr^sjdiuims, voji , der. oben d»e Rede war, dauerte lamge. Die „Anbeiterfrakr. tion" hielt es für aiotwendag, die so lang« Pause mit* ednean jmp-rovisiertÄn Kaibai-ettprograman auszufüllen, hn Ljrble van eineir^halto Stunden samg diese größte. 'V ' 77 ', ' j'- ■■ -, ■ ..-. . -i .Frjaikiioh des Konngreisses. in ölireivbotäu'bender Weise ihre. Lieder; 'Unter .wohlwollender Teilnahme ihrer Genossen auf der Galerie, unter Begleitung .vou Pfiffen, 4Fußstaimpfeir und Joihkni, und venvanclelte so den Sitzungssaal des jüdischen Parlaments in, ein Wirtsihaus, in dean die Besucher schreien, um ihr Mütohen zu kühlen: und die Zeit totzuschlagen. Lustig war's! . ...;: Der letzte Komgreßtag. Mittwooh, dem 15. Juli. , Alle sind todimüde. Endlich ist die neue (die „alt-neue", komanehtiert mein Naclubar) ^Exekutive gewälilt, in deren Namen Nahum Sokolow eine Deklaration verliest, die im diametralen. Gegensatz zu allen vom Kongreß gefaßten Resolutionen steht Im Saal ist es ruhig: was gibt's denn jetzt noch zu sagen? . . . Plötzlich erhebt1 sich ein temperamentvoller Delegierter jener Meihrilieit, auf die sich die neue Exekutive stützt, und. schlägt dem Kongreß vor, die eben verlesene Deklaration zu bestätigen, Ein^,Protestwelle geht durch, den SaaJ.. Diese Deklaration bestätigen? Mann .kann .sie mit Schweigen übergehen, aber bestätigen...?! Dann muß man eine Debatte über, sie eröffnen! Es protestieren nicht nur die Revisioaiojs'tein, sondern auch ein Teil der ,rRegierungs"-<Mehrheit, viele Miscacnisten und Allgemeine. Es wird klar, 'dail dieser Versuch „nicht duircbgehen" wird, pnd der Aoitrag /wird z/urückgezogen. Dde neue Exekutive erlitt ihre erste Nieder läge. - NaGh zehn Minuten. — eiu neues Manöver, das eiue 'lftUfee, ,^ür;mische Szene hervorruft. Einige Tage vorher;;wurde mit einer erdrückenden Mehrheit, bestehend >ms ^Revisionisten, Misrachi iind Gruppe B, ein Beschlul' . , laßt, der die Hegemonie der flinken" Parteien in u, .j jPailästiriaämtern liquidiert. Diese Resolution brach der Herr-ßchaft der „Arbeiterparteien" in den Angelegeu- | hebten der.'Palä6tinaimmigr8tipn das. Rückgrat, wie ein '.Delegierter sich ausdrückte, und wurde von ihren Vertretern mit ZähnakulJtsehen «u£g«aommen. Sie versuchten alles, was sie konnten, um die Resolution wieder zu- Jnichte zu machen. In . allen Verhandlungen mit anderen Fraktionen über die Bildung einer Koalitio'nsleitung •.(ohne Revisionisten) forderten die Vertreter der, „Arbeiterfraktion" beharrlich die Revision dieser .Resolution durch den Kongreß. Drei Tage dauerte der; Handel um diese Frage. Doch konnten die Allgemeinen 'und der Misrachi nicht darauf eingehen, daß diese Resolution, die mit ihren eigenen Stimmen angenommen jwurde, formell reasümiert werde. Doch, dem Druck;der Linken weichend, entschlossen sie sich schweren Herzens, dem Kongreß, nach der Wahl der Exekutive, |iii einem „ergänzenden" Antrag vorzuschlagen, die;„endgültige Behandlung" der-•Reform der Palästinaämter dem Ä. C. zu übergeben: das A. C. möge „Schritte unternehmen, um* die Vertretung der chaluzischen Organisationen in den Palästinaämtern zu sichern". EWese JSrigänzung", die den Sinn des bereits gefaßten Beschlusses i umwirft, wurde in den letzten Minuten vor Schluß des;'Kongresses beantragt .."•'• ■Und auch dieser Versuch „ging nicht durch". Die ''revisionistische Fraktion äußerte solch eine Kraft amoralischer Entrüstung, ihr von vielen nicht-revisioniistischen Delegierten unterstützter Protest war so stur* misch und aufrichtig, daß von der Kongreßmehrheit, die die auf Grund dieses t,Ergänzungsantrages" geschaffene;neue Exekutive unterstützte, keine Spur übrigblieb. '(Fast die ganze Fraktion des Misrachi stimmte gegen ^ihre- Leader. Meir Berlin- und Farbstein, die, gebunden durch ein Versprechen, verschämt ihre Hände für den i„Ergünzungsautrag" hoben; eine ganze Reihe Allgemeiner der Gruppe B desavouierte offen ihre Führer, i die den Antrag unterstützten. Die Revisionisteu erklärten, daß sie eine Abstimmung über diese Resolution, die. eine Annullierung eines bereits gefaßten Kougreßibeschlusses beinhaltet, nicht zulassen werdeu, Das

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.