Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 5 (1931)
- Issue
- Heft 183 (20.3.1931)
- Date
- 1931-03-20
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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N*. 183 DIE NEUE WELT Seite Ii Erfolge durch Derbheit und robustes Spiel zu verhindern, was zu großen Demonstrationen im Zuschauerraum führt. Zwei Spieler von Donau, die es besonders arg trieben, wurden vom Schiedsrichter ausgeschlossen. Die zwei letzten Treffer( bringt Mausner zustande. ~- Ilakoah stellte folgende Mannschaft: Oppenheim; Amster, Feldmann; Licbermann, Strofl, Birnbaum: F.lirlich, Donnenfeld, Heß, Mausner, Fischer. Kommenden Sonntag spielt Hakoah gegen Moravia. Wenn die Blau-Weißen halbwegs dieselbe Form erreichen wie Sonntag, müßten sie einen Rekordsieg erreichen. Delegiertentag des „Mnkknbi Kreis Oesterreich". Sonntag, den 13. März, wurde der diesjährige Delegienentag des M a k k a b i-K r e i s e s Oesterreich im Makkabi-Weltverband abgehalten. Anwesend waren die Vertreter der Vereine Makkabi II, IX, X, XV, XVII und Mödling, des Sportklubs Hakoah, des Schwimmklubs Hakoah, des Fußballklubs Hasmonea und des Fußballklubs Makkabi, sowie des Jüdischen Hochschulausschusses. Der Makkabi-Wcltverband war durch seinen Präsidenten Dr. Lelcver, Berlin, vertreten. Präsident Ing. Wasscrvogcl gibt einen kurzen Ueberblick über die bisherige Entwicklung und Tätigkeit des österreichischen Makkabi-Kreises. dessen wichtigste Aufgabe es ist, alle jüdischen Turn- und Sportvereine Oesterreichs zu umfassen und dadurch eine starke Einheit zu bilden. Es folgten die Berichte der einzelnen Vereine, die, mit sehr wenigen Ausnahmen, nur in rein sportlicher Hinsicht befriedigend waren. Am Schluß der Vormittagssitzung ergriff Präsident des Weltverbnndes, Dr. Lelever, das Wort und berichtete über die Organisation der Vereine in Berlin. In Berlin gibt es nur einen einzigen jüdischen Turn- und Sportverein (Bar Kodiba- Hakoah), dessen sämtliche Sektionen einer Zentralleitung absolut unterstellt sind. Dr. Lelever ist der Meinung, daß man auch in Wien eine ähnliche Organisation schaffen muß, damit sie die gleiche Stärke erhält und mit ebensolchem Erfolg' wie die in Berlin arbeiten kann. Die Tagung wurde mit dem Bericht H. G e 11 e r s über den Makkabi H a z a i r fortgesetzt. Der Makkabi Hazair wurde geschaffen, um den jüdischen Turnvereinen einen guten Nachweis zu sichern, und man versuchte hier zum ersten Male den Weg eines Jugendbundes, der sich bisher auch sehr gut bewährte. W. Bruckner gibt eine Uebersicht über die turnerische Tätigkeit der jüdischen Turnvereine und meint, daß eine Zusammenarbeit zwischen den Turn- und Sportvereinen in der Weise möglich ist, daß die Turner im Sommer Sport betreiben, während die Sportler im Winter in den Hallen turnen. Nach Schluß "der Referate folgt die Generaldebatte. Als erster ergreifl das Wort Dozent Dr. Wilheim von Makkabi IX. Dr. Wilheim erkennt die Leistungen und Verdienste der jüdischen Sportvereine an, lehnt jedoch eine Zusammenarbeit mit diesen entschieden ab, da er der Meinung ist, daß in diesen keine kulturelle Arbeit und Erziehung im j üd iach na t iona le n G e ist e möglich ist; "ja sogar die Leute, die in den Turinvereinen in diesem Sinne durch Jahre erzogen wurden, im Moment, wo sie in einen Sportverein eintreten, für die jüdisch nationale Sache verlorengehen. Die darauf Sprechenden, Dr. Benedikt und Kandt vom Sportklub Hakoah, Dr. Goldhammer und Kornmehl von Schwimmklub Hakoah, wenden sich entschieden gegen diese Ansicht Dr. W i 1 h e i m s, der sich einzig Prof. Reiß vom Makkabi IT anschloß. Ing. Wasservogel schließt die Debatte, indem er hervorhebt, daß bei der Mehrzahl der Delegierten der entschiedene Wille zu einer engen Zusammenarbeit vorhanden ist und die Notwendigkeit eines Zusammenfassens ünd Zusammenschlusses eingesehen wird, weshalb dieser auf alle Fälle durchgeführt werden muß und durchgeführt werden wird. Dr. Lelever spricht nun über die bevorstehende M a k k a b i a h. Bei den darauf folgenden Wahlen wurde der bisherige Ausschuß wiedergewählt. Hasmonea spielt Sonntag, den 22. d., ihr fälliges Meiste r s c h a f t s s p i e 1 gegen Rasenep o r tf reu nde um 2 Uli r nachmittags auf dem V i k t o r ia-XXI. -P 1 a t,z. Die Jungmannschaft spielt um 8 Uhr auf dem Elektra-Platz Meisterschaft gegen Vorwärts 06. — Freitag, den 20. d., um halb 9 Uhr S p i e 1 e r y e r s a 'in, m 1 u n g d,er ersten und zweiten Mannschaft im Klubheim, Theatercafß, II., Praterstraße Nr. 53. — Donnerstag, den 19. d., um halb 8 Uhr Spielerversammlung der Jugendmannschaft. Die Meisterschaft der jüdischen Amateurvereine. Die Spiele Hasmoneas mußten infolge schlechter Bodenverhältnisse abgesagt werden. In der nächsten Meisterschaftsrunde spielt Hasmonea gegen Rasensportfreunde und Makkabi gegen Kagran. Beide Vereine werden sich gehörig anstrengen müssen, um ungeschlagen zu bleiben. Erfolge der Hakoah-Schwimmer beim Äustria- Meeting. Beim Austria-Meeting, das am Samstag und Sonntag im Diunabad durchgeführt wurde, nahmen mehrere Mitglieder der Hakoah teil, die durchwegs schöne Erfolge erzielten. Die bedeutendsten Ergebnisse waren: Rückenschwimmen für Herren 200 Meter Nassau (H.) 2:55, Crawlschwimmen für Hakoah Vago (H.) 0:49,8. Im Rückenschwimmen für Knaben 668/a Meter besetzte Jung (H.) den dritten Platz. Im Crawlschwimmen für Damen 100 Meter besetzte Löffler (H.) den dritten Platz. Der Schwimmklub Hakoah hält seine Trainingsabende im Dianabacl, und zwar jeden Dienstag und Donnerstag von halb 8 bis 9 Uhr für Erwachsene und Jugendliche und jeden Freitag von halb 7 bis halb 8 Uhr für Kinder ab. Erstklassige Schw:mmeister stehen zur Verfügung. Das zweitklassige Derby Hakoah—B. A. C, das die Entscheidung in der Meisterschaft bringen dürfte, ge- Ständige unentseltKcne Stellenuarmlttiuns Alis unserer Koiileliioiisaijleilii Serie I: Covercoal-Mäntel, Trenchcoat-Fasson: El©- Santo Fiamenga-Stolfkleider, mit schöner am.:«C.-SelttQn-Mo»gol-Plias6*Schoßen, alle Farben: Schick« K.-Seiden-Mongol» fl Blusen in flotter Säunichen-Fasson \ jedes Stück nur Serie II: Fesche engl. Überganga-Mantel aus-letztmod. Tweed; FruSija r*-*esden*Mänte!, in Schwarz und Dunkelblau; K.-S.-CrSpe-Mon« goi*K!Qider, mit laugen Aermeln, alle warben fl u G.ößen K.-S.-CrSpo-Geof ge te«K!aid«r, X in Schwarz, mit langen Armein jedes Stück nur Serie Hl: . Sportmäntel* ganz .auf K.-Seide ge/., tmie Quai.; Schottische Seiden• Gummi* intim el, <ms Beste lür Reise u Sport; WoM- Georgelte-Siteüder, neueste Fasson; Elegante NQppen*Tweed»Kle.der» die le,z1e Mode jedes Stück nur WTie rtri'M V : Noppen«MäntQ't ganz auf, K -Seide gefüttert; Covercoat-Mäntel» ganz gefüttert, nui gute Qualität; fingt. Spor^-XosfUme, modenMe fl Dessins; Elegante Nachmltfags-Kletdeat, \ auch lür sehr starke Damen jedes Stück nur Reeller Proyinsversand per Nachnahm«. Fahrt preisvergütüng. 38o5enf)8u}ec 23rüöcc Wer ausgeb'ldetes, tüchtiges und diszipliniertes Personal a ler Alt u aller rfranchen benötigt, wende sich an „Hakoah", f., Wiesingerftr. 11, Tel. R-2S-0-10 ♦♦♦♦♦»♦>»»»♦♦»♦»♦♦»♦ laugt am 29. ds. im Rahmen einer Doppelveranstaltung auf der Hohen Warte zur Austrugung. Von den Eishockeymannschaften der Hakoah hat die Tuugmarinschaft am erfolgreichsten abgeschnitten. Die Jungen haben W. ß. C. 10 :0, den Reichsbund 6 :0 und Währing 2 :1 geschlugen. Durch diese Erfolge haben die Hakoah-Jungen den Szabo-Jugendpreis gewonnen. Im Neuliugsringen konnten die Hakoah-Ringer einige schöne Erfolge erringen. Im Schwergewicht besetzte Grüufeld den ersten unt Haas den dritten Platz. Im" Bantamgewicht placierte sich B u r e s t a an zweiter und im Mittelgewicht Feingold an dritter Stelle. , Mayer (Makkabi) boxte gegen Mrosek (Polizei Sp. Vg.) unentschieden. Fußballskandal in Graz. Jedes Jahr kommt es mehrere Male vor, daß anläßlich der Spiele der Grazer Hakoah sich unliebsame Szenen ereignen. Gleich beim ersten Freundschaftsspiel zwischen G. A. K. und Hakoah attackieerte-der Athletiker Reiter den Hakaoh-Tor mann Kohn und versetzte ihm einen Stoß auf den Kopf, so daß der Hakoahner b o w u ß 11 o s-liegen blieb. Der Rohling wurde zwar ausgeschlossen, doch wird der Verband etwas unternehmen müssen, damit die Spieler der Hakoah nicht immer ihre Glieder riskieren müssen. Spendet und sammelt Bücher für die Nationalbibliothek in Jerusalem! Das Kartell der jüdj^ch-akademischen Leise- und Hedehallen in „Wien, Brünn und Prag wendet «ich an die jüdische Oeffentlichkeit mit der höflichen Bitte, die jüdische National- und Universitätsbibliothek in Jerusalem durch Bücherspenden unterstützen zu wollen. Diese Bibliothek soll ein Sammelpunkt werden für jüdisches Wissen, jüdischen Geist und jüdische Kulturbund soll andererseits ein Bildungszentrum «ein für die .gesamte Bevölkerung des Landes, besonders aber für die Studenten an der hebräischen Universität in Jerusalem. Die Bibliothek m hauptsächlich auf S|>enden ani- ^M»WMM»HmMM^«MM«MMMMMMMMWH<MH Weiß« und Kotweine iiUB Seefelti. Haugsdon und anderen österreichischen Weingegenden in Flaschen und Ueblnden. sinu zu den billigsten Tagespreisen erhältlich bei Gebrüder Skutezky. Wsinnandtuno, Hollabrunn, N.-Oe. gebaut worden und auoh in ihrer Erweiterung auf Spenden angewiesen. Zweckdienlich erfolgen die Spenden durch briefliche Mitteilung an eine der obengenannten drei Hallen über die Geneigtheit, Bücher zu spenden, unter Angabe des Titels und der Auflage. Nach einer Anfrage der Halle an die Nationalbibliothek in Jerusalem, ob die Bücher benötigt werden, werden dieselben von Mitgliedern der Hallen kostenlos abgeholt und wettergeleitet. Die Spende wird doppelt bestätigt, zuerst bei der Uebernohme und dann von Jerusalem aus. Ks ist dies eine Art der Spende» die auch bei der heutigen Wirtschaftskrise ohne weiteres möglich ist. Mitteilungen sind zu richten an die Lese- und Redehalle jüdischer Hoclischüler in Wien, IX.,. Türke «- stwße 9; Jüdisch-akademische Lese- und Redehalle in Brünn, Deutsche Technik; Lese und Redehalle jüdischer Hochschüler in Prag, L, Dlouha 22. — Cand. phil. et theol. Fciwel Schlang ra. p., derzeit Obmann der Lese- und Redehalle in Wien. JUC. Richard Elbert m. p., derzeit Obmann der Lese*- und Redehalle in Brünn. Jur Isii Sud m. p., derzeit Obmann der Lese- und Redehalle in Prag. Hebräisches Pädagogium, Wien, I., Drahtgasse \. Die Aufnahme von Hörern für das Sommersemester er* folgt bis 20. April. Auskünfte werden auch schriftlich erteilt." Verein§nadiriditen« Vereinigung der zionistisch-demokratischen Jugend, II., Unt. Augartenstraße 38. Wochenprogramm: Donnerstag: Hebräischkurse; 5 Uhr nachm. Zusammfcifkunftvder Kindergruppe. Samstag: 4 Uhr Zusammenkunft der Kindergruppe; 6 Uhr Sichoth der Kwuzoth „Dmai'\ „DrörL", „Reuth"; 8 Uhr Plenarversammlung. Sonntag: 8 Uhr früh Wanderung; halb? Uhr Füürerkurs; 8 Uhr Heimabend. Montag: Hebräischkurse. Dienstag: 8 Uhr Sichoth der Kwuzoth „Hatchijah", Deborah, Hagibor. Mittwoch: 7 Uhr Sichoth der,Kwuzoth Dmai, D.rot,. Hotchijah; halb 9 Uhr Vortrag im Verband. Verein Zionistischer Hochschtiler „Theodor Herzl". ■ i ■ ■' ' r , .y i f G e n e r a 1 v e r s a m m 1 u n g s b e r i c h t.. Obmann^ v.iktor Korn nie hl gab in der Generalversammlung folgenden Bericht: Das abgelaufene Semester war hauptsächlich der internen Arbeit der Aktivitas gewidmet. - So wurden im Seminar „lieber die a u ß jeh p o 1 i t i s c h e En,U wicklung des Zionistnu s", das unter der Leitung unseres A. H. Dr. Siegfried. Schmitz stand^ Referate nur von Bb. Bb. gehalten, und 2war: „Zionistische Politik bis Herzl", .Chaim Choinatzky, „Außenpolitik des Zionismus von Herzl bis zum Weltkrieg", ,Elise/, Oberländer, „Zionistische Politik während des Weltkrieges", Otto Meißner, „Die Geschichte, Kultur und Soziologie der Araber", Heinrich Kaufmann,» „Araber und Juden;: politische Fragen", Fredl Morgenstern. -"- . Im Sommer* semester werden dann noch die. Referate ,;Koloniälpolitik der Engländer", „England und Palästina"; und schließlich eine Zusammenfassung aller behandelten Themen abgehalten werden. Neben diesem Seminar Veranstaltete der Verein Vorträge, die sich mit aktuellen. Problemen des Zionismus befaßten, und zwar; „Vun gegenwärtige Lage im Zionismus", A. H.. Dr, Chaim Tartakower, „Das Problem der Landespolttik" (a Abende), A. H,, Dr.. I-eo Goldhammer, „Reiseeindrücke aus SowjetnJßland'V A. H. Ing. Rudolf Seiden, „Die Notwendigkeit einer, palästinp* zentrischen Einstellung der jüdischen; Studehtens,ch?ijft'', E. Oberländer, „Wichtige. Studentenfragep", Oberbaurat Ing. Robert Stricker. Der Verein hat auch getrachtet, die in den Diskussionsabenden gewonnenen Meinungen in der Oeffentlichkeit, bei den. Delegiertentagen der Zionismen und der „Judäa" zum Ausdruck zu bringen. ,Bb. Morgenstern referierte über, die, Vorbereitungs* arbeiten, die für eine Zusammenarbeit mit der „Lese» und Red eh alle jüdischer Hoch* schüler" zwecks künftiger Fusion, getroffen wurden. Es wurde beschlossen, vorläufig im Sommer* semester eine innige Arbeitsgemeinschaft t mit der Lese* und Redehalle durchzuführen und wurden für den gemein* samen Ausschuß die Bb. Bb. Heinrich .Kaufmann, Chaim Cho jnat'zky und Otto M e ißner gewählt. Humanitärer Verein der „Pohrlitzer in Wien" ver* austaltet aus Anlaß seines 25jährigen Bestandes am?1. d. M. im Hotel Continental. Taborstraße, um M» Uhr eine Akademie mit Tanz, Reichhaltiges Programm. . Wochen-Kalender März 1931 "70^ a*nn Adar 5Ö91 20 Freitag 2-3 Sabbatelnoang 6.05 21 Samstag 1-3 Sabbatausgäng 6.48 ^mv it oy 'tscii ^rwi.'1' 22 Sonntag 4-T ,!,-". •'. : 23 Montag 5-n..... 24 Dienstag 2» Mittwoch 7~T . . f f •' 2tt Donnerstag 8-n - ' " '