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Die neue Welt · 1931-01-16 · Heft 174 (16.1.1931) · page 11

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Journal
Die neue Welt
Volume
5 (1931)
Issue
Heft 174 (16.1.1931)
Date
1931-01-16
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. m m NEUE WELT Seite IT ~ Chanukafeler der Mlsracht-Jugend. Eine besonders gelungene Veranstaltung bot die Misrachl-Jugend. Nach den einleitenden Worten des Präs.. Scheuermann zündete Herr Oberkantor Müller die Chanukalichter und brachte hiebei einige liturgische Ges&nffe meisterlich zu Gehör. Die Festrede hielt Sc. Ehrwllrden Herr Oberrabbiner-Stellvertreter Dr. D. F e n c h t w a n jr in «wohnt vollendeter Form. Oberkantor M a r k u 1 i e s. der Meister des Jüdischen Volksliedes, sanjr hierauf wunderschön einige jüdische Volkswelsen. Das Mitglied der Relnhardtntilinen ..und des Schauspielhauses. Herr Hanns F o n t a n a. las einen Abschnitt aus dem „Graf von C h a r 0 1 a i s" von Richard Beef- Hofimann. Eine überaus gelungene Aufführung war „Der blnue Prinz", aufgeführt von einer Gruppe des „Haschomer Hadath 1". Das Zlmbler-Trio, und zwar: Konzertmeister Prof. Josef 7. i ni b 1 e r. Konzertmeister Lucian H o r w i t z und Frl. Käthe Koller, brachte klassische und neuere jüdische Musik in höchster künstlerischer Vollendung. Konzertmeister Prof. Josef Zimbler Im Solo, gab sodann einige Jüdische Melodien zum Besten. Der unverwüstliche Samuel Schwager trug mit seinen Rezitationen sehr viel zur Erheiterung des Publikums bei. Der Groteskkomiker der Jüdischen Bühne A. G r 1 mni i n g e r brachte einige Chansons gelungen zum Vortrag. Schließlich sretangte das Volkslied „A Heim, a Heim", von einer Gruppe von Mitgliedern des Brith Hanoar Hamisrachi in Szene gesetzt zur Aufführung. Das massenhaft anwesende Publikum (um halb 9 Uhr würde der Saal wegen Ucberfüllung polizeilich gesperrt) dankte mit stürmischem Applaus. Die künstlerische Leitung lag In den Händen des bewährten Herrn M. T 0 r k 1. T. Jüdischer Witwen* und Walsenhilfsverein IX. Die diesjährige Generalversammlung findet Donnerstag, den 22. Jänner 1931 um 7 Uhr abends Im Cafe Metropol. IX., Berggasse 33 statt. jüdischer Verein „Nord-Ost", Wien. II.. Taborstraße 21a. Am 21. Jänner 1931. 8 Uhr abends, im Saale des Hotel Stephanie. II.. Taborstraüe 12. Theatervorstellung. Zur Aufführung gelangt das Stück: „Die Jüdische Zigeunerin". Lustspiel mit Gesang von Mali Picon. Musik von Perez Sandlcr. Karten im Vorverkauf bei sämt liehen Vorstandsmitgliedern, im Vercinslokale und im Cafe National. Jüdischer Angestelltenverband „Emunah" Wien Samstag, den 17. d. M., im ..Mirjamheim". I., .Tordan. gasse 7, I. Stock, Vortrag des Herrn Dr. Isidor K1 a b e r „Probleme der Fürsorge." Beginn 8 Uhr abends Gäste willkommen. Histadruth iwrith, IL, Kleine Mohrengasse 3. Sams tag, den 17. Jänner, 8 Uhr abends, Vortrag des Herrn Rabbiners Dr. Zwi Taubes über „Haatikut schebat filah. Seminare: Jeden Mittwoch 8 Uhr Tanach madai Dr. A. Birnbaum. Aus technischen Gründen war das Seminar des Herrn Prof. M. Wiesen unterbrochen. Ab Samstag findet der Unterricht für Dikduk madai regel mäßig 7 Uhr statt. „Ketuwim": II., Taborstraße, bei Cafe National^ Zeitungskiosk; L, Schottenring, 38er: Wagenschleife, Zeitungskiosk. „Mos na im": II., Prater straße 11, Tabaktrafik; L, Schottenring, beim Wiener Bankverein, Zeitungskiosk. Voranzeige: Samstag, den 31. Jänner, Chamischahsassar*Abend. „Theologia", Verein jüdischer Hochschüler an der israelitisch-theologischen Lehranstalt. Samstag, den den 17. d., Schabbath Meworchiro, findet um halb 9 Uhr vormittags im kleineu Tempel, Wien, II., Tempelgasse 5, eine Predigt des Koll. cand. theol. et phil. Josef Bab ad statt. Der Morgengottesdienst beginnt wie gewöhnlich um 8 Uhr früh. Verein zur Versorgung hilfsbedürftiger Isr. Walsen in Wien. Die diesjährige Generalversammlung findet Sonntag, den 25. Jänner, um 11 Uhr vorm., IX., Universitätsstraße 4, statt und sind die Mitglieder and Gönner höfl. eingeladen, recht zahlreich zu erscheinen. Ziel acfmrfen ftitb iue greife in uitjcrer Sctbenlüflreit^rbreitung. Set ftiejciterfoki uitfcteä btttiflen '3cvnbcrl>crfaufe§, bec „3«ib«tt SBod)C", Dcrxmlafjt un&, iKtläußeru. s#uäj in 6et fommcjtbcu 3$kvd>c 9Hefeiiau&v>aI>I in ntcvbcrnften ©etbenftoffen jebet 8tnt 51t noer) nie ftuflemefeiteii Sicfpteiftit, üUlobcn* häufet Stüter @ dj if f m o n n, IL, Xabotftt«|« 48. Wir beweisen mit diesen Preisen: Louisine-Seide .............§ —•SÄ .....S ~«7S .....S ~-83 Die Tribüne. Nationalfondsspenden — verboten! Wir erhalten folgende Zuschrift: Im Vorjahre wurde in Zwischenbrücken ein Bethausverein „Bikur Chollm" gegründet. Die Mehrheit des Ausschusses bilden Zionisten. Nach Fertigstellung des Bethauses stellte Herr Goldwurm den Antrag, Spenden für den Jüdischen Nationalfonds beim Thoraaufruf zu verbieten. Dem Antrag stimmten unerhörterweise auch die zionistischen Ausschußmitglieder bei. Auch, der dem Ausschuß ungehörige zionistische Mandatar der Kultus gemeinde, Herr Zauderer,' brachte nicht die Entschlossenheit auf, dem Antrage energisch entgegenzutreten. Als Ich dann beim Thoraaufruf für den Jüdischen. Natronalfonds spendete, wurde die Kundmachung dieser Spende verweigert. Und so wird es welter gehalten. Um diesen und andere Mißstände zu beseitigen, habe ich. wie es die Statuten vorschreibe«, einen von dreißig Mitgliedern gezeichneten Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung eingereicht. Dem Antrage wurde nicht stattgegeben. Deshalb erhebe ich die Forderung nunmehr öffentlich. Hochachtungsvoll Ben-Jehuda. Zur Angelegenheit Rabb. Mayersohn. Voui Komitee zur Wahrung der Rechte des Herrn Rabbiners Mayersohn erhalten wir nachstehende Zuschrift: Sonntag, den 11. d. M., sprach das engere Komitee unter Führung seines Obmannes bei Herrn Rabbiner Babad vor, um sich mit ihm über die Art der Annahme des Amtes als Rosch Beth Din in Wien auseinanderzusetzen. Nach eingehender Aussprache ersuchten die Herren, daß Herrn Rabbiner Babad, den jüdisch gesetzlichen Vorschriften gemäß, sein Amt als Rosch Beth Din in Wien so lange nicht ausübe, bis nicht ein Din- Thora mit Herrn Rabbiner Mayersohn abgehalten ist. Das Komitee verwies auch bei dieser Gelegenheit auf das Schreiben, welches Herr Oberrabbiner Ch, L i b s z y c in Kallsz (ehem. Russ.-Polen). Präsident der Rabbinervereinigung der polnischen Republik, an Herrn Rabbiner Babad gerichtet hat. welches in dem gleichen Sinne abgefaßt ist. Herr Rabbiner Babad gab dem Komitee hierauf folgende Erklärung ab: „Ich werde in kürzester Zeit mit Herrn Rabbiner Mayersohn zum Din Thora gehen und das Urteil desselben wird für mich bindend sein. Ihr Verlangen, daß ich inzwischen nicht amtiere, kann ich nicht erfüllen, aber ich erkläre Ihnen gegenüber, benso wie ich es vor meiner Installierung im Amte, dem Präsidium des Wiener- Kultusvorstandes im Beisein einiger Vorstandsmitglieder erklärt habe, daß ich mein Amt als Rosch Beth Din in Wien nur als Provisorium bis zur. Austragung durch ein Din Thora betrachte." Das Verlangen des Komitees wurde mit dieser Erklärung nicht zur Gänze erfüllt. — Zur jüngsten Veröffentlichung des Präsidiums der Kultusgemeinde wird gleichzeitig bemerkt, daß Herr Rabbiner Mayersohn, nach wie vor, Oberrabbiner der polnischen Gemeinde in Wien Ist und überdies den Titel eines Wiener Gemeinderabbiners:führt, und alle ihm aus denselben zustehenden Funktionen ausübt. Der Colin Roßvfilm kommt! Colin Roß, der bekannte Forscher, der vor einigen Tagen in Wien weilte und hier mehrere Vorträge in der Urania und bei Radio Wien hielt und im Mittelpunkt allgemeinen Interesses stand, hat unter dem Titel „Achtung Australien! Achtung Asien!" einen Tonfilm hergestellt, der die Ausbeute seiner zweijährigen Expeditionsreise durch drei Weltteile zeigt. Demnächst er* scheint dieser interessante Film in mehreren Wiener Ton« filmtheatern. Wollkleider bleiben modern« Nichts iet wohl so praktisch, so bequem und so vorteilhaft wie (gerade Woulsachen. Die apart gemusterten Pullover, Shaker oder Luimiberjaks für den Sport, das 'flotte Jersey-Kleidchen für die Straße, die Schals und alle die reizenden Kindersaohen aus Wolle sind und bleiben immer modern. Es ändert sich wohl Form und Farbe, doch immer ist es die aiite, weiche, gute Wolle, die uns iu der rauhen Zeit Wärme gilbt. Um all diesen hübschen Sachen ein gutes Aussehen zu bewahren, muß man sie sachgemäß pflegen. Mau hänge gestrickte Sachen nie auf eiuen Kleiderbügel, sondern ziehe sie gut in Form und lege sie sorgfältig zusammen. Waschen lassen sich Wollsachen — ganz gleich, ob ein- oder mehrfarbig — ganz vorzüglich in einer kalten Persillösung. Mau rechnet einen Eßlöffel Persil für jeden Liter Wasser. Um die Farbechtheit zu prüfen, macht man vorsichtshalber vorher die Wasserrjrobe in klarem, kaltem Wasser an einem verdeckten Teilchen, dann drückt man in der bereiteten Waschlösung das zu waschende Stück vorsichtig uns, Kristalline (Reste), 70 cm breit ....... Satin de Chine, 80 cm breit........ Bcngalin, Satin de Chine......... Gros grain, Lame............ Surah, Moire............ » , Kristalline, alle Farben, 70 cm breit..... Wäschescide, alle Farben, 80 cm breit .... Futterbrokate (Reste).......... Faille d'eclaire, 70 cm breit ........ Schotten, K.-Seide, 70 cm breit . «..... Waschseide, herrliche Dessins....... K.-Seiden-Marocaine für Kleider, 100 cm breit Reinseiden-Taft glacc, alle Farben, 90 cm breit Satin Liberty. 90 cm breit......... Reinseiden-Ponais, weiß. 100 cm breit .... Shnntung, 80 ein breit ......... Seidenripse, Futterfarben, 70 cm breit ... .1 K.-Seiden, fnqonne............| S Bemberg-Seide, neueste Dessins, 70 cm breit . . S Taft, MoirS fa$onne, alle Farben, für Tanzkleider, 90 cm breit . Reinseiden-Crepe de Chine....... Foulards, 100 cm breit.......* •, Seiden-Dirndl, 90 cm breit........ Lame\ herrliche Farben, 80 cm breit .... K.-Seiden-Broches für Vorhänge und Stepp decken, 80 cm breit......... Crepe Marocaine imprime, 70 cm breit . . Taft, karriert, 90 cm breit ........ Cr€pe Mongol, Kleiderfarben.....» « . ■ ( » « Gaze, Mousseline imprime Mantelseide, 100 cm breit Crepe de Chine imprime, 100 cm breit . * s Japan. Seide, geblümt, für Pyjamas , . , * Toile de Soie, 80 cm breit....... * ■ FÜR DEN FASCHING: 98 1*25 •49 1*88 '50 2*75 2 -98 3*40 '98 Reinseiden-Velours-Chiffone, 90. cm breit, glatt und imprime..... Gold, und Silber-Brokate, 90 scm breit tag e! 16. Freilag 17. Samstag 19. Montag 20. Dienstag 21. Mittwoch 22. Donnerstag H.-S8iflen-. CrtpMüarflöin mit langen C i Aermeln,?ll8FarbQB S*l* Seiden-Plfisch-Mäntel gut wattiert, auf K.-Selde gefüttert . . S Seiden-PYJAMAS ....s7. für Damen, alle Farben neueste handbedruckte Dessins S fj Mengenahgabe vorbehalten. — Provinzversand per Nachnahme. — Fahrtvergütung. 91lodcnl)tftsfer dritter oline zu reiben oder zu zerren, und schwemmt darauf mehrmals in klarem, kaltem Walser, dem man zum Schluß etwas .Essig zugesetzt hat. Durch die Essigbedgabe werden die Farben wieder aufgefrischt und kommen schöner zur Geltung als vorher. Die anhaftende Feuchtigkeit beseitigt man am besten durch Einrollen in Frottiertücher, die man so oft erneuert, bis sie trocken bleiben. Das auf diese Weise vorgetrocknete WolLstüok wird nun auf einem weißen Tuche ausgebi-eitet und vorsichtig in Form gezogen. Man achte darauf, daß bei bunten Wollsachen nie Wolle auf Wolle trocknet, denn das könnte ein Auslaufen der Farben bewirken. Mau stecke vielmehr überall weiße Tücher oder weißes Seidenpapier dazwisehen, lege das Stück auf ein weißes Tuch und lasse es so langsam trocknen. Niemals dürfen Wollsachen hängend getrocknet werden! Auch die Nähe des Ofen« und die Sonnenhitze ist zu vermeiden. Wenn ein Bügeln erforderlich ist, so bügelt man vorsichtig auf der linken Seite mit mäßig heißem , Eisen, ohne zu ziehen oder zu dehnen. Wollsachen, im Persilbade gereinigt und auf diese Art vorsichtig ibehandelt, erlhalfen ihre Weichheit und Farbenf risehe i tu m er wieder, Fruhlingsfahrt nach Zion* Wie alljährlich, veranstaltet die „Sitmar'' auch heuer, mit Unterstützung der Zionistischen Organisation Europas, eine zionistische Gesellschaftsreise. Das Programm ist heuer sehr erweitert: Die Ausreise mit dem, den Teilnehmern an den vorangegangeneu Zioii-Reisen wohlbekannten Luxusdampfer „Ausou'ia", führt von Italien nach Aegypten, duran schließt sich der Haupttcü der Reise: Die Besichtigung von Palästina, und sodann eine Durchquerung von Syrien. Die Weiterfahrt findet mit dem vorzüglichen Rundreiseclampfer ,J t a 1 i a" statt und führt die Reieeteilnehmer nach Cypern, Konstantinopel und Athen. Detaillierte Auskünfte bei der „Sitraar". Wien, I., Käfntnetring 18. Wir beehren uns mitzuteilen, daß die einzige Fabriksniederlage der be* kannten Hutfabrik Pleß, Wien, I.t Roten türm* straße i p, anläßlich des nur einmal im Jahre statt* findenden Inventur<Verkauf es eine wirklich seltene Gelegenheit bietet, diese hervorragende Hutqualität zu niedrigsten Preisen zu kaufen. Inventur« preise siehe Inserat auf Seite 3 dieser Nummer. Warum? Die große Beliebtheit der TogaI«TabIetteit beruht auf vielen ausgezeichneten Erfolgen, die zahlreiche Aerzte und Kliniken damit erzielten. TogakTabletten haben sich hervorragend bei rheumatischen, gichtischen und nervösen Schmerzen bewährt und verursachen keine schädlichen Nebenwirkungen. Togal ist stark harnsäure* lösend und geht daher direkt zur Wurzel des Uebels. Sterbefall. Das Mitglied des Verbandes demokratischer Zionisten, Fräulein Trude Werber, hat einen schweren Verlust erlitten. In der Vorwoche starb ihre Mutter Frau Berta Werber. Die Beerdigung fand unter zahlreicher Beteiligung am Sonntag statt. Der Verband drückt Frl. Trude Berger sein herzliches Beileid aus. ^_ Jüdische Arbeitgeber! Wir ersuchen dringendste uns von jeder freiwerdenden Stelle (Büro oder Lager), männlich oder weiblidi, geistige oder manuelle Arbeit, unverzüglich Mitteilung zu machen. Vermittlung geeigneter Bewerber erfolgt kostenlos. Jüdischer An gestellten verband ..Emunah", Wien 3 6, Postfach 7 2. Aufruf! Jüdische E 11 e r n! Eines der wesentlichsten Mittel zur Erziehung der iüdischen Kinder im jüdischen Geiste ist das jüdische Lied und die T ü d i s che Mus i k. Um nun unseren Kindern Gelegenheit zu geben, diese Musik zu pflegen und . unter entsprechender Leitung ihre musikalischen Fähigkeiten zu entwickeln, hoben wir einen Kinderchor geschaffen. Derselbe schließt sich an die Oneg-Schabath-Nächmittage ah, die von der Mädchengruppe „Üworali" allwöchentlich an Nachmittagen im Heim der „Mirjam", I., Jordangasse 7, abgehallen werden. Schicket eure Kinder in diesen Chor! Sophie Löwenherz. Sarah Gelber, Blanka Federn-Lipschütz, Kapellmeister Max Lampel. Monatsbeitrag pro. Kind S 2. Anmeldungen werden an Samstagen in der Zeit von 5 bis 6 Uhr im Mirjam-Heim, L, Jordangasse 7, oder .schriftlich. bei der Organisation Zionistischer Frauen Oesterreichs, IX.. Nußdorferstraßc 42, oder telephonisch von 8 bis 10 Uhr vormittags und 2 bis 3 Uhr nachmittags unter der Nummer A 16-0-44 entgegengenommen und näbere; Auskünfte erteilt. . Amilidhe Verlautbarungen der Israel* Kultusgemeinde> Wien* An unsere Gemeindemitglieder! . In einer Zeit großen wirtschaftlichen Elends er* geht an unsere Gemeindemirglieder die Aufforderung, die Voreinzahlung für die Kultussteuer 1931 zu ent* richten. Kaum je war unsere Gemeinde mehr auf die rasche Einzahlung der Steuer angewiesen als jetzt. Nicht nur die Erfordernisse des Kultus« und Unterrichtswesens sind zu bedecken. Ganz besonders hängt die Aufrechterhaltung unserer Wohlfahrtsinstitutionen — Spital, Versbrgungs* und Siechenhaus, Jugendfürsorge usw. — heute mehr denn je von der Opferwilligkeit aller ab. Die entsetzliche Not weiter Schichten der Juden» schaft hat naturgemäß einen Hochbetrieb in unseren Wohlfahrtsanstalten zur Folge. Die Armen, die bisher von ihren bemittelten Angehörigen unterstützt wurden, wenden sich, von ihren inzwischen verarmten Verwandten im Stiche gelassen, um Hilfe an die Gemeinde. Kann da ihre Fürsorgetätigkeit abgebaut werden, wie es die prekäre finanzielle Situation erfordern würde? Müssen nicht viel« .mehr die Anstrengungen gesteigert werden? Steuern wurden immer, mögen sie noch sogerecht verteilt sein, von den Steuerpflichtigen als drückend empfunden. Aber der Gedanke, daß ein Großteil unserer Kultussteuer entsprechend. unseren religiösen Satzungen der Verhältnisse, erträglich erscheinen lassen, liebe dient, sollte sie gerade heute, trotz der Ungunst der Verhältnisse erträglich erscheinen lassen. Wie viele von jenen, die sich gegen die Höhe d er Steuer auflehnen, würden, vor die Wahl gestellt: Zahlung der Steuer oder teilweiser Abbau des Siechen« heimes, des Kinderambulatoriums usw., ohne Zögern die Steuern willig tragen. Oft werden Widerstände gegen die Voreinzahlung der Steuer durch die unbegründete Besorgnis hervor« gerufen, bei ungesäumter Einzahlung eine Steuererhöhung zu riskieren. Die Verwaltung unserer Gemeinde, die mit größter Sorge der Zukunft entgegensieht, hofft, daß über alle diese Hindernisse und Bedenken hinweg der alt» jüdische Gemeinsinn sich wieder bewähren wird. Wien, 12. Jänner 1931. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. * Predigten in den israelitischen Gemeinde« und Be« zirkssynagogen. Freitag, den 16. Jänner 1931, werden bei dem um 4 Uhr 30 Minuten beginnenden Abendgottes* dienst in nachbenannten Gemeinde« und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: VI., Schmalzhofgasse 3 (Rabbiner Dr. J. Drobinsky); VIII., Neudeggergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Bauer); IX., Müllnergasse 21 (Rab* biner Dr. A. Z. Schwarz); XIII., Eitelberggasse 22 (Rab* biner Dr. M. L. Lewin); XVL, Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. I. M. Bach); XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rab« biner Dr. D. Feuchtwang). Israelitischer Jugendgottesdienst. Am Samstag den 17. Jänner d. J-. findet um 3 Uhr nachm. der Jugend* gottesdienst für die israelitische Schuljugend in den G.e< meindes und Bezirkssynagogen statt. Samstag den 17. Jänner 1931» halb 4 Uhr nachm.: Rcligiösspopulärer Vortrag (Zyklus: „Die Lehrer und Lehren der Mischnah und der Gemarah"), IL; Pazmaniten* gasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes). 4 Uhr nachm.: Exefje* tischer Vortrag. XTX., DoHincrgassc 3. (Rabbiner Dr. A. Frankfurter).

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