Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 4 (1930)
- Issue
- Heft 151 (8.8.1930)
- Date
- 1930-08-08
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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' Nr. "15f DIE NEUE WELT Seite lf w»fdA.ihre„ie.ißje.ste Sehnsucht erfüllt: in Erez Israel leben. und arbeiten zu können. Den Niederschlag dieses Wirklichkeit gewordenen Wunsches finden wir in den Gedichten „Licht im Lager", Verse von starkem Ausdruck und ungekünstelter Empfindung. Wenn die Autorin auch im Vorwort sagt, daß ihre Gedichte nicht als Kunstwerke in die Welt gehen sollen, sondern als die Stimme aus einem Leben, das durch seinen Reichtum sie zum Sprechen zwang, so müssen sie doch als der literarische Reflex des Erlebnisses Palästina gewertet werden. Als soldier bezeugen sie viel Phantasie und eine nicht kleine Dosis von Sprach- und Formgewandtheit. Die Gruppen „Der Chaluz", „Abende" und „Adam und Eva sind voll von fraulicher Romantik, die sogar ein versuchter Einschlag von Herbheit und im! Ulli eher Objektivität nicht verfärben kann. Dawar. Jede Woche kommt aus TebAwiw in deutschübersetzter Wochenausgabe „Der Dawar", Tages* zeitung der jüdischen Arbeiter in Erez Israel. Erhältlich bei allen Kolporteuren. Abonnement vierteljährlich S 5. Auslieferung Wien, I., Kärntnerstraße 28. Für die hohen Feiertage sind soeben im Verlage Mendl S.alzmann, II., Große Schiffgasse 4, separate Gebetbücher für jeden Tag nach der gebräuchlichsten Art mit neuer Uebersetzung von Prof. Brodheim er* schienen. Wir machen auf das Inserat in unserer Nummer aufmerksam. I udi'fdie Sport/ und Hiiliiililil'Tu rnbewegung Die Entwicklung des {Mischen Sportes« Von' Emanuel F i s c u s. II.*) Erfreulicherweise hat auch der jüdische Sport auf dem Balkan festen Fuß gefaßt. In erster Reihe marschiert Bulgarien. Der Turnverein Makk.u b i in Sofia blickt sogar auf eine ereignisreiche dreißigjährige Tätigkeit zurück. Heute gibt es in jeder kleinsten Stadt Makkabi-Turn- und Sportvereine. Und die Mitglieder dieser Klubs sind gute bulgarische Staatsbürger und überzeugte Zionisten. Sie sind körperlich stark entwickelt, keine Kaffeehausjuden, und berechtigen zu den größten. Hoffnungen. Der Makkabi-Verband Bulgariens veranstaltet am 28., 29., 30. und 31. August d. J. ein großes" Turnfest in Sofia. Es wird sicherlich eine prachtvolle Heerschäu der jüdischen Jugend Bulgariens werden;'Dem Makkabi-Verband gehören über 4000 Mitglieder an,. die alle einheitliche Uniformen tragen. Bulgarien hat bei der letzten Tagung des Makkabi-Weltverbärides die Förderung auf Einführung der obligäto-rischenSchekelzalilung für alle Makkabimitglieder über 18 Jahre erhoben, was aber der polnische Kreis damals für unmöglich erklärte. Trostlos sieht es dagegen in Griechenlan d und der Türkei aus. Die Juden genießen in diesen beiden Ländern nicht die Freihei t wie in Bulgarien. Die jüdische Sportbewegung wird sogar« unterdrückt. In Qrieehenjand , ist, ,der. .jüdische.,.Sport,,.fast ..nur,, auf Saloniki beschränkt, während in der Türkei jüdische Vereine in K o hs t antinöpe.l und Smyrna bestehen. Etwas besser geht es den Juden in Jugoslawien. In Agram gibt es mehrere jüdische Klubs. Ausgezeichnete Ringer findet man in Novysad und Subotica. Makkabi-Vereine bestehen auch in Belgrad, Nisch und Sarajevo. Zusammen dürfte es im Königreich Jugoslawien 6000 ausübende jüdische Sportler geben. In Ungarn ist der jüdische Sport stark zurückgegangen und es besteht sehr geringe Aussicht, hier Besserung zu: schaffen. Die ungarischen Juden haben noch keine Lehre aus den bisherigen Erfahrungen gezogen. Sie sind noch immer in den christlichen .Klubs zu finden, obwohl sie nicht selten dort das „Zido" zu hören bekommen. Weltberühmt sind die jüdischen Vivo-Turner (Budapest), die bereits wahre Akrobaten sind. In der Schweiz gibt es zahlreiche jüdische Sport- und Turnvereine, und zwar in Zürich, Basel, Bern und Genf. Zwei Rekorde der Hakoah-Damen bei den Schwimmeisterschaften. Hakoah siegt in der 3XioosMetersDamen«Lagenstaffel in 4:24,2 und im ioosMeteraDamensFreistil in 1:17 Minuten. Bei den österreichischen Schwimmeisterschaften, die am. Samstag und Sonntag zur Durchführung ,ge« langten, boten die Häkoahner p r ä c h t v o 11 e L e i? j stnn gen. Speziell die Damen übertraf en alle in sie gesetzten Erwartungen. Eine Bestleistung' schuf, wieder Fritzi Löwy, und zwar über 100 Meter Freistil. Sie stellte hier einen neuen österreichischen Rekord auf und unterbot ihren eigenen um: zwei Zehntel Sekunden. Sie schuf auch mit, der Hakoah, einen neuen Lagenstaffelrekord zu ver* schaffen. Nicht weniger als fünf Meisterschäften ge* wannen die Hakoah*Dameri, und zwar: ioo*Meter< Freistil: Fritzi Löwy.; 400«MetereFreistil: Fritzi Löwy. 200*Meter * B r u s t s ti 1: Hedy Bienenfelde Wertheimer. ioo*Meter»R ü c k e n: Idi Kohn. : Lagenstaffel 3X100 Meter (W e r t h e i m e r«! Kohn* Löwy). In der Meisterschaft von Oesterreich für Herren! gab, es eine große , Ueberraschung. Goldberger (Hakoah) verlor diesmal seinen Meistertitel im 100» Meter<Freistil an den E. W. A. S, C.«Mann Müller. Im. 20p*Me.ter«Freistil blieb Goldberger nur Dritter und im 40Os>Meter*Freistil besetzte der Häkoahner Drei* kurs ebenfalls nur den dritten Platz. Das 2oosMeter«: Brustschwimmen gewann Schäfer (E. W. A. S. C); knapp vor dem Häkoahner Stein. In der Freistil* Staffel 4X200 Meter und Lagenstaffel 3X1001 Meter erreichte die Hakoah nur als Dritter des Ziel. In der HerremVereinsmeisterschaft blieb Hakoah; mit 44 Punkten Dritter, dagegen placierten sich die *) Siehe Ni. 150 d. Bl. Einstellungdfer Vof untersnehnng. Vom Warenhaus Brüder Schiffmann werden wir um nachstehende Veröffentlichung ersticht: „Am 6. Juli d. j. berichteten mehrere Wiener Zeitungen anläßlich der Verhaftung eines im Ausgleich stehenden Kürschners, dafl ein Teil der von ihm zum Nachteil seiher Gläubiger unter dem wahren Werte verkauften Pclzwarcn vom Warenhaus Brüder Schiffmann angekauft wurde, weshalb der Teilhaber der Firma, Herr Hermann Schiffniänn, und der Abteilungsleiter, Herr Hugo Neubauer, der" Staatsanwaltschaft angezeigt wurden. Die vollkommene Haltlosigkeit der Anzeige ist nunmehr, schon im Zuge der Voruntersuchung, unzweifelhaft festgestellt und das Verfahren eingestellt worden, weil erwiesen ist, dafl der beanständete Kauf zum normalen Tagespreis abgeschlossen wurde und die Firma keinen Anlaß hatte, an der Verkaufsberechtigung des Kürschners zu zweifeln." Wir geben dieser Feststellung im Interesse des guten Rufes dieses angesehenen Warenhauses gerne Raürri. Wir zwingen Sie durch diese Preise bei uns zu kaufen! 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Bei der Hasmonca haben sich folgende Spieler angemeldet: Kestler, Strofl II (Hakoah), Augapfel (Auto), Feidma r, Ronis, Stern und #unz (Hagibor), Bader, Roeeiizweig. * Das alte, verdienstvolle Mitglied der Hasmonea Hot mann Lilien wurde nie» Vizepräsident in den Ausschuß, kooptiert. Die NewsYoi'kcr Hakoah spielte auf ihrer Süd» amerika*Tournce gegen Kosario 1:1 unentschieden. Städtekampf Wien—Bratislava im Ritigen. Alle drei für Wien gestarteten Häkoahner erfolgreich. Bei dem in Bad PtStyän aüsgeträgenert Städtteringkampf Wien—BratiaKav* wtfkteh auf seiten der Wiener vön sieben Ringern nicht weniger als drei Hakoah* ner mit. Die jüdischen Athleten entledigten sich ihrer Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit, allen dreien gelang es, über ihre Gegner zu t r i u m p h i e r e n und' trugen so zu, dem überlegenen Sieg der Wiener bei. So gewinn Gott lieb im Federgewicht gegen Samek 4urcn Auf* gäbe des Gegners, im Leichtgewicht warf Schlanger seiften Gegner Lichtenfels in der 19. Minute durch Hüftschwung und unserem jüdischen Schwergewichts« meister Hlfschl gelang es, bereits nach drei Mi* nuten einen überlegenen Sieg über Müller zu feiern. Die Hakoali-Ftifibatler siegen weiter. Der F. C. Hakoah trat in Riga gegen die dortigen Wanderers an. Nach scharfem Spiel blieb die jüdische Mannschaft mit 2:1 Treffern erfolg? reich. Bis 2«r Pause konnte keine der Mannschaften einen Erfolg erzielen, a"ber nach SeiterHvechsel' sicherten sich die Häkoahner, die durch Fischer und Maus* ner zu Treffern kamen, den Sieg. Dem Spiele, das bei strömendem Regen Vor sich ging, wohnten 3000 Zuschauer bei. Der überaus parteiliche Schiedsrichter, der zwei regulär erzielte Treffer der jüdischen Mannschaft nfcht anerkannte, verhinderte einen größeren Sieg. 9:4 (4:0) lautete das Resultat, das die Hakoah» Manh schaft im Retourspiel gegen denselben Gegner erzielte. Die Wiener, die ein fcindurchdacht'es Kombinationsspiel vorführten, spielten ihren Gegner in Grund und Boden. In die Torehren teilten sich diesnial Mausner (4), Heß (3) und Donncnf cid. Bisher wurden n e u n Spiele ausgetragen, sieben wurden gewonnen, eines endete unentschic» den und eines ging verloren. Das Torverhältnis lautet 33:8 zugunsten der Häkoahner., Endlich habe ich gefunden, was ich schon lange vergeblich gesucht liabc. Ein Geschäft, wo alle meine Wünsche erfüllt werden-können. Diese Worte werden oft gehört, wenn man ins Musikhaus Excelsior, Adlergnsse 5,. kommt. Tatsächlich, wo findet man so rasch eine gleich große Auswahl an nur modernsten Radioapparaten und Sprechmaechinen' Von der billigsten Type zum Preise von wenigen Schillingen bis zu Preisen, die S 5000 übersteigen, alles vorrätig, übersichtlich aufgestellt, wie es nur eine Firma leisten, kann, die liber so große Räumlichkeiten verfügt.- Bemerkt'muß noch werden das riesige Schallplattenlager, das zwanzigtausend Stück weit übersteigt. Einzigartig in Wien das Sortiment an jüdischen und hebräischen Aufnahmen. 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August findet im Caf6 Produktenbörse um 8 Uhr abends eine Abschiedsfeier für den beliebten hebräischen Schriftsteller Daniel Persky statt. In Anbetracht seiner ganz großen Verdienste um die hebräische Bewegung in Wien .und seiner großen Beliebtheit bei den breitesten Kreisen des hebräischen Leserpublikums ist es Pflicht all seiner Verehrer, Freunde und Leser, die Abschiedsfeier durch zahlreichen Besuch möglichst imposant zu gestalten. — Mittwoch den 13. d., um 7 Uhr abends, reist er vom Südbahnhof nach P a« 1 ä s t i n a ab. kraetftisdie Kultusgemeinde Wien« Zahl 5804 ex 1930. Wien, im August 1930. Kundmachung. Bei der israelitischen ■ Kultusgemeinde Wien werden Aufsichtsorgane im Koscherfleis c h w e s e n in Vormerkung genommen, welche in Nikktfr voll« kommen ausgebildet sind, die volle körperliche Eignung besitzen und das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben. Bevorzugt sind solche,' welche gleichzeitig die Befähigung zur Vornahme von Geflügelschiach* t u n g e n haben. Bewerber, welche die. ö s t e r r e i c h i s c.h e B u n? desbürgerschaft besitzen, wollen ihre Begehren nach Vormerkung nebst Befähigungszeugnissen von min« destens drei orthodoxen Rabbinern unter Nachweis ihrer streng religiösen Lebensführung, der bisherigen Verwen* dung und. Angabe ,ihres : Lebensjaufes . bis . längstens 31. August 1930 an den Vorstand der israel. Kultus« gemeinde Wien, I.; Serteris'tettengasse 4, III. Stock (Amts« direktion) gelangen lassen, woselbst die näheren Be« dingungen zu erfragen sind. Der Vorstand , der israelitischen Kultusgcmeinde Wien.